
von Lord Marijo
Auf den Länderein tauchten mehrere Auroren auf. Sie hatten ihre Zauberstäbe in ihren Händen und sahen mit einem kalten Blick zu den Schülern. Die Schüler schritten langsam zurück. Minerva Pencold, Lehrerin in Verwandlung, drängelte sich an der großen Menge vorbei und sah entsetzt zu den Auroren. Jake Randel trat hervor und lächelte leicht.
„Miss Pencold, richtig?“
Sie nickte leicht.
„Hogwarts wird durchsucht. Alles was verdächtig ist, alles was mit der schwarzen Magie zutun hat wird beschlagnahmt“ sagte Jake Randel und ging zum Schloss, er wollte mit Pencold kein Wort mehr wechseln.
Die Auroren verteilten sich im Schloss, jedes Büro wurde durchsucht. Als Jake Randel die Tür des Schulleiters öffnete, sah er Chris Randel hinter seinem Schreibtisch sitzen. Natürlich konnte Chris nichts unternehmen, da Jake gute Kontakte im Ministerium hatte.
„Brav.“
Chris ballte seine Hände zu Fäusten, er versteckte diese unter dem Schreibtisch. Jake lächelte immer noch und nahm Platz.
„Chris, es wird an der Zeit, dass hier Ordnung herrscht. Du bist als Schulleiter nicht geeignet. Letztes Jahr ist ein Schüler gestorben. Der Sohn von, Du-weißt-schon-wer ist hier. Du machst in den letzten Jahren vieles falsch“ sagte Jake Randel, er lehnte sich zurück und entspannte sich.
Chris sagte kein Wort, es hörte ihm nur desinteressiert zu.
„Hier unterrichten Lehrer, die…die nicht normal sind. Eine Lehrerin spinnt, die andere führt Selbstgespräche, der andere ist Alkoholiker und war mal in Askaban“ sagte Jake und redete weiter, er wusste natürlich, dass Chris nur zuhörte, so machte er es immer.
Als sie kleine Kinder waren, hörte Chris meistens nur zu, wenn er in der „Falle“ war. Jake wusste, dass er endlich etwas schaffte, das noch nie einer geschafft hatte. Chris konnte nichts mehr unternehmen, er musste Jake zuhören und zusehen wie die Auroren alles auf den Kopf stellten. Waren es überhaupt noch Auroren? Nein, dachte Chris und sah weiter zu Jake.
Ein Auror betrat das Büro des Schulleiters und flüsterte Jake etwas ins Ohr, dieser nickte leicht und schickte ihn hinaus. Jake Randel erhob sich und verließ das Büro, Chris sprang sofort auf als er Elis Schrei hörte. Er eilte sofort zum Büro.Eli Strobolz ging in die Knie, er hatte Tränen in den Augen. Die Auroren stellten sein ganzes Büro auf dem Kopf, überall lagen Weinflaschen herum. Als Chris ankam, stand Eli auf und ging auf ihn zu. Chris legte eine Hand auf Elis Schulter und sah mit einem wütenden Blick zu Jake. Jake genoss diese Situation, er hatte jetzt einen Grund, einen Lehrer aus der Schule zu schmeißen.
„Mister Strobolz, Sie haben 2 Tage Zeit um diese Schule zu verlassen. Außerdem haben Sie sich von nun an, 4-mal in der Woche bei Madam Sulzer zu melden. Sie wird Ihnen bei Ihrer Alkoholsucht helfen. Morgen um diese Uhrzeit beginnt die erste Sitzung“ verkündete Jake Randel und gab Eli eine Rolle Pergament, die er mit lautem Schluchzen entgegen nahm.
„Ach, Chris? Da ich zurzeit das Amt des Ministers ausübe…wollte ich dir noch sagen, dass wahrscheinlich ich die Wahl im nächsten Jahr gewinne“ sagte Jake Randel, lächelte teuflisch und verließ dann nach kurzer Zeit, zusammen mit den Auroren Hogwarts.
Eli sah Chris mit einem traurigen Blick an, doch Chris konnte nicht mehr viel für ihn machen.
„Bring deine Sachen in mein Büro, du kannst im Nebenzimmer übernachten“ sagte Chris, drehte sich um und ging zurück in sein Büro.
Eli sah ihm hinterher und war ihm dankbar.
Beim Abendessen gab es nur ein Gesprächsthema: Elis Rauswurf.
