
von LasVegas
Hallo ihr besten Reader!
Wie versprochen, hier ist das neue chap ungefähr... fünf Stunden vor dem Abflug. lol.
@Franzioo8: Ja... du darfst fragen, es geht nach Kanada und in die USA, Freunde besuchen.
@James_Potter85: Tja... James hat mal wieder Mist gebaut, aber wir kennen ja James.
@*lily-flower*: Weg bin ich zweieinhalb Wochen.
@2 of the Marauders: Dass James weg gegangen ist, um den Jungs zu helfen is ja nicht der ganze Grund. Wirst schon noch sehen.
@loopingfly: Hehe, eben. Lily ist allerdings auch ziemlich stur, was das ganze angeht.
@Dr. Butterbier: Tja... James der Depp.
@Lily014: Ja, Lily fährt wirklich weg. Und ja, ich war schon in Irland. Diesmal geht's nach Kanada und in die USA. Und nee, im Meer war ich auch nicht.
@Katie1992: Wenn wirs nicht wĂĽssten... dann wĂĽrd ich auch daran zweifeln, dass Lily und James ihre Angelegenheiten jemals auf die Reihe kriegen...
@Lilyfairy: Na, eine Weihnachtsparty mit den Maraudern wird sicher nicht langweilig.
@greenday: Tippfehler... ^^ Warum die Mädels sauer sind liest du jetzt und ja, es ist länger.
@Mrs.Black: Hoffen wirs doch!
@axel: Na ja... das mit dem erklären gestaltet sich mehr oder weniger schwierig... auch wenn Lily die Hintergründe kennt. Sie ist ziemlich beleidigt...
@Lunaaa: Ja, klar doch. Kein Problem. Ich stell schnell noch das Chap hoch bevor ich fahre ^^
Sodele. Also das neue chap. Es könnte sein, dass ich irgendwie irgendwann die Möglichkeit kriege zu updaten. Wenn nicht müsst ihr euch gedulden!
Ach, wir haben einen kleinen Zeitsprung gemacht! Es ist der 23. Dezember.
„James?“, fragte Sirius.
„James!“, wiederholte Remus.
„Hm?“, machte James lustlos und drehte eine Spielkarte in den Fingern hin und her.
„Legst du jetzt endlich die Kreuz Hexe, oder was?“, fragte Sirius.
„Woher weißt du, welche Karte ich habe?“, fragte James perplex. „Hast du geschummelt? Gibs zu, Padfoot.“
„James.“, seufzte Isabelle. „Nein, er hat nicht geschummelt. Du hast die letzten fünf Minuten damit verbracht, die Karte zu drehen. Klar, dass wir sie alle gesehen haben.“
„Oh…“, murmelte James. „Jah… mag sein.“ Seine Freunde seufzten synchron auf.
„Prongs, was ist los mit dir?“, fragte Sirius. „Du isst nicht richtig, du bist dauernd am Nachdenken, du gehst um zehn ins Bett und stehst um sieben auf, um joggen zu gehen?!“
„Na und?“, fragte James. „Muss mich doch in Form halten. Was gibt's dagegen zu sagen?“
„Was es dagegen zu sagen gibt?“, fragte Jordan und Mary lachte ironisch auf.
„James.“, sagte Remus. „Sobald Ferien sind haust du kräftig auf den Putz! Du feierst und organisierst Streiche, du hast Spaß! Wir schleichen nach Hogsmeade, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen und trinken Butterbier in den Drei Besen.“
„Schon…“, murmelte James.
„Das sind unsere letzten Weihnachtsferien, Prongs.“, erinnerte Peter sie alle.
„Das weiß ich.“, sagte James niedergeschlagen. „Aber ohne Lily machts keinen Spaß.“
„Lily hat noch nie mit dir Weihnachten gefeiert.“, sagte Isabelle.
„Ich weiß.“, murmelte James. „Deswegen hab ich mich ja auch auf dieses Jahr so gefreut. Ich hatte alles geplant. Es sollte alles perfekt laufen und dann so was.“ Die anderen schauten ihn betroffen an.
