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Fanfiction

Auferstanden - Gute Nachricht

von MelRU

Kapitel 7

[Gute Nachricht]

Es gibt keine guten oder schlechten Nachrichten. Es gibt nur Nachrichten.


Harry trat nervös von einem Fuß auf den anderen. Wie würden sich seine Freunde mit seinen Eltern verstehen? Was würden seine Eltern von seinen Freunden halten? Was würden seine Freunde von seinem neuen Zuhause sagen? Wenn er ehrlich war, machte ihn diese Ungewissheit etwas nervös. Heute war der neunte November und seine Freunde müssten jeden Moment hier bei ihnen durch den Kamin gestolpert kommen. „Ich würde vorschlagen, dass wir ins Wohnzimmer gehen, dann sehen wir auch gleich, wenn deine Freunde kommen.“ James stand auf und ging ins Wohnzimmer, die anderen folgten ihm.

Während sie so da saßen und auf das Eintreffen der anderen warteten, fiel Harry auf, dass er andauernd an seiner neuen Kleidung herumzupfte. Auch Sirius hatte dies anscheinend gemerkt und grinste ihn breit an. Harry blickte etwas beschämt zur Seite und versuchte sich abzulenken. Er dachte an die letzten Tage, die er hier in Godric's Hollow mit seinen Eltern und Sirius verbracht hatte. Ihr Haus war mit etlichen Schutzzaubern gesichert worden und auch die Dorfgrenzen waren mit einigen Zaubern belegt worden. Harry hatte ein paar Tage später mit seinen Eltern einen kleinen Spaziergang durch das idyllische Dorf gemacht und war hellauf begeistert. Godroc's Hollow war ein abgelegenes Zaubererdorf, in dem, wie ihm seine Mutter erklärt hatte, auch ein paar Muggel lebten, welche aber von der Zauberwelt wussten.

Es war ein Ort, wo wirklich jeder jeden kannte und sich alle herzlich und freundlich gesinnt waren. In der Mitte des Dorfplatzes war ein Brunnen und seine Eltern erklärten ihm, dass hier an den Wochenenden immer ein kleiner Markt stattfand, wo man alles erdenklich mögliche kaufen konnte. Am Ende des Dorfplatzes hatten sie etwas entdeckt, dass sie alle überrascht hatte. Während Harry einfach nur erstaunt gewesen war, waren seine Eltern regelrecht berührt gewesen. Am Ende des Platzes war ein großer marmorartiger Stein, auf dem die Einwohner des Dorfes jenen Schriftzug einmeißeln haben lassen: "Lily und James ihr werdet immer in unseren Herzen weiterleben". Es waren auch Kerzen und frische Blumen rund um die Gedenktafel zu finden gewesen, was darauf schließen ließ, dass jetzt fünfzehn Jahre nach ihren Tod, noch immer jemand hier herkam und ein Licht für sie entfachte, um ihren Seelen den Weg zu weißen. Lily hatte sich an James Schulter gelehnt und leise Tränen der Rührung geweint. James hatte schweigend einen Arm um sie gelegt und ebenfalls mit den Tränen gekämpft.

Die "Aufersehung" der Potters, genauergesagt die vereinbarte Version davon, war am nächsten Tag im Tagespropheten zu lesen gewesen. Remus hatte ihnen erzählt, dass sie besser in den nächsten Tagen nicht in die Winkelgasse gehen sollten, da dort helle Aufruhr herrschte. Bei einigen löste ihre "Auferstehung" eine Euphorie aus, bei anderen Mordlust. Harry fühlte sich deshalb mehr als unwohl, nicht da er Angst hatte, dass ihm etwas passieren könnte, sondern darüber, dass seine Eltern nun wieder auf Voldemorts Abschussliste standen. Aber er wusste, dass er von seinen Eltern nicht verlangen konnte und dass er lernen musste, damit umzugehen. Er konnte, nicht jedes Mal, wenn sein Vater und Sirius nächste Woche ihre Arbeit wieder antraten, herumlaufen wie ein Nervenbündel, dass würde sowohl seine Mutter und als auch ihn nervlich schaden.

Er war außerdem froh, darüber, dass er seit seinem letzten Albtraum in der Nacht nach der Shoppingtour, keine weiteren mehr gehabt hatte. Das war wahrscheinlich vor allem auch seinem Vater und Sirius zu verdanken, die ihn mächtig auf Trapp hielten, da sie meinten sie müssten noch so viel Zeit wie möglich mit ihm verbringen, da sie ihn ja, wenn sie wieder arbeiten gingen, nur mehr abends und an den Wochenenden zu Gesicht bekommen würden. Mit ihnen war es bis jetzt eindeutig nie langweilig geworden.

