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Fanfiction

Eine Frage der Erinnerungen - 13.Kapitel

von quarki

So ihr könnt mich irgendwie beschimpfen oder so, weil ich so lang nicht weiter geschrieben hab, aber Hauptsache ihr vergesst darüber nicht das Chap zu lesen ;)

N. Tonks: Na ob du mit deinen Vermutungen richtig liegst, siehst du dann. Ist dein Abi denn jetzt schon vorbei? Wenn ja hoffe ich, dass du bestanden hast ;)
Phoenixlove: Wie gesagt, dass überleg ich mir noch mit dem sterben lassen. Ja, Geschwister sind schon manchmal nervig ;) Hdl
ForeverTONKS: Ja, für Ann besteht noch Hoffnung. Näheres im Kapitel ;)

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In den frühen Morgen Stunden hörte man am Rande des Dorfes Filey ein leises Plopp. Eine Gestalt in einem Umhang war soeben dort aufgetaucht. Doch außer ein paar Schafen, die auf einer Wiede dicht aneinander gedrängt standen, bemerkt sie niemand.

Als Ann die Augen öffnete war sie in Dunkelheit gehüllt. Nur vereinzelt blitzten Sterne auf, wenn die Wolken die sie vorher verdeckt hatten weiter zogen. Eine frische Brise wehte ihr vom Meer her ins Gesicht. Sie roch die typische Seeluft. Langsam gewöhnten sich ihre Augen an die Dunkelheit und Ann wandte sich um, um auf das Dorf, in dem schon vereinzelte Lichter brannten, zu sehen. Die Häuser standen eng nebeneinander und man konnte Masten von Fischerbooten im Hafen aufragen sehen. Es war jedoch wahrscheinlich noch zu früh und um diese Zeit waren wohl nur Fischer unterwegs. Sie musste bis zum Morgen warten um sich eine Unterkunft zu suchen.

Eine Unterkunft. Ann schlug sich gegen die Stirn. Wie konnte sie nur so dumm sein. Klar, der Plan in die Muggelwelt abzutauchen war genial, nur wie tat man dies mit nur sehr wenig Muggelgeld in der Tasche. Und nun? Sie konnte nicht nach Gringotts um ihre Geld umzutauschen, aber ohne Geld konnte sie hier nicht überleben. „Ein bisschen Nachdenken vorher hätte geholfen.“, murmelte sie leise. Doch war irgendetwas geplant gewesen? Sie hatte auf einmal instinktiv gewusst, dass sie Tim suchen musste.

Da ihr nichts anderes übrig blieb suchte sie erst einmal nach ihrem Muggelgeld. 35 £. Das reichte wenn sie Glück hatte gerade so für eine Nacht in einer Pension. Sie musste aber länger in Filey bleiben. Innerhalb von einem Tag würde sie Tim wohl kaum finden.
Doch plötzlich kam ihr eine Idee. Ihr Cousin Michael, der Sohn vom Bruder ihres Vaters, war zu Zeit in Neuseeland. Eigentlich war das nichts ungewöhnliches, doch Michael war ohne viel Geld dorthin geflogen und arbeitete jetzt auf Farmen oder anderswo um Geld zu verdienen. Dazu bekam er meistens noch eine Unterkunft. Ihr Vater hatte ihr auch erzählt, wie dieses Jahr genannt wurde. Irgendwas mit Travel…Genau Work and Travel. Sie könnte behaupten, dass sie so etwas machen würde und hätte somit vielleicht die Chance auf einen Schlafplatz.

Also machte Ann sich auf den Weg in das Dorf hinein. Was passierte wenn sie mit ihrer Idee nicht weiterkam, daran wollte sie lieber nicht denken.

