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Fanfiction

Begreifen - Begreifen

von artis.magica

Begreifen

Schon den ganzen Abend über saß Severus mit einem Glas Wein in der Hand vor dem Feuer und starrte nachdenklich in seine Flammen. Er bereute seine Worte von gestern und wünschte, er könnte sie ungeschehen machen. Er hätte sich ohrfeigen können, dass er sich so hatte gehenlassen. Resigniert schloss er die Augen und sah sie wieder vor sich.
Sie hatte ihn mit so großen Augen angesehen, dann hatte sie sich umgedreht und war ohne ein Wort gegangen.
Severus nahm einen Schluck von seinem Glas und lehnte den Kopf zurück. Er war ein Idiot. Wieder und wieder hatte er sie vor den Kopf gestoßen. Es verwunderte ihn nur, dass sie es so hingenommen hatte. Sie war stumm geblieben, hatte ihn nur angesehen. Er stieg erst von seinem hohen Ross, als sie mit heftigem Schwung die Tür ins Schloss geschlagen hatte. Er hätte es tun sollen, doch er war nicht fähig gewesen ihr nachzugehen. Stattdessen hatte er mit voller Wucht und grenzenloser Wut auf sich selbst das Tintenfass gegen die Wand geschleudert und eine elende Sauerei damit angerichtet.
Severus zog die Brauen zusammen. Sie war anders gewesen. Sie war so beherrscht. Erst jetzt fiel es ihm auf. Sie war nicht mehr erschrocken wie zu Anfangs. Ihr Blick drückte jetzt Verwunderung und Neugier, vielleicht auch Ärger aus und gerade das ließ ihn misstrauisch und unsicher werden. Wieder einmal.
Er kannte sie nicht. Er kannte ja nicht einmal sich selbst.
Die vergangenen Tage hatten soviel zum Vorschein gebracht, seine Seele aufgewühlt und die Gedanken und Gefühle, die er so tief in sich vergraben hatte, an die Oberfläche gespült. Er wollte es nicht und doch hatten sie seine Empfindungen so eingenommen, so sehr, dass ihm angst wurde. Angst vor dem was es ihm bedeuten könnte.
Severus hatte Hermine beigestanden und er selbst lehnte ihre Hilfe ab, die sie ihm von Anfang an ohne ein einziges Wort angeboten hatte.
Er seufzte leise auf und trank sein Glas leer. Er stellte es sanft ab, erhob sich und ging um den Tisch bis hin zum Fenster. Versonnen sah er hinaus in die Dunkelheit.
Die Nacht war klar. Ein heller Halbmond stand über dem Horizont und sandte der Welt sein fahles silbernes Licht. Der Wind trieb harmlose Wolken über den Himmel, die Welt schlief, so friedlich.
Severus öffnete das Fenster und atmete die Nachtluft. Eine leise Brise wehte herein und kühlte ihm die Stirn.
Alles war so anders, jetzt. Sie hatte ihn gefangen genommen, schon lange vorher und ohne dass er es bemerkt hatte. Sie hatte sich unmerklich in seine Gedanken und sein Herz geschlichen. Als er es endlich bemerkte, war er längst verloren. Sein Kampf dagegen war aussichtslos, er wusste es. Und doch gestattete er seinen Gefühlen nicht, den Sieg über seinem Verstand davonzutragen. Also hatte er sich wieder hinter seinem Zynismus versteckt. Er hatte sie gekränkt und verletzt.
Er ließ den Kopf in den Nacken fallen und zog die Luft tief in die Lungen.
Ein Klopfen!
Severus horchte auf wandte sich irritiert um. Wer um alles in der Welt wollte ihn mitten in der Nacht sprechen? Er wartete, vielleicht hatte er sich getäuscht…
Wieder ein leises Pochen.
Er schloss das Fenster und ging zur Tür. Er öffnete und fand sich Hermine gegenüber, die ihm ruhig entgegensah. Mit ihr hatte er überhaupt nicht gerechnet. Die Überraschung siegte über seine Selbstbeherrschung und spiegelte sich deutlich in seinen Augen wider. Aber nur für einen Augenblick, in welchem er inständig hoffte, sie hätte es nicht bemerkt.
