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Fanfiction

Auferstanden - Helfende Hände

von MelRU

Kapitel 8

[Helfende Hände]

Leistung allein genügt nicht. Man muss auch jemanden finden, der sie anerkennt.


Remus erzählte ihnen, dass McGonagall sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt hatte Ministeriumangestellte als Lehrer in Hogwarts aufzunehmen, zumindest nicht solche, die ihr aufgezwungen wurden. „Es wundert mich nicht, das sie gegen den Einfluss des Ministeriums ist, nach allem, was bisher passiert ist“, überlegte Sirius laut. Remus stimmte ihm zu. „Es wird auch darüber departiert, ob Auroren auf dem Hogwartsgelände wache stehen sollen. Wobei Minerva dies momentan nicht als unbedingt nötig erachtet, aber sie meinte, im Notfall würde sie auch in Erwägung ziehen, den Orden einzuspannen.“

„Das werden wir bestimmt in der nächsten Sitzung besprechen“, meinte James. „Wann ist die eigentlich?“, wollte Sirius von Moony wissen. „Voraussichtlich morgen Abend im Fuchsbau“, informierte sie Remus. „Wieso finden die Sitzungen des Ordens eigentlich im Fuchsbau statt?“, stellte Harry die Frage, die ihn schon eine Zeit lang beschäftigte. „Nach Sirius' und Dumbledores Tod war es im Grimmauld Place nicht mehr sicher“, erklärte ihm Remus. „Aber jetzt wo Sirius wieder lebt, könnten wir einfach einen neuen Geheimniswahrer suchen und die Sicherheit wäre wieder gegeben“, tat Hermine ihre Überlegung kund. „Das wäre durchaus klug, denn der Grimmauld Place ist definitiv besser geschützt als der Fuchsbau“, stimmte ihr Lily zu.

„Das stimmt. Und außerdem würde sich dann eure Familie nicht mehr einem so hohen Risiko aussetzen, wenn wir die Ordenssitzungen wieder in den Grimmauld Place verlegen“, meinte James und sah dabei zu den Weasleykindern. Diese nickten. Sirius seufzte ergeben. „Ich hatte zwar gehofft nie wieder einen Fuß in diese Bruchbude zu setzen, aber wo ihr Recht habt, habt ihr Recht.“ Plötzlich herrschte betretene Stille und Sirius wünschte sich, seine Gedanken für sich behalten zu haben. „Wenn es dir zu viele Umstände macht, Sirius, dann ...“ Er hob die Hand, um sie zum Schweigen zu bringen.

„Nein Lils, lass es gut sein. Der Grimmauld Place ist definitiv besser geschützt als der Fuchsbau, es wäre töricht die Ordenssitzungen nicht dorthin zu verlegen.“ Die anderen stimmten ihm leicht nickend zu. „Wenn wir alle ehrlich sind, mochte niemand von uns dieses Haus. Wir haben doch mit eurer Mutter schon ein paar Anfänge gemacht, um es wieder bewohnbar zu machen. Wir haben alle noch etwas Zeit, bevor die Schule wieder anfängt. Wir könnten doch mithelfen das Haus freundlicher zu gestalten, oder? Ich meine es wäre doch praktisch, wenn man in diesem Haus auch wohnen könnte und das nicht nur gezwungener Maßen und im Dreck. Dort könnte jedes Ordensmitglied unterschlupf finden, wenn es in Gefahr ist. Es wäre somit wirklich ein Stützpunkt.“ Die Anwesenden sahen Harry an, während er ihnen seinen Vorschlag präsentierte. Sirius klatschte sich kurz darauf als Erster lachend in die Hände. „Ich hab Albus immer gesagt, dass der Junge in den Orden soll und ich hatte so was von Recht.“ Harry lächelte bei Sirius' Euphorie leicht. „Du meinst es ist eine gute Idee?“

„Das ist sie definitiv. Also ich bin dabei und ich denke mir Remus und Lily geht es genau so. Was ist mit euch, macht ihr auch mit?“, fragte James die restlichen Jugendlichen. Ein einstimmiges Ja war die Antwort. James grinste. „Gut so, dann werden wir den Orden bei der nächsten Sitzung vor vollendeten Tatsachen stellen“, lachte Sirius. „Schön, da wir das geregelt haben, werde ich mich dann wohl wieder auf den Weg machen. Ich bin eigentlich nur kurz vorbeigekommen, um euch die guten Neuigkeiten zu überbringen.“ Remus verabschiedete sich kurz, ignorierte Sirius' und James' Gebettel, das er doch noch bleiben sollte, und warf Harry, bevor er aus dem Esszimmer ins Wohnzimmer zum Kamin ging um von dort nach Hause zu flohen, einen fragenden Blick zu.

