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Fanfiction

Ein Traum wird wahr - Die falsche Ratte

von BlondSecret

Hi,

Ich verabschiede mich fĂŒr die nĂ€chste Zeit in den Sommerurlaub.
Deswegen stelle ich heute gleich zwei Kapitel "auf Vorrat" online.
Es geht weiter, sobald ich wieder zu Hause bin.

Bis dann viel Spaß beim Lesen:


Kapitel 38: Die falsche Ratte

„Shit! Wir sind zu spĂ€t gekommen.“
Ich ignorierte den Schmerz in meinem Bein und kroch in der Hoffnung, KrÀtze doch noch zu finden, auf dem Boden herum.
Überall lagen zerbrochene GegenstĂ€nde herum, deren Scherben im Licht unserer ZauberstĂ€be magisch glĂ€nzten.
Als ich in meiner Hosentasche nach meinem Zauberstab tastete, musste ich feststellen, dass er nicht da war.
„Sirius hat mir meinen Zauberstab weggenommen. Habt ihr ihn irgendwo gesehen?“, fragte ich die anderen hoffnungsvoll.
„Auch das noch“, stöhnte Alina auf.
Unter Sams besorgtem Blick setze ich mich auf den kalten Boden, bevor meine Beine unter mir wegklappen konnten.
Er kniete sich neben mich und strich mir durch die Haare.
„Geht es dir wieder schlechter? Soll ich dich in den Schlafsaal zurĂŒckbringen?“
Sams aufopfernde Art rĂŒhrte mich, doch es war nicht der richtige Moment fĂŒr Mitleid. Wir mussten Peter finden.
„Nein! Mir geht’s gut“, log ich. „Wir mĂŒssen diese dumme Ratte finden!“
WĂ€hrend die anderen den kompletten Raum auf den Kopf stellten, streichelte ich Muffin, die sich auf meinem Schoss niedergelassen hatte.
Doch plötzlich sprang die getigerte Katze auf und begann, durch den Raum zu schleichen.
Sie kroch unter einen umgefallenen Tisch und tauchte wenig spÀter mit einem zappelnden Etwas im Maul wieder auf.
„Ihhh! Lass das wieder fallen, Muffin!“, rief Alina angeekelt.
Aber die Katze ignorierte sie und schlich mit hochmĂŒtig erhobenen Kopf um unsere Beine, bevor sie das Etwas auf meinen Schoss fallen ließ.
Es war eine Ratte. Einen Moment lang blitzte Hoffnung in mir auf, doch sie verschwand, sobald ich sah, dass der Ratte kein Zeh fehlte.
Ich wollte mit beiden HĂ€nden nach ihr greifen, doch sie entwandt sich geschickt meinen Fingern und flitzte davon.
„Lasst sie laufen. Das war nicht KrĂ€tze“, meinte ich verzweifelt.
„Wir mĂŒssen zu Sirius, bevor er vielleicht getötet wird.“
Lydia war aufgesprungen und lief zur TĂŒr. „Vielleicht kannst du ihn mit deiner Zeugenaussage vorlĂ€ufig retten!“
Falls es dafĂŒr nicht schon lĂ€ngst zu spĂ€t war, dachte ich nur.
Aber wo wurde Sirius festgehalten?
Etwas orientierungslos liefen wir einige Treppen hinunter, wÀhrend wir beratschlagten, wo man in Hogwarts einen potentiellen Massenmörder gefangen halten konnte.
Die GÀnge lagen wie ausgestorben vor uns, weswegen wir keiner Menschenseele begegneten, die uns helfen könnte.
„Buuuuuhhhh!“, rief da plötzlich eine höhnende Stimme hinter uns.
Erschrocken drehte ich mich auf dem Absatz um und schaute direkt in das hÀssliche Gesicht von Peeves.
Der Poltergeist war lautlos hinter einem Vorhang hervorgeschwebt, um uns das FĂŒrchten zu lehren.
„Ickle Firsties!“, rief er erfreut, wĂ€hrend er mit alten SchulbĂŒchern nach uns warf.
„Lass das!“ Nathan, David und Sam hatten sich schĂŒtzend vor uns MĂ€dchen gestellt.
Doch Peeves grinste nur und meinte: „Uhhhh....little Gentlemen!“
„Wir mĂŒssen hier durch!“, meinte Alina verzweifelt. „Es geht um Leben oder Tod!“, fĂŒgte Lydia hinzu.
Peeves lachte nur und versperrte uns weiterhin den Weg.
In meinem lÀdierten Kopf begann mein Gehirn wie wild zu rattern.
„Wir kommen im Auftrag von Fred und George Weasley und wollen wissen, wo Sirius Black gefangen gehalten wird“, meinte ich deswegen listig.
„Gred und Forge?“
Peeves’ Gesichtsausdruck hatte sich auf einen Schlag verĂ€ndert.
„Geht zum BĂŒro des Werwolfs“, meinte er nur mit einem schiefen Grinsen.
Mit den Worten „Upppps... ist mir so rausgerutscht!“, schwebte er durch eine geschlossene TĂŒre davon.
„Na also, warum nicht gleich so.“
Ich konnte den Triumph in meiner Stimme nicht verkneifen und marschierte in Richtung Lupins BĂŒro davon.
„Jannina? Warte!“, meinte Sam, der mich, wie die anderen verwundert anblickte.
„Wen meinte Peeves mit 'der Werwolf '?, wollte Alina wissen.
Da fiel mir ein, dass die anderen noch nichts von Lupins 'kleinem pelzigem Problem' wussten, das in den Harry Potter BĂŒchern erwĂ€hnt wurde.
Ich klĂ€rte sie kurz darĂŒber auf.
„Was? Ein Werwolf?“, rief Alina entsetzt. „Ist das nicht gefĂ€hrlich?“, wollte David wissen.
„Beruhigt euch wieder. So schlimm kann er nicht sein, sonst hĂ€tte Dumbledore ihn nicht eingestellt.“
Nachdem ich meine Freunde beruhigt hatte, eilten wir so schnell wie möglich zu Professor Lupins BĂŒro im zweiten Stock.
Ich bemerkte kaum, welchen Weg wir einschlugen, wĂ€hrend ich von Sam gestĂŒtzt hinter den anderen herstolperte.
Noch bevor wir Lupins BĂŒrotĂŒr erreicht hatten, wĂŒrde um uns herum plötzlich alles seltsam kalt.
Die schlimmsten Erinnerungen liefen vor meinem inneren Auge vorbei, wÀhrend sich mein Körper nicht dagegen wehren konnte.
Meine Uroma – tot. Draco Malfoy, der mich als Schlammblut beschimpfte. Ein loderndes Feuer im Haus unserer Muggel-Nachbarn und schließlich meine kleine Schwester Melanie, die bleich in einem Krankenhausbett lag.
Ich blickte in die weit aufgerissenen Augen meiner Freunde.
Jeder Funke Hoffnung schien aus meinem Körper gesaugt zu werden, als ich gegen die Wand gelehnt zu Boden rutschte.
Dementoren!, schoss es mir durch den Kopf.


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