
von LasVegas
Hallo, ihr lieben Reader & Reviewer!
Irland ist überlebt! (Halleluja!)
Ich dünkele meine Tage in der Schule ab und schlendere von Filmraum zu Computerraum, weil selbst die Lehrer keine Lust mehr auf Unterricht haben. Was bleibt einem anderes übrig, als über ff's nachzudenken. dabei hab ich gleich ein paar neue Ideen gekriegt und werde vielleicht (oh wunder) auch bald mal wieder bei meinen anderen ffs weitermachen!
@*Lotusblüte*: Ich erfülle eure Wünsche? Vielleicht sollte ich über eine Karriere als Dschinny nachdenken.
@Mrs.Black: Ich glaube, ich hätte es gar nicht ausgehalten so lange den Mund zu halten wie die anderen. Sirius hat ja nicht gerade getarnte Andeutungen gemacht.
@James_Potter85: Klar war das gemein von den anderen, aber so sind sie halt. Und was genau da zwischen Is und Sirius abgeht... das wissen die beiden wahrscheinlich selber nicht so genau...
@Lilyfairy: Fragte sich, wie lange die es noch miteinander aushalten?
@loopingfly: Beste Freunde sollten die Geburtstage wirklich nicht vergessen, nur schade, dass sie sich nicht immer daran halten... ^^
@LilyEvans91: Ich kann nach Irldan verschwinden und ichhabs getan, schließlich musste ich. ^^
@2 of the Marauders: Pete und vertrottelt? NEEEEIIIN! Wie kommsten darauf?!
@Katie1992: Joa, also wir waren in Dublin, mit nem Tagesausflug nach Bray und du?
@Nelly Potter: Hehe, ich weiß, du bist shipperin nr. 1, aber wer weiß, wie lange die beiden sich zusammenraufen können.
@greenday: Joa, war schon ganz okay... Aber na ja, Tutorenfahrt eben... *seufz*
@Lunaaa: Ja, also wie ich oben schon geschrieben hab, wir waren in Dublin und Bray... Eine Tutorenfahrt ist sowas wie eine Klassenfahrt in der Oberstufe. Nennt sich auch Studienfahrt, aber da das Wort Studie zu dieser Sauf-Orgie nicht so wirklich passt... eben Tutorenfahrt. Ein Tutor ist der Klassenlehrer und Klassen werden im Grunde als Tutorengruppe angesehen, weil es ja nur noch Kurse und keine Klassen mehr gibt.
Soo.... Und wen ärgern wir heute? Wie wärs mit James?
„Pad, aufstehen!“
„Nein, wieso?! Wir haben zur dritten!“, grunzte Sirius mürrisch. „Wir haben Freitags immer zur dritten!“
„Nein, schon vergessen? Sie haben unsere Verteidigungsstunden auf Freitag, die ersten beiden gelegt. Sie haben das mit Kräuterkunde getauscht.“
„So’n Scheiß.“, grummelte Sirius und setzte sich auf.
„Nicht unbedingt.“, sagte Remus.
„Wieso?“
„Ganz einfach, wir haben Verteidigung auf Leiste zwei. Aber Kräuterkunde auf Leiste 1. Wenn sie also Verteidigung, Leiste 2 mit Kräuterkunde, auch Leiste 2 tauschen… dann heißt das, wir haben den Mittwoch-Nachmittag frei.“
„Aber Moony! Dafür müssen wir Freitags früher aufstehen!“
„Ach Padfoot…“, seufzten die drei unisono. „Du bist unmöglich.“
„Guten Morgen.“ Die Klasse reagierte nicht. „Guten Morgen!“ Als wieder niemand ihn zu bemerken schien, knallte Gray Cartwright seine Bücher auf den Tisch. „Hey!“, brüllte er. „Ich sagte, guten Morgen!“ Die sechzehn Schüler waren mit einem Schlag ruhig und auf ihren Plätzen, doch Sirius begann plötzlich wieder zu kichern und das Theater ging innerhalb von zehn Sekunden von vorne los. „Ruhe, jetzt!“ Professor Cartwright war sichtlich aufgebracht. „Da Sie heute anscheinend so viel überschüssige Energie haben, wird es Zeit, diese mal aufzubrauchen.“ Plötzlich wurden die Schüler wieder hellhörig. Er grinste. „Ja, ich denke, das ist eine gute Idee. Also, ich teile Sie jetzt in vier Gruppen ein. Jeweils vier Leute.“ Er schien kurz zu überlegen. „James, Sirius, Peter und Remus.“ James und Sirius gaben sich ein High-Five. Lily und Isabelle rollten synchron die Augen, während sich Mary mit der Hand gegen die Stirn schlug und Jordan nur grinsend den Kopf schüttelte. „Schauen Sie gar nicht erst so.“, fuhr Cartwright fort. „Isabelle, Lily, Jordan und Mary.“ Die Mädchen lächelten sich an. „So, dann der Rest… Connor, David, Frank und Michael, sowie Alice, Serena, Delilah und Melissa.“ Die Klasse hatte ihrem Professor angeboten, sie beim Vornamen zu nennen, da er sichtlich Probleme gehabt hatte, seine eigene Schwester und deren Freunde zu siezen. „Sie werden sicher bemerkt haben, dass ich die Geschlechter getrennt habe. Wollen doch mal sehen, wie der Kampf der Geschlechter bei Ihnen ausgeht. Ich habe das gleiche Experiment gestern beim Parallelkurs gemacht.“
„Professor Cartwright?“, fragte Remus und hob die Hand. „Was müssen wir denn tun?“
„Sie werden jetzt auf Herz und Nieren geprüft.“, grinste er.
„Wie meinen Sie das?“, wollte Frank wissen.
„Nun, das ist eine sehr gute Übung für die UTZ-Prüfungen.“ Cartwright lächelte, als er die erstaunten Gesichter erblickte.
„Theoretisch oder praktisch?“, fragte Lily.
„Sowohl als auch.“ Er gab Ihnen ein Zeichen sich zu erheben und räumte Tische und Stühle mit einem Wink seines Zauberstabs an die Wand. Die Reihenfolge legt das Alphabet fest. Also, Sirius, Isabelle, Frank und Serena, Sie sind die Ersten. Dann… Remus, Lily, Connor, und Melissa die Zweiten. Das heißt, in der dritten Runde wären es Peter, Jordan, David und Delilah.“
„Dann bleiben noch Mary, Michael, Alice und ich.“, sagte James.
„Genau.“ Cartwright klatschte in die Hände. „Los geht's.“
„Bereit, Cartwright?“, fragte Sirius sie angriffslustig.
„Immer.“, sagte Isabelle und funkelte ihn an. „Gut.“ Sirius zog den Zauberstab und sie tat es ihm nach.
„Zauberstäbe weg.“, brummte Professor Cartwright. „Theoretische Frage.“
„Was?!“, fragte Sirius und Isabelle und steckten brummend ihre Zauberstäbe weg. Serena lachte leise und Frank grinste.
„Also, aus welchem Land stammt der Eisenbauch-Drache?“, fragte Cartwright.
„Äh.“, machte Sirius. „Woher bei Merlins Halskrause soll ich wissen…“
„Aus der Ukraine.“, sagten Isabelle, Serena und Frank sofort.
„Richtig.“
„Woher wisst ihr das?!“, fragte Sirius.
„Wenn du mal die neusten Quidditch Nachrichten im Propheten lesen würdest.“, sagte Isabelle.
„Die ukrainische Nationalmannschaft wurde von einem Eisenbauch beim Training überrascht und der hat fast den Hüter aufgemampft.“, erklärte Frank. Sirius starrte die drei mit offenem Mund an.
„Stellen Sie sich wieder hinten an ihrer Reihe an.“, wies Cartwright sie an. „Die nächsten.“
„Mann, Padfoot.“, brummte James. „Das hättest du ja wohl wissen können.“
„Entschuldige mal!“, sagte Sirius. „Nur weil ich nicht ständig alles lese, was Quidditch enthält.“
„Wer hat das Buch „Blutsbrüder“ geschrieben?“
„Eldred Worple.“, sagten Lily und Remus, wie aus der Pistole geschossen.
