
von LasVegas
Hallo ihr besten Leser! Mir ist es ja beinahe peinlich mich jetzt erst zurück zu melden, obwohl ich so viel Zeit habe nach dem Abi und so... Nun, lässt sich jetzt auch nicht mehr ändern. Das nächste Chap kommt auf jeden Fall schneller. Mit dem Schreiben habe ich jedenfalls schon begonnen. Ich hoffe, ihr habt alle einen tollen Sommer! Und vielleicht ein bisschen Zeit bei dem ganzen Regen in letzter Zeit mein neues Chap zu lesen XD.
@gryffindor1981: Jaja, Lily. Würde sich wahrscheinlich selbst total über die Eifersucht aufregen, wenn es James wäre.
@Lily_Luna_Lovegood: Richtig, das war irgendwie klar, aber na ja. Liebe macht blind. Oder doof. oder beides XD. Remus hat nicht wirklich ein eigenes Zimmer, er pennt in einem Gästezimmer, genau wie die Mädels, hat aber eben ein eigenes, weil James und Sirius ja ihre eigenen Zimmer haben und Diane ihn nicht zu den Mädchen stekcen wollte. Außerdem haben die Potters weiß Gott genug Platz.
@Dr. Butterbier: Na klar träumst du von Urlaub! Urlaub mit mir! MUAHAHA! Die Hauselfe heißt Lonky, nicht Linky XD. Und ja, das is en ziemlicher Palast. Deswegen heißt es auch Manor. Höhö.
@Lunaaa: Jaja, Sirius und Isabelle... ob die sich irgendwann noch mal einkreigen... wer weiĂź XD. Ja, meine DeutschprĂĽfung... Das war ein einziges Desaster, obwohl ohne Gedichte!
@LilyEvans91: Diane und noch peinlicher? Ohhhhh ja!
@Mrs.Black: James fand Lily in dem Moment viel zu niedlich, als dass er böse geworden wäre.
@Bella Marie C: Wie oben schon erwähnt, James fand das total süß, dass Lily sich so aufgeregt hat... das beweist immerhin, dass ihr was an ihm liegt... XD. Danke, für dein erstes Review!
@Isabelle: na, dann is doch gut, dass du jetz Ferien hast. Gut fĂĽr dich, gut fĂĽr mich. hehe!
@forest fairy: Danke für dein Review, hat mich sehr gefreut. Dein Problem mit den Anführungszeichen hab ich nicht ganz verstanden? Ich schreibe meine Chaps immer in Word vor und lade sie dann hoch, damit sie (gemäß der deutschen Rechtschreibung) am anfang unten und am ende oben sind. Da die meisten websites (so wie auch xperts) die internationale schreibweise verwenden, sind sie da immer oben, was mich persönlich etwas stört. Hoffe, ich konnte dir helfen?
Einen schönen Sommer noch! (Jetzt aber zurück ins winterliche Potter Manor! Es ist schließlich Sylvester!)
***
~Sirius~
Unbezahlbar! Einfach unbezahlbar! Diane hat James' Zimmer aufgeräumt! Nicht zu fassen! Es hat mich so amüsiert, dass es mir noch nicht mal was ausmacht, dass Isabelle mich im Schnippchen geschlagen hat. Bei meinem eigenen Spiel! James, der Vollidiot, ist natürlich nicht auf die Idee gekommen, alle Fotos von Lily, die in seinem Zimmer herumgeistern, vorzeitig zu entfernen. Depp. Aber sie fand das ja auch total süß und so. Ich nenn das verrückt. Na, macht auch nichts.
Diane macht bald Freudensprünge! Sie liebt Lily abgöttisch! Traumschwiegertochter gefunden, schätz ich mal. Das einzig Dumme ist nur, dass die beiden ja gar nicht heiraten. Noch nicht. Auf Hochzeiten gibt es immer so gutes Essen...
