Forum | Chat | Galerie
 
Startseite | Favoriten
Harry Potter Xperts
Harry Potter Xperts
Startseite
Newsarchiv
Link us
Sitemap
Specials
Shop
Buch 7
Buch 6
Buch 5
Buch 4
Buch 3
Buch 2
Buch 1
Lexikon
Lustige Zitate
Gurkensalat
Hörbücher
Harry, A History
Steckbrief
Biographie
Werke
Erfolgsgeschichte
Interviews
Bilder
Harry Potter & Ich
JKRowling.com
Film 7, Teil 1 & 2
Film 6
Film 5
Film 4
Film 3
Film 2
Film 1
Schauspieler
Autogramme
Galerie
Musik
Videospiele
Downloads
Lesetipps
eBay-Auktionen
Webmaster
RSS-Feed
Geburtstage
Gewinnspiele
Twitter
Fanart
Fanfiction
User-CP
Quiz
Währungsrechner
Forum
F.A.Q.
Über uns
Geschichte
Impressum

Fanfiction

Auferstanden - Eine Ära geht zu Ende

von MelRU

Kapitel 2

[Eine Ära geht zu Ende]

Alles, was einen Anfang hat, hat auch ein Ende - und meistens hat das, was ein Ende hat, auch eine Fortsetzung.


Als James die Augen wieder öffnete, sah er sich ihrem Haus gegenüber. Abgesehen von den dreckigen Fenstern und den verwilderten Garten, sah es so aus wie früher. Ungewollt stiegen ihm Bilder von längst vergangenen Tagen vor die Augen. Ein Seufzen verließ seine Kehle. Wie glücklich sie alle hier gewesen waren. Er musste daran denken, wie er damals Lily nach ihrer Hochzeit über die Türschwelle getragen hatte, wie sie ihre Abende gemeinsam mit ihren Freunden lachend und scherzend im herrlichen weitläufigen Garten verbracht hatten, wie er noch mit seinem kleinen Harry auf dem Teppich gesessen und mit ihm Flugzeug gespielt hatte.

Dieser kleine Harry war nun ein sechzehnjähriger, am Boden zerstörter Junge, welcher in seinen Armen lag. James blickte auf ihn hinab und schwor sich bei dem Anblick, der sich ihm bot, sich an alle zu rächen die seinem Harryboy Leid zugefügt hatten. Eine Hand legte sich auf seine breite Schulter und er blickte auf. Lily war neben ihn getreten und sah mit einem traurigen verständnisvollen Lächeln zu ihn herab. „Komm, er muss ins Warme.“ James nickte nur, hob den Jungen auf und gemeinsam machten sie sich auf den Weg ins Haus.

Während Sirius das restliche Gebäude auf mögliche Gefahrenquellen oder Fallen inspizierte und sich vergewisserte, dass alles in Ordnung war, brachte James seinen Sohn ins Schlafzimmer. Erstaunlicherweise sah es genauso aus, als wäre er nur für ein paar Tage weg gewesen, wenn man von der dicken Staubschicht absah, welche hier überall zu finden war. Nachdem Lily den Staub mit einem Schwenker ihres Zauberstabs verschwinden hat lassen und nun im Kamin Feuer entfachte, legte ihr Mann seine leichte Last auf dem großen Himmelbett ab. Er zauberte den Jungen bis auf die Boxershorts aus und sprach er einen Trockenzauber über seinen Sohn, ehe er ihn fürsorglich zudeckte und ihm einen Kuss auf die Stirn drückte. Seine Frau tat es ihm gleich.