*


„Hey Prongs was hältst du davon, wenn wir mal ein paar Runden mit dem Besen drehen?“ „Das ist eine tolle Idee! Kommst du auch mit Harry?“ Der junge Potter sah die beiden Erwachsenen überrascht an, ehe er vor Aufregung zu beben schien. „Sicher“, grinste er breit und lief die Stiegen hinauf um seinen Besen aus seinem Hogwartskoffer herauszukramen. Sirius wandte sich lächelnd an James: „Es war schon immer sein – sagen wir mal – größter Wunsch mit dir gemeinsam zu fliegen.“ „Wirklich? Na dann wird’s Zeit, dass ich ihm den mal erfülle.“ Breit grinsend gingen die Zwei zu einem Schrank im Flur und holten zwei verstaubte Besen heraus.

Lautes Getrampel auf der Treppe kündigte Harrys Kommen an. „Fertig?“, fragte Harry hibbelig. James lachte: „Ja, ich sag nur schnell deiner Mutter bescheid.“ Während James in die Küche ging, sah Harry Sirius fragend an. „Ich will ja jetzt nicht frech sein oder so, aber kann man mit diesem alten Ding da eigentlich fliegen?“ Lächelnd duckte er sich unter Sirius Arm hinweg. „Das, mein guter Junge, sind die Besen mit denen wir im siebten Jahr den Quidditchpokal gewonnen haben!“ Harry wollte etwas erwidern als sein Dad mit seiner Mum zurückkam. „Ihr fliegt nur im Garten, haben wir uns verstanden? Keine Ausflüge ins nirgendwo, wo ihr dann wieder den ganzen Tag braucht, bis ihr wieder den Heimweg gefunden habt und besuchen werden ihr auch keinen! Das wäre viel zu gefährlich! Ihr bleibt innerhalb der Schutzzauber, haben wir uns verstanden?“ James und Sirius nickten etwas ergeben und Harry eher perplex. Was machte den seine Mum für einen Aufstand. Sie gingen doch nur fliegen!

Als er, James und Sirius das Haus verlassen hatten, wandte er sich fragend an seinen Vater: „Warum hat Mum gerade so übertrieben?“ James seufzte tief. „Sie hat einfach Angst um dich und will nicht, dass wir die Grenzen der Schutzzauber überschreiten.“ Harry nickte leicht. Als sie das - mittlerweile noch leere - Blumenbeet, welches an die Terrasse grenzte, hinter sich gelassen hatten, schwang sich Harry als Erster auf seinen Besen und stieß sich vom Boden ab. Wie sehr hatte er dieses Gefühl der Schwerelosigkeit vermisst.

Augenblicklich fühlte er sich leicht und frei, hatte das Gefühl all den Kummer und die Sorgen auf der Erde liegen zu lassen und in die unbeschwerten Lüfte zu gleiten. Er rauschte durch die Luft, flog waghalsige Loopings und Sturzflüge. „Du hattest wirklich nicht übertrieben Padfoot, er ist einfach brillant“, sagte James und man konnte den Stolz in seiner Stimme hören. „Sag ich doch“, grinste Sirius. Lächelnd stieß sich James vom Boden ab und beobachteten Harry von der Luft aus, Sirius tat es ihm nach. Als sein Sohn gerade einen sehr waghalsigen Sturzflug hingelegt hatte, begannen er und Sirius gleichzeitig zu applaudieren und zu grölen. Erst jetzt realisierte Harry, dass nicht alleine war, und blickte überrascht zu seinem Vater und Sirius, welche nun ebenfalls in der Luft waren. Leicht Rot um die Nase flog er auf die Zwei zu und fragte: „Was machen wir den jetzt?“ Sirius hielt ihm, mit einem fetten Grinsen im Gesicht, einen Tischtennisball vor die Nase. „Denn haben wir so verzaubert, dass er die Funktion eines Schnatzes hat. Wenn ich ihn loslasse, lassen wir ihn eine Minute fliegen und dann fangen wir mit der Suche an.“

