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Fanfiction

Auferstanden - Schuldgefühle

von MelRU

Kapitel 10

[Schuldgefühle]

Wenn man fähig ist zu lieben, sucht man die Schuld bei sich und nicht bei anderen.


Stöhnend kam Harry wieder zu sich. Langsam lichtete sich der dichte Nebel in seinem Kopf und er konnte sich wieder an die letzten Ereignisse erinnern. Schnell schoss er in die Höhe, lies sich aber gleich wieder stöhnend zurückfallen, da ihm schwindlig wurde und das grelle Sonnenlicht in seinen Augen schmerzte.

Wo war er? War er nicht auf dem kalten dunklen Fliesenboden des Restaurants ohnmächtig geworden? Er spürte, dass er auf etwas Weichem lag. Ein Bett? Langsam öffnete er wieder seine außergewöhnlich grünen Augen und gewöhnte sich an das eindringende Sonnenlicht. Irgendwie kam ihm das Zimmer bekannt vor in welchem er sich befand. Er setzte sich noch einmal langsam auf und tastete nach seiner Brille. Als er diese gefunden und auf seine schmale Nase gesetzt hatte, sah er sich im Raum um und bemerkte erst jetzt, dass er sich in seinem Himmelbett, in seinem Schlafzimmer befand.

Bei einer erneuten Observation des Raumes bemerkte er jedoch, dass das Bett, in welchem Ron die letzten Tage geschlafen hatte, nicht mehr da war. Wo waren den die anderen? Sein Herzschlag beschleunigte sich. War ihnen etwas passiert? Er zuckte zusammen, als er angesprochen wurde. „Harry! Du bist wach.“ Überrascht drehte sich der junge Potter zur Türe und erblickte seinen Vater. „Dad, was ist passiert? Wo sind die anderen? Geht’s ihnen gut?“ James lächelte beruhigend. „Ich werde dir gerne deine Fragen beantworten. Aber zuerst musst du mir meine beantworten: Wie geht es dir?“ Er sah seinen Sohn etwas besorgt an, Harry wirkte noch immer recht blass, obwohl er schon so lange geschlafen hatte.

Harry, welcher sich selbst noch keine Gedanken um seine Gesundheit gemacht hatte, horchte in sich hinein. „Ich habe ein bisschen Kopfschmerzen und ein bisschen schwindelig ist mir auch, aber sonst ist denke ich alles Okay. Also was ist passiert?“ James ließ sich neben seinen Sohn auf dessen Bett sinken und seufzte. Dann begann er zu erzählen was sich, nachdem Harry bewusstlos geworden war, zugetragen hatte.


*



James saß gerade am Tisch und unterhielt sich wieder einmal mit Sirius und den rothaarigen Zwillingen mit den Sommersprossen über deren Scherzartikelladen, während sie auf ihr Essen warteten, als eine aufgelöste Ginny in den Speisesaal lief. Schnell erhob er sich von seinem Platz und lief ihr entgegen, irgendetwas musste passiert sein. Aber wieso war sie allein? Wo war sein Sohn? „Was ist denn passiert? Wo ist Harry?“ „Harry! Er … seine Narbe! Voldemort kommt hierher!“ Mehr brauchte James nicht zu hören. „Sirius! Lily! Nehmt die Kinder und bringt sie mit dem Portschlüssel nach Hause! Ich komm mit Harry nach! Und keine Widerrede Kinder!“

Ohne auch nur auf die Proteste der Jugendlichen zu reagieren, stürmte er in die Eingangshalle, wo Harry gerade stöhnend auf die Knie sank. Schnell lief er zu ihm, doch als er seinen Sohn fast erreicht hatte, sprengte jemand einen Zugang in die Außenwand des Gebäudes. Zauberer mit schwarzen Kutten und Totenkopfmasken drangen durch das entstandene klaffende Loch, wo vor Sekunden noch wunderschöne Gemälde die Wand geziert hatten und feuerten im Schutze des Staubs und des Schutts wahllos auf die Gäste des Restaurants. „Todesser!“, schoss es dem Auror durch den Kopf. Es tat ihm im Herzen weh, dass immer Unschuldige - in diesem Fall Muggel - für diesen sinnlosen Krieg bezahlen mussten, vielleicht sogar mit ihrem Leben. Und das nur, weil sie sprichwörtlich zur falschen Zeit am falschen Ort waren. Aber so Leid es ihm auch tat, es gab zurzeit etwas Wichtigeres, nämlich seinen Sohn.

