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Fanfiction

Auferstanden - Fürsorge

von MelRU

Kapitel 6

[Fürsorge]

Um die Liebe der Eltern zu verstehen, muss man selber Kinder aufziehen.


Es dauerte etwas, bis sich die drei Rumtreiber beruhigt hatten. „Ihr hättet das Gesicht von dem Typen dort sehen sollen, es war einfach herrlich. Als wären wir Gespenster oder so was“, erklärte ihnen Sirius. „Es ist aber irgendwie auch verständlich, Padfoot“, meinte Remus grinsend. „Hat alles geklappt?“, wollte Lily nun endlich von ihrem Mann wissen. „Ja, es ist alles nach Plan verlaufen. Wir haben uns mit dem Abteilungsleiter ausgemacht, dass wir der Öffentlichkeit eine etwas andere Version auftischen“, antwortete James. „Die da wäre?“, fragte Harry.

„Deine Mutter und ich waren gar nicht tot, wir wurden bei Voldemorts Angriff nicht getötet, sondern sind aufgrund unserer Verletzungen ins Koma gefallen. Zu unserer eigenen Sicherheit wurden wir in unter Decknamen in ein Muggelkrankenhaus gebracht und nicht ins St. Mungos. Die Muggel dort wussten nicht wer wir waren und die Leute aus dieser Ministeriumabteilung haben es eben zu unserer Sicherheit geheim gehalten. Klingt doch eigentlich ganz logisch oder?“ Harry sah seinen Dad nachdenklich an. „Aber wieso seid ihr jetzt auf einmal aus dem Koma aufgewacht. Und was ist überhaupt mit Sirius?“ James zog die Augenbrauen hoch.

„Es gab schon öfters Fälle, wo Komapatienten plötzlich wieder aufgewacht sind. Und bei Padfoot hat ja außer dir und Remus niemand gesehen, dass er durch den Bogen gefallen ist und somit tot war. Nun ja wir hatten uns das so gedacht, dass ihr zwei euch das nur ausgedacht habt, damit die Zauberwelt denkt, dass er tot ist und somit die Suche nach ihm abbricht. Und mittlerweile haben sie Pettigrew ja schon gefangen genommen und wissen jetzt, wer der wirkliche Schuldige ist. Somit kann auch Sirius wieder ein normales Leben führen“, erklärte ihm James und warf einen belustigten Blick auf seinen besten Freund, welcher auf der Couch lungerte.

„Aber wäre es nicht vielleicht doch besser, wenn die breite Öffentlichkeit nichts von eurer Auferstehung weiß?“, stellte ihnen Harry die Frage, die ihm schon die ganze Zeit im Kopf herumspuckte. James legte den Kopf leicht schief. „Wieso denkst du das?“ Harry druckste ein bisschen herum, ehe er sagte: „Es ist doch gefährlicher, wenn es publik wird, oder? Wenn es niemand erfahren würde, würden es auch Voldemort und die Todesser nie erfahren.“ „Dann müssten wir uns aber immer verstecken. Und auch dann wäre es nicht hundertprozentig sicher, dass wir nicht entdeckt werden“, tat Sirius seine Überlegung kund.

„Aber ihr würdet immerhin eine Zeit lang sicher sein“, beharrte Harry auf seinem Standpunkt. „Wer weiß, wie die Todesser reagieren, wenn sie von eurer Auferstehung erfahren? Voldemort wird es nicht all so toll finden, dass einige der Menschen, die er getötet hat, wieder so mir nichts dir nichts von den Toden auferstehen.“ James seufzte. „Harry glaub mir, dass wir uns auch darüber Gedanken machen. Aber wenn wir uns immer versteckt halten müssten, könnten wir dir nicht effizient helfen. Du wärst da draußen trotzdem auf dich allein gestellt und sind wir nicht deshalb hier, damit du eben nicht alleine bist?“

Harry schluckte. Er wollte nicht, dass seine Eltern seinetwegen in Gefahr waren. Immerhin hatte Voldemort sie schon einmal wegen ihm getötet. „Aber ich will nicht ...“, Harry stoppte sich selbst. War es nicht egoistisch von ihm, von seinen Eltern zu verlangen, dass sie hier versteckt in diesem Haus hausen sollten, bis der Krieg zu Ende war. Waren seine Eltern nicht auch das letzte Mal versteckt gewesen und waren trotzdem getötet worden? Aber dieses Mal wäre es anders. „Ich will einfach nicht, dass euch etwas passiert.“ Er wollte seine Familie nicht in Gefahr bringen, Voldemort hatte durch Dumbledores Tod sehr viel an Macht dazu gewonnen und würde wahrscheinlich, sobald er herausfand, dass die Potters wieder lebten, beginnen sie zu jagen.