Sein ehemaliger Schüler verstand die stumme Aufforderung und ging ihm schnell nach. Remus war vor dem steinernen Kamin stehen geblieben und Harry ging nun auf ihn zu. Der Werwolf legte seine feingliedrigen Hände auf die schmalen Schultern des Jungen und musterte ihn eingehend. „Ist jetzt alles wieder in Ordnung?“, fragte er ihn und spielte damit auf seinen schnellen Abgang von vorhin an. „Ja. Ich wollte nicht wirklich zurück nach Hogwarts, da ich nicht schon wieder von ihnen getrennt sein möchte, ich hab sie doch erst wieder zurückgewonnen. Außerdem habe ich einfach Angst sie zu verlieren.“ Harry senkte niedergeschlagen seinen schwarzen Wuschelkopf. „Ich weiß, Harry, ich weiß. Mir geht’s da nicht anders, aber sie haben versprochen auf sich aufzupassen und ich werde alles dafür geben, damit ihnen nichts passiert. So war ich Remus Moony Lupin heiße.“ Der letzte Satz ließ Harry schmunzeln. Remus wuschelte ihm lächelnd durchs Haar „So gefällst du mir schon besser. Halt die Ohren steif Harry. Wir sehen uns sicher bald wieder.“ Zum Abschied umarmten sie sich noch einmal kurz und dann verschwand Remus in den grünen Flammen des Kamins.

Harry stand noch kurze Zeit da und starrte in die züngelnden nun feuerroten Flammen des Kamins, bis ihn lautes Gelächter, welches aus dem Esszimmer kam, aus den Gedanken riss. Er runzelte leicht die Stirn und ging ins gegenüberliegende Zimmer. Dort angekommen konnte er auch nicht anders und musste ebenfalls laut loslachen. Anscheinend hatten einige von Fred und Georges Kanariencremeschnitten den Weg zum Abendessen gefunden, denn ein ziemlich verdutzter Ron hatte gerade ein wunderschönes buntes Gefieder. Als sich Lily endlich erbarmte und Ron von seinem hübschen Federkleid befreite, konnten sich alle schön langsam wieder beruhigen. Es wurde noch ein lustiger Abend, wo James und Sirius alles über Fred und Georges neue Entwicklungen erfahren wollten und die Jungs feststellen mussten, dass Lily und Hermine so was wie Seelenverwandte sein mussten. So wurde noch viel herumgealbert und gelacht, bis Lily sie dann um Mitternacht ins Bett schickte.

„Die Mädels schlafen im Gästezimmer. Fred und George auf der ausziehbaren Couch in Harrys Wohnzimmer und für dich, Ron haben wir ein Extrabett in Harrys Schlafzimmer gestellt. Schlaft gut.“ Also gingen die Sechs, nachdem sie den Erwachsenen ebenfalls eine gute Nacht gewünscht hatten, nach oben. Die Mädchen verabschiedeten sich als Erster und verschwanden ins Gästezimmer, die Jungs gingen noch hinauf in Harrys Wohnung. Während Harry und Ron in das Bad gingen, um sich bettfertig zu machen und sich ihre Zähne zu putzen, versuchten Fred und George die weiße lederne Couch auszuziehen.

Gerade als Harry und Ron fertig waren, hörten sie einen Schrei vom Wohnzimmer, welcher allem Anschein nach von Fred stammte und rannten aus dem Bad, nur um dann vor Lachen auf den Boden zu fallen und sich die Bäuche zu halten. Fred hatte es irgendwie geschafft, dass er nun unter dem ausziehbaren Teil der Couch lag. Am Anfang versuchte er noch seinen Brüdern und Harry böse Blicke zuzuwerfen, doch dann musste er ebenfalls lachen. Mit Harrys Hilfe schafften sie es dann doch, Fred zu befreien und die Couch schlaffertig zu machen. Sie wünschten sich noch eine gute Nacht und legten sich schlafen. Doch irgendwie konnte Harry nicht einschlafen, zu viel war heute passiert. „Hey, Harry bist du noch wach?“ „Ja Ron. Was gibt’s?“ „Deine Eltern sind echt voll der Hammer.“ Diese Worte ließen Harry schmunzeln. „Ja sind sie. Gute Nacht, Ron.“ „Nacht, Kumpel.“ Es dauerte nicht lange, bis unser Held mit einem Lächeln im Gesicht in Morpheus' Arme glitt.

