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Fanfiction

Auferstanden - Offenbarung

von MelRU

Kapitel 17

[Offenbarung]

Nimm dir Zeit zum Freundlichsein, das ist das Tor zum Glück.


Die merklich spürbare Anspannung hüllte den Raum für einen kurzen Moment in trügerisches Schweigen, ehe der Sturm der Anschuldigungen und Entrüstung ausbrach.


Das ist nicht euer ernst.
Was hat der Schleimbeutel hier zu suchen?
Ich habe nicht darum gebeten hier zu sein, Wiesel!


James schritt kurzerhand ein. „Jungs! Jetzt wartet einmal ab, was wir euch zu sagen haben!“ Der mahnende Unterton in seiner sonst so ruhigen und gelassenen Stimme ließ die Schüler verstummen. „Nehmt bitte einfach einmal Platz. Wir werden das gleich klären“, versicherte ihnen Lily. Widerwillig ließ sich Draco auf einen gryffindorroten Ohrensessel fallen. Lorelei tat es ihm nach. Der Slytherin war darauf bedacht, dass seine emotionslose Maske perfekt saß, und beobachtete all die anderen Anwesenden mit finsterem Blick, der eindeutig vermittelte, dass er nicht erfreut war, hier zu sein. Wenn er ehrlich war, musste er zugeben, dass er selbst auch genauso wenig Ahnung hatte was das hier sollte, aber diese Blöße würde er sich nicht geben. Lorelei hatte gesagt, dass sie endlich eine Lösung für sein Problem gefunden hatte, warum aber waren sie dann bei dem Haufen Gryffindors?

Es war seine Tante, die als erstes das Wort ergriff. „Der Grund warum Draco und ich hier sind, ist ganz simpel. Es geht um den Ausbruch aus Askaban, der euch genauso viele Sorgen bereitet wie uns“, mit diesen Worten wandte sich Lorelei an James. Dieser nickte ernst und fuhr fort: „Der Ausbruch konnte nur gelingen, da ein Großteil der Wärter unbemerkt nach und nach mit dem Imperiusfluch belegt wurden. Somit hatten die Todesser leichtes Spiel sich Zugang zum Gefängnis zu beschaffen und ihre inhaftierten Mitstreiter zu befreien. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass diese Befreiung ein Akt der Freundschaft oder Nächstenliebe war, ich denke eher, dass Voldemort einfach demonstrieren wollte, wie viel Macht er hat.“

„Aber auch wenn die Todesser die Wärter unter ihrer Kontrolle hatten, mussten sie dennoch an den Dementoren vorbei. Wie haben sie das geschafft?“, stellte Neville die Frage, die sich so mancher im Raum stellte. „Wir wissen doch alle, dass Fudge die Dementoren schon lange nicht mehr im Griff hat. Voldemort hat es durch seine Spione geschafft die Dementoren auf seine Seite zu ziehen. Was es für uns nicht gerade leichter macht“, kam es bedauernd von Sirius. „Aber das Problem, welches uns gerade am meisten beschäftigt, betrifft eine Spionin von uns.“ James hatte nun die ungeteilte Aufmerksamkeit, sogar der junge Malfoyspross sah ihn skeptisch an. Er kannte nur eine Spionin in Voldemorts Reihen, von der er selbst erst am Tag nach dem Ausbruch erfahren hatte, aber von ihr konnten sie doch nichts wissen. Gab es etwa noch jemanden?

„Ihr Mann ist ein ranghoher Todesser und saß in Askaban, konnte aber bedauerlicher weiße im Zuge des Massenausbruchs ebenfalls fliehen. Als sie davon Kenntnis erlangt hat, hatte sie bereits alles für ihr Verschwinden in die Wege geleitet, doch kurz bevor sie endgültig untergetaucht war, erreichte sie noch ein Drohbrief. In dem Brief ihres Mannes stand geschrieben, dass er sie, wenn er sie findet, eigenhändig für ihren Verrat töten und ihren gemeinsamen Sohn das Tode Mal und somit die Knechtschaft unter dem dunklen Lord aufzwingen wird. Falls er sich weigern sollte, würde er aber nicht zögern auch sein eigenes Fleisch und Blut zu töten.“ Harr schüttelte verständnislos seinen Kopf. Wie konnte jemand nur so grausam sein und sein eigenes Kind töten wollen?

