
von DM-Potter
Ende des Krieges
27. Kapitel – Der Friedhof
„Harry hast du das gerade so gemeint wie du es gesagt hast, dass mit den „beiden“?“
„Ja, habe ich.“ sagte Harry gereizt, schritt durch das Tor und ließ einen geschockten Remus und eine ebenfalls geschockte Hochzeitsgesellschaft zurück.
Remus starrte noch kurze Zeit auf den leeren Eingang und rief:
„Kingsley, Moody, los hinterher!“
Die drei rannten zur Tür, doch kurz bevor sie die Tür erreichten fiel sie zu und verriegelte sich Automatisch.
„Nicht so schnell ihr drei. Ich glaube ihr habt uns einiges zu erklären.“ rief eine ziemlich wütende Prof, McGonagall, welche soeben die Tür verschlossen hatte und auf die drei zuging.
„Minerva, ich bitte dich, wir müssen ihnen hinterher.“ sagte Moody.
„Oh, nein, wir werden gar nichts tun und vor allem ihr drei nicht. Diesmal muss ich Harry wirklich recht geben. Was habt ihr euch dabei gedacht. Warum habt ihr Harry nicht davon in Kenntnis gesetzt und warum habt ihr mich nicht informiert, ich bin schließlich auch ein führendes Ordensmitglied. Habt ihr so wenig Vertrauen in Harry und uns?“
„Ach Minerva,“ sagte Remus. „Natürlich Vertrauen wir euch, es ist nur so gewesen, dass wir Harry erst mal da heraus halten wollten. Er hat schon genug getan und soll sein Leben genießen, ohne Kampf und Angst. Und was dich betrifft, hätten wir dich eingeweiht, hättest du bestimmt nicht vor ihm so tun können als ob nichts wär. Du hättest es ihm gesagt.
Ich weiß ja dass es falsch war, aber ich wollte nur sein bestes.“
„Sein bestes? Das beste was ihm seit langem passiert ist wurde vorhin entführt und ich hoffe, vor allem im Interesse von euch dreien, dass er Ginny wohlbehalten zurückholen kann.“
In diesem Moment kam Molly, welche sich wieder einigermaßen beruhigt hatte auf Remus zu.
„Allerdings, ich das hoffe ich auch. Sollte ihr etwas passiert sein, wird Harry dein kleinstes Problem sein. Hast du mich verstanden? Das gleiche gilt auch für euch beide.“
Während Minerva und Molly den dreien ins Gewissen geredet hatten, waren nun auch Arthur, Bill und Charley zu ihnen getreten und Bill erhob das Wort.
„Mal was anderes Remus. Habe ich Harry eben richtig verstanden? Hat er gesagt wenn den “beiden“ etwas passiert ist?“
„Ja hat er. Aber was hat er damit gemeint, er hat doch gesagt dass Ginny entführt wurde und sonst keiner. Oh Gott, ich glaube ich weiß was er meinte. Kann es vielleicht sein dass..“ sagte Remus geschockt.
„Was Remus, was meinst du.. Oh je willst du uns gerade sagen dass Ginny...“ fragte Bill als er von Mrs Granger unterbrochen wurde.
„Ja, der Gedanke von ihm ist der richtige. Ginny ist tatsächlich Schwanger. Aber es wundert mich dass keiner von euch etwas davon weiß, vor allen keiner aus ihrer Familie.“
In der ganzen Halle konnte man die Verwunderung der Gäste über die Nachricht über Ginny´s Schwangerschaft vernehmen aber auch Besorgnis wegen der entführung.
„Was, unsere Tochter ist Schwanger? Aber warum hat sie nichts gesagt?“ fragte Molly.
„Tja, das ist eben unsere Schwester.“ sagte Charley. „Bestimmt wollte sie es uns erst nach der Hochzeit sagen, sozusagen als Überraschung.“
„Aber warum weist du davon?“ fragte Arthur Mrs Granger, welche allen anwesenden das erzählte, was auch sie von ihrer Tochter wusste und was anschließend passiert war.
„Dann können wir jetzt nur noch abwarten und hoffen dass Harry sie findet und wohlbehalten zurückbringt.“sagte Molly, welche von ihrem Mann festgehalten wurde.
„Oh, das wird er, du kennst doch Harry. Er schafft das, außerdem ist er nicht allein.“ sagte Arthur um seine Frau und die anderen zu beruigen..
„Macht euch mal keine Sorgen, Harry hat das Glück auf seiner Seite.“ sagte Prof. Slughorn, der nun neben Prof. McGonagall stand.