„Ich weiß mein Schatz, aber ich würde verrückt werden, wenn ich nur hier sitzen würde und nichts zu tun hätte, während du vielleicht irgendwo da draußen in Gefahr bist“, erklärte ihm seine Mutter. „Genauso so geht es deinem Vater und mir auch. Und um gleich die nächste Bombe platzen zu lassen: Ich weiß du wirst nicht all zu erfreut darüber sein, aber James und ich haben mit Kingsley gesprochen. Wenn wir die Bekanntgabe unserer Aufersehung über die Bühne gebracht haben, sind wir, um es in Kings Worten zu sagen: herzlich dazu eingeladen wieder am aktiven Dienst teilzunehmen.“

„Moment, du meinst ihr beide werdet als Auroren arbeiten?“ Sie würden jeden Tag in Gefahr schweben, wieso taten sie das? Er wollte sie nicht verlieren. „Ja, genau das heißt es.“ Harry atmete einmal tief durch. „Harry, ich weiß, dass das nicht leicht für dich ist, aber wie Lily schon gesagt hat, wir würden hier durchdrehen. Ich will nichts mehr als dich zu beschützen, aber ich muss mir auch sicher sein, dass ich es kann. Und da ist das Training als Auror bestimmt bestens geeignet.“

Harry wusste, dass er auf verlorenen Posten kämpfte. Aber wenn Sirius und sein Dad im Ministerium arbeiteten, würde er dann hier alleine zurückbleiben? Sein Blick wanderte zu seiner Mutter. „Hast du auch vor dich jeden Tag in Gefahr zu stürzen?“ Lily lächelte ihn warm an. „Auch wenn ich ein paar gute Zauber auf lager habe, reicht es wohl kaum für eine Karriere als Aurorin, darüber brauchst du dir also keine Sorgen zu machen. Es sieht so aus, als würden wir beide hier zuhause bleiben und darauf warten, dass diese beiden Möchtegernhelden nach Hause kommen.“

„Wie ich dir bereits erklärt habe, haben dein Pate und ich bereits einige Schutzzauber über dieses Anwesen gelegt, außerdem werden auch einige Auroren vorbeikommen, die weitere Schutz-, Bann- und Alarmzauber ausführen werden. Leider müssen die Auroren in einer Akte diese Zauber anführen. Da wir dem Ministerium nicht über den Weg trauen, nichts gegen die Auroren, hat der Orden bereits angefangen nach weiteren eher unbekannteren Zaubern zu suchen, die es hier noch Sicherer machen. Und falls es zu einem Angriff kommen sollte, werden wir durch den Überwachungszauber verständigt.“

„Aber was sollen wir hier tun? Blöd herumsitzen und nichts tun? Ihr habt selbst gesagt, dass ihr durchdrehen würdet. Wie soll ich auch nur ansatzweise irgendwie gegen Voldemort kämpfen, wenn mich alle - was diesen Krieg betrifft - außen vorlassen? Ich hasse es, dass andere Menschen wegen mir in Gefahr sind! Und ich hasse es noch mehr, dass ich nichts dagegen tun kann!“

Ihren Sohn so verbittert zu sehen, machte Lily ganz traurig. Sie ging zu ihm und sagte: „Ich weiß, dass du enttäuscht bist, weil dir viele Dinge verheimlicht wurden. Sirius hat uns erzählt wie oft er mit Dumbledore gestritten hat und von ihm verlangt hat, dass er dir mehr erzählen soll. Aber weißt du, Dumbledore war nun mal unser Anführer, er war der Leiter des Ordens und wir haben, als wir dem Orden beigetreten sind einen Schwur geleistet, dass wir seine Entscheidungen nicht hinterfragen und seinen Befehl folge leisten. Ich denke, dass er seine Gründe gehabt hat, einiges vor dir geheim zu halten. Auch wenn ich einige seiner Handlungen nicht verstehen kann, kann ich nicht über ihn urteilen, da ich nicht in seiner Position war und ich es somit nicht nachempfinden kann. Im Nachhinein zu sagen das es auf die eine oder andere Art und Weise besser oder leichter gewesen wäre ist einfach, aber in dem Moment zu entscheiden, wo es wichtig ist, ohne die weiteren Entwicklungen zu kennen, erscheint es einen manchmal unmöglich schwerwiegende Entscheidungen zu treffen aber Dumbledore hat nie davor gescheut diese Entscheidungen zu treffen und dafür habe ich ihn hoch geschätzt und das tue ich immer noch.“