Sirius ließ ihn los, und als eine Minute vergangen war, begannen sie umherzufliegen und den provisorischen Schnatz zu suchen. Nach kurzer Zeit flog Harry auf seinen Dad zu und versuchte so gut wie möglich sein Grinsen zu verstecken. Dieser hob seinen Blick und lächelte: „Na, schon was gesehen?“ „Ich denke mal, du meinst das hier?“, fragte Harry und hielt seine Hand ausgestreckt. In ihr lag der verzauberte Tennisball. Harry lachte, als er James erstauntes Gesicht sah. Sein Herz füllte sich mit Stolz und Freude. Die Emotionen, die er fühlte, waren unbeschreiblich. Es war wie … alles war perfekt. Wie er es sich immer vorgestellt hatte mit seinen Eltern und Sirius. Er konnte es nicht verhindern, dass er sich leicht selbstgefällig fühlte bei der Tatsache, dass er es geschafft hatte, den Schnatz schneller zu fangen als sein Dad, dem ehemaligen Quidditchstar schlechthin.

James grinste: „Ich will eine Revanche. Lass ihn noch mal los!“ Und so verging der ganze Nachmittag. Einmal fing James den Schnatz, dann wieder Harry, ab und zu auch mal Sirius. Erst als Lily zum Abendessen rief, landeten sie wieder auf dem festen Boden. „Machen wir das bald wieder?“, fragend sah Harry seinen Dad und Sirius an. Diese grinsten nur breit und James legte seinen Sohn einen Arm um die Schulter. „Wenn du möchtest, gerne.“ Glücklich mit sich und der Welt gingen die zwei Rumtreiber mit ihrem Schützling zurück ins Haus. Als sich unser junger Held nach diesem langen Tag in sein Bett kuschelte, war sein letzter Gedanke: „Das war der schönste Tag in meinem Leben.“

*


Harry schmunzelte leicht, als er daran dachte, wie toll es ist, mit seinem Vater und Sirius zu fliegen. Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als es plötzlich im Kamin anfing zu rauschen. Hermine kam hustend aus dem Kamin, ihren Koffer hinter sich her schleifend. Als sie Harry erblickte, welcher sich gerade vom Sofa erhob, warf sie sich mit einem „Harry!“ in dessen Arme. Ein leises Lachen ließ sie auseinander fahren. „Oh entschuldigen Sie. Ich bin Hermine Granger, es freut mich sehr Sie kennenzulernen.“ Hermine reichte Lily Potter höfflich die Hand. „Es freut mich auch dich kennenzulernen Hermine. Du kannst mich aber ruhig Lily nennen.“ Hermine nickte mit leicht geröteten Wangen.

Dann richtete sie sich an James. „Bei mir gilt dasselbe. Ich bin einfach nur James, okay? Aber das hab ich dir eh beim letzten Mal schon gesagt.“ Wieder nickte sie. Danach schüttelte sie noch Sirius die Hand. „Ich bin wie eh und je einfach nur Sirius.“ Jetzt musste Hermine lachen und ein erneutes Rauschen kündigte gleichzeitig den nächsten Besucher an, es war Ron. Freundschaftlich klopften sich Harry und er auf die Schultern, ehe auch schon Fred gefolgt von George und Ginny herauskam. Während Fred und George Harry durch die Haare stubbelten, Ron und Ginny seine Eltern begrüßten kamen noch Mr. und Mrs. Weasley aus dem Kamin gestiegen. „Lily!“ Mrs. Weasley kam auf Lily zu und umarmte sie herzlich. „Molly! Ich freue mich so dich wieder zu sehen.“ James, Sirius und Mr. Weasley lächelten sich an und dachten gerade genau dasselbe Frauen.

Nachdem sich Sirius, James und Arthur begrüßt hatten, ebenso wie Molly, Ginny und Harry, kamen Fred und George auf James zu. „Mr. Potter wir sind Fred und George Weasley. Wir sind ihre größten Fans.“ Während die anderen nur erstaunt darüber waren, wie höfflich sich die beiden benehmen konnten, hob James erstaunt die Augenbraue und Sirius lachte nur: „Ich hab’s dir doch gesagt.“ Nun lachte auch James. „Danke Jungs, das freut mich. Soviel ich ja gehört habe, habt ihr uns in den letzten Jahren ja gut vertreten.“ „Ach was, das war doch nichts!“ „Doch! Soviel ich von Harry erfahren habe, habt ihr uns echt Konkurrenz gemacht.“ Ob man es nun glauben wollte oder nicht, aber die Wangen der Weasley-Zwillinge bekamen einen leichten Hauch von Rosa.

