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Fanfiction

Missverständnisse machen einem das Leben schwer - Scherze & Sonderausgaben

von LasVegas

Als erstes möchte ich mich für die lieben Kommis bedanken, vielen Dank.
@Angel of darkness: Ich denke, dein wunsch wird erfüllt werden...
@GreenestNight: Ja, du hast recht, sie ist ziemlich zickig, das war aber auch beabsichtigt und du wirst auch bald erfahren warum und Lily bleibt auch nicht die kleine zicke, die sie momentan ist, versprochen.

okay, jetzt mal ein längeres chap, viel spaß!



Kapitel 2 – Scherze & Sonderausgaben

„Och nö!“, seufzte Sirius lautstark, als sie die Eingangshalle betraten und sich inmitten einer riesigen Schülerschar wiederfanden. „Was soll das, bitte? Ich verhungere gleich!“
„Öfter mal was Neues.“, brummte eine Stimme hinter ihnen. Sirius und James tauschten einen vielsagenden Blick und ein identisches Grinsen aus, als sie sich auf den Fersen umdrehten.
„Snivellus.“, sagte Sirius und schob seine Hand in die Tasche, wo er seinen Zauberstab ergriff. Severus Snape hatte die Hand ebenfalls bereits in der Innentasche seines Umhangs.
„Jungs.“, murmelte Remus eindringlich. „Nicht jetzt? Wollen wir wirklich schon wieder das Empfangsfest wegen Nachsitzen verpassen?“
„Och…“, sagte Sirius scheinheilig. „Ich hab plötzlich Appetit auf was ganz anderes…“ Die Schüler um sie herum hatten mittlerweile mitbekommen, dass Snape und die Marauder mal wieder aneinander geraten waren und bildeten demnach einen Kreis, um ja nicht im Weg zu stehen. Es juckte James in den Fingern. Nur zu gern hätte er seinem Erzfeind eine gehörige Abreibung verpasst, aber Lily stand unweit von ihnen und beobachtete sie mit scharfem Blick. „Willst du den Vortritt, Jamie?“ James zögerte und bevor er eine Entscheidung treffen konnte, kam Peeves aus dem Boden geschossen und brüllte:
„Na los, Potti! Verpass ihm eine!“ Peeves schlug mit der Faust so fest ins Leere, dass er einen Salto machte und dabei laut gackerte.
„Halts Maul, Peeves!“, rief James gen Decke. „Oder ich verrate, Filch, wie du es geschafft hast, dass im vierten Stock immer noch Tinte von der Decke tropft!“ Peeves verstummte jäh und schoss durch die Decke davon. „Lass gut sein, Sirius.“
„Was?“, fragte Sirius. „Ernsthaft?“
„So lobe ich mir das.“, hauchte eine weitere Stimme, dieses Mal vom Fast Kopflosen Nick, der nun durch die Schülertraube schwebte, die sich rasch teilte, um der Kälte zu entfliehen, die mit dem Kontakt mit Geistern einherging. „So muss sich ein Schulsprecher aus meinem Haus benehmen!“ James entging zwar die extreme Betonung auf „meinem“ Haus nicht, doch er war damit beschäftigt, selbstgefällig zu Lily hinüber zu grinsen, die sich ohne ein Anzeichen der Anerkennung von ihm wegdrehte.
„Was stimmt nicht mit dir?“, fragte Sirius und packte James am Oberarm um ihn wachzurütteln, doch in diesem Moment öffneten sich die Türen zur Großen Halle und die Schülerflut drängte ins Warme. James entkam der Erklärungsnot, als Professor McGonagall ihn an der Tür abpasste.
„Potter, ich muss Sie sprechen!“
„Das klingt nicht gut.“, wisperte Peter.
„Selbst mir fällt nichts ein, wofür er jetzt schon Ärger kriegen müsste.“, stimmte Remus zu.
„Potter! Jetzt!“
„Geh schon.“, sagte Sirius. „Und viel Glück. Hoffentlich hast du dich noch nicht zu sehr an das da gewöhnt.“ Er stupste mit dem Finger gegen James‘ Schulsprecherabzeichen.
„Haha, sehr lustig.“, entgegnete James und drängelte sich in Richtung Professor McGonagall durch.
„Miss Evans!“, rief Professor McGonagall über die Köpfe der Schüler hinweg. „Auf ein Wort, bitte.“ Lily sah genauso überrascht aus, wie James, löste sich aber von ihren Freundinnen und folgte ihm.
