
von LasVegas
Hallöle zu einem neuen chap! Ihr habt die 50 geknackt, ich bin echt stolz auf euch, ihr super Reader! dafür ein längeres Chap!
wie kommt ihr denn darauf, dass es zu dem kuss kommen wird? davon habe ich doch gar nichts gesagt.... ^_^
@Lily-Isabell: Danke!
@janni: wir haben kinder? seit wann? *lol*
@ew4ever: keine ahnung, wie ich auf sowas komme, das fällt mir immer so nebenbei ein... mit dem kuss, wenn es denn in der nächsten zeit einen gibt, wirst du dich noch gedulden müssen....
@Laylie: vielen dank für das tolle kommi! ich hab immer noch die möglichkeit tyler und sein heißgeliebtes interview einzubauen, man weiß ja nie... ^^
@|*aIsHa*|: ja, das foto, ich hoffe es ist so rübergekommen, wie ich es wollte... das mit dem kuss, wird erst mal mein kleines geheimnis bleiben...
@~*Hermine95*~: du liegst goldrichtig, meine liebe, denn im nächsten chap, wird zwischen lily und james nichts dergleichen passieren, aber da ich bisher jeden tag beschrieben habe, befinden wir uns ja noch sehr am anfang der story... da kann noch so viel passieren, wie mir einfällt.
@*Lotusblüte*: huch, du schreibst mir gleich zwei kommis, trotzdem danke, ein neuer reader ist immer willkommen!
@GreenestNight: wenn das mit dem kuss so einfach wäre... dann wären die beiden ja schon längst zusammen, wie langweilig! haarprobleme hab ich glücklicherweise nicht.... also, aber ansonsten wäre zauberei natürlich schon ziemlich cool! vielen dank für das tolle kommi!
@LilyEvans91: Na, aber immer! Das mit dem Kuss, wenn es denn kommt, dauert noch!
@Sirius Black 92: super, dass du wieder ein kommi gekritzelt hast, danke! :)
Ich habe zwar schon ein cover gemalt, aber es gefällt mir nicht, hat nicht jemand lust, mir eins zu machen?
viel spaß mit chap 10!
Der Montagmorgen kam für James' Geschmack viel zu früh, hatten sie doch am Vorabend noch eine ganze Weile im Gemeinschaftsraum gesessen und Faxen gemacht. Schmatzend richtete er sich auf und warf einen Blick zu den anderen, die alle noch schliefen. Er gähnte, stellte die nackten Füße auf den kühlen Boden und erschauderte.
„Oh man.“, murmelte er. „He, Padfoot!“, er stupste Sirius an. “Aufstehen. Wir müssen zum Frühstück.“
„Spinnst du?“, fragte Sirius in sein Kissen genuschelt. „Wir haben die erste frei, Prongs und jetz halt die Klappe, ich bin müde.“
„Ja richtig, wir haben zur zweiten, sorry.“, erinnerte sich James und tappte ins Badezimmer, wo er sich unter die Dusche stellte und seine Lebensgeister erwachten. Er setzte sich mit einer Ausgabe von `Rennbesen im Test` in den Gemeinschaftsraum um etwas darin zu schmökern. Irgendwann wurde ihm langweilig und er entschied sich, ein ausgedehntes Frühstück zu sich zu nehmen. In der Großen Halle war, obwohl die erste Stunde gerade angefangen hatte, ziemlich viel los, denn kaum jemand hatte in der ersten Stunde Pflege magischer Geschöpfe. Es gab für jedes Fach die Möglichkeit es zu zwei verschiedenen Zeiten zu wählen, außer für Alte Runen, Zaubertränke und Astronomie. Bei Zaubertränke und Alte Runen war schlichtweg kein zweiter UTZ-Kurs zu Stande gekommen und Astronomie überschnitt sich, da es spät abends stattfand, mit keinem anderen Fach.
James setzte sich zu Isabelle und Jordan, die schon am Tisch saßen.
„Morgen.“, grüßte Isabelle gut gelaunt. Sie war morgens oft so nervtötend gut gelaunt, dass es einem irgendwann wirklich auf den Keks ging und Jordan sah ganz danach aus, als hätte man sie gezwungen schon frühstücken zu gehen.