„Da nun alle da sind, möchte ich kurz noch ein paar Worte loswerden. Also, für die dies noch nicht mitbekommen haben. Diese wunderschöne Dame hier hört auf den Namen Lily, diesen schon etwas verrosteten alten Mann hier kennt ihr ja alle und meine Wenigkeit nennt einfach nur James. Verstanden?“ Lilys Wangen färbten sich leicht Rosa und Sirius schickte ihm einen vernichtenden Blick, während alle anderen Anwesenden lachen mussten. Als sie dann alle nickten, lächelte James zufrieden. Da das Wohnzimmer nun etwas vollgestopft war, wandte er sich an seinen Sohn. „Harry ich würde vorschlagen du gehst mit deinen Freunden zuerst hinauf und zeigst ihnen das Obergeschoss und wo sie schlafen können, während wir Molly und Arthur einstweilen das Erdgeschoss zeigen.“ So ging Harry gefolgt von den anderen Teenagern hinauf in den ersten Stock.

Natürlich war Hermine begeistert von der großen Potterbibliothek, aber als sie Harrys Miniwohnung sahen, stockten ihnen allen der Atem. „Wow, Harry das ist Wahnsinn“, kam es von Ginny die gerade die Terrasse betrat. Harry grinste nur. Als sie es sich kurz darauf auf Harry Sofa gemütlich gemacht hatten - schließlich mussten sie ja Pobesitzen - fragte Ron Harry: „Und wie sind deine Eltern so drauf?“ Angesprochener grinste breit. „Mega cool.“ Harry erzählte Ron und den anderen von den letzten Tagen, dass seine Eltern eigentlich ganz locker waren und James und Sirius jede Menge Blödsinn im Sinn hatten. Sie lachten sich alle schlapp, als Harry ihnen von James’ rosa Haar und der anschließenden Verfolgungsjagd erzählte.

„Hey Kurzer, was ist das?“ fragend sah Fred Harry an und deutete auf die Playstation. Harry grinste. Er hatte auf seiner Shoppintour mit seiner Mutter eine Playstation gekauft. Anfangs hatte er sich zwar geweigert, da er der Meinung war, dass diese viel zu teuer war, aber seine Mutter hatte mit der Begründung, dass sie ihm sechzehn Geburtstagsgeschenke schuldete darauf bestanden. „Das zeige ich euch nachher. Dad und Sirius haben es auch noch nicht gesehen.“ Seine Freunde gaben sich damit zufrieden und gemeinsam gingen sie dann wieder runter ins Erdgeschoss, wo sie die Erwachsenen trafen. Nachdem Harry seinen Freunden auch das Erdgeschoss gezeigt hatte, waren sie alle begeistert. Sie fanden das Haus einfach genial, besonders Harrys Wohnung. Als sie sich schon ins Esszimmer gesetzt hatten, wo bereits Kaffe, Tee, Kakao und ein köstlicher Apfelkuchen, den Harry heute Vormittag mit seiner Mutter gebacken hatte, auf sie warteten, kamen auch die Erwachsenen zurück. Wahrend des Nachmittagskaffees unterhielten sich Sirius, James und die Twins über Hogwarts, Ron, Ginny und Harry über Quidditch und Lily, Hermine, Molly und Arthur über die Zustände im Ministerium.

Nachdem der Kuchen verspeist worden war, verabschiedeten sich Mr. und Mrs. Weasey bei ihren Kindern und den anderen. „Seid ja schön artig, macht das, was man euch sagt und …“ „Mum wir sind keine fünf Jahre mehr.“ „Ronald Weasley, wie oft habe ich dir schon gesagt dass …“ „Lass es gut sein Molly, sie werden schon nichts anstellen“, verteidigte James die Kinder. Molly seufzte ergeben. „Aber wenn sie euch doch Probleme bereiten sollten oder es euch zu viel wird, schickt sie mir einfach vorbei.“ „Ich glaube zwar nicht, dass das nötig sein wird, aber ja, dass werden wir machen.“ Als die Weasleys durch den Kamin verschwunden waren, richtete sich Lily lächelnd an die Jugendlichen: „Arthur hat sich kein bisschen geändert. Ihr hättet dabei sein sollen, als er den Fernseher gesehen hat und ganz zu schweigen von deiner Stereoanlage.“ Alle brachen in schallendes Gelächter aus. Auch wenn Ron, Ginny, Fred und George in einer Zaubererfamilie aufgewachsen waren, kannten sie durch ihre Freunde in Hogwarts einige Muggelgeräte, aber ihr Vater war in solcher Hinsicht wirklich weltfremd.