„Richtig. So weiter geht's.“ er schien kurz zu überlegen und sagte dann: „Nennen Sie die fünf wichtigsten Merkmale um einen Werwolf von einem echten Wolf zu unterscheiden.“
„Äh…“, machte Peter und James, sowie Sirius griffen sich an den Kopf.
„Das gibt's doch nicht!“, zischte James. „Das wusste er schon bei den ZAGs nicht!“
„Unglaublich.“, murmelte Sirius. „Ist ja nicht gerade so, als hätte er noch keinen gesehen.“
„Sch…“, machte Remus.
„Äh… also, die Schnauzenform… und äh… die Pupillen…“
„Und da wusste er wenigstens noch die buschige Rute.“, murmelte Sirius, als David die Frage richtig beantwortete.
„Mann!“, beschwerte sich Sirius „Das war total anstrengend! Testet der uns doch die ganze Doppelstunde lang!“ Er streckte sich und ließ wie von selbst den Arm um Isabelles Taille fallen, die es noch nie gemocht hatte, wenn jemand das tat.
„Ein bisschen Anstrengung schadet dir nicht.“, grinste Isabelle und klopfte ihm auf den Bauch. Er schoss ihr einen bösen Blick zu und brummte nur.
„Wenigstens können wir uns jetzt in Zauberkunst ausruhen.“, gähnte James, dem immer noch die Stelle wehtat, wo ein missglückter Zauber ihn erwischt hatte. Für diese Aussage erhielt er allerdings von Lily einen festen Klaps auf den Oberarm. „Aua!“, brüllte er auf. „Lily, bist du verrückt geworden?! Wir haben am Samstag ein Quidditch-Match!“
„Na und?“, fragte Lily.
„Das ist mein Wurfarm!“, rief James panisch. „Und ich wette dieses ganze Rumgehopse, das Cartwright uns aufgehalst hat, ich wette, ich hab morgen Muskelkater.“
„Hör auf mit der Show.“, sagte Isabelle und verdrehte die Augen. „Sieh lieber zu, dass du dir bis zum Match nichts Ernsthaftes zuziehst.“
„Weiß gar nicht, was du meinst.“, flötete James.
„Ach hör doch auf.“, brummte Mary ironisch.
„Letztes Jahr bist du mit einer ausgekugelten Schulter durch die Gegend gehüpft, wenn ich mich recht entsinne.“, rekapitulierte Remus.
„Und das nur wegen einem eurer bekloppten Streiche.“, seufzte Jordan.
„Hey!“, brüllten nun Sirius und James sie an.
„Unsere Streiche sind nicht bekloppt.“, sagte Sirius.
„Also…“, murmelte Lily. „Sich an den Füßen aus dem Fenster baumeln zu lassen um die Fenster von McGonagalls Büro rot zu pinseln und dabei runter zu fallen… das nenne ich ziemlich bekloppt.“
„Das war nur, weil sie meinen Besen beschlagnahmt hat, sonst wär ich geflogen.“, beschwerte sich James und erinnerte sich, wie schmerzhaft seine Schulter gepocht hatte, selbst nachdem man seinen Arm wieder gerichtet hatte. „Und überhaupt. Sirius hat mich fallen lassen.“
„Weil Slughorn reinkam!“, sagte Sirius.
„Toll.“, brummte James.
„Und warum hat man dir den Besen weggenommen?“, fragte Jordan rhetorisch.
„Weil du mit dem Besen in die Große Halle geflogen kamst und Flittwick den Hut vom Kopf gefegt hast.“, ergänzte Mary.
„Schöne Zeiten.“, seufzte Sirius und Remus, sowie Peter lachten.
„Flittwicks Unterricht mag ja entspannend sein.“, mischte sie Mary nun ein. „Aber zu spät sind wir trotzdem.“
„Wir sind immer zu spät!“, sagte James.
„Wir nicht!“, sagte Lily, packte seine Hand und zog ihn Richtung Zauberkunst-Korridor.
„Lily! Mein Wurfarm!“
„Hey!“ Stille. „Isabelle, verdammt, aufstehen! Hey!“
„Hm…“, brummte die Angesprochene und drehte sich im Bett um, wobei sie sich die Decke über den Kopf zog.