Irgendjemand besaß die Frechheit und öffnete mit einem Ruck um punkt acht Uhr die Tür von Harrys Schlafzimmer und riss somit die zwei, noch schlafenden Teenager mit einem viel zu lauten und euphorischen „Aufstehen!“ aus ihren süßen Träumen. „Sagt mal spinnt ihr? Wir wollen noch schlafen“, ertönten die ersten Proteste des verschlafenen Rotschopfs. „Oh, das tut uns leid. Haben wir Ronnyspätzen geweckt?“ Ron schnaubte nur und zog sich die Decke über den Kopf, während sich Harry aufrichtete und sich den restlichen Schlaf aus den Augen rubbelte. „Wieso seit ihr denn schon wach? Sonst seid ihr auch immer die Letzten, die aus den Federn kommen“, fragte er gähnend, während er sich daran erinnerte wie oft die Zwillinge die Letzten am Gryffindortisch waren. „Hallo?“ „So was fragst du?“ „Wir sind in einem Haus mit zwei der legendären Rumtreibern-“ „-da können wir doch nicht den ganzen Tag“ „- verschlafen!“ Harry quittierte diese Aussage nur mit einem Lachen und begab sich aus dem Bett. Während Ron vergeblich versuchte noch etwas zu schlafen ging Harry ins Bad und unterzog sich einer kurzen Katzenwäsche.

Als es auch Ron endlich geschafft hatte aus den Federn zu kommen, gingen die Vier frisch und munter, in Rons Fall vielleicht nicht ganz so munter, hinunter ins Esszimmer. Dort saßen James, Sirius und Lily schon beim Frühstück. Sirius hob überrascht die Augenbraue. „Ihr seid schon wach?“ „Wie du siehst“, neckte Harry seinen Paten. Dieser streckte ihm nur beleidigt die Zunge raus und widmete sich wieder seinem beschmierten Butterbrot. James lächelte nur und las weiter im Tagespropheten. „Wie habt ihr den geschlafen?“, fragte Lily nach einiger Zeit. Harry, Ron, Fred und George sahen sich nur kurz an und begannen dann laut zu lachen, was die Erwachsenen dazu brachte sich verwirrte Blicke zuzuwerfen. Hatten sie da irgendetwas verpasst?

Nachdem die Jungs es geschafft hatten sich wieder zu beruhigen, erklärten sie den anderen, was gestern mit Fred und der Couch passiert war. Während James und Sirius offen lachten, versucht Lily sich das Schmunzeln zu verkneifen und fragte dann aber doch aufrichtig besorgt, ob er sich Verletzungen zugezogen hatte. Nachdem ihr Fred versichert hatte, dass es ihm wirklich gut ging, schlich sich doch ein kleines Lächeln auf ihre Lippen. Nach einer halben Stunde gesellten sich dann die Mädchen noch dazu und das Frühstück verlief ohne weitere Zwischenfälle.

„Und was machen wir jetzt?“, etwas ratlos sah Harry seine Freunde an. „Spielen wir auf der Playstation?“ James war ganz begeistert von den Spielen. „Ohne mich“, kam prompt Sirius' Antwort. „Ach, Sirius jetzt stell dich nicht so an“, lachte Harry. „Nein. Ich spiel so etwas nicht mehr!“, blieb der Erbe der Blacks stur. „Was soll es, es ist ein schöner Tag, und soviel ich von Harry gehört habe, liebt ihr alle das Fliegen. Wieso geht ihr nicht raus und spielt ein bisschen Quidditch?“, schlug Lily vor. „Aber nur wenn du dieses Mal zusiehst, Mum“, verlangte ihr Sohn. Lily lächelte Harry selig an „Gerne.“

