
von quarki
Nach langer Zeit mal wieder ein neues Chap. Tut mir Leid, dass es so lange gedauert hat, aber ich hatte sehr viel Schulstress ;)
Danke für die Kommis und viel Spaß beim Lesen ;)
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Langsam kam Annabelle wieder zu sich und blinzelte verstört mit den Augen. Wo war sie? Was war passiert? Sie rechnete jede Sekunde damit die altbekannten Geräusche des Kerkers zu hören. Angestrengt lauschte sie, hielt die Augen aber geschlossen.
Doch dann hörte sie ein Geräusch, das so überhaupt nicht in den Kerker passte. Die hörte Töpfe klappern und das Knistern eines Kaminfeuers.
Knistern eines Kaminfeuers? In einem Kerker?
Doch dann trafen sie die Erinnerungen wie ein Schlag.
Kingsley. Mad-Eye. Ihre Befreiung. Tim. Schwärze.
Natürlich, sie war nicht mehr im Kerker, sie war irgendwo anderes. Irgendwo in einem Versteck des Ordens. Annabelle schlug die Augen auf und sah sich um. Nach ein paar Sekunden, erkannte sie das bekannte Wohnzimmer des Fuchsbaus.
Wie oft war sie in ihrer Hogwartszeit hier gewesen?
Als sie sich aufsetzte, bemerkte sie die Person die neben dem Sofa, auf dem sie lag, auf dem Boden saß. Den Kopf an die Lehne gelehnt und friedlich schlafend.
Nymphadora.
Ihre Haare waren immer noch mausbraun, also hatte sich ihre Lage noch nicht gebessert.
Ann seufzte und berührte ihre Schwester leicht an der Schulter.
„Was? Wie? Wo?“, verwirrte schaute diese auf und dann trat ein Lächeln auf ihr Gesicht. „Ann!“, sie sprang auf die Füße, stieß dabei ein Buch vom Tisch und nahm sie in die Arme.
„Dora! Du…erdrückst mich noch…“, röchelte Ann und Dora ließ erschrocken von ihr ab. „Entschuldigung, ich wollte nicht. Aber ich freu mich halt so.“, sie lachte.
„Annabelle, Liebes. Wie geht es dir?“, Molly Weasley stand in der Tür zur Küche und kam nun auf die beiden Schwestern zu, um Ann nun auch ihrerseits in die Arme zu schließen. „Mädchen, du bist viel zu dünn. Komm, ich mach dir erst einmal etwas anständiges zu Essen.“ Sie schob Ann vor sich her und drückte sie auf einen Stuhl am großen Tisch.
Grinsend setzte sie Dora neben sie. Molly und Dora erzählten abwechselnd, was seit ihrem Verschwinden passiert war und Molly schaufelte Würstchen und Toast auf ihren Teller. Nachdem Ann gegessen und ihnen zugehört hatte, stellte sie die Frage, die sie schon lange beschäftigte. „Und was ist mit Tim?“, Tonks stieß vor Schreck ein Glas um und Molly blieb wie angewurzelt stehen.
Nach kurzem zögern, sagte Tonks: „Wir wissen es nicht. Wir haben genauso wenig darüber herausgefunden, wo er steckt wie wir es bei dir hatten. Er kann überall sein und ob er noch lebt wissen wir auch nicht.“, es war die Wahrheit und sie wusste, dass ihre Schwester nichts als die Wahrheit hören wollte.
„War er bei dir, als ihr Entführt wurdet?“, fragte Molly zögernd. Ann nickte: „Ja. Sie waren auf einmal da. So viele 15 Stück. Wir hatten keine Chance. Sie haben uns mit genommen. Am Anfang waren wir noch zusammen, doch dann haben sie und getrennt, seit dem habe ich nichts mehr von Tim gehört. Aber ich wüsste wenn er tot wäre. Bellatrix hätte nichts lieber getan als es mir unter die Nase zu reiben.“, bei der Erwähnung ihrer verhassten Tante, schnaubte Tonks auf.
„Wo wir gerade dabei sind, sollten wir nicht doch euren Eltern bescheid geben? Sie machen sich Sorgen!“, Tonks verdrehte die Augen: „Das ist Anns Entscheidung.“, und sie sah ihre Schwester erwartungsvoll an.
Diese dachte an den Streit vor 6 Monaten zurück. Aber das war egal. Die Lage war anders. Ihre Eltern machten sich bestimmt sorgen und ihr tat es Leid, was sie damals gesagt hatte.
Sie hatte in der letzten Zeit geglaubt, dass sie sie nie wieder sehen würde, doch nun hatte sie die Chance dazu und konnte sich bei ihnen entschuldigen.