„Sag mal, was ist denn mit dir los?! Du brauchst doch sonst nicht so lange zum aufwachen!“
„James?“, fragte sie nun und schlug ihre Decke ein Stückchen zurück.
„Je, wer denn sonst?“
„Ich dachte, Sirius hätte mal wieder Lust uns Mädels einen Streich zu spielen.“
„Sirius und aufstehen? Samstags? Da lach ich aber mal.“, gluckste James.
„Weiß Lily, dass du vor den Betten von anderen Mädchen hockst? Apropos. Was willst du hier zu dieser Zeit? Es ist noch dunkel! Verzieh dich.“, zischte sie.
„Wie bitte?“ James verschränkte die Arme vor der Brust. „Wie redest du denn mit mir? Und was soll der Mist? Dunkel… Na und? Liegt nur daran, dass die Sonne jetzt später aufgeht als im Sommer.“
„Das ist eine gute Frage, was soll der Mist?! Geh zurück ins Bett.“
„Quatsch! An Schlaf ist jetzt nicht zu denken!“, sagte James.
„Dann krabble zu Lily ins Bett, die wird sich wohl kaum beschweren.“, nuschelte sie und scheuchte ihn mit der Hand zu Lilys Bett hinüber. James blickte einen Moment zu seiner schlafenden Freundin hinüber und die Versuchung einfach unter die warme Decke zu schlüpfen war ziemlich groß.
„Nein, das geht nicht.“, sagte James schließlich. „Wir haben heute ein Spiel und wir gehen jetzt Joggen.“
„Joggen?“, fragte Isabelle.
„Ja.“
„Heute?“
„Ja.“
„Jetzt?!“
„Ja.“
„So kurz vor dem Spiel?“
„Ja.“
„Du hast ja wohl nen totalen Sprung im Kessel!“
„Ja… nein, hab ich nicht!“ James stand auf und zupfte an ihrer Decke.
„Okay…“ Isabelle linste auf ihre Armbanduhr auf dem Nachttisch, deren Zeiger leuchteten. „James, es ist halb fünf.“
„Ja, ich weiß.“, sagte James stolz.
„Vergiss es.“
„Aber!“
„Nee, nichts da.“ Isabelle gähnte und drehte sich um. „Pass auf, wir machen einen Deal. Halb sechs und keine einzige Sekunde früher.“
„Schön.“, brummte James und ging zu Lilys Bett hinüber. Er beobachtete sie eine Weile und während er dies tat, konnte er schon wieder Isabelle ruhigen, tiefen Atem vernehmen. Dann zog er rasch seinen Pullover und seine Schuhe aus, hob vorsichtig die Decke an und kletterte zu Lily ins Bett, die ihm den Rücken zugedreht hatte. Behutsam schlang er einen Arm um ihre Mitte und genoss die Wärme, die ihn plötzlich umfing. Lily bewegte sich kurz und drehte sich dann um.
„James?“, nuschelte sie in sein T-shirt.
„Hast du jemand anderen erwartet?“, flüsterte James zurück. „Das würde mir aber nicht sonderlich gefallen.“
„Hm… nein.“, murmelte Lily und James lächelte.
„Gut.“, sagte er und drückte seine Lippen auf ihr Haar.
„Was machst du hier?“, gähnte Lily. „Es ist noch dunkel.“
„Ja, ich weiß.“, sagte James. „Is hatte keine Lust vor dem Match noch ein Training zu absolvieren. Da musste ich mir eine andere Beschäftigung suchen.“
„Ich weiß schon, warum sie meine beste Freundin ist.“, grinste Lily.
„Tja.“ James grinste. „Schlaf ruhig weiter.“
„Okay…“ Lily schloss wieder die Augen und schlief rasch wieder ein. Obwohl James sich dagegen wehrte, wurden auch seine Lider wieder schwer und er schlief ebenso wie Lily wieder ein.
„Tolles Vorbild, Captain, wirklich.“, sagte Isabelle und weckte ihn damit auf. James öffnete die Augen und hielt sich sofort eine Hand davor, denn die Sonne schien ihm direkt ins Gesicht. Er blinzelte und fand Isabelle, die bereits ihre Quidditchrobe unter dem Arm hatte und nun die Hände in die Hüften stützte.