James öffnete die Augen und blinzelte gegen das sanfte Licht der Wintersonne, welches durchs Fenster schimmerte. Er gähnte herzhaft und drehte sich um in der Erwartung, Lily auf der anderen Seite vorzufinden, doch sein Bett war leer. Er klaubte seine Brille vom Nachttisch und setzte sie auf. Die Konturen seines Zimmers traten nun deutlicher hervor und er bemerkte, dass die Tür nur leicht angelehnt war. Hatte er geschnarcht oder Lily anderweitig vertrieben? Sirius redete im Schlaf, aber James hatte keine Ahnung, ob er auch eine solche Macke aufwies. Er tendierte dazu, von Quidditcherfolgen zu träumen… Sirius behauptete zwar immer steif und fest, er habe geredet, gejubelt und einen internationalen, aber imaginären Pokal in die Luft gerissen. James konnte sich an keinen Traum dieser Art erinnern und er vermutete stark, dass Sirius ihn nur aufzog. James brummte leise, richtete sich auf und schlurfte zu seiner Kommode, wo er eine Bluejeans und ein T-shirt der Wimbourner Wespen anzog. Das T-shirt trug er nur, weil Ludo Bagman und sein Onkel Isaac heute zur Party kommen würden und James hoffte, seinen Onkel zu ärgern und Ludo Bagman erfreuen zu können. Isaac Potter war immerhin eingeschworener Fan der Chudley Cannons und regte sich jedes Mal auf, wenn James, sein Vater oder Sirius sich auch nur positiv über ein anderes Team äußerten. James betrachtete sich im Spiegel. Schwarz-Gelb stand ihm, entschied er. Duschen konnte er auch noch direkt vor der Party, jetzt musste er erst einmal frühstücken. Er wanderte durch den Gang, als ihn eine Stimme aus den Gedanken riss:
„Cap!“
„Guten Morgen, Is.“, grüßte James lahm. „Na, gut geschlafen?“
„Wie ein Baby. Haben du und Lily denn überhaupt Schlaf abbekommen?“
„Was denn?“, fragte James. „Ist sie denn nicht wieder zu dir zurückgekommen? Ich bin aufgewacht, da war sie weg. Ich dachte…“
„Nein, sie ist bestimmt schon unten und hilft deiner Mutter. Sie ist immerhin Frühaufsteherin. Wie ich sehe… bist du auch wieder auf dem Ich-ärgere-Onkel-Isaac-mit-meinem-Quidditch-T-shirt-Trip.“
„Klar! Und ich freue mich zu sehen, dass du ebenfalls mitmachst. Dachte mir schon, dass du deine Lieblingsmannschaft zur Schau stellst.“ Er deutete auf ihr blaues T-shirt der Appleby Arrows. „Deswegen hab ich das der Wespen an. Je mehr andere Teams, desto besser! Sirius trägt bestimmt eins der Tornados.“
„Wo wir gerade von ihm reden…“, sagte Isabelle langsam. „Schläft der noch?“
„Frühstückt sicher schon.“, sagte James und sie stiegen die Treppen hinab. „Guten Morgen!“, grüßte er schließlich Sirius, Remus und seinen Vater, die am Tisch saßen und sich gütlich taten.
„Guten Morgen.“, grüßten sie.
„Wo sind denn Mum und Lily?“
„Hier sind wir.“, sagte Diane und trug zwei große Kannen von der Küche ins Esszimmer. Lily folgte ihr mit einem großen Krug Kürbissaft.
„Guten Morgen.“, grüßte sie, stellte den Krug ab und setzte sich neben Remus.
„Morgen.“, grinste Isabelle und setzte sich ebenfalls, neben Lily. James küsste Lily sanft auf die Wange und nahm dann zwischen Sirius und seinem Vater platz, der vor Kopf saß und den Tagespropheten studierte.
„Wie ich sehe, trägst du Tornados, Pad! Vorbildlich!“, grinste James.
„Na klar! Isaac kriegt die Krise!“, lachte Sirius. Remus schüttelte den Kopf und vertiefte sich dann wieder in den Wirtschaftsteil des Propheten, den William ihm sicherlich nur allzu gerne abgetreten hatte.
„Ich kann dir noch eins von Puddlemere United geben, Rem.“, grinste James ihn an.
„Nein, danke.“, lehnte Remus ab.
„Aber James!“, sagte sein Vater.
„Dein Vater hat Recht, es ist sehr albern, was ihr da macht. Der arme Isaac.“, schalt Diane ihn.
„Das meinte ich nicht.“, berichtigte William und ließ die Zeitung zum ersten Mal ganz auf den Tisch sinken. „Ich trage bereits Puddlemere.“ Diane schaute pikiert drein, doch die Teenager brachen in Gelächter aus.
„Wann kommt Isaac?“, fragte Sirius.
„Er meinte, er käme so gegen elf.“
„Das heißt, er kommt um eins. Zum Mittagessen.“, murmelte James trocken.
„Da könntest du Recht haben.“, stimmte William zu. „Mein Bruder ist schließlich nicht sonderlich verlässlich.“
„Das hat er sich von dir abgeguckt.“, sagte Diane trocken.
„Das habe ich gehört…“, nuschelte William.
„Ich weiß, mein Schatz.“, sie lächelte. „Nun, möchte jemand noch Pfannkuchen?“
„Jungs, helft mir doch gerade mal.“, bat William. „Wir müssen noch ein paar Tische für heute Abend rücken und ein paar andere Kleinigkeiten erledigen.“
„Das fällt dir jetzt ein?“, fragte James. „Dad, es ist bereits zehn Uhr! Du weißt doch, dass wir zu nichts mehr kommen, wenn Onkel Isaac erstmal hier ist.“
„Deswegen werdet ihr mir auch helfen!“
„Ihr Mädchen könnt mir helfen. Ich will ein paar Häppchen vorbereiten.“, sagte Diane.
„Äh… nun ja…“, nuschelte Isabelle. „Ich kann überhaupt nicht kochen, Diane. Tut mir Leid.“
„Das schaffst selbst du, Isabelle. Glaube mir.“
„Na gut.“, Isabelle grinste.
„In Ordnung.“, Lily zuckte die Schultern. Diane wartete, bis die Männer im Salon verschwunden waren, bevor sie sich zum Wohnzimmer wandte.
„Ich dachte, wir wollten etwas vorbereiten…?“, fragte Isabelle.
„Ach was.“, grinste Diane. „Lonky hat längst alles vorbereitet. Setzt euch. Ich wollte euch Mädchen nur die Schufterei ersparen.“
„Ich weiß schon, warum ich dich mag, Diane.“, grinste Isabelle.
„Möchte noch jemand Tee?“, fragte Diane und beide Mädchen nickten.
„James war wirklich niedlich als Kind, was Lily?“, fragte Isabelle und schlenderte zum Kamin hinüber, wo ein paar Bilderrahmen thronten. Lily stand auf und folgte ihr. Sie ließ ein Kichern vernehmen. „Sehr sexy, James in braun.“
„Stimmt.“, lächelte Lily. „Passend zu seinen Augen.“ Das Bild zeigte einen matschbedeckten fünfjährigen James, der winkend in die Kamera grinste.
„Wenn euch die schon so gefallen, dann seht mal hier.“ Diane zog ein dickes Fotoalbum aus einem Regal und setzte sich auf die Couch. Isabelle und Lily ließen sich lachend neben sie fallen und starrten gierig auf die Bilder.
„Du hast die ganze Zeit darauf gewartet, uns diese Bilder zu zeigen, nicht wahr?“, fragte Isabelle.
