
von Lord Marijo
Cambiante tötete einen alten Muggel. Er wurde durch die Luft geschleudert. Ansia zog sich nun zurück und beobachtete zusammen mit seinem Meister das Geschehen. Cambiante tötete weitere Dorfbewohner, doch dann hob Mignon seine Hand.
„Nun, wollt ihr uns sagen, wo der Edelstein ist?“ fragte Froid Mignon, doch niemand rührte sich.
Cambiante lächelte leicht und mordete weiter. Kathleen hielt sich ihre Hände vor dem Mund, Tränen bildeten sich in ihren Augen. Marko und Joel waren geschockt, als sie sahen, wie Cambiante jeden tötete. Marko erblickte nun Froid Mignon, er hörte für kurze Zeit auf zu atmen. Joel bemerkte ebenfalls Mignon und sah weiterhin geschockt drein. Was sollte das darstellen?, dachte Marko und sah zu Joel, der sich in diesem Moment die selbe Frage stellte. Kathleen beobachtete weiteren Cambiante, wie sie jeden umbrachte, der sich ihr in den Weg stellte. Wie konnte man nur so grausam sein?
Mignon hob erneut seine Hand.
„Gebt mir den Edelstein, oder ihr werdet wie Vieh abgeschlachtet!“
Zwei junge Zauberer stĂĽrzten sich auf Mignon, dieser blieb ruhig stehen.
„BOMBARDA!“ schrie Ansia, beide explodierten; nur noch ihre Kleidungsstücke waren übrig geblieben.
Froid Mignon lachte teuflisch.
Joel hielt Kathleen am Arm fest, sie wurde immer nervöser. Sie wollte nicht mehr zusehen. Nein, sie wollte kämpfen und die Dorfbewohner verteidigen. Ein kleiner Junge lief so schnell er konnte aus dem Haus, in Richtung Dschungel. Er hatte den Edelstein bei sich. Froid entdeckte den Jungen, zog seinen Zauberstab und richtete diesen auf den kleinen Jungen. Ein dünner schwarzer Blitz traf den Jungen, er fiel auf den Boden.
„Geht doch.“
Kathleen wischte sich die Tränen aus den Augen, zog ihren Zauberstab und ging in das Dorf hinein. Joel wollte sie aufhalten, doch sie war bereits im Dorf. Marko folgte ihr. Joel blieb noch hinter dem Busch, er sah misstrauisch zu den anderen und folgte schließlich den beiden.
Ansia bemerkte die drei Neuankömmlinge, runzelte die Stirn und sah zu seinem Meister. Mignon drehte sich um und setzte eine nachdenkliche Miene auf.
Kathleen und die anderen zwei blieben stehen.
„Wir wollen, dass ihr sofort aufhört, diese Menschen hier sinnlos zu ermorden!“ verlangte sie.
Mignon lachte.
„Sinnlos? Vielleicht sollte ich etwas sinnvolles machen… Ja, ich kaufe jedem ein Eis“ sagte Froid Mignon sarkastisch.
Joel bewunderte Kathleen´ s Mut. Er hätte niemals den Mut gehabt, Mignon anzusprechen…
Kathleen ballte ihre Hände zu Fäusten und musterte Froid Mignon. Hätte sie nicht den Mut, mit ihm so zu reden, dann würde sie wahrscheinlich auf die Knie fallen, denn Mignon sah wie ein richtiges Monster aus. Mignon richtete seinen Zauberstab auf Kathleen und lächelte leicht.
Ein schwarzer Blitz schoss aus seinem Zauberstab hinaus…
Joel sprang auf Kathleen, packte sie am Arm und riss sie zu Boden. Der schwarze Blitz verfehlte Kathleen und zerstörte einen Baum; dieser fing an zu brennen, er verwandelte sich wenige Sekunden später in Asche.
„Danke“ sagte Kathleen, Joel nickte leicht.
Beide standen wieder auf und sagen Mignon tief in die Augen.
Währenddessen schlich sich Marko an das tote Kind heran, er musste wegsehen als er beim toten Jungen ankam. Er nahm den Edelstein an sich und steckte ihn in seine Umhangtasche. Als er sah, wie Mignon seinen Zauberstab auf Joel und Kathleen richtete, zuckte er zusammen.
„Der Stein gehört uns“ sagte eine Stimme hinter Marko.
Ansia stand hinter ihm und hielt Marko den Zauberstab in den Nacken und kicherte.
Kathleen und Joel drehten sich zu Marko und Ansia um.
„Stupor!“ rief Kathleen, Joel warf einen Dolch auf die andere Menge.
Ein schwacher Diener wurde getroffen, mitten im Herz.
Ansia wurde nach hinten geschleudert, er landete in der schwarzen Asche des Baumes…
Marko nickte beiden dankend zu und lief in den Dschungel. Joel nahm Kathleen an die Hand und lief ebenfalls in den Dschungel. Froid Mignon stieĂź einen grausamen Schrei aus.
„ANSIA!!!! Ich will den verfluchten Edelstein haben!“ sagte er mit wütender Stimme, an seinem Körper konnte man nun deutlich seine Adern sehen.
