
von quarki
@N.tonks: Ja, jetzt ist sie frei, aber bis Ann wieder vorkommt, muss du dich noch ein bisschen gedulden ;)
@MsTonks: Jaja, wir werden sehen ob sie ihn wieder bekommt ;):)
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Nymphadora Tonks lag weinend in ihrer Wohnung auf dem Bett. Sie weinte, wie schon so oft in den letzten Monaten. Und immer wieder ging es um ihn. Remus Lupin, Mitglied des Orden des Phönix, Werwolf und der Mann in den sie sich verliebt hatte.
Dieser Mann war der Grund dafür, dass es ihr in den letzten Monaten nach Sirius Tod so schlecht ging. Na gut, er war nicht der einzige Grund, aber er war der Größte. Ein weiterer Grund, war das Verschwinden ihrer Schwester vor 6 Monaten. Spurlos, war sie damals einfach verschwunden und niemand wusste ob sie noch lebte.
Mit verweinten Augen, richtete Dora sich auf und schaute auf das Bild, was auf ihrem Nachtisch stand. Aus dem Bilderrahmen grinste ihr, ihr eigenes Selbst einen Arm um Annabelle gelegt, entgegen. Verdammt, dachte sie. Warum war das Leben so kompliziert? Erst verschwand ihrer Schwester und deren Freund spurlos, dann starb ihr Cousin und zum guten Schluss, wies Remus sie immer wieder zurück
....Zu alt, zu arm, zu gefährlich....
Das waren seine Gründe. Er war der festen Meinung, eine Beziehung zwischen ihnen könne nicht funktionieren. Er meinte, er wäre zu gefährlich.
War diesem Dickkopf denn nicht klar, dass es ihr egal war? Dass sie ihn liebte und sich nicht darum scherte, dass er ein Werwolf war?
Sie war schließlich Aurorin. Auch wenn man es ihr nicht direkt ansah, hatte sie die Prüfung mit Bravur bestanden und war seitdem Aurorin.
Ja, aber Remus Lupin, sah das anscheinend nicht ein. Oder er liebte sie nicht.
„Nein, Nymphadora, denke so etwas nicht.“
Bei ihren häufigen Diskussionen, hatte Remus nie gesagt, er würde sie nicht lieben. Er hatte immer nur gesagt, dass es nicht klappen konnte, weil er zu gefährlich war.
„Ach verdammt!“, sagte sie wütend und schmiss ein Kissen gegen ihren Schrank. Aber das half ihr auch nicht wirklich.
Wenn wenigstens Ann da wäre. Mit ihr hätte sie reden können. Mit ihrer Schwester konnte sie über alles reden. Aber Ann war verschwunden und langsam gaben alle die Hoffnung auf. Selbst ihre eigenen Eltern, hatten wenig Hoffnung Ann zu finden.
Außer ihr und Molly glaubten nicht mehr viele Ann und Tim zu finden. Ja, Molly Weasley, sorgte sich um beide. Schließlich war Tim ihr Neffe und seit seinem 4 Lebensjahr bei den Weasleys aufgewachsen. Tim, war so zu sagen ihr achtes Kind.
Aber sie hatten schon überall gesucht und nichts gefunden. Gar nichts, kein Anzeichen dafür, dass Ann und Tim noch lebten.
Es half alles nichts, sie musste sich damit abfinden, dass ihre kleine Schwester vielleicht nicht mehr lebte.
Sie hatte Sirius verloren, Ann verloren und nun auch noch Remus.
Noch mehr Tränen stiegen ihr in die Augen, als sie an ihre letzte Auseinandersetzung dachte.
Es waren erst ein oder zwei Stunden seit dem vergangen:
Es war eine Versammlung des Ordens gewesen, diese Versammlungen, waren in letzter Zeit eigentlich nur an Tonks vorbei gelaufen. Sie hatte nicht wahrgenommen, worum es wirklich ging. Still hatte die sonst so lustige und fröhliche Hexe auf ihrem Stuhl gesessen. Die mausbraunen Haare fielen ihr in das blasse, herzförmige Gesicht und die traurigen braunen Augen, waren auf den Boden gerichtet.
Viele der anderen Ordensmitglieder hatten Tonks Wandlung, als Reaktion auf das Verschwinden von Annabelle gewertet.
Nur Remus Lupin und Albus Dumbledore, wussten es besser.
Lupin, weil sie ihm ihrer Gefühle gestanden hatten und Dumbledore einfach, weil er fast alles wusste.
Auch Molly Weasley und ihr Mann wussten Bescheid. Dora hatte es nicht geschafft es vor Molly zu verheimlichen.
Wer schaffte es schon Molly Weasley etwas zu verheimlichen? Sie hatte sich seit dem Sommer rührend um Dora gekümmert, doch es half nichts. Umstimmen konnte Remus keiner.
Am Ende hatte Dumbledore die Stimme erhoben: „Da wir nun alles besprochen haben, auch wenn einige etwas abwesend waren,“ sein Blick schweifte über Tonks und Remus, der die ganze Zeit darauf bedacht war Dora nicht anzusehen und über Molly, die die ganze Zeit Tonks besorgt angesehen hatte. „möchte ich unser Treffen beenden. Ich wünsche euch allen eine gute und sichere Heimreise und seid vorsichtig in dem was ihr tut. Außerdem möchte ich nochmal Arthur und Molly danken, die uns zum wiederholten Male den Fuchsbau als Treffpunkt zur Verfügung gestellt haben.“, mit diesem Worten, lächelte er einmal in die Runde und verschwand dann gefolgt von Minerva den Fuchsbau.