Jeder lästerte über diesen Vorfall, nur nicht Kathleen, Marko, Sirius und Joel nicht. Diese schauten nur zu den anderen Schülern, hörten ihnen zu und dachten sich ihren Teil. Ein Schüler aus der 3.Klasse, Ravenclaw, rannte quer durch die große Halle und schrie:
„DONATELLO VAN GEUDEN DARF NICHT MEHR UNTERRICHTEN! DER MINISTER HAT IHN FÜR 2 WOCHEN SUSPENDIERT!“
Die Schüler begannen nun auch über Donatello van Geuden zu lästern. Joel zuckte zusammen, er hatte ein schlechtes Gefühl bei dieser Sache, wie viele andere auch. War der Minister ein gemeiner Kerl? Joel dachte lange darüber nach, doch er konnte keine Antwort finden. Marko packte seine Sachen zusammen und verließ die große Halle. Marko betrat das Büro des Schulleiters, knallte die Tür hinter sich zu und sah mit einem wütenden Blick zu Chris. Chris sah aus dem Fenster, er wusste, dass Marko auftauchen würde…
„Du unternimmst nichts.“
Chris nickte leicht.
„Mein Cousin handelt nach seinen eigenen Regeln. Er kann alles auflösen, er kann alle Mitarbeiter im Ministerium feuern. Nicht mehr lange und er wird auch mich aus der Schule schmeißen“ erklärte Chris Randel und setzte sich hin.
Marko kannte Jake Randel kaum. In der Vergangenheit hatte er nur ein paar Mal mit ihm etwas zu tun, und das im Kampf gegen Noah. Noah…Einer der schrecklichsten Zauberer der jemals gelebt hatte.
Madam Sulzer war 54 Jahre alt, hatte nur wenige weiße Haare. Ihre Augen waren wunderschön, himmelblau. Sie sah eigentlich recht jung aus, aber nur von der Ferne. Aus der Nähe sah sie wie eine alte schreckliche Gans aus.
Sie arbeitete bereits seit über 30 Jahren im Zaubereiministerium, sie hatte vieles erlebt. Seit der Alkohol auch in der Zauberwelt eingeführt wurde, seit Jugendliche Alkohol zu sich nehmen, hatte sie sich entschlossen, sich um diese Jugendliche zu kümmern, aber auch um die Erwachsenen Alkoholikern. Ihre gesamte Familie war im Ministerium tätig. Ihr Vater war ein Auror, aber ihre Mutter war eine Rebellin gewesen. Sie mochte das Ministerium nicht und war im Orden des Phönixes. Im Kampf gegen Voldemort starb sie. Bellatrix Lestrange hatte sie mit dem Todesfluch getötet. Sulzer hatte vieles im Leben erlebt. Aber immer wieder hatte sie überlebt, und sie würde auch weiterhin alles überleben.
Eli Strobolz vor einer braunen Tür. Hinter der Tür war ein Saal, wo sich mehrere Alkoholiker aufhielten. Er atmete tief ein und aus, öffnete die Tür und guckte kurz hinein. Es waren 3 ältere Herren da, eine junge Frau und ein Jugendlicher. Sie saßen im Kreis. Er betrat den Saal und schloss die Tür hinter sich. Ein paar Leute nickten Eli zu, er nickte zurück.
Jake Randel zwang Eli, diese Therapie zu besuchen. Sollte er weiterhin Alkohol trinken, so würde er nie wieder unterrichten dürfen.
Madam Sulzer saß hinter ihrem Schreibtisch, lächelte leicht als sie Eli Strobolz sah. Sie stand auf und setzte sich zu den anderen dazu.
„Mister Strobolz, wir haben Sie bereits erwartet. Setzen Sie sich bitte“ sagte Sulzer und lächelte leicht.
Eli Strobolz war nervös, was machte er hier? Das alles war doch verrückt!
„Setzen Sie sich, Sie Alkoholiker, Sie…“ sagte Madam Sulzer, Eli zuckte zusammen.
Eli nahm dann Platz, natürlich war er nervös. Er wollte nur noch hier raus. Sulzer sah in die Runde und begann zu reden.
„Ich hoffe, ihr habt nichts get….Bäh, Jim. Du stinkst! Und du hast Läuse im Kopf! Geh dich sofort duschen, du stinkender alter Säufer!“ sagte Sulter und schickte Jim hinaus.
Er stand auf und verließ den Saal.
Eli schüttelte innerlich den Kopf, hatte sie noch alle Tassen im Schrank? , dachte Eli. Wie sollte man einem Menschen helfen, wenn man ihn wie einen dreckigen Hund behandelte? Eli wusste aber, wie es war. ER selbst war einmal in einer Klinik gewesen, er kannte bereits alles.