„Morgen.“, erwiderte James und tat sich Speck auf den Teller. „Wo sind Mary und Lily?“
„Hm, Mary schläft noch und Lily…. Sie sagte, sie wolle gerne ein Bad nehmen, also schätz ich, dass sie noch im Schulsprecherbad ist.“, erklärte Jordan. „Und Sirius, Remus und Peter?“ James lachte.
„Sirius kriegt man nicht aus den Federn, außer es gibt Frühstück, Peter steht nie früh auf und Remus hat noch tief und fest geschlafen.“, schloss James. Nach dem Speck löffelte James noch ein Müsli und danach aß er noch zwei Scheiben Toast. Isabelle kritzelte nebenbei noch am Zaubertränkeaufsatz herum.
„Sag mal?“, sprach sie. „Wie kann man nur so viel zum Frühstück verdrücken?“
„Keine Ahnung, ich hab einfach Hunger.“, James grinste. Ein paar Minuten später kam Remus mit Lily an den Tisch.
„Morgen.“, sagte Remus.
„Morgen.“, grüßte der Rest zurück.
„Pete macht auf letzte Sekunde noch seinen Aufsatz für Pflege magischer Geschöpfe.“, informierte Remus James. Dieser nickte. Lily setzte sich zu Isabelle und linste auf ihren Aufsatz.
„Du hast ihn also doch noch nicht gemacht, Is.“, tadelte sie.
„Jah, also ich hm, stimmt.“, gab Isabelle zu. Jordan lächelte.
„Noch so ein Grund, warum ich Zaubertränke hab sausen lassen.“, meinte sie überlegen.
„Is?“, fragte Lily.
„Hm?“, machte die Angesprochene.
„Zeig her, ich helfe dir.“, bot Lily an.
„Danke, Lil, ich liebe dich!“, sagte Isabelle und drückte ihr Feder und Pergament in die Hände.
„He, das find ich aber nicht gut.“, schalt James Isabelle.
„Häh?“, machte Lily wenig intelligent.
„Ähm, dass du ihr den Aufsatz machst.“, erfand James eine Ausrede um seinen Versprecher wieder auszumerzen.
„Ach ja? Aber selbst immer von Remus abschreiben, oder was?“, giftete Lily.
„War doch nun Witz.“, grinste James unbeholfen.
„Ich geh hoch.“, sagte Jordan wenig später. „Mary wecken, sonst verpasst sie die erste Stunde noch.“ Isabelle bekam ihren Aufsatz zurück und schloss sich ihrer Freundin an.
„Geht doch auch gleich Sirius aus der Koje werfen, ja?“, fragte James.
„Wir dürfen in euren Schlafsaal?“, fragte Jordan überrascht.
„Klar.“, winkte Remus ab. „Sirius stört das nicht, glaub mir.“
„Na dann.“, grinste Jordan und Isabelle sagte argwöhnisch:
„Warum hab ich mir das gedacht?“ Remus, James und Lily grinsten. Die beiden Mädchen verließen die Große Halle und Lily tat sich Rührei auf den Teller.
„Hey, was meint ihr, machen wir in Verteidigung?“, fragte James.
„Hm.“, überlegte Remus.
„Ich hab schon mal ins Lehrbuch geschaut.“, informierte Lily.
„Welch Überraschung.“, bemerkte James und fing sich einen freundschaftlichen Klaps ein.
„Und was stand jetzt drin?“. Wollte Remus beim Thema bleiben.
„Verschiedene Dinge, zum einen die Perfektion von ungesagten Zaubern und wie man zwei Zauber kombiniert, zum anderen aber auch Patroni.“
„Na das ist doch mal interessant.“, rief James aus. „Da freu ich mich schon drauf.“
„Was denkst du, welche Gestalt nimmt dein Patronus an?“, fragte Lily.
„Ähm…“, machte James. Insgeheim dachte er natürlich an einen Hirsch, aber das wollte er nicht sagen. „Keine Ahnung, du?“
„Weiß nicht.“, gab Lily zu und führte die Gabel in ihren Mund. Remus zog ein Buch aus der Tasche.