Dracos Augen hingegen verengten sich zu Schlitzen. Er hatte ein verdammt ungutes Gefühl bei der Sache, denn diese Geschichte kam ihm ziemlich bekannt vor. Hatte Lorelei ihnen etwa alles erzählt? Er versuchte seine Unsicherheit, Wut und Enttäuschung zu verbergen. James, der ein paar Augenblicke gewartet hatte, damit sich die Jugendlichen wieder fassen konnten, fuhr fort. „Die Spionin hat uns um Hilfe gebeten, um das Leben ihres Sohnes zu schützen. Wir haben natürlich zugesagt, sie hat immerhin jahrelang ihr Leben für uns auf's Spiel gesetzt und jetzt liegt es an uns ihr zu helfen.“ „Aber was ist, wenn diese Spionin lügt?“, kam es nachdenklich von Hermine, zu diesen Zeiten konnte man nie vorsichtig genug sein. Was, wenn es ein hinterlistiger Plan Voldemorts war? Lorelei lächelte leicht, Hermine Granger war wirklich ein sehr schlaues Mädchen. „Sie ist meine beste Freundin und zusätzlich haben James und ich sie unter der Wirkung von Veritaserum ausgefragt.“

Von Draco war ein verächtliches Schnauben zu hören. James wandte sich ihm zu und entschied die Bombe platzen zu lassen. „Die Spionin ist keine andere als Narzissa Malfoy. Und um deine Sicherheit auch außerhalb dieses Schlosses zu gewährleisten, wirst du deine Winterferien bei uns verbringen“, kam es schlicht von James. Einige Sekunden wurde er sowohl von dem blonden Slytherin als auch von seinem Sohn sprachlos angesehen. James fragte sich gerade, ob er etwa in einer anderen Sprache gesprochen hatte, als sich Draco unvermittelt an seine Geschichtsprofessorin wandte. „Das soll deine Lösung sein? Dass ich mich bei den Potters verstecke?“ Der Junge spuckte Harrys Nachnamen verächtlich aus. „Draco bitte beruhige dich …“, versuchte Lorelei ihren Patensohn zu besänftigen. Der Slytherin erhob sich. „Ich will mich aber nicht beruhigen! Schlimm genug, dass du mich bloß stellst, nein, du musst mich auch noch als hilflosen kleinen Jungen darstellen!“ Die Schwarzhaarige ergriff den Schüler beim Handgelenk. „Aber Draco, dass hab ich doch gar nicht gesagt, ich habe nur ...“ Malfoy schüttelte ihre Hand ab. „Nichts aber! Ich hab genug. Ich brauche deine Hilfe nicht!“ Mit diesen Worten rauschte er aus dem Büro.

„Was zum Henker war denn das jetzt für ein Vortrag?“, fragte Ron verwirrt, obwohl er sich keine Antwort erhoffte. Es herrschte nur betretenes Schweigen. Noch nie hatten sie den Malfoyerben so ausrasten sehen. „Ich hätte ihn wohl besser vorwarnen sollen“, seufzte Lorelei leise. „Mach dir darüber keine Gedanken. Er wird sich schon wieder beruhigen, es war ziemlich viel auf einmal. Er wird verstehen, dass das der einzig sichere Weg ist“, versuchte Sirius seine langjährige Geliebte zu beruhigen.

„Seid wann ist Mrs. Malfoy Spionin?“, fragte Harry, nachdem er seinen ersten Schock überwunden hatte. Er sollte sich lieber einmal die ganze Geschichte anhören, bevor er ein Urteil fällte. Malfoys Reaktion hatte ihm gezeigt, dass das hier wirklich ernst war, denn wenn der Eisprinz von Slytherin es nicht schaffte, seine emotionslose Maske aufrecht zu halten, steckte mehr dahinter. „Fangen wir am besten vom Anfang an. Ihr wisst ja, dass sie meine Cousine ist. In unserer Kindheit haben wir uns immer gut verstanden, aber auch als ich nach Gryffindor kam, hat sie mich weiterhin heimlich besucht und unterstützt. Doch als sie die Schule abgeschlossen hatte und Malfoy heiraten musste, brach jeglicher Kontakt zwischen uns ab“, erzählte ihnen Sirius. „Moment. Sie musste Lucius Malfoy heiraten?“ kam es verwirrt von Ginny. „In den reinblütigen Familien, also solche, die sehr viel Wert darauf legen, suchen die Eltern deinen Lebensgefährten aus, egal ob du ihn liebst oder nicht. Es werden nur mögliche Geschäftsbeziehungen in Betracht gezogen.“ Ginny schauderte, das musste doch schrecklich sein, mit jemandem zusammenzuleben den man gar nicht liebte. Sie lehnte sich etwas näher zu ihrem Freund. Harry, dem diese Reaktion nicht verborgen blieb, streichelte kurz ihren Oberschenkel.