Nachdem Lily den Vorschlag gemacht hatte, fanden sich die Potters, Weasleys, Sirius und Hermine fünfzehn Minuten später im Garten wieder. Während die anderen in die Lüfte abhoben, blieben Lily und Hermine am Boden zurück. „Willst du nicht fliegen, Hermine?“ Hermine blickte leicht beschämt auf den Boden. „Ich bin im Fliegen nicht so begabt und guck lieber zu.“ Lily lachte leise. „Ja, ich weiß, was du meinst. Ich sehe mir das auch lieber von unten an.“ Nachdem sie den anderen einige Zeit zugesehen hatten, wobei ab und zu ein Schrei von Lily zu hören war, als Harry waghalsige Manöver ausführte, verwickelte Hermine Lily in ein Gespräch über die Rechte der Hauselfen. Lily war ganz begeistert von Hermines B.Elfe.R und versprach ihr, dass wenn sie einmal ihre Hilfe brauchen sollte, sie sie gerne bei ihrem Versuch, den Hauselfen mehr Rechte zu erteilen, unterstützen würde.

Sie wurde jedoch abgelenkt als sie etwas neben sich, mit schneller Geschwindigkeit, auf den Boden zurasen sah. Schnell drehte sie sich um und konnte sehen wie Harry es gerade noch schaffte seinen Besen in die Senkrechte zu bringen, seine Füße den Boden steiften und er kurz darauf vom Besen sprang, triumphierend den Schnatz in der Hand haltend.

Harry zeigte eben noch voller Stolz seinen Schnatz her, als er sich im nächsten Moment in einer Knochen zerbrechenden Umarmung wieder fand und nur mehr die roten Haare seiner Mutter sehen konnte. „Harry James Potter!“, schrie sie in einem an Hermine erinnernden Ton. „Mach das nicht noch einmal! Ich hab gedacht, du würdest auf den Boden knallen!“ „Harry! Das war absolut fantastisch!“, riefen James, Sirius und die anderen, die gerade gelandet waren, und ignorierten den finsteren Blick, den sie von Lily zugeworfen bekamen.

Nach dem Mittagessen hatten sie sich entschieden sich mit Remus beim Grimmauld Place zu treffen. Dieser wartete bereits auf sie, als sie vor das alte Haus mit der gespenstisch düsteren Aura apparierten. James besah es sich von unten nach oben und verzog sein hübsches Gesicht. „Das hat sich überhaupt nicht verändert.“ Überrascht blickte ihn Ginny an. „War das etwa immer so? Ich dachte es ist nur nach all den Jahren, wo es sozusagen leer gestand ist, so unheimlich geworden.“ Sirius schüttelte angewidert den Kopf. „Nein, dieses Haus haben sie wahrscheinlich so gebaut. Ich kenne es selbst nicht anders“, schnaubte er, ehe er darauf zuging und die Haustüre öffnete.

Während im all die anderen folgten, lies sich Harry zu Remus zurückfallen. „Ich hab dir ja gesagt, wir sehen uns bald wieder“, begrüßte ihn dieser. Harry lächelte leicht, ehe er ernst wurde: „Meinst du es ist eine gute Idee, dass Sirius hier herkommt.“ Remus lächelte den Jungen beruhigend an. Er freute sich zu sehen, wie sehr Harry sich um seinen Paten sorgte. „Ich denke, solange er nicht allein hier ist, geht es in Ordnung. James, Lily und ich haben beschlossen ihn auf Trapp zu halten, damit er nicht über zu viele Dinge nachdenken kann. Und da wir ja vorhaben, dieses Haus von Grund auf zu erneuern, wird er in Zukunft hoffentlich gerne hier herkommen. Ich denke all das wirkt wie eine Art Therapie auf ihn.“ Harry nickte leicht. „Ja, vielleicht merkt er dadurch, wie leicht es ist, alles zu ändern. Los zu lassen.“

„Was treibt ihr beide denn da? Kommt endlich rein!“

Als sich alle in der verstaubten Eingangshalle eingefunden hatten, entschieden sie sich vorsichtshalber in Zweierteams einmal das ganze Haus zu durchsuchen, bevor sie anfangen würden zu allererst den Eingangsbereich und die Küche auf Vordermann zu bringen. Während alle in verschiedene Richtungen davon spazierten, wandte sie Remus an Sirius, mit dem er die Treppen in den Keller hinabstieg. „Weißt du Padfoot, ich habe beobachtet, wie du das Haus angesehen hast, als ihr angekommen seid. Es war, glaub ich, der gute alte Cicero, der einmal gesagt hat, es sei die sorgenfreie Erinnerung an vergangenen Schmerz, die uns Frieden bringt.“ Sirius sah den Werwolf mit hochgezogenen Augenbrauen an, dann zuckte er mit den Schultern. „Der hatte leicht reden. Er musste ja nicht darin leben.“

