
von DM-Potter
Ende des Krieges
17. Kapitel – Eine kleine Geste
Ginny erwachte am nächsten Morgen aus einem wundervollem Traum da ihr der Geruch von frischem Toast in die Nase stieg. Verschlafen öffnete sie ihre Augen und ihr Blick fiel auf ein kleines Tablett welches neben ihr auf einem Stuhl stand.
Als sie ein Geräusch, wie das umblättern einer Buchseite, hörte hob sie ihren Blick. Was sie anschließend sehen konnte brachte ihr ein lächeln ins Gesicht.
Auf einem Stuhl neben ihrem Bett saß Harry und blätterte in einem kleinem Buch, auch er hatte ein lächeln auf den Lippen, aber sie konnte auch leichte Anzeichen von Tränen in seinen Augen erkennen.
Leise richtete sie sich auf und schlich leise sie konnte auf Harry zu. Dieser schien jedoch so in das Buch vertieft zu sein dass er sie nicht bemerken würde.
Als sie dicht hinter ihm war konnte sie über seine Schulter einen Blick in das Buch werfen. Es war ein Fotoalbum, wahrscheinlich eines welches sie aus Harry´s verließ mitgenommen hatten. Ihr Blick fiel auf ein Bild welches eine Seite füllte. Auf diesem Foto konnte sie Remus Lupin, Sirius Black und James und Lily Potter mit einem kleinem Baby, wobei es sich um Harry handeln musste, auf dem Arm erkennen. Sie alle lächelten den Betrachter des Bildes freundlich und glücklich an.
Harry betrachtete gerade ein Bild aus einem der Fotoalben auf dem seine Eltern, Remus, Sirius und er selber als Baby abgebildet waren und ihn anlächelten, als er einen unverwechselbaren wundervollen Geruch wahrnahm.
Er wusste sofort dass es seine Ginny war. Noch bevor sie etwas sagen konnte begrüßte er sie.
„Guten Morgen mein Schatz, schön geträumt?“ fragte er und hob den Blick und drehte seinen Kopf in ihre Richtung um ihr in die Augen sehen zu können und ihr einen Kuss zu geben.
„Oh, guten morgen. Woher wusstest du dass ich hinter dir stehe. Ich habe extra versucht leise zu sein.“
„Nun, ich habe es gespürt, außerdem habe ich deinen wundervollen Duft wahrgenommen.“ sagte er stand auf und küsste sie leidenschaftlich
Als sich beide voneinander gelöst hatten, fragte Ginny:
„Wie lange sitzt du schon da und blätterst in den Alben. Und vor allem warum hast du mich nicht geweckt?“
„Also, ich hatte wieder die Idee dich mit einem Frühstück überraschen und hab mich wieder leise raus geschlichen. Doch als ich wieder oben war und du immer noch so friedlich geschlafen hast, wollte ich dich nicht wecken.
Ich habe mich schließlich hingesetzt und dich erst eine weile beobachtet. Du scheinst einen schönen Traum gehabt zu haben, denn du hattest ein wirklich süßes lächeln auf den Lippen.
Da ich dich deswegen nicht aus diesem Traum raus reißen wollte, habe ich mir eins der Alben genommen und mir die Bilder angesehen.“
„Das war wirklich süß von dir. Ich hatte nämlich wirklich einen schönen Traum. Von uns beiden und die wunderwolle Nacht gestern. Ach, und du hast wirklich wieder Frühstück gemacht?“
„Ja, hab ich. Für meine große Liebe tue ich das doch gerne.“
„Danke Harry, dann komm lass uns frühstücken.“
Nach einem leckerem Frühstück ließ Ginny sich seufzend nach hinten auf ihr Bett fallen. Harry der neben ihr saß beugte sich zu ihr runter und fragte:
„Was ist los Schatz?“
„Hm? Was?“
„Ich habe gefragt was du hast. Du sahst gerade so nachdenklich aus.“
„Ach, ich habe nur gerade an letzte Nacht gedacht. Das war wirklich schön.“ sagte sie mit einem lächeln im Gesicht.
Harry lächelte auch und sagte: „Ich fand es auch schön. Ich liebe dich Ginny.“
„Ich liebe dich auch Harry.“ beide verfielen wieder in einen langen Kuss. Als beide sich nach Luft ringend voneinander lösten fragte Ginny
„Duschen wir wieder gemeinsam?“
„Aber klar, wie du willst.“ antwortete Harry ihr und ging mit ihr zusammen ins Bad.
Nach ihrem üblichen Duschprogramm, wo sie sich gegenseitig den Rücken und andere Stellen des anderen einseiften, wollten beide hintunter in die Küche, doch Harry hielt Ginny kurz auf.
„Ginny, warte mal, ich hab noch was für dich.“
„Ja, was denn Harry?“
„Mach mal die Augen zu.“
Ginny schloss die Augen und die Spüre wie Harry sich hinter sie stellte und ihr etwas um den Hals legte.
