
Hallo, wo seit ihr denn auf einmal alle hin *suchendindierundekuck* .
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Excalibur
„Wie bitte?“, fragte mich Tom perplex, als hätte er mich nicht verstanden. Ich deutete nur auf die Schriftzeichen auf der Scheide von Excalibur. „Du kannst das lesen?“, wisperte er fast mit tonloser Stimme. Er schien über alle Maße entsetzt darüber zu sein. Verwundert blickte ich ihn an.
„Ja, warum?“ „Das ist **Necromatisch.“ Nun war ich es der ihn für einige Augenblicke sprachlos anstarrte. „ Necro.. was?“
„Necromatisch, die Sprach der Toten“, wiederholte er noch einmal, wagte jedoch nicht in meine oder in die Nähe des Schwertes zu kommen. „Nur die mächtigsten Zauberer besitzen diese Fähigkeit und bis jetzt gab es überliefert nur einen, der sie je beherrscht hatte.“ Ich seufzte, langsam entwickelte ich mich ja wirklich zu einem wahren Sprachgenie – erst Parsel und nun Necromatisch - und es war nicht schwer herauszufinden, wer dieser jemand war, der als einzige sie noch kannte. „Lass mich raten, Merlin?“ Wieder blickte mich mein Vater erstaunt an.
„Woher weißt du das?“ Ich deutete mit meiner Rechten auf das Schwert. „Es gehört ihm.“ Von reiner Erfurcht gepackt, trat Tom nun doch an das Schwert heran, wagte es jedoch nicht es zu berühren.
„Man sagt, dass dem Schwert von Merlin magische Kräfte innewohnen. Gerüchte sagen es wäre unter anderem unglaubliche Stärke, Unverletzbarkeit und Unsterblichkeit. Zudem sagt man, dass wenn der Träger sich dem Schwert nicht würdig erweisen würde, sich alle seine Macht gegen ihn wenden würde.“ ‚Hmm, der Spruch kam mir irgendwie bekannt vor.’ „Es galt Jahrhunderte lang als verschollen.“
Ein kleines, spöttisches Lächeln umspielte meine Lippen. „Dann hoffen wir mal, dass ich mich als würdig erweise.“ „Weißt du was?“ Mein Blick war immer noch faszinierend auf das Schwert geheftet. Doch als Tom wieder sprach, hob ich meinen Blick. „Hmm?“ „Selbst ich bekomme langsam Angst vor dir.“
Ich lachte kurz auf. Tom, Lord Voldemort, einer der mächtigsten Zauberer des Landes, hatte Angst vor mir, jemand der bis vor kurzem nicht einmal wusste das es Magie überhaupt gab. Hätte mir das jemand vor knapp einer Woche erzählt, hätte ich ihn für geisteskrank erklärt. „Ich frage mich nur warum es sich verwandelt hatte?“
Ich überlegte. Auch ich hatte schon über diese Sache nachgedacht und mir war ein Gedanke gekommen, der mich nicht mehr los ließ. Ich sprach ihn laut aus. „Nun, ich denke mein Blut hatte diese Verwandlung ausgelöst. Es gibt einen Spruch, den ich vor langer Zeit, in Verbindung mit dem Schwert, gelesen hatte. Dort hieß es, mit Blut beginnt es und mit Blut wird es enden. Doch das war in Verbindung mit König Arthus gewesen, als er das Schwert aus dem Stein heraus zog. Ich weiß nicht, ob du diese Geschichte kennst.“
Mein Vater lächelte mich spöttisch an. „Du vergisst, das ich 11 Jahre in deiner Welt gelebt habe und auch immer wieder in den Ferien dort hin zurück kehren musste.“ Er verzog angewidert das Gesicht. Ich funkelte ihn gespielt zornig an. „Du redest genau wie Draco, sie ist aber nicht so schlimm, wie ihr immer sagt. Sie kann auch echt schön sein.“ Tom sah mich ungläubig an. „Wie kann eine Welt ohne Magie schön sein?“ „Ich glaube, es ist mal nötig das ich dich auf einen kleinen Besuch in meine Welt mitnehme. Dann wirst du sehen wie schön sie ist.“ Tom sah mich mit einem *nur über meine Leiche* Blick an, denn ich frech mit dem *ich werde es trotzdem schaffen* Blick erwiderte.
„Apropo Draco, wo ist er überhaupt, ich habe ihn hier noch nicht gesehen.“ „Ich denke Narzissa wird mit ihm sofort nach Hause disappariert sein. Mich wundert, das sie schon wieder hier ist.“
„Es ist mir ein Rätsel, wie es so lange unentdeckt blieb, dass keiner seine wahre Macht erkannt hat. Aber wer hätte auch wissen können, dass sich hinter dem Schwert von Gryffindor das Schwert von Merlin befindet.“
„Also ich habe da zwei Meinungen, wie das passieren konnte.“, überlegte ich wieder einmal laut, „Einmal denke ich, das Merlin das Schwert absichtlich getarnt hat, als er es Godric überreichte, obwohl ich nicht wüsste warum er dies hätte tun sollen. Vielleicht um heraus zu finden, ob sich Godric Gryffindor vielleicht als der Nachfolger des Schwertes heraus stellen sollte, ich weiß es nicht. Das andere, was aber wahrscheinlicher klang, das Merlin das Schwert Salazar Slytherin vermachte hat und Godric es war, der ihm das Schwert wegen seiner Macht gestohlen hat. Dieser hat dann auch einen sehr mächtigen Zauber auf das Schwert ausgesprochen, so dass nur noch er es berühren konnten und mein Blut hat diesen Bann gebrochen.“
Mein Vater blickte mich nun mit unverhohlener Bewunderung an. „Was ist?“, fragte ich, nachdem ich mit meinen Vermutungen geendet hatte. „Man merkt, wer der Vater ist. Du nimmst ein paar Beweise und schlussfolgerst aus ihnen das einzig Logische. Außerdem kann dies der wahre Grund sein, warum sich die beiden vor Jahrhunderte so zerstritten haben.“ Der Stolz, der in seiner Stimme mitschwang, war unüberhörbar. Verlegen strich ich mir durch meine kurzen Haare, bis mich ein leises Stöhnen innehalten ließ.
Ich drehte mich, um nach den Verursacher zu suchen und entdeckte zwei am Boden liegende zusammen gekrümmte Gestalten, Tonks und Lupin. Auch mein Vater hatte sie bemerkt. Mit einem Schlag war jegliche Bewunderung aus seinem Gesicht verschwunden und es machte sich dort unbändigem Hass breit. Er hatte seinen Zauberstab bereits gezogen, doch ich sprang direkt vor die beiden Mitglieder des Phönixordens und damit direkt in Toms Schussbahn, das Schwert immer noch fest in meiner linken Hand.
Maßlos verärgert riss er gerade noch seinen Zauberstab zur Seite, sodass sein Fluch nun knapp an mir vorbei schoss und direkt auf die dahinter liegende Wand prallte. Ein paar Todesser sprangen erschrocken zur Seite. „Wir vermuten zwar, dass ich nun unsterblich und unverletzbar bin, aber deswegen brauchst du es nicht gleich ausprobieren, ob es auch wirklich stimmt.“
Wütend blickte mich Tom aus seinen rot glühenden Augen an. „Was soll dass? Wieso setzt du dich für sie ein? Ausgerechnet für sie? Eine Blutsverräterin und ein widerliches Halbblut? Hast du vergessen was der Orden dir antun wollte?“ Er versuchte an mir vorbei zu zielen, doch ich versperrte ihm wieder die Sicht.
„Nein, ich habe nicht vergessen was sie mir antun wollten.“, erwiderte ich sichtlich gereizt. „Aber du bestrafst dafür die Falschen.“ „Was soll dass heißen, ich bestraf die Falschen?“
„Das soll heißen, dass die beiden nicht einer Meinung mit dem restlichen Orden waren“, versuchte ich so ruhig wie möglich zu erklären. „Sie wollten im Gegensatz zu den anderen mir und Draco nie etwas antun. Wenn du willst, kannst du Draco ja fragen. Er wird es dir bestätigen. Außerdem hatte Lupin Harry ausgeschaltet, als er sich auf mich stürzen wollte.“
Mein Vater blickte mich nun verwirrt an. Er schien über irgendetwas nachzudenken. Dies gab mir Zeit, meine Gedanken laut auszusprechen, die mir schon seit längerem in meinem Kopf herum spukten und als ich Remus und Tonks wieder hier erblickte, wurde dieser Gedanke immer realistischer.
„Vielleicht können sie uns sogar heute Abend bei dem Ritual helfen, es fehlen uns doch immer noch ein paar weiße Magier.“ Tom sagte immer noch nichts. Bestimmt suchte er bei meinem Vorschlag nach einem etwaigen Haken, aber er schien keinen zu finden. Endlich ließ er mit einer unwirschen Bewegung seinen Zauberstab sinken. Ich seufzte erleichtert auf. Trotz meiner Kräfte, die mit fast jeder Stunde stärker wurden, waren mir diese Dinger immer noch unheimlich.
„Du hast Recht, sie können uns dabei helfen. Danach können wir ja immer noch entscheiden, was mit ihnen wird.“ Ich stemmte wütend die Hände in die Hüfte. „Ihnen wird nichts geschehen! Ist das klar?“ Noch einmal funkelte Tom mich wütend an, doch ich hielt seinem Blick stand und funkelte ebenso wütend zurück, bis er seinen Augen abwandte.
Er seufzte frustriert auf. „Meinetwegen, aber sie sollen auf sich aufpassen. Ich übernehme für sie keine Garantie, wenn ihnen hier etwas zustößt.“ Ich verdrehte die Augen. 'Tom war einfach unverbesserlich.'
„Du wirst dafür sorgen das deine [style type="italic"]Anhänger[/style] schön ihre Finger von ihnen lassen oder . . .“ „ . . . oder was?“, fiel mir Tom scharf ins Wort. Er war bestimmt über alle Maße verärgert vor seinen Leuten so gemaßregelt zu werden. Vor allem von mir, einer Frau. „Willst du mir etwa drohen?“
Ich trat näher an ihn heran, sodass unsere Gesichter nur noch wenige Zentimeter voneinander entfernt waren. Glutrot traf auf glutrot. „Ja, allerdings.“ Flüsterte ich leise, aber mit der gleichen Schärfe wie eben gerade Tom.
Noch eine Weile blickte mich mein Vater finster an, doch dann drehte er sich ohne eine weiteres Wort an mich zu seinen Anhängern herum. „Ihr werdet die beiden Ordensmitglieder in Ruhe lassen, wir brauchen sie noch.“ Er rauschte mit wehenden Roben in Richtung Türe, blieb aber davor noch kurz stehen. „Aber ihre Zauberstäbe werden sie nicht so schnell zurück bekommen. Zudem sollten sie sich hüten, den Versuch zu unternehmen, von hier zu flüchten. Ich habe heute Nacht die Sicherheitszauber meines Hauses verstärkt. Nur denjenigen, die ein dunkles Mal haben, ist es erlaubt, das Gelände zu betreten oder zu verlassen. Sollten sie es trotzdem versuchen, müssen wir für das Ritual heute Abend wohl oder übel zwei neue weiße Magier besorgen.“ „Aber wieso bin ich dann unbeschadet hier herein gekommen?“ Er blitzte mich einen Moment sichtlich spöttisch an. „Du bist die große Ausnahme“, und schmiss dann mit einem ohrenbetäubenden Knall hinter sich die Türe ins Schloss, sodass der Kronleuchter an der Decke vibrierte und die Kristalle daran leicht klirrten.
Ich atmete ein paar Mal tief durch und schloss resignierend die Augen. Tom war sowas von hitzköpfig. Vor allem musste er immer das letzte Wort haben. Aber ich war nun erleichtert, dass wenigstens in nächster Zeit meinen beiden Helfern nichts zustieß.
Ich steckte das Schwert an meinen Gürtel und versuchte es so gut wie möglich mit meinem Umhang zu verdecken, was sich angesichts der vielen Risse und Schnitte als schwierig erwies. Schließlich wollte ich die beiden nicht noch weiter erschrecken.
Langsam kniete ich mich neben Tonks und strich ihr vorsichtig übers Haar. Sie wimmerte leicht und zuckte unter der Berührung zusammen. Ich redete beruhigend auf sie ein. „Sch, ist schon gut, dir passiert nicht mehr. Du bist in Sicherheit.“ Sie öffnete ihre Augen und blickte mich mit ihren braunen Augen ängstlich an, die sich verwundert weiteten, als sie mich erkannte.
„Joseline“, flüsterte sie überrascht, mit kaum hörbarer Stimme. Sie versuchte sich aufzurichten, doch ihre Muskeln zitterten immer noch so stark unter den Nachwirkungen des Cruciatus, dass sie wieder wimmernd zu Boden sank. „Was ist . . . wo sind wir . . . . wieso bist du . . . . . . . . warum . . . . . warum hat der Lord von uns abgelassen . . . . . . wo ist Remus?“ Sie brach schluchzend in Tränen aus, während sie immer wieder versuchte ihre Muskeln unter Kontrolle zu bekommen. Ich strich ihr beruhigend übers Haar. „Keine Sorge, er lebt. Er ist zwar ein bisschen mitgenommen, aber er wird es sicher überstehen.“ Ich hatte mich vorhin schon überzeugt, das Remus noch lebte und abgesehen von den Nachwirkungen des Folterfluches nicht ernsthaft verletzt war.
Tonks blickte mich mit hoffnungsvollem Blick an. In ihren Augen konnte ich die Liebe erkennen, die sie Remus gegenüber empfand und das versetzte meinem eigenen Herzen einen kleinen Stich. Es musste wunderbar und grausam zugleich sein, jemanden so aufrichtig zu lieben, dass einem sein eigenes Schicksal fast egal war. „Wirklich?“
„Ja“, bestätigte ich ihr mit offenem Blick. „Aber wieso leben wir noch? Wieso hat der *dessen Name nicht genannt werden darf* von uns abgelassen und uns nicht getötet?“ Ich lächelte leicht. „Weil ich gesagt habe, das er euch in Ruhe lassen soll, weil er sonst mächtigen Ärger mit mir bekommt.“ Tonks blickte mich ungläubig an. „Du hast WAS gemacht? Bei Merlin. Er wird dich dafür bestimmt noch bestrafen.“ Ich schüttelte leicht den Kopf.
„Nein das wird er nicht, du vergisst, dass er mein Vater ist. Er wird zwar noch ein bisschen missmutig sein, aber das vergeht schon wieder.“ Sie blickte mich noch eine Weile ungläubig an, unterließ es aber, auf meine Bemerkung hin was zu erwidern. Anscheinend kämpfte sie immer noch mit der Vorstellung, wie der dunkle Lord nur eine Tochter haben konnte.
Ich beugte mich nun zu Remus hinüber, um zu schauen wie es ihm nun ging. Ihm schien es etwas besser zu gehen als Tonks. Er blickte mich mit einem undefinierbaren Blick an. Auch schien sich etwas Angst darunter zu befinden. Angst vor mir!
„Wieso hast du das gemacht?“ Fragte er mit zitternder Stimme. Bestimmt noch die Nachwirkungen des Cruciatus. Ich blickte ihn fragend an. „Wieso habe ich WAS gemacht?“ „Wieso hast du dich für uns eingesetzt? Dich gegen den Lord gestellt?“
Anscheinend hatte Remus das etwas hitzige Gespräch zwischen mir und meinem Vater mit verfolgt und dessen lautenstarken Ausgang. Ich seufzte leicht. „Du bist mir und Draco zur Seite gestanden, selbst als alle sich gegen dich wandten, hast du nicht davon abgelassen, dich für uns einzusetzen. Das ich dir jetzt im Gegensatz beistehe, ist mehr als nur fair.“ „Aber wird er nicht furchtbar wütend auf dich sein?“ Ich schmunzelte. Selbst hier, in dieser für ihn nicht gerade ungefährlichen Situation, machte er sich Sorgen um mich. „Nein wird er nicht, er wird zwar etwas schmollen, aber das wird sich bestimmt wieder legen.“
Ich blickte über die Schulter von Remus zu Lucius hinüber, der immer noch mit seiner Frau und Severus nur wenige Meter von uns entfernt standen und die Flasche Feuerwhiskey kreisen ließ, die nun schon fast gänzlich geleert war. Narzissa beäugte das Treiben mit missbilligender Mine, unterließ es aber, wieder einzuschreiten, wie vorher. Vielleicht hoffte sie ja darauf, dass ihr Mann am nächsten Tag mit einem schrecklichen Kater aufwachte. „Lucius, kannst du dich vielleicht dazu herablassen, mir zu helfen?“
„Ich bin für dich heute sssschon gesschtorben“, lallte Lucius entrüstet. „Dassch reicht. Dassch ist genug für einen Tag. Quatssch, genug für ein ganzsches Leben.“ An Severus leicht verschleierten Blick merkte ich, dass er in einem fast gleichen Zustand sein musste wie sein blondhaariger Freund. Also war er auch keine Hilfe für mich. ‚Verdammt, warum müssen sich Männer eigentlich immer besaufen, wenn sie eine Situation nicht gebacken kriegen?’
Bittend sah ich Narzissa an. „Kannst du mir vielleicht helfen die beiden in ein Zimmer zu bringen? Sie sind zu schwer für mich alleine.“ Einen Augenblick sah es aus, als würde sie genauso verneinen wir ihr Mann, doch dann nickte sie leicht. Sie kam mit leicht missbilligender Mine auf ihre Nichte zu und half ihr, so dass sie nun aufstehen konnte.
„Warum hilfst du mir?“, fragte sie darauf hin ihre Tante unverblümt, als sie wankend, auf Narzissa gestützt, endlich halbwegs zum Stehen kam. „Ich habe mein Gründe.“, erwiderte sie kühl. „Welche, die dich überhaupt nichts angehen.“ Sie nickte mir leicht zu und bedeutete, dass sie es nur aus dem Grund tat, da ich ihren Mann vor dem Tod gerettet, bzw. wieder zurück geholt hatte.
Ich unte
rdes half Remus wieder auf die Beine zu kommen. Der Werwolf war schwer und ich ächzte unter seinem Gewicht, doch ich schaffte es irgendwie, ihn einigermaßen hoch zu bekommen, ohne zusammen zu brechen. Doch ich hatte nachher untrügliche das Gefühl, das meine Wirbelsäule ein paar Zentimeter kürzer war.
Die anderen Todesser um uns herum bedachten die zwei Ordensmitglieder mit schon fast tödlichen Blicken, aber wagten es nicht, uns anzugreifen. Auch Remus und Tonks hatten sie bemerkt. Sie schienen schon fast panisch etwas in ihrer Kleidung an zu suchen. Ich konnte mir vorstellen was sie suchten, ihre Zauberstäbe.
„Eure Zauberstäbe hat leider noch To . . . ich meine der Lord und so schnell wird er sie auch nicht mehr heraus rücken. Zudem findet heute Abend etwas statt, für das wir eure Hilfe brauchen.“ Die zwei Ordensmitglieder hielten bei ihrer Suche inne und starrten mich entsetzt an.
Ich hob beruhigend die Hände, was ziemlich schwer fiel, da Remus sich immer noch auf mich stützte. „Keine Sorge, euch wird dabei nichts passieren. Auch die anderen Todesser werden es nicht wagen euch anzugreifen, wenn sie sich nicht den Zorn vom Lord auf sich ziehen wollen.“ Aber meine Worte hatten nicht die beruhigende Wirkung, die ich erhofft hatte. Sie blickten sich immer noch panisch um, als würden sie jeden Moment damit rechnen, dass einer der Anwesenden über sie her fiel und so abwegig war der Gedanke wahrlich nicht, wenn man bedenkte, wo sie sich zurzeit befanden.
„Ich werde euch alles erklären, aber erst müssen wir hier weg. In dieser Umgebung lässt sich nicht leicht reden“, und blickte damit auf die umherstehenden Todesser, die nun die Ordensmitglieder mit ihren Blicken wahrlich zu erdolchen versuchten.
Dann fiel mein Blick auf Severus und Lucius. Die stand nun sichtlich betrunken aneinander gelehnt und sangen irgendein Lied, das ich nicht kannte. Es hörte sich fast wie die Hymne der Todesser an und ich musste mir auf die Zunge beißen, um nicht lauthals los zu lachen.
„Ssssschön isscht dassch Leben mit Magie
Sschie gibt dir allesch was du willscht.
Doch nur die dunkle Sscheite gibt unssch wahre Kraft
Desschwegen schließscht euch unssch an, mit aller Macht.“
Ich brauchte ein paar Anläufe, bis ich mit einer ernsten Mine zu ihnen sprechen konnte.
„Severus, Lucius, hört auf mit diesem Blödsinn!“ Die zwei Lallenden hielten ertappt inne und blickten mich überrascht an. „ Du hasscht unssch gar nichtssch zu sschagen“, nuschelte Severus undeutlich. „Genau“, bestätigte Lucius.
Ich konnte Narzissa neben mir leise: „Hoffentlich tut ihm morgen so richtig der Kopf weh, aber wehe er kommt dann angerannt und heult mir die Ohren voll“, sagen.
„Wenn ihr euch nicht gleich anständig benehmt, werde ich Tom wieder rufen. Mal schauen wie er reagieren wird, wenn er erfährt, was seine treuen Untergebenen so treiben.“ Ich hatte versucht, meine Stimme so kalt wie möglich klingen zu lassen, und tatsächlich, hatte sie nun eine frappierende Ähnlichkeit mit der von Tom, dass ich mich fast selber davor erschreckte.
Severus war der erste, der wieder einigermaßen ernüchterte. „Du verdirbsscht den ganzschen Sschpassch.“ Er kramte in seiner Tasche und holte darin zwei kleine Phiolen mit tiefblauem Trank hervor. Die eine trank er selber während er die andere Lucius reichte.
Kaum das sie sie geschluckt hatten, wurden ihr Blick wieder klar. Lucius fasste sich stöhnend am Kopf. Anscheinend hatte der Trank den Alkohol vertrieben, aber nicht deren Nachwirkungen. ‚Geschieht ihnen ganz recht.’
„Komm Lucius, lass uns alles für den Abend vorbereiten“, murmelte Severus nun peinlich berührt. Ihm war es sichtlich unangenehm, dass er sich von allen Leuten so hatte gehen lassen. Lucius fasste sich wieder stöhnend an den Kopf. „Man Severus sprich bitte leiser, mir ist, als würde mir gleich der Schädel platzen.“
Ohne auf Lucius’ Proteste zu achten, packte ihn der Tränkemeister etwas gröber als beabsichtigt am Arm und bugsierte ihn aus dem Raum.
Auch ich machte mich jetzt endlich daran Remus und Tonks in einen ruhigeren Raum zu bringen, wo sie sich etwas ausruhen konnten, denn das, was sie und uns am Abend erwarten wird, wird wahrlich kein Zuckerschlecken werden.
**Necromatisch: Sprache der Toten
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