
von LasVegas
Ich hab mich entschlossen, die Kapitel zu benennen und ich werd auch Chaps 1-4 noch namen geben, also nicht wundern!
@Sirius Black 92: thx, ich mag cliffs!
@GreenestNight: Thx, ob Lily so einsichtig ist, wirst du ja jetzt erfahren, ich glaube nicht, dass ich schon mal ein so langes adjektiv gesehen hab! ^^
@|*aIsHa*|: Thx! Nein, nein. Das kommi zu deinem kommi war gar nicht böse gemeint, sorry, wenns so rübergekommen ist, aber ich meinte es nich so.
@janni: Ja, ja... mama ^^
sorry, dass das chap so kurz ist, aber hier hat der absatz einfach hingepasst. viel spaß!
„Lily, bevor du sauer wirst…“, fing James an und hob vorsichtshalber schon mal abwehrend die Hände.
„Ich bin nicht sauer.“, sagte Lily kurz und knapp, während sie ihr Buch zur Seite legte.
„Ähm, nicht?“
„Nein.“, sie schüttelte den Kopf. „Ich bin nicht gerade überrascht. Hätt ich mir denken können, dass du zu spät kommst.“ Sie stand auf. James glotzte sie an.
„Was?“
„Ich wusste von Anfang an, dass du den Posten nicht ernst nimmst und wusste von Anfang an, dass ich mit dir vermutlich mehr Arbeit habe, als wenn ich den Job allein mache.“
„Das ist nicht fair, lass mich erklären, bitte.“
„Nein, das ist nicht nötig, sonst ärgere ich mich nur wieder über mich selbst, weil ich dir womöglich noch eine von deinen Lügen abkaufe.“, sie stand direkt vor ihm und ihre Augen funkelten ihn wütend an, doch sie selbst blieb vollkommen ruhig. „Können wir anfangen? Ich hab keine Lust den ganzen Freitagabend mit dir hier zu verbringen.“ Das hatte gesessen. James schluckte noch einmal hart. „Und weißt du, was mich am meisten ärgert?“ Sie ließ James gar nicht zu Wort kommen, sondern tippte ihm auf die Brust und fuhr sofort fort: „Dass ich mir beinah schon Sorgen um dich gemacht habe, du Idiot.“ James' Hand schnellte vor und hielt ihre fest. Sein Herz hatte einen Hüpfer gemacht als sie gesagt hatte, dass sie sich gesorgt hatte. Das `beinahe` überging er dabei. Sie blickte überrascht auf seine Finger, die ihre zusammen drückten.
„Was ich eigentlich sagen wollte,“, fing James von neuem an. „bevor du mich gleich beschuldigt hast, war, dass es mir Leid tut, dass ich zu spät bin, ich wurde aufgehalten.“
„Ach ja?“, fragte Lily. „Von wem denn bitte?“
„Weiß ich nicht.“, sagte James wahrheitsgemäß. Lily riss ihre Hand unter seiner weg und drehte sich um.
„Siehst du? Ich wusste es, eine Lüge.“
„Lily, Remus liegt im Krankenflügel.“, er konnte sehen, wie sie erstarrte. „Kein Witz, im Ernst. Wir wurden auf dem Korridor angegriffen, als wir vom Abendessen kamen, der Angreifer hat einen Fluch auf Rem abgeschossen und ist dann abgehauen. Rem is aus den Latschen gekippt und wir haben ihn zu Madame Pomfrey gebracht. Deswegen bin ich zu spät.“ Lily drehte sich um und sah ihm fest in die Augen. Sie war besorgt, da war er sich sicher, denn ihre Augen glitzerten merkwürdig. Vielleicht sogar schuldbewusst.
„Wie geht's ihm?“, fragte sie leise.
„Er wird wieder. Kopfschmerzen, aber sonst alles in Ordnung.“, meinte James. Normalerweise hätten sie noch weiter gestritten, aber James riss sich am Riemen, weil er sich an das erinnerte, was Remus ihm geraten hatte. „Lass uns anfangen, ich möchte auch nicht bis Mitternacht hier sitzen.“, James setzte sich in einen der Sessel und Lily nahm gegenüber Platz. Sie sprachen nur das notwendigste beim festlegen der Rundgänge und Hogsmeadewochenenden. Alles in allem war James froh aus dem Raum zu kommen, als sie eineinhalb Stunden später fertig waren. „Gute Nacht, Lily.“, sagte er und verließ den Raum. Lily saß mit Gewissensbissen noch immer im Sessel. Der Gedanke, James Potter zu Unrecht beschuldigt zu haben, nagte an ihr. Ein wenig verstört war sie auch, denn sie hatte erwartet, dass James weiter streiten würde. Sie raffte ihren Kram zusammen und legte alles auf ihrer Seite des Schreibtischs ab. Als sie den Raum verließ, waren die Marauder nirgends zu sehen.
In der Tat, denn James, Sirius und Peter waren bei Remus, wo sie gerade eine hitzige Diskussion mit Madame Pomfrey führten.
„Mr Potter, raus hier, sofort!“, keifte sie und James zog überrascht den Kopf ein. „Mr Lupin braucht Ruhe um wieder auf die Beine zu kommen, also lassen sie ihm diese.“
„Aber Madame Pomfrey, nur fünf Minuten.“, maulte Sirius.
„Nichts da, Black, raus! Und wehe sie kommen vor Sonntag wieder.“
„Schon gut.“, meinte Sirius und flüsterte: „Moony, wir kommen morgen mit dem Umhang.“
„Machs gut, Remus.“, sagte Peter scheinheilig und James nickte.