„Was machen wir jetzt? Mir ist langweilig.“ Lily verdrehte bei Sirius kindischem Verhalten nur die Augen, doch kurz drauf begann sie zu grinsen. „Harry was hältst du davon, wenn wir ihnen die Playstation zeigen?“ „Gute Idee, Mum!“ „Was? Haben wir da zufällig nicht mitbekommen?“, fragend sah James in die Runde. „Was ist überhaupt eine Plaidatschen?“ Harry musste sich ein Lachen schwer verkneifen. „Playstation Sirius, Playstation. Und das ist eine Konsole, auf der man Spiele spielen kann. Autorennen oder …“ „Au ja das spielen wir jetzt“, bestimmte der Black. Und so gingen die Potters, Weasleys, Hermine und Sirius hinauf in Harrys Wohnung.

Am Anfang war es für alle noch ein totaler Spaß, doch als Sirius schon 5 Mal verloren hatte, machte er auf beleidigt und verließ das Zimmer. „Er ist aber jetzt nicht wirklich sauer, oder?“, leicht besorgt sah Harry zu seinem Dad. „Nein, aber ich geh ihm lieber nach, bevor er noch einen Blödsinn anstellt.“ Die jüngeren in der Runde mussten Lachen und wandten sich wieder der Playstation zu. Als James gerade das Zimmer verlassen wollte, rief Lily. „Warte, ich hol noch Getränke.“ „Ich helfe ihnen, Mrs. Potter.“ „Das ist sehr nett von dir Hermine, und sag doch bitte Lily okay?“ Hermine lächelte etwas verlegen, nickte und folgte ihr und Harrys Dad nach unten. Da Fred und George gerade die Konsole erobert hatten, setzten sich Harry, Ginny und Ron einstweilen auf die gemütliche Couch, dabei berührten sich Harrys und Ginnys Hand unabsichtlich und beide wurden leicht rot im Gesicht. Lily, die bereits wieder da war und die Getränke auf den Tisch stellte, bemerkte das und grinste breit.

Harry war verwirrt, wieso reagierte er so? Immerhin war Ginny doch nur Ron Schwester. Nachdenklich starrte er aus dem Fenster, während er seine Gedanken ordnete. Nach einiger Zeit gab es dann Abendessen und alle fanden sich im Esszimmer ein. Plötzlich rauschte es im Kamin und ein etwas erschöpft aussehender Remus kam heraus.

„Moony! Du siehst ja ... beschissen aus“, begrüßte ihn Sirius. „Dir auch einen schönen Abend Padfoot“, erwiderte der Werwolf. „Ignorier ihn, er hat gerade ein Spiel verloren. Möchtest du mit uns zu Abend essen?“, fragte ihn Lily. „Nein danke Lily, ich bin nur hier um euch etwas ganz Wichtiges zu sagen.“ „Versucht Voldemort uns nun hier zu finden?“, fragte Harrys Vater sichtlich besorgt, aber Remus schüttelte den Kopf. „Nein, es ist eigentlich eine sehr gute Nachricht“, erklärte er grinsend. „Jetzt spann uns nicht länger auf die Folter Moony! Was für gute Nachrichten?“, wollte Sirius unbedingt von ihm wissen. „Das wüstest du jetzt schon, hättest du mich nicht unterbrochen.“ Schmunzelnd beobachteten die Jugendlichen die zwei – angeblichen – Erwachsenen. „Also um es kurz zu machen: Hogwarts wir wieder geöffnet.“

