
von ginnymuff
Die Idee von diesem Chap stammt von @cherry.juice7 und @chippy91. Noch mal herzlichen Dank! *ablaus*
@tonks21: nur wegen dir hab ich heute noch geschreiben und meine BO Hausübung sausen lassen!
---->Dieses Chap wird wieder Tonks21 gewidmet!!
Viel Spaß
***
Harry und Ginny verließen die Große Halle. Hinter ihnen wurde der Lärm aus der Großen Halle immer leiser. Die Aufregung nach Ginnys Schlag war nun größer denn je, doch bald konnten sie ihre Mitschüler nicht mehr hören, da sie schon die große Treppe hinaufgegangen waren.
Lange gingen sie schweigend nebeneinander her. Ginnys Hand kribbelte noch immer ein bisschen. Doch nicht nur, weil sie gerade ihrem Ex-ex-Freund eine verpasst hat, sondern auch, weil sie nicht wusste, was Harry zu ihr sagen würde, oder was Harry davon hält, was sie getan hat.
Doch innerlich war Ginny stolz auf sich selbst.
Ihre Augen huschten kurz zu Harry hinüber. Dieser ging noch immer, ebenfalls schweigend, neben ihr her. Auch er wirkte etwas nachdenklich und, täuschte sie sich, ….. glücklich?
Ein kleines Lächeln huschte immer wieder über sein Gesicht und seine Augen funkelten immer wieder auf, sodass man meinen könnte, in seinen Augen spiegelte sich ein kleiner Freundestanz.
Ginnys Gedanken rasten nur so durch ihren Kopf. Immer wieder fragte sie sich, ob sie es doch noch schaffen würde, Harry davon zu überzeugen, sie mit auf die Jagt nach Voldemort zu nehmen.
Als sie um die Ecke bogen, gelangen sie in den Korridor des siebten Stocks, der wie ausgestorben war. Nicht einmal ein Geist schwebte durch den Gang.
Harry räusperte sich leise und Ginny meinte, ihr Herz würde gleich stehen bleiben. Er sagte: „Du…. Toller Schlag!“ Röte stieg ihr ins Gesicht und sie hoffte inständig, dass Harry es nicht bemerkt hat. In seiner Stimmer war ein Unterton, der Ginny ein Lächeln ins Gesicht lockte. Er sagte diese Worte mit, konnte es sein, …. Stolz? Sie fühlte sich, als ob ihr Herz rasendschnell wuchs und ihr Magen überschlug sich förmlich. Harry war stolz auf sie, sie konnte es nicht glauben. Ein Glücksgefühl überfiel sie, wie sie es schon lange nicht mehr gespürt hatte.
Sie fasste ihren ganzen Mut zusammen und sagte mit zittriger Stimme: „ …Danke.“
Nun war es Harry der nach Worten suchte.
Sie bogen erneut um die Ecke in einen anderen Korridor, wo sie ebenfalls alleine waren. Eine Weile liefen sie noch schweigend nebeneinander her.
, Sag doch was, verdammt noch mal!“, dachte sich Ginny, doch als er nach einigen Minuten noch immer nicht sprach, fasste sich Ginny ein Herz und sagte: „Warum können wir nicht zusammen sein?“ Harry blieb plötzlich stehen und sah sie traurig und etwas mitleidig an. Seine smaragdgrünen Augen ließen ihre Knie weich werden und drohten, sie darin versinken zu lassen.
„Ginny, du weist doch, es geht nicht!“ Zögernd nahm er ihre Hand und kam dabei etwas näher. Harry raubte ihr nun fast den Verstand. Am liebsten wäre sie ihm jetzt um den Hals gefallen und ihn nie wieder losgelassen, für immer bei ihm geblieben.
Leise flüsterte Harry: „Ginny, ich… ich liebe dich über alles und das weißt du. Ich möchte dich nicht in Gefahr bringen, je weniger du mit der Sache zu tun hast, desto besser. Du bist… Du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben!“ Doch Ginny entgegnete: „Und Ron und Hermine, die dürfen mit, ja? Sind sie dir etwa nicht wichtig?“ Verzweiflung schlich sich nun in Ginnys Stimme. Die Sehnsucht, das Verlangen nach Harry, das sie antrieb, wurde nun immer stärker und ihre Augen wurden glasig.
Harry antwortete ihr: „Natürlich sind mir Ron und Hermine auch wichtig, sie sind meine besten Freunde und ich liebe sie, aber…. Ginny, ich hab’s dir noch nie gesagt, aber. Du bist meine große Liebe!“ Ginny stockte der Atem. Sie hatte nie daran gedacht, dass sie Harry genauso viel bedeutet wie er Ginny. Ihr Mund stand offen und sie sah Harry direkt in die Augen.
Plötzlich fiel sie ihm um den Hals. Sie drückte ihn fest an sich, wollte ihn nicht loslassen. Harry wehrte sich nicht, er ließ es einfach zu und legte seine Arme um sie. Ginny schluchzte leise auf, ihr Gesicht in seiner Schulter verborgen. Er streichelte ihr mit der einen Hand über den Rücken und mit der anderen über ihr Haar.
Eine Weile standen sie so da, bis sich Ginny, wenn auch widerwillig, von ihm löste. Sie fuhr sich mit ihrem Ärmel über ihr Gesicht und wischte sich ihre Tränen weg. „Tut mir leid, ich… wollte nicht…“ Doch Harry nahm abermals ihre Hand und sagte: „Schon gut!“ Lange sahen sie sich an, der eine versank in den Augen des anderen.
Dann meldete sich Harry wieder zu Wort und sagte: „Du weißt, ich will dich nur beschützen, also mach es mir nicht noch schwerer, nicht mit dir zusammen zu sein, als es ohnehin schon ist.“
„Aber ich kann auf mich selbst aufpassen, das hast du vorher doch gesehen! Ich bin nicht schwach, und das weißt du. Ich kann mich selbst verteidigen, wenn du willst, dann lerne ich auch noch andere Schutz-, Verteidigungs- und Angriffszauber. Ich würde alles tun, das weißt du!“ Flehend sah sie ihn an, doch allmählich wurde Harry wütend und er sagte: „Das vorhin, das war was anderes! Du...“, doch weiter kam er nicht, dann Ginny sagte: „Nein, Harry, das war es nicht.“ Eindringlich sah sie ihm in die Augen. Er ließ ihre Hand los und wich ein- zwei Schritte zurück. Das versetzte Ginny einen Stich in die Brust. Sie konnte es nicht glauben, dass er vor ihr zurückwich.
Seine Stimme war auf einmal ganz anders, nicht mehr so zart und vertrauensvoll, nein… etwas lag in seiner Stimme, dass Ginny einen Schauer über den Rücken laufen ließ.
„Du hast keine Ahnung wie es da draußen ist, wie es ist, wenn du in Lebensgefahr schwebst, wenn jede Bewegung, jede Entscheidung, die du machst, ein Fehler sein könnte. Da stehen Menschenleben auf dem Spiel und da kann man einen Fehler nicht wieder gut machen. Alles hängt von dir ab und ich möchte nicht, dass du dich dieser Gefahr aussetzt.“
Schweigen
Tränen stiegen erneut in Ginny hoch, doch sie hielt sich zusammen und sagte mit zittriger Stimme: „Also hatte ich recht: Du hältst mich wirklich für schwach!“
Doch bevor Harry etwas entgegnen konnte lief sie an ihm vorbei in Richtung Griffindor Turm und er konnte noch sehen, wie ihr eine Träne die Wange hinunter rann.
***
Hoffe, euch hatts gefallen! Freu mich über Kommis!
Bis bald!
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