Inzwischen war es kurz vor Sonnenaufgang und vereinzelt verließen Fischer ihre Häuser um raus zu fahren. Sie warfen Ann flüchtige Blicke zu. Doch beachteten sie nicht weiter. Die Fischer waren Touristen gewöhnt, da fiel selbst Ann in ihrem Reiseumhang nicht weiter auf. Ann sah sich um. Wo sollte sie anfangen? Sie hatte keine Ahnung. Letztendlich entschloss sie sich einen der Fischer zu fragen, ob er eine Ahnung hätte wo sie Arbeit finden könnte. Ein blonder, noch jung wirkender Fischer sagte zu ihr: „Fragen Sie mal drüben bei Smith. Die brauchen immer Hilfe in ihrem Laden.“, er wies auf einen Laden am Ende der Straße. Ann bedankte sich und lief auf den Laden zu. Es war eine Kneipe oder eher ein kleines Restaurant. Die Rollladen vor den Fenstern waren verschlossen, doch als sie um das Haus herum ging sah sie einen jungen Mann, der im Hof ein Auto belud. Er bemerkte sie nicht, erst als Ann sich räusperte und fragte: „Entschuldigen Sie, sind Sie Mr. Smith?“, drehte er sich zu ihr um und musterte sie. Er hatte schulterlange braune Haare und strahlend blaue Augen. „Ja, der bin ich.“, antwortete er. „Also gehört Ihnen das Lokal hier.“, es war nicht wirklich eine Frage sondern eher eine Feststellung. „Nicht mir alleine, aber meiner Familie. Meine Mutter ist die Geschäftsführerin. Aber was möchten Sie?“, er blickte zu ihrer Tasche, die sich in den Händen hielt. „Ich suche Arbeit. Ich komme nicht aus Großbritannien, sondern aus Neuseeland.“, warum nicht Michaels Aufenthaltsort als Heimatland nehmen? „Ich denke da kann ich Ihnen vielleicht weiterhelfen. Wir suchen eine Aushilfe. Henry, ein Junge aus dem Dorf, der sonst immer geholfen hat ist vor kurzem in die Stadt gegangen um zu studieren. Alle gehen sie fort. Kommen Sie mit. Ich stelle Sie meiner Mutter vorher. Sowie ich das sehe, haben sie auch keine Bleibe?“, Annabelle schüttelte nur den Kopf und folgte ihm ins Wohnhaus. Das lief ja besser als erwartet „Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt. Ich bin Jack.“, er reichte ihr die Hand, als sie den Flur betreten hatten. „Ich bin Ann.“, stellte Annabelle sich nun auch vor. Jack führte sie weiter durch eine Tür in die Küche. Sie sah gemütlich aus und erinnerte sie ein bisschen an den Fuchsbau. Dort stand eine ältere Frau und hantierte in der Spüle mit Geschirr. Fast hätte Ann sie gefragt, warum sie nicht mit Zauberei abwusch, doch sie biss sich gerade noch auf die Zunge: „Du bist nicht mehr in der magischen Welt. Gewöhn dich dran!“, dachte sie. „Mum?“, fragte Jack und die Frau drehte sich um. Sie hatte die gleichen braunen Haare wie ihr Sohn, doch die Augen waren grau. „Jack, ich dachte du wärst schon weg. Wer ist denn das?“, sie wandte ihren Blick Ann zu. „Das ist Ann, sie kommt aus Neuseeland und sucht Arbeit und eine Bleibe. Und da Henry jetzt in der Stadt ist, dachte ich sie könnte uns im Lokal helfen.“, stellte er sie vor. Jacks Mutter musterte Annabelle nun ganz genau. „Ja, ich denke das ist eine gute Idee. Wir haben auch noch ein Zimmer frei. Dort kannst du schlafen. Ich bin Sarah.“, „Danke.“, sagte Ann und ein riesiger Stein fiel ihr vom Herzen. „Na komm, ich zeig dir dein Zimmer.“, Sarah führte Ann die Treppen nach oben ins Dachgeschoss des Hauses. „Es ist kein großes Zimmer, es gehörte meinem Sohn David, doch er ist ins Ausland gegangen um zu studieren. Jetzt leben nur noch Jack, ich, meine älteste Tochter Laura und ihr kleiner Sohn Collin hier.“ erzählte sie ihr auf dem Weg. Ganz oben angekommen, öffnete sie eine Tür und Ann trat ein. Das Zimmer war klein, aber in Ordnung. Unter dem kleinen Fenster stand ein Bett und an der gegenüberliegenden Wand standen ein Schreibtisch und ein Schrank. „Das Bad ist direkt neben dem Zimmer. Jack, Laura, Collin und ich schlafen auf der Etage unter dir. Bettzeug bring ich dir gleich hoch. Frühstück gibt es gleich auch unten.“, sagte sie freundlich lächelnd und verschwand nach unten.