„Keine Sorge, Evans, ich kümmere mich um deine Freundinnen!“, rief Sirius noch, bevor die Menge ihn davontrug. Professor McGonagall führte sie durch die Tür hinter dem Lehrertisch und baute sich vor ihnen auf.
„Was gibt's denn, Professor?“, fragte James.
„Ihnen auch einen schönen guten Abend, Potter.“, grüßte sie mürrisch.
„'Tschuldigung.“, sagte James. Professor McGonagall schien einen Moment tief durchzuatmen. Dann sagte sie:
„Zu allererst, freue ich mich, dass zwei so exzellente Schüler Schulsprecher geworden sind und dass Sie beide aus Gryffindor stammen, erfüllt mich natürlich mit Stolz.“ James konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. McGonagall konnte sagen, was sie wollte. Insgeheim brannte sie ebenso für Gryffindor, wie er. „Ihr persönlicher Arbeits- und Aufenthaltsraum befindet sich direkt neben dem Gemeinschaftsraum der Gryffindors. Hinter – “
„Hinter dem Wandbehang zwischen Portraitloch und der Löwenfigur!“, rief James triumphierend „Ich wusste, da ist was dahinter!“ Professor McGonagall brachte ihn mit einem Blick zum Schweigen, sodass er lediglich noch ein weiteres „‘Tschuldigung“ hervorbrachte. Lily war drauf und dran die Augen zu rollen, doch sie verkniff es sich.
„Das Passwort lautet Löwenmähne.“, sagte Professor McGonagall. „Aber das ist nicht der Grund, weshalb ich Sie hergebeten habe. Das Schulsprecheramt ist eine wichtige und prestigeträchtige Position, ich erwarte von Ihnen, dass Sie Ihre Differenzen beiseitelegen und als Team zusammenarbeiten.“ Sie schaute vom einen zum anderen, als warte sie auf Widerworte. „Nun, ich muss jetzt die Erstklässler empfangen, bitte gehen Sie zurück in die Große Halle und setzen sich.“ James und Lily nickten und machten sich auf dem Weg zur Tür, doch Professor McGonagall hatte noch einen Nachsatz. „Ach und Potter, wenn mir zu Ohren kommt, dass Sie ihr Amt missbrauchen –auf welche Weise auch immer – lasse ich Filch die Daumenschrauben auspacken. Und Miss Evans, hiermit verbiete ich Ihnen Mr Potter umzubringen.“ Die beiden starrten sie an. „Kleiner Witz am Rande.“ Mit einem falschen Lächeln öffnete James die Tür zur Großen Halle. Er ließ Lily den Vortritt, folgte ihr dann so schnell er konnte und schloss die Tür. Mittlerweile hatten alle Schüler ihre Plätze eingenommen und schauten sie erwartungsvoll an.
„Sie sollte das mit den Witzen wirklich den Profis überlassen.“, murmelte James. „Da kriegt man’s ja mit der Angst.“
„Mh-hm.“, stimmte Lily zu. Bevor Professor McGonagall zurückkam und noch einen Grund fand, sie anzuschnauzen, traten sie Seite an Seite den Weg Richtung Gryffindortisch an. Dann jedoch wandten sie sich verschiedenen Richtungen zu und jeder betrat wieder seine eigene, kleine Welt.
„Und was wollte die Karo-Katze?“, fragte Sirius, als James sich neben ihn setzte.
„Mir Angst machen.“, sagte James. „Daumenschrauben hat sie mir angedroht, ist das zu fassen?“
„Warum hat sie dich dann überhaupt zum Schulsprecher gemacht?“, fragte Peter.
„Das, mein Freund“, sagte Sirius und wedelte mit seiner Gabel in der Luft herum. „Ist die Frage der Fragen!“
„Shh…“, brummte Remus, als die großen Türen aufschwangen und Professor McGonagall mit einem Hocker in der einen Hand, einem zerfledderten Hut in der anderen und einer Entenreihe schlotternder Erstklässler hinter sich hereintrat. Schlagartig richteten sich alle Augen auf die Erstklässler und beobachteten ihren Weg zum Lehrertisch, wo Professor McGonagall den Schemel abstellte und den Hut darauf absetzte. Dieser öffnete den Riss über der Krempe und begann sogleich zu singen:

„Vor vielen Jahren hier erbaut,
was sich bisher niemand getraut,
die beste Schule für Magie,
was den Gründern Anseh'n verlieh.

