
von LasVegas
Hallöle! So, neues chap.
Schade, dass die Reviews vom letzten chap nicht so zahlreich waren, aber ich hab mich natĂĽrlich trotzdem gefreut ^^.
@Lunaaa: sich vertragen, zusammenkommen, dann heiraten UND Kinder bekommen?! Na, du hast dir die ganze Sache schon ausgemalt, was? Muss dich enttäuschen. Dass das bei den beiden so einfach ist... nee.
@James_Potter85: Die beiden... Ich weiß nicht, aber bei Sirius und Is fallen mir immer so schöne Streitpunkte und Zankereien ein!
@LilyEvans91: Dass die beiden irgendwie irgendwas auf die Reihe kriegen ist ja schon unwahrscheinlich. Und dann auch noch ne Beziehung. Wir werden sehen. Und was soll das heiĂźen, du bist beleidigt? Das geht net! Ich war zuerst beleidigt!
@Dr. Butterbier: JA, bin bei November, und? Bäh. Lass mich! XD
@Rinchen: Ich weiß noch nicht, wie Missverständnisse ausgehen soll. Allerdings finde ich die Art und Weise wie JKR mit solchen Dingen umgeht (Epilog! *hüstel*) ziemlich bescheiden. Deswegen... ach ich weiß noch nicht.
@Katie1992: Sowas! So anspruchsvoll! Die Leser von heute ^^
@*Amira*: Ja, Sirius ist schon echt ein kleines Mädchen, wenn er so schnell eingeschnappt ist. Schon schlimm.
Ach und du hattest Recht, da hätte Jake stehen müssen, habs auch gleich berichtigt. Danke!
@Lilyfairy: So verschieden sind sie auch nicht, aber das geben die ja nicht zu. Isabelle legt auĂźerdem Wert auf Manieren und Verhalten und Sirius... na ja, seinen Respekt muss man sich erst mal verdienen ^^.
@Mrs.Black: Würde es uns wundern, wenn er zwei Minuten später gesagt hätte, dass er das nicht so gemeint habe?
@2 of the Marauders: Du wirst es nicht glauben, aber ich hab zwei Tage später auch gleich nen Mädelsabend mit meinen Freundinnen veranstaltet.
@loopingfly: Dankeschön ^^. Und schon gehts weiter!
Sodele, los gehts, viel SpaĂź mit dem neuen Chap!
„Was war denn mit Sirius beim Frühstück los?“, murmelte Isabelle und verschränkte die Arme beim Gehen. Sie und Lily kamen gerade aus dem Gemeinschaftsraum, weil Lily ihren Federkiel vergessen hatte.
„Was meinst du?“, fragte Lily, die ihre Tasche durchwühlte. „Er war doch ganz normal.“
„Ja eben.“, sagte Isabelle. „Als wär gar nichts gewesen.“
„Hm…“ machte Lily. „Du kennst doch Sirius. Vermutlich die erste Abfuhr, die man ihm je erteilt hat.“ Sie zuckte die Schultern. „Pure Verdrängung. Verdammt.“
„Was?“
„Ich muss noch mal in den Schlafsaal. Ich hab den Aufsatz für Verteidigung vergessen.“
„Nein, hast du nicht.“, seufzte Isabelle und zog drei Pergamentrollen aus Lilys Umhangtasche, die hervorlugten. „Hier sind deine Rollen.“
„Oh.“, Lily lächelte nur entschuldigend. „Ja, danke.“
„Ich versteh dich nicht.“, sagte Isabelle. „Wir mussten zwei Rollen schreiben und du schreibst drei? Zwei waren schon zu viel. Mein lieber Bruder hat sie ja auch nicht mehr alle.“ Lily lachte.
„Sonst bist du doch immer diejenige, die zu viel schreibt in Verteidigung.“
„Aber nicht bei einem Thema, das man in drei Sätzen ausführen kann.“, brummte Isabelle.
„Ja, ja. Wie auch immer. Da vorne sind die anderen. Ich dachte schon, wir kommen zu spät.“
„Lily, wir sind ne Viertelstunde zu früh.“, sagte Isabelle trocken.
„Ja, weiß ich doch. Ach, egal.“
„Guten Morgen.“, grüßte Alice.
„Morgen.“, antwortete Isabelle und Lily ging zu James um sich einen Kuss abzuholen.
„Ich erinnere mich ganz dunkel…“, sagte Alice grinsend. „Nein, James und sie machen kein hübsches Paar.“ Mary lachte.
„Da hast du Recht.“, murmelte Jordan. „Is, habt ihr den Federkiel geholt?“
„Yep“, sagte Isabelle. „Auf dem Weg hierher meinte sie dann sie müsse zurück, weil sie ihren Verteidigungsaufsatz vergessen habe. Hat sie aber gar nicht. Er steckte in ihrem Umhang.“
„Was ist nur mit der los?“, fragte Mary und grinste.
„Verliebt.“, sagte Serena und lächelte.
„Sowas von.“, stimmte Isabelle zu.
„Guten Morgen.“, grüßte Lily, die sich von James gelöst hatte, um sich der Mädchentraube anzuschließen.
„Morgen.“, grüßte der Rest.
„Also.“, sagte Serena. „Zwei Rollen fand ich auch ganz schön viel.“
„Sag ich doch!“, sagte Isabelle zu Lily. „Lily hat drei geschrieben.“ Informierte sie die anderen.
„Typisch.“, lachte Mary.
„Lasst mich doch.“, murrte Lily.
„Wo ist eigentlich Sirius?“, fragte Serena. „Wir haben nur noch fünf Minuten.“
„Wieso interessiert dich das so?“, fragte Isabelle und bekam dafür von Lily einen Tritt auf den Fuß.
„Gar nicht.“, sagte Serena. „Mir ist nur aufgefallen, dass es hier viel ruhiger ist. Jedenfalls mehr als sonst.“ Die anderen lachten.
Die TĂĽr flog auf.
„Mr Black? Wo kommen Sie her?“
„Tut mir Leid, Professor Cartwright.“, sagte Sirius, der relativ fertig aussah.
„Wie sehen Sie… warum sind Sie… barfuss?“, fragte Professor Cartwright, der aussah als müsse er ein Grinsen zurückbeißen.
„Das ist eine sehr interessante Frage, Professor.“, sagte Sirius und fuhr dann fort, als die ganze Klasse ihn anstarrte. James und Isabelle kicherten leise. „Also… entschuldigen Sie meine Wortwahl, aber irgend so ein Penner hat meine Schuhsohlen mit einem Dauerklebefluch am Fußboden fest gepappt!“ Jetzt lachte die ganze Klasse, samt Professor Cartwright.
„Und da haben sie was genau getan?“, brachte Professor Cartwright hervor.
„Ich hab versucht meine Schuhe los zu kriegen, das ging aber nicht und also musste ich barfuss kommen.“, sagte Sirius schlecht gelaunt und ließ sich neben James fallen, den es vor stummem Lachen schüttelte. „Hast du was damit zu tun?!“, zischte Sirius.
„Nein, ich schwör es dir.“, sagte James krampfhaft.
„Wer wars dann?“, wollte Sirius wissen. „Sag mal, kannst du vielleicht mal aufhören zu lachen?!“
„Du…“ Remus lachte kurz. „Du hast noch nicht in den Spiegel gesehen, oder?“
„Was?“, fragte Sirius und Mary, die vor ihm saß, kramte einen Spiegel aus ihrer Tasche, den sie ihm reichte. „Danke, hab schon.“ Sirius zog den Zwei-Wege-Spiegel aus der Tasche und schaute hinein. Es dauerte zwei Sekunden, dann brüllte er: „CARTWRIGHT!“ In jenem Moment brach Isabelle erneut in lautes Lachen aus, wobei sie beinahe vom Stuhl kippte.
„Du siehst so sexy aus, Sirius.“, schnaubte Jordan.
„Halt die Klappe!“, schnappte er. „Cartwright, was hast du getan?!“, rief er laut.
„Ich?“, sagte Isabelle. „Ich, wieso ich?“
„Wer denn sonst?!“
„Sirius, ich finde, dass dir grün und pink ganz wunderbar steht.“, sagte Lily, die es unglaublicherweise schaffte, ernst zu bleiben.