Diese Frau erinnerte Ann stark an Molly Weasley. Noch eine Ähnlichkeit mit den Weasley. Sie lächelte traurig. Molly und den Fuchsbau sah sie wohl nie wieder. Sie war überrascht, dass diese Leute sie einfach so aufgenommen hatten. Ohne zu wissen wer sie war. Das wäre in der Zaubererwelt im Moment nicht vorgekommen. Aber dort herrschte auch Krieg. Jeder misstraute jedem.

Ihren Rucksack ließ sie einfach auf das Bett fallen und sah aus dem Fenster. Man konnte das Meer von hieraus sehen und die Sonne, die nun aufgegangen war. Sie warf ein rötliches Licht auf den Hafen von Filey. Dann betrachtete sie den Schrank und dankte Merlin, dass er einen Schlüssel hatte. So konnte sie wenigstens ihre Bücher und anderen magische Dinge einschließen. Ja, ein Dach über dem Kopf hatte sie jetzt, doch was sollte sie tun um Tim zu finden? Heute Abend würde sie wohl als erstes alle Informationen über Todessergeheimversteckte sammeln, die sie kannte und dann würde sie weiter sehen. Sie hatte ja gewusst, dass sie Tim nicht in Filey finden würde und, dass es dauern würde bis sie ihn fand, wenn überhaupt.

300 Kilometer südwestlich von Filey und mehrer Tage später erwachte Nymphadora Tonks aus einem unruhigen Schlaf. Sie blinzelte und drehte sich vorsichtig um, so dass sie in Remus Gesicht sehen konnte. Er schlief noch. Wenn er schlief sah sein Gesicht so viel jünger aus. Die Narben auf seinem Gesicht nahm man kaum war. Dora lächelte leicht. Ja, sie hatte gewonnen. Sie hatte was sie wollte. Doch wiederum hatte sie so vieles verloren. Ann. Dumbledore. Sie würde beide wohl nie wieder sehen. Es war immer noch so unwirklich. Dumbledore tot. Alle, aber nicht er. Und Ann? Ann war aufgebrochen. Aufgebrochen um Tim zu suchen. Tim, den Menschen den sie liebte. Liebte wie sie selbst Remus liebte. Ihre Schwester würde es schaffen Tim zu finden, doch würde sie ihn auch befreien können? Aber Annabelle war das egal, sie wollte ihn nur noch einmal sehen.

Remus bewegte sich neben ihr und schlug die Augen auf. Blinzelnd sah er sich um. Erst schaute er verwirrt auf sie, doch dann stahl sich ein leichtes Lächeln auf sein Gesicht. „Guten Morgen.“, sagte er leise. „Guten Morgen.“, gab sie eben so leise zurück. Leicht beugte sie sich nach vorne um ihm einen sanften Kuss zu geben. Sie genoss jeden Kuss, jede seiner Berührungen und jede Minuten in der sie nur mit ihm zusammen war. Als sie sich voneinander lösten, lehnet Dora ihren Kopf an seine Schulter: „5 Tage...“, murmelte sie leise. Doch Remus hatte sie verstanden und er wusste genau was sie meinte. 5 Tage seit Annabelle Tonks wieder verschwunden war. 5 Tage seit Dumbledore tot war. Aber auch 5 Tage, seit er glücklich war. Wenigstens soweit glücklich wie man es in dieser Zeit sein konnte.