Harry sah seine Mutter lange an. Er konnte sich noch genau daran erinnern, wie sich Dumbledore bei ihm entschuldigt hatte, dafür, dass er ihn zulange wie ein Kind behandelt hatte. Harry schluckte. Dumbledore hatte in ihm einen Enkel gesehen, denn er zu beschützen versucht hatte, dafür konnte er ihm nicht böse sein. Er nickte leicht. „Ich weiß, was du meinst, aber ...“ Lily legte ihm eine Hand auf seine Schulter. „Aber nun wird es anders sein. Jetzt sind Sirius, James und ich wieder da. Und wenn James und ich dir erlauben in den Orden beizutreten, können sie nicht wirklich etwas dagegen tun.“

Harry sah seine Mutter überrascht an. „Du meinst ihr würdet es erlauben, dass ich den Orden beitrete?“, fragte er überrascht und blickte zwischen seiner Mutter und seinem Vater hin und her. James nickte leicht, während Lily leise seufzte. „Weißt du, es ist für keine Eltern auf der Welt leicht, wenn ihr Kind so eine schwere Bürde auferlegt bekommt. Aber das können wir nicht mehr ändern, wir können dich nur auf dem Weg unterstützen und bestmöglich darauf vorbereiten, was kommen wird. Ich denke, dass es das Mindeste ist, wenn du den Sitzungen des Ordens beiwohnst und somit immerhin immer einen Überblick über die momentane Lage hast und über alles bescheid weist.“

„Okay machen wir einen Deal.“ Harry sah Sirius fragend an. „Wir lassen dich in den Orden und du uns ins Aurorenbüro“, schlug sein Pate vor. „Für dich ist es nicht leicht uns gehen zu lassen und für uns ist es nicht leicht dich gehen zu lassen“, meinte sein Vater. Harry nickte leicht. „Ich kann euch sowieso nicht mehr davon abhalten, oder?“ Sein Vater und Sirius lächelten unschuldig - zu unschuldig. „Habt ihr etwa den Arbeitsvertrag schon unterschrieben?“

„Nächste Woche Montag ist unserer erster Arbeitstag“, erzählte ihm sein Vater wahrheitsgetreu. Harry lachte, irgendwie hatte er sich das bereits gedacht. Die Erwachsenen atmeten aufgrund dieser Reaktion erleichtert aus. „Na kommt, lasst uns etwas essen, ich hab hunger“, sagte Sirius und erhob sich von der Couch. „Siehst du Harry, ich hab dir doch gesagt, dass dein Pate verfressen ist“, grinste Lily. Sirius sah sie daraufhin beleidigt an. „Das stimmt gar nicht, ich hab heute noch nichts gegessen“, verteidigte er sich. „Und was ist mit dem Frühstück?“, fragte Remus lachend, während sie sich ins Esszimmer begaben. Sirius sah ihn überrascht an. „Ach ja, also fast nichts.“

Während die anderen drei vorgingen, legte James Harry seinen Arm um die Schulter. „Bist du immer noch böse auf uns?“ Harry lächelte leicht. „Ich war nie böse auf euch, ich hab einfach Angst euch zu verlieren.“ James nickte. „Ich kann es verstehen, aber ...“ Sein Sohn unterbrach ihn. „Es ist okay Dad. Ich hab's verstanden und kann es durchaus nachvollziehen.“ James grinste leicht, ehe er stehen blieb und ihn von oben bis unten betrachtete. „Was ist?“, fragte Harry, irgendwie fühlte er sich bei dieser Musterung unwohl.