„Wie meinst du das Horace?“ fragte sie ihren Kollegen.
„Nun, vor beginn der Zeremonie war Harry bei mir gewesen und bat mich ihm etwas Felix Felicis zu geben, damit er beim anschließenden Hochzeitstanz gut dar steht. Das gleiche gilt auch für Ron, der aus dem selben Grund bei mir war.“
„Dann stehen die Chancen wirklich gut.“ sagte Bill.
Währenddessen bei Harry:
Harry und seine Gruppe hatten gerade das Haupttor durchquert, als Harry stehen blieb und das Wort an seine Freunde richtete:
„Also gut, gleich nimmt jeder von euch die Hand eines anderen, dann wird Dobby über euch den Zauber legen und uns anschließend nach Little Hangleton bringen.
Aber vorher haben ich noch etwas für euch.“ er zog eine kleine Flasche aus seiner Tasche.
„Hey, du auch? Ich habe auch eine.“ sagte Ron und zog ebenfalls eine Flasche.
„Gut, Ron. Naja eigentlich hatten wir uns das für den anschließenden Tanz besorgt, aber das hier ist jetzt wichtiger. Jeder von euch wird nun einen Schluck hiervon Trinken. Keine Sorge, es ist Felix Felicis, der Glückstrank.“
Erst tranken Ron, Harry und Hermine einen Schluck und reichten anschließend die Flaschen weiter. Als alle getrunken hatten, nahm jeder wie Harry es wollte die Hand seines nächsten.
Harry war kurz in Gedanken versunken als Ron ihn Ansprach: „Hey, keine Angst, ihr ist garantiert nichts schlimmes passiert, wir werden sie da raus holen.“
„Ach Ron, ich hab halt große Angst, wenn den beiden nun doch was passiert ist. Ich hätte dieses Arschloch damals in Australien töten sollen als ich die Gelegenheit dazu hatte.“
„Dann hast du eben jetzt die Gelegenheit dazu, glaub mir ich werde auch nicht zögern. Aber schnell was anderes, du sagtest vorhin schon „die beiden“ und jetzt wieder. Was meinst...“
er brach ab, da er von Hermine einen Blick bekam der seinen Gedanken sofort in die Richtig Richtung lenkte. „Was? Oh, wirklich? Ist Ginny wirklich..“
„Ja Ron, sie ist Schwanger.“ sagte Harry besorgt. Von der ganzen Gruppe war besorgtes Luft holen zu vernehmen.
Dann sagte Harry:
„Also gut, Dobby wir sind bereit, du bleibst aber bitte auch solange unsichtbar, bis ich dir ein Zeichen gebe.“ dann nahm auch Harry eine Hand von Dobby und Sekunden später waren alle verschwunden.
Kurze Zeit später erschienen sie vor dem Friedhof in Little Hangleton. Harry ging zielstrebig auf Eingang zu während die anderen ihm folgten. Er wollte gerade das Tor öffnen als er jemanden hörte:
„Halt stehen bleiben, wer sind die, und was wollen sie hier?“ fragte ein Mann mit blauem Umhang, der neben einem anderem Mann mit gleichem Umhang stand.
„Harry Potter, wer will das wissen?“ fragte Harry
„Oh, Mr Potter verzeihen sie, wir haben sie nicht erkannt, wir sind vom Orden, wir haben einen Hinweiß erhalten, dass sich hier Schwarzmagier aufhalten sollen. Wir beide beobachten nun den Friedhof.“
Harry spürte wie Wut in ihm hoch kroch. „So vom Orden, ja.?“
„Ja, wir...“
„Verschwinden sie, auf der Stelle. Jetzt werde ich hier übernehmen.“
„Warum sollten wir?“
„Warum? Weil der Orden es nicht für nötig gehalten hat mich über Malfoy zu informieren und deshalb meine Verlobte, auf unserer Hochzeit, von Malfoy direkt aus Hogwarts entführt und hier festgehalten wird.
Gehen sie jetzt besser bevor ich mich vergesse und wagen sie es ja nicht einzugreifen. Auf die Hilfe des Ordens kann ich gut verzichten.“ sagte Harry wütend und marschierte durch das Tor.
Als die beiden Männer ihm jedoch folgten, ließ Harry sie mit einem schwenker seines Stabes erstarren.
„Vom Orden ja klar. Im Moment ist jeder hier für mich ein potenzieller Todesser. Die sammeln wir später ein, jetzt los aber seit vorsichtig.“
Harry ging voran und lief geradewegs auf den Grabstein der Familie Riddle zu. Als er näher heran kam konnte er etwa 10 in schwarze Umhänge gehüllte Gestalten erkennen und in der Mitte von ihnen erkannte er einen blonden Mann. Lucius Malfoy.