Ein dumpfes Gemurmel stieg an, als die Ordensmitglieder sich erhoben. Stühle kratzen über den Boden und alle drängten zur Tür. Die, die sonst noch oft zum Essen dablieben waren nicht da gewesen, wie Kingsley und Moody.
Dora saß noch immer auf ihrem Stuhl und schreckte erst auf, als die Tür ins Schloss fiel. Sie blickte sich unsicher um und sah in der Ecke Remus und Arthur stehen, die sich unterhielten. Molly war verschwunden.
Tonks konnte nur Remus Rücken erkennen und war sich sicher, dass er nicht wusste, dass sie noch hier war. Sonst hätte er schon lange die Flucht ergriffen, wie schon so viele Male zuvor.
„….du verhältst dich einfach lächerlich. Rede mit ihr, jetzt hast du die beste Möglichkeit.“, Arthur hatte über Lupins Schulter Dora entdeckt und verließ nun die Küche. Zweifelnd drehte Remus sich um und erstarrte als er sie sah.
„Oh nein, gerade sie. Ich kann nicht sehen, wie ich ihr das Herz breche.“, sagte eine Stimme in seinem Kopf.
Dora sah ihn einfach nur an. Direkt in die Augen, doch irgendwann fragte sie ihn: „Worüber sollst du mit mir reden?“, ihre Stimme, die sonst so fröhlich war, klang tonlos. Remus schaute verlegen auf den Fußboden.
„Das kannst du ihr nicht antun. Nicht schon wieder. Sag ihr wie sehr du sie liebst.“, wieder diese Stimme.
„Aber ich bin zu alt und vor allem zu gefährlich, ich könnte es mir nie verzeihen, wenn ich ihr etwas antun würde.“, antwortete Remus in Gedanken. War es jetzt schon so weit, dass er gedankliche Selbstgespräche führte?
„Worüber sollst du mit mir reden Remus?!“, wiederholte sie die Frage, nun lauter.
„Du weißt genau worüber!“, gab er finster zurück.
Finsterer als geplant, schoss es ihm wieder durch den Kopf. Er sah ihr in die Augen. Doch das Leuchten, dass früher dort drin war, fand er nicht. Was er fand, war Traurigkeit, ja und Verzweiflung. Aber auch, dass er sie verletzt hatte, sah man in ihren Augen.
„Und das ist alles deine Schuld! Du dummer, alter Werwolf!“,er sollte wirklich aufhören zu denken.
„Darüber, worüber wir jedes Mal streiten? Darüber, womit du mich jedes Mal verletzt? Darüber, womit du mich und dich selber kaputt machst?!“, schrie sie ihn an. Remus zuckte zusammen.
Die Worte waren so schnell von Dora ausgesprochen worden, dass sie erst jetzt realisiert, was sie gesagt hatte. Aber war es nicht egal? War nicht alles egal?
„Ja….“, brachte er nur hervor und betrachtete weiter den Fußboden.
„Dazu Remus, kann ich dir nur immer wieder das gleiche sagen: Es ist mir egal ob du ein Werwolf bist, es ist mir egal das du arm bist, es ist mir egal das du älter bist. Ich liebe dich!“, wieder standen ihr die Tränen in den Augen. So wie jedes mal. Dafür hasste sie ihn. Sie hasste ihn, dafür, dass sie ihn liebte.
„Und ich kann dir immer nur das gleiche antworten: Zu arm, zu alt, zu gefährlich. Suche dir jemanden, der jünger ist Dora. Du hast jemanden besseren verdient.“, diese beiden letzten Sätze wären ihm so schwer gefallen. Er könnte es wahrscheinlich nicht ertragen, seine Dora mit jemand anderem zu sehen.
„Sie ist nicht deine Dora…“
„Willst du es nicht verstehen?! Ich liebe dich. Ich will keinen jüngeren, ich will dich!“, wieder schrie sie, doch ihrer Stimme wurde von den Tränen erstickt.
Bei diesen drei kleinen Worten, wurde es Remus warm ums Herz. Doch er wusste, er konnte das nicht zu lassen.
„Nein, das verstehe ich nicht.“, brachte er mühsam hervor.
Wut, Enttäuschung, Verzweiflung, Verletzlichkeit, Hoffnungslosigkeit, all das sah Remus in ihren Augen, mit denen sie ihn jetzt stumm ansah. Dann drehte sie sich schluchzend um und verließ den Fuchsbau.
Es brach ihm das Herz, ihr so weh zu tun. Doch es ging nicht anderes, auch wenn er sich noch so sehr nach ihr sehnte.
Es hatte Dora so sehr weh getan. Sie war in ihre Wohnung appariert und hatte seit dem schluchzend auf dem Bett gelegen. Sie war erschöpft, erschöpft von ihrer Arbeit, erschöpft von de, Gedanken an Remus. Irgendwann fielen ihr die Augen zu und Nymphadora Tonks fiel in einen unruhigen Schlaf.
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