„Was?“
„Teamkapitän und trotzdem der Letzte.“ Sie schaute auf die Uhr. „Ehrlich mal. Du sagst immer, Frühstück sei so wichtig vor einem großen Spiel. Und jetzt schau dich mal an. Liegst im Bett, dabei ist es schon neun.“
„NEUN?!“, kreischte James und setzte sich so rasch auf, dass Lily auf der anderen Seite aus dem Bett fiel.
„Yep. Neun.“, bestätigte Isabelle und half Lily auf, die völlig ahnungslos auf dem Boden hockte.
„Danke, Is.“, murmelte sie und setzte sich zurück auf ihr Bett.
„Verdammt noch mal!“, rief James und spurtete aus dem Schlafsaal. „Cartwright, das hättest du mir auch früher sagen können!“
„Na hör mal!“, brüllte sie ihm hinterher. „Du wolltest um halb fünf Laufen gehen, nicht ich!“
„James, warum bist du so spät?“, fragte Dustin. „Wir dachten schon, du verpasst das Frühstück!“ James ließ sich auf die Bank fallen und tat sich erst einmal mächtig auf.
„Ich doch nicht.“, brummte er.
„Die Wahrheit ist, dass er immer noch selig in Lilys Bett schlummern würde, wenn ich ihn nicht geweckt hätte.“, lachte Isabelle und setzte sich zwischen James' Mitjäger Julian und ihren Mittreiber Daniel, der sich gerade versuchte mit einem Kaffee Mut anzutrinken. Die anderen lachten.
„Und dabei predigst du uns immer Disziplin.“, hüstelte Dustin.
„Wie war das?“, fragte James nach und verengte die Augen zu Schlitzen.
„Gar nichts.“, flötete Dustin, grinste aber zu Isabelle hinüber, die ihr Lachen mit einem Toast erstickte.
„Viel Glück, ihr beiden.“, sagte Lily, umarmte Isabelle und küsste James. „Dustin, bleib diesmal auf dem Besen!“
„Ich hoffs doch, Lily!“, rief er. „Danke!“
„Ihr macht das schon.“, grinste Sirius und drückte Isabelle einen Kuss auf die Lippen.
„Viel Glück.“, wünschten Mary und Jordan den beiden und umarmten ihre Freundin gleichzeitig.
„Müsst ihr das jedes Mal durchziehen?“, fragte Isabelle, die sich mal wieder reichlich zermatscht fühlte.
„Ihr solltet euch jetzt wirklich beeilen.“, merkte Remus an.
„Ja, da hast du Recht.“, murmelte Isabelle und zog James von Lily weg.
„James, sei vorsichtig!“, mahnte seine Freundin ihn noch, bevor die beiden Richtung Umkleide verschwanden.
„Ja, ja.“, rief James noch.
„Und da kommen die Gryffindors!“, rief der Stadionsprecher. „Potter hat sich mal wieder was Neues einfallen lassen! Einige neue Gesichter, die sich da auf dem Feld tummeln! Parks vor den Ringen, Cartwright und Haydn als Treiber, Johnson, Dunham und natürlich Potter als Jäger. Und wie ich sehe ist Harper auch wieder mit dabei. Hat sich wohl von seinem kleinen Sturz im letzten Jahr wieder erholt.“
„Sehr lustig!“, brüllte Dustin lachend zu Norman Miller hinüber, einem Hufflepuff, der den Stadionsprecher gab und in seinem Jahrgang war.