Harry noch näher kam weiteten sich seine Augen. Dort am Riddlegrab sah er sie. Malfoy hatte Ginny an den Grabstein der Riddles gefesselt. Sie wurde wie er damals beim Turnier von der Statue festgehalten.
Auch sie hatte ihn gesehen und ihre Augen weiteten sich vor Angst. Sie sagte jedoch nichts, entweder um ihn nicht zu verraten, oder weil sie nicht konnte. Harry konnte die Tränen in ihren Augen sehen.
Harry machte eine leichte Handbewegung, was das Zeichen für seine Freunde, welche immer noch unsichtbar waren, war sich zu verteilen. Dann nickte er seiner Verlobten zu, damit sie sich etwas beruhigte und sagte dann.
„So Malfoy, du wolltest mich, jetzt bin ich hier.“
Lucius drehte sich um und sagte:
„Ah, Potter. Endlich da? Hast wohl deine kleine Freundin gesucht. Oder sollte ich sagen Verlobte, denn so wie ich sehe hab ich euch anscheinend bei eurer Hochzeit gestört.“
„Malfoy, lass sie gehen, du willst sie doch gar nicht. Du willst doch nur mich.“
„Ja, dich will ich. Aber warum sollte ich nicht noch etwas mit ihr spielen?“ fragte er lachend und richtete seinen Zauberstab auf Ginny.
„Malfoy ich warne dich, wenn du ihr etwas tust, wirst du es bereuen.“
„Oho, große Worte Potter. Aber wie willst du mich daran hindern? Schau dich um, ich habe ein gutes Dutzend Todesser hier, und du bist alleine. Du hast keine Chance.“
„Harry Potter ist nicht allein. Dobby ist auch hier.“ sagte Dobby der gerade neben Harry sichtbar wurde.
Lucius blickte den Elf an und fing an zu lachen.
„Glaubst du wirklich dass du mich und die anderen nur mit diesem kleinen Wicht besiegen kannst?“
„Okay Dobby, wie vorhin besprochen und dann befreist du Ginny und beschützt sie.“ flüsterte Harry zu Dobby, welcher leicht nickte und wieder unsichtbar wurde.
„Hat dich nun auch deine letzte Hilfe verlassen Potter?“lachte Malfoy.
„Und wenn ich werde nicht verlieren, komm schon Malfoy. Kämpfe.“
„Wie du willst, und ihr haltet euch erst mal raus. Er gehört mir.“ rief Lucius seinen Todessern zu und ging auf Harry zu.
„Okay dann geht es JETZT LOS!!“ rief Harry laut aus, was das Zeichen für Dobby war.
Lucius und die anderen Todesser hatten kaum die Gelegenheit sich zu wundern, als sie schon von allen Richtungen Flüche herkommen sahen und bevor sie reagieren konnten waren die ersten 5 Todesser schon außer Gefecht waren.
Lucius war verwirrt, er sah auf einmal ca. 20 Zauberer die wie aus dem nichts erschienen waren, doch bevor er etwas sagen konnte musste er einem Schockzauber ausweichen der in seine Richtung geschossen wurde.
„Na Malfoy, wie du siehst bin ich nicht alleine und jetzt komm.“ rief Harry ihm entgegen. „Stupor“
Malfoy jedoch wich aus und rief: „Crucio“ und traf.
Doch Harry machte der Folterfluch nichts aus und sagte:
„Hast du es immer noch nicht bemerkt, der Cruciatus nützt dir nichts. Das müsstest du doch noch aus Australien wissen.“ dann griff er weiter an.
Währenddessen war Dobby bei Ginny angelangt und war dabei sie zu befreien:
„Miss Weasley keine Sorge. Dobby ist hier. Dobby macht sie los.“ sagte der Elf.
Als Ginny frei war, zog Dobby sie hinter den Grabstein und sagte: „Sie brauchen keine Angst zu haben Dobby wird sie beschützen.“ als er sich umdrehte und schnell ein Schutzschild errichtete, da gerade ein Fluch in Ginny´s Richtung geflogen kam.
Der Fluch prallte am Schild ab und flog in eine andere Richtung.
„Danke Dobby, vielen Dank.“ sagte Ginny. Sie war erleichtert dass Harry und die DA sie so schnell gefunden hatten.
Inzwischen waren einige der Todesser außer Gefecht gesetzt worden sodass sich die DA in zweiergruppen zusammen tat, einer als Angreifer, der andere sollte für den Schutz sorgen, und so nun besser gegen die Todesser kämpften.
