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Fanfiction

Auferstanden - Auftakt in Hogwarts

von MelRU

Kapitel 12

[Auftakt in Hogwarts]

Zu Hause fühlt sich der Mensch vor allem dort, wo er willkommen ist.


Unaufhaltsam verstrichen die letzten Tage der Ferien und der Morgen des ersten Dezembers brach an. Schlecht gelaunt schritt unser junger Held die Treppen welche ins Erdgeschoss des Hauses führte hinunter. Eigentlich hatte er sich vorgenommen etwas früher als notwendig aufzustehen, um sich von Sirius und seinem Vater zu verabschieden und noch ein letztes Mal gemeinsam mit ihnen zusammen frühstückte bevor er sich auf den Weg nach Hogwarts machte. Aber er hatte gestern Abend vergessen sich seinen Wecker zu stellen und demnach verschlafen, nun war es bereits halb zehn und die beiden Auroren schon im Ministerium. Wieso hatten sie ihn denn nicht geweckt?

Mit enttäuschtem Gesicht betrat er die Küche und brachte gähnend ein „Morgen“ hervor. „Einen wunderschönen Guten Morgen Sonnenschein.“ „Guten Morgen Harryboy, hast du gut geschlafen? Freust du dich schon auf die Schule?“ Verwundert ließ Harry seinen Blick durch die Küche streifen und entdeckte seinen Vater und Sirius, welche mit seiner Mutter am Küchentisch saßen. „Was macht ihr denn noch hier?“, fragte er freudig überrascht. „Überraschung!“, grinste Sirius breit. „Wir haben uns für heute freigenommen um dich zum Bahnhof zu begleiten“, erklärte ihm James. „Danke!“, freute sich Harry. Er setzte sich zu seinen Eltern und Sirius an den Tisch und langte nun doch kräftig zu, sein Trübsal schien wie weggeblasen. Es würde für einige Zeit sein letztes gemeinsames Frühstück mit ihnen sein, er wollte es genießen.

Nachdem sie das Frühstück beendet hatten, war es an Lily und Harry zu kontrollieren ob sie nichts vergessen hatten einzupacken. Danach brachten sie ihr Gepäck hinunter in die Eingangshalle, wobei sich James Lilys Gepäck annahm und Sirius seinem Patensohn etwas unter die Arme griff. Um halb elf apparierten sie dann zum Bahnhof und durchquerten gekonnt unbemerkt die Absperrung zum Gleis 9 ¾. Während James und Sirius die Dampflok mit ehrfürchtigen, nostalgischen Blicken bestaunten, suchten Harry und seine Mutter die Weasleys und Hermine.

Nach wenigen Minuten hörte Harry, dass seinen Namen, irgendwo aus der Menge gerufen wurde und ein paar Sekunden später hatte er schon lauter rote Haare im Gesicht. Ein blumiger Duft stieg ihm in die Nase. Er schloss strahlend die Arme um das schlanke Mädchen und drückte sie fest an sich. Wie sehr er sie doch vermisst hatte. Als sie sich von ihm löste, drückte er ihr einen süßen unschuldigen Kuss auf ihre weichen Lippen. Diese Zärtlichkeit wurde durch Mrs. Weasleys überdeutliches Räuspern unterbrochen. Strahlend begrüßte er die anderen und bemerkte, dass Fred und George auch mitgekommen waren, um sie zu verabschieden.