„Jetzt reichen wir uns die Hände, aber vorher geht ihr sie bitte waschen. Da könnten Bakterien aus der Mongolei drauf sein, oder so. Und dann wird unser Neuling, Eli, einen Satz sagen, der euch motivieren soll, nicht mehr zu saufen“ sagte Sulzer und sah lächelnd in die Runde.
Eli überlegte.
„Hört auf zu trinken, sonst werdet ihr wie Sulzer“ dachte Eli und überlegte weiter, doch er fand keinen richtigen Satz.
Jeder musste sich die Hände waschen, Sulzer beobachtete jeden. Natürlich wollte sie keine Krankheit von diesen Leuten einfangen oder dergleichen.
Jeder setzte sich wieder hin und jeder sah zu Sulzer, sie lächelte weiter.
„Ich weiß, ihr denkt, ich sei verrückt, aber in den letzten Jahren habe ich 200 Alkoholiker, ich betone, ALKOHOLIKERN geholfen“ sagte sie.
Eli schüttelte erneut innerlich den Kopf.
„Und jetzt die Hände. Ooohhhhhm, Ooohhhmmm“ sagte sie, die anderen machten ihr nach.
„Ich werde aufhören Alkohol zu trinken, ooohhhmmm“ sagte Sulzer, die anderen wiederholten den Satz öfters.
Eli kam sich lächerlich vor, er wartete nur noch darauf, dass aufstehen darf und nachhause gehen konnte.
„Ooohhhmmm, meine Mutter hat mich verlassen. Oooohhhm. So, das wars für heute, ihr Alkoholiker. Morgen Abend sehen wir uns wieder, Alkoholiker“ sagte sie und beendete diese hochinteressante Therapiestunde.
Eli Strobolz stand sofort auf und verließ den Saal.
Am nächsten Tag lief wieder mal ein Ravenclaw- Schüler durch die große Halle und brüllte:
„CHARLES BREWSTER MUSS EBENFALLS INS MINISTERIUM; ER WURDE FÜR 3 WOCHEN SUSPENDIERT!“
Alles geriet außer Kontrolle. Kathleen sah hinüber zu Joel, er schüttelte leicht den Kopf und konnte nicht glauben, was Jake Randel hier anrichtete. Marko wusste, dass Jake weiter machen würde. Er forderte Chris heraus…
Joel legte sich um ca. 22.00 Uhr schlafen. Es war ein kurzer Tag gewesen, da fast jede Unterrichtsstunde entfallen war, aber er hatte viele Fragen. Und keine einzige Antwort. Er schlief ein.
Joel hatte einen seltsamen Traum. Er stand auf, sah unter seinem Bett nach und fand einen alten Zeitungsartikel. Er konnte es nicht lesen, alles war so verschwommen…
In der Früh wachte Joel auf, sein Körper war nass. War das nur ein Traum? Er stand auf und sah unter dem Bett nach. Die anderen im Jungenschlafsaal schliefen noch. Er fand tatsächlich einen alten Zeitungsartikel, er schluckte hart und las den Artikel.
4.August.1936
Ein weiterer Vampir wurde in der Zauberwelt ausgelöscht, dank der Familie Randel. Doch die Randels haben einen neuen Feind bekommen, die Vaidades. Die Familie Vaidade hatte es geschafft, Werwölfe mit Menschen zu kreuzen. Diese neuen Werwölfe löschten die halbe Familie der Familie Randel aus. Der Krieg zwischen den zwei Familien hatte begonnen…
Joel las den Artikel öfters durch. Meinten sie die Familie vom Schulleiter? Joel war sich sicher, dass Chris Randels Familie gemeint war, doch wer waren die Vaidades? Er nahm den Zeitungsartikel, faltete diesen und machte sich auf dem Weg zum Schulleiter.
Währenddessen durchsuchten die Auroren alle Gemeinschaftsräume. Sie hatten viele Sachen mitgenommen, aber der Minister, Jake Randel, nahm etwas von Sirius mit…
Als Joel an die Tür des Schulleiters klopfen wollte, sah er ein Schild. Der Schulleiter war heute nicht da. Er ging enttäuscht zurück in den Gemeinschaftsraum.
Es war wieder an der Zeit, Madam Sulzer zu besuchen. Eli klopfte an die tür und betrat den Saal. Im Saal war auch Charles Brewster, er saß vor dem Schreibtisch, von Madam Sulzer. Sie aß gerade etwas…
„Nun gut…Sie hatten einen Revolver…So etwas ist verboten, das wissen Sie, oder?“ fragte Sulzer, Charles Brewster nickte leicht.