„Sectumsempra.“ rief Malfoy, doch Harry wich dem Fluch spielend aus, sodass der Fluch einen Grabstein hinter ihn zerstörte.
Harry reagierte darauf schnell und schoss ebenfalls den Klingenfluch auf Malfoy ab, der zu Harry´s Pech nur ein paar Haare verlor.
Während sich Harry und Malfoy weiterhin bekämpften, fielen immer mehr Todesser den Flüchen der DA zum Opfer. Zwar hielten sich die meisten mit ihrer Fluchwahl zurück, doch einige Todesser wurden auch von tödlichen Flüchen getroffen, welche hauptsächlich von Ginny´s Brüdern ausgingen.
Harry schleuderte Malfoy so viele unterschiedliche Flüche entgegen, dass dieser die Flüche nur abblocken konnte und selber nicht mehr angreifen konnte und so immer weiter zurückgedrängt wurde.
Dies war der einzigste Kampf der noch im gange war, die DA hatte alle Todesser außergefecht gesetzt, wobei etwa die häfte gefangen nehmen konnten.
Harry hatte seinem Gegner inzwischen mit vielen gesagten und ungesagten Flüchen und Feuerbällen soweit zurückgetrieben dass beide nun an der Seite des Riddlegrabes kämpften.
Ron und Hermine waren gerade bei Ginny angekommen und fielen ihr um den Hals.
„Ich bin so froh dass ihr hier seit, ich hatte solche Angst.“ sagte Ginny weinend als sie von ihrem Bruder in den Arm genommen wurde.
„Die hatten wir auch Schwesterchen, aber jetzt ist alles gut. Du bist in Sicherheit und Malfoy wird gleich von Harry besiegt.“ sagte Ron und zeigte in die Richtung des letzten noch laufenden Kampfes.
„Sectumsempra“ rief Harry und er hatte einen kleinen Erfolg. Der Fluch traf den Zauberstab von Lucius und zerteilte ihn.
Alle anderen jubelten und Malfoy sank auf die Knie. „Los Potter, bring es zu Ende. Töte mich.“
„Oh, wenn sie wüssten wie gerne ich das täte, doch ihr Tod muss noch etwas warten.“ sagte Harry und ihm währenddessen seinen Stab unter das Kinn.
Dann schug er Malfoy hart mit der Faust uns Gesicht, sodass er rückwärts um fiel, drehte sich um und wies Neville an kurz auf ihn auf zu passen und rannte zu seiner Verlobten.
Bei ihr angekommen fiel sie ihm sofort weinend in die Arme:
„Ginny, geht es dir gut, bist du verletzt? Hat er dir irgendetwas getan, oder unserem Kind?“
„Nein, mir geht es soweit gut, er hat mir und unserem Kind nichts getan. Oh Harry ich hatte solche Angst.“
„Die hatte ich auch, und zwar um euch. Angst euch beide zu verlieren. Aber jetzt ist alles wieder gut.“
Er hielt Ginny im Arm und ließ sie erst mal weinen, während die anderen sich etwas entfernt um die beiden aufstellten um die Gegend zu sichern.
Auf einmal hörte Harry wie jemand einen Schmerzensschrei ausstieß und sah dass es Neville war der gerade zu Boden gegangen war und Malfoy einen zweiten Zauberstab hatte und ihn auf Harry und Ginny gerichtet hatte.
[b]„So Potter, es war ein Fehler mich nicht zu töten, jetzt werde ich deine kleine Freundin töten. AVADA KEDAVRA!!"
Harry sah alles in Zeitlupe ablaufen. Er sah wie der grüne Strahl des Todesfluches auf ihn und Ginny zuraste, sah wie seine Freunde geschockt auf ihn zu rannten und ihn wohl doch nicht rechtzeitig erreichen konnten.
Harry reagierte nun sehr schnell. Kurz bevor der Fluch sie erreicht hatte drehte er sich mit Ginny im Arm so um dass er mit dem Rücken zum Fluch stand und Ginny geschützt war.
Er hörte wie die anderen seinen Namen riefen, doch er kümmerte sich nicht darum. Er sah seiner Verlobten in die Augen. Er konnte darin ihre Angst um ihn erkennen. Doch bevor sie etwas sagen konnte sagte er zu ihr:
„Ich liebe dich. Dich und unser Kind.“und zog sie in einen leidenschaftlichen Kuss, welchen sie unter Tränen erwiderte.
Dann hatte ihn der Todesfluch erreicht.
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