Auf allen Gesichtern zauberte sich ein Lächeln, nur auf Harrys nicht. Dieser sah eher bedrückt aus. „Woher der Sinneswandel?“, kam es gleich wissbegierig von Hermine. „Naja, nach langem Hin und Her hat sich Minerva entschieden nun die Schulleitung zu übernehmen und das Ministerium sorgt für starke Schutzzauber. Das heißt, dass die Schule am 1. Dezember wieder anfängt. Da man im September und Oktober sowieso nur den Stoff des letzten Jahres wiederholt hätte, kann man das versäumte schnell nachholen.“ Die Weasleys und Hermine freuten sich tierisch. „Ist das nicht toll Harry? Jetzt können wir unseren Abschluss doch noch machen!“ „Doch, es ist toll Hermine“, kam es gespielt fröhlich von Harry. Remus wandte sich einstweilen an James, Sirius und Lily „Sie suchen übrigens noch einige Lehrer. Vielleicht bekommt ihr ja einen Platz?“ James schüttelte etwas betrübt den Kopf. „Das würde ich wirklich gerne machen, aber ich und Sirius arbeiten nächste Woche schon wieder im Aurorenbüro. Aber Lily könnte ja mal nachforschen. Du wolltest doch mal Lehrerin werden, oder Schatz?“ „Ja, eigentlich schon. Ich werde mich mal umhören“, meinte Lily nachdenklich. Wenn sie Lehrerin in Hogwarts war, konnte sie immer ein Auge auf Harry werfen und sich vergewissern, dass er in Sicherheit ist.

Harry hielt es nicht mehr länger aus, er konnte die Fröhlichkeit der anderen nicht ertragen. Er wollte nur noch hier raus. Mit einem: „Entschuldigt mich bitte“ erhob er sich vom Tisch und stürmte direkt aus dem Esszimmer hinaus in den Garten. Seine Füße trugen ihn wie von selbst zum See, wo er sich ins nasse Gras sinken ließ. Da es nun schon Anfang November war, war es ohne Jacke schon sehr kalt, doch es störte ihn nicht. Er wollte einfach nur allein sein. Erst nach ein paar Minuten merkte er, dass ihm Tränen über die Wangen liefen. Er wollte nicht schon wieder von seinen Eltern und Sirius getrennt werden. Er hatte sie doch gerade erst wieder zurückbekommen.


Er wollte sie nicht verlassen.
Er wollte nicht allein sein.
Er wollte bei ihnen bleiben.
Mit ihnen Spaß haben.
Seine Sorgen vergessen.


Er schluchzte leise auf und weinte. Er wusste nicht, ob es richtig war oder nicht, sich so zu verhalten. Ob diese Gedanken nicht zu egoistisch waren, aber er hatte Angst wieder alleine zu sein. Sich so zu fühlen wie all die Jahre zuvor. Ohne Familie. Er wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war, bis er spürte, wie ihm jemand eine Jacke um die Schultern warf und starke Arme ihn umarmten. Er lies sich einfach in die Umarmung fallen und begann haltlos zu schluchzen.

James streichelte seinem Sohn behutsam über den schmalen Rücken und flüsterte ihm tröstende Worte zu. „Hey, beruhige dich Harryboy. Es ist ja alles gut.“ Als sich Harry wieder einigermaßen gefangen hatte, richtete er seinen Blick beschämt zu seinem Dad. „Tut mir Leid, Dad. Ich …“ Doch sein Vater unterbrach ihn. „Hey, es ist okay. Das alles ist halt nicht leicht für dich, wir alle verstehen das. Aber du weißt, dass dein Schulabschluss sehr wichtig ist.“ Harry nickte nur betrübt. „Ach Harry jetzt guck nicht so traurig, wir kommen dich ja besuchen. Und wenn die Schule erst am ersten Dezember anfängt, sind ja dann bald wieder Ferien.“ James lächelte seinen Sohn aufmuntern an. „Ich weiß ja selbst, dass es kindisch ist, aber ich will nicht schon wieder von euch weg.“ James nahm ihn wieder in den Arm und sagte: „Wir lassen uns was einfallen, wie wir das machen. Aber du hast sowieso deine Freunde, Remus und vielleicht auch deine Mum in der Schule.“

„Remus?“ „Ja. Er hat gerade gesagt, dass er die Stelle für Verteidigung gegen die Dunklen Künste bekommen hat.“ Jetzt musste auch Harry lächeln. Erstens, weil er sich einfach für den gutmütigen Werwolf freute und zweitens, weil er wusste, dass er dieses Jahr wieder gut gelaunt in den Verteidigungsunterricht gehen konnte, da Remus einfach der beste Lehrer für dieses Fach war. „Na komm, lass uns wieder hinein gehen, bevor sie sich noch ernsthafte Sorgen machen.“ James half seinem Sohn hoch und gemeinsam gingen sie wieder zurück ins Haus. Als sie im Esszimmer ankamen, warfen ihm die anderen einen lächelnden Blick zu, aber keiner sagte etwas darüber, dass er so plötzlich verschwunden war und dafür war Harry dankbar.


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