Als Remus etwas darauf erwidern wollte, hielt ihn Sirius davon ab. „Lass es gut sein Monny, okay? Ich will jetzt nicht darüber reden.“ Der Werwolf nickte leicht. Er wusste, dass er Sirius nicht drängen durfte, ansonsten würde er nie mit ihm reden. Und das er es jetzt nicht tun wollte, schloss ja immerhin nicht von vornherein aus, dass er später mit ihm reden würde. „Wie du willst.“

Nachdem sie sichergestellt hatten, dass wie zu erwarten keine Eindringlinge in dem Haus waren, machten sie sich alle voller Tatendrang an die Arbeit. „Es ist irgendwie erstaunlich wie motiviert sie sind. Ich habe früher nicht mit so viel Euphorie geputzt“, tat James seine positive Überraschung kund. Sirius grinste leicht. „Ich denke es macht sie alle bis zu einem gewissen Grad wahnsinnig, dass sie nicht im Orden sind und aktiv helfen können. Deshalb nutzen sie jede Chance um uns alten Hasen unter die Arme zu greifen.“ Lily blickte hinüber zu den Jugendlichen. „Sie sind alle bemerkenswert. Ihre Eltern können stolz auf sie sein.“ Die drei Rumtreiber nickten.

Als es kurz vor fünf Uhr war, entschied Lily, dass es für heute genug war und dass sie zurück nach Godric's Hollow kehren sollten, damit sie ihnen ein wohlverdientes köstliches Abendmahl zaubern konnte, bevor sie sich auf den Weg zum Ordenstreffen machten. „Darf ich mitkommen?“ James sah Harry eine Zeit lang an. „Grundsätzlich hatten wir geplant, dass nur Remus, Sirius und ich gehen und ihr alle bei deiner Mutter zu Hause bleibt.“ Harry sah mehr als unzufrieden aus. „Wir reden heute mit den anderen Mitgliedern wegen der Übersiedlung des Hauptquartiers, und sobald wir hier alle Sicherheitsmaßnahmen geschaffen haben, darfst du an den Sitzungen teilnehmen. Ist das für dich in Ordnung? Ich will einfach kein zu großes Risiko eingehen, verstehst du? Ich meine es ist sowieso selbstverständlich, dass wir dir sagen werden, was wir besprochen haben“, erklärte ihm sein Vater.

Bevor Harry etwas darauf sagen konnte, hielt Ron seinem besten Freund den Mund zu. Die Erwachsenen sahen ihn verwirrt an. „Alter, was auch immer du dagegen sagen willst, lass es stecken. Wenn dein Dad dir erzählen will, was im Orden abgeht, ist das definitiv eine besser Quelle als Fred und Georges Langziehohren.“ „Das ist wahr, seitdem Mum herausgefunden hat, dass wir sie im Fuchsbau wieder benutzen, hat sie so einen komischen Zauber über den Raum gelegt, in dem sie die Sitzungen abhalten, wodurch wir nichts Vernünftiges verstehen“, erklärte ihm Ginny. „Ja, das ist total mies, wir haben immer noch nicht herausgefunden-“ „- wie wir diesen verdammten Zauber umgehen können“, kam es etwas verbittert von Fred und George.

Harry schob nun endlich Rons Hand, welche immer noch vor seinem Mund verweilte, weg und offenbarte seinen Freunden somit sein leichtes Grinsen. „Leute, ich wollte gar nichts dagegen sagen. Ich kann Dad's Beweggründe durchaus verstehen und ich bin dankbar, dass ich nicht mehr außen vor gelassen werde“, bei dem letzten Satz wandte er sich an seine Eltern und schenkte ihnen ein dankbares Lächeln. „Ich denke bei einer der nächsten Ordenssitzungen kannst du bestimmt schon dabei sein“, lächelte Sirius aufmunternd.