„Was willst du mitten in der Nacht?“, fragte er grob und hoffte sie damit abzuschrecken.
Hermine ließ sich nicht beirren.
„Ich möchte mit dir reden“, sagte sie trotzig.
„Ich wüsste nicht, was es noch zu bereden gäbe“, fuhr er sie grimmig an. „Geh zurück in deinen Turm oder ich werde dir noch mehr Punkte abziehen!“
Hermine legte den Kopf schief.
„Wenn du mich nicht hereinlässt, mache ich einen solchen Radau, der aber auch jeden im Schloss aufwecken wird“, sagte sie böse lächelnd.
„Das ist nicht dein Ernst“, brummte er verärgert und zog eine Braue hoch.
„Verlass dich drauf“, flüsterte sie ihm zu und verengte die Augen zu schmalen Schlitzen. „Nun, was ist? Willst du mich nicht hereinbitten.“
Unwillig gab Severus die Tür frei und Hermine trat ein.
„McGonagall zieht mir die Haut ab, wenn sie dich hier findet“, sagte er unfreundlich und schloss die Tür hinter sich.
„Ja, das befürchte ich auch“, sagte Hermine leise vor sich hin.
Severus ging an ihr vorbei und setzte sich an seinen Schreibtisch.
„Nun“, sagte er wie beiläufig, „was willst du mit mir bereden?“
Hermine ging zu ihm, blieb vor dem Tisch stehen und stützte die Hände auf. Sie beugte sich leicht nach vorne und sah ihn herausfordernd an.
„Ich habe sie gesehen“, flüsterte sie ihm zu.
Severus sah auf.
„Was hat du gesehen?“, fragte er langsam.
„Deine Gedanken“, sagte sie.
Er schüttelte den Kopf.
„Nein, unmöglich!“ Er lachte auf. „Du, die keinerlei Begabung für Okklumentik hat, natürlich!“
Hermine lächelte. Ja, es stimmte, Okklumentik war etwas, das sie nie verstanden hatte. Ihre Geheimnisse hatten sich ihr nie erschlossen. Und doch hatte sie es gesehen. Zuerst hatte sie dieses Empfinden nicht einordnen können, es war fremd, es war ängstlich, unsicher und unwahrscheinlich misstrauisch. Und es war noch etwas, das auf sie eingestürzt war. Hermine hatte es nicht fassen können, doch es war eine Leidenschaft, die sie mitgerissen hatte, so fremd und gefährlich sie auch schien. Es hatte sie verführt und sie hatte es als äußerst anziehend empfunden und für einen winzigen Moment war sie geneigt, diesem Gefühl nachzugeben.
Sie sah ihm still in die Augen. Dann sagte sie leise: „Sag mir was es ist!“
„Geh“, sagte er mit bebender Stimme und erhob sich. Hermine richtete sich auf. Sie wandte sich mit ihm um und sah ihm nach. Er ging zwei Schritte durch den Raum und blieb an der Wand stehen.
„Nein“, erwiderte sie unnachgiebig und schüttelte den Kopf, „ich werde nicht gehen.“
„Geh!“, schrie er sie an, trat zurück an den Schreibtisch und schlug mit den Fäusten auf die Tischplatte, so heftig, dass Hermine erschrocken zurückfuhr.
„Was bist du nur für ein Mensch“, sagte sie zornig und wandte sich hastig ab.
Er hielt sich krampfhaft am Tisch fest. Dann ließ er sich auf den Stuhl sinken und legte die Fäuste an die Schläfen.
„Ja, was bin ich nur für ein Mensch“, flüsterte er ihr nach. Es war kaum zu hören.
Hermine, die schon in der Tür stand wandte sich um. Ihre Augen weiteten sich. Ihr Blick drückte Verwunderung und Erschütterung zugleich aus. In diesem Moment fühlte sie tiefe Verbundenheit mit ihm.
Ohne Zögern ging sie zu ihm und berührte seine Rechte, die er so fest zur Faust geballt hatte, dass die Knöchel weiß hervortraten.