Doch seit die Gründer nicht mehr sind,
muss ich einteilen jedes Kind,
so haben sie mir überlassen,
diese Lieder zu verfassen.

Die des reinen Mutes sind,
kommen nach Gryffindor geschwind.
Zeichnest du dich durch Köpfchen aus,
ist Ravenclaw dein neues Haus.

Bist du doch fleißig und gerecht,
ist Hufflepuff für dich nicht schlecht,
Wenn du bist listig und gemein,
steck ich dich nach Slytherin rein.

Genug gesungen und gereimt,
welche Tugend ist's, die in euch keimt?
So setzt sich mich rasch auf euer Haupt,
was mir 'nen Einblick dann erlaubt.“

Der Hut endete und donnernder Beifall brandete auf.
„Ganz schön billig dieses Jahr.“, sagte Sirius. „Unseres war damals viel länger.“
„Je besser das Lied, desto besser die Schüler.“, sagte James und die anderen lachten. Professor McGonagall, die ebenfalls geklatscht hatte, zog nun eine Rolle Pergament hervor und begann die Namen der Schüler alphabetisch zu verlesen.
„Herrgott, ist doch egal!“, maulte Sirius. „Verteilt sie einfach, damit ich was zu beißen kriege!“
„Sirius, ernsthaft!“, sagte Remus. Grummelnd und die Arme verschränkend, wartete Sirius schließlich ab und beobachtete, wie Gryffindor acht neue Schüler zugeteilt wurden. Nachdem der letzte Name aufgerufen worden war, stand Dumbledore auf und breitete die Hände aus, um sie zu begrüßen.
„Willkommen zu einem neuen Jahr in Hogwarts. Ich hoffe, euch haben die Ferien so gut gefallen wie mir. Aber nun: Guten Appetit.“ Auf sein Wort füllten sich Platten, Teller und Schüsseln mit allen möglichen, herrlich duftenden Gerichten und Sirius lud sich den Teller bis zum Anschlag voll.
„Ihr seid so ekelhaft.“, kommentierte Remus, als James und Sirius sich das dritte Stück Zitronenkuchen, beziehungsweise die vierte Kürbispastete auftaten.
„Sei still.“, brummte Sirius. „Und reich mir das Vanilleeis.“ Remus machte ein angeekeltes Gesicht und schob die Schüssel mit Eis zu ihm hinüber. Bevor Sirius sich zum fünften Mal bedienen konnte, verschwand das Essen.
„Gott sei Dank.“, sagte Remus und Sirius bedachte ihn mit einem bösen Blick, doch Dumbledore erhob sich erneut, sodass er keine Zeit für eine Antwort hatte.
„Da wir nun alle zufrieden sind…“
„Halt ich für’n Gerücht!“, sagte Sirius säuerlich und so laut, dass man es deutlich vernehmen konnte.
„Noch ein paar grundsätzliche Regeln: An unsere Neuen: Der Wald auf dem Schlossgelände ist für Schüler verboten, ebenso wie das nächtliche Aufhalten außerhalb der Gemeinschaftsräume, insbesondere auf den Gängen. Die Liste der verbotenen Gegenstände ist an der Tür des Hausmeisterbüros einzusehen. Vielleicht halten sich in diesem Jahr ja einige ältere Schüler auch daran, ich denke nämlich, dass die Pokale im Pokalzimmer mittlerweile gänzlich glänzen.“ Dabei huschte sein Blick fast unmerklich zum Gryffindortisch.
„Gern geschehen!“, riefen James und Sirius und ernteten einiges an Gelächter.
„Damit möchte ich euch in eure wunderbar warmen Betten entlassen. Die Vertrauensschüler und Schulsprecher führen bitte die Erstklässler in ihre Schlafsäle. Gute Nacht.“ Damit setzte sich Dumbledore wieder und Beifall brandete auf. Lily, James und die Vertrauensschüler erhoben sich als erstes.