„Im restlichen Haus ist die Luft ebenfalls rein, es ist alles okay“, berichtete ihnen Sirius, welcher gerade das Zimmer betrat. „Okay“, sagte James heißer. „Ich werde in die Küche gehen und nachsehen, ob ich etwas Essbares finde, er hat bestimmt Hunger, wenn er aufwacht“, mit diesen Worten begab sich Lily Potter hinunter in die Küche. Sirius warf James einen vielsagenden Blick zu, woraufhin James' Kehle ein weiterer Seufzer entwich. „Ich weiß. Sie versucht sich nur abzulenken. Ich kann es verstehen, ich will es genauso wenig wahr haben“, sagter er und sah dabei traurig zu seinem Sohn. Sirius legte seinen Arm um James Schulter und sagte leise: „Mach dir keine Vorwürfe, Prongs. Du konntest nicht wissen, wie sich das alles entwickelt. Ich allein bin für all das zu beschuldigen." James schüttelte verständnislos seinen Kopf. „Was redest du da für einen Blödsinn, Sirius! Wieso solltest du dir Vorwürfe machen! Du hast doch bestimmt alles für Harry getan und warst für ihn da.“ Sirius holte zitternd Luft. Vor diesem Gespräch hatte er sich all die Jahre seid James' und Lilys Tod am meisten gefürchtet. Wenn er nicht vorgeschlagen hätte, dass sie Peter heimlich zum Geheimniswahrer machen sollten, dann hätte Peter seine Freunde nicht verraten können und sie wären nicht gestorben. Harry hätte nicht ohne Eltern aufwachsen müssen und er selbst wäre nicht dreizehn lange, einsame, düstere Jahre in Askaban gewesen und hätte ebenfalls für seinen Patensohn da sein können, wie es sich Normalerweiße gehörte.

„Ihr irrt euch, wenn ihr glaubt, dass Harry all die Jahre in meiner Obhut verbracht hat. Ich hab ihn erst vor zwei Jahren wieder gesehen“, war alles, was er sagte. James sah ihn verständnislos an. „Was meinst du damit? Wo war er all die Jahre?“ Sirius blickte nachdenklich aus dem Fenster. „Da es Monny aufgrund seines Werwolfdaseins nicht erlaubt war auf ihn aufzupassen, ist er bei Lilys Schwester untergekommen. Dumbledore meinte, dass der Blutschutz am geeignetsten wäre, um Harry vor den Todessern zu beschützen.“ „Bei Petunia und ihrem Mann? Diesem Walross? Aber wieso?“ James verstand es nicht. Wieso war Sirius, der so unendlich Stolz darauf gewesen war Harrys Pate zu sein, nicht für seinen Sohn da gewesen? Was hatte ihn davon abgehalten? „Wo warst du?“, fragte er leise als wollte er die Antwort gar nicht hören. Sirius musste einen schwerwiegenden Grund gehabt haben, denn wieso sonst sollte sein bester Freund seine Pflichten als Patenonkel vernachlässigt haben?

„Ich war in Askaban.“

Bei dieser Antwort fuhr James zusammen und trat einen Schritt zurück. Ungläubig sah er den etwas größeren Mann vor ihm an. „Wie bitte?“, entfuhr es Harrys Vater fassungslos. „Wieso um alles in der Welt solltest du, Sirius Black Vorzeige-Auror schlechthin verurteilt worden sein?“ Sirius strich sich die Haare aus der Stirn, ehe er erklärte: „Sie haben gedacht, dass ich es war, der euch an Voldemort verraten hat.“ Plötzlich setzten sich die Puzzleteile für James zusammen. Die anderen hatten gedacht Sirius wäre ihr Geheimniswahrer und haben daraus geschlussfolgert, dass er sie verraten hatte. Hatten sie wirklich geglaubt, dass Sirius, sein Bruder ihn verraten würde? James wusste, dass Sirius lieber gestorben wäre, ehe sie zu hintergehen. Er hatte so viele Mühen und Risiken auf sich genommen um seine Familie und ihn zu schützen und dafür war er in dieses finstere Loch gesteckt worden. James wurde übel.