Er strich zärtlich durch ihre pinken Haare und lächelte leicht. Ja, das war es. Warum hatte er sich nur so lange dagegen gesträubt? Er liebte sie und konnte sich nun nach nur 5 Tagen ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen.

Sein Blick fiel auf die Uhr, die neben ihm auf dem Nachttisch stand. Es war 8 Uhr. Um 9 Uhr begann die Beerdigung Dumbledores in Hogwarts. Es war beinah eine Pflicht dort zu erscheine, doch sie beide taten es um ihrem ehemaligen Schulleiter, Ordensleiter und Freund die letzte Ehre zu erweisen.

„Dora, wir müssen aufstehen. Die Beerdigung..“, flüsterte er ihr ins Ohr. „Ich weiß.“, seufzte sie und hob ihren Kopf um ihm in die Augen zu sehen: „Es ist immer noch alles so unwirklich.“.

Er nickte und sah ihr weiter in die Augen. Sie hatten so oft darüber gesprochen: über Dumbledore, Ann, Tim, den Orden, ihre Zukunft…
„Wir dürfen nicht aufgeben. Dumbledores Tod ist tragisch, aber wir müssen kämpfen. Wir müssen Harry unterstützen und schützen.“, sagte er. Eigentlich fasste er nur das zusammen, was die letzten Tage immer und immer wieder gesagt worden war.

Um kurz vor 9 befand sich beinah der komplette Orden des Phönix auf den Länderein von Hogwarts. Sie saßen bereits auf dem Stühlen, die am Seeufer aufgestellte worden waren. Dora hielt Remus Hand umklammert und auch er war froh ein bisschen Halt zu haben. Es waren so viele Menschen da, dass Remus sich wirklich fragte ob sie alle gekommen waren weil es ihnen Leid tat, dass Dumbledore tot war oder nur weil sie hofften Teil eines großen Ereignisses zu sein.

Die Sonne strahlte vom Himmel, als der kleine Zauberer mit den büscheligen Haaren begann über Dumbledores Leben zu reden. Remus kannte ihn. Er hatte auch die Hochzeit von James und Lily geleitet. Er hörte nicht wirklich den Worten zu, die der kleine Zauberer sagte. Darum war er um so mehr erschrocken, als auf einmal weiße Flammen um Dumbledores Leichnam aufflammten. Dora neben ihm zuckte zusammen und sah mit aufgerissenen Augen nach vorne. Da wo noch Sekunden zuvor der marmorne Tisch gestanden hatte, stand nun ein weißes Grabmal und leuchtete in der Sonne.

Nach und nach erhoben sich die Menschen und das Gemurmel um sie herum stieg an. Auch Remus erhob sich und zog Tonks mit sich nach oben. Sie sah ihn an und in ihren Augen schimmerten Tränen, auch er hatte Mühe sich zu beherrschen. „Das war es dann wohl.“, sagte sie mit stockender Stimme und sekundenspäter lag sie in seinen Armen und vergrub ihr Gesicht an seiner Schulter. Er drückte Dora an sich und eine einzelne Träne rollte seine Wage hinab.

Die Sonne schien vom Himmel, als Annabelle Tonks im Tagespropheten von der Beerdigung Albus Dumbledores las. Ann hatte zwar gehofft, in diesem Dorf keinen Zauberern zu begegnen, doch es stellte sich heraus, dass auch vereinzelte Zauberer hier Urlaub machten. So war es ihr gelungen einen Tagespropheten mit gehen zu lassen, als eine Gruppe Hexen im Lokal waren. Diese waren schon so angetrunken gewesen, dass sie gar nicht bemerkt hatten, wie Ann die Zeitung genommen hatten. Sie würden sie wohl auch nicht vermissen.