Er drehte sich wieder zu Harry und sah, dass einer der Todesser den schwarzhaarigen Jungen, welcher nun ganz zusammengebrochen war, hart am Arm packte. In sekundenschnelle feuerte er einen Stupor auf den Todesser ab, der daraufhin bewusstlos zusammenbrach und rannte geschwind zu seinem Sohn. Doch kurz bevor er ihn erreichte, hatte er das Gefühl als würde ihn ein Blitz im Rücken treffen. Schmerzen beitreten sich überall in seinem Körper aus, er war allem Anschein nach von einem Cruciatus-Fluch getroffen worden. James ging in die Knie. Auch wenn er schon viele Schmerzen gespürt hatte, ein Cruciatus war jedes Mal auf's Neue ein unerträglicher Schmerz, an den man sich nicht gewöhnen konnte. Da sich das Oberhaupt der Potters unter den schrecklichen Schmerzen wandte, bemerkte er nicht, dass Sirius wieder zurückgekommen war und den Todesser, welcher James verflucht hatte, zu Boden streckte. James keucht überrascht auf, als die Schmerzen plötzlich von ihm abfielen. Etwas erschöpft drehte er sich auf den Rücken, um zu sehen, wie Sirius auf ihn zueilte. „Prongs! Alles klar?“ James war nur zu einem kurzen Nicken imstande und wandte sich wieder Harry zu um sich zu vergewissern, dass sein Sohn immer noch da war. Während er sich auf seine Beine kämpfte, war Sirius schon bei Harry angelangt und versuchte ihn wieder zurück ins Bewusstsein zu holen, doch wie es schien, war der Schüler bereits in eine tiefe Bewusstlosigkeit gefallen. Sirius kam der Gedanke, ob dies nicht vielleicht sogar besser war, da es Harry nur noch mehr zusetzen würde, wenn er das Leid der Muggel miterleben würde.

Schnell holte James einen Notfallportschlüssel hervor und nahm seinen Sohn auf den Arm. „Komm schon Padfoot, halt dich fest!“, erst als Sirius’ Hand den Portschlüssel berührte, aktivierte er ihn. Sie spürten, dass all zu bekannte Ziehen hinter dem Bauchnabel und schon waren sie weg. Gerade noch rechtzeitig, denn die anderen Todesser dürften sie entdeckt haben, mehrerer Flüche waren nur knapp an ihnen vorbei gerauscht, bevor sie verschwunden waren. So bekamen sie auch nicht mehr mit, wie Voldemort das Restaurant betrat. Als der Anführer der Todesser begriff, dass sein Ziel es geschafft hatte, zu fliehen, konnte er seine Wut nicht mehr zähmen und schoss mit Avada Kedavra Flüchen um sich, dabei war es ihm egal, ob die Flüche Muggel trafen oder seine eigenen Leute.

James und Sirius landeten, mit einem bewusstlosen Harry in den Armen vor ihrem Haus in Godric's Hollow. Während sie sich erhoben, nahm Sirius seinem besten Freund Harry ab, da dieser von dem Cruciatus-Fluch noch immer etwas geschwächt war und gemeinsam liefen sie ins Haus. Dort angekommen kam ihnen eine sehr blasse Lily vom Wohnzimmer aus entgegen. „Wie geht’s ihm? Ist er verletzt?“, fragte sie entsetzt, als sie ihren bewusstlosen Sohn in Sirius' Armen erblickte. „Nein, er ist nur ohnmächtig.“ Sie nickte nur und gemeinsam gingen sie hinauf in Harrys Wohnung. Dort angekommen legte Sirius seinen Patensohn auf dessen Bett ab, gerade als die restlichen Schüler den Raum stürmten.

„Wie geht’s ihm?“, kam es leicht hysterisch von den beiden Mädchen. „Soweit wir wissen, ist er nur ohnmächtig“, erklärte ihnen James. Ginny und Hermine fielen sich erleichtert in die Arme, während die Jungs hörbar aufatmeten. „Da ihr ja nicht heimwollt, würde ich sagen, dass es besser wäre, wenn du, Ron heute Nacht draußen bei Fred und George im Wohnzimmer schlafen würdest“, meinte Lily, welche Harry gerade einen Pyjama anhexte und ihn liebevoll zudeckte. „Ja natürlich.“ Ron ging auf sein Bett zu und nahm die Bettwäsche in die Hand, während Sirius das Bett schrumpfte, hinaus ins Wohnzimmer trug und dort wieder auf die normale Größe zauberte, sodass Ron seine Bettwäsche wieder ablegen konnte.