„Und nun mach die Augen wieder auf.“
Ginny öffnete ihre Augen wieder und blickte direkt in einen kleinen Spiegel den Harry ihr hinhielt.
Sie konnte ein kleine Kette sehen die um ihren Hals hing. Sie nahm es in die Hand und schaute es sich genauer an. An der kleinen goldenen Kette hing ein leicht ovaler Anhänger, der je nachdem wie man ihn hielt entweder rötlich oder aber auch golden schimmerte. Sie konnte auch eine kleine eingravierte Figur erkennen.
Bei näherem hinsehen sah sie dass es sich bei der Figur um einen Löwen handelte der in seinem Maul einen Rubin trug, welcher in dem Anhänger eingelassen war. Der Löwe ähnelte dem Löwen auf dem Gryffindor Banner. Über den Löwen war auch noch ein kleiner Schnatz eingraviert.
„Und wie gefällt er dir?“
„Oh Harry, der Anhänger ist wunderschön. Vielen dank.“ sagte sie und viel ihn um den Hals.
„Gern geschehen, ich wusste sofort dass er dir gefallen würde. Aber eins gibt’s noch. Mach den Anhänger mal auf.“
Ginny löste sich von ihn und öffnete den Anhänger. Zum Vorschein kamen zwei kleine Fotos. Auf dem einen konnte sie Harry erkennen wie er sie im Arm hielt und sie sich glücklich in die Augen sahen.
Das andere Foto zeigte ebenfalls sie selber, wie sie mit Harry, Ron Hermine und Hagrid vor Hagrid´s Hütte standen und ihr zuwinkten und anlächelten.
„Oh, wie schön.“ kam es von ihr.
„Freut mich dass es dir gefällt, natürlich kannst du die Bilder auch noch ändern wenn du willst.“
„Nein, das ist wundervoll so wie es ist. Danke.“ sagte sie und küsste Harry leidenschaftlich. Er erwiderte den Kuss mit der gleichen Leidenschaft.
Als sie sich wieder voneinander lösten fragte sie mit einem lächeln auf den Lippen.
„Wo hast du den überhaupt her? Als wir in der Winkelgasse waren sind wir doch in keinen Juwelier gegangen.“
„Aus meinem Verließ, ich habe ihn dort gefunden und sofort eingesteckt.“
„Aha, nochmal vielen dank Harry, ich liebe dich.“
„Ich liebe dich auch, mein Schatz.“
Beide gingen hinunter in die Küche. Dort trafen sie auch auf Ron und Hermine.
„Guten Morgen ihr beiden.“ begrüßte Harry die beiden.
„Morgen Harry, morgen Ginny.“ erwiderten Ron und Hermine.
„Ah, kommt ihr beiden auch endlich runter?“ fragte Mrs Weasley, die gerade in die Küche gekommen war.
„Och, wir sind schon etwas länger wach, wir haben oben gefrühstückt. Harry war wieder so lieb und hatte Frühstück gemacht.“
„Aha, und was habt ihr heute so vor?“ fragte Molly in die Runde.
Harry war der erste der Antwortete:
„Eigentlich habe ich mir gedacht, dass ich mal nach Godrics Hollow gehen könnte.“
„Godrics Hollow? Was willst du denn da?“ fragte Ginny.
„Nun, wie du weist habe ich dort das Haus meiner Eltern und ein weiteres Grundstück geerbt. Außerdem wollte ich auf dem dortigen Friedhof das Grab meiner Eltern aufsuchen. Während und nach dem Krieg hatte ich ja keine richtige Gelegenheit dazu.
Willst du mitkommen Schatz, natürlich nur wenn du Lust hast.“
„Aber ja, ich habe schon Lust mir mal dein Heimatdorf anzusehen.“ gab Ginny zurück.
„Okay, und was ist mit euch beiden, Ron und Hermine. Kommt ihr mit?“
„Natürlich! Wenn du willst.“ kam es von beiden wie aus einem Mund.
„Also gut, dann lasst uns aufbrechen.“
Eine halbe Stunde später waren alle fertig um aufzubrechen. Sie wollten gerade zur Tür hinaus aus Harry sich noch mal an Ginny wandte:
„Ähm Ginny, gehst du mit den beiden schon mal bis zur Appariergrenze, ich habe da noch etwas mit Molly zu klären.“
„Hä, was hast du de...“ wollte Ron fragen, doch er wurde von Ginny unterbrochen. Sie hatte verstanden was Harry wollte.
„Klar mein Schatz, wir gehen schon mal. Kommst du Hermine? Und du Bruderherz kommst jetzt auch mit.“ sagte sie und zog ihren Bruder am Ärmel nach draußen.