„Bis gleich.“, sagte James, wohlwissend, dass seine Freunde einige Abkürzungen in Anspruch nehmen würden, die sie deutlich schneller zum Gemeinschaftsraum brachten, als der lange und konventionelle Weg, den Lily einschlug. Diese versuchte den Erstklässlern den Weg, während sie ihn gingen, so zu erklären, dass sie ihn sich merken konnten, während James neben ihr her trottete und dem Zitronenkuchen hinterhertrauerte.
„Willst du vielleicht auch mal was sagen?“, fragte Lily, als sie sich dem Portrait der Fetten Dame näherten.
„Öhh… klar.“, sagte James. „Das Portrait da drüben ist der Eingang zum Gemeinschaftsraum. Das Passwort ist Phönixfeder.“
„Genau.“, sagte die Fette Dame, was einigen wenigen Erstklässlern einen Schrecken einjagte. Sie lächelte den Erstklässlern freundlich zu und klappte zur Seite. James hielt das Portrait auf und ließ Lily als Erste eintreten. Ihr folgten Erstklässler und andere Schüler, die ihnen hinterher gegangen waren. Er selbst kletterte nach ihnen hinein und sah sich um. Es hatte sich nichts verändert.
„Also, hier befinden sich die Schlafsäle der Jungen und hier die der Mädchen.“, erklärte Lily und zeigte auf die verschiedenen Treppen. „Komm doch mal kurz her.“ Sie winkte James zu sich.
„Was denn?“, fragte er, mit dem Blick bereits bei Sirius, Remus und Peter, die vor dem Feuer in den guten Sesseln herumlungerten.
„Wenn es dir nichts ausmacht, benutze ich dich jetzt als Versuchskaninchen.“
„Evans, für dich tu ich doch alles.“, grinste James, doch Lily schob ihn lediglich ein Stück die Treppe zu den Mädchenschlafsälen hoch. „Heh, was soll das, du weißt doch, dass Jungen nicht…“ Schon lösten sich die Stufen unter James auf und, mit den Armen wedelnd, klatschte er die Rutschbahn hinunter zu Boden. Die Erstklässler lachten und Lily grinste diabolisch.
„Während die Mädchen…“ Lily stieg selbst zwei Stufen der Jungentreppe hinauf. „… ohne Probleme die Jungentreppe erklimmen können, was aber nicht heißen soll, dass es erlaubt oder gar erwünscht wäre.“, schloss sie und die acht 11-Jährigen verteilten sich zu gleichen Teilen vor den Treppen. Während die Jungs schon verschwanden, standen die Mädchen noch etwas ratlos da.
„Ähm, wie sollen wir jetzt da hoch kommen?“, fragte ein Mädchen mit blonden Haaren.
„Oh, richtig.“ Lily zog ihren Zauberstab und mit einem leichten Schlenker waren die Treppen wieder hergestellt. „Entschuldigt.“ Die Mädchen erklommen die Treppen und Lily schaute auf James hinab, der immer noch auf dem Boden saß. "Tut mir Leid." Sie streckte ihm eine Hand hin und half ihm auf.
„Kein Problem.“, sagte James und klopfte sich den Allerwertesten ab. „Nicht das erste Mal, dass mir das passiert.“
„Warum überrascht mich das nicht.“, seufzte Lily und folgte den Erstklässlern die Treppe hinauf.
„So!“, sagte James und drehte sich händereibend zu seinen Freunden um. „Wer hat Lust, sich den Schulsprecherraum anzusehen?“
„Kommt drauf an, wie weit das ist.“, sagte Peter. „Ich hab Bauchschmerzen.“
„Gar nicht weit.“, versicherte James und deutete auf den Wandbehang zwischen dem Portraitloch und der Löwenstatue. „Hopp, hopp!“ Ächzend erhoben sich die anderen drei und folgten ihm zum Scharlachroten Wandbehang. James zog ihn beiseite und flüsterte: “Löwenmähne.” Eine Tür tauchte in der Wand auf und James stieß sie nach innen auf.