Als sie wieder ins Zimmer kamen sah James die Jugendlichen fragend an „Wollt ihr wirklich nicht lieber nach Hause?“, vergewisserte er sich. Er konnte es verstehen, dass sie nach dem, was sie gerade erlebt hatten, nach Hause zu ihren Eltern und die Sicherheit des eigenen Zuhauses fühlen wollten. „Wir konnten doch nicht einfach so heim flohen, ohne zu wissen, was Harry passiert ist.“ „Vielleicht wäre er verwundet oder sogar schwer verletzt worden.“ „Und außerdem müssen wir sowieso morgen wieder nach Hause.“ „Da können wir die eine Nacht auch noch hier bleiben!“, kam es abwechselnd von den Zwillingen und die anderen Schüler nickten dabei zustimmend mit entschlossenen Gesichtern. James nickte nur nachdenklich. Sein Sohn hatte wirklich tolle Freunde, und wie er vermutete, mittlerweile auch eine tolle Freundin. Zumindest hoffte er, dass dieser Abend wenigstens irgendetwas Gutes hervor gebracht hatte.


*



Harry sah, während er der Erzählung seines Vaters lauschte, nachdenklich aus dem Fenster. „Steht heute etwas davon in der Zeitung?“, wollte er von seinem Vater wissen, als dieser geendet hatte. „Ja. Es wurden zehn Muggel bei diesem Angriff getötet, aber das Ministerium kann sich keinen Reim daraus machen, warum die Todesser dieses Muggelrestaurant in London angegriffen haben und schon gar nicht warum auch Voldemort höchstpersönlich gekommen ist“, antwortete ihm James. „Wegen mir“, kam es erstickt von Harry. Immer war er an allem Schuld. Schuld daran, dass die Zauberwelt in Angst und Schrecken leben musste, weil er Voldemort nicht besiegen konnte. Schuld daran, dass seine Freunde in ständiger Gefahr lebten, weil sie mit ihm befreundet waren. Schuld daran, dass unschuldige Menschen wegen ihm starben, weil er nie vorsichtig genug konnte.

James' starke Arme, die Harry an seine Brust drückten, holten den jungen Potter wieder zurück aus seinen finsteren Gedanken. Er merkte erst jetzt, dass ihm sein Dad tröstende Worte zusprach, wie: „Es ist nicht deine Schuld.“ „Mach dich deshalb nicht selbst fertig.“ oder „Du kannst nichts dafür.“ Harry unterdrückte die aufkommenden Tränen. „Wieso ist es bloß so schwer?“, fragend sah er seinen Vater an. Dieser seufzte: „Ich weiß es nicht, warum es das Schicksal nicht gut mit uns meint … aber hey, wir sind hier, um dir zu helfen und das werden wir auch tun! Also Kopf hoch!“ Lächelnd wuschelte er Harry durchs Haar. Dieser lächelte zurück, obwohl sich in seiner Magengegend ein schlechtes Gewissen ausbreitete, sollte er seinen Eltern etwas über die Horkruxe sagen? Dumbledore hatte gesagt er solle es keinem erzählen, aber der alte Zauberer hatte doch nicht wissen könne, dass seine Eltern und Sirius wieder leben würden. Was sollte er den jetzt tun?

„Willst du dich noch ein bisschen ausruhen oder möchtest du schon etwas essen?“ Harry streckte sich leicht. „Ich bin noch immer Hundemüde, ich würde mich lieber noch ein bisschen aufs Ohr hauen, und falls ich bis zum Mittagessen noch nicht wach sein sollte, könnte mich bitte jemand wecken? Ich möchte mich dann noch bei den anderen verabschieden.“ James grinste. „Klar machen wir. Also schlaf noch ein bisschen, Harryboy.“ Noch einmal wuschelte er seinem Sohn durchs Haar, danach verließ James das Schlafzimmer seines Sohnes.



„Hey! Er schläft ja immer noch!“, entrüstete sich George. „Jetzt seid doch leise, ihr weckt ihn noch auf!“ „Ähm, Schwesterherz, wir sind hier um ihn aufzuwecken.“ Harry öffnete seine Augen und sah gerade noch wie Ginny, die neben ihm auf dem Bett saß, einen Schmollmund zog und sich beleidigt wegdrehte. „Hey unsere Schlafmütze ist auch mal wach!“, warf Fred ein, als Harry sich genüsslich streckte. „Wie geht’s dir?“, kam es sogleich von Ginny. Harry sah sie leicht nachdenklich an. Erst jetzt realisierte er wieder, dass er ja gestern der jüngsten Weasley seine Gefühle sozusagen gestanden hatte. „Es geht schon ganz gut, denke ich“, brachte er leicht verwirrt hervor, was die anderen schmunzeln ließ. „Wir gehen dann schon mal hinunter und lassen euch Turteltäubchen allein“, zwinkerten die Zwillinge und gingen, unter einem Todesblick von Ginny, gefolgt von einem verwirrt drein blickenden Ron und einer schmunzelnden Hermine wieder hinunter in das Esszimmer.