„Also hier steht, dass sich die Form eines Patronus auch verändern kann, nach einem traumatischen oder wichtigen Ereignis, das den Zauberer oder die Hexe innerlich sehr aufwühlt.“
„Klingt interessant.“, meinte James und stellte sich vor, wie er einen Hirsch, sich selbst, als Patronus erschuf.
Während James noch vor sich hinträumte, bestiegen Jordan und Isabelle gerade die Treppe zum Mädchenschlafsaal.
„Mary.“, versuchte Jordan ihre Freundin aufzuwecken. Zurück kam nur ein Grunzen. „Nu komm schon, Süße, du musst aufstehen. Wir haben bald Kräuterkunde. Bei Sprout, erinnerst du dich?“ erneutes Grunzen.
„Mary April McDonald!“, sagte Isabelle laut. „Aufstehen, jetzt!“
„Is, das bringt doch nichts.“, sinnierte Jordan. „Aguamenti.“, sie ließ einen Strahl kalten Wassers in Marys Bett spritzen. „Na bitte.“, sagte sie zufrieden, als Mary aus den Kissen auftauchte.
„Und so was nennt sich Freundinnen.“, maulte Mary.
„Ja, dir auch einen guten Morgen.“, seufzte Isabelle. „Jeden Morgen das gleiche mit euch beiden.“
„Gar nicht.“, sagten die Angesprochenen gleichzeitig.
„Mary, mach dich fertig, du hast noch ne halbe Stunde.“, stellte Isabelle fest, als sie auf die Uhr sah.
„Okay, ich komm dann zum Frühstück.“
„Und wir gehen Sirius wecken.“, freute sich Jordan.
„Ich hoffe, dass der nicht so ein Theater macht.“, ließ Isabelle vernehmen. Die beiden Freundinnen ließen Mary alleine im Raum zurück, die sich nun für den Unterricht fertig machte.
„Sollen wir klopfen?“, fragte Jordan unschlüssig, als sie vor der Holztür mit der Aufschrift `Siebtklässler` standen.
„Quatsch.“, meinte Isabelle und öffnete die Tür, die lautstark gegen einen Koffer krachte, der ungünstig dahinter positioniert war.
„Sirius?“, fragte Jordan vorsichtig.
„Hey, Schlafmütze!“, rief Isabelle und zog mit dem Zauberstab die Vorhänge auseinander, doch dahinter war niemand.
„Morgen Mädels.“, Sirius kam, nur mit einem Handtuch bekleidet, aus dem Bad. Mit einem zweiten Handtuch rubbelte er sich kräftig durchs Haar.
„Könntest du dir bitte was anziehen?“, fragte Jordan.
„Oh, sorry, na klar.“, willigte Sirius ein und machte Anstalten, den Knoten des Handtuchs um seine Hüfte zu lösen.
„Nicht doch, lass uns erst gehen.“, rief Jordan, die Isabelle an der Hand packte. Isabelle grinste beim peinlich berührten Anblick ihrer Freundin und sagte noch schnell:
„James hat uns geschickt. Du sollst mal hinne machen.“, dann verschwand sie durch die Tür.
„Danke!“, rief Sirius hinterher und machte sich dann fertig, wobei er seine Krawatte `vergaß`.
„Oh man, das war auch total typisch.“, kochte Jordan.
„Tja, so is er eben.“, zuckte Isabelle die Schultern. „Und du kannst mir nicht erzählen, dass er schlecht aussieht.“
„Das hab ich auch nicht behauptet.“, grinste Jordan und stieß das Portrait auf, um hindurch zu steigen.
„Miss Daley.“, ahmte Isabelle die Stimme Professor McGonagalls nach. „Ich verbitte mir solche Bemerkungen!“
„Ach Minerva.“, dröhnte Jordan in Slughorns Tonlage. „Lassen sie se doch. Wir sin doch auch ma jung gewesen.“ Isabelle lachte laut und Jordan grinste nun noch breiter.
„He! Wartet auf mich!“, rief Mary und schloss zu ihnen auf.
„Miss McDonald, mal wieder zu spät.“, bemerkte Isabelle spitz und ihre Lippen wurden schmal. „Nachsitzen!“
„Wenn se schon zu spät zu meinem Unterricht kommen, können se mir auch sicherlich sagen, welsche Auswirkungen eine falsche Zutat in einem Gegengift haben kann.“, verfiel auch Jordan wieder in ihre Rolle.