„Evans, wenn du nicht meine zukünftige Schwägerin wärst… also, da würd ich…“, brummte Sirius. Lily wurde kalkweiß und James wurde knallrot.
„Sirius…“, murmelte James und boxte ihn fest in die Schulter. „Lils, also ich… es ist wirklich nicht…“
„Schon gut, James.“, meinte Lily, die langsam wieder etwas Farbe ins Gesicht bekam. „Ich… ja…“ Dann richteten sich alle Augen auf Sirius, der sich nun wieder lautstark über Isabelle beschwerte.
„Du warst das doch?!“
„Natürlich.“, grinste Isabelle. „Da du so erpicht darauf warst, die Rache, die ich für dich geplant hatte, aus mir rauszukitzeln… Da dachte ich, ich lass es dich am eigenen Leib spüren.“
„Und dafür färbst du mir Haar und Bart?!“, fragte Sirius.
„Yep.“
„Wie krieg ich das wieder raus?!“
„Gar nicht.“, lachte Isabelle.
„Gar nicht?!“, fragte Sirius geschockt.
„Nö. Deine Frühstücksmatsche ging ja auch nicht mehr aus meinen Haaren raus.“
„Aber…“, Sirius riss die Augen auf. „Heißt das, ich muss es rauswachsen lassen?!“
„So gemein bin ich auch nicht.“, grinste Isabelle. „Ich musste mein Haar ja nur abschneiden, nicht komplett abrasieren. Entweder du wartest drei Tage, oder du schneidest es ab.“ Sirius starrte sie an und schaute dann in seinen Spiegel. „Vergiss es, du kannst es nicht überfärben oder aufheben und wenn du versuchst es magisch nachwachsen zu lassen, kommt die Farbe wieder durch.“
„Das ist…“
„Gemein?“, Isabelle grinste. „Stimmt.“
„Ist das da ein silberner Streifen im grünen Bart?“, fragte Peter unschuldig und Isabelle nickte.
„Was?!“, Sirius griff zu seinem Zauberstab und rasierte radikal den grün-silbernen Bart ab. Er fuhr sich über das glatte Kinn und seufzte. „Der hat mich ewig gedauert! Aber lieber ab als Slytherin-Look.“
„Da hast du Recht.“, sagte James. Jemand räusperte sich.
„Da es Ihnen ja solchen Spaß macht, meinen Unterricht zu boykottieren… Können Sie ihn heute Abend nachholen. Sieben Uhr, mein Büro.“, sagte Professor Cartwright, dessen tiefe Stimme durch den Raum hallte. ´
„Toll gemacht, Cartwright.“, knurrte Sirius, der sich durchs pinke Haar fuhr.
„Gleichfalls, Blödmann.“, zischte Isabelle.
„Ruhe jetzt!“, rief Professor Cartwright. „Heh! Miss Cartwright, ihr Patronus bitte.“
„Schon gut.“, murrte Isabelle, schwang den Zauberstab und sagte: „Expecto Patronum!“ Ihre Löwin landete grazil auf dem Boden, setzte sich hin und begann ihre Pfote zu lecken.
„Schön.“, sagte Professor Cartwright. „Miss Wilson?“ Auch Alice konnte nun einen Patronus vorweisen und reihum mussten sie alle vorführen. Sirius war immer noch so abgelenkt, dass er drei Versuche brauchte und als Lily an der Reihe war und eine wunderschöne Hirschkuh hervorbrachte, starrte James erst den Patronus an, bevor er zu Remus schaute, der seinen Blick erwiderte.
„Professor Cartwright.“, sagte James und stand auf. „Mir ist schlecht, kann ich in den Krankenflügel?“
„Sie sehen wirklich nicht gut aus.“, sagte Professor Cartwright. „Schön, gehen Sie.“
„Alles okay, James?“, flüsterte Lily, als er vorbeiging.
„Hm… ja.“, sagte James, dem der Schrecken aufs bleiche Gesicht geschrieben stand.
„Prongs, warum hast du ihr den Patronus nicht gezeigt? Du wärst als Nächster dran gewesen.“, fragte Sirius als sie nach dem Abendessen endlich in den Schlafsaal stürmten. Es war das erste Mal seit diesem Morgen, dass sie nicht von den Mädchen begleitet waren.