„Man, wie gern würde ich mit euch mitfahren“, kam es fast neidisch von Sirius, welcher mit James zu ihnen getreten war. Sein bester Freund nickte zustimmend. „Die Zeit, die wir auf Hogwarts verbracht haben wird bis ans Ende unserer Tage unerreichbar bleiben.“ So schwelgten die Erwachsenen in Erinnerungen über längst vergangene Tage, während sich die Schüler ein Abteil suchten. Nachdem sie fündig geworden waren, gingen sie wieder zu den Erwachsenen um sich zu verabschieden. Dort angekommen wandte sich Hermine Harrys Mutter zu. „Fährst du eigentlich mit uns im Hogwartsexpress oder apparierst nach Hogsmead so wie die anderen Lehrer?“ „Ich werde euch quasi als Sicherheitskraft begleiten“, erklärte ihr die baldige Professorin. „Och, ich beneide dich so. Ich will auch“, kam es quengelnd von James, welcher dabei schmollend seine Unterlippe vorschob, was alle zum Lachen brachte. Aber sie alle konnte ihn verstehen, jeder von ihnen kannte dieses leichte Kribbeln, welches man immer spürte, sobald sich der Zug in Bewegung setzte und somit den Weg in ein neues Jahr voller Spannung, Spaß und Wissen preisgab.

Der Abschied fiel den Schülern wie immer leichter als den Eltern und ein paar junge Mütter verdrückten ein zwei Tränen als ihnen bewusst wurde, dass ihre Kleinen nun den Weg in dieses riesige Schloss beschreiten würden - ein Weg, den jeder Zauberer gehen musste. Kurz bevor der Zug abfuhr, nahm James seinen Sohn noch kurz zur Seite, während die anderen schon ihr Abteil aufsuchten. Er drückte Harry ein kleines Päckchen in die Hand. „Mach es erst auf, wenn du im Zug bist, verstanden?“ Harry nickte nur perplex und steckte es in seine Hosentasche. Was konnte das denn sein?

Ein lauter Pfiff ertönte. „Schnell Harry! Der Zug fährt gleich!“, hörten sie Lily rufen, welche sich schon vorher bei ihrem Mann und den anderen verabschiedet hatte. Wobei sie James und Sirius eine Standpauke gehalten hatte, dass sie sich während ihrer Abwesenheit ordentlich benehmen sollten. James legte seine Hände auf Harrys Schultern und drückte sie leicht. „Ich wünsche dir viel Spaß Harryboy. Genieße dieses Schuljahr und mache dir nicht all zu viele Gedanken darüber, was da draußen passiert. Und lass dich nicht zu sehr von den doofen Slytherins ärgern, okay?“ Harry lachte. „Nein sicher nicht! Ich wünsche dir auch viel Spaß und hoffe, dass wir uns bald wiedersehen.“ James lächelte sanft. „Das werden wir. Und jetzt los!“ Schnell rannte Harry noch zu seinem Patenonkel und umarmte ihn kurz. „Pass auf dich auf, Großer“, flüsterte ihm Sirius ins Ohr, während er ihn an sich gedrückt hielt. „Immer doch. Ihr müsst aber auch auf euch achtgeben“, sagte Harry genauso leise.

„Harry!“ kam die genervte Stimme von seiner Mutter, ihr Sohn kam wirklich sehr nach ihrem Mann. „Ich komme, Mum!“, schrie Harry. Er löste sich von dem Auror und rannte zum Zug, einen lachenden Sirius hinter sich lassend. „Na endlich. Ich dachte schon ich muss ohne dich nach Hogwarts fahren. Ich werde noch schnell nach dem Lokführer sehen, danach werde ich einmal bei euch vorbeikommen, um nach dem rechten zu sehen“, zwinkerte Lily Potter ihrem Sohn zu, ehe sie in Richtung Lokführerkabine von dannen zog.

Harry und seine Freunde standen bei einem der geöffneten Fenster und winkten ihren Familienmitgliedern zum Abschied. Während die Umrisse von Mr. und Mrs. Weasley, Fred und George immer kleiner wurden, liefen James und Sirius wie Kinder neben dem Zug her winkten ihnen noch überschwänglich zum Abschied, ehe der Zug um eine Kurve fuhr und die beiden Auroren aus ihrem Sichtfeld verschwanden.