„Ich habe versucht Peter nach seinem Verrat zu stellen, doch er konnte entwischen und hat es so aussehen lassen als hätte ich ihn getötet - ein Grund mehr mich als verrückten Massenmörder dastehen zu lassen“, schnaubte Sirius. James schüttelte den Kopf und lehnte sich erschöpft gegen die Wand. Was hatte Sirius nur all die Jahre nach ihrem Tod erdulden müssen. Es tut mir so leid. „Wie lange? Wie lange haben sie dich an diesem Ort festgehalten?“ Er musste es wissen, er musste wissen, wie lange sein bester Freund unschuldig in dieser Hölle festgesessen hatte.

Es dauerte etwas, bis ihm Sirius antwortete: „Dreizehn verdammte Jahre, James. Dreizehn Jahre, bis ich es endlich geschafft hatte zu fliehen, um Harry zu suchen.“ „Dreizehn Jahre?“, hauchte James. Dreizehn Jahre in Askaban ohne verrückt zu werden. Wie hatte er das nur geschafft? Es kam für Sirius so plötzlich, dass er beinahe gestolpert wäre, als James ihn in seine Arme zog. „Es tut mir so leid, Padfoot. Wir hätten das alles nie von dir verlangen dürfen. Verzeih mir.“ Ungewollt schlich sich ein leichtes Lächeln auf Sirius' Gesicht. Das war wieder einmal typisch James, wie konnte er sich nur dafür entschuldigen? Ihn traf doch keine Schuld. Sirius erwiderte die Umarmung. „Es gibt nichts zu verzeihen, Prongs.“ „Und auch du hast dir nichts vorzuwerfen, Padfoot“, antwortete James, ohne ihn loszulassen. Sie standen eine Zeit lang so da, bis James stutzte. „Momentmal“, er befreite sich aus der Umarmung, „Soll das etwa heißen, dass du aus Askaban, dem Hochsicherheitsgefängnis für magische Schwerstverbrecher geflohen bist? Das hat noch niemand geschafft!“ Sirius konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Jetzt wo er wieder mit James, Harry und Lily vereint war, schien alles nicht mehr so schlimm zu sein. „Es hat wahrscheinlich seine Vorteile, wenn man ein unregistrierter Animagi ist, da Dementoren so ihre Problemen mit Tieren haben“, antwortete er grinsend.

Ein dankbares Lächeln legte sich auf James' Gesicht. „Siehst du, das ist der Beweis dafür, dass du dir keine Vorwürfe zu machen hast. Du bist für Harry aus diesem Drecksloch ausgebrochen! Du hast für ihn das Unmögliche möglich gemacht, um bei ihm zu sein. Und jetzt haben wir alle eine zweite Chance bekommen, um es gemeinsam noch einmal zu versuchen!“ Sirius lächelte seinen besten Freund, der wie ein Bruder für ihn war, an und nickte. „Du hast ja recht.“ „Komm, sehen wir mal nach Lily. Ich glaube wir haben uns noch viel zu erzählen.“ „Du meinst wohl eher: Du und Lily werdet mich einem Verhör unterziehen.“ James grinste ertappt. „Es muss ja nicht sofort sein, aber ich würde so gerne mehr über Harry erfahren. Er ist doch ein guter Junge, oder?“ Sirius grinste. „Er ist ein toller Junge, James.“ Sie warfen noch einen Blick auf ihren Schützling, ehe sie gemeinsam das Schlafzimmer verließen und Lily in der Küche aufsuchten.


Als Harry aufwachte, spürte er keine fröstelnde Kälte mehr, doch seelisch fühlte er sich noch immer total am Ende. Er hörte das Feuer knistern und langsam realisierte der junge Potter, dass er auf einem weichen kuscheligen Bett lag. Er öffnete seine grünen Augen, nur um sie dann gleich wieder zu schließen, da sie sich nicht so schnell an die Helligkeit gewöhnen konnten, die im Raum herrschte. Mühsam versuchte er sich daran zu erinnern, was passiert war, bevor er in Ohnmacht gefallen war. Langsam kamen die Erinnerungen zurück und er begann heftiger zu atmen. Seine Eltern! Sirius! Sie lebten! Aber das war doch unmöglich, immerhin waren sie doch tot! War das ein Trick der Todesser gewesen und war er wie ein Idiot darauf reingefallen? Remus hatte ihn gewarnt, nicht alleine auf den Friedhof zu gehen. Aber wenn er sich in Gefangenschaft befand, wieso lag er dann in einem gemütlichen Bett und nicht irgendwo gefesselt und geknebelt im Dreck? Er öffnete seine Augen erneut, dieses Mal aber nur einen Spalt, um sich langsam an das helle Tageslicht zu gewöhnen. Harry blickte sich kurz um und bemerkte, dass die überwiegenden Farben in diesem Raum Gold und Rot waren. Gryffindor, schoss es ihm durch den Kopf. Wie war er hierher gekommen? Wo war er überhaupt?

Langsam streifte er die Decke zu Seite und schlug die Beine über die Bettkante. Er wollte aufstehen, doch durch den rapiden Gewichtsverlust der letzten Wochen, musste er sich noch mal hinsetzten und die Augen schließen, da ihm kurz Schwarz vor Augen wurde. Als sich das Schwindelgefühl wieder einigermaßen gelegt hatte, versuchte er es noch einmal, dieses Mal langsamer. Als er sicher stand, ging er zum Nachttisch, auf welchem seine Kleider lagen. Schnell zog er den Stoff über seinen dünnen Körper und setzte seine Brille auf. Verwundert entdeckte er seinen Zauberstab, schnell nahm er ihn in seine Hand. Also wenn er wirklich von Todessern gefangen gehalten wurde, waren diese ganz schön dämlich. Konnte es wirklich sein das ... Er schüttelte den Kopf, nein es war nicht möglich! Es gab keinen Zauber, welcher die Toten wiederbelebte, das hatte ihm Dumbledore nur all zu oft gesagt. Alles, was man einmal an den Tod verloren hatte, bekam man nicht wieder. Harry ging auf das große Fenster zu seiner Linken zu, um hinauszuspähen, vielleicht entdeckte er ja so irgendetwas, was ihn seinen Aufenthaltsort verraten konnte. Von seinem Standort aus erblickte er eine Terrasse, welche sich unter dem Fenster befand. Anschließen war ein etwas verwilderter aber beachtlich großer Garten zu sehen. Im angrenzenden Waldstück konnte er durch die ersten noch nicht so dichten verwachsenen Bäume einen kleinen tiefblauen See ausfindig machen.

Ein Stockwerk tiefer herrschte betretenes Schweigen. Sirius hatte Lily und James alles erzählt, was in den letzten Jahren passiert ist. Es war verständlich wie geschockt die beiden Elternteile darüber waren, was ihr Sohn schon alles erlebt hatte. Schwerfällig erhob sich Sirius von seinem Stuhl. „Ich werde einmal nach Harry sehen.“ James legte leicht seinen Kopf schief. Ihm war aufgefallen, wie schwer es Sirius gefallen war, ihnen all das zu erzählen. Wenn er ehrlich war, sah sein bester Freund beinahe schlimmer aus als Remus nach einer Vollmondnacht. „Vielleicht solltest du dich erst mal ein bisschen ausruhen und ich werde nach ihm sehen?“ Sirius schmunzelte leicht. „Diese fürsorgliche Ader hast du von deiner Mutter, Prongs. Mir geht es gut, ehrlich. Ich fühle mich ziemlich ... lebendig.“ Da anscheinend weder James noch Lily diesen Scherz lustig fanden, fuhr er fort: „Okay, ich werde mich ausruhen, aber erst nachdem ich nach Harry gesehen habe. Ich denke es ist besser, wenn er mich zuerst sieht, denn ich habe das Gefühl, dass seine Reaktion von vorhin einfach durch den Schock und die Verzweiflung ausgelöst wurde. Immerhin habe ich Harry als sehr vorsichtigen Menschen kennengelernt und sein Misstrauen ist durch das, was ihm in den letzten Jahren passiert ist noch um einiges gewachsen. Mich hat es ehrlich gesagt gewundert, dass er uns nicht gleich verhext hat. “