„Weil mein Patronus ein Hirsch ist.“
„Ja, eben drum!“, sagte Sirius. „Ich glaub ja nicht an Wahrsagerei oder so nen Mist, aber wenn das mal kein Zeichen ist.“
„Nein.“, sagte James. „Es ist noch zu früh dafür. Ich glaube, das würde ihr verdammt viel Angst einjagen. Ihr Gesichtsausdruck als du das mit der Schwägerin gesagt hast…“
„Das war doch nur'n Witz.“, sagte Sirius. „Wir sind ja auch nicht wirklich Brüder.“
„Ach das weiß sie doch.“, sagte Remus.
„Aber allein der Gedanke an eine Hochzeit mit mir scheint sie ja zu Tode zu erschrecken.“, sagte James niedergeschlagen.
„Ach Prongs.“, sagte Sirius. „Du spinnst.“
„Ich spinne, ja?“, fragte James grinsend. „Dafür läufst du in pink rum.“
„Unfreiwillig!“, rief Sirius und zog sich seine Gryffindormütze auf, deren Rot sich schrecklich mit dem Pink biss. Peter kicherte.
„Ja, ja.“, sagte James. „Du gehst jetzt mal zum Nachsitzen und ich geh zu meinem Rundgang mit Lily.“
„Gut.“, sagte Sirius. „Geh schon mal vor.“ Er suchte in seinem Koffer herum. „Ich komm gleich.“ James nickte und verließ den Schlafsaal.
„James?“
„Hm?“, fragte James und führte seine Hand an ihrem Arm hinunter bis er die Finger mit ihren verlinken konnte.
„Alles in Ordnung?“, fragte sie während die beiden den Gang entlang gingen.
„Klar, warum?“, sagte James, obwohl ihn Gedanken plagten.
„Warum bist du aus Verteidigung verschwunden?“, fragte sie. „Dir war nicht schlecht und du würdest doch nie eine Gelegenheit sausen lassen, bei der du zeigen könntest, was für ein toller Zauberer du bist.“
„Jah…“, sagte James.
„Bitte, jetzt lüg mich bloß nicht an.“, brummte Lily und James blieb auf der obersten Treppenstufe zum Astronomieturm stehen.
„Weißt du, was hier war?“, fragte James.
„Unser erstes Date?“, fragte Lily als er die Tür aufstieß.
„Genau.“ James führte sie hinaus unter die Sterne und sie fröstelte sofort. James zog seinen Umhang aus und legte ihn ihr um die Schultern.
„Danke.“, sie vergrub ihre Nase in den Stoff, der so nach James duftete.
„Lily…“, sagte James langsam. „Hast du Angst?“
„Angst? Angst wovor?“, fragte sie und als sie seinen ernsten Gesichtsausdruck sah, setzte sie noch hinzu: „Jetzt schon, James was ist los? Muss ich mir Sorge machen?“
„Angst vor… mir? Vor uns?“, fragte James und nahm ihre warme Hand in seine.
„Angst vor dir? Warum fragst du mich das?“
„Ich…“, James seufzte. „Ich hab das Gefühl, du zeihst dich vor mir zurück. Als Sirius diesen dummen Scherz von wegen Schwägerin gemacht hat und…“ Lily lehnte sich vor und küsste ihn sanft auf die Lippen. Als sie sich löste und James sie anstarrte, lächelte Lily nur und schüttelte leicht den Kopf.
„Ich habe keine Angst.“, sagte sie. „Ich… es… na ja. Es ist so unwirklich manchmal. Vor nicht gerade allzu langer Zeit hast du mich wahnsinnig gemacht und jetzt machst du mich so glücklich. Es passiert alles so schnell und es fühlt sich so überwältigend an.“
„Überwältigend… gut oder schlecht?“
„Gut.“, sagte sie lächelnd. „Wunderbar.“ James grinste und küsste Lily erneut. „Aber du hast mir immer noch nicht geantwortet.“, sagte Lily langsam. „Warum bist du aus Verteidigung getürmt?“
„Ich…“ James zögerte. „Die Wahrheit?“
„Ja.“, sagte Lily. „Immer die Wahrheit. Außer wenn ich dich mal fragen sollte, ob ich in einem Kleid dick aussehe.“
„Schön.“, sagte James. „Die Wahrheit also. Ich wollte nicht, dass du meinen Patronus siehst.“
„Warum nicht?“, fragte Lily.
