
von LasVegas
Ich trau mich kaum noch hierher. XD. Ist ja wirklich peinlich, wie sehr ich das ganze hier hab hängenlassen. Ich hab eine Weile gebraucht, um meine Inspiration und die Lust wieder zu finden. Im Moment befinde ich mich in einem richtigen Schreibschub, der hoffentlich länger anhalten wird, sobald ich wieder richtig drin bin. Besonders viel Zeit hab ich eigentlich nicht, aber ich werde sie mir nehmen, damit ich endlich wieder mehr schreiben kann.
An die Kommis von vor Ewigkeiten kann sich sowieso niemand mehr erinnern, deswegen wären natürlich die Re-kommis auch sinnlos.
***
„Ah, Hogwarts.“, murmelte James glücklich, als sie den Bahnhof von Hogsmeade erreichten.
„Du kannst es noch gar nicht sehen.“, erwiderte Sirius.
„Ich kann's fühlen.“, grinste James, der aus der Tür hopste und dann Lily die Hand zur Hilfe anbot. Sie nahm sie und kletterte ebenfalls aus der Tür.
„Ich kanns auch fühlen.“, brummte sie. „Es ist verdammt kalt.“ Sie zog den Umhang enger um ihre Schultern, packte James und zog ihn in Richtung der anderen Schüler.
„Wo willst du hin?“
„Wir müssen dafür sorgen, dass die jüngeren Schüler das Schloss sicher erreichen.“
„Wieso?“, fragte James.
„Leute!“
„Pete!“, sagte Remus, der in der Tür stand und somit das Treiben auf dem Bahnhof beobachten konnte.
„Wo kommst du denn her?“, fragte Sirius.
„Wir haben die praktisch den ganzen Tag gesucht!“, pflichtete James bei.
„Du hast niemanden gesucht.“, grinste Isabelle, die als Letzte aus dem Zug stieg. „Aber mal ehrlich, Peter. Wo hast du gesteckt?“
„Auf der Toilette.“, murmelte Peter.
„Was denn, die ganze Zeit?!“, blökte James, an dessen Ärmel Lilys Hand herumzupfte. Er ignorierte sie. „Was zu Merlins grünen Socken hast du da gemacht?!“
„James.“, sagte Lily und legte ihm die Hand auf den Arm. „Lass gut sein.“
„Wieso… oh.“, sagte James. „Na ja, dann mal auf zu den Kutschen…“
„James. Die jüngeren Schüler.“, sagte Lily streng.
„So schwer ist das doch nicht… in die Kutschen steigen… und…“ Er deutete zu den Kutschen und sie warf ihm einen todbringenden Blick zu. „Zu den Kutschen… Schon gut.“ Er seufzte, nahm ihre Hand und ließ sich von ihr zu ein paar jüngeren Hufflepuffs hinüberziehen, die sich etwas hilf- und orientierungslos mit ihren Taschen abmühten.
„Los, die Kutschen.“, sagte Sirius. „Ich will nicht zu spät…“
„Zum Essen kommen.“, vollendete Isabelle.
„Genau.“, grinste Sirius und ließ seine Hand ihren Arm hinab gleiten, um seine Finger mit ihren zu verschlingen. Sie schenkte ihm ein ungewöhnlich sanftes Lächeln und deutete auf die Taschen, den Eulenkäfig und Saharas Katzenkorb, die Lily und James zurückgelassen hatten.
„Remus?“, fragte Peter mit einem Blick auf Sirius und Isabelle und zog die Augenbrauen hoch.
„Du hast ne Menge verpasst, Wormy.“, Remus klopfte ihm auf die Schulter. „Keine Sorge, du wirst schon noch alles erfahren.“
„Kommt schon.“, sagte James, der gerade wieder zu ihnen herüber joggte. „Sonst verpassen wir noch die Kutsche.“ Er schlang sich seine und Lilys Taschen um die Schultern und packte Käfig und Korb.
„Hah, James, der Packesel.“, höhnte Sirius. Isabelle schob ihre Hand unter ihren Taschengurt und drückte sie Sirius in die Arme.
„Strafe muss sein.“, brummte sie und ließ los.
„Scheiße, is die schwer!“, heulte Sirius auf. James warf ihm über die Schulter einen triumphierenden Blick zu.
„Kommt ihr!“, rief er und die anderen folgten mit amüsierten Blicken. Remus erzählte Peter das Wichtigste ihres Aufenthalts im Potter-Haushalt und Isabelle grinste nur über die Art und Weise, wie Sirius sich mit ihrem Gepäck abmühte, während sie lediglich den Eulenkäfig mit ihrem Lieblingstier trug. Sie kletterten in die erste Kutsche der kleinen Kolonne und hielten die Tür noch für Lily auf, die einstieg, nachdem sie einer kleinen Gruppe Zweitklässler aus Ravenclaw in eine Kutsche geholfen hatte. James rutschte näher an Remus heran, sodass sie sich setzen konnte. Sirius hatte Isabelles Tasche auf den Sitz neben sich geknallt und streckte nun geschafft die Füße von sich.
„Eindeutig besser, als das Ding letztes Mal.“
„Pass mit deinen Füßen auf.“, warnte Lily, die ihren Katzenkorb mit der leise miauenden Sahara unter die Bank schob und schützend die Beine davor kreuzte.
„Keine Sorge, ich tu deinem Schmusetier schon nichts.“, sagte Sirius abschätzig.
„Ich bin da eher um dich besorgt.“, erklärte Lily trocken und Isabelle feixte.
„Klar, dass dir das gefällt.“, maulte Sirius.
„Ich nehm mir noch einen Schokofrosch, ja, Sirius?“, sagte James, dem der Magen bereits in den Kniekehlen hing. „Oh Mann… Hoffentlich geht das schnell mit dem Essen… bloß keine lange Rede oder so!“
„Ich weiß, was du meinst.“, murmelte Sirius.
„Lily! Iiis!“ Langgezogen echoten die Namen der Mädchen durch die Eingangshalle und im nächsten Moment hüpften eine aufgeregte Mary und eine enthusiastische Jordan die Treppe runter, um ihre Freundinnen zu begrüßen.
„Hi!“, lachte Lily.
„Oh Mann, es gibt ja so viel zu erzählen!“, sprudelte Mary hervor. „Du kennst doch Nick aus der sechsten?“
„Wen?“, fragte Isabelle.
„Na, diesen großen, gut aussehenden.“
„Das is nich Nick aus der sechsten.“, warf Sirius ein und ließ Isabelles Tasche fallen, die mit einem lauten Knall auf dem Boden aufschlug. „Das is Sirius aus der siebten!“
„Auch schön euch wieder zu sehen, Jungs.“, sagte Jordan trocken, sofort als Isabelle ihm die Faust in den Oberarm rammte.
„Aua!“
„Du Blödmann!“, zischte sie. „Meine Sachen sind zerbrechlich!“
„Gleichfalls!“, grinste James and Jordan und Mary gewandt. „Könnt ihr euer Gespräch in die Große Halle verlegen? Wir haben wirklich, wirklich Hunger.“
„Na schön.“, sagte Mary, die sogleich wieder anfing von Nick zu erzählen.
„Mädchen.“, seufzte Sirius.
„Meine lieben Schüler…“, begann Dumbledore.
„Oh nein!“, heulte James.
„Der soll hinmachen!“, pflichtete Sirius bei.
„Jungs, er hat kaum drei Wörter gesagt.“, brummte Remus.
„Hörst du das, Remus?“, fragte James.
„Was denn? Ich höre nichts.“, Remus zuckte mit den Schultern.
„Eben! Unsere Mägen sind so leer, dass sie schon nicht mehr knurren können!“, schnappte Sirius und James brummte,
„Genau!“ Lily knallte James den Ellenbogen in die Seite und Sirius den Fuß so hart gegen das Schienbein, dass beide nach Luft schnappten.
„Werdet ihr wohl endlich den Mund halten?!“, zischte sie.
„Aber…“, maulte James.
„Pscht!“, erwiderte Lily. Isabelle ihm gegenüber grinste nur verhalten und reichte ihm einen Schokoladenkeks. Sirius starrte sie erwartungsvoll an und nahm ebenfalls einen entgegen. Beide Jungen stopften sich ihre Kekse in die Münder und kauten geräuschvoll darauf rum. Die ganze Halle wandte sich zu ihnen um und selbst Dumbledore verstummte.
„Sorry.“, sagte James und spuckte dabei fast ein paar Krümel.
„Hunger.“, erklärte Sirius. Professor McGonagalls Lippen wurden so schmal, dass sie vom Tisch nicht mehr erkennbar waren, ihre Nasenflügel jedoch bebten so sehr, dass man meinen könnte, sie würden Wind erzeugen.
„Sie hebt gleich ab.“, gluckste Mary.
„Verständlich!“, flötete Dumbledore jedoch gut gelaunt. „Da Mr Potter und Mr Black und so nett daran erinnert haben, wieso wir eigentlich hier sind… guten Appetit!“ Er setzte sich schwungvoll hin und sein purpurfarbener Hut wippte kurz hin und her.
„Endlich!“, sagte Sirius und starrte abwartend auf die goldenen Schüsseln, die sich sogleich mit Essen füllten. James war schon gar nicht mehr in der Lage etwas zu sagen, sondern schaufelte sich bereits Kartoffeln auf den Teller, während ihm eine Hühnchenkeule aus dem Mund ragte. Sirius packte sich ebenfalls eine Hühnerkeule und hob sie direkt gierig zum Mund.
„Einen Vorteil hat's ja“, brummte Isabelle. „Sein Teller wird wenigstens nicht schmutzig.“ Im nächsten Moment plumpste der abgenagte Hühnerknochen auf Sirius' Teller.
„Doch.“, sagte Jordan grinsend.
„Als Müll-Teller.“, stimmte Lily zu.
„Hrsidttldf.“, grunzte Sirius.
„Was?“, fragte Lily.
„Iss anständig.“, knurrte Isabelle. „Meine Güte, du bist doch kein kleines Kind mehr.“
„Sicher?“, fragte Lily. Sirius schluckte mehrmals.
„Ich sagte, ihr seid total doof.“
„Danke für das Kompliment.“, brummte Isabelle und tauschte nur einen Blick mit Lily.
„James, jetz hilf mir doch mal!“, bat Sirius.
„Hm?“, machte James, den Mund voll mit Kartoffeln und die Wangen ausgestopft wie Hamsterbacken.
„Die zwei nehmen mich in die Zange!“ James wandte den Blick von Lily zu Isabelle, zuckte mit den Schultern und begnügte sich mit einem großen Stück Steak.
„Ich bin so voll!“, heulte Sirius nach der ersten Stufe und griff sich an den Bauch.
„Es darf nicht wahr sein.“, seufzte Isabelle.
„Eigentlich dürfte es niemanden mehr wundern.“, sagte Remus. „Ehrlich mal.“
„Es ist immer wieder aufs neue erstaunlich.“, sagte Mary.
„Vor allem, wo wir doch jetzt ein paar Tage Pause hatten.“, grinste Jordan.
„Was habt ihr eigentlich so getrieben?“, fragte James, der selbst auch schon ziemlich erschöpft aussah, obwohl sie erst einen Stock hinter sich gebracht hatten.
„Wir?“, Jordan warf Mary einen triumphierenden Blick zu.
„Wir… haben am Jahrbuch gearbeitet.“
„Oh, wirklich?“, fragte James. „Haltet eine Seite frei, ja?“
„Wofür?“, fragte Mary.
„Für die vielen Fotos von der Gryffindor-Siegesfeier nach dem letzten Quidditchspiel, ist doch klar.“
„Keine Sorge.“, flötete Mary. „Dafür haben wir schon eine Doppeseite reserviert!“
„Perfekt!“, freute sich Isabelle. „Das sind meine Mädels.“
„Aufstehen, Jungs.“, sagte Remus laut. „Der Alltag hat uns wieder.“
„Wir haben die erste frei, Moony.“, knotterte Sirius von unter der Bettdecke.
„Eben. Die Zweite fängt in einer Dreiviertelstunde an. Willst du nichts frühstücken?“, sagte Remus und zog sich einen Pullover über das weiße Hemd. Es war schließlich eiskalt.
„Nachdem was er gestern Abend alles verdrückt hat, würde es mich nicht wundern!“, fiepte Peter, als er aus dem Badezimmer kam.
„Boah, ist das kalt!“, fluchte James, als er die nackten Füße auf den kalten Steinboden stellte.
„Wer nur in Boxershorts und T-shirt schläft… kein Wunder!“, sagte Remus. „Ist dir gestern Abend nicht aufgefallen, wie schweinekalt es ist?“
„Nein.“, sagte James und hüpfte von einem Fuß auf den anderen, bis er ein Paar Socken aus seinem Koffer gezogen hatte. „Da hatte ich zu viel Hunger, um so was zu merken!“
„Und jetzt?“
„Ist mir viel zu kalt um zu merken, wie viel Hunger ich hab!“
„Offenbar nicht, sonst wüsstest du's ja nicht.“, brummte Remus. „Beeilt euch mal!“
„Ja, ja…“ James schlüpfte rasch in seine Kleider und dann in Schuhe. „Ah, meine Füße tauen auf. Ich hab Hunger! Steh auf, Sirius!“ Er zog Sirius mit voller Wucht die Decke weg und Sirius segelte auf den Steinboden.
„KALT!“, brüllte Sirius auf. Peter lachte leise.
„Rache, Prongs! RACHE!“ Remus warf Sirius ein paar Klamotten in den Schoß und Sirius zog sie rasch über. James stand vor dem Ofen und wärmte sich die Hände. „Okay, lasst uns gehen.“ Er warf James einen bösen Blick zu.
„Jungs, der Alltag hat uns wieder.“, seufzte Remus, als sie die letzte Treppe nach unten antraten.
„Sag das noch mal.“, sagte Sirius plötzlich und deutete auf den Fuß der Großen Treppe.
„Ach du Schande, was ist das?“, fragte James.
„Lady-Auflauf.“, sagte Sirius. „Du weißt, was das heißt?“
„Das Datum des Abschlussballs ist ausgehängt worden?“, fragte Remus.
„Genau das.“, sagte James. „Oh Mann…“ Sie versuchten sich durch die Menge zu schieben und James stieß einen durchdringenden Pfiff aus. „Macht mal Platz!“
„Genau, hier kommt der Schulsprecher, wer bei zwei nicht weg ist, kriegt Nachsitzen!“, frotzelte Sirius. Die Menge teilte sich und die Jungen traten zum Aushang vor.
„Hey, das ist nicht das Datum des Abschlussballs…“, murmelte Remus.
„Sondern?“, fragte Sirius.
„Sluggi lädt zu einer Valentinsparty ein.“
„Waaaaas?“, fragte James. „Und keine persönliche Einladung? Kann nicht wahr sein!“
„Unverschämtheit!“, brummte Sirius. „Wenn wir nicht eingeladen sind, dann gehen wir auch nicht! So nen romantischen Mist… wer will da schon hin?!“
„Jungs, habt ihr schon gesehen?“, fragte Lily, die sich mit den anderen Mädchen von hinten näherte und James um Mitte umarmte. Sie linste an ihm vorbei auf den Aushang.
„Superidee das mit der Valentinsparty, oder?“, fragte Isabelle und trat neben Sirius.
„Genau, Sirius.“, lachte Remus. „Wer will da schon hin?“
***
Muhaha!
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