„Na gut, aber komm dann mit ihm runter, wenn er wach ist, okay? Die Suppe ist fertig und er sollte unbedingt etwas zu sich nehmen“, wies ihn Lily an. „Alles klar, mach ich.“ Mit diesen Worten verließ der Erbe der Blacks die Küche und begab sich hinauf ins Schlafzimmer. Dort öffnete er leise die Tür und stellte fest, dass sein Patensohn bereits wach war. Um ihn nicht allzu sehr zu erschrecken, klopfte er leise an der Tür, ehe er sagte: „Hey Dornröschen, auch schon wach?“

Harry bewunderte noch immer den schönen Garten, als er plötzlich eine Stimme hörte. Er kannte diese Stimme. Tränen schossen ihm in die Augen. Es war nicht möglich, er war tot! Automatisch verstärkte sich sein Griff um seinen Zauberstab. Angespannt drehte er sich um, nur um dann erschrocken einen Schritt zurückzumachen, als er seinen Patenonkel erkannte. Seine Atmung begann sich zu beschleunigen, doch als Sirius einen Schritt auf ihn zugehen wollte, hob er reflexartig seinen Zauberstab. „Bleib weg!“ Der Stab in seiner Hand zitterte. „Harry, beruhige dich“, sagte Sirius und hob abwehrend die Hände. „Wer bist du? Was fällt dir ein, Sirius' Gestalt anzunehmen!“ „Harry ich bin es wirklich! Das ist mein Körper! Ich meine, ich könnte es verstehen, wenn man so aussehen will wie ich ...“ „Halt die Klappe!“ Harry schnaufte. „Beweise es! Beweis es das du es bist“, sagte Harry und klang dabei fast flehend.

Sirius lächelte gutmütig. „Wo soll ich da nur anfangen? Was soll ich dir denn erzählen, Harry? Dass Remus, dein Dad, Pettigrew und ich eine Karte von Hogwarts erstellt haben, wo alle Geheimgänge darauf zu finden sind? Dass wir uns gegenseitig Moony, Padfoot, Prongs und Wormtail genannt haben bzw. noch immer nennen? Dass James, Pettigrew und ich Animagi geworden sind, um Remus in seinen Vollmondnächten beizustehen? Dass ich letztes Jahr mein hässliches altes Zuhause dem Orden als Hauptquartier überlassen habe? Dass ... “ „Du bist es wirklich ...“, haucht Harry und lies seinen Zauberstab sinken. Eine wohltuende Wärme breitete sich ihn Harrys Herzen aus, aber er verstand es nicht. „Wie ist das nur möglich? Du warst tot, ich hab dich mit eigenen Augen durch den Schleier fallen sehen! Ich wäre dir beinahe nachgesprungen, wenn Remus mich nicht aufgehalten hätte.“ Sirius sah Harry sprachlos an, er hatte nicht gewusst, dass Harry das mit angesehen hatte. Außerdem erschreckte es ihn, dass sein Patensohn ihm beinahe ins Reich der Toten gefolgt wäre.