„Weil…“ James zog den Zauberstab. „Expecto Patronum.“ Der große weiß-silberne Hirsch, den James nur zu gut kannte, brach aus seinem Zauberstab hervor und trappelte etwas hin und her. Lily streckte die Hand aus, als eine silberne Version von Prongs die Nase nach ihr ausstreckte. Sie wollte die Nüstern berühren, doch dann zog Prongs den Kopf zurück und trabte davon, sprang über die Zinnen und verschwand. „Er ist schüchtern.“, sagte James unsicher.
„Das wolltest du mir nicht zeigen?“, fragte Lily. „Er ist wunderschön.“
„Er ist ein Hirsch, Lily.“, sagte James. Sie drehte sich zu ihm um und legte die Arme um seinen Nacken.
„Ich weiß, das ist mir aufgefallen.“ James legte den Kopf schief.
„Es macht dir nichts aus?“
„Nein.“, sagte Lily und küsste ihn erneut. „Nur… lass uns nichts überstürzen, okay?“
„Okay.“
„Fertig, Cartwright?“, fragte Sirius.
„Klar.“, sagte sie und stand auf, um ihm zu folgen. Dann musste sie lachen.
„Was?“, fragte er.
„Die Mütze… ist… übel.“, sie kicherte. „Es beißt sich mit deinen Haaren.“
„Ach, halt die Klappe.“, sagte Sirius und packte ihr Handgelenk um sie zum Büro ihres Bruders zu schleifen.
„Sogar pünktlich.“, begrüßte Gray Cartwright die beiden.
„Kann ja nicht jeder die Zu-Spät-Komm-Gene von Dad erben.“, sagte Isabelle und quetschte sich an ihrem Bruder vorbei in den Raum.
„Sie hat ihnen also tatsächlich den Drei-Tage-Farbe-Zauber aufgehalst, Mr Black.“, grinste der Lehrer Sirius an.
„Sieht so aus.“, brummte er.
„Setzt euch.“, sagte der Professor. „Tee?“
„Ich dachte, wir sollen unsere Strafarbeit absitzen.“, sagte Isabelle.
„Dafür ist später noch Zeit.“, grinste er. „Zitrone? Wie immer?“
„Ja.“, sagte Isabelle und setzte sich. „Danke.“ Sie nahm die Tasse von ihrem Bruder entgegen und sagte, „Setz dich, Sirius.“ Sirius setzte sich und nahm die Teetasse, die Professor Cartwright ihm hinhielt.
„Danke, Professor.“
„Nenn mich Gray, wenn wir nicht im Unterricht sind.“, sagte er. „Das ständige „Professor“ geht mir ganz schön auf den Senkel.“
„Du wirst alt, Bruder.“, sagte Isabelle und lächelte.
„Sei nicht so gehässig, Izzy.“
„Izzy?“, fragte Sirius glucksend.
„Sag jetzt nichts Falsches, Pinky.“, warnte Isabelle ihn.
„Mal ganz im Ernst.“, sagte Gray nun. „Was ist mit euch beiden los? Isabelle, du warst immer schon ein bisschen aggressiv, wenn du jemanden nicht mochtest, aber ihr zwei seit doch eigentlich Freunde, oder?“
„Wenn ich das wüsste.“, brummte Isabelle.
„Was heißt das denn jetzt?!“, fragte Sirius. „Natürlich sind wir Freunde.“
„Ach ja, da bin ich mir nicht so sicher.“, schnappte Isabelle und nahm einen Schluck Tee. Gray Cartwright grinste nur und verzog sich in den Nebenraum.
„Was meinst du damit, du bist dir nicht sicher?!“, Sirius warf die Arme in die Luft.
„Ganz einfach!“, fluchte Isabelle. „Du weißt doch nicht was du willst. Mal küsst du mich und mal machst du einen auf besten Freund, wer soll denn da noch durchsteigen?!“ Sirius nahm ihr die Teetasse weg und knallte sie auf den Tisch. Sie zuckte vor ihm zurück.
„Hör zu,“, sagte Sirius. „Ich weiß doch selbst nicht, was ich denken soll.“ Sirius schaute sie ernst an. „Unser erster Kuss. Also nicht der, mit dem wir die anderen verarscht haben. Sondern der während Arithmantik im Geheimgang. Der ging von dir aus. Das war deine Initiative und du hast ja überhaupt keine Ahnung, wie mich das verwirrt hat! Ich dachte, das wäre ne einmalige Sache und wir könnten einfach zu dem zurückgehen, was vorher war, aber das hat nicht hingehauen. Jedes mal, wenn ich dich mit einem anderen Typen quatschen sehe, dann verkrampft sich meine Hand zu einer Faust und ich will ihm eine reinhauen. Erst hab ich gedacht, das wäre normal. So wie man seine Schwester beschützen will.“
„Seine Schwester?“, fragte sie, von seiner Rede allerdings sichtlich gerührt.
„Ja, bis ich gemerkt hab, dass es das nicht ist! Konnte es ja schließlich nicht sein, denn das, was ich für Lily empfinde ist genau das. Sie ist Prongs' große Liebe, jedenfalls glaubt er das, und deswegen ist sie für mich wie eine Schwester und du bist das nicht.“
„Okay, jetzt weiß ich nicht, ob ich beleidigt sein soll, dass du Lily lieber magst als mich, oder nicht.“
„Du verstehst nicht.“, sagte Sirius. „Dieses Gefühl, diese Eifersucht, das kenne ich nicht, ich habe keine Ahnung, wie ich damit umgehen soll!“
„Und die Lösung ist Verdrängung, oder was?!“, fauchte Isabelle ihn an.
„Keine Ahnung!“, rief Sirius und fuhr sich mit der Hand über die Mütze. „Sag du's mir!“
„Woher soll ich es wissen!“ Isabelle zuckte die Schulter und zog die Beine zu einem Schneidersitz an. „Aber es ist sicher nicht Ignoranz oder… Küssen!“
„Ach, woher weißt du das?“, fragte Sirius grinsend.
„Hör mir bloß auf.“, warnte sie ihn. „Ich bin schneller am Zauberstab als du.“ Sirius nickte und schaute dann wieder in ihre Augen.
„Und was machen wir jetzt?“, fragte Sirius. „Warum bist du eigentlich gestern Abend abgehauen?“
„Weil…“, sie seufzte. „Warum musstest du mich küssen?“
„Das hab ich doch schon gesagt, ich hab keine Ahnung, wie ich damit umgehen soll.“
„Sirius, das macht die Situation nicht gerade einfacher!“
„Das weiß ich auch!“, brummte er.
„Warum kannst du mir nicht einfach sagen… ob und was du für mich empfindest?“, fragte Isabelle unsicher, wie Sirius sie noch nie gesehen hatte.
„Du bist nicht… nicht wie die ganzen Mädchen, mit denen ich aus war. Du lässt dich nicht abschreiben. Ganz oder gar nicht, wenn ich dich da so richtig einschätze.“ Sie nickte. „Und… ich kann das nicht versprechen oder sicher sein, dass ich nicht in zwei Wochen was ganz anderes fühle!“
„Sirius…“, sagte Isabelle. „Das ist normal, das nennt man verliebt sein. Man weiß nie, was als nächstes kommt.“
„Du verstehst nicht.“, sagte Sirius. „Ich bin nicht gerade bei liebenden Eltern aufgewachsen. Liebe hab ich bis Hogwarts nicht kennen gelernt. Seit ich Prongs und die anderen kenne, kenne ich freundschaftliche Liebe und seit ich bei Prongs eingezogen bin, auch die zwischen Eltern und ihren Kindern. Als James mit seinem Lily-Fetisch angefangen hat, dachte ich, er spinnt, aber er war sich in einer Sache immer ganz sicher. Er liebte Lily und war sich sicher, er würde sie immer lieben. Wie kann ich was mit einem Mädchen anfangen, dass mir ernsthaft was bedeutet, wenn ich das nicht garantieren kann?“
„Sirius, ich hätte nie gedacht, dass du so tiefgründig sein kannst.“, flüsterte Isabelle.