„Wow!“, entfuhr es Remus. „Ist ja der Hammer.“ Der Raum war in den gleichen Farben gehalten, wie der Gemeinschaftsraum und leuchtete in Rot- und Goldtönen auf, als das Feuer im Kamin zum Leben erwachte. Ein runder Tisch und Stühle aus dunklem Kirschholz standen auf der einen Seite, während sich um den Kamin eine Couchgarnitur und gemütliche Sessel gruppierten. Die Bücherregale und die Garderobe, sowie die Tafel, die wohl zum Planen der Rundgänge gedacht war, ließ Sirius links liegen. Stattdessen ließ er sich direkt in einen der Sessel fallen.
„Aah…“, murmelte er schläfrig. „Ja, genau davon rede ich die ganze Zeit.“
„Sehr schön.“, sagte Peter und setzte sich auf die Couch. „Jemand Lust auf Schach?“
„Das Wichtigste zuerst.“, sagte James. „Wer hat die Karte?“
„Ich.“, sagte Remus und setzte neben Peter. Er breitete die Marauder’s Map zwischen ihnen auf dem Couchtisch aus und aktivierte sie mit dem Zauberstab.
„Was willst du machen, den Raum einzeichnen?“, fragte Peter.
„Klar!“, sagte James und fischte einen Federkiel, sowie ein Fässchen Tinte von der Mitte des großen Kirschholzstisches. „Ist es nicht klasse, dass wir immernoch Neue Sachen finden, die wir dazufügen können?“
„Schätze schon.“, gähnte Sirius. „Mach du. Als Belohnung fürs Schulsprecher werden.“
„Großzügig.“, sagte James und setzte sich. Er hatte das Tintenfässchen noch nicht aufgeschraubt, da ging die Tür auf. Reflexartig schob er die Karte zusammen und ließ sie im Umhang verschwinden.
„Hallo, Ladies!“ grüßte Sirius und setzte sich etwas aufrechter hin.
„Hi.“, sagte Jordan, die gerade mit Lily hereingekommen war.
„Wird das jetzt zum Stammtisch der Marauder?“, fragte Lily, die den Blick über die Jungen schweifen ließ.
„Na hör mal.“, sagte Sirius. „Du hast deinen Anhang ja auch mitgebracht. Wo ist der Rest?“
„Futterkoma.“, erklärte Jordan und tippte eine der Gerätschaften auf dem Kirschholztisch an.
„Kann ich nachvollziehen.“, sagte Peter und massierte sich den Bauch.
„Wir wollten uns den Raum nur kurz anschauen.“, sagte Lily. „Ich geh‘ ins Bett, Jo. Kommst du mit?“ Jordan wandte sich dem Tisch ab und sagte:
„Na schön.“
„Ich komme auch mit!“, sagte Sirius sofort.
„Ich glaube nicht.“, sagte Lily kühl. „Kannst du nicht mal die erste Nacht in Hogwarts in deinem eigenen Bett verbringen? Es weiß sicher schon gar nicht mehr, wie du aussiehst. Aber Vorsicht, sonst wird es noch zur Gewohnheit.“ Damit verschwand sie durch die Tür.
„Holla.“, sagte Sirius und wandte sich den anderen zu. „Was hat die denn gebissen? Hat die ihre Tage, oder so?“
„Ich würde fast sagen, sie fand deinen Vorschlag nicht sehr verlockend.“, sagte Remus.
„Ach. Wirklich, Moony?“, brummte Sirius. „Ist mir nicht aufgefallen. Zeichnen wir den Raum jetzt auf der Karte ein, oder was?“
„Lass uns das auf Morgen verschieben.“, gähnte James. „Wir sollten ins Bett gehen.“ Zwei Minuten später betraten sie zum ersten Mal an diesem Abend ihren Schlafsaal, der sich überhaupt nicht verändert hatte. James entkleidete sich und fiel ins Bett. Er gähnte herzhaft und schlief sofort ein.