„Sie werden mir fehlen“, kam es augenblicklich von Harry, welcher immer noch aus dem Fenster blickte. Er spürte wieder diese Angst, die sich in seinem Herzen festsaugte, wie Ungeziefer und seinen ganzen Körper nach und nach betäubte. Er hatte Angst, dass ihnen etwas zustoßen und er sie nie wieder sehen würden. Ginny nahm seine Hand in ihre. „Sie sind gute Auroren, sie können auf sich aufpassen.“ Sie wusste genau, was in ihrem Freund vorging und sie konnte ihn verstehen. „So wie ich die beiden kenne, werden sich bestimmt oft bei dir melden. Und abgesehen davon sind bald wieder Ferien, da wirst du sie wieder sehen“, versuchte Ginny ihren Freund aufzumuntern. Er schenkte ihr ein dankbares Lächeln und gemeinsam gingen sie in ihr Abteil zurück, während Ron und Hermine das Abteil der Vertrauensschüler aufsuchen mussten.

Im Abteil angekommen lies sich Harry auf die gepolsterte Sitzbank plumpsen. Ginny tat es ihm gleich und lehnte sich leicht an ihn. „Ich hab dich vermisst“, murmelte sie. „Ich dich auch“, flüsterte er leise und legte ihr seinen Arm um die schmalen Schultern. Beide genossen die angenehme Stille und die traute Zweisamkeit. Nach einigen Minuten unterbrach Ginny die Stille und fragte ihren Freund: „Was wollte dein Dad vorhin eigentlich noch von dir?“ Erst jetzt viel Harry das Päckchen wieder ein, das er vorhin von seinem Vater bekommen hatte. Schnell zog er es aus der Tasche und öffnete es. Ein rehbraunes Augenpaar sah ihm gespannt dabei zu.

Zum Vorschein kamen ein kleiner Spiegel und eine kleine Notiz. Sie hob die Augenbraue. „Warum schenkt er dir einen Spiegel?“ wandte sie sich fragend an Harry, welcher gerade die Notiz las und zu strahlen begann. Lächelnd reichte er ihr die Notiz und sie begann zu lesen:


Lieber Harry,

wie du siehst, haben wir es geschafft ihn noch rechtzeitig zu reparieren. Wir dachten uns, dass es klug wäre, wenn jeder von uns einen besitzt, so haben sowohl Sirius, deine Mum und ich einen Spiegel, du musst nur den Namen von einen von uns nennen mit dem du sprechen willst.

Wir hoffen, dass du dich freust und dich oft meldest,

Dad
Sirius



„Cool!“, entfuhr es dem rothaarigen Mädchen. „Ich weiß“, grinste Harry breit. „Probier’s mal aus“, drängte ihn Ginny. Der Potter nahm den Spiegel in die Hand und sagte: „Dad?“ Sie warteten einige Sekunden und plötzlich flackerte Harrys Spiegelbild und er sah in das strahlende Gesicht seines Vaters. „Hey Harry! Du hast irgendwie lange gebraucht“, lachte er. „Wahrscheinlich hatte er etwas anderes zu tun. Er und Ginny haben sich ja schon lange nicht mehr gesehen“, kam Sirius grinsend ins Blickfeld. Harry wurde leicht rot. „Och wird unser Harryschatz rot?“, neckte ihn sein Pate. „Ach halt die Klappe Sirius“, kam es schmollend von Harry, während Ginny, James und Sirius lachten.


Nach einem kurzen Gespräch dauerte es nicht lange, bis Ron und Hermine, mit Neville und Luna im Schlepptau, zu ihnen ins Abteil kamen. „Hey, wie geht’s euch beiden denn?“, begrüßte sie Harry. „Ganz gut“, kam es von Neville und Luna, welche Händchen haltend Platz nahmen. Harry betrachtete seine Freunde etwas genauer. Luna hatte sich sozusagen vom mehr oder weniger hässlichen Entlein zum schönen Schwan entwickelt. Sie hatte langes goldgelbes gelocktes Haar, blasse makellose Haut und wunderschöne eisblaue Augen, die sie mit einem feinen Liedstrich betonte. Neville war schlank und hochgewachsen, hatte seine Frisur mit etwas Gel gestylt und ein sicheres Lächeln auf dem Gesicht. Oh ja, nichts erinnerte mehr an den einst so plumpen, schüchternen Jungen. Neville war durch die DA und den Erlebnissen in der Ministeriumsabteilung erwachsener und selbstsicherer geworden. Beide waren am Ende des letzten Schuljahres zusammen gekommen.

