
von DM-Potter
Ende des Krieges
12. Kapitel – Endlich zurück
Sie konnte hören wie eine äußerst bekannte, aber traurige Stimme ihr ins Ohr flüsterte:
„Oh Gott, es ist war. Es tut mir so Leid.“
Als sie realisiert hatte was hier gerade geschah, kamen ihr die Tränen.
Nach kurzer Zeit spürte sie wie ihre Schulter leicht nass wurde und sie konnte wieder leises „Mein Gott du lebst“ und „Es tut mir so Leid“ Gemurmel hören.
„Harry? Bist du´s wirklich oder ist das nur ein Traum?“ fragte sie mit zitternder Stimme.
„Ja, ja Ginny ich bin es. Das ist kein Traum, ich bin jetzt wirklich hier.“ antwortete Harry ihr, ebenfalls mit zitternder Stimme.
„Harry ich kann dich nicht sehen.“
„Was? Oh entschuldige, der Umhang. Warte.“ sagte er und löste sich nur widerwillig von ihr um sich den Tarnumhang abzustreifen.
Endlich konnte Ginny in seine leuchtenden grünen Augen schauen. Jetzt hatte sie Gewissheit, er war es wirklich. Ihr Harry war zurückgekehrt.
„Oh Harry, du bist es wirklich, ich habe mir solche Sorgen gemacht.“
Er nahm sie wieder in seine Arme. Auch ihr liefen mehr Tränen über´s Gesicht.
Er hielt sie fest und ließ sie weinen. Sie krallte sich an seinen Umhang. Nach kurzer Zeit sagte er:
„Oh Ginny, es tut mir so Leid. Nach der Schlacht, nach Malfoy´s Fluch ich dachte du wärst tot. Hätte ich gewusst dass du noch lebst, wäre nie gegangen.
Ach Gott ich bin so froh dass du lebst.“
Ihm kamen nun wieder Tränen, doch diesmal wollte er sie nicht zurückhalten und ließ sie einfach laufen.
„Nein, der Fluch von Malfoy war nicht Tödlich. Ich war anscheinend nur in einer Art tiefem Schlaf, konnte jedoch alles mitkriegen was um mich herum geschieht.
Ich habe auch deine Trauer mitgekommen. Erst als ich etwas feuchtes auf meinen Lippen gespürt habe kam ich langsam wieder zu mir.“
Harry weinte nun mehr und Ginny fragte ihn besorgt:
„Harry was hast du, alles ist gut, ich lebe und du bist auch wieder da.“
„Ach Ginny, ich habe es schon wieder getan. Ich bin schon wieder ohne gründlich nachzudenken einfach los gezogen. Als ich dich da hab liegen sehen, ich dachte ich hab dich endgültig verloren, ich wollte mich nur noch an Malfoy rächen und bin einfach gegangen.
Hätte ich nur einen kleinen Moment nachgedacht und nicht nur meine Trauer um dich und meine Wut auf Malfoy vor Augen gehabt. Hätte ich womöglich spüren können dass du nicht tot warst.
Außerdem hätte ich wenigstens einmal eine Zeitung oder wenigstens Remus´ Brief gelesen, oder hätte ich Krum nicht geschockt als ich ihm begegnet bin und ihm lieber zugehört hätte, dann währe ich viel früher zurückgekommen. Ich habe dich wieder im Stich gelassen als du mich gebraucht hast. Ich habe es zwar nicht verdient, aber ich hoffe das du mir verzeihen kannst.“
Ginny löste sich ein Stück aus Harry´s Umarmung um ihm in die Augen sehen zu können:
„Harry natürlich verzeihe ich dir. Ich habe deinen Brief gelesen und konnte deine Trauer richtig spüren.
Ich verzeihe dir, aber du musst mir was versprechen.“
„Alles Ginny, ich verspreche dir alles was du willst“
„Gut, versprich mir, dass du mich nie wieder verlässt. Ja Harry.“
„Ja Ginny, natürlich. Nie wieder. Ich lass dich nicht mehr alleine.“ gab er zur Antwort und nahm sie wieder an die Arme. Innerlich wollten beide den anderen nie wieder los lassen.
„Harry?“
„Ja?“
„Ich liebe dich?“
„Ich liebe dich auch Ginny.“ gab er ihr zur Antwort, beugte sich zu ihr und gab ihr einen Kuss auf die Lippen, den sie sofort erwiderte.
Nach einigen Minuten in denen keiner den Kuss abbrechen wollte löste Harry sich, wenn auch nur widerwillig, von ihr und sagte::
„Ginny, ich glaube es wäre besser wenn wir runter zu den anderen gehen.“
„Noch nicht, noch einen Augenblick“
„Gut aber ich habe da unten eben ein ganz schönes durcheinander hinterlassen.“
„Wie meinst du das?“ fragte Ginny. und lehnte sich an ihn.
„Nun, nachdem ich wusste das du lebst, bin ich sofort hierher appariert und unter dem Umhang direkt zu dir. Allein Moody wird mich gesehen haben. Aber ich glaube mittlerweile wissen alle das ich hier bin, nur wollten sie uns bestimmt nicht stören.“
„Okay lass uns runter gehen.“
Harry nahm Ginny´s Hand und sie gingen gemeinsam hinunter Richtung Küche.
Unten angekommen betraten Harry und Ginny Hand in Hand die Küche. Schlagartig verstummten sämtliche Gespräche und alle Köpfe wandten sich zu ihnen.
Moody ergriff das Wort und wandte sich an Harry:
„Na Harry, alles okay? Wolltest wohl gerade wieder mal mit dem Kopf durch die Wand, was?“
„Wohl eher durch die Tür“ gab Harry zur Antwort und lächelte.
„Entschuldigt bitte das Chaos von vorhin“
Mrs Weasley war die erste die auf Harry zuging:
„Oh, Harry mein lieber.“ sagte sie mit Tränen in den Augen und nahm ihn in eine kräftige Umarmung. „Geht es dir gut?“
„Ja, Mrs Weasley, jetzt geht es mir gut.“
Nach und nach kamen alle anwesenden zu Harry und umarmten ihn. Zum Schluss blieben nur noch Ron und Remus übrig.
Ron ging auf Harry zu und nahm ihn auch in eine Freundschaftliche Umarmung:
„Alter, mach so etwas nie wieder, wir haben uns alle schreckliche sorgen um dich gemacht. Tu uns und vor allem Ginny nie wieder so etwas an.“
„Versprochen Ron.“
Nun kam Remus und drückte Harry fest an sich: „Harry, du hast uns einen ganz schönen Schreck eingejagt. Mach so etwas nie wieder. Ich habe schon Lily, James und Sirius verloren. Hätte ich dich auch noch verloren, ich wüsste nicht was ich machen würde.“
„Ja, Remus, es tut mir Leid. Das nächst mal sage ich Bescheid und frage ob du mit willst.“
„Was? Ach Harry, diese Antwort wäre auch von James gekommen.“
Kurze Zeit später wandte Harry sich an Hermine:
„Hermine, was ist mit dir? Geht es dir wieder gut?“
„Ja, Harry, dank dir geht es mir gut, du hast mich gerettet.“ sagte sie und umarmte ihn noch einmal.
„Was genau ist denn überhaupt in Australien geschehen, wir haben von den dreien nur ihre Version gehört und das auch nur teilweise.“ fragte Moody.
„Nun Moody, ich würde es ja gerne erzählen, aber es ist schon ziemlich spät und ich bin ziemlich erschöpft und würde eigentlich gerne schlafen gehen.“ sagte Harry.
„Hmm, ja Harry hat recht, es ist wirklich schon spät und es liegen einige anstrengende Tage hinter uns. Also los ab in die Betten. Morgen können wir ja alles besprechen.“ sagte Mrs Weasley und scheuchte alle ins Ihre Zimmer.
Da die Zwillinge vor kurzem eine eigene Wohnung über ihrem Scherzartikelladen bezogen hatten, konnten Luna und Neville im alten Zimmer der Zwillinge übernachten.
Harry war der letzte der nachdem er sich fertig gemacht hatte aus dem Bad kam. Er wollte schon wie gewohnt in Rons Zimmer gehen, als er eine Hand auf seiner Schulter spürte. Als er sich umdrehte sah er Ron.
„Tut mir Leid, mein Freund, aber dieses Zimmer ist leider schon voll belegt, versuchs eine Etage tiefer.“ sagte er zu Harry.
Dieser blickte verwirrt seinen besten Freund an und sah zu wie er, mit Hermine an der Hand, welche ihm zuzwinkerte, an ihm vorbei in sein Zimmer lief.
Kaum waren die beiden auf der Treppe verschwunden, spürte er wie jemand seine Hand ergriff. Noch bevor er sich umdrehte konnte er schon am Geruch erkennen das es Ginny war. Er drehte sich und sah sofort in Ginny´s lächeldes Gesicht.
„Was war das denn gerade? Träum ich oder ist Ron wirklich gerade mit Hermine in sein Zimmer verschwunden? Und vor allem ich glaube ich hab mich verhört, Ron selber hat gesagt ich solle mich eine Etage tiefer schlafen legen.“
Ginny lächelte ihn an und sagte:
„Tja, er und Hermine sind kurz bevor sie nach Australien gegangen war endlich zusammengekommen und ein Paar geworden. Schlafen kannst du ja, wie Ron gerade meinte bei mir. Wenn du willst.“
„Ob ich will, natürlich will ich, aber ich kann es kaum glauben dass Ron das wirklich gerade gesagt hat.“
„Nun ich glaube dein Brief hat ihm endlich klar gemacht, wie viel du für mich empfindest und er nun auch weiß dass er sich keine Sorgen darum machen muss dass du mir weh tun würdest.“
„Nein, das würde ich nie tun, dafür liebe ich dich viel zu sehr Ginny.“ sagte er zu ihr und gab ihr einen Kuss auf die Stirn.
„Ich liebe dich auch Harry“
„Aber was ist mit deiner Mutter, wird sie nicht sauer werden, wenn sie uns sieht?“
„Nein bestimmt nicht, auch sie weiß es und freut sich für uns und dass will dass wir glücklich sind.“
„Gut dann lass uns schlafen gehen. Ich bin nämlich wirklich müde.“
Die beiden gingen in Ginny´s Zimmer und legten sich eng aneinander gekuschelt. In Ginny´s Bett. Sie wünschten sich gegenseitig noch eine gute Nacht, küssten sich noch einmal und schliefen wenig später ein.
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