Er schüttelte kurz den Kopf um Harrys Frage zu beantworten, immerhin hatte er gewusst, dass sein Patensohn ihm diese Frage stellen würde. „Hör zu Harry. Der Tod war nicht davon überzeugt, dass du die Last, die dir das Schicksal aufgetragen hatte, alleine tragen kannst, dass du deine Prophezeiung nicht erfüllen kannst. Deshalb hat er sich entschlossen dir Unterstützung zu geben und hat sich deshalb über die jahrmillionenalten Gesetze der Natur hinweggesetzt und uns ins Leben zurückgeholt. Und glaub mir, wir drei wollen nichts mehr, als dass es dir wieder besser geht und dich zu unterstützen.“ Harry lachte und schluchzte gleichzeitig und fiel seinem lang vermissten Paten um den Hals. „Ich bin so froh, dass du wieder da bist! Ich hab dich so sehr vermisst“, nuschelte er an Sirius' Brust. Dieser hielt ihn nur fest an sich gedrückt. Als Harry sich von ihm löste, sah er Sirius fragend an. „Und Mum und Dad sind auch ... Sie sind wirklich ...“ Sirius lächelte Harry liebevoll an. „Ja, Harry sie sind auch hier. Genauergesagt sind sie unten in der Küche und warten darauf dich kennenzulernen. Also komm, lass uns hinunter gehen, deine Mum hat während du geschlafen hast gekocht. Es hat leider nur für eine Suppe gereicht, ich denke wir müssen bald einmal einkaufen gehen, sonst verhungern wir hier noch“, zwinkerte Sirius und führte Harry aus dem Zimmer. Während sie die Treppen ins Erdgeschoss hinunter stiegen, war Harry noch immer total in Gedanken. Es war also doch kein Traum gewesen! Er hatte seine Familie wieder zurück - es war einfach unfassbar!

Als Sirius die Tür zur Küche aufstieß, entdeckte Harry sofort seine Mutter, sie stand am Herd und rührte kräftig in einem großen Topf. „Mum?“, flüsterte er heißer. Lily lies den Kochlöffel aus der Hand fallen und drehte sich blitzschnell um. „Harry!“ Schnell waren die Meter überwunden und Harry fand sich wieder in einer Umarmung seiner Mutter. Nach einiger Zeit ließ auch sie von ihm ab und lächelte. „Ich hoffe du hast einen Bärenhunger.“ Harry nickte leicht, alles wirkte wie in einem Traum. Was wenn das hier alles nicht echt war und nur eine Vision von Voldemort? Aber was wollte er damit bezwecken? Und hatte nicht Sirius bewiesen, dass er der echte Sirius war? Seine Augen weiteten sich, als er die Person, welche nun hinter seiner Mum stand, entdeckte. Lily folgte seinem Blick, lächelte und trat beiseite. Da stand er nun, sein Vater. Lebend. Es war als würde er in einen Spiegel sehen, nur das sein Dad größer und besser gebaut war als er selbst. Aber sie sahen sich zum Verwechseln ähnlich.


Genau dieselben Haare.
Rabenschwarz.
Verstrubbelt.

Genau dasselbe Gesicht.
Die Nase.
Der Mund.

Nur die Augen.
Seine waren smaragdgrün.
James’ waren Haselnussbraun.


Harry trat von einem Fuß auf den anderen und seine Hände fingen leicht an zu zittern. Er wusste nicht, wie er reagieren sollte. Durfte er seinem Vater auch einfach so um den Hals fallen? Hatte er das nicht am Friedhof schon gemacht? James bemerkte das Zögern des Jungen und überwand die letzten zwei Meter, die ihn von seinem Sohn trennten, und umarmte ihn fest. Harry genoss es einfach, wie schon am Friedhof vermittelte ihm diese Umarmung so viel Liebe und Geborgenheit, dass er das Gefühl hatte, sein Herz würde vor Glück platzen. Mit den Worten: „Na komm, Harryboy, jetzt wird erst mal gefrühstückt. Du siehst aus als könntest du eine große Portion vertragen.“ ließ er von Harry ab. Das Essen verlief eigentlich relativ ruhig und Harry war sehr froh darüber, er brauchte einfach noch ein bisschen Zeit, um das alles zu verdauen. Seine Eltern und Sirius waren wieder da!