Er reagierte blitzschnell, umfasste hart ihr Handgelenk und richtete sich wieder auf. Dabei zog er sie so heftig an sich, dass sie hart gegen seine Brust stieß.
Er sah auf sie herunter und Hermine erschrak über die Glut in seinen Augen.
„Du kannst mir nicht helfen, Hermine“, flüsterte er düster. Er lockerte seinen Griff und gab sie vollends frei.
Wortlos standen sie einander gegenüber, so nah...
„Ich kenne dieses Gefühl“, flüsterte sie ihm entgegen.
„Nein“, sagte er leise und schüttelte den Kopf, „du kennst es nicht.“
„Ich kenne es“, sagte sie aufgeregt. „Man meint zu verbrennen, keine Kontrolle... Jeder Gedanke daran...“, sie brach ab und suchte seinen Blick, doch Severus wich ihren Augen aus.
„Sieh mich an“, sagte sie fordernd.
„Es kann nicht sein... es darf nicht...“, sagte er so leise, dass sie es kaum verstand. Hermine musste es auch nicht, denn sie wusste auch so was er empfand. Sie verstand ihn ohne Worte. Sein Blick war beredt genug, obwohl er seine gewohnt undurchdringliche Maske wieder aufgesetzt hatte.
„Oh nein“, begann sie und trat ganz nah an ihn heran, „diesmal wirst du mich nicht wegstoßen. Es kann sein, ich will es auch…“
Endlich sah er ihr in die Augen und Hermine meinte zu zerspringen. Ein Gefühl, das sie nicht zu beschreiben vermochte fuhr ihr in den Magen und breitete sich ganz in ihr aus, jagte ihr Schauer durch den gesamten Körper und ein Kribbeln über die Haut.
Nach unendlich langer Zeit hob er die Arme, zog sie sanft an sich und umarmte sie still. Hermine fühlte seinen Herzschlag, seinen schnellen Atem. Sie sah auf und ihre Blicke trafen sich. Er beugte sich zu ihr hinab.
„Severus, ich...“, flüsterte sie ihm entgegen. Ein Kuss schloss ihr die Lippen. Dann strich er ihr das Haar aus dem Nacken und küsste sie auf den Hals. Sie fühlte seinen warmen Atem auf ihrer Haut, der sie sanft streichelte. Ein heftiges Beben überfiel sie beide und ließ sie die scheue Zurückhaltung verlieren. Ihre Hände wanderten neugierig fordernd über ihre Körper. Die Lippen in einem leidenschaftlichen Kuss aufeinander gepresst, schob er sie vor sich her, bis sie an die Wand hinter sich stieß. Severus löste sich von ihr. Er stützte die Hände an die Wand und sah ihr mit gesenktem Kopf atemlos in die Augen.
Hermines Brust hob und senkte sich heftig. Sie sah seine Leidenschaft und wurde davon mitgerissen. Sie hob die Hände und strich über sein Gesicht. Severus schloss die Augen, nur für einen Moment, dann sah er ihr wieder mit glühendem Blick entgegen. Nicht eine Sekunde wollte er ihren Anblick missen. Er neigte den Kopf zur Seite. Ihre Hände strichen unendlich sacht über seinen Hals, seine Schultern. Sie knöpfte sein Hemd auf. Jedem Strich ihrer Hände ließ sie ihre Lippen folgen. Schließlich lehnte sie sich gegen seine nackte Brust und schlang die Arme um ihn. Ihre Hände strichen sanft über seinen Rücken. Sie spürte ein heftiges Zittern, das durch seinen Körper lief und als Hermine seinen Gürtel löste und die Hose aufknöpfte war es um seine Beherrschung geschehen. Ein leises Stöhnen entrang sich seiner Brust und er drängte sich an sie.
Ihre Hände strichen nach unten und fuhren sanft über seine feste Männlichkeit, die sie jetzt an ihrer Hüfte spürte. Schauer jagten durch ihren Körper und sie fühlte ein heftiges Pochen in ihrem Schoß.