„Häh?“, machte Mary. „Ich hab Zaubertränke doch abgewählt, außerdem isses dafür noch viel zu früh am Morgen.“
„Na, wer kann mir die Antwort geben? Miss Evans?“, die Mädchen lachten.
„He! Was is denn so lustig?“, fragte Remus, der mit Lily und James gerade aus der Großen Halle kam.
„Die beiden hier.“, Mary deutete zu ihren beiden Seiten. „Meinen mich ärgern zu müssen.“
„Da sin se ja, Miss Evans, sie können mir doch sicher die richtige Antwort geben.“, grölte Jordan tief. „Welsche Auswirkungen kann eine falsche Zutat in einem Gegengift haben?“
„Schon wieder die Nummer mit McGonagall und Slughorn?“, fragte Lily genervt.
„Lily, du Spielverderber.“, meldete sich James.
„Find ich auch.“, maulte Isabelle. Sie diskutierten noch eine Weile, bis sie feststellten, dass sie verdammt spät dran waren für Kräuterkunde und hasteten alle zusammen durchs Portal zu den Gewächshäusern. Zu ihrem Glück war Professor Sprout selbst auch noch nicht da und sogar Peter und Sirius, die erst fünf Minuten später kamen, waren noch vor ihr anwesend. Peter keuchte ein:
„Guten Morgen.“
„Du siehst aber nicht so aus.“, stichelte James und Lily strafte ihn mit einem bösen Blick.
„Morgen.“, grüßte der Rest.
„Wie ich sehe, sind alle da.“, ließ eine Frauenstimme vernehmen. „Dann können wir ja anfangen. Machen sie bitte da weiter, wo sie am Freitag aufgehört haben.“, wies Professor Sprout an und die acht machten sich wieder an den Pflanzen zu schaffen, die so, wie sie sie vor drei Tagen verlassen hatten.
Nach der Kräuterkundestunde hatten sie eine Pause, die sie auf den Ländereien verbrachten, da sie im Anschluss sofort zu Pflege magischer Geschöpfe mussten, wo Professor Kesselbrand sie schon erwartete.
„Guten Morgen, meine Lieben und herzlich willkommen zu einem neuen Schuljahr.“
„Morgen.“, murmelten die Klasse und Sirius gähnte.
„Mr Black, wenn sie schon in unvollständiger Schuluniform hier auftauchen, dann doch wenigstens ohne Gähnen, wenns geht.“, herrschte der Professor ihn an. „Wenn mein Unterricht so langweilig ist, dann können sie ihn ja beim Schreiben einer Extrahausaufgabe nachholen. Seite 311 im Buch.“ Sirius stöhnte laut auf.
„Ich hasse Montage.“, murrte er. Lily gluckste und James klopfte ihm auf die Schulter.
„So was, der zweite Schultag und schon eine neue Strafarbeit, Pad.“
Nachdem ihnen Kesselbrand auch noch einen Haufen normaler Hausaufgaben aufgebrummt hatte, teilten sie sich auf. James, Remus, Lily und Isabelle hatten Arithmantik, während die anderen vier sich zwei Freistunden gönnen konnten.
„Prongsie, ich versteh immer noch nicht, warum du Arithmantik weiter gemacht hast.“, stichelte Sirius. „Vermutlich hast du's nur gewählt, weil Evans es auch gewählt hat… Und da Arithmantik so langweilig ist, hast du genug Zeit, sie in ein Gespräch zu verwickeln.“
„Padfoot!“, drohte James. „Kann schon sein, na und? Ich bin auch nicht gerade schlecht darin, also was solls. Außerdem wirst du wohl die beiden Freistunden brauchen, wenn du die Extrahausaufgaben noch zu erledigen hast, mein Lieber.“, dann folgte er Remus, Lily und Isabelle den Gang zum Arithmantikklassenzimmer entlang.
Professor Vector führte den Unterricht wie gewöhnlich und Lily schien ehrlichen Spaß zu empfinden, während James sich zu Tode langweilte und mit Isabelle ein paar Runden Zauberschnipp-schnapp spielte. Wenigstens bekamen sie keine Hausaufgaben und konnten schon früh zum Mittagessen gehen, wo nur Sirius saß und mürrisch das Essen betrachtete.