„James…“, murmelte Sirius. „Nun hör mal, sie wird schon nicht ewig auf dich sauer sein.“
„Na ja…“, meinte Isabelle und Sirius starrte sie nur böse an. „Sie ist… das glaube ich jedenfalls… gar nicht so sauer, James. Sie ist verletzt, verstehst du? Scheiße, warum musstet ihr auch unbedingt lügen?!“
„Hey, machen wir jetzt wieder ein Riesenfass auf?“, fragte Sirius eingeschnappt.
„Ich hab euch auch noch nicht ganz vergeben.“, erinnerte Isabelle ihn. „Gott, ihr habt uns ins Gesicht gelogen. Mehrfach! Wir haben euch gefragt, was ihr an Vollmond treibt und ihr labert irgendwas von wegen Verschwörung und geheimes Treffen!“
„Das war ja auch wahr!“, warf Sirius ein.
„Aber es war nicht der Grund für eure Rumschleicherei!“, sagte Isabelle. „Lily hat James das Versprechen abgenommen, dass er im Bett bleiben würde, bis Madame Pomfrey ihr okay gibt. Ja, ja, ich versteh die Gründe!“, sagte sie rasch, als alle vier Jungs sie unterbrechen wollten und fuhr dann fort: „Es ging um Leben und Tod. Schon gut. Du musstest ihnen helfen, James. In Ordnung. Aber diese drei Tage, wo du bewusstlos warst? Ich hab ihr versprochen, es dir niemals zu sagen, aber Merlin, sie war richtig fertig. Und ich meine, richtig fertig! Sie hat nachts geweint.“
„Hat gedacht wir würdens nicht merken.“, murmelte Mary.
„Sogar ich habs gemerkt.“, meinte Jordan und lächelte schwach.
„In der zweiten Nacht stand sie samt Kissen und diesem bescheuerten Plüschdrachen vor meinem Bett und bat um Einlass.“
„Plüschdrachen?“, prustete Sirius.
„Ach, halt die Klappe.“, sagte Isabelle. „In der Nacht haben wir alle wenigstens ein bisschen Schlaf abgekriegt.“
„Ja, aber auch nur, weil sie in deinem Bett geschlafen hat.“, murmelte Jordan.
„Danke.“, murmelte James. „Mach's noch schlimmer.“
„Das wollte ich nicht.“, sagte Isabelle. „Darum gings auch gar nicht. Aber als wir im leeren Krankenflügel standen… wir dachten echt, dir wäre was passiert. Dieses Versprechen, das du ihr gegeben hast, es war verdammt wichtig für Lily und als wir gemerkt haben, was eigentlich abging…“
„Das ist nicht das einzige Versprechen, das ich gebrochen habe.“, fiel James plötzlich ein.
„Du willst mich verarschen.“, sagte Mary. „Das ist ja wohl n Witz!“
„James!“, rief Jordan. „Oh verdammt!“
„Was hast du ihr versprochen?“, fragte Sirius.
„Vertrauen.“, sagte James. „Die Wahrheit. Immer die Wahrheit, außer wenn sie in einem Kleid dick aussieht.“ Die anderen mussten lachen.
„Ich glaube es nicht.“, grinste Isabelle.
„Wir… sehn uns später.“, sagte James.
„Hey, James es ist halb sechs.“, sagte Sirius. „Du kannst nicht ernsthaft ins Bett gehen wollen?“
„Nein…“, murmelte James. „Ich…“
„Du gehst zu Lily?“, fragte Isabelle und James nickte.
„Nee!“, rief Sirius. „Hey, Mann! Bist du völlig bekloppt? Übermorgen is Heiligabend! Du wirst doch jetzt nicht…?!“
„Zu spät.“, sagte James und stand auf.
„Heh!“, rief Remus, doch James war schon durchs Portraitloch verschwunden. „Zieh dir wenigstens was Warmes an! Es schneit! Auch in England!“
„Der is weg.“, sagte Mary und Jordan starrte nur auf den Portraitrücken.
„Ich glaub es ja nicht!“, sagte Sirius. „Wart mal. Meinst du, sie lässt ihn rein?“
„Nie im Leben.“, sagten die Mädchen wie aus einem Mund.