„Ja, Moony, wird schon wieder.“, er grinste und verschwendete keinen Gedanken an das vergangene Schulsprechertreffen, denn er hatte keine Lust sich an einem Freitagabend darüber den Kopf zu zerbrechen.
Zurück im Gemeinschaftsraum setzten sie sich an den Kamin.
„Was ist, Prongsie, Lust auf Zaubererschach?“, fragte Sirius.
„Nee.“, antwortete James lustlos.
„Karten?“
„Nein.“, James schüttelte den Kopf und Peter sah ihn jetzt auch misstrauisch an.
„Okay, letzter Versuch: Streiche aushecken?“, schlug Sirius vor. James gab nur einen grunzenden Laut von sich. „Raus damit, Prongs, was hat dir den Kürbissaft versalzen?“ James seufzte. „Evans war sauer auf dich, richtig? Weil du zu spät gekommen bist?“ Zustimmendes Murren. „Ja, und? Hast du's ihr erklärt?“
„Ja.“
„Und?“
„Hm.“
„Dann ist doch alles wieder okay, oder nicht?“, warf Peter ein.
„Keine Ahnung.“, sagte James. „Ich wünschte, Moony wär hier.“, James blickte zu den Gryffindormädchen ihres Jahrgangs hinüber. Jordan, Isabelle und Mary. Da saßen sie alle bei Lily, nun, alle außer Melissa, die die vier nicht mochte, und lachten über irgendetwas. Lily schien seine Blicke bemerkt zu haben und linste zu ihnen herüber. Sie blickte in James' niedergeschlagenes Gesicht und sah schuldbewusst drein. Schuldbewusst? Lily Evans fühlt sich schuldig gegenüber ihm? Mal was ganz neues. „Jungs? Ich geh ins Bett.“, informierte er Sirius und Peter, die nun Schach spielten.
„Wie jetz, du gehst ins Bett. Prongs, es is grad mal zehn Uhr.“
„Und?“, patzte James und stieg die Treppe zum Jungenschlafsaal hoch. Er legte sich aufs Bett und spielte ein wenig mit seinem Schnatz, doch ihm wurde langweilig und er stand wieder auf, schnappte sich den Tarnumhang, ging zurück in den Gemeinschaftsraum und geradewegs auf das Portraitloch zu. Draußen warf er sich den Umhang im gehen über und eilte in den vierten Stock. Zum Krankenflügel. Dort stupste er so leise wie möglich die Tür auf. Zum Glück war es noch immer der erste Schultag und niemand außer Remus war da. Er zog sich einen Stuhl heran und flüsterte: „Rem?“
„Prongs.“, sagte Remus und schlug die Augen auf. „Was tust du hier?“ Er zündete eine Kerze an und James ließ den Tarnumhang von seinem Kopf gleiten.
„Ich brauche Rat.“
„Lily?“
„Yep.“, sagte James. „Hier.“, er kippte ein paar Schokoladenfrösche und ein paar Schokokugeln auf die Bettdecke. „Ich dachte, du hast vielleicht Hunger.“
„Klasse, danke.“, sagte Remus und entpackte einen Frosch. Dann biss er ihm den Kopf ab und seufzte. „Also, wo drückt der Schuh?“ Und James erzählte von dem zusammentreffen und dass er meinte, dass Lily schuldbewusst ausgesehen habe.
„Hmhm.“, sagte Remus und schluckte sein siebtes Stück Schokolade herunter. „Als erstes iss was von der Schokolade, sie is spitze.“, James griff zu und lauschte kauend. „So wie ich das sehe, hat sie sich in ihrer alten Ansicht bestätigt gefühlt und ist sauer auf sich selbst, weil sie langsam die Ansicht gewinnt, du bist nicht so schlimm. Jetzt hat sie genau das getan, was sie an dir nie leiden mochte. Dich zu unrecht beschuldigt. Soll heißen, sie fühlt sich mies und traut sich nicht, sich zu entschuldigen, weil sie damit zugeben würde, dass sie sich in dir getäuscht hat und du ein netter Kerl bist. Um auf den Punkt zu kommen, sie weiß nicht, wie sie sich entschuldigen soll.“, schloss Remus.
„Du meinst also, ich soll hingehen und - “
„Nein, du solltest das nicht tun. Ist schließlich ihre Verantwortung, warte ab, ich kenne sie, sie wird sich entschuldigen, ich bin mir sicher. Sie ist auch nicht ohne Fehler, weißt du?“
„Verdammt, Rem, du solltest wirklich ein Buch schreiben. Andererseits, bist du vielleicht ein Mädchen?“, stichelte James.
„Haha.“, machte Remus und verspeiste das letzte Stück Schokolade. „Hier, nimm die Schokofroschkarten und zieh ab.“, James nahm sie und stand auf. Er schmiss den Tarnumhang über sich und sagte:
„Danke, Moony. Weißt du, die Schokolade hilft echt.“, dann huschte er aus dem Krankenflügel und zurück in den Gemeinschaftsraum. Sein kleiner Ausflug hatte eine Stunde gekostet und er legte sich zufrieden ins Bett. Als er diesen Tag Revue passieren ließ, fiel ihm auf, dass dieser Tag sich gezogen hatte, wie Kaugummi. Remus, der im Krankenflügel lag, Lily, die mit ihm sprach, er selbst erkannte sich kaum wieder, es schien, als sollte dieses Schuljahr doch recht interessant werden. Die Wucht an Veränderungen hatten seinen Bedarf für eine Woche gedeckt. Als James einschlief ahnte er nicht, was ihn dieses Wochenende noch erwarten sollte.
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