Es sah so aus, als würde sein Körper gerade etwas pumpen. Cambiante ging einen Schritt zurück. Ein Diener stand immer noch vor Mignon.
Mignon packte den Diener am Kopf und brach seine Wirbelsäule. Der Diener fiel tot um.
Ansia sprang sofort auf, verbeugte sich kurz vor seinem Meister und lief in den Dschungel.
Froid Mignon verschränkte seine Arme hinter dem Rücken und drehte sich zu Cambiante um.
„Ich nehme meine Edelsteine mit und warte im Hauptquartier auf euch. Du wirst zum nächsten Dorf gehen. Der Rest geht zum letzten Dorf. Solltet ihr ohne Edelsteine kommen, dann habt ihr heute das letzte Mal das Sonnenlicht gesehen“ sagte Mignon lächelnd.
Cambiante nickte schwach und gab ihrem Meister die Edelsteine, dieser nahm sie entgegen und disaparierte.
Marko, Joel und Kathleen liefen quer durch den Dschungel, sie waren auf der Flucht vor Ansia. Joel sprang über eine dicke Wurzel, Kathleen musste einigen Ästen ausweichen. Sie waren bereits müde, und Ansia verfolgte sie immer noch…
Ansia folgte den Schülern aus Hogwarts. Er entdeckte die Kinder weiter vorne und schoss Feuerbälle auf sie los. Diese verfehlten jedoch die Kinder und trafen immer wieder Bäume. Joel warf einen Dolch auf Ansia und lief weiter.
Kathleen verwandelte sich im Laufen in einen Phönix, packte Marko und Joel an den Schultern und flog hinauf zu einer Baumkrone. Dort ließ sie die beiden an einem Ast fallen. Sie selbst verwandelte sich dann wieder in einen Menschen zurück und beobachtete Ansia, der am Boden verwirrt war.
Joel umklammerte sich am dicken Ast, sein Körper war pitschnass, genauso wie der Körper von Marko und Kathleen. Ansia irrte am Boden umher und suchte weiter nach den Kindern.
Marko war nicht gerade schwindelfrei.. Er lehnte sich an den dicken Baumstamm, wischte sich den Schweiß von der Stirn und versuchte nicht hinunter zu schauen. Kathleen verwandelte sich erneut in einen Phönix und brachte beide zur Xaoyn – Höhle.
Ansia irrte immer noch umher, doch als er eine bekannte Person weiter vorne entdeckte, blieb er geschockt stehen.
Vaidade drehte sich um und grinste Ansia breit an. Neben Vaidade lag die Leiche von Covardia. Ansia ging einen Schritt zurĂĽck und sah die Leiche an. Covardia?
„Ansia, wir haben uns lange nicht mehr gesehen“ sagte Vaidade, doch Ansia schüttelte nur den Kopf.
„Mistkerl! Avada Kedavra!“
Das Schutzschild bildete sich um Vaidade´ s Körper, der Fluch wurde vernichtet. Dann zielte Vaidade auf Ansia, und ein Feuerkreis bildete sich um den alten Zauberer. Ansia hatte große Tränen in den Augen… Plötzlich wurde der Kreis immer kleiner, das Feuer berührte Ansia´ s Körper. Er begann zu brennen; er schrie und schrie. Vaidade löschte das Feuer mit einem Wasserzauber und sah seinen Gegner grinsend an.
„Mignon hat deinen Vater getötet. Er wollte uns alle verraten. Er hat herausgefunden, dass wir Spione im Ministerium haben. Doch Mignon tötete ihn, er hat auch sein Schloss vernichtet. Musculo war zu dieser Zeit in Russland, bei uns in der Festung. Und du… Du warst in diesem Schloss, doch Cambiante hatte dein Leben gerettet. Mignon bildete dich dann aus…Wie einen eigenen Sohn“ erzählte Ansia, er fiel auf die Knie und spürte immer noch den brennenden Schmerz.
Vaidade ballte seine linke Hand zu einer Faust.
„Das weiß ich. Ich weiß schon lange, dass Mignon meinen Vater tötete“ meinte Vaidade, er richtete seinen Zauberstab auf Ansia.
Ein neuer Feuerkreis bildete sich, Vaidade disaparierte. Ansia blieb zurück. Der Feuerkreis wurde immer enger und enger, dann berührte er Ansia´ s Körper und er verbrannte. Sein Körper wurde glühendrot, dann verwandelte er sich in schwarze Asche.
Ansia war tot.
Der Phönix verwandelte sich vor der Xaoyn – Höhle in einen Menschen zurück. Joel, Kathleen und Marko gingen in die Höhle hinein, setzten sich auf den warmen Boden hin und ruhten sich aus. Vor ihnen konnten sie Froid Mignon´ s schreckliches Gesicht sehen.
Joel zuckte zusammen, er schloss fĂĽr kurze Zeit seine Augen.
„Was war das?“ fragte Marko und blickte in die Runde.
„Ein Vampir war es nicht“ meinte Joel, die anderen stimmten ihm zu.
„Wie viele magische Lebewesen können zaubern, können sprechen und sind intelligent? Richtig, keines. Er war mächtiger als…mächtiger als Marcus“ sagte Marko und die anderen zwei machten große Augen, als er dies sagte…
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel