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Fanfiction

A glorious mess! - Always you

von Leah Black

Charly biss an ihrem Fingernagel herum und starrte auf den Namen, der auf ihrer Krankenakte stand. Eine Mischung aus Übelkeit und Schmerz überfiel sie, ganz plötzlich und so unvorgesehen, dass sie rascher atmen musste. Gedanken und Empfindungen lieferten sich in ihrem Kopf ein Duell, dass nicht enden wollte. Doch sie hatte keine Wahl, sie musste da rein und versuchen, so professionell wie möglich zu sein. Aber sie wollte nicht, nein, was sie wollte, war weit weg zu rennen. Weit weg von dem, was sie erwarten würde.
Charly atmete tief ein und strich über ihren noch flachen Bauch. Zu dieser Schwangerschaft - über die sie sich immer noch nicht wirklich freuen konnte - gab es momentan nur eine einzige positive Änderung, sie kotzte nicht mehr jeden Morgen. Gut, sie musste jetzt rein, jetzt sofort, um es hinter sich zu bringen. Mit zittrigen Händen öffnete sie die Türe und sah auf den Rücken des Mannes, der ihr so dass Herz gebrochen hatte. Sirius.
“Um was für eine Verletzung handelt es sich genau?” Charly bemühte sich, vollkommen neutral zu sein und ihm möglichst nicht in die Augen zu sehen. Was nicht einfach war, denn Sirius drehte sich um und starrte sie an, als wollte er sie durchbohren.
“Ich- ich habe mich mit einem Messer geschnitten.” sagte Sirius so ruhig wie es ging. Ja, er hatte sich geschnitten, aber mit voller Absicht und wenn James davon wüsste, würde er ihn wohl für verrückt erklären. Es war ein spontaner wenn auch verzweifelter Einfall gewesen, der ihn zu so etwas trieb. Und er war wirklich kein Fan von selbstzugefügten Schmerzen und schon gar nicht von einem verdammten Küchenmesser. Aber irgendwie stand er da, mit dem Messer in der Hand und da passierte es. Ein schneller Schnitt, aber tief genug, dass man die Hand behandeln musste.
“Ja.” Charly sah Sirius immer noch nicht an, sondern ging zu einem Schrank und holte Tupfer bzw. einige verkorkte Fläschchen. Was in ihrem Inneren vorging war ein unbeschreiblicher Strudel der Gefühle, die sie dermaßen heftig überrannten, dass ihr schwindlig wurde. Mit einem leisen Seufzer schloss sie die Augen, bevor sie sich zu ihm umdrehte und ihn dass erste Mal seit langem wieder ansah. “Streck bitte deine Hand aus.”
“Charly!”
“Streck bitte deine Hand aus, hab ich gesagt.”
Sirius schluckte angesichts dieses harschen Tonfalls und befolgte ihre knappe Anweisung. Es hätte ihm klar sein müssen, dass sich nichts an ihrer Einstellung zu ihm ändern würde. Aber es war die vielleicht letzte Gelegenheit, um mit ihr zu reden, ob sie wollte oder nicht.
“Ich muss mit dir reden.”
“Nein.” Charly tupfte vorsichtig die Schnittwunde ab und biss sich auf die Lippen. Er trug dieses Parfum, dass sie immer so gern gemocht hatte. Dieses eine, dass er auch damals beim Eisessen benutzt hatte und dass ihr die Sinne mehr vernebelt hatte, als es ihr lieb gewesen war.
“Du musst ja gar nichts sagen, okay? Aber gib mir wenigstens die Chance, dir ein paar Dinge zu erklären!” Sirius versuchte in ihr Gesicht zu sehen, aber sie hatte die Augenlider gesenkt und schien sich ganz auf seine Hand zu konzentrieren. Und obwohl es wirklich verdammt weh tat, war ihre Berührung so süß und angenehm für ihn, dass sein Herz schneller schlug. Als Charly nichts antwortete, holte er tief Luft und hoffte, sie würde zuhören. Charly war nämlich wirklich eine Meisterin darin, sich taub zu stellen. “Ich habe dich nicht angelogen, niemals und jedes meiner Worte, die ich dir jemals gesagt habe, war wahr. Hör mir zu, ich habe dich nicht betrogen, auch wenn es so aussah! Sie hat mich einfach überrannt und bevor ich es realisieren konnte, warst du da. Und weißt du was dass Schlimmste war?”
“Hör auf.” flüsterte Charly erstickt, den Blick starr auf ihre Arbeit gesenkt.
“Dass Schlimmste war dein Gesichtsausdruck! Und dass Gefühl zu wissen, dass ich keine Macht über dass Ganze hatte, weil du da standest und mich so angesehen hast. Ich konnte es sehen, Charlize! Wie etwas in dir zerbrach und du dich verraten gefühlt hast. Von mir. Aber und du musst mir glauben, es hat nie eine andere Frau für mich gegeben, sondern immer nur dich.” Sirius starrte auf Charly herab und versuchte in ihren Bewegungen auch nur die geringste Gefühlsregung zu finden. “Ich bin kein Mensch mehr, wenn du nicht bei mir bist.”
“A-aufhören.” Charly war kaum noch fähig dazu, durch ihre tränenverschleierten Augen irgendetwas zu sehen. Es tat weh, es tat verdammt nochmal einfach nur weh. Wie er da saß und diese Dinge sagte, wie er da saß und sie ihr Herz schlagen spürte.
“Charlize.” sagte Sirius leise und sah auf die Tränen, die auf seine Hand tropften und sich mit dem Blut in seiner Wunde vermischten. Er hörte es, auch wenn sie ihr Schluchzen zu unterdrücken versuchte. Sie weinte, weil er sie dazu gebracht hatte. “Du bist es immer für mich gewesen, von Anfang an.”
“Du sollst nicht so … etwas sagen.” murmelte Charly und spürte plötzlich, wie er ihr Kinn anhob und sie zwang, ihn anzusehen. Ja und sie tat es. Sah in graue Augen, die ganz dunkel von Schmerz waren und fühlte es wieder. Dieses Gefühl, was sie seit fast vier Monaten einsperrte und nicht mehr rauslassen wollte.
“Ich muss.” Sirius strich ihr mit einem Daumen eine Träne von der Wange und hätte schreien können, so sehr traf ihn dieser Ausdruck in ihren Augen. “Ich … muss.”
“Es tut so weh. So weh an dich zu denken und dich zu hören.“ Charly senkte ihre Augenlider erneut und lehnte sich gegen seine erhitzte Stirn, was viel mehr war, als ihr gut tun würde. Nur wie sollte sie dieser Versuchung widerstehen?
Sirius schloss seine Augen und nahm ihr Gesicht in beide Hände. Er spürte wie sich sein Puls beschleunigte, wie sein Atem versagen wollte und wie er seine Lippen auf ihre tränennassen drückte. Sanft und sehnsüchtig, vollkommen gefesselt von tausenden Empfindungen. Und er konnte fühlen, wie ihr Körper leicht bebte, wie ihre Tränen brennend heiß über ihre Wangen rollten und all den Schmerz, den sie in sich trug.
“Ich …kann nicht.” Charly riss sich nach qualvollen Sekunden von ihm los und fasste sich an den Hals, als wollte sie sich damit beruhigen. Dann brach alles in ihr zusammen und jagte sie binnen weniger Sekunden aus dem Zimmer, fort von Sirius und fort von dem Fehler, den sie gerade begannen hatte. Weit weg von dem Mann, der bald Vater werden würde und es nicht wusste.

Remus hatte lange mit sich gekämpft und es war keine leichte Entscheidung für ihn gewesen. Aber es gab da zwei wichtige Punkte, die es ihm unmöglich machten, noch länger diese Wut zu empfinden. Erstens, Sirius hatte viel für ihn getan, hatte ihn in jeder erdenklichen Lage beigestanden und sich nicht gescheut, ganz Vollmondnächte an seiner Seite zu verbringen. Zweitens, er sehnte sich nach den Gesprächen mit ihm, nach seiner manchmal unmöglichen Art und vor allem danach, über die Abenteuer zu sinnieren, die sie miteinander erlebt hatten. Er hatte Charly bekommen und sie wieder verloren, hatte sie ihm entrissen und litt jetzt selbst unter dieser Trennung. Anfangs hatte er es ihm gegönnt, diesen unerträglichen Schmerz und ja, es tat ihm gut, dass Sirius endlich begriff, dass das Leben nicht nur aus Spaß und One-Night-Stands bestand. Ob er Charly wirklich betrogen hatte? Remus vermochte es nicht zu sagen, besonders nicht nach den letzten Unterhaltungen mit Lily und James. Welche natürlich von seiner Unschuld überzeugt waren und ihm erzählten, wie sehr Sirius litt. Scheiße, er fehlte ihm einfach und nein, er wollte sich nicht dafür entschuldigen, wie er ihn aus seiner Wohnung rausgeworfen hatte. Dass betrachtete er als sein gutes Recht.
Als Remus jetzt allerdings in Sirius Wohnung eintrat - die Tür stand meilenweit offen -, begriff er, dass James und Lily nicht übertrieben hatten. Und wenn Sirius-ich-kann-alle-Frauen-haben-Black sich von Paul Anka’s Klageliedern über die Liebe berieseln ließ, dann war wahrlich einiges im Argen. Es gelang Remus nicht sofort, unter dem Haufen von Decken Sirius zu identifizieren, aber zumindest schaltete er gleich zu erst diese grauenhafte Musik aus.
“Ist es Absicht, dass die Türe offen steht und alle Welt hier deine Bude ausräumen kann?”
“Was willst du denn hier? Und mach verdammt nochmal wieder die Musik an.” knurrte Sirius und krabbelte unter seinen dutzenden Decken hervor. Er zündete sich eine Zigarette an und schnippte die Asche zu Remus Entsetzten einfach auf den teuren Holzboden. Merlin, dass hier war definitiv schlimmer, als er erwartet hätte.
“Darf ich fragen, warum du bei dieser Kälte die Fenster offen hast? Willst du dich umbringen? Und warum bist du halbnackt?”
“Zu Frage 1: Mir war danach. Frage 2: Ja. Frage 3: Macht Sinn, wenn man an einer Erfrierung sterben will.”
“Okay.” Remus schloss die Fenster und beobachtete Sirius, der Ringe in die Luft bließ. Wenn er sich schon umbringen wollte, warum lag er dann unter Decken? “Ich möchte mit dir reden.”
“Tu dir keinen Zwang an.” meinte Sirius gleichgültig und legte sich wieder auf den Boden. Ihm war nach der Begegnung heute morgen wirklich alles egal.
“Mir tut nichts leid, von alledem, was ich gesagt habe.” sagte Remus. “Aber so wie jetzt, kann es zwischen uns auch nicht weiter gehen.”
“Remus, hau mir doch einfach eine rein und geh dann wieder.”
“Ich habe begriffen, dass du Charly geliebt hast und ich weiß selbst, dass man sich gegen Liebe nicht wehren kann.”
“Erstens, ich liebe sie immer noch und zweitens, du wärst garantiert nicht hier, wenn wir noch zusammen wären. Aber weil du weißt, wie ich hier langsam zu Grunde gehe, bist du hier und schaust dir mal Sirius Black an, der zum suizidgefährdeten Alkoholiker mutiert.”
“Wie du meinst. Aber nur damit du richtig informiert bist, mir wäre es wesentlich lieber, wenn Charly glücklich mit dir zusammen wäre, als jetzt an Liebeskummer zu leiden”
“Was weißt du über ihren Kummer?!”
“Sie hat mich besucht und sich bei mir für alles entschuldigt, was passiert ist. Und dass war vor zwei Monaten, wo sie absolut miserabel aussah, weshalb ich mir nicht vorstellen kann, dass sich zwischenzeitlich viel geändert hat.” Remus hüstelte, als der Rauch langsam zu ihm zog und irgendwie vermutete er, dass Sirius dass absichtlich tat. Weil er wusste, wie sehr er dass Rauchen hasste. “Sie muss dich ziemlich lieben, alle Achtung. Soviel hat sie für mich nie empfunden.”
“Willst du jetzt einen Wettbewerb anfangen, oder was?” fragte Sirius düster, aber zugegebenermaßen belustigt. “So oder so, es zerreißt mich und nützt mir wirklich nicht viel.”
“Immer noch?”
“Immer noch, immer noch! Ich höre ständig diese zwei verdammten Worte, weil anscheinend keiner begreifen will, dass ich nicht über sie hinweg kommen kann. OKAY?!”
“Warum?”
“W-weil, weil Charly … mein Herz hat und ich nicht weiß, wie ich es zurückbekommen kann.”
“Ich kann dich verstehen.” Remus seufzte ergeben. “Charlize tut gar nichts besonderes, aber trotzdem fesselt sie einen an sich, mit Haut und Haaren. Man verfällt ihr, verliert sein Herz und hat keine Ahnung wie es eigentlich passiert ist.”
“Doch, ich weiß wie.” flüsterte Sirius heiser. “Weil sie warmherzig ist, weil sie dich ansieht und du dass Gefühl bekommst, dass du sie nie wieder gehen lassen willst.”
“Du hast sie nicht betrogen, sonst würdest du nicht so … leiden.”
“Was nützt mir dass, wenn sie es mir nicht glaubt?”
“Ja, ich weiß.”
“Ich- ich war heute bei ihr.” Sirius schlang die Beine um die Knie und wippte vor und zurück. “Sie sah so traurig und zerissen aus. Und dann, ja dann hab ich sie geküsst.”
“Du hast sie geküsst?” fragte Remus perplex.
“Mhm.”
Remus seufzte und empfand Mitleid mit Sirius. Weil er einen derart zerstörten Eindruck machte, dass es einem warm ums Herz wurde. Sicher, er hatte Charly auch geliebt und ja, er litt unter der Trennung länger als lieb gewesen war. Aber wenn er es jetzt mit Sirius verglich, der wie dass fleischgewordene Leiden persönlich aussah, tja dann wurde ihm klar, dass diese Gefühle noch viel tiefer waren, als er es Sirius jemals zugetraut hätte. Merlin.
“Ich mach uns mal einen Tee, okay?”
“Hm.” meinte Sirius unbeteiligt und starrte weiterhin auf den Boden, bis auf einmal seine Eule in die Wohnung hinein flatterte. Dass Federvieh - er hatte sie ziemlich dreist Minerva getauft - landete vor Sirius und fiebte aufgeregt. Welcher sie einfach ignorierte, bis Remus schnaubte und dass kleine Briefchen entgegennahm.
“Willst du den Zettel nicht lesen?”
“Schau ich so aus?”
Okay, ein klares Nein. Remus gab Minerva einen Keks, riss dann eilig dass Schreiben auf und stockte. ScheiĂźe. Endlich wurde auch Sirius aufmerksam, weil ihm dieser entsetzte Ausdruck seines Freundes, merkwĂĽrdig vorkam.
“Was steht denn drin? Hat man mir die Wohnung gekündigt? Hat meine ehrenwerte Mutter endlich dass Zeitliche gesegnet?”
“Er ist von James … ich - ich, Merlin.”
“Mann, gib schon her!” Sirius riss ihm ungeduldig den Brief aus der Hand und wurde schlagartig blaß.

Sirius!
Verdammt nochmal, wo hast du deinen Taschenspiegel? Ich versuche dich seit einer halben Stunde zu erreichen! Lily und ich sind im St. Mungo’s, weil Charly vorhin im Cafe zusammengebrochen ist! War reiner Zufall, dass wir dort waren. Aber mehr dazu später, als beweg endlich deinen Hintern ins Krankenhaus!

James
PS: DAS IST EIN NOTFALL!
PPS: Hatte keine Zeit um zu dir zu apparieren, halten die Stellung bei Charly.


Sirius schoss ohne eine Wort zu sagen ins Schlafzimmer und schien nach seinen Klamotten zu suchen, während Remus den Teekessel vom Herd nahm. Tausend Gedanken ratterten ihm durch den Kopf und er musste sich bemühen, um nicht zu zittern. Aber dazu blieb ihm keine Zeit, denn Sirius kam stolpernd zurück, rief etwas und ab da ging alles sehr schnell. Er packte Remus kurzerhand und apparierte ohne die geringste Vorwarnung aus der Wohnung. Doch wenn man Sirius Gedanken hätte lesen können, dann wäre einem dass Blut in den Adern gefroren. Angst, Panik und Sorge überfluteten ihn, nahmen ihm die Luft zu atmen und es war ein Wunder, dass sie Beide überhaupt im St. Mungo’s ankamen. Und dort stürzte ihnen bereits Lily entgegen, die wild mit den Armen fuchtelte und derart aufgeregt aussah, dass Sirius eine schreckliche Vorahnung bekam.


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