„Außer… er hat eine richtig gute Ausrede und verdammt viel Geduld.“, fügte Isabelle noch seufzend hinzu.
„Scheiße!“, fluchte James, als er auf die Hauptstraße von Hogsmeade trat. „Ist das kalt!“ Erst überlegte er, noch kurz in den Drei Besen vorbei zu schauen, um sich dort von Rosmerta einen warmen Umhang und ein heißes Butterbier zu holen, entschied sich aber dagegen. Er apparierte in die Straße, in der Lily wohnte. Rasch passierte er das Gartentor und ging den Weg bis zur Haustür entlang. Er zögerte kurz, klingelte dann aber. Die Tür wurde aufgerissen und er fand sich einer jungen Frau gegenüber, die eindeutig Lilys Schwester sein musste. Allerdings hatten die beiden überhaupt keine Ähnlichkeit. Außerdem war die junge Dame, die da vor ihm stand, furchtbar aufgetakelt. Die Haare waren aufwendig gelockt und sie hatte eine Menge Make-up verwendet.
„Äh… hi.“, sagte James und hob grüßend die Hand. „Ich wollte mit Lily…“ Er blinzelte und fand plötzlich die Tür wieder zugeschlagen vor seiner Nase. Dann hörte er einen Schrei von innen.
„Freak!“
„Nicht ganz.“, rief James gegen die Tür. „Ich heiße James.“ Es dauerte zehn Sekunden, bis die Tür wieder geöffnet wurde.
„Petunia!“, rief Lily über die Schulter. „Wie kann man nur so unhöflich sein?!“ Dann drehte sie sich zu James um.
„Hey, Lily…“, murmelte er und sofort wurde die Tür wieder zugeschlagen. James hob die Augenbrauen. „Okay…“, sagte James zu sich selbst. Eine halbe Minute später ging die Tür erneut auf. Eine Frau stand vor ihm und James erkannte sie sofort als Lilys Mutter. Er hatte sie schon ein paar Mal am Bahnsteig gesehen und außerdem sah sie Lily sehr viel ähnlicher als ihre Schwester. „Hi, Mrs Evans?“
„Ja.“, sagte sie und erwiderte sein Lächeln.
„Ich bin James…“, begann James.
„…Potter, richtig?“ vervollständigte Mrs Evans seinen Satz.
„Ja… genau.“, sagte James.
„Du willst zu Lily?“
„Ja, das wäre nett. Wenns keine Umstände macht? Ich meine, ich will ja nicht ihre Pläne für den Abend zu Nichte machen.“, sagte James.
„Nein, natürlich.“, sagte sie und wollte schon zur Seite treten, um ihn einzulassen, doch Lily, die sich irgendwo hinter ihrer Mutter befand, sagte:
„James, geh bitte.“
„Lils.“, sagte James. „Lass mich erklä…“
„Geh einfach. Geh wieder zurück nach Hogwarts und…“
„Okay…“ Mrs Evans schaute ihre Tochter an. „Ihr klärt das und ich treffe deinen Vater in der Stadt. Gute Nacht, Schatz.“
„Tschüss Mum.“, sagte Lily und schaute ihrer Mutter hinterher, die zur Garage ging und sich dabei von James verabschiedete:
„Nett dich kennen zu lernen, James. Und Lily! Tu nichts, was ich nicht auch tun würde!“
„Schlechter Ratschlag, Mum!“, rief Lily.
„Sie auch, danke!“, sagte James und drehte sich zur Tür um, die mittlerweile schon wieder geschlossen war. „Lils!“, er klopfte gegen die Tür.
„Geh einfach nach Hogwarts zurück.“, sagte Lily durch die Tür. „Oder frier dir den Arsch ab!“ James warf die Arme in die Luft, hilflos. Er drehte sich um, ging zum großen Baum hinüber, an dessen Ast er sich hochzog und auf den er sich setzte, um zu warten.
„So einfach geb ich nicht auf, Evans.“, murmelte er zu sich selbst und zog den Umhang enger um sich. Ein Quietschen kündigte das Öffnen des Gartentores an. James schaute hinunter. Ein junger Mann ging den Weg entlang zum Haus. Er war recht dick und sah aus, als müsste er sich sehr anstrengen, um in seinem offensichtlich viel zu engen Anzug zu atmen. „Hey!“, rief er vom Ast runter. „Ich wäre vorsichtig, wenn ich du wäre!“ Er erschreckte sich schrecklich und schaute böse zu James hinauf.