Am nächsten Morgen wurde er unsanft von Sirius geweckt, der an seiner Schulter rüttelte.
„Hey, Prongsie. Ich hab verdammten Hunger. Los, aufstehen.“ James blinzelte, hob den Kopf ein paar Zentimeter vom Kissen und fragte:
„Wie viel Uhr isses?“
„Freitag, 2. September. Sechs Uhr dreißig.“
„Was? Pad, wie konntest du nur. Du weißt doch, dass ich jetzt nicht mehr schlafen kann.“ James setzte sich auf. „Das Frühstück hat nicht mal angefangen!“
„Ich dachte, du willst vielleicht duschen.“, sagte Sirius beleidigt.
„Na schön. Was ist mit den anderen?“
„Komatös.“, sagte Sirius. „Komm schon, beeil dich, sonst ist der Speck kalt bis du fertig bist!“

Die wenigen anwesenden Schüler beobachteten sie, als Sirius und James die Große Halle betraten. Normalerweise genoss James die Aufmerksamkeit, doch heute war ihm das schon etwas unheimlich. Noch hatte weder einen brillanten Streich, noch einen Quidditchsieg zu verzeichnen, also woher das rege Interesse?
„Was?“, fuhr Sirius einen Zweitklässler aus Hufflepuff an, der verschreckt guckte und
„N-nichts.“, murmelte.
„Was guckst du dann so?“ Jetzt hatte der Junge wohl richtig Angst und lief schnellen Schrittes aus der Halle. Vorne am Lehrertisch holten sie sich von McGonagall ihren Stundenplan ab, der sie mit übertriebener Höflichkeit einen guten Morgen wünschten.
„Ich hoffe für Sie, dass Ihr frühes Auftauchen nichts mit irgendwelchen Kindereien zu tun hat.“, sagte ihre Hauslehrerin scharf.
„Keine Sorge, Professor.“, versicherte Sirius ihr. „Der erste Speck des Schuljahres treibt sogar mich aus den Federn.“ Er schnappte sich seinen Stundenplan und sie machten sich auf den Weg zu ihren üblichen Plätzen am Gryffindortisch. „Astrein.“ Sirius deutete auf den Montag. „Ich hab ne Freistunde.“
„Schön, aber hast du nicht eben selbst gesagt, es ist Freitag?“, fragte James und schaufelte sich Rührei auf den Teller.
„Oh. Richtig. Noch besser, sieh mal, zwei Freistunden.“, sagte Sirius und belegte sein Toast mit einem Löffel Rührei und sechs Stücken Frühstücksspeck, bevor er eine zweite Scheibe Toast obendrauf drückte. „Sandwich à la Pad.“, sagte er glückselig und schob sich den Großteil in den Mund.

Während Sirius im Gemeinschaftsraum den von Remus geklauten Aufsatz für Zauberkunst abschrieb, beschloss James, er könne vor Zaubertränke noch ein schnelles Nickerchen im Gemeinschaftsraum einlegen, um den verlorenen Schlaf aufzuholen. Dass er jedoch wenig später unsanft geweckt werden würde, hatte er nicht bedacht.
„Was zum Merlin…“, brummte er. „Pad, lass mich in Ruhe, ich hab keine Ahnung, wo Remus seine…“
„Du und ich!“, wütete eine Stimme. James öffnete ein Auge und fand Lily, die sich drohend vor seiner Couch aufgebaut hatte. „Schulsprecherraum, jetzt!“
„Eh…“
„Und du!“, blaffte sie Sirius an, der den Mund schon halb geöffnet und die Feder klugscheißerisch in die Luft erhoben hatte. „Wage es ja nicht, einen dummen Kommentar abzugeben, klar?!“ Sirius ließ die Feder sinken und schloss den Mund. James rappelte sich hoch und folgte Lily, die bereits in den Schulsprecherraum gerauscht war.
„Was ist los?“, fragte er schlaftrunken.
„DAS ist los!“, quietschte Lily und hielt ihm ein bedrucktes Pergament unter die Nase. James nahm es, zog seine Brille aus seinen Haaren auf seine Nase und erkannte, dass es sich um eine Sonderausgabe der Schülerzeitung handelte.
„Ne Sonderausgabe?“, fragte er. „Jetzt schon? Wann haben sie die geschrieben, letzte Nacht?“
„Lies sie!“, sagte Lily. James runzelte die Stirn und begann den Artikel zu lesen.

Die neuen Schulsprecher, nicht nur während der Arbeit ein Paar?

