
von darbuit
Auch heute wieder danke an alle Reviewer - und auch an alle Schwarzleser ;) =)
@tatze&krone: Jaja .. was mit Hermine los ist erfahrt ihr erst später :D .. zu der sache mit der eule erhaltet ihr heute neue informationen ^^
@Alschain: danke dir ;) .. ja, es wird allerdings auch weiterhin spannend bleiben, da ihr erst ganz am ende erfahrt, wer denn jetzt wirklich der verehrer/die verehrerin ist ^^
Hmm .. wir sind zwar erst beim 3. Dezember, ich habe heute aber schon das Kapitel für den 24. fertig geschrieben .. ich habe gerade so eine richtige Weihnachtsstimmung irgendwie :D
PS: Aus persönlichen Gründen hat sich das Finale von Your Turn! leider auf morgen verschoben. Ich hoffe, mir ist niemand dafür böse =)
dar's unglaubliche Christmas Carol
Bubbels Bester
War der Schneefall für die Schüler am Wochenende noch vergnüglich gewesen, so wurde er jetzt nur noch lästig, wenn sie z.B. an Pflege magischer Geschöpfe dachten. Nicht, dass das Fach jemals beliebt gewesen wäre, aber durch den Schnee hatte es sich seine Chancen, es jemals zu werden, wohl deutlich verbaut. So war es nur verständlich, dass die Gryffindors, die heute keinen Unterricht im Freien hatten sich natürlich besonders darüber freuten.
Einer dieser wenigen Gryffindors war gerade noch tief und fest am schlafen und hätte den Traum wohl auch am liebsten weitergeträumt, wurde aber schlagartig wach - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
„Was zum …?“ Ruckartig fuhr Harry auf als er merkte wie ihm jemand auf seine Beine schlug. Auch heute war ihm das Himmelbett noch nicht groß genug und abermals stieß er sich. Vielleicht hätte er doch mal ab und zu zum Gedächtnis- und Gelenktraining von Dr. Kawashima gehen sollen, fuhr es ihm durch den Kopf, aber dafür war es jetzt auch zu spät. „Aufstehen, Harry! Du willst doch nicht die erste Stunde verpassen - Zaubertränke!“ Mit einem diabolischen Grinsen im Gesicht entfernte sich Ron wieder von Harrys Bett und suchte offenbar gerade noch seinen Zaubertrankaufsatz.
Grummelnd über das frühe Geweckt werden - es war in ganz Hogwarts bekannt, dass Harry Langschläfer war - kroch Harry unter seiner Decke hervor und streckte sich noch einmal richtig, diesmal allerdings ohne Stoßgefahr. Warum musste man als Schüler auch immer nur so früh aufstehen? Vor allem wenn man gerade so schöne Träume gehabt hatte … Hitzeschauer überkamen Harry, doch auch die hielten nicht lange an, da es recht zugig im Gryffindorschlafsaal war.
„Leute, könnt ihr nicht wenigstens eine Nacht mal das Fenster zu lassen? Es ist verdammt kalt hier drin!“ „Warum? Siehst du etwa sonst bald auch so eisig aus wie das Frettchen Malfoy?“ Wie ein Zombie starrend lief Ron durch die Gegend und Harry konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. „Du musst die Nase noch höher zie …“ Von einem lauten Knall unterbrochen ging der letzte Teil von Harrys Satz unter und erschrocken wandten sich die beiden Gryffindors um. Auch Seamus' Nasenspitze erschien im Rahmen der Badezimmertür, danach sein ganzer Körper.
„Was habt ihr jetzt schon wieder kaputt gemacht?“ „Ich war's nicht!“, ertönte sofort aus dem Bad, in dem Neville sich noch immer die Zähne putzte. Harry jedoch winkte ab und deutete auf das offene Fenster. „Wenn ihr das Fenster hier auch immer offen lasst, musste ja irgendwann mal durch den Durchzug irgendwas zu knallen.“ Energisch durchquerte er den Raum und zog die quietschende Scheibe zu. „Ich möchte mal wirklich gerne wissen, wer das immer auflässt …“
„Deine braune Verehrereule, ich sag es dir Mann. Aber jetzt beeil dich mal lieber, ich gehe schon mal runter zum Frühstück.“ Erstmals nach dem Aufstehen dachte Harry wieder an sein tägliches Geschenk und schaute erwartungsvoll zum Bett. Wie auch an den gestrigen beiden Tagen lag dort heute ein kleines, braunes Päckchen. Hastig zog Harry es zu sich heran und riss das braune Papier ab. Heraus fielen mehrer Streifen von Bubbels Bestem Blaskaugummi zusammen mit dem fast schon obligatorischen Zettel.
Um deinen Unterricht zu retten.
Fassungslos ließ Harry das Papier sinken. Nicht nur, dass die Person offenbar in ihn verliebt war, sie kannte ihn sogar noch recht gut. Denn - nur die wenigsten wussten, dass er, Harry Potter, aus Frust im Unterricht zu meist Kaugummi aß, um seine Nerven zu beruhigen. Augenscheinlich war seinem Verehrer sogar noch klar gewesen, dass sowohl sein eigener Vorrat an Kaugummi leer war, als auch dass er in den ersten beiden Stunden heute Zaubertränke hatte, wo seine Nerven am schwächsten und sein Konsum demnach am höchsten war.
Grinsend verstaute er das Pergament in seiner Schublade, legte die Kaugummis neben seine Hose und warf noch einen Blick auf die Uhr. Für die morgendliche Dusche würde so gerade noch Zeit bleiben - wenn ihm nur nicht die Gedanken an eine ganz bestimmte Person wieder kommen würde … er wischte den Gedanken beiseite und ging schnell ins Bad. Heute würde er wirklich pünktlich kommen müssen - und zwar nicht nur zum Zaubertrankunterricht von Snape.
Als eine der letzten hatten es dann auch schließlich Harry, Ron und Hermine in die Kerker geschafft und huschten noch ebenso vor Snape in den schon fast vollen Klassenraum. Hermine verhielt sich so merkwürdig wie den ganzen letzten Tag auch schon über und Ron war nach wie vor ein Meister darin, selbiges zu ignorieren. Holla, das konnte ja nur ein toller Tag sein, aber wenigstens … „Mensch Harry, müssen wir ein Glück haben. Guck mal, das Frettchen ist gar nicht da!“
Suchend schaute er sich im Raum um und musste feststellen, dass Ron Recht hatte. „Ja, was ein Glück.“, antwortete er mit belegter Stimme und setzte sich auf seinen Stammplatz in der letzten Reihe, da Snape ihn gerade mit einem strafenden Blick fixiert hatte. Nachdem seine Stimmung sich aufgrund des Unterrichts gerade schon dem Nullpunkt näherte, musste selbiges ja nicht unbedingt auch noch für ihren Punktestand zu treffen.
Als sie schließlich den höchstkomplizierten Trank von der Tafel abgeschrieben hatten und nun mit dem Brauen begannen, rammte ihm Ron plötzlich den Ellebogen in die Seite und deutete im Klassenraum herum. Anscheinend hatte Hermine immer noch keine Lust gehabt mit Ron über ihr Problem zu reden, sodass Ron jetzt Harry zutexten würde. „Guck mal, Mann. Zabini glotzt die ganze Zeit so blöd zu dir rüber.“ Harry beugte sich vor und zuckte sofort wieder zurück. Ron hatte Recht! Ihn hatten sofort zwei braune Augen fixiert, so wie man normalerweise nicht jemanden fixiert, den man überhaupt nicht ausstehen kann.
War seine heimliche Verehrerin in Wirklichkeit also ein Er und zwar Blaise Zabini? Harry schüttelte sich. Das konnte doch nicht sein oder? Aber als er jedoch erneut aus den Augenwinkeln in Richtung Zabini schielte, merkte er sofort, wie dieser immer noch herüberstarrte obwohl gerade sehr offensichtlich sein Kessel am Überkochen war. Doch Harry selbst merkte nicht, wie sein eigener Kessel gerade am Überkochen war und wurde nur durch Hermines Aufmerksamkeit noch ebenso gerettet.
„Pass nächstes Mal besser auf, Harry!“ Sie setzte sich wieder zurück auf ihren Sitzplatz, leicht schräg hinter den von Harry und konzentrierte sich auf ihren eigenen Trank. Auch Blaise hatte offenbar mittlerweile bemerkt, dass sein Trank nahe dem Überkochen war und hatte seinen Blick von den Gryffindors abgewendet. Gedanklich hatte sich auch Harry soeben vom Unterricht abgewendet, da er überlegte, ob Zabini für die Rolle des Verehrers in Frage kam. Er wusste ja nicht einmal, ob Zabini schwul war! Vielleicht sollte er mal versuchen, etwas in die Richtung herauszufinden …
Jetzt würde er allerdings höchstens herausfinden, wie es war, wenn man Snape wirklich reizte. So schob er deshalb erstmal seine Tagträume beiseite und konzentrierte sich auf den Unterricht.
Als sie zum Mittagessen hin endlich in der Großen Halle waren, setzte sich Hermine sofort neben Harry um jegliche weitere Annäherungsversuche von Rons Seite zu unterbinden, der anscheinend immer noch nichts bemerkt hatte. Seufzend wandte sich Harry zu Hermine um, die jedoch nur leicht den Kopf schüttelte, was er als deutliches Zeichen nahm, dass sie immer noch nicht bereit war mit Ron zu reden. Dieser begann dafür gerade mit Ginny zu reden, die auf Nevilles Schoß saß und sich hin und wieder etwas von seinem Teller nahm.
Da er keine Lust hatte, sich in das Streitgespräch, das gerade zwischen Ron und seiner kleineren Schwester entstand, einzumischen und da Hermine offenbar mit Niemanden - nicht einmal mit Harry! - reden wollte, wandte er sich schließlich Seamus zu, der gegenüber von ihm saß. „Was ist mir dir Seamus? Du siehst irgendwie so blass aus?“ „Ach, es ist - “, er musste husten, „ - nichts. Ich bin nur ein bisschen erkältete, sonst nichts.“ Er rieb sich einmal über die Nase und nahm dann einen Schluck von seinem Butterbier. „Aber … wo ist denn Dean, ihr seid doch sonst immer unzertrennlich?“
Seamus schluckte einmal und erwiderte dann leicht genervt: „Er meint, er müsse irgendeine Überraschung vorbereiten. Ich glaube, er hat eine neue Freundin und hat mir bis jetzt noch nichts davon erzählt.“ Es schien, als sei Seamus ein bisschen empört über diese Tatsache und hätte eigentlich gerade überhaupt keine Lust weiter über Dean zu reden. Harry hätte jedoch liebend gerne weiter über diese Sache geredet, da ihm im Gegensatz zu Seamus bekannt war, dass Dean schwul war. Er würde doch nicht in Wirklichkeit …? Nein, dass konnte sich Harry überhaupt nicht vorstellen. Aber was er auch versuchte, die Zweifel hielten sich den ganzen Tag über.
Zweifel hielten sich den ganzen Tag über auch bei anderen Personen. Die Hauselfen waren sich immer noch nicht sicher, ob sie die richtige Entscheidung getroffen hatten, aber jetzt konnten sie nicht mehr zurück. Das kam halt davon, wenn man Sachen fand, die eigentlich niemand finden sollte.
Am späten Abend, als alle schon im Bett lagen und Harry gerade das Licht mit seinem Zauberstab löschen wollte, beugte Ron sich noch einmal zu ihm herüber. „Ach Harry, das wollte ich dir eigentlich den ganzen Tag schon erzählen, aber weil du heute beim Frühstück nicht dabei warst, habe ich es dir nicht sofort gesagt. Ich weiß jetzt wem die große braune Eule gehört.“ Er zwinkerte ihm zu und schlüpfte unter seine Decke.
Harry starrte ihn gespannt an und fuchtelte mit den Armen. „Und? Jetzt sag schon!“ „Du wirst es vermutlich nicht glauben, aber sie gehört … Blaise Zabini!“ „Ist nicht wahr!“ „Doch, ich habe ihn mit der Eule heute beim Frühstück beobachtet. Sie kam zielsicher auf ihn zu und wirkte nicht so, als wäre er ihr unvertraut.“
Kopfschüttelnd löschte Harry schließlich das Licht und zog seine Decke nach oben. Was sollte er nur von diesen neuerlichen Entwicklungen halten? War es etwa tatsächlich Blaise Zabini, der ihm die täglichen Geschenke bereitete? Nach einiger Zeit verfiel er in einen seichten Schlaf und allmählich entspannten sich seine Gesichtszüge.
Die Züge eines ganz bestimmten Schülers hingegen entspannten sich kein bisschen. Traurig saß die dunkle Silhouette auf den Stufen des Eingangportals und starrte in die Schwärze der Nacht hinaus.
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