„Verzieh dich, Perverser!“, rief er.
„Ich bin sowieso viel lieber ich.“, sagte James schließlich und beobachtete, wie er klingelte und mit einer enthusiastischen Petunia wieder Richtung Straße ging, um dort in sein Auto zu steigen. Während die beiden gingen, schnappte James etwas auf, das klang wie:
„Freak von Lily.“ Normalerweise hätte James einen bissigen Kommentar abgelassen, aber er überlegte es sich anders. Nach etwa einer halben Stunde begann es zu schneien.
„Nee, oder?“, fragte James und fühlte, wie der Schnee langsam, aber sicher seine Kapuze und sein Haar durchnässte. „Wunderbar.“
James war klatschnass und fror wie noch nie. Er schaute auf die Uhr. Es war bereits neun Uhr und so dunkel, dass er nichts mehr sehen konnte, außer den Leuchtzeigern seiner Uhr und dem Licht, das hinter den Vorhängen von Lilys Zimmer hervorschimmerte. Plötzlich flutete Licht den Eingangsbereich des Hauses und James schaute auf. Lily stand in der Tür, die Arme verschränkt.
„Komm rein.“, sagte sie. James starrte sie an. „Los, sonst frierst du wirklich noch fest.“ James sprang vom Ast und rauschte zur Haustür. Sie trat zur Seite, um ihn einzulassen, doch James blieb vor ihr stehen.
„Es tut mir Leid.“, flüsterte er heiser. „Ich hätte nicht lügen dürfen. Nicht mein Versprechen brechen dürfen. Ich… ich musste den Jungs helfen. Remus hätte… hätte jemanden töten können. Damit hätte keiner von uns leben können. Ich hab nicht nachgedacht, Lily. Wirklich, es tut mir Leid. Ich werde nie wieder ein Versprechen brechen. Ich schwöre.“ Lily schaute ihn an.
„Das kannst du nicht garantieren.“, flüsterte sie. „Warum sollte ich dir glauben?“
„Weil… ich… ich liebe dich.“, sagte James leise. Lily blickte auf, warf dann die Arme um ihn und küsste ihn. James schlang die Arme um sie und hob sie leicht vom Boden hoch, bevor sie sich lösten. Lily nahm seine Hand und führte ihn ins Haus und dann ins Wohnzimmer, wo ihn ein prasselndes Kaminfeuer erwartete.
„Setz dich und zieh deine nassen Sachen aus.“
„Lils, dann bin ich nackt.“, lachte James.
„Den Kommentar ignoriere ich.“, sagte sie und verschwand. James zog den Umhang aus und hängte ihn vor dem Feuer auf. Dann stieg er aus seinen Schuhen und zog die Hose aus. Er zitterte, als er endlich den nassen Pullover über den Kopf zog. „Hier.“ Lily war wieder da und warf ihm ein Handtuch zu. James trocknete sich ab und trocknete dann seine Sachen mit dem Zauberstab. Als er fertig war und sich Jeans und Pullover wieder angezogen hatte, setzte Lily sich vor den Kamin, mit zwei dampfenden Tassen bewaffnet. James setzte sich neben sie und zog die Decke von der Couch über sie beide. Lily drückte ihm die heiße Schokolade in die Hände und James lächelte.
„Du… vergibst mir?“, fragte James zögernd, nachdem er den ersten Schluck genommen hatte.
„Hm…“, machte Lily und nahm noch einen Schluck Schokolade. „Ich denke schon, aber wehe du lügst mich noch einmal an!“ James lächelte sie an und legte einen Arm um ihre Schultern. „Verdammt!“, rief Lily plötzlich. „Du bist ja schrecklich unterkühlt!“
„Na ja…“, sagte James. „Dann rutsch doch näher.“ Lily lachte nur und rutschte näher an ihn heran, wobei sie die Arme um ihn schlang und ihn wärmte. „Viel besser.“ James beugte sich zu ihr herunter und küsste sie langsam. Dann lachte er plötzlich.
„Was ist?“, fragte Lily. „So lächerlich?“
„Nein.“, sagte James grinsend. „Was, wenn deine Eltern wüssten, was wir tun?“
„Du hast meine Mutter vorhin doch gehört?“, fragte Lily. James lachte und legte dann eine Hand auf seinen grummelnden Bauch. „Hunger?“
„Nein?“, grinste James.
„Spaghetti?“
„Du bist ein Engel.“, seufzte James und sie erhob sich. James wickelte die Decke um sich und stolperte hinter ihr her in die Küche. „Ihr habt ein schönes Haus. Gemütlich.“
„Danke.“, grinste Lily und füllte einen Topf mit Wasser, den sie dann auf den Herd stellte. James lehnte grinsend gegen die Küchentheke und beobachtete Lily beim Kochen. „Warum grinst du so?“, fragte sie.
„Ach…“, murmelte James. „Du kochst für mich.“
„Pass bloß auf, oder ich koche dich.“, brummte Lily.
„Dann wär mir wenigstens nicht mehr kalt.“, sagte James und klapperte theatralisch mit den Zähnen.
„Dann rutsch doch näher.“, grinste Lily und James umarmte sie von hinten. Ihr lief ein eiskalter Schauer über den Rücken. Ob nun wegen James oder wegen der Kälte, die er ausstrahlte, das vermochte sie nicht mit Sicherheit zu sagen. „Hm… was die anderen wohl machen?“ James lachte.
„Drei Möglichkeiten für Sirius. Trinken, Streiche, Mädchen.“
„Definitiv das erste.“, sagte Lily.
„Wieso?“, fragte James.
„Streiche ohne dich? Nie im Leben. Mädchen? Dann ist er tot. Isabelle würde ihn umbringen.“
„Da magst du Recht haben.“, überlegte James. „Hmm… das riecht gut. Wie lange noch?“
„Fünf Minuten.“, sagte Lily und streckte sich, um zwei Teller aus dem Schrank rechts über ihnen zu holen.
„Gut.“, sagte James. „Mensch, hab ich Kohldampf.“
„Sirius!“, rief Mary. „Du schummelst!“
„Gar nicht wahr!“
„Klar!“, stimmte Remus zu. „Aber du schummelst ja immer und verlierst trotzdem ständig.“ Die Mädchen lachten und Sirius guckte beleidigt.
„Stimmt nicht.“, murmelte er nur.
„Oh…“, sagte Isabelle. „Hier, Sirius.“
„Kekse?“, fragte Sirius, als sie ihm eine Tüte hinhielt. „Wo kommen denn die her?“
„Die…“
„Die hast du geklaut.“, sagte Mary und zog eine Augenbraue hoch. „Natürlich! Heute! Beim Mittagessen gabs Kekse!“
„Na und?“, fragte Isabelle. „Das Essen hier kostet mich ja nichts. Und ob ich jetzt welche vom Mittagessen mitnehme oder ob wir sie da essen… wo ist der Unterschied?“
„Ich mag deine Denkweise.“, grinste Sirius und bis herzhaft zu. „Bäh!“, rief er sofort und spuckte den Keks wieder aus. „Igitt! Was ist denn da drin?!“, fragte er hustend und nach Luft schnappend.
„Chilipulver.“, grinste Isabelle diabolisch.
„Oh… du mieses Stück!“, rief Sirius und warf den Keks weg, bevor er aufsprang und sich auf sie stürzte. Isabelle quietschte uncharakteristisch und entkam ihm gerade noch so. Mary und Jordan grinsten sich an und nahmen simultan einen Schluck aus ihren Butterbierflaschen. „Nie wieder!“, hörten sie Sirius schreien, als er Isabelle durch den Gemeinschaftsraum verfolgte. „Nie wieder werde ich Kekse anrühren, geschweige denn essen!“
„Hey.“, sagte James, nachdem Lily das Geschirr mit einem Schlenker ihres Zauberstabs gespült und weggestellt hatte. Er nahm sie in den Arm und seufzte glücklich. „Du bist schön warm.“
„Dir kann doch nicht immer noch kalt sein?“, fragte Lily. James schüttelte den Kopf.