Exklusive Quellen können berichten, dass James Potter (Foto), Quidditchkapitän und Jäger der Gryffindors und Schulsprecher und Lily Evans (Foto), Jahrgangsbeste und Schulsprecherin in eindeutigen Situationen gesehen wurden.
„Ich habe gesehen, wie James Potter mit offenem Hemd, welches er zuknöpfte, hinter ihr herlief, wobei sie seine Krawatte in Händen hielt. Das war im Zug nach Hogwarts.“ (Foto), berichtet Jason G., ein Viertklässler.
„Ich hab gesehen, dass sie im Vertrauensschülerabteil rumgemacht haben.“, beteuert Catherine W., eine Fünftklässlerin.
Außerdem, wurde gesehen, wie James seiner Freundin aus dem Zug half. (Foto) Augenzeugen haben gehört, dass sie ihn beim Vornamen und nicht wie sonst beim Nachnamen nannte. Und zuletzt ein exklusives Zitat von Sirius Black: „Kannst du mir mal erklären, was du mit Evans im leeren Abteil gemacht hast?“
Zusammen mit weiteren Aspekten, zum Beispiel anzüglichen Sprüchen Potters und verliebten Blicken beiderseits, ist ja wohl eindeutig anzunehmen, dass die Abneigung gegenüber James Potter von Lily Evans nur inszeniert wurde, um eine Beziehung zu vertuschen. Wir halten sie auf dem Laufenden.
C. Tyler


„Oh je.“, war alles was James herausbrachte.
„Oh je? Ist das alles? Kannst du mir mal erklären, wie dieser Vollidiot sich so einen Müll zusammenreimen kann? Und wo hat der diese Fotos her?!“ Lilys Blick ließ ihn beinah schrumpfen und er besah sich die Fotos. Das erste war von ihm, das zweite zeigte Lily, das dritte die Szene, wo er ihr im Zug hinterher gehastet war und das letzte, wo er ihren Sturz abgefangen hatte.
„Was fragst du mich, keine Ahnung.“
„Ach ja? Komm schon, du hast doch irgendwem irgendwas erzählt, gib‘s doch wenigstens zu.“
„Nein, hab ich nicht.“
„Potter, verdammt noch mal, so was kann man sich doch nicht an den Haaren herbeiziehen, du hast was damit zu tun.“
„Wenn ich's doch sage, nein, aber auf dem Foto siehst du wirklich gut aus, wenn dich das aufheitert.“ Ein Blick verriet ihm, dass die echte Lily alles andere als erheitert war. Vielmehr schien sie kurz davor, ihn zu schlagen oder zu verhexen, also sagte er: „Schon gut, tut mir Leid. Aber ich kann mir das echt nicht erklären.“
„Wenn ich rausfinde, dass du oder einer deiner Freunde etwas damit zu tun haben, dann mach dich darauf gefasst, dass dein letztes Schuljahr hier nicht so toll wird, wie du es dir vorgestellt hast.“, drohte Lily.
„Ach was, so was machen die nicht.“, winkte James ab. Lily zog ungläubig die Augenbraue hoch, was sie perfekt beherrschte.
„Exklusivzitat von Sirius Black?.“
„Das ist kein Exklusivzitat, das hat dieser Tyler aufgeschnappt.“, beteuerte James.
„Wir beide kennen deine Freunde lange genug, um sowas in Betracht zu ziehen.“, sagte Lily.
„Glaub ich trotzdem nicht.“, sagte James trotzig und verschränkte die Arme vor der Brust. Insgeheim musste er ihr zwar rechtgeben, aber er fand sie süß, wenn sie wütend wurde.
„Wenn ich diesen Cory Tyler in die Finger kriege, kann er sich schon mal ‘nen Grabstein aussuchen.“, sagte Lily und drehte einem imaginären Viertklässler den Hals um.
„Nein. Tu einfach gar nichts. Er wird schon merken, dass an der Geschichte nichts dran ist und wird sie irgendwann ruhen lassen.“, beschwichtigte James sie. „Glaub mir, ich stehe ständig in diesem Käseblatt. Das hat sich wieder, sobald der erste richtige Skandal in der Schule passiert.“ Lily nickte, doch kochte immer noch vor Wut, drehte sich um und verließ den Raum. Wenn er gewusst hätte, wie sehr er sich täuschte, hätte James es wohl nicht so lustig gefunden.


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