„Hundertprozentig.“, grinste Diane. „Hier ist er zwei Monate alt…“
„Mum?!“, brüllte James, als er die drei Frauen erblickte. „WAS tust du da?!“
„Reg dich nicht auf.“, flötete Diane. „Du warst so niedlich, James.“
„Mum! Das ist so was von… peinlich!“
„Guckt mal!“ Diane ignorierte ihren Sohn geflissentlich und deutete auf ein weiteres Bild.
„Ist… Ist das Is?!“, fragte Lily mit großen Augen.
„Ja.“, bestätigte Diane. „Victoria und ich waren immer gemeinsam einkaufen und danach haben wir oft noch hier Kaffee getrunken, da waren die Kinder natürlich auch immer dabei.“
„Ihr… streitet euch um einen Besen. Wen wunderts…“, brummte Lily. James und Isabelle grinsten sich an und gaben sich ein High-Five.
„Cartwright, du hattest schon als Kind nen fetten Arsch.“, sagte Sirius, der ihr über die Schulter linste. Dafür bekam er einen nicht zu knapp ausfallenden Schlaf auf die Brust, sodass ihm die Luft entwich. Lily hielt Isabelle zurück und Remus murmelte:
„Sirius, du bist wirklich ein Gentleman.“
„Find ich auch.“, sagte Sirius keuchend. Ein leises Klingeln war zu vernehmen und alle drehten sich zum Kamin.
„Onkel Isaac!“, lachte James und grinste seinen Onkel breit an.
„Isaac. Wie geht es dir, Bruder?“, fragte William und reichte ihm die Hand zum Händedruck. Isaac schlug ein und William riss die Hand mit schmerzerfülltem Gesicht wieder zurück.
„Reingefallen!“, rief Isaac. „James, mein Junge, lass dich ansehen!“ James hob die Arme und drehte sich grinsend um die eigene Achse. „Bist dick geworden.“
„Das sagt der Richtige.“, kommentierte James, während Isaac Diane begrüßte, bei der er es nicht wagte, auch nur an einen Scherz zu denken. William, der sich immer noch die Hand rieb, murmelte:
„Typisch mein Bruder.“
„Sag mal…“, brummte Isaac schließlich. „Seit wann bist du denn Wasps-Fan?“
„Na schon immer.“, sagte James unschuldig.
„Und du!“, fuhr Isaac seinen Bruder an. „Puddlemere! Noch schlimmer!“
„Du erinnerst dich an Sirius und Remus?“, fragte James und deutete auf seine Freunde.
„Natürlich!“ Isaac grinste, schaute dann aber Sirius böse an, als er sein T-shirt erblickte. Sirius lachte laut und gab Isaac die Hand, nachdem er sich versichert hatte, dass darin keine Gefahr bestand. „Und Remus.“ Auch Remus reichte ihm die Hand.
„Das ist Isabelle Cartwright, ich glaube, du kennst ihre Eltern und Geschwister.“
„Ja, sicher!“ Isaac grinste auch sie an. „Die Arrows. Na, es geht schlimmer.“, kommentierte er ihr T-shirt.
„Und das ist Lily, meine Freundin.“, stellte James sie vor. Isaac musterte sie eingehend und lächelte freundlich.
„Wie hältst du es nur mit ihm aus?“, fragte Isaac.
„Das frag ich mich auch.“, sagte Lily und zuckte die Schultern. „Schön, Sie endlich kennen zu lernen.“
„Lass das mal meine Sorge sein.“, brummte James und legte einen Arm um sie.
„Na, sie trägt kein feindliches Quidditch-shirt. Das macht sie schon mal sympathisch.“, sagte Isaac grinsend. „Bin ich denn der erste Gast?“
„Ja.“, bestätigte Diane. „Du willst sicher ein wenig ausruhen? Ich lasse Lonky dein Gepäck auf dein Zimmer bringen.“
„Da sage ich nicht nein.“ Isaac fuhr sich durch sein schwarzes Haar, das dem James' und Williams nicht unähnlich war. „Aber bitte sagt mir doch rechtzeitig zum Mittagessen bescheid?“
„Alle Potter-Männer sind gleich.“, beschwerte sich Diane.
„Onkel Isaac?“, fragte James und klopfte gegen die Tür.
„Komm rein, James.“
„Netter Versuch.“, grinste James. „Vergiss es. Komm du raus.“ Es knirschte und die Tür wurde aufgezogen. Dahinter stand Isaac mit einem großen Eimer Wasser in der Hand. „War mir klar.“
„Nun, irgendwoher musst ja dein Talent haben.“, brummte Isaac.
„Komm. Das Mittagessen steht auf dem Tisch.“
„Ahh…“ Isaac klopfte sich auf den rundlichen Bauch und folgte James die Treppe runter.
„Da seid ihr ja endlich!“, grüßte Diane sie harsch.
„Was habt ihr jetzt wieder angestellt, dass sie so gereizt ist?“, fragte James Sirius.
„Gar nichts.“, wisperte Sirius zurück.
„Dein Vater und Sirius haben die Tischdeko angezündet.“, sagte Isabelle.
„Petze.“, raunzte Sirius. Sie starrte ihn nur böse an und wandte sich ab. „Was ist denn in die gefahren…?“
„Du.“, antworteten Remus und Lily.
„Kinder, bitte.“, murmelte Diane.
„Genau, streitet heute Abend, dann ist wenigstens was los.“
„William!“
„Entschuldige, Liebes.“
„Noch einen Ton und du isst in der Küche.“ James und Sirius wandten sich grinsend ihren Tellern zu.
„Wow.“, wisperte Lily. „Isabelle, du siehst… einfach wow aus.“
„Lily Evans verschlägt es die Sprache. Irgendwas habe ich richtig gemacht.“, lächelte Isabelle und drehte sich um die eigene Achse. Der Stoff wirbelte um ihre Beine hoch und schimmerte in dutzenden verschiedenen Nuancen von blau.
„Ein Wahnsinns-Kleid. Nur… die Haare?“ Isabelle hob die Augenbrauen.
„Was ist damit?“
„Na ja… das bist nicht wirklich du.“ Isabelle schaute in den Spiegel.
„Du hast recht.“ Sie hob die Hand und löste ein paar dünne Haarsträhnen aus ihrer edel wirkenden Frisur. Lily lächelte:
„Das ist besser.“
„Willst du dich nicht auch endlich umziehen?“ Lily zögerte. „Was? Hast du etwa kein Kleid mitgenommen?“, lachte Isabelle.
„Natürlich habe ich eines.“, murmelte Lily.
„Dann versteh ich das Problem nicht.“ Isabelle steckte sich ein teures Paar Saphirohrringe an, welches ihre Mutter ihr zum 17. Geburtstag geschenkt hatte.
„Es ist grün.“
„Na und…?“
„Grün, Is.“
„Grün.“, wiederholte sie. „Grün ist 'ne tolle Farbe.“
„Ein grünes Kleid in einem Ballsaal voller ehemaliger Gryffindors.“
„Lily… dafür, dass du so schlau bist, bist du ganz schön bescheuert.“, seufzte Isabelle. „Zieh dich an, Grün steht dir. James wird dich auffressen wollen.“ Sie grinste diabolisch.
„Na gut.“, lachte Lily und streifte sich ihr Kleid über. Isabelle pfiff anerkennend.
„Du meine Güte, was ist aus meiner besten Freundin, dem Bücherwurm, geworden?“, fragte Isabelle.
„Vermisst du sie?“, fragte Lily im Gegenzug.
„Nein… Sie hat mich immer gezwungen, meine Hausaufgaben zu machen. Jetzt nervt sie ihren Freund damit. Ist das nicht klasse?!“
„Wenn du das sagst.“, flötete Lily und griff nach der Bürste.
„Hmhm. Oh ja.“, grinste Isabelle. „Hast du's?“
„Moment…“, brummte Lily und fuhr sich mit der Hand durch die wallenden Locken. „Ich hab zu viele Haare.“, stellte sie fest.
„Na, dann ärgerst du dich wenigstens nicht, wenn sie mal ausfallen.“
„Immer die Optimistische, vielen Dank.“, antwortete Lily.
„Kein Problem.“ Sie zupfte ihr Kleid über dem Hinterteil zurecht und ließ wie beim Bauchtanz die Hüften rasch hin und her schnellen. „Perfekt.“, kommentierte sie den fliegenden Stoff.
„Zum Glück bist du überhaupt nicht selbstgefällig.“
„Ich weiß.“, sagte sie. „Lily, nun komm endlich.“
„Ja doch, ich komme.“ Lily schob eine mit grünen Glassteinen besetzte Haarspange in die roten Locken und schlüpfte in ihre Schuhe. „Fertig.“
„Na dann.“ Isabelle öffnete die Tür und sie machten sich auf den Weg nach unten.
„Lily, Isabelle!“, rief Diane und winkte sie herüber. „Ihr seht einfach umwerfend aus, Mädchen.“
„Das Kompliment kann man nur zurück geben.“, grinste Isabelle.
„Danke sehr.“ Diane lächelte.
„Sind denn schon Gäste da?“, fragte Lily neugierig.
„Nein.“ Diane rollte die Augen. „Isaac hat allerdings nicht mehr in seinen Festumhang gepasst.“ Die Mädchen glucksten. „Den habe ich ihm kurzfristig noch geändert. Manchmal kommt man sich vor wie der Depp vom Dienst in diesem Haus.“
„Wem sagst du das.“, murmelte Lily. „James kann genauso sein.“ Sie und Isabelle warfen sich einen Blick zu.
„Und Sirius ist noch schlimmer.“, stellten sie gleichzeitig fest.
„Seit die Jungs nicht mehr zu Hause sind, mutiert William auch wieder zum Kleinkind. Es ist schrecklich!“ Sie stieß die Tür zum Salon auf. „Da. Seht ihr?“
„En garde, Monsieur!“, rief Sirius aus und hielt ein altes Schwert auf James gerichtet.
„Préparez-vous!“, kratzte James sein miserables Französisch zusammen.
„Votre français est très horrible, mon amie.“, flötete Sirius und schwang das Schwert elegant durch die Luft.
„Öh…“, murmelte James. „Was?“
„Dein Französisch ist furchtbar.“, übersetzte Lily.
„Tu n'as pas voulu apprendre si, James.“, sagte sein Vater.
„Häh?!“, fragte James.
„Du wolltest es ja nicht lernen!“, grinste Isabelle.
„Warum kann hier jeder Französisch?!“, rief James.
„Lèvez votre épée!“, rief Sirius und stürzte auf James zu, gefolgt von William.
„Waaaa?!“
„Heb dein Schwert!“, quietschte Lily und wandte sich ab, aus Angst es könnte wirklich etwas passieren.
„Achso!“ Es klirrte laut, als Metall auf Metall traf. „Ihr werdet untergehen!“, grölte James aus vollster Kehle.
„C'est ça, continue à rêver!”, war Sirius' finale Aussage und tippet James am Arm mit dem Schwert an. „Touché!“
„Na schön.“, brummte James. „Ich gebe mich geschlagen.“
„James Isaac Potter!“, wetterte Diane. „Du hängst sofort diese Schwerter wieder auf!“
„Ja, Mum…“, nölte James und hängte die Schwerter wieder an ihren Platz. Er rauschte zu Lily hinüber. „… Lily… du siehst… oh, Wahnsinn, du siehst klasse aus!“ Er lächelte sie an und nahm sie an die Hände, wobei er sie um die eigene Achse drehte.
„Danke…“, flötete Lily grinsend.
„Sie werden so neidisch sein…“, lachte James.
„Wer?“, fragte Lily.
„Das wirst du noch früh genug sehen, Lils.“, brummte James. „Is, dieses Kleid sieht aus, wie für dich gemacht.“, komplimentierte James Isabelles Aussehen.
„Danke.“ Sie knickste gekünstelt und sie lachten.
„James, zieh deinen Umhang an.“, brummte Diane. „Die Gäste kommen.“
„Ich bin da, die Party kann losgehen!“, blökte Isaac durch den Raum, als er eintrat. William lachte und Diane rollte die Augen.
„Na das wird wieder ne Veranstaltung…“, murmelte James. „Padfoot, was meinst du? Padfoot?“ Sirius stand bewegungslos neben dem Buffet und guckte perplex zu ihnen hinüber.
„Was hat er denn?“, fragte Lily.
„Keine Ahnung.“, meinte James. Ein leichtes Klingeln war zu hören. „Das ist die Tür.“
„Mr und Mrs Cartwright, bitte kommen Sie doch herein.“, hörten sie Lonky die Besucher begrüßen.
„Das war ja klar…“, nuschelte Isabelle. „Wer kommt zuerst? Meine Alten.“
„Isabelle.“, zischte Lily.
„Wie redest du denn über deine Eltern?“, lachte James.
„Du kennst doch meine Mutter.“, sagte Isabelle trocken.
„Na, so schlimm ist sie doch gar nicht.“, sagte Lily.
„Nein und du bist blond, ist mir klar.“, sagte Isabelle. „Hallo, Mum.“
„Isabelle.“, sagte Victoria lächelnd und zog sie in die Arme. „Du meine Güte, du wirst ja immer dünner!“ Isabelle rollte die Augen und James verkniff sich ein Grinsen. „Und was hast du mit deinen Haaren angestellt?!“
„Och Mum!“, knurrte Isabelle.
„Du hattest so schöne Haare!“
„Das war nicht meine Schuld.“, wisperte sie und hob dann die Stimme: „Steht mir doch! Außerdem haben die langen Haare nur beim Quidditch gestört.“ Ihre Mutter schaute sie entsetzt an und seufzte. Victoria drehte sich um, um Diane zu begrüßen und James hob die Hand für ein High-Five. Isabelle schlug ein und begrüßte dann ihren Vater. „Hallo Dad.“
„Hallo, Liebes. Wie geht es dir?“
„Gut.“, sagte Isabelle. „Und du, Opa?“ sie grinste, als er eine Augenbraue hob.
„Jetzt fühl ich mich alt, danke.“
„Bringen Jocelyn und Eric Layla mit?“, fragte Isabelle aufgeregt.
„Ja, sicher.“, grinste Matthew.
„Klasse.“, freute sich Isabelle auf ihre Nichte. Matthew begrüßte die Potters und drehte sich dann wieder den Jugendlichen zu.
„Hallo, Lily. James.“ Er gab ihnen die Hand. „Sagt mal, warum steht der junge Mann dort drüben wie bestellt und nicht abgeholt?“, fragte Isabelles Vater.
„Oh…“, sagte James. „Das ist Sirius. Weiß ich auch nicht so genau. Sirius! Hey, komm doch rüber, was hast du denn?“
„Nichts…“, murmelte Sirius heiser und trottete zu ihnen hinüber. Auch er reichte Matthew die Hand. „Hallo, Mr Cartwright.“
„Hallo.“, grüßte er zurück. Erneut klingelte es an der Tür.
„Endlich kommt die Sache mal etwas in Schwung!“, sagte James und drehte sich zur Tür, so wie alle anderen.
„Hey, Cartwright.“, sagte Sirius leise, als er hinter sie trat. Sie antwortete nicht. „Du siehst gut aus heute Abend.“ Sie ignorierte ihn und würdigte ihn keines Blickes, sondern lächelte stattdessen ihrem Bruder zu, der gerade durch die Tür trat.
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