
von DM-Potter
Ende des Krieges
20. Kapitel – Merkwürdiges Verhalten
Sie drehten sich um und erblickten zwei in Umhängen gehüllte Gestalten, die ihre Kapuzen tief ins Gesicht gezogen hatten. Harry, Ginny, Ron und Hermine starrten die Gestalten erschrocken an. Genau in diesem Augenblick öffnete sich der Himmel und es begann leicht zu regnen, wobei der Regen immer heftiger wurde.
Während sich die zwei Gestalten dem Grab näherten standen die vier wie erstarrt da und blickten auf sie. Harry war der erste der sich aus seiner Starre löste und sich seinen Freunden bemerkbar machte. Als sie sich ihm zu wandten flüsterte er:
„Okay, Ich weiß nicht ob die beiden eine Gefahr sind oder nicht, aber mir ist eine Idee gekommen. Auf mein Zeichen hin apparieren wir direkt zu den beiden und umstellen sie. Ron und ich übernehmen die große Gestalt und ihr beiden die kleine.
Ron, du apparierst hinter sie und hälst sie fest, während ich mich vor sie stelle. Hermine du tust es Ron bei der kleineren gleich, genau so wie Ginny mir. Ich werde die beiden erst mal ausquetschen, aber passt auf, wenn ich noch ein Zeichen gebe schocken wir sie gemeinsam. Ich glaube damit werden sie nicht rechnen. Okay, dann los.“
Als alle nickten, zahlte Harry innerlich bis drei und sagte: „Los, jetzt:“
Sie waren kurz verschwunden, was die beiden Gestalten so verwirrte dass sie stehen blieben. Doch bevor sie etwas tun konnten tauchten die vier direkt bei ihnen auf und überwältigten sie. Ron und Hermine hatten einen Arm um den Hals ihrer Gestalt gelegt und hielten ihren Zauberstab in ihren Rücken, während Harry und Ginny mit gezogenen Stäben vor Ihnen standen.
„Keine Bewegung, dann passiert nichts.“ sagte Harry einem ersten Ton. „Los durchsuch sie.“ richtete er sich an Ginny.
Ginny ging von der einen Gestalt zur anderen und durchsuchte sie. Anschließend übergab die Harry zwei Zauberstäbe, die sie gefunden hatte.
„Hier sonst sind sie unbewaffnet.“
„Zieht ihnen die Kapuzen vom Kopf, damit ich ihre Gesichter sehen kann.“
Ron und Hermine zogen die Kapuzen herunter, doch die zwei gestalten die Harry sah kannte er nicht. Er konnte lediglich erkennen dass es ein Mann und eine Frau war.
„Okay, wer seit ihr, was wollt ihr hier und wieso fragt ihr was wir an diesem Grab zu suchen haben.“ fragte er den Mann.
Als der Mann Anstalten machte zu antworten, schnitt Harry ihm das Wort ab:
„Warte bevor du antwortest. Wähle deine Worte mit bedacht. Aber zuerst will ich dir doch sagen was ich hier will. Also erstens sollte ich eigentlich euch fragen was ihr bei diesem Grab wollt. Dies ist mein Familiengrab, hier liegen meine Eltern begraben. Ich habe das Recht hier zu sein.“
„Äh,...“ der Mann wollte etwas sagte, doch Harry schritt dazwischen.
„Ruhe, lass mich ausreden. Wie gesagt, ich habe das Recht dieses Grab zu besuchen. Ich glaube aber nicht dass ihr das Recht dazu hat. Ich kenne euch nicht und habe euch noch nie auf irgend welchen Bildern mit meinen Eltern gesehen.
Also sagt, wer seit ihr. Freunde wohl weniger, schließlich hattet ihr eure Kapuzen so tief ins Gesicht gezogen, als wolltet ihr dass man euch nicht erkennt. Los redet.“
„Harry beruhige dich, ja wir wollten nicht dass uns jemand erkennt, ...“ sagte die Frau, wurde jedoch wieder unterbrochen.
„So, und warum nicht, was habt ihr zu verbergen? Ihr seit doch wohl nicht etwa Todesser die ich übersehen habe und ihr wolltet uns bloß rein legen?“
„Todesser, Harry sag mal spinnst du, schau mich an, dann zeige ich dir wer ich bin.“
sagte die Frau zu Harry, denn der hatte bis jetzt nur auf den Mann geachtet.
Als Harry seinen Blick zur Frau wandte sagte er:
„Okay, zeige uns wer du bist, aber pass auf und keine fal....“ Harry brach seinen Satz ab, denn er bekam große Augen. Vor einen Augen veränderte sich die Frau. Ihre Haare welche vorher noch eine schwarze Farbe hatten wurden nun zu einen lilaton.
Nicht nur Harry bekamen große Augen, Ron Hermine und Ginny ging es nicht anders. Kurze Zeit später blickte Harry in das Gesicht einer Bekannten Person. Vor ihn stand nun Tonks, welche natürlich sofort von Hermine losgelassen wurde. Auch Ginny senkte ihren Stab.
„Oh, T.. Tonks, entschuldige. Aber ich wusste nicht dass du es bist. Aber wer bitte ist der Mann neben dir, ihn kenne ich nicht.“ sagte Harry.
„Kein Problem Harry, aber könnte ich bitte meinen Zauberstab wieder haben, dann kann ich euch zeigen wer das ist.“
„Oh, natürlich. Ich wollte nur sichergehen. Hier bitte.“
Als Tonks ihren Stab hatte schwang sie ihn einmal und richtete ihn auf den Mann neben ihr. Nun verwandelte sich der Mann ebenfalls, offenbar hatte ein Tarnzauber auf ihm gelegen. Zum Vorschein kam niemand anderes als Remus Lupin, welcher natürlich sofort von Ron losgelassen wurde. Auch er bekam seinen Stab ausgehändigt.
„Oh Gott, Remus, Tonks es tut mir Leid dass ich nicht gleich darauf gekommen bin. Wer außer euch würde wohl sonst hier her kommen. Entschuldigt bitte dass wir euch für eine Gefahr gehalten haben.“
„Ist schon okay Harry. Aber könnten wir bitte ins trockene gehen, wir sind zwar schon nass bis auf die Knochen, aber ich möchte trotzdem nicht weiter im Regen stehen.“ sagte Remus.
Die sechs gingen in Harry´s Elternhaus und Hermine wendete bei jedem erst mal einen Trockenzauber an. Dann Zauberte sie für jeden noch einen Tee und die setzten sich ins Wohnzimmer.
„Danke dass wir uns hier aufwärmen dürfen Harry.“ sagte Remus.
„Schon okay. Ist das mindeste was ich jetzt tun kann. Schließlich haben wir euch im Regen stehen gelassen.“ sagte Harry.
„Och, nicht so schlimm. Wir hätten uns ja denken können dass du auch hier sein könntest. Aber mit der Aktion eben haben wir nicht gerechnet.“
„Entschuldige nochmals. Wir habe euch nicht erkannt.“
„Wir euch anfangs ja auch nicht, erst als ihr zu uns appariert seit und du mir deinen Zauberstab unter die Nase gehalten hast. Ich muss schon sagen das war eine gelunge Strategie. Selbst Tonks hat es nicht bemerkt und die ist schließlich Auror.“
„Ach Remus, den hier hat Hermine gefunden. Ist das wirklich Dad´s Stab?“
Er nahm den Stab entgegen, schaute sich in genauer an. Dann sagte er:
„Ja, es ist James´ Zauberstab, nach einem Tod wurde er nicht gefunden, wo hast du ihn gefunden Hermine?“
„Auf der großen Couch zwischen den Kissen.“ antwortete Hermine.
„Ahh, ja so war James, der hat seinen Stab ständig verlegt. Aber das zeigt auch wie sehr er dich und deine Mutter geliebt hat. Er war so um eure Sicherheit besorgt dass er ich ohne Stab Voldemort entgegengestellt hat.“ seufzte Remus und hatte Tränen in den Augen, genau wie Harry.
Doch beiden wurden von ihren Freundinnen getröstet. Remus wurde von Tonks in den Arm genommen und Ginny hatte Harry umarmt.
Nachdem sie den Tee ausgetrunken hatten machten sich alle auf den zum Fuchsbau. Tonks und Remus hatten beschlossen das Grab ein anderes mal zu besuchen. Sie apparierten zum Fuchsbau.
Dort angekommen fragte Harry Remus und Tonks welche neben im erschienen waren.
„Nanu, ihr auch hier, gibt es was besonderes?“
„Nein, aber Molly hat uns zum Abendessen eingeladen.“
Sie betraten das Haus, wo sie schon erwartet wurden.
„Ah da seit ihr ja. Pünktlich auf die Minute. Das Essen ist gerade fertig.“ sagte Molly und umarmte die sechs.
Während des Essen unterhielten sich alle über den Ausflug nach Godrics Hollow. Außerdem musste Harry das Dorf und das Haus beschreiben, da einige noch nie dort waren.
Noch während des Erzählens kam eine Eule durch das Küchenfenster geflogen und ließ sich vor Remus nieder, der sie überrascht musterte.
Die Eule steckte ihm ihr rechtes Bein entgegen damit Remus den Brief, den die Eule überbrachte, annehmen konnte. Direkt nachdem der Brief losgebunden war flog die Eule davon.
Remus sah sich den Brief genauer an und konnte das Siegel des Ministeriums erkennen.
Erstaunt öffnete er den Brief und stellte fest dass bis auf seinen Namen und den Absender, der Brief kam von Moody, das Pergament leer war. Es stand aber auch noch ein kleiner Satz darauf:
// An Remus Lupin,
Remus, diesen Brief wirst nur du lesen können. Kein anderer kann den Inhalt des Briefes lesbar machen. Tippe ihn mit deinem Stab an und der Brief wir nur für dich sichtbar.
Moody. //
Remus blickte das Pergament verwirrt an, wieso schickte Moody ihm einen geheimen Brief.
Er tippte den Brief mit seinem Stab an und las ihn. Alle anderem im Raum blickten Remus neugierig an seit er die Eule empfangen hatte. Sein verhalten verwunderte sie, denn während des lesens wurden seine Augen immer größer und er schien blass zu werden. Schließlich erhob er sich eilig und versuchte in einem normalen Ton etwas zu sagen:
„Äm, tut mir Leid Molly, aber ich muss euch jetzt verlassen, mir ist gerade etwas eingefallen. Ich habe noch etwas zu erledigen und das kann nicht bis morgen warten. Also einen schönen Abend noch.
Ach, Schatz. Ich weiß nicht wann ich heute Abend nach Hause komme, also warte nicht wenn es später wird. Ich liebe dich.“ sagte er anschließen noch zu Tonks und lief aus dem Haus und apparierte.
„Was war das denn gerade? So habe ich ihn noch nie erlebt.“ fragte Harry.
„Keine Ahnung, aber warum hat er es uns nicht gesagt. Was verheimlicht er uns?“ sagte Tonks.
„Na ja, vielleicht ist es nichts und es sagte es uns später. Oder er sagte es dir und du gibst uns Bescheid.“ sagte Molly zu Tonks.
Dann widmeten sich alle wieder dem Essen und Harry erzählte weiter. Als er zuende berichtet hatte sagte er noch.
„Nun, ich habe mir während des Ausfluges etwas überlegt. Da ich ja dort neben dem Haus meiner Eltern noch ein leeres Grundstück geerbt habe, habe ich mir überlegt auf diesem Grundstück ein Haus zu bauen und wenn es fertig ist dort einzuziehen. Versteh mich bitte nicht falsch Molly, mir gefällt es mir wirklich und ich bin gerne bei euch zu Gast, aber irgendwann muss ich etwas Eigenes finden und dort leben.
Außerdem müsste das Haus ja erst mal geplant und gebaut werden, was einige Zeit dauert und bis dahin werde ich ja noch hier bleiben, wenn ich euch nicht zur Last falle.“
„Ach Harry, du fällst uns doch nicht zur Last. Wir freuen uns wenn du da bist. Natürlich können wir verstehen, dass du deinen Zukunft nun planen willst.“ sagte Molly und Harry schien erleichtert dass alle Verständnis hatten.
Nach dem Abendessen gingen alle ins Bett, da es schon spät war und alle müde vom Ausflug waren.
Harry und Ginny lagen eng aneinander gekuschelt im Bett, als Ginny fragte:
„Harry, willst du wirklich ein Haus in Godrics Hollow bauen?“
„Ja, das habe ich vor, aber keine Angst, das hat noch Zeit.“
„Ja das hat es, aber auch wenn es steht kommst du doch mal für ein paar Tage her oder ich zu dir.“
„Hmm, eigentlich hatte ich eine andere Idee. Ich dachte mir da es ja noch eine weile dauert, dass du anschließend zu mir ziehst, vorausgesetzt du willst dort mit mir leben.“
„Das fragst du noch. Natürlich würde ich gerne mit dir dort leben. Aber dafür müssten wir erst mal meine Mutter überzeugen.“
„Mach dir da mal keine Gedanken, ich bin sicher sie erlaubt es. Schließlich will sie ja auch dass du glücklich bist, und außerdem bist du volljährig und wir können ja noch damit warten es ihr zu sagen bis das Haus steht. Was meinst du Schatz?“
„Ja, das ist wohl das beste.“ Sie drehte sich auf die andere Seite um Harry in die Augen sehen zu können. Sie versank in seinen Augen und verwickelte ihn in einen leidenschaftlichen Kuss.
Nach einiger Zeit lösten sie sich. „Ich liebe dich Harry.“ sagte sie.
„Ich liebe sich auch Ginny, du bist mein ein und alles.“ erwiderte er.
Kurz darauf schliefen sie eng umschlungen ein. Harry hatte sich jedoch vorher etwas in den Kopf gesetzt. Morgen würde er den nächsten Schritt machen.
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