Severus zog sie von der Wand fort und sie wanderten wie betrunken durch den Raum während sie sich hastig die Kleider abstreiften. Ein so wohliges Gefühl durchströmte Hermine, als er hitzig und ungeduldig ihre Bluse aufzuknöpfen begann. Die letzten Knöpfe ignorierte er und strich ihr den dünnen Stoff einfach über die Schultern, wo er weich fließend nach unten und zu Boden glitt. Heiß und drängend entledigten sie sich ihrer restlichen Kleidungsstücke und sanken nackt vor dem Kamin zu Boden.
Hermine lag still vor ihm, ihr Atem ging schnell und unregelmäßig. Sie sah in seine glühenden Augen. Noch nie hatte sie ihn so gesehen und noch nie hatte er sie so angesehen. Fast schämte sie sich, als sie seinen begehrlichen Blick auf sich spürte. Doch ihre Zweifel schwanden, als er sich zu ihr niederbeugte und ein leidenschaftlicher Kuss ihren Mund verschloss. Ihre Zungen spielten miteinander während seine Hände sanft über ihre Schultern strichen und zu ihren herrlichen Brüsten wanderten, die er sachte zu streicheln begann. Es entlockte Hermine einen leisen Schrei als er plötzlich ihre steil aufgerichteten Brustwarzen mit den Fingern umfasste und sie hart zusammendrückte. Doch mit dieser Berührung überkam sie auch eine solche Woge der Lust, die sie den Schmerz vergessen und sie fühlen ließ, wie ihr Schoß überzulaufen drohte.
Severus löste seine Lippen von den ihren und ließ sie sanft über ihren Hals hin zu ihren Brüsten streichen. Sie war alles was er begehrte, was er ersehnte und in diesem Moment wusste er, dass auch sie es wollte, ihn wollte. Sie gab sich ihm so bereitwillig hin, dass ihm fast Angst wurde. Und doch war es wie ein Rausch, so anders, so neu, selbst für ihn.
Unendliches Vertrauen, Leidenschaft, die sie beide nie erwartet hätten.
Ein Traum!
Nie gekannte Zärtlichkeit. Sie ließen sich fallen, gaben sich so bedingungslos einander hin.
Seine Zunge umspielte ihre Nippel und endlich zog er sie mit einem leisen Seufzen zwischen seine Lippen. Hermine bäumte sich leicht stöhnend auf und drängte sich ihm entgegen. Noch nie hatte sie so gefühlt und als sie seine weiche Zunge, einen Streifen kühlender Feuchtigkeit auf ihrem Leib hinterlassend, nach unten zwischen ihre Beine streichen fühlte, war es um sie geschehen. Ihr Atem ging heftig und sie stieß ein leises Stöhnen aus.
Er drückte ihre Schenkel auseinander und schob seine Hände unter ihren Po. Hermine reagierte und hob sich ihm entgegen. Sie vergrub die Finger in seinem Haar und seufzte leise auf, als er seine Zunge in ihrem Schoß versenkte.
Ihre Sinne waren berauscht, berauscht vom Zauber des Augenblicks und ihrer Erregung, die sich mit jeder Berührung, mit jedem Kuss, die er ihr schenkte ins Unermessliche zu steigern schien. So sehr, dass es fast schmerzte.
Severus kostete von ihrem herrlichen Saft. Trunken vor Lust wanderten seine Lippen hin zu ihrer Klitoris. Er zog die kleine Perle sanft zwischen die Zähne und nahm mit Freuden wahr, dass Hermine sich ekstatisch unter ihm wand. Es ließ ihn fast wahnsinnig werden. Wieder und wieder strich seine Zunge über ihre geschwollenen Schamlippen und fuhr in ihre feuchte Grotte hinein. Er spürte ihr Zucken und wusste, dass sie kurz vor ihrem Höhepunkt stand. Endlich hob er den Kopf und sah ihr entgegen. Es war ein Blick voller Zärtlichkeit und Leidenschaft, der Hermine wohlig erschauern ließ. Und Severus sah es ihren Augen. Ihr Körper schrie es stumm hinaus. Sie war bereit.
Er richtete sich auf, zog sie an sich und drang mit einem einzigen heftigen Stoß tief in sie ein. Sie war so eng, so weich, so heiß. Und sie nahm ihn so bereitwillig in sich auf.