Harry musste ebenfalls leicht schmunzeln und wandte sich wieder an das rothaarige Mädchen, welches den anderen noch immer böse nachblickte. „Ach, lass sie doch.“ Ginny seufzte leise. „Das machen sie schon seit gestern Nacht!“, beklagte sie sich mit einem "Ich bin so ein armes Hündchen-Blick" bei Harry. Dieser lachte auf und küsste sie zärtlich, er hatte das Verlangen nach einer Bestätigung, dass er all die schönen Dinge gestern nicht geträumt hatte. Danach grinste auch Ginny wieder „Komm! Geh schnell duschen, ich sag den anderen, dass du gleich kommst.“

Als Harry geduscht hatte, ging er wieder ins Schlafzimmer und sah, dass ihm Ginny Klamotten bereitgelegt hatte. Eine ausgewaschene Jeans, ein schwarzes langärmliches T-Shirt und zu allem Überfluss noch eine schwarze Boxershorts mit Herzchen, auf welche seine Mutter beim gemeinsamen Shoppen bestanden hatte - „Ist die nicht süß? Die nehmen wir!“ Als er etwas später unten im Esszimmer ankam und dort den Blick von Ginny traf, begann diese breit zu grinsen, als sie sah, dass ihr Freund die Klamotten angezogen hatte, die sie ihm bereitgelegt hatte, was ihm einen leichten Hauch rosa auf seine Wangen zauberte. „Harryschatz, wie geht es dir?“, erkundigte sich seine Mutter sofort, als sie ihn entdeckte. „Gut. Danke Mum!“ Lily lächelte ihn sanft an. „Komm setzt dich und las es dir schmecken.“ Während des Essens versuchten sie über belanglose Dinge zu sprechen.

Den restlichen Nachmittag verbrachten die Jugendlichen draußen mit Quidditch spielen, wobei Ron Hermine etwas Nachhilfe gab. Um circa vier Uhr versammelten sie sich beim Kamin im Wohnzimmer, da sie Molly und Arthur Weasley erwarteten. Nachdem die beiden Zauberer angekommen waren, begaben sie sich ins Esszimmer um Kaffee und Kuchen zu sich zu nehmen. Molly begann über den Angriff von gestern Nacht zu sprechen: „Ein Angriff auf ein Muggelrestaurant! Jetzt drehen sie schon völlig durch! Gott sei Dank gehen wir nie in ein Restaurant essen.“ Da die Weasleykinder ihren Eltern gestern nicht geschrieben hatten, was passiert war, da sie meinten, dass sie sie sowieso heute sehen würden, obwohl Lily es ihnen geraten hatte, klärten die Erwachsenen diese über den gestrigen Angriff auf. Als Molly den ersten Schock überwunden hatte, wurde einer nach dem anderen in eine Knochen brechende Umarmung gezogen. „Oh mein Gott, ich bin so froh, dass es euch allen gut geht. Es hätte euch so viel passieren können und …“ „Molly beruhige dich, es ist ja gerade noch alles gut gegangen.“ Um Molly etwas abzulenken, fragte Lily sie über die neuesten Erfindungen im magischen Küchenhaushalt aus, während Arthur, Sirius und James darüber diskutierten was die nächsten Schritte im Ministerium waren, wobei ihnen die Teenager mit gespitzten Ohren zuhörten.

Als der ganze Kuchen aufgegessen war, verabschiedeten sich die Weasleys und die Potters und Sirius begleiteten sie noch ins Wohnzimmer zum Kamin. „Ah, der Ferndreher mit all den verschiedenen Knöpfen ist auch noch immer da“, war das Oberhaupt der Weasley entzückt. Harry blickte Arthur kurz irritiert an, bis er begriff: „Sie meinen den Fernseher!“ „Oh. Ja natürlich Fernseher! Hmm, sehr interessant diese Kiste mit den automatischen Puppenspielen.“ Harry sah den Vater seiner Freunde mit hochgezogenen Augenbrauen an, wobei sich alle anderen das Lachen zurückhalten mussten - Harrys Gesichtsausdruck war aber auch einfach zu komisch. „Arthur! Dieses Ding haben wir uns doch schon bei unserem letzten Besuch angesehen. Komm lass uns jetzt endlich nach Hause gehen!“, kam es leicht genervt von Molly, ihr muggelfanatischer Mann raubte ihr aber auch den letzten Nerv. Nachdem sie Arhtur versprochen hatten ihm das Kabel des Fernsehers zu überlassen, wenn sie es nicht mehr brauchten, da er diese ja sammelte, verschwand einer nach dem anderem im grünen lodernden Feuer des Kamins, wobei Ginny schon vorher von Harry einen Abschiedskuss bekommen hatte, da sie sich noch nicht vor Ginnys Eltern küssen wollten, da sie nicht wussten, wie diese darauf reagieren würden. Vor Harrys Eltern war es ihnen egal, die waren ja in solcher Hinsicht sehr locker.