„Was sind das eigentlich für Lumpen, die du da trägst?“ Harry senkte beschämt den Kopf. „Das sind Dudleys alte Sachen, ich hab nichts anderes.“ James sah seinen Sohn mitleidig an und wandte sich, als sie gerade das Esszimmer betraten an seine Frau: „Du wolltest doch in den nächsten Tagen nach Muggellondon, oder? Geh bitte mit ihm dann auch gleich in ein Kleidergeschäft, das hier ist doch eine Zumutung.“ „Hatte ich auch vor, Liebling“, versicherte ihm seine Frau. Harry hob den Kopf. „Wirklich? Wir gehen nach Muggellondon?“ „Sicher. Dort kann man besser shoppen.“ Lily grinste und steckte Harry damit an. Er wollte schon immer seine eigenen Klamotten kaufen gehen.

Nach dem Essen bekamen sie Besuch von Kingsley und drei weiteren Auroren, die sich um die Schutzzauber rund um das Haus kümmerten. Den restlichen Nachmittag verbrachten sie dann damit, Sirius' Zimmer fix und fertig einzurichten und den Garten auf Vordermann zu bringen. Als sie das Gartentor reparieren wollten, hatte Sirius entdeckt, dass etwas auf dem alten Holz eingeritzt worden war. Verwundert waren sie alle näher getreten. „Aber wer tut den so etwas?“ , hatte seine Mutter ungläubig gefragt. „Ich glaube, man kann es sich denken.“ „Was meinst du damit, Padfoot?“ „Ließ dir durch, was da steht: Du schaffst das Harry. Lily du bist die Beste. Wir werden euch vermissen. Harry gib nicht auf. Deine Eltern wären stolz auf dich. James wir liebe dich. Und so weiter.“

Sie alle waren ergriffen gewesen. Es war irgendwie ein schönes Gefühl, das es Menschen gab, die ihnen noch etwas hatten sagen wollen oder ihnen etwas mit auf den Weg geben wollten und das hier verewigt hatten. Eigentlich hatten sie vorgehabt, das Gartentor, da es schon etwas morsch war und eindeutig bessere Tage gesehen hatte, auszutauschen, aber sie hatten es nicht über sich gebracht. Da es gestern ziemlich spät geworden war, wurde es heute relativ früh ruhig im Haus der Potters, da sich alle entschieden hatten, früher ins Bett zu gehen, um den entgangenen Schlaf nachzuholen.



Am nächsten Tag nach dem Frühstück machten sich Harry und seine Mutter gleich auf den Weg nach Muggellondon, um Harry mit allen auszustatten, was er brauchte. Und so begann für den jungen Potter die Horror-Shoppingtour seines Lebens. Nachdem sie ein Elektrofachhandelgeschäft, ein Schuhgeschäft und einen Friseursalon abgeklappert hatten, fanden sie sich, nachdem sie sich in einem kleinen abgelegenen Lokal gestärkt hatten, in einem Kleidergeschäft wieder.

Am Anfang war es noch recht lustig Lilys entsetztes Gesicht zu sehen, als er ihr einige ausgefallenen Jeans und Hemden zeigte. „Das ist also heute modern?“ Harry lachte nur und probierte die Sachen in der Umkleidekabine an. Nach einiger Zeit, als Lily bemerkte, dass Harry eher ausgewaschene Jeans und T-Shirts bevorzugte, schritt sie kurzerhand ein. Ihr Sohn konnte doch nicht nur in T-Shirt und Jeans herumlaufen, er brauchte auch einige Hemden und elegante Stoffhosen. Sie schubste ihn ungefragt in die Kabine und reichte ihm ein Kleidungsstück nach dem anderen. Auf Harry Proteste wie: „So was ziehe ich doch nicht an!“ wurde einfach nicht gehört.

Als Harry dann einen Stapel Kleider in der Kabine hatte und schon am Rande eines Nervenzusammenbruchs war, konnte er endlich Lilys Treiben Einhalt gebieten. Als sie das Geschäft endlich verlassen konnten, stöhnte Harry auf. „Ich hab genug Mum.“ Lily warf einen Blick auf die Uhr. „Es kommt oft vor, dass man die Zeit beim Shoppen übersieht. Na komm, gehen wir nach Hause, dein Vater gibt ansonsten eine Vermisstenanzeige auf“, lachte seine Mutter. Sie wusste, wie schwer Männer das Shoppen fiel, obwohl Harry sich schon sehr gut gehalten hatte.