„Was ist los, Padfoot?“, fragte James, der sich ihm gegenüber hinsetzte. „Hast du die Hausaufgaben noch nicht fertig?“
„Das auch.“
„Was denn noch?“
„Die ganze Zeit hat mich so ne nervige Sechstklässlerin voll gelabert.“, maulte Sirius. „Ach ich hasse Montage.“ Lustlos stocherte er in seinem Fisch herum. Mary, Jordan und Peter kamen schließlich auch um sich den Bauch voll zu schlagen. Das Mittagessen war mal wieder vorzüglich und wurde trotzdem ruiniert.
„Du Blödmann!“, brüllte ein Hufflepuff und schmiss eine Pastete gegen einen Ravenclaw, der sich das aber nicht gefallen lassen wollte und sich umdrehte. Die acht Siebtklässler aus Gryffindor sahen ihnen vergnügt zu, obwohl Lily nicht sicher war, ob sie nicht doch einschreiten sollte, als Schulsprecherin… Als die beiden begannen handgreiflich zu werden und sich unter dem Tisch hin und her rollten, fasste Lily den Entschluss, doch etwas zu tun. Sie packte James am Ärmel und zog ihn mit sich.
„Was ist denn?“, fragte er. „Lily, was soll das?“
„Nu komm schon, wir müssen das unterbinden.“, erklärte Lily und bugsierte ihn zum Hufflepufftisch.
„Aber McGonagall wird das schon richten…“, versuchte James abzulenken.
„Nichts da!“, sagte Lily und schon waren sie bei den beiden Viertklässlern angekommen.
„Du bist doch Schuld!“
„Gar nicht wahr!“, gifteten sie sich gegenseitig an.
„Wohl!“
„Nein!“
„Hey, hört auf!“, wies Lily sie lautstark an und packte die beiden an den Armen.
„Ey, was soll das?“, fragte der Ravenclaw.
„Jetzt ist schicht, meint ihr wirklich, dass ihr eure Prügelei beim Essen austragen müsst?“, fragte James. Die beiden grummelten. „Eben.“
„Was ist hier los?“, fragte Professor McGonagall streng, die vom Lehrertisch heruntergerauscht kam. „Eine Prügelei? Miss Evans, würden sie wohl Mr Gordon hier in das Büro von Professor Flitwick begleiten? Mr Potter bringen sie Mr Smith ins Büro von Professor Sprout.“, wies sie an.
„Sicher.“, sagte Lily.
„Na schön.“, knurrte James und steckte die Hände in die Hosentaschen, wobei er den Umhang elegant an der Hüfte zurückschob. „Komm schon, Kleiner.“, grinste er und ließ Smith vor sich hertrotten. Lily ging neben ihm, die ihre „Schützlinge“ gut im Auge behielt, dass sie auch ja nichts anstellten. Ihre Wege trennten sich, als sie in verschiedene Richtungen mussten. Bis die Hauslehrer endlich kamen, war die Mittagspause schon beinahe vorbei und Lily und James kamen mit knurrendem Magen bei Zaubertränke an.
„Guten Tag.“, dröhnte Slughorn. James ließ sich bei Sirius und Remus nieder, wobei Lily sich zu Isabelle setzte.
„Hier.“, flüsterte Isabelle und drückte Lily ein Paket in die Hand. „Dacht mir schon, dass es so lange dauert.“
„Danke, du rettest mir gerade das Leben.“, sagte Lily und nahm das Lunchpaket.
„Habt ihr auch was für mich?“, fragte James seine Freunde. Remus guckte in seinen Kessel, in dem der stehen gelassene Liebestrank schwappte und Sirius sagte:
„Ach, du hättest was gewollt?“
„Na klar, ich hab nichts gegessen, Padfoot!“, beschwerte sich James. Lily drehte sich um und gab ihm die Hälfte ihres Mittagessens ab. „Für mich?“
„Sicher.“, Lily lächelte.
„Danke.“, sagte James leise und nahm es.
„Also, heute werden sie ihre Tränke fertig stellen, dann mal ran an die Arbeit.“, übertönte Slughorns Stimme sie. Nach der ersten Stunde stieg über Lilys Kessel feiner, spiralförmiger Dampf auf und der Trank schimmerte perlmuttfarben.
„Perfekt, Miss Evans wie immer.“, sagte Isabelle, die Slughorns Stimme nicht so gut imitierte wie Jordan.
„Perfekt, Miss Evans, wie immer.“, dröhnte Slughorn hinter den beiden, wobei er ihnen über die Schulter sah. Isabelle zuckte unmerklich zusammen und guckte rasch in ihren eigenen Kessel. „Miss Cartwright, wenn sie nicht so viel schwätzen würden, wäre ihr Trank auch viel besser.“ Isabelle nickte und schüttelte sich vor stummem Lachen. James gab die letzte Zutat bei und rührte noch einmal um. Zwar war sein Trank sicher nicht so gut wie Lilys, doch er war fertig. Slughorn nickte ihm zu und steckte seine Nase dann in Snapes Kessel. „Sehr gut, Mr Snape, sehr gut. Ja, riecht eindeutig nach kandierten Ananas, wirklich gut.“ Snape brachte ein Lächeln zu Stande, konzentrierte sich dann aber wieder auf seinen Kessel.
Lily schöpfte mittlerweile ein Fläschchen ab und steckte einen Korken darauf. Sie stand auf und brachte es vorne zum Pult. Isabelle beschwor rasch eine große Flasche und schöpfte eine Menge von Lilys Trank hinein. Lily drehte sich um und Isabelle ließ die Flasche in ihre Tasche gleiten. Sirius, der sie beobachtet hatte, grinste ihr zu und sie fuhr sich durch die langen Haare, während sie zurück grinste.
Wenig später waren alle mehr oder weniger fertig und Slughorn hievte sich zu Lilys Tisch.
„So, jetzt sag mir mal jeder, welchen Geruch er von diesem Kessel wahrnimmt. Miss Evans, sie beginnen.“
„Ähm…“, Lily schnüffelte. „Pfefferminze.“
„Gut, Miss Cartwright?“
„Orange.“
„Mr Black?“
„Schokolade.“, sagte Sirius und alles lachte.
„Ah ja… Mr Potter?“
„Blumen, Lilien vielleicht.“
„Sehr interessant.“, meinte Slughorn und musterte ihn. „Mr Lupin?“
„Frühling.“
Und so ging es weiter. Jeder hatte etwas anderes zu bieten. Als Slughorn sie entließ, murmelte Sirius:
„So ne Zeitverschwendung.“
„Wie war das, Mr Black?“, fragte Slughorn. „Wenn sie das so sehen, haben sie doch sicher nichts dagegen, einen Aufsatz über den Sud des lebenden Todes zu schreiben, vielen Dank.“ Sirius antwortete nichts und zwei Gänge weiter brüllte er:
„Ich hasse Montage!“
Den ganzen Nachmittag verbrachten sie gezwungenermaßen mit Hausaufgaben und, in Sirius' Fall, mit Strafarbeiten.
„Kannst froh sein, dass du nicht nachsitzen musst.“, grinste James.
„Ach, halt die Klappe.“
„So.“, James schmiss die Feder weg. „Ich bin fertig.“
„Gut, wir müssen sowieso unseren Rundgang machen.“, teilte Lily ihm mit.
„Stimmt, das hab ich total vergessen.“, James schlug sich mit der Hand vor die Stirn. „Dann können wir es erst Morgen machen.“, informierte James dann Sirius und Remus.
„Dachte ich mir schon, da Padfoot hier.“, Remus deutete auf Sirius „noch Hausaufgaben hat.“
„Ich bin auch fertig.“, verkündete Isabelle stolz und Mary schrieb noch den letzten Satz auf ihr Pergament. Jordan war in ein Kapitel im Muggelkundebuch vertieft und Peter lutschte an einem Zuckerfederkiel.
„Hab ichs schon erwähnt?“, fragte Sirius. „Ich-“
„Hasse Montage.“, führten die anderen sieben seinen Satz fort.
„Genau.“, seufzte er und ließ sich in die Sofakissen fallen.
„Wir gehen jetzt.“, grinste James und wartete, dass Lily aufstand.
***
und denkt daran, mir ein cover zu machen! :)
GLG LasVegas
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