„Das ist so cool, Mum würde uns das nie erlauben“, schmollte Ginny. „Aber was ist, wenn Harry wieder in Hogwarts ist? Wäre es nicht riskant ihn für jede Sitzung aus dem Schloss zu schleußen?“, machte sich Hermine so ihre Gedanken. „Es wäre vermutlich besser, wenn er nicht jeden dritten Tag aus der Schule verschwindet, es wäre wie du gesagt hast Hermine, ein weiteres unnützes Risiko, dass wir eingehen müssten. Da Remus auf jeden Fall in Hogwarts sein wird, wird er wohl die Rolle des Informanten übernehmen.“ Die Jugendlichen nickten verständnisvoll.

Bevor sie durch den Kamin stiegen um zurückzuflohen, sie hatten sich dieses Mal dafür entschieden mit dem Flohnetzwerk zu reisen, zog Ginny leicht an Harrys Hemdärmel und hielt ihn somit zurück. „Harry?“ „Was denn?“ „Du verrätst uns doch, was du erfährst, oder?“, fragte ihn Ron's kleine Schwester und sah ihn mit einem perfekt nachgemachten einfach zu bemitleidenden Dackelblick an. Der junge Potter wurde aus einem ihm unerklärlichen Grund Rot um die Nase. „S-Sicher doch.“ Ginny grinste breit und Harry wurde irgendwie noch Wärmer in der Brust. Was war das nur für ein komisches Gefühl?

Zu Hause angekommen halfen sie alle noch fleißig in der Küche mit, was ihnen ein großes Lob von den Erwachsenen einbrachte. Der Höhepunkt des Abends war, als sich Sirius für sein schönes Federkleid, welches er während des Abendessens erhalten hatte, bei den Zwillingen rächen wollte und er sich deshalb als Tatze auf den nächstbesten Twin stürzte. Wie es schien, verfolge Fred das Pech, denn es traf genau ihn und so lag er wieder einmal auf dem Boden. Als George das sah, warf er sich mit einem Heroischem: „Ich rette dich, Fred!“ auf Tatze und versuchte ihn von seinem Bruder herunter zu bewegen. Erst als die anderen mit anpackten, schafften sie es Fred zu befreien.

Danach machten sich James, Sirius und Remus auf zum Ordenstreffen, während sich die restlichen Bewohner des Hauses zu einer Partie Monopoly zusammensetzten. Ron und Hermine, Harry und Ginny und Lily und die Twins - die Zwillinge konnten die anderen davon überzeugen, dass sie nur als eine Person galten - waren je ein Team. Als am Ende Harry und Ginny gewannen, warf sich Ginny jubelnd in Harrys Arme. Es vergingen ein paar Sekunden, ehe die beiden leicht erschrocken voneinander losließen und rot anliefen. Während sich die anderen wissende Blicke zuwarfen, blickte Ron eher verständnislos in die Runde. „Was haben ...“ Ein Stoß in die Rippen von Hermine ließ ihn verstummen. Hermine schüttelte tadelnd den Kopf, sie liebte Ron wirklich aber ab und zu kam es ihr so vor als hätte ihr Freund wirklich nur die Gefühlswelt eines Teelöffels.

Es war schon wieder etwas spät, als die Schüler den Weg in ihre Betten fanden. Zwar hatten sie sich vorgenommen auf James und Sirius zu warten, jedoch hatte Lily entschieden, dass die beiden ihnen auch morgen früh Bericht erstatten konnten. Sie alle waren zwar nicht begeistert darüber gewesen, jedoch wollte niemand Harrys Mum widersprechen, vor allem deshalb nicht, da sie ja recht hatte.

Heute hatte keiner von ihnen Probleme einzuschlafen. Nicht einmal unser junger Held. Er schlummerte friedlich in seinem großen frisch bezogenen Bett, tief in die weichen Kissen gekuschelt. Er war mit dem wunderbaren Gedanken eingeschlafen, dass er die perfekte Familie und die besten Freunde auf der Welt hatte. Dieser Gedanke hatte ihn wie ein melodisches beruhigendes Wiegenlied in den Schlaf geleitet und ihm ein Lächeln auf sein schlafendes Gesicht gezaubert.

Endlich konnte er anfangen sein Leben zu genießen, denn auch von Voldemort hatten sie - ganz zu seiner Überraschung - schon einige Zeit nichts mehr gehört. Er hatte fest damit gerechnet, dass der schwarze Zauberer nach der Bekantgabe der "Auferstehung" irgendein Zeichen von sich geben würde, aber nicht einmal seine Narbe hatte geschmerzt. Es schien, als wären sie für den Moment in Sicherheit.

Doch würde es so bleiben?


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