Zu Hause angekommen ließ sich Harry in einen gemütlichen Sessel im Wohnzimmer fallen, wo Sirius und sein Dad saßen und ihn breit angrinsten. „Ich hätte dich wohl besser vorwarnen sollen.“ Harry begnügte sich damit, seinem Dad einen bösen Blick zuzuwerfen, ihm taten seine Füße weh, obwohl er eigentlich nicht mehr getan hatte, als Kleider anzuziehen, auszuziehen und durch die Stadt zu laufen. Doch plötzlich fiel ihm auf, dass der andere Rumtreiber fehlte. „Wo ist eigentlich Remus?“ „Er hat sich auf den Weg zum Orden gemacht, um mit ihnen ein paar Zauber zu suchen. Danach müsse er einmal zu Hause nach dem Rechten sehen und morgen haben wir ihn zum Mittagessen eingeladen, wo er dann die Liste mit den Zaubersprüchen mitnimmt und dann sind wir endlich mit all dem Hokus Pokus hier fertig.“

„Komm Harry, wir müssen deine Sachen noch einräumen!“ Mit einem gequälten Stöhnen erhob sich Harry vom Stuhl und folgte seiner Mum nach oben. Was von seinem Dad und Sirius nur mit einem Lächeln quittiert wurde. Als Harrys Sachen alle verstaut waren, gingen die Zwei wieder runter zu James und Sirius, welche gerade in Erinnerungen ihrer Schulzeit schwelgten. Es wurde ein lustiger Nachmittag als James und Sirius begannen Geschichten ihrer Schulzeit zum Besten zu gaben. Erst als Lily sie zum Abendtisch rief, wurde es etwas ruhiger im Hause Potter. Doch diese Ruhe dauerte nicht lange an als Sirius plötzlich vom Tisch aufsprang und davon lief. Während sich Harry und seine Mum nur fragend ansahen, sprang James mit einem „Padfoot! Das bekommst du zurück!“ auf. Als Harry seinen Dad ansah, musste er laut lachen, er hatte nicht mehr das berüchtigte Potterhaar, sondern lange, rosarote Haare.

Während James Sirius verfolgte, fragte Harry seine Mum: „Machen sie das öfters?“ Sie warf ihm einen bedeutungsvollen Blick zu. „Das haben sie in Hogwarts auch immer gemacht, frag mich aber bitte nicht wieso, es wird für mich immer ein kleines Rätsel bleiben“, sie zuckte lächelnd mit den Schultern. Dann richtete sie sich gespielt genervt zu James und Sirius, die gerade durchs Esszimmer liefen. „Hey! Euer Essen wird kalt!“ Und plötzlich saßen die Zwei bei Tisch, Sirius zauberte James Haar wieder normal und sie aßen weiter. Harry sah erstaunt zu seiner Mum. Diese lächelte nur und zwinkerte ihrem Sohn zu.

Genau in diesem Moment pochte es an der Fensterscheibe. Hedwig brachte die Antwort seiner Freunde. Harry nahm ihr schnell den Brief ab und begann er zu lesen:

Lieber Harry

Wir freuen uns natürlich darüber, dass wir nächste Woche zu euch kommen dürfen. Aber wir kommen wirklich nur, wenn das für dich und deine Eltern in Ordnung ist. Ihr habt euch ja erst seit ein paar Tagen wieder und braucht sicher noch etwas Zeit um euch aneinander zu gewöhnen und …


(Jetzt konnte man wieder Rons Gekrakel erkennen)

Hi Kumpel,

musste mir gerade die Feder erkämpfen, du weißt ja, wie Hermine so sein kann.


(Harry konnte wieder nur schmunzeln, er konnte es richtig vor seinen Augen sehen, wie Ron die Augen verdrehte.)

Was sie eigentlich schreiben wollte ist, dass Mum und mein Dad Hermine, Ginny und mich am Montag nach dem Mittagessen zu euch bringen würden, wenn das für euch in Ordnung ist. Fred und George kommen wahrscheinlich auch mit, sie waren irgendwie nicht mehr ansprechbar, als sie begriffen haben, dass mehr als die Hälfte der legendären Rumtreiber wieder unter den Lebenden sind.

Wir hoffen es geht in Ordnung.


Liebe Grüße,
Hermine
Ron



Als er zu Ende gelesen hatte, richtete er sich fragen an die Erwachsenen. „Ist es in Ordnung, wenn die Fünf am Montag nach dem Mittagessen zu uns kommen? Mr. und Mrs. Weasley würden sie begleiten.“ „Natürlich! Schreib ihnen gleich das es in Ordnung geht. Ich freue mich schon darauf, je mehr Leute wir sind, umso lustiger wird es“, meinte sein Vater nur grinsend.



Es war bereits weit nach Mitternacht, als die Bewohner des Hauses durch einen lauten Schrei aus ihren Träumen gerissen wurden. Harry setzte sich ruckartig im Bett auf, sein Herz raste und er atmete heftig, kalter Schweiß stand ihm auf der Stirn. Wo war er? Hektisch huschte sein Blick von links nach rechts. War es nur ein Traum gewesen? Hatte Voldemort seine Eltern und Sirius schon wieder getötet?

Erleichtert stellte er fest, dass er zu Hause in seinem Bett lag. Er fuhr mit der Hand zu seiner Narbe. Sie tat nicht weh, er hatte es wirklich nur geträumt. Langsam stand er auf. Er stand ein bisschen zittrig auf den Beinen, da er noch etwas benommen war. Genau in diesem Augenblick wurde die Tür aufgerissen, was ihn heftig zusammenzucken ließ und er dadurch das Gleichgewicht verlor.

„Harry!“ In Morgenmänteln, mit zerzausten Haaren und gezückten Zauberstäben standen sein Dad, seine Mum und Sirius in der Tür. Offensichtlich hatte er nicht nur in seinem Traum geschrien. „Was ist passiert?“, wollte sein Vater von ihm wissen. „Nichts, es tut mir leid. Ich wollte euch nicht wecken“, erklärte er noch immer zittrig und am Boden sitzend. Sirius kam zu ihm, zog ihm am Arm hoch und schubste ihn auf sein Bett: „Setzt dich! Was ist geschehen?“, fragte er und setzte sich neben ihn, genauso wie seine Eltern. „Es ... es war nur ein Traum“, stammelte Harry und betastete nochmals seine Narbe. „Tut dir deine Narbe weh?“, fragte sein Dad besorgt, als er Harrys Geste sah. „Nein, es war nur im Traum.“ „Willst du uns davon erzählen?“

Einen Augenblick lang schwieg Harry und seine Eltern und Sirius sahen sich leicht besorgt an. Es dauerte etwas, bis Harry leise und stockend sagte: „Ich … ich hab geträumt, dass … dass Voldemort euch wieder getötet hat.“ Beschämt senkte er seinen Kopf. Seine Mum legte einen Arm um seine Schulter: „Du brauchst dich nicht zu schämen Harry. Albträume hat jeder einmal. Und glaub uns, so schnell werden wir uns nicht unterkriegen lassen. Wir passen auf uns auf.“ Harry nickte leicht, er hatte sich wieder etwas beruhigt und das Zittern hatte nachgelassen. Mit müden Augen sah er auf und blickte in drei lächelnde Gesichter. „Schlaf jetzt noch etwas, es ist erst drei Uhr.“ Harry nickte nur noch verschlafen.

Er war auf einmal so müde. Und ehe er sich versah, hatte ihn die Müdigkeit schon überrollt. Grinsend drückte James seinen Sohn zurück ins Bett und deckte ihn liebevoll zu. „Gute Nacht, Harryboy.“ Leise verließen die Erwachsenen Harrys Schlafzimmer und legten sich selbst wieder ins Bett, doch so richtig schlafen konnte keiner, alle ihre Gedanken waren auf ihren Schützling gerichtet, welcher schon wieder friedlich im Reich der Träume verweilte.


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Dan ist wirklich gut. Mit ihm zu arbeiten war wunderbar. Armer Junge, er musste so geduldig sein. Ich musste schwafeln und darüber sprechen, dass ich der Meister des Universums bin, dass ich böse bin und dass ich ihn umbringen werde und er musste verschnürt dastehen, sich krümmen und vor Schmerzen stöhnen, während ich einen Monolog führte. Der Monolog des bösen Genies - kein Film ist komplett, wenn er fehlt. Ich liebe es, böse Figuren zu spielen!
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