Die Arbeit im Lokal nahm nicht sehr viel Zeit in Anspruch, doch sie half Sarah noch im Haushalt, da sie sich für die freie Wohngelegenheit bedanken wollte. Sie verstand sich inzwischen sehr gut mit den Mitgliedern der Familie Smith. Jack war ungefähr so alt wie sie und seine Schwester Laura auch nur ein paar Jahre älter. Ihr kleiner Sohn Collin, war gerade 4 geworden und er war ein kleiner Sonnenschein. Jedes Mal wenn Ann ihn sah musste sie lächeln und dachte daran wie es sein würde, wenn sie und Tim irgendwann mal Kinder haben würden. Vorausgesetzt sie kamen beide lebend aus der Sache raus.

Inzwischen war sie soweit, dass sie drei mögliche Verstecke gefunden hatte, an denen Tim sein konnte. Eins befand sich in Kent, ein weiteres in Bristol und das letzte in North Yorkshire, also gar nicht soweit entfernt von Filey. Sie musste jetzt nur noch wissen bei welchem dieser Verstecke die Wahrscheinlichkeit am höchsten war Tim dort zu finden.

Der Juni war in den Juli übergegangen und immer mehr Touristen schwemmten in den Ort. Somit lief auch das Geschäft gut für die Smiths und Ann freute das. Die Smiths waren freundliche und aufgeschlossene Menschen. Doch sie hatten auch schon viel Leid erlebt. Vor drei Jahren war Dylan Smith, Sarahs Mann zusammen mit seinem Schwiegersohn John, dem Vater von Collin und Ehemann von Laura, bei einem Bootsunglück ums Leben gekommen. Collin hatte seinen Vater nie wirklich kennen gelernt.

An einem Abend Mitte Juli, waren Ann und Laura im Lokal. Heute war es ebenso voll wie die letzten Wochen auch und sie hatten gut zu tun. In einem ruhigeren Augenblick ging Laura kurz nach oben um ihren kleinen Sohn ins Bett zu bringen. Ann, die sich inzwischen an das Arbeiten in einem Lokal gewöhnt hatte, blieb allein zurück und bediente die Gäste.


Sie blickte nur kurz auf, als zwei Männer das Lokal betraten und sich nicht weit entfernt von der Theke an einen Tisch setzten. Ann blickte ein zweites Mal auf die beiden und erstarrte. Sie kannte die beiden. Es waren Rowle und Print. Todesser. Beide waren ab und an da gewesen, als Bellatrix sie im Kerker gequält hatte. Ann huschte in den Raum hinter der Theke, den sie zum aufbewahren von Getränken nutzen. Sie hoffte, dass keiner der beiden sie gesehen hatte. Sie würden sie sofort erkennen und dann war sie geliefert.
Mehr als irgendwann sonst wünschte Ann sich nun ein Metamorphmagus zu sein wie ihre Schwester. Ohne Probleme könnte sie dann den beiden Todessern zu hören. Verdammt, sie konnte da nicht wieder rausgehen, dann war sie so gut wie tot. Aber Laura würde noch mindestens eine halbe Stunde bei Collin sein. Der Kleine schlief in letzter Zeit schlecht ein. Wenn sie doch nur morphen könnte. Ihr Blick schweifte durch den Raum und blieb am Spiegel über dem Regal an der gegenüberliegenden Wand hängen. Zum zweiten Mal an diesem Abend erstarrte sie. Das was ihr da aus dem Spiegel entgegenblickte, war nicht ihr eigenes Spiegelbild. Ihre hellblonden Haare waren verschwunden, stattdessen hatte sie nun dunkelbraune kurze Haare und auch ihre Augen waren nicht mehr braun sondern grün. Ihre ganze Gesichtsform hatte sich geändert, so dass sie nun ein breiteres Gesicht hatte. Immer noch unglaubwürdig, starrte sie ihr Spiegelbild an und fuhr sich mit der linken Hand über den Kopf. Sie fühlt nicht ihre eigenen langen Haare sondern die kurzen, braunen aus dem Spiegelbild.

Angestrengt dachte Ann darüber nach, was sie in den letzten Minuten getan oder gesagt hatte. Morphen…Metamorphmagus…Das konnte doch nicht sein? Nie hatte sie Anzeichen dafür gezeigt, dass sei ein Metamorphmagus sei. Aber es musste so sein, was sonst sollte passiert sein? Ungläubig grinste sie ihrem Spiegelbild entgegen. So war eins ihrer Probleme gelöst. Rowle und Print erkannten sie so sicher nicht. Sie ging wieder nach vorne ins Lokal und stellte sich an die Theke. Ein Glück, dass die beiden sich nicht an einen Tisch in der Nähe der Fenster gesetzt hatten, denn dann wären die Chancen sie zu verstehen gleich null gewesen. Aber so konnte Ann sie verstehen.

„Na hoffentlich findet sie uns hier nicht. Nur weil der Dunkele Lord ihr die Verantwortung für den Gefangenen übertragen hat, muss sie sich ja nicht so aufplustern.“, grummelte Rowle und strich sich seine blonden Haare aus dem Gesicht. „Lestrange pah..Genauso verlogen wie die Malfoys. Seit Wochen müssen wir auf den Gefangen aufpassen, nur weil sie sich für etwas Besseres hält. Wo soll der denn schon hin? Der kann doch kaum noch gerade stehen. Elender Blutsverräter.“, zischte Print. „Ich hol uns mal zwei Bier. Feuerwhisky wäre mir zwar lieber, aber Muggelbier tut es auch.“, Rowle stand auf und schlurfte zur Theke. „Zwei Bier für mich und meinen Freund.“, grinste er höhnisch. Ann gab ihm die zwei Gläser, sah ihm aber nicht in die Augen. Ohne weiteren Kommentar zog Rowle wieder ab und setzte sich erneut an den Tisch. Das Gespräch der beiden drehte sich dann wieder um belanglose Dinge. Dann, als Ann schon aufgegeben hatte irgendetwas anderes noch über Tim zu hören, fragte Print: „Müssen wir die ganze Woche auch wieder in Yorkshire sein?“, missmutig starrte er in sein halb leeres Glas. „Print du Idiot. Hast du beim letzten Treffen nicht zugehört oder was? In zwei Tagen ist der Angriff auf die Muggelfamilie. Also werden nur Lestrange und Yaxley in Yorkshire sein, um den gefangen Blutsverräter zu bewachen. Sollen die doch ihren Spaß mit ihm haben.“, er lachte grimmig und trank sein Glas leer. „Warum geht Lestrange nicht mit?“, fragte Print weiter. „Der Dunkel Lord hat ihr zwar die Verantwortung für den Gefangenen übertragen, aber als Strafe dafür, dass die andere Gefangene befreit wurde nimmt er sie nicht mit zu Angriffen.“, er grinste weiter und sagt dann: „Na los. Verschwinden wir, bevor sie uns vermisst.“

Fassungslos war Ann nach dem Verschwinden der beiden Todesser wieder in den Raum geflohen und konnte auch wieder zurück morphen. Ein zweites Mal ihre Gestalt zu verändern gelang ihr aber nicht. Sie hatte aber andere Sachen im Kopf. Immerhin wusste sie jetzt, wo Tim war. Doch wie dämlich waren eigentlich Print und Rowle? So offen über die Pläne der dunklen Seite zusprechen war doch Wahnsinn und sicher nicht im Sinne ihres Herren. Egal. Ann hatte wieder ein Ziel und ihr war klar, dass die einzige Chance Tim da vielleicht lebend rauszubekommen in zwei Tagen sein würde. Sie lächelte ihr erstes wahres Lächeln seit Wochen.


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Ich war bei MTV in New York und es war tierisch kalt draußen. Sie brachten mich rüber ans Fenster und da stand dieses Mädchen, das nichts außer ein Harry-Potter-Handtuch trug und ein Schild in der Hand hielt, auf dem stand 'Nichts kommt zwischen mich und Harry Potter!'. Es war toll. Sie ist eine Legende.
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