„Ja, ich denke sie sollten bescheid wissen. Lass uns hingehen Dora. Bitte.“, ihre Schwester nickte und stand auf. „Ihr wollt jetzt aufbrechen? Annabelle! Du bist erst vor wenigen Stunden zu dir gekommen und solltest dich noch etwas ausruhen.“, „Ach was, das geht schon, das Bisschen Apparieren.“, antwortete Ann lässig, „Aber danke für alles Molly.“, „Gerne. Aber ihr beide seid morgen Abend hier zu Essen, ist das klar?“, sagte sie und die beiden nickten, dann verließen sie den Fuchsbau.
„Das Bisschen Apparieren.“, äffte Tonks sie lachend nach, „Gib es zu, du hattest nur ihre Bemutterung satt.“, Ann grinste zurück. „Los jetzt, hier draußen ist es kalt.“
Mit einem Plopp waren die Beiden verschwunden.
Sie tauchten wenige Augenblicke später in einer von Straßenlaternen beleuchteten Straße wieder auf. Hier ähnelte ein Haus dem anderem, doch sie wussten genau wo sie hinwollte. Zielstrebig liefen Ann und Dora auf die Nummer 7 zu. „Du weißt schon, dass du nicht den frischesten Eindruck machst, oder?“, „Reizend wie immer. Ja, stell dir vor, dass ist mir durchaus bewusst.“, Ann strich sich durch blonde Haar und Dora klopfte grinsend an die Tür.
Wenige Sekunden später, wurde die Haustür geöffnet und Andromeda Tonks blickte ihnen entgegen. „Nymphadora, du lässt dich auch mal wieder blicken. Komm, dein Vater wird sich….“, dann fiel ihr Blick auf Ann und sie stieß einen spitzen Schrei aus. „Ann! Oh mein Gott. Ted! Komm schnell.“, sie trat einen Schritt vor und schloss ihre jüngste Tochter in die Arme. „Was ist denn Liebling? Stehen Todesser vor der Tür oder …“, doch auch ihm verschlug es die Sprache, als er Ann sah.
Kaum hatte sie sich versehen, hatte auch ihr Vater sie in die Arme geschlossen.
Ihrer Mutter liefen die Tränen über das Gesicht und sie ließ Ann überhaupt nicht mehr los. „Mum! Dad! Könnten wir vielleicht reingehen? Es ist kalt.“, Dora war schon im Flur und schaute belustigt dem Schauspiel zu, was sich ihr vor der Haustür bot.
„Natürlich, natürlich.“, die beiden nahmen Annabelle in die Mitte und zusammen gingen sie ins Wohnzimmer.
Als sie saßen, stellte Andromeda die Frage, die die beiden dazu veranlasste alles zu erzählen. Ann erzählte was ihr im Kerker alles passiert war und Dora berichtete wie sie davon erfahren hatte, dass Mad-Eye und Kingsley Ann gefunden hatten.
„Annabelle, es tut uns Leid, was vor 6 Monaten passiert ist.“, sagte Ted schließlich und nahm seine Tochter wieder in den Arm. „Mir auch Dad. Mir auch.“, sagte diese.
„Ann, du siehst so erschöpft aus, ich mache dir dein Bett oben fertig.“, sagte ihrer Mutter und erhob sich.
„Ich werde dann auch mal.“, setzte Dora an und erhob sich.
„Nichts da! Jetzt seid ihr beide hier und ihr bleibt hier.“, unterbrach ihre Mutter sie. „Aber…“, „Nichts aber Nymphadora.“, polterte ihre Mutter los. „Nenne mich nicht Nymphadora!“, „Ich bin deine Mutter!“, antwortete Andromeda und verschwand nach oben um die Zimmer ihrer Töchter fertig zu machen.
„Tja Dora, gegen Mum hast du keine Chance.“, grinste Ann.
Als die beiden Schwestern wenig später bei Ann auf dem Bett saßen, hatten sie endlich Zeit zum reden.
„Ganz ehrlich Dora, du siehst auch nicht gut aus.“, „Ich weiß.“, Dora sah sie nicht an. „Remus?“, „Ja.“, „Also wir früher. Er hat seine Meinung nicht geändert.“, stumm schüttelte ihr Schwester den Kopf.
„Und du kannst nicht mehr morphen.“, „Nein. Seit September nun schon nicht mehr.“, sagte sie. „Was hast du Mum und Dad erzählt.“, „Stress im Ministerium, Sorge um dich. Alles mögliche sie fragen schon nicht mehr. Apropos Ministerium, meinst du, du kannst deine Ausbildung wieder Anfangen.“, „Keine Ahnung. Ich werde demnächst ins Ministerium gehen und mich erkundigen.“, antwortete Ann und beließ es dabei. Sie hatte den Themenwechsel bemerkt, sprach Dora aber nicht weiter darauf an.
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