„Achja Harry, wir müssen nachher nach Hogwarts“, wandte sich sein Vater an ihn. „Wieso nach Hogwarts?“, fragte Harry erstaunt. „Wir müssen zu Dumbledore. Immerhin müssen wir ja irgendwie unsere "Auferstehung" erklären und wir haben gedacht, dass Dumbledore sicher einen guten Einfall haben wird“, erklärte ihm Sirius. Harry sah ihn einen Moment mit großen Augen an. „Ist alles in Ordnung, Harry?“ Harry schüttelte leicht den Kopf und seine Augen schimmerten verdächtig, er legte seinen Löffel beiseite, der Appetit war ihm vergangen. „Ihr wisst es nicht, oder?“ „Was wissen wir nicht?“ Harry holte einmal tief Luft um sich selbst zur Ruhe zu zwingen, er wollte nicht die ganze Zeit vor seiner Familie heulen wie ein kleines Kind. „Voldemort hat Dumbledore umgebracht. Am Ende des letzten Schuljahres, danach wurde Hogwarts geschlossen.“ James, Lily und Sirius sahen ihn ungläubig an.

Albus Dumbledore, der größte Zauberer der jüngeren Geschichte war von Voldemort getötet worden? Und das einzigartige Hogwarts, die Schule für Hexerei und Zauberer - geschlossen? Das konnte doch nicht wahr sein. „Das ist nicht wahr“, haucht Sirius. James schüttelte nur geschockt den Kopf und Lily schien den Tränen nahe zu sein. „Doch ist es. Falls es euch nicht aufgefallen ist, gestern war der 31. Oktober, da hätte ich schon längst in Hogwarts sein müssen, oder?“ Auf einmal trat Erkenntnis in ihre Augen. James faste sich nach ein paar Minuten als Erster wieder. „Dann sollten wir wohl einen Brief an das Ministerium schreiben. Dort gibt es - soviel ich weiß - eine Abteilung für außergewöhnliche Fälle. Denen können wir das dann erklären.“ „Ja, das wäre am Besten“, kam es nachdenklich von Sirius. Das restliche Frühstück verlief schweigend, da jeder seinen eigenen Gedanken nachhing. Als Harry seine Eltern und Sirius beobachtete, wie sie diese Information verdauten, musste er selbst an die grausame Nacht denken, in der es passiert war.


*



Harry sah hoch zum Lehrertisch, schon wieder war Dumbledore nicht anwesend. „Hey, Harry kommst du?“ Ron und Hermine sahen ihn besorgt an. So besorgt, wie sie es seit dem Tod von Sirius immer taten. „Dumbledore ist schon wieder nicht da.“ „Mach dir deswegen keine Sorgen, wahrscheinlich erledigt er etwas für den Orden“, versuchte Hermine ihren besten Freund zu beruhigen. Harry zuckte mit den Schultern und folgte seinen Freunden hinauf in den Gemeinschaftsraum, dort wünschte er ihnen gleich eine gute Nacht und flüchtete in den Schlafsaal. Er legte sich erschöpft auf sein Bett und starte an die Decke. Immer wieder stiegen ihm Bilder von Sirius vor die Augen, so sehr er sie auch versuchte zu verdrängen, sie kamen immer wieder. Am Ende schlief er dann samt seiner Kleidung erschöpf ein.

Er wurde von unheimlichen Albträumen geplagt. Dieses Mal waren es aber nicht die Albträume vom Tod seines Paten, sondern heute sah er immer wieder Dumbledore und Voldemort, die sich einen Kampf um Leben und Tod lieferten. Er versuchte zu erkennen, wo sie diesen Kampf austrugen, nach einiger Zeit erkannte er dann den Friedhof, auf welchem er bei der dritten Aufgabe im Trimagischen Turnier gelandet war. Harry beobachtete gespannt den Kampf, bis etwas passierte, dass er nie für möglich gehalten hatte. Dumbledore war für einige Sekunden von einem anderen Todesser außer Gefecht gesetzt worden, und in diesen Sekunden schoss Voldemort einen Todesfluch auf den Schulleiter, dieser konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und wurde mitten in der Brust getroffen. „Jetzt kann mich niemand aufhalten“, schrie Voldemort und brach in wahnsinniges Gelächter aus, wo seine Todesser mit einstimmten.

„Nein!“ Hysterisch schreckte Harry aus seinem unruhigen Schlaf, er blickte sich um. Er war noch immer im Schlafsaal. Er sprang aus dem Bett und rannte die Treppe runter in den Gemeinschaftsraum. Dort suchte er Ron und Hermine und rannte auf sie zu „Harry, ist alles in Ordnung? Wir haben dich schreien hören. Oh mein Gott, du siehst ja furchtbar aus!“ „D…Dumbledore“, kam es keuchend von Harry, er wirkte total verstört. „Harry so beruhige dich doch, vielleicht solltest du dich einfach einmal hinsetzten und einen Schluck Wasser trinken.“ Hermine schien sich richtige Sorgen um ihn zu machen. Aber Harry schüttelte nur schwer atmend den Kopf. „Dumbledore er … er ist tot!“ Alle, die Harrys "Auftritt" nicht bemerkt und ihre Gespräche weiter geführt hatten, verstummten und sahen ihn ungläubig an. „Harry, woher willst du das wissen?“ Harry schüttelte nur den Kopf und rannte aus dem Gemeinschaftsraum, den Gang entlang zur Professor McGonagalls Büro. Dort angekommen klopfte er wie wild gegen die Türe. McGonagall riss wütend die Türe auf „Mr. Potter ich muss doch sehr bitten, sie treten mir hier die Türe ein und außerdem ist es bereits nach…“ geschockt hielt sie inne „Mr. Potter geht es Ihnen gut? Sie sehen schrecklich aus.“

„Wo ist Professor Dumbledore hingegangen?“ „Wieso wollen sie das wissen?“ „Es ist wichtig. Bitte Professor!“ McGonagall zog die Augenbraue nach oben. „Ich darf es ihnen leider nicht sagen Mr. Potter so leid es …“ „Sie müssen es mir sagen, Professor. Es ist wirklich wichtig!“ Minerva sah den Jungen erschrocken an, als ihm die Tränen über die Wangen liefen. „Was haben sie gesehen Mr. Potter?“, flüsterte die geschockte Professorin. „Sagen Sie mir doch bitte, wo er ist“, kam es schon fast flehend von Harry, vielleicht war es ja nur ein Traum gewesen. „Er …Professor Dumbledore hat sich auf den Weg gemacht, um auf den Friedhof zu gehen, auf den sie im vierten Jahr gelandet sind.“ Harry sah seine Lehrerin nur geschockt an „Nein“, hauchte er verzweifelt und stolperte nach hinten, bis er an die kalte Wand stieß. „Oh mein Gott, Mr. Potter geht es Ihnen nicht gut?“ „Er ist tot“, flüsterte Harry noch, bevor ihm die wohltuende Schwärze umfing und all seine Sorgen, Befürchtungen und vor allem Schuldgefühle für einige Zeit vergessen ließ.

Als er dann am nächsten Morgen im Krankenflügel aufgewacht war, hatte man ihm gesagt, dass McGonagall ihn nach seinem Zusammenbruch hier hergebracht hatte. Danach hatte sie den Orden informiert. Eine Truppe war auf den Friedhof appariert, wo sie Dumbledores Leiche dann gefunden hatten. Ein paar Tage später, auf Dumbledores Begräbnis, wurde dann die Schließung von Hogwarts verkündet, was das Ende einer Ära eingeläutet hatte.


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel

Top-News
Suche
Updates
Samstag, 01.07.
Neue FF von SarahGranger
Freitag, 02.06.
Neue FF von Laurien87
Mittwoch, 24.05.
Neue FF von Lily Potter
Zitat
Ich tanze sehr gern und gerade die Walzerproben haben viel Spaß gemacht, aber interessanterweise wollte Mike gar nicht, dass wir die Tänze perfekt beherrschen. Er wollte vielmehr unsere Unsicherheit bei den Tanzschritten ins Bild bringen.
Emma Watson über die Dreharbeiten zum Ball