„Wie ich sehe, habt ihr zwei es auch endlich gerafft?“ kam es neckend von Neville. Harry erwiderte das Lächeln nur, während Ginny ihm gespielt beleidigt die Zunge raus streckte. „Ach ja Harry! Meinen Glückwunsch das du deine Eltern und Sirius wieder hast“, kam es von Luna. „Danke Luna.“ „Also stimmt es wirklich. Glückwunsch“, meinte nun auch Neville. Nachdem Harry ihnen alles erklärt hatte, was sich in den Ferien so zugetragen hatte und sie schon einige Runden Snape explodiert gespielt hatten kam die alte Hexe mit dem Imbisswagen vorbei. Harry und die anderen deckten sich für den Rest der Fahrt mit Süßigkeiten ein und schlugen sich damit den Bauch voll, als plötzlich die Abteiltür aufgerissen wurde.

„Na Potter, hast du also wirklich deine Mummy und deinen Daddy wieder um dich bei ihnen ausheulen zu können?“ „Halt den Mund, Malfoy!“ verteidigte Ginny ihren Freund. „Mit dir redet keiner, Wiesellette! Du solltest deiner Freundin einen Maulkorb anlegen, Potty“, erwiderte der Eisprinz von Slytherin. „Halt die Klappe, Frettchen!“, kam es wütend von Ron. „Wieso sollte ich das tun Weasley?“, fragte ihn der junge Malfoy herausfordernd. „Weil du sonst meine Faust zu schmecken bekommst, darum!“ „Ach, sollte dass eine Drohung sein?“, lachte er spöttisch. Seine zwei Gorillas, Crabbe und Goyle, taten es ihm gleich und lachten dümmlich.

„Malfoy, wie du erkennen kannst, bist du hier unerwünscht, also spar dir die dummen Sprüche und geh wieder“, ergriff nun Hermine das Wort. „Du hast hier gar nichts zu sagen du wertloses Schlammblut. Wage es nicht auch nur ein unnützes Wort an meinen Draco zu richten“, giftete Pansy Parkinson, welche sich nun an Dracos Arm klammerte. Der blonde Slyterhin verdrehte bei diesem Verhalten nur die Augen. Die anderen stutzten. Hatte er sich nicht immer so verhalten als würde es ihm gefallen, dass sie sich auf ihn schmiss? Jetzt waren die Gryffindors und Luna etwas überfordert.

„Was glotz ihr den so dämlich, ihr wertloses Pack!“, giftete der platinblonde Schüler im nächsten Moment. Okay, vielleicht war es doch Einbildung gewesen. „Raus, Malfoy!“, erhob nun Harry zum ersten Mal seine Stimme. „Ach und warum sollte ich das tun? Weil es mir der große Harry Potter befiehlt? Oder holst du deinen ach so tollen Daddy, wenn ich es nicht tue?“, lachte Draco. „Ich kann wenigsten Stolz auf meinen Vater sein, meiner sitz ja nicht in Askaban“, konterte der Gryffindor. Malfoy wurde plötzlich blass im Gesicht, aber mehr als zum Ziehen seines Stabes kam er nicht.

„Das würde ich an Ihrer Stelle unterlassen Mr. Malfoy, es sei denn, Sie legen Wert darauf, dass Ihr Haus schon vor Beginn des neuen Schuljahres Punkte verliert“, mahnte ihn Lily Potter, welche gerade hinter ihnen aufgetaucht war. Malfoy und seine Clique schickten ihnen noch böse Blicke, bevor sie erhobenen Hauptes das Abteil verließen. Harry sah ihnen noch nach, ehe er sich wieder seufzend auf seinen Platz setzte und von seiner Mutter gemustert wurde. „Lass dich nicht von ihm provozieren, okay?“ Harry nickte nur.

Dann wandte sie sich fragen an Neville und Luna. „Ah, Mum das sind Neville Longbottom und Luna Lovegood.“ „Hallo, es freut uns Sie kennenzulernen!“, kam es freundlich von Neville und Luna. „Die Freude ist ganz meinerseits Neville, Luna. Und wenn wir nicht im Unterricht sind, bleiben wir doch bitte beim Du, also ich bin Lily.“ Sie reichte ihnen lächelnd die Hand. „Gut. Ich mach noch schnell einen Rundgang, dann komm ich noch einmal vorbei. Mal sehen vielleicht muss ich wieder ein paar aufmüpfige Schüler vertreiben“, sagte Harrys Mutter grinsend und verschwand.

„Malfoy hat irgendwie schlecht ausgesehen“, teilte Hermine den anderen ihre Beobachtung mit. „Was kümmert es dich, wie er aussieht?“, kam es entrüstet von Ron. „Ron, Hermine hat recht. Er hat irgendwie krank ausgesehen“, stimmte Harry seiner besten Freundin zu. „Habt ihr gesehen, wie er die Augen verdreht hat, als sich Parkinson an ihn geklammert hat?“, fragte Luna die anderen im Abteil. „Okay, diese Person hält ja sowieso keiner aus“, gab Ron lachend von sich, die anderen stimmten in dieses Lachen mit ein, obwohl sie im Hinterkopf noch immer über Malfoys komisches Verhalten nachdachten.

Nach einer viertel Stunde ging die Tür wieder auf und Lily Potter betrat wieder das Abteil. „Hey Kinder. Was ich eigentlich fragen wollte: Würde es euch stören, wenn ich bei euch im Abteil bleiben würde. Die Übrigen sind alle voll.“ Lily setzte einen Hundeblick auf und sah sie bettelnd an, was die Jugendlichen zum Lachen brachte. Harry schüttelte den Kopf, er hatte gar nicht gewusst, dass seine Mutter einen so einen guten Hundeblick auf Lager hatte. Als schien sie seine Gedanken gelesen zu haben lächelte sie ihm verschmitzt zu. „Das ist wohl der Einfluss deines Patenonkels.“ Während Lily und Hermine sich über die Weiterentwicklung von B.elfe.R unterhielten, diskutierten die anderen angeregt über Quidditch, sodass die Zeit wie im Flug verging.

Als der Zug im Bahnhof von Hogsmead anhielt war es bereits dunkel und überall flackerten Laternen, um ihnen den Weg zu weisen. „Also meine Lieben, ich mache mich schon einmal auf den Weg, als Lehrerin muss ich ja etwas früher in der Großen Halle eintreffen. Stellt mir in der Zwischenzeit nichts an, okay?“ „Mum, wir sind spätestens in zehn Minuten oben im Schloss, was sollen wir in dieser Zeit schon anstellen?“, fragte sie ihr Sohn. „Tja, Harry James Potter, glaub mir, in unserer Schulzeit wurden während dieser Fahrt schon einige Opfer eines Streiches, und soviel ich bemerkt habe, kommst du sehr nach deinem Vater. Wir sehen uns dann oben.“ Harry lächelte ihr noch hinterher, während sie sich ihre Hogwartsumhänge anzogen. Als Harry und seine Freunde danach aus dem Zug stiegen, hörten sie eine, ihnen all zu bekannte, Stimme über den Bahnsteig schallen: „Erstklässler zu mir, bitte! Erstklässer hier her!“ Sie grinsten, als sie die massige Gestalt des Halbriesen entdeckten, welche nur schwer zu übersehen war. Wie üblich begaben sie sich zu dem Hüter der Schlüssel und Ländereien von Hogwarts um ihn zu begrüßen. Da es bereits dunkel war, bemerkten sie erst beim näher kommen, dass noch eine weitere Person neben dem Halbriesen stand.

„Wer ist denn das? Ein Lehrer? Erkennt ihn jemand? Es ist so dunkel“, kam es von Ron, der die Augen zusammenkniff, um besser sehen zu können. „Ist das nicht …“ „Remus!“ unterbrach Harry Hermines Vermutung und sprintete auf den Werwolf zu. Dieser breitet lächelnd die Arme aus und drückte den Jungen fest an sich, als sich dieser regelrecht um seinen Hals warf. „Ich hab dich schon vermisst“, murmelte der Junge in Remus' Halsbeuge. Er hatte den Werwolf in den letzten Wochen kaum zu Gesicht bekommen. „Ich dich auch, aber jetzt werden wir uns sowieso jeden Tag sehen, Mr. Potter.“ Harry lies ihn los und grinste. „Da bin ich mir sicher Professor Moony!“

Remus lachte und drehte sich zu den anderen um sie zu begrüßen, während Harry von Hagrid in Beschlag genommen wurde. Nach einer Rippen brechenden Umarmung und einigen Glückwünschen später befanden sich Harry und die anderen in einer Kutsche, die sie hoch zum Schloss brachte. Als die Kutsche nach einer kurzen Fahrt hielt, stiegen die drei Pärchen aus und folgten den anderen Schülern, sie ins Schloss hinauf strömte. Harry atmete einmal tief durch, ehe er die Eingangshalle betrat und genau, wie er erwartet hatte, breite sich in ihm das Gefühl aus nach Hause gekommen zu sein. „Es ist so schön wieder hier zu sein“, murmelte der Schwarzhaarige. „Ja, da hast du recht Alter. Kein Snape, der uns Gryffindors bluten lässt.“ „Ronald!“ kam es mahnend von Hermine. „Was den? Ist doch wahr. Ich hoffe Harrys Mum zeigt’s den Schlangen mal so richtig!“ „Ron! Du kannst doch nicht erwarten, dass Lily unfair ist!“ Harry und die anderen folgten den beiden Streithähnen lächelnd in die große Halle.

Aber Harry musste Ron recht geben, dieses Jahr würde hoffentlich etwas ruhiger werden. Kein Snape, dafür aber seine Mum und Remus als Lehrer. Und falls er jemanden zum Reden brauchte, hatte er abgesehen von seinen Freunden, und den anderen beiden auch noch den Zweiwegspiegel, wodurch er auch immer mit seinem Vater und Sirius reden konnte. Als sie die Große Halle passierten, verabschiedete sich Luna bei ihnen und steuerte auf den Ravenclawtisch zu. Harry sah hinauf zum Lehrertisch und sah seine Mutter neben Remus sitzen. Als die beiden Harry erblickten, winkten sie ihm grinsend zu und Harry und seine Freunde hoben ebenfalls die Hand, um zu zeigen, dass sie sie gesehen hatten.

„Wer ist denn die Verrückte neben Remus?“, stutze Ron und deutete auf eine junge Frau, welche neben dem Werwolf saß. Sie hatte pinkfarbenes kurzes Haar, welches wild in alle Richtungen abstand und ein Piercing in der linken Augenbraue. Harry legte seine Stirn nachdenklich in Falten. „Nach Mum’s Beschreibungen müsste das Nymphedora Tonks sein, die neue Verwandlungsleherin. Sie ist nämlich ein Metamorphmagus“, erklärte er den anderen. „Was? Wirklich? Oh wie toll! Ich möchte wissen, wie sie im Unterricht so ist, sie sieht ja so aus als würde sie ziemlich locker drauf sein“, kam es aufgeregt von Ginny.

Am Gryffindortisch wurden die Fünf von Seamus und Dean überschwänglich begrüßt. „Hey Harry, ist das da oben wirklich deine Mutter?“, wollten sie sogleich von ihm wissen. „Jep!“ „Wahnsinn es ist also wirklich wahr! Und was wird sie unterrichten?”, hackte Dean neugierig nach. „Zaubertränke.” „Echt? Kein Scherz? Das werden die besten Zaubertrankstunden unseres Lebens! Wie ist sie denn so?“ „Cool!“ kam es von Hermine, Ron und Ginny bevor Harry überhaupt etwas sagen konnte. „Und Professor Lupin ist auch wieder da! Dieses Jahr wird echt toll!“, schwärmten sie begeistert. Alle Gryffindors waren augenscheinlich aufgrund der Lehrerbesetzung ganz aus dem Häuschen.

Während Harry seinen beiden Zimmergenossen Rede und Antwort stehen musste, füllte sich die Halle immer mehr. Als alle Schüler auf ihren Plätzen waren, wurde die große Flügeltüre geöffnet und eine neue Professorin führte die Erstklässler anstelle von McGonagall in die Halle. Sie war hochgewachsen, schlank, hatte tiefblaue Augen und lange dunkelbraune gelockte Haare. Mit einem leichten Lächeln führte die junge Lehrerin die Erstklässler zum Lehrertisch. Als die neuen Schüler in einer Reihe standen, begann der Hut, welcher traditionsgemäß vor dem Lehrertisch auf dem Hocker lag, zu singen:


Ihr denkt ich bin ein alter Hut,
mein Aussehen ist gar nicht gut.



„Hoffentlich ist es dieses Jahr kürzer. Ich hab nen Bärenhunger.“ Rons Worte wurden von seinem knurrenden Magen unterstrichen. Während Hermine die Augen verdrehte und dem Lied des Hutes lauschte, mussten sich die anderen das Lachen verkneifen. „Wisst ihr, wer die neue Lehrerin ist?“, erkundige sich Neville bei den anderen. „Ich weiß nicht, wie sie heißt, aber sie ist die neue Lehrerin für Geschichte der Zauberei“, erklärte ihnen Hermine. „Was?! Was ist mit Bins?“, wollte nun ihr Freund von ihr wissen. „Der hat endgültig aufgehört, hat sich irgendwo in ein Schloss in Schottland zur Ruhe gesetzt.“ „Woher weist du das?“, wunderte sich der junge Potter. Das Schuljahr hatte noch nicht einmal begonnen und Hermine wusste wie immer schon mehr als sie. „Harry, wenn du einmal aufpassen würdest, wüsstest du das auch. Deine Mum hat es uns heute im Zug schon gesagt, nur wusste sie noch nicht ob McGonagall jemanden für die Stelle gefunden hat“, tadelte ihn seine beste Freundin leicht. „Jetzt wo du es sagst, fällt es mir auch wieder ein. Ich bin gespannt, wie ihr Unterricht wird.“

„Er kann nur besser werden als der von Bins“, schnaufte der Rotschopf in ihrer Runde. „Ronald, wenn du einmal in Geschichte aufgepasst hättest, hättest du bemerkt, dass sein Unterricht sehr informativ gewesen wäre.“ „Eben Hermine, da liegt das Problem, man konnte nicht aufpassen!“ Hermine gab sich geschlagen und beobachtete wieder die Auswahl der Erstklässler. Diese war auch relativ schnell beendet, da dieses Jahr eindeutig weniger Schüler ihr erstes Jahr in Hogwarts beschritten. Gryffindor bekam vier Jungen und zwei Mädchen zugeteilt, fast genau wie die andern Häuser. Nur in Slytherin gab es noch weniger Neulinge.