„Nein…“, murmelte er. „Na ja, ich sollte mich dann mal wieder auf die Socken machen, was? Es ist spät.“
„Oh nein.“, sagte Lily und hielt ihn am Pullover fest. „So leicht kommst du nicht davon. Du bleibst hier heute Nacht und morgen…“
„Morgen was?“
„Morgen gehen wir gemeinsam zurück.“
„Wirklich?“, fragte James grinsend.
„Ja.“, Lily lachte. „Ich lass mir doch nicht mein erstes Marauder-Weihnachten entgehen.“ James lachte mit ihr.
„Bist du sicher, dass deine Eltern nichts dagegen haben?“, fragte James schließlich. „Ich meine, sie kennen mich doch gar nicht.“
„Meine Mum hat damit absolut kein Problem, du hast sie gehört. Mein Dad… ach, der soll sich nicht aufregen. Petunia? Rasend vor Wut, aber das kann mir ja egal sein.“, erklärte Lily.
„Na schön.“, meinte James. „Da hab ich wohl keine andere Wahl.“
„Nein, hast du nicht.“, grinste Lily.
„Kann ich dein Zimmer sehen?“, fragte James. „Es interessiert mich wirklich.“
„Na klar.“, sagte Lily und führte ihn dir Treppe hoch, wobei sie das Licht im unteren Stockwerk löschte. „Hier, das ist mein Zimmer.“, sagte sie und öffnete die Tür. Das erste, was James auffiel, als sie Licht machte, waren die Bücherregale und der Schreibtisch, der unter dem Fenster stand. Ihr Bett war rechts in der hinteren Ecke, neben dem Schreibtisch, auf dessen anderer Seite sich Bücherregale aneinander reihten, bis eine gemütlich aussehende Couch den Platz an der Wand in Anspruch nahm. Vor dem Bett an der Wand standen eine Kommode und ein Kleiderschrank, vor dem Lily ihren Hogwarts-Koffer deponiert hatte. Die Wand war in einem hellen Gelb gestrichen und der Fußboden war aus hellem Holz, wie die Möbel. „Und?“, fragte Lily. „Was sagst du?“ James lächelte.
„Sieht sehr nach dir aus. Gefällt mir.“, er legte den Kopf schief. „Nur viel zu viele Bücher, wenn du mich fragst.“ Sie gab ihm einen Klaps auf den Arm und setzte sich dann auf ihr Bett. James setzte sich neben sie und gähnte.
„Müde?“
„Ziemlich.“
„Dann sollten wir vielleicht einfach ins Bett gehen.“, sagte Lily.
„Gute Idee.“, gähnte James.
„Das Badezimmer ist direkt gegenüber.“, erklärte sie ihm. „Hier hast du ein T-shirt zum schlafen.“
„Warte mal, das ist doch meins?“, fragte James und besah sich das knallrote Trikot-shirt.
„Jah…“, sagte Lily unschuldig. „Ich weiß.“
„Wo hast du das her?“, wollte James wissen.
„Was denkst du wohl?“, fragte Lily keck.
„Du hasts mir geklaut?“
„Nein. Als du Isabelle vor eurem Spiel wecken wolltest um joggen zu gehen, hattest du es dabei und da hast du es wohl in meinem Bett liegen lassen.“
„Sowas.“, sagte James. „Na ja, kann ja mal passieren.“ Er trat auf den Flur und öffnete die Badzimmertür.
„Damit das klar ist.“, sagte Lily. „Ich behalte dieses Shirt.“
„Meinetwegen.“, grinste James und schloss die Tür.
„James?“, fragte Lily, als sie das Licht gelöscht und sich unter der Decke aneinander gekuschelt hatten.
„Hm…?“, murmelte James müde.
„Hast du das Ernst gemeint?“
„Was denn?“, fragte James.
„Du… hast gesagt, du liebst mich?“
„Ich hab doch versprochen, nicht mehr zu lügen, oder?“, grinste James. Für einen Moment herrschte Stille.
„Ich liebe dich auch.“, flüsterte Lily.
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