In dem Moment als er in sie eindrang, sah ihm Hermine in die Augen und öffnete leicht überrascht den Mund. Sie konnte es kaum fassen, es war ein so inniges Gefühl, das sie durchströmte, als sie ihn in sich spürte. Es breitete sich rasend schnell in ihr aus, ließ sie heftig atmen und jagte ihr Schauer über die Haut. Er füllte sie ganz aus und schenkte ihr den bisher schönsten Moment ihres Lebens.
Severus warf den Kopf nach hinten. Er veharrte für Minuten tief in ihr und genoss das einzigartige Gefühl, das sie ihm vermittelte. Endlich fasste er ihre Hüften und begann sie langsam und intensiv zu stoßen. Und mit jedem seiner Stöße steigerte sich ihre Lust und zog sie beide so unerbittlich mit sich, dass sie dabei fast verrückt zu werden drohten. Würde die Welt in diesem Moment zusammenstürzen, sie hätten es nicht bemerkt. Leises Ächzen, das an Lautstärke zunahm, je weiter sie sich ihrem Orgasmus näherten erfüllte den Raum.
Severus zog Hermine hoch und schlang die Arme um sie. Nichts und niemand würde diesen wunderbaren Gleichklang, in welchem sie in diesem Augenblick schwangen stören können.
Einen Moment lang verharrten sie so. Ihre Körper lagen in heißer Umarmung und trieben dem ersehnten Höhepunkt entgegen. Ihr Atem ging schwer, ihre Haut glänzte. Das Feuer, das sie wärmte verstärkte es noch.
Schließlich sanken sie nieder. Seine Stöße wurden heftiger, er keuchte, ein Aufbäumen, ein lautes erlösendes Stöhnen folgte seinem letzten Stoß. Er riss sie hart mit sich und Hermine gab diesem Gefühl ganz nach. Die Leidenschaft erfasste sie, trug sie hoch zum Gipfel der Ekstase und ließ sie endlich satt und ermattet zurücksinken. Keiner wagte ein Wort zu sagen. Sie lagen still beieinander, tief ineinander versunken und ertranken, ein jeder im Anblick des anderen. Selbst als er sich aus ihr zurückzog ließen sie einander nicht los. Sie kuschelte sich in seine Umarmung und lehnte den Kopf an seine Brust.
Keine Verlegenheit, keine Scham, verstehen ohne ein Wort.
Lange sahen sie ins Feuer, so lange, bis die Flammen das Holz aufgezehrt hatten und nur noch ein Glühen in der Asche übrig war. Die sich ausbreitende Kühle trieb sie auf. Severus nahm Hermine hoch und trug sie ins Schlafzimmer.
Als sie eng aneinandergeschmiegt in die Kissen gelehnt lagen, hob Hermine den Kopf und sah ihn an. Dann fragte sie leise in die Stille hinein: „Bereust du es?“
Severus zog das Laken über sie beide. Er horchte in sich hinein. Er wusste er hatte eine unsichtbare Grenze überschritten. Immer hatte er sie respektiert, bisher. Er wusste auch, dass es falsch gewesen war und dennoch bereute er nichts.
„Nein“, sagte er ehrlich und strich ihr eine wilde Locke aus der Stirn.
Hermine reckte sich und ihre Lippen suchten seinen Mund. Severus erwiderte ihren Kuss mit einer solchen Leidenschaft, dass Hermine wohlige Schauer überliefen. Seine Hände strichen sanft ihren Rücken hinunter und als er fest ihre Pobacken umfing und auseinanderzog, fühlte sie erneut süße Erregung aufsteigen, die sie gefangen nahm und nach Erfüllung suchte. Die Reaktionen seines Körpers sagten ihr, dass auch er so empfand. Hart drückte sich sein Penis gegen ihren Po. Seine Hände suchten sich ihren Weg zwischen ihre Beine und als er seine Finger in ihrer feuchten Vulva versenkte stöhnte Hermine lustvoll auf.
Ihr Atem ging schneller, ihre Herzen rasten. Eine weitere Woge der Leidenschaft überrollte sie beide und zog sie mit sich. Sie waren rettungslos verloren.