„Wissen Sie was? Sie sind entlassen, kehren Sie zurück zur Schule. Sie sind ein hoffnungsloser Fall“ sagte sie, Professor Brewster stand auf, nickte Eli kurz zu und verließ den Saal.
Eli setzte sich hin und wartete noch auf die anderen. Sulzer aß weiter.
„Wie lange arbeiten Sie eigentlich schon hier?“ fragte Eli.
Die Tür ging auf und Donatello van Geuden setzte sich hin, er war leicht genervt.
Sulzer gab Eli den Auftrag, 8329 Wörter über sein Leben zu schreiben. Er weigerte sich anfangs, doch dann gab er nach, als sie ihm drohte, er würde nach Askaban gehen. Sie wandte sich an Donatello, und er begann zu erzählen, wieso er hier war. Jake Randel schickte jeden zu Madam Sulzer, da sie mit solchen Leuten gut reden kann. Auch wenn sie verrückt war…
Als Donatello fertig mit seiner Geschichte war, schüttelte sie den Kopf und schickte ihn nachhause. Sulzer sah zu Eli und hoffte, dass er endlich fertig war. Aber was erwartete sie von ihm? 10 Wörter pro Sekunde?
Eli war endlich fertig gewesen, sie nahm den Aufsatz.
„Bis morgen“ sagte sie, Eli machte große Augen.
„Bis morgen?“
„Ja, verstehen Sie meine Sprache nicht? Können Sie kein Englisch?“ fragte Sulzer.
„Ich bin in Wales aufgewachsen…Kann sein, dass ich ein bisschen anderes rede, als Sie!“ sagte Eli, sie lächelte leicht und schenkte ihm Tee ein.
„Wales? Ein wunderschönes Land. Dort lebt meine fette Tante. Die ist auch hässlich und ich hasse sie“ erzählte Madam Sulzer, Donatello kehrte wieder zurück.
Bevor er etwas sagen konnte, musste er schon einen Aufsatz über seine Kindheit schreiben. Es war die letzte Therapiestunde gewesen, Sulzer hatte Donatello und Eli entlassen. Sie durften wieder unterrichten. Sie verließen den Saal, Sulzer lehnte sich zurück und sah aus dem Fenster. Ihr Leben musste hier enden. Seit sie vor 4 Jahren erfahren hatte, dass sie Brustkrebs hat, war ihr Leben nur noch eine Plage. Ihre zwei Kinder waren in Hogwarts. Sie hatten keinen Vater mehr…Sulzers Leben endete hier. Sie hörte auf zu atmen und hinterließ einen Brief. Madam Sulzer war tot.
Eli musste wieder in den Saal, da er seinen Mantel vergessen hatte. Als er Madam Sulzer hinter ihrem Schreibtisch sitzen sah, lächelte er leicht. Schlief sie? Donatello folgte Eli, er hob eine Augenbraue und versuchte den Puls bei Sulzer zu finden. Sie war tot.
Eli machte große Augen und konnte nicht glauben, was er da sah…Sulzer und tot? Am Schreibtisch lag ein Brief, sollte er ihn öffnen?
Donatello öffnete den Brief und las laut vor.
Wer auch immer diesen Brief liest, er MUSS den Schulleiter sagen, dass der blaue Edelsteine in 5 Stücke geteilt wurde und nun in der Zauberwelt und in der Muggelwelt verteilt wurde, damit nicht der Wunsch der bösen Zauberer in Erfüllung geht. Die 5 Stücke dürfen niemals gefunden werden, schon gar nicht von einem machtgierigen Zauberer oder einer Hexe! Ich betone NIE, NIE. Soll ich es noch mal betonen? Okay, nur zur Sicherheit, NIE. Lasst die Finger vom Alkohol, macht süchtig, und er tötet euch nur...Er zerstört euch…Kein Alkohol, soll ich mich wiederholen, oder wie jetzt? Kapiert ihr meine Sprache nicht? Kein ALKOHOL
Wenn ihr den Brief gelesen habt, bin ich in Frieden gestorben...Ich genoss die Zeit…Ich liebte meine Arbeit... Schöne Grüße aus der Hölle, ich bezweifle, dass ich in den Himmel komme
Madam Sulzer, die nette Dame von neben an. PS: Finger weg vom ALKOHOL. Die 5 Stücke darf niemand finden!! Außer der Schuleliter, oder ein paar andere guten Hexen und Zauberer. KEIN ALKOHOL!!!!
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