Als alle Schüler ihren Platz eingenommen hatten, erhob sich Professor McGonagall vom Lehrertisch und wartete, bis Ruhe eingekehrt war. „Meine Lieben Schülerinnen und Schüler, herzlich Willkommen auf Hogwarts. Es freut mich so viele von Ihnen wieder hier begrüßen zu dürfen, und dass Sie den Weg hierher zurückgefunden haben, obwohl unsere Welt zurzeit von Unsicherheit und Furcht heimgesucht wird“, begann Professor McGonagall eine kurze Rede zu halten. „Voldemort ist ein ernst zunehmender Gegner, doch auch Professor Dumbledore war davon überzeugt, dass er nicht unbesiegbar ist, und daran sollten wir festhalten. Wenn wir zusammenhalten, können wir dem bösen Einhalt gebieten. Das Licht hat bis jetzt noch immer die Schatten vertrieben, daran sollten wir alle denken.“

Für einen Moment herrschte schweigen, doch dann begannen Harry und seine Freunde zu klatschen, andere Gryffindors folgten ihrem Beispiel. Am Lehrertisch standen seine Mutter, Remus, Tonks und die Lehrerin mit den braunen Locken, die neben Lily Platz genommen hatte, auf und taten es ihnen gleich. Schließlich stand, bis auf wenige Ausnahmen am Slytherintisch, die ganze Halle, was Professor McGonagall sichtlich rührte. „Ich danke Ihnen allen. Nun möchte ich Ihnen, Ihre neuen Professoren vorstellen. Professor Lupin wird dieses Jahr wieder für Verteidigung gegen die Dunklen Künste zuständig sein. Professor Tonks wird Verwandlung unterrichten. Professor Potter ist ihre neue Zaubertranklehrerin und Hauslehrerin von Gryffindor und Professor Graham wird dieses Jahr Geschichte der Zauberei lehren und den leeren Posten der Hauslehrerin von Slytherin übernehmen. Nun wünsche ich Ihnen allen einen guten Appetit.“ Und mit einem klatschen ihrer Hände erschien das köstliche Essen auf den Tischen und plötzlich bemerkte jeder, wie hungrig er eigentlich war.

„Graham … irgendwie kommt mir der Name bekannt vor“, murmelte Harry während des Essens in sich hinein. Ginny sah ihren Freund fragend an. „Hast du sie schon mal irgendwo gesehen?“ Harry schüttelte den Kopf. „Ich denke nicht.“ Ron, welcher ihnen zugehört hatte, mischte sich nun auch ein. „Ischt ja ausch egal Harry. Isch, dasch Eschen schmeckt vorzüglisch!“ mampfte er und besprühte seinen besten Freund dabei versehentlich mit Essensresten. „Oh, Schorry Harry.“ „Schon gut Ron. Aber das nächste Mal schluck, bevor du sprichst“, antwortete Harry leicht angewidert. Nachdem das vorzügliche Mahl beendet war und McGonagall ihnen einen erholsamen Schlaf gewünscht hatte, machten sich Harry, Ginny, Neville, Seamus und Dean auf in den Gryffindorturm. Hermine und Ron mussten zurückbleiben, um den Erstklässler noch alles zu erklären.

Da der Turm zum Bersten gefüllt war und die Teenager sowieso todmüde waren, verabschiedete sich Harry bei seiner Freundin und ging mit den anderen Jungs hinauf in den Schlafsaal. Als Ron dann endlich zu ihnen stieß, lagen sie schon fertig umgezogen in ihrem Betten.


Gute Nacht alle miteinander!
Nacht!
Schlaft gut!
Träumt etwas Schönes!
Genau, zum Beispiel von mir!
Seamus!
Was denn?
Ach haltet die Klappe!
Sehr freundlich von dir, Harry.
Jaja.
Hmpf.



Kurz, nachdem sich alle schlafen gelegt hatten, hörte Harry schon die bekannten Schlafgeräusche seiner Zimmergenossen, welche ihm ein leichtes Grinsen auf sein müdes Gesicht zauberten. Jedoch konnte er keinen Schlaf finden.

Woher kannte er nur diese Graham?


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