Es war bereits zur fortgeschrittenen Stunde, in der unser Held schon tief und fest schlummerte, als seine Mutter gerade die Treppen ins Obergeschoss empor stieg. Oben angekommen fiel ihr Blick auf die Türe am Ende des Ganges - Harrys altes Kinderzimmer. Plötzlich hörte sie ihren eigenen lauten Atem und roch verkohlte Luft. Eine Gänsehaut breitete sich auf ihre Oberarme aus und sie begann zu zittern. James, welcher gerade den Treppenaufstieg passierte, bemerkte, dass seine Frau stehen geblieben war und rief: „Schatz? Alles in Ordnung?“ Lily versuchte sich zu beruhigen. Alles war in Ordnung. James war hier, Harry war hier, sie waren in Sicherheit. „Lily?“

Lily er ist hier! Lauf! Bring dich mit Harry in Sicherheit! Ich werde ihn aufhalten!

Lily entfuhr ein Schluchzen. Sie hörte die Rufe ihres Mannes. Wie in Zeitlupe drehte sie sich am Absatz um. Sie sah James, wie er am Treppenaufstieg stand, dort, wo er gestorben war. Sie konnte die grauenhaften Bilder nicht länger unterdrücken. Sie spürte denselben Schmerz, denn sie verspürt hatte, als sie mit angesehen hatte, wie ihr Mann dort leblos zu Boden gegangen war. Als all das geschehen war, hatte sie keine Zeit gehabt, um darüber nachzudenken, es war nur wichtig gewesen Harry in Sicherheit zu bringen. Doch jetzt kam alles wieder hoch. Lily musste sich am Treppengeländer festhalten, um nicht in die Knie zu gehen, denn sie hatte das Gefühl, als würden sie ihre Beine nicht länger tragen. Sie hatte solche Angst gehabt.

Starke Arme zogen sie in eine kräftige Umarmung. „Ich bin hier Schatz. Wir sind in Sicherheit. Es ist alles gut.“ Sie wollte nicht weinen. Sie wusste, dass es für sie alle nicht leicht war, sie wollte genau wie die anderen auch stark sein - für Harry. Aber nach allem, was gestern passiert war, hatten sie gerade eben ihre Gefühle, die sie die ganze Zeit über unterdrückt hatte einfach überwältigt. Dieses Gefühl einen der wichtigsten Menschen in seinem Leben sterben zu sehen - es war einfach zu grauenhaft um es beschreiben zu können. Wenn sie nur daran dachte, dass ihr kleiner Harry schon vier geliebte Menschen hatte sterben sehen, wurde ihr ganz elend zumute. „Es tut mir Leid“, schluchzte Lily an James Brust gedrückt, während ihr ihr Mann beruhigend durch die langen feuerroten Haare strich. „Es muss dir nichts leidtun, Schatz. Es ist alles in Ordnung.“ Es dauerte etwas, bis sich Lily wieder beruhigt hatte. Langsam löste sie sich von James, dieser lächelte seine Frau beruhigend an. „Du musst keine Angst haben, Lily.“ Harrys Mutter lächelte leicht und wischte sich etwas beschämt die Tränen weg.

„Genau, denn ich werde alles in meiner Macht stehende tun, damit keiner von euch das zeitliche segnet“, sagte Sirius, welcher gerade aus dem Badezimmer gekommen war und alles mit angesehen hatte. Er nahm die Frau seines besten Freundes ebenfalls in die Arme. „Ich passe auf euch und Harry auf“, flüsterte er ihr zu. „Danke, Sirius“, hauchte Lily. Sirius lächelte sie beruhigend an. Er hatte sich für seine Freunde und seinen Patensohn immer alles Glück der Welt gewünscht und nun, da sie alle wieder zusammen waren schien jeder von ihnen anzufangen das Geschehene zu verarbeiten und dann würde es für sie alle endlich bergauf gehen.


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