„Ähm, Molly könnte ich dich mal kurz sprechen?“
„Aber natürlich Harry, was gibt es denn?“
„Molly, ich muss mit dir etwas besprechen was mit am Herzen liegt. Ich bitte dich hör mir zu und bitte warte bis ich mein Anliegen beendet habe.“
Molly schien etwas verwirrt sagte jedoch: „Okay Harry, was bedrückt dich?“
„Nun, ich weiß dass du es nicht willst, aber bitte nimm es an.“ Er zog einen Umschlag aus seiner Tasche und reichte ihn ihr.
Sie blickte auf den Umschlag und sah am sich darauf befindlichem Siegel dass es ein Brief von Gringotts war. Sie ahnte sofort worauf Harry hinaus wollte und wohin dieses Gespräch führen sollte.
„Ach Harry, ich...“ sie wurde von Harry unterbrochen.
„Molly bitte. Dass du es nicht annehmen willst hast du mir schon so oft gesagt, aber in dem Punkt werde ich nicht auf dich hören. Ich möchte damit dir und einer Familie danken. Seit ich in die Zaubererwelt gekommen bin habt ihr mich normal behandelt, ihr habt mich so gesehen wie ich bin und nicht als den “Auserwählten“.
Ihr habt immer zu mir gehalten, egal was über mich gesagt wurde und ihr habt auch zu mir gehalten obwohl gerade das eine sehr große Gefahr für euch war.
Du weist durch Voldemort hatte ich keine glückliche Kindheit und bin ohne Eltern aufgewachsen. Doch seit ich eure Familie kenne haben du und Arthur mich behandelt als ob ich euer Sohn wäre und eure Kinder wie eines ihrer Geschwister.
Ihr habt mir das gegeben was ich bis zu meinem 11. Geburtstag nicht hatte, das Gefühl eine Familie zu haben. Ich habe mich bei euch immer geborgen gefühlt und ihr seit wie eine Familie für mich geworden. Wie meine Familie.
Daher bitte ich dich, nimm das Verließ an. Mir bedeutet es nichts. Ihr, ich meine damit die Familie Weasley und meine Freunde bedeuten mir mehr als alles Gold das ich besitze. Ich bitte dich Molly tu mir diesen Gefallen.“
Molly hatte Tränen in den Augen. Sie war von dem was Harry gerade gesagt hatte so gerührt dass sie ihre Tränen nicht mehr halten konnte.
Sie zog Harry in eine Umarmung und sagte:
„Oh Harry, das hat mich gerade wirklich tief im Herzen gerührt. Ja du hast es geschafft mich um zu stimmen, ich nehme es an, weil du es bist. Das was du gerade gesagt hast war wirklich lieb von dir und ja wir sehen sich schon lange als Teil unserer Familie.
Außerdem sehe ich wie glücklich du meine kleine Ginny machst. Ihr beide seit wirklich ein schönes Paar. Ich würde mich wirklich von Herzen freuen dich vielleicht irgendwann als Schwiegersohn zu sehen. Vielen dank Harry.“
Sie ließ Harry los, doch bevor er etwas sagen konnte hörte er die Stimme von Arthur, auch er hatte Tränen in den Augen. Er hatte das Gespräch wahrscheinlich mitbekommen.
„Ach Harry, du bist wirklich ein guter Junge. Ich muss meiner Molly in allen Punkten recht geben. Komm her.“
Auch von ihn wurde Harry umarmt. Als er losgelassen wurde sagte Harry:
„Vielen danke euch beiden. Das bedeutet mir sehr viel. Nun, ich muss jetzt los, sonst fragen sich die drei wo ich so lange bleibe. Also bis heute Abend. Tschüß.“
„Bis heute Abend, aber passt auf euch auf.“
Ginny, Hermine und Ron warteten schon sein ca. 15 Minuten auf Harry. Als sie gerade wieder ins Haus gehen wollten sah Ginny ihn kommen. Sie lief auf ihn zu und konnte schon an seinem lächeln erkennen dass er Erfolg gehabt hatte. Sie fiel ihm um den Hals und sah ihm in die Augen.
Als er zur Bestätigung nickte, gab sie ihm einen leidenschaftlichen Kuss, welchen er ebenfalls leidenschaftlich erwiderte. Nach einiger Zeit hörten sie ein leises Räuspern und lösten sich voneinander. Als sie in die Richtung schauten von wo es gekommen war sahen sie eine leicht rötlich angelaufene Hermine und Ron, der Gerade den Himmel beobachtete.
„Oh, Verzeihung. Ich hatte euch vergessen. Also dann kommt gehen wir nach Godrics Hollow.“
Die vier gingen über die appariergrenze hinaus um zu apparieren. Ginny wurde von Harry in die Arme genommen, da sie noch nie dort gewesen war und nicht wusste wo Godrics Hollow liegt.
Nachdem alle bereit waren, verschwanden sie auch schon und tauchten im nächsten Moment am Rand eines kleinen Dorfes auf.
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel