
von Nymphadora Tonks
Es war eine eisige November Nacht als das zuschlagen einer Tür die Stille durchbrach. Sie war schon immer ein Dickschädel gewesen, doch diesmal konnte sie ihre Tränen nicht herunter schlucken. Schnell wischte Andromeda sich mit dem Handrücken über ihre Wangen. Obwohl es unwahrscheinlich war das jetzt jemand mit vorbeikam und ihre Tränen sah konnte sie den Drang nicht nachgeben sie einfach laufen zu lassen. Eine Black war niemals schwach.
Ich stehe auf der Brücke
Ich warte hier im Dunkeln
ich dachte du bist genau jetzt hier
Andromeda war zu ihrem Lieblingsplatz gegangen. Immer schon wenn sie Streit mit ihrer Familie gehabt hatte war sie in die Muggelwelt zu einer Brücke gegangen. Sie dachte sie würde es irgendwann wahr machen und einfach springen. Schließlich hatte sie niemanden der ihr wirklich nahe stand.
Hier ist nichts außer dem Regen
Keine Fußabdrücke auf dem Boden
Ich lausche aber da ist kein Geräusch
Als sie so nachdachte fiel ihr gar nicht auf das es zu regnen begonnen hatte. Sie starrte auf den Sand der über die Brücke führte. Der Regen hinterließ nur kleine Kreise in ihm. Langsam schloss sie die Augen. Wie sehr wünschte sie sich das jetzt eine ihrer Schwestern neben ihr apparierte und ihr sagte das sie genauso dachte wie sie.
Versucht keiner mich zu finden?
Will keiner kommen und mich mit nach Hause nehmen?
Schmerzlich wurde Andromeda bewusst das keine ihrer Schwestern kommen und sie bitten würde nach Hause zu kommen. Sie fühlte sich leer und einsam. Niemand würde sie vermissen...
Es ist eine verdammt kalte Nacht,
Ich versuche mir ein besseres Leben vorzustellen.
Nimm mich bei der Hand, führe mich irgendwo anders hin
Ich weiß nicht wer du bist, aber ich...
Ich bin bei dir
Plötzlich fühlte sie wie jemand ihre Hand ergriff und ihren Körper schützend an sich drückte. Sie kannte den gutaussehenden Jungen, der ungefähr in ihrem alter sein musste, nicht und doch fühlte sie sich plötzlich sehr wohl und geborgen. Er hatte sie gerettet, vor einer großen Dummheit bewahrt. Sie dachte nach. Was wollte sie überhaupt ?
Ich suche nach einem Platz
Ich suche nach einem Gesicht
Ist irgendjemand hier, den ich kenne?
Nichts geht gut,
Alles ist chaotisch
ich weiß wie es ist allein zu sein
Genauso wollte sie sich auch zu Hause fühlen. Wohl und geborgen.
Versucht keiner mich zu finden?
Will keiner kommen und mich mit nach Hause nehmen?
Der Junge drückte sie fest an sich und zum ersten mal in ihrem Leben spürte Andromeda das sie auch mal schwach sein durfte, dass sie auch mal weinen durfte. Das einzige was sie in diesem Moment fühlte war seine Hand die ihr beruhigend über den Rücken strich und diese Wärme die sich in ihr ausbreitete.
Es ist eine verdammt kalte Nacht,
Ich versuche mir ein besseres Leben vorzustellen.
Nimm mich bei der Hand, führe mich irgendwo anders hin
Ich weiß nicht wer du bist, aber ich...
Ich bin bei dir
Warum ist alles so verwirrend?
Baby, ich verliere meinen Verstand
Versucht keiner mich zu finden?
Will keiner kommen und mich mit nach Hause nehmen?
,,Ich bin bei dir“
Hörte sie ihn flüstern. ,,Mein Name ist Ted. Ted Tonks. Ich pass auf dich auf. Ich nehm dich jetzt erst mal mit zu meinen Eltern. Dann wird es dir besser gehen.“ Hörte sie ihn sagen während er sie auf den Arm nahm und mit ihr den Weg zu seinen Eltern einschlug. “Eltern“ dachte sie.
Versucht keiner mich zu finden?
Will keiner kommen und mich mit nach Hause nehmen?
Wieder fing sie an zuweinen. Niemand aus ihrer Familie hätte es gekümmert wenn sie gesprungen wäre. Er drückte sie abermals an sich und das letzte was sie hörte bevor sie in seinen Armen einschlief war sein flüstern...
Ich bin bei dir
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