„Schön und gut, aber das bringt uns doch jetzt auch nicht wirklich weiter, oder?“
„Da hast du allerdings Recht.“
„Und dein Bruder hat Recht, wenn er sagt, dass die Streiterei nervtötend ist. Mir gefällt das nämlich auch nicht.“
„Mir auch nicht.“, gab Isabelle zu. „Und ich wette, wenn wir die anderen fragen, ernten wir nur ein Halleluja von denen.“
„Wahrscheinlich.“, sagte Sirius. „Und… was machen wir jetzt? Entscheiden, uns nicht mehr zu streiten?“
„Wenn du das so einfach kannst?“, fragte Isabelle.
„Das sollten wir hinkriegen, oder?“, fragte Sirius. „Pass auf, ich lass dich mit der Haarfarbe davon kommen und wir sind quitt, wie klingt das?“
„Wie ein Deal.“, sie grinste und Sirius streckte ihr die Hand hin, die sie ergriff.
„So.“ Keiner von beiden hatte bemerkt, dass Gray mittlerweile wieder im Raum war. „Und jetzt macht euch auf die Socken. Wenn jemand fragt, ihr habt mein Unterrichtsarchiv sortiert. Los, los. Macht schon. Sonst überleg ich mir das mit der Strafe noch mal.“ Die beiden standen auf. Isabelle lächelte ihren Bruder an.
„Danke, Gray.“, grinste sie. „Und nächstes Mal.“, sagte sie noch, als sie schon halb aus der Tür waren. „Lass uns nicht zwei Rollen Pergament über ein Drei-Sätze-Thema schreiben.“ Dann zog sie die Tür hinter sich zu, bevor er noch etwas sagen konnte.
„Cartwright.“, sagte Sirius grinsend und legte ihr einen Arm um die Schultern. „Das war ganz schön frech.“
„Vielen Dank, Black.“, antwortete sie nur und schlang einen Arm um seine Hüfte.
„Weißt du was?“, fragte Sirius und schaute im Vorbeigehen aus dem Fenster hinter dem man nur Dunkelheit erkennen konnte, die von ein paar Sternen besprenkelt war.
„Was?“
„Ich würde dich jetzt unglaublich gerne küssen.“
„Wag es ja nicht.“, grinste Isabelle. „Sonst wirfst du ja deine Prinzipien über Bord.“
„Tiefgründigkeit war noch nie was für mich.“, sagte Sirius, drehte sich um und beugte sich zu ihr hinunter.
„Sirius…“
„Du solltest diese Lippen nicht zum reden verschwenden.“, grinste Sirius und kam näher, um sie zu küssen. Ihre Lippen trafen sich und Isabelle konnte nicht anders, als die Arme um seinen Nacken zu schlingen und den sanften Kuss zu erwidern.
„Ich kann nicht glauben, dass ich gerade einen Typen mit pinken Haaren geküsst habe.“, flüsterte Isabelle und Sirius grinste.
„Sieht man im Dunkeln nicht.“, flüsterte er zurück.
„Ich habs dir nicht erzählt?“, sie lachte verhalten. „Die Farbe fluoresziert.“ Sirius starrte sie an und zog eine Haarsträhne nach vorne vor seine Augen.
„Cartwright…“, knurrte er und sie machte einen Satz, um seinen Arme auszuweichen, die sie zu fangen versuchten. Sie setzte zum Sprint Richtung Gryffindors Portraitloch an. „Das zahl ich dir heim!“
„Wir sind quitt, weißt du noch?“, fragte Isabelle und nannte der Fetten Dame das Passwort.
„Gerade noch pünktlich.“, gähnte diese und gewährte ihnen Einlass.
„Cartwright!“, rief Sirius noch. „Heh! Sag mir das Passwort!“
***
Muhahah! Ich glaub, ich liebe es einfach James und Sirius zu quälen! Aber mal im Ernst, wie fandet ihr Isabelles Rache? Böses Mädchen.
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