„Und die Ravenclaws!“, rief Miller. „Ja… da sind Poll, Jones, Kernes, Smith, Jamieson und Summers angeführt von Kapitän und Hüter Brooks! Sehr gut, dann kanns ja los gehen. Madame Hooch, wo bleiben Sie denn?! Hier stehen alle schon in den Startlöchern!“
„Miller!“, das war Professor McGonagall, deren Stimme laut und deutlich durch das magische Megafon zu hören war. „Passen Sie bloß auf, was sie sagen!“
„Entschuldigen Sie, Professor. Ah, da ist Madame Hooch, dann kanns ja los gehen. Ein Pfiff und sofort schnappt sich Dunham den Quaffel. Der Schnatz ist längst verschwunden und die Klatscher starten schon ihren ersten Angriff! Da hat es Jones doch fast runter gefegt! Da haben Jones und Poll wohl geschlafen, wie? Harper und Kernes ziehen einsam ihre Kreise weit über dem Feld. Dunham gibt den Quaffel ab, verschusselt aber den Pass und Jamieson kriegt ihre Hand dazwischen. Schon fegt sie davon! Die kann schon fliegen!“
„Miller!“
„Sorry, Professor!“, Miller ging gleich wieder zum Spiel über: „Das sieht aber gar nicht gut aus! Alle drei Jäger der Gryffindors befinden sich auf Angriffsflug, Jamieson gibt an Summers ab und die kann keiner mehr einholen, jetzt hängt es an Michael Parks, dem Hüter der Gryffindors. Vielversprechend, wie man hört, aber gut genug? Moment, was ist das?! Autsch, das muss weh getan haben! Ein Klatscher von Cartwright ist quer übers Feld geschossen und hat zielsicher den Quaffel aus Summers' Arm gekickt. So muss man treiben können! Ich kann mich nur wiederholen, Jones und Poll scheinen noch zu schlafen, also ehrlich…“
„Miller!“
„Schon gut, Professor. Was macht Potter denn da?! Ist der völlig verrückt geworden?! Stürzt sich dem Quaffel hinterher als sei es der Schnatz! Mann, den kann man doch vom Boden aufheben! Potter rauscht senkrecht auf den Boden zu! Also, wenn er das übersteht, dann…“ James erwischte den Ball zwei Meter über dem Boden und zog den Besen wieder hoch. „Ich fass es nicht, der hat tatsächlich diesen Quaffel gefangen! Und diesmal hat Poll nicht geschlafen! Gut, dass auch Haydn anscheinend aufpasst! Dem Klatscher hätte nicht einmal ein James Potter ausweichen können. Und schon ist er auf und davon! So wie der fliegt hält ihn nicht einmal eine Backsteinmauer auf! Da weicht er dem zweiten Klatscher aus und entflieht sogar Smith. Jetzt rast er allein auf die Ringe zu! Nur noch der Hüter dazwischen, na Brooks? Kannst du den halten? Nein, kannst du nicht! 10:0 für Gryffindor!“ Der rote Teil der Menge jubelte.
„Zeigs ihnen, Prongs!“, rief Sirius, wusste allerdings sehr gut, dass James oder die anderen Spieler in nicht hören konnten.
„Ravenclaw wieder in Ballbesitz! Johnson schafft es tatsächlich Summers den Quaffel abzunehmen und gibt an Dunham ab, der ihn prompt wieder fallen lässt. Mann, was ist denn mit dem los?“
„Dunham!“, brüllte James. „Verdammt noch mal, was geht mit dir ab!“
„Sorry…“, murmelte er nur.
„Madame Hooch! Auszeit!“, rief James und Madame gestattete Gryffindor eine Auszeit.
„Verdammt, James!“, rief Dustin als er landete. „Ich hab gerade den Schnatz gesehen er schwebte direkt über Isabelle!“
„Das war kein Schnatz, das war meine Armbanduhr.“, brummte Isabelle.
„Seid still!“, rief James und widmete sich dann seinem Mitjäger. „Hör zu, Dunham. Ich weiß, du hast verdammt Schiss, wenn dir jemand zuguckt und dann wirst du tollpatschig. Aber das darf dir hier und heute nicht passieren, hast du verstanden?!“
„Ja, ich weiß.“, Julian zitterte beinahe vor Aufregung.
„Pass auf, Julian, du bist dreizehn und hast noch einiges vor dir, aber das heute darfst du dir nicht versauen, glaub mir! Du musst die da draußen ausblenden, die sind unwichtig. Spiel einfach so wie im Training und wir machen Ravenclaw platt, selbst wenn Dustin ne Armbanduhr fängt.“ Er legte dem jüngeren die Hände auf die Schultern. „Packst du das?“
„Hm-hm.“
„Wie bitte?“
„Ja.“
„Gut.“
„Potter, die Auszeit ist um.“, sagte Madame Hooch.