Waren sie beim ersten Mal hastig und gierig nacheinander gewesen, agierten sie jetzt in unendlicher Zärtlichkeit und Neugier.
Ein jeder sog die Liebkosungen des anderen gierig auf und schenkte sie tausendfach wieder. Mit jeder Faser ihres Körpers gehörten sie sich. Sie konnten einander nicht satt sehen, nicht lassen. Alles um sie her war vergessen, keine Gedanken, die störten. Sie gehörten nur sich selbst in dieser Nacht. Jeder Blick, den sie sich schenkten und mit dem sie sich angstvoll vergewisserten, dass dies kein Traum war, steigerte ihr Verlangen nacheinander nur noch mehr.
Heißer Atem, Mund an Mund, eng umschlungen, nie loslassen. In sanfter Vereinigung zogen sie einander in die Höhe und sanken atemlos in die Laken zurück.
Sie schmiegten sich aneinander und genossen die wunderbare Erschöpfung.
Keiner war müde, keiner wollte schlafen. Ein jeder wollte das Beisammensein tief in sich aufnehmen, es genießen so lange es ging. Nur langsam fanden sie wieder zurück.
Schließlich war es Hermine, die ihn fragte.
„Wie kannst du es ertragen ohne darüber wahnsinnig zu werden…?“, flüsterte sie ihm entgegen.
Severus hob die Lider. Er wusste genau was sie meinte.
„Ich kann dir diese Last nicht aufbürden, Hermine“, sagte er leise.
Sie antwortete nicht gleich.
„Aber du hast meine Last mitgetragen“, flüsterte sie.
Er lächelte.
„Ich möchte es nicht“, sagte er und setzte sich auf. Er legte die Arme auf die Knie und starrte vor sich hin. „Ich möchte es nicht“, wiederholte er schließlich noch einmal und wiegte den Kopf.
Hermine schwieg lange. Dann kniete sie sich vor ihn und sah ihm in die Augen.
„Ich sage es nur ein einziges Mal und ich möchte, dass du erst darüber nachdenkst, bevor du antwortest“, flüsterte sie ihm zu.
Severus öffnete den Mund, um ihr zu erwidern, doch Hermine legte ihm die Hand über die Lippen.
„Lass mich sehen“, sagte sie leise, beugte sich vor und küsste seinen Mund. „Bitte.“ Sie wandte ihren Blick nicht von ihm.
Severus schwieg lange. Schließlich nahm er ihre Hände in die seinen.
„Schließe die Augen“, flüsterte er.
Und es war als würde sie in sein Leben hineingesogen. Sie sah seine Erinnerungen so deutlich als wären es ihre eigenen gewesen. Sie sah den Abriss eines Lebens, durch das er sich gequält hatte. Gelebt in beständigem Zweifeln, in Angst vor Entdeckung, in Nichterfüllung und unendlichem Zorn, Hochmut und Stolz. Sie sah Bilder vor ihren Augen tanzen, die ihr sehr vertraut vorkamen. Und in diesem Moment stürzte so viel Leid, so viel Qual, Schmerz, Hass und Wut auf sie ein, dass sie beinahe ohnmächtig davon wurde.
Hermine warf den Kopf zurück und schrie leidvoll auf. Severus wollte ihr die Hände entziehen, doch sie hielt ihn fest. Und mit einem Male fiel eine tonnenschwere Last von ihm ab, da war endlich Trost und endlich Befreiung. Endlich ein Mensch, der in diesem Moment so eng mit ihm verbunden war wie es noch nie jemand zuvor gewesen war. Nie hatte er sich so verstanden gefühlt wie gerade jetzt in diesem Augenblick und er hoffte so sehr, dass Hermine ihn verstand.
Er zog sie an sich und sie sanken schwer in die Kissen zurück.
„Verzeih mir“, flüsterte er nach einer Ewigkeit in die Dunkelheit hinein.
„Nein“, sagte sie nur und schmiegte sich in seinen Arm. „Es gibt nichts zu verzeihen und es gibt kein Bedauern.“
Ganz still lagen sie da und lauschten ihrem Herzschlag.
Die Welt hatte sie beide wieder, endgültig.


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