„Wir kommen.“, James bestieg seinen Besen und schaute Julian an. „Komm schon, Dunham, los geht's.“
„Na endlich geht es weiter! Ich dachte schon, dass wir hier auf dem Trockenen sitzen bleiben!“, rief Miller. „Wow, was hat Potter mit Dunham angestellt, der ist ja wie ausgewechselt! Wie der loslegt! Wahnsinn!“
Und tatsächlich ließ Julian seine Angst hinter sich und zeigte, was er konnte. Rasch stand es 190:40 für Gryffindor. Plötzlich brachen Foul-Rufe durch das Stadion. Poll hatte mit seinem Schlagstock den Quaffel verfehlt und stattdessen Dustins Besen erwischt, der nun zu Boden fiel. Madame Hooch pfiff, doch in just dem Moment konnte Jane Kernes den Schnatz erhaschen. Das Gryffindorteam versammelte sich um Dustin, der sich brummend aufsetzte.
„Wird ja langsam zur Gewohnheit.“, knurrte er. „Wie stets?“
„Unentschieden.“, meinte Isabelle nur grimmig.
„Nicht mehr lange.“, sagte James und drehte sich zu Madame Hooch um. „Madame Hooch, das Spiel war abgepfiffen, bevor Kernes den Schnatz gefangen hat. Ich verlange eine Widerholung!“
„Ausgeschlossen, Potter!“
„Das ist unfair!“, beharrte James und Gryffindor bekam schließlich einen Strafstoß zugesprochen. James freute sich insgeheim auf die Gelegenheit es Jake mal richtig zu zeigen. Dieser schwebte mit zusammengebissenen Zähnen vor den Ringen und wartete. Er schien zu wissen, dass James sich darauf freute.
„Den Strafstoß wird wohl Potter ausführen, eindeutig der stärkste Schütze auf dem Feld!“, rief Miller.
„Los James, jetzt hau rein!“, brüllte Sirius, der seine Stimme magisch lauter gemacht hatte. James schaute zu ihnen hinüber und erblickte Lily, die ihn musterte. Sie lächelte nicht, sie schaute ihn nur an. James seufzte, atmete tief durch und winkte sein Team heran. Die sieben schwebten im Kreis.
„Keine Sorge, James.“, munterte Isabelle ihn auf. „Du machst das.“
„Sorgen? Ich? Quatsch.“ James ließ den Quaffel kurz auf der Fingerspitze rotieren und warf ihn dann Julian zu. „Dunham, dein Strafstoß.“
„Was?!“, fragte Julian und das ganze Team starrte James ungläubig an.
„Du machst das schon.“, beruhigte ihn James. „Denk dran, was ich gesagt habe. Blende das Publikum aus. Da draußen gibt es nur dich und die drei Ringe mit einer lästigen Fliege davor. Wo ist das Problem? Wenn nötig haust du Brooks mit durch den Ring. Marsch!“
„Potter gibt seinen Strafstoß an Dunham ab! Was ein Vertrauensbeweis! Dunham atmet tief durch, bezieht Position, da ist der Pfiff… und… und… ja! Der ist drin! Gryffindor gewinnt mit 200:190! Was für ein Spiel!“
„Gut gemacht, Dunham, ich wusste doch, du hast es drauf!“, rief James noch, bevor sich Julian gar nicht mehr vor Jubel und Glückwünschen retten konnte.
„James!“
„Leute!“, James drehte sich um und empfing Lily in seinen Armen.
„Danke.“, sagte sie.
„Keine Ahnung wovon du redest.“, grinste James und sie knuffte ihn in die Seite.
„James, pass auf!“, brüllte jemand, doch es war schon zu spät. Der Klatscher, der nicht rechtzeitig zum Spielende eingefangen worden war, hatte James mit voller Wucht am Hinterkopf erwischt. Er fiel vorwärts und krachte auf den Boden.
***
Ach ja... James.
Das nächste Wochenende ist auch wieder Vollmond, wollts nur mal erwähnt haben ;)
LG LV
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