„Ich war die einzige Freundin, zu der sie noch Kontakt haben durfte. So erfuhr ich auch, dass es Lucius einziger Gedanke war, einen männlichen Nachfolger zu haben, der in seine Fußstapfen treten konnte und für den Lord in den Tod gehen würde“, fuhr Lorelei fort. „Das ist doch krank!“, kam es empört von Luna. „Ja das ist es. Nun, wie ihr seht, hat Lucius bei Draco schon gute Arbeit geleistet. Ihr kennt alle seine kalte Maske. So gut wie keiner kennt den Menschen, der dahinter steckt. Da sich Lucius in Gefangenschaft befunden hatte, hat Voldemort die Absicht verfolgt, Draco bereits in den Sommerferien zu rekrutieren.“

„Was? Malfoy hat bereits das dunkle Mal?“, fragte Ron schockiert. Lorelei schüttelte ihren Kopf. „Nein, Draco hat es geschafft, der Zeremonie nicht beizuwohnen.“ „Aber wie? Er konnte doch wohl kaum sagen: Nein danke, ich will das dunkle Mal nicht“, wollte Ginny erfahren. „Er hat es deinen Brüdern zu verdanken, dass er plötzlich an einer schier unheilbaren Krankheit litt.“ Ginny sah sie kurz irritiert an, ehe ihr ein Licht aufging. „Weasleys Zauberhafte Zauberscherze!“ Lorelei nickte. „Das heißt also, jetzt wo Malfoy Senior wieder auf der Bildfläche erschienen ist, will er seinen Sohn nun endlich zum Todesser machen. Aber Draco weigert sich weiterhin, hab ich recht?“, eröffnete Harry seine Schlussfolgerung und merkte gar nicht das Malfoy gerade zu Draco geworden war. „Richtig, deshalb hat seine Mutter mich gebeten, auf ihn achtzugeben.“

„Aber wieso versteckt sie sich nicht gemeinsam mit Draco?“ „Genau da liegt das Problem, Hermine. Bei ihrer Hochzeit hat man einen Zauber über Narzissa gesprochen, sodass Lucius seine Frau immer finden kann. Das heißt, sobald er sie finden würde, würde er auch Draco in seiner Gewalt haben. Sie möchte ihren Sohn schützen, deshalb hat sie mich auch gebeten hier Lehrerin zu werden, damit ich auf ihn aufpassen kann.“ Harry verstand endlich. „Und da er in den Ferien weder zu Hause noch in Hogwarts wirklich sicher ist, kommt er zu uns.“ James nickte ernst. „Genau so ist es.“ Eine Zeit lang herrsche schweigen, wobei die Erwachsenen, die das alles schon vorher besprochen hatten, die Teenager etwas besorgt musterten. Es waren doch ziemlich viele und dazu noch schier unglaubliche Informationen auf einmal.

„Tut uns Leid, das wir euch so überfallen haben, aber wir mussten euch so schnell es geht über die Tatsachen aufklären“, brach Lily das erneute Schweigen. „Schon okay, Mum. Ich kann es verstehen, es ist immerhin sehr wichtig. Es war nur zuerst ein Schock, dass Draco in den Ferien bei uns ist.“ Die Erwachsenen stutzen kurz bei Harrys Wortwahl. „Soll das heißen, du bist damit einverstanden?“, fragte Sirius vorsichtig nach, der wie die anderen auch mit mehr Gegenwehr gerechnet hatten. Harry seufzte leicht. „Natürlich haben wir uns nie mit Malfoy verstanden.“ Ron schnaubte und verdeutlichte damit, dass die Wortwahl nie gut verstanden seiner Meinung nach eine eindeutige Untertreibung war. Doch Harry fuhr unbeirrt fort: „Dennoch hindert mich das nicht daran jemanden, der unfreiwillig zu einem von Voldemorts Todessern werden soll, zu helfen. Egal ob ich ihn mag oder nicht. Er braucht Hilfe und wir Gryffindors sollten mutig genug sein, um ihm unsere Hand entgegen zu strecken.“ Die restlichen Jugendlichen blickten nachdenklich zur Seite oder bissen sich beschämt auf die Lippen, während die Erwachsenen zustimmend nickten, wobei James und Lily den Stolz über die Worte ihres Sohnes nicht verstecken konnten. Die Geschichtsprofessorin erhob sich. „Ich werde Draco suchen gehen“, teilte sie den Anwesenden mit. „Ich denke, das wäre am Besten, ihr müsst sicher noch so einiges bereden“, bekräftigte sie Lily, als sie sich von Lorelei verabschiedete.

„Glaub ihr, dass Malfoy überhaupt das Angebot annimmt?“ „Wenn Lorelei ihn findet und zur Vernunft bringt. Ja, dann schon“, antwortete Remus auf Rons Frage. Harry entschied, dass es für den Moment besser war, sich einem anderen Thema zuzuwenden, also fragte er die beiden Auroren, welche sich im Raum befanden: „Wann müsst ihr eigentlich wieder gehen?“ Sirius zögerte kurz. „Spätestens in einer Stunde sollten wir wieder aufbrechen, sonst sind wir morgen nicht ausgeschlafen.“ James sah seinen Sohn entschuldigend an, doch dieser winkte ab. „Schon okay. Aber ich habe da noch ein paar Fragen wegen Professor Graham.“ Sirius nickte, er hatte geahnt, dass die Kinder dahinter kommen würden. „Schieß los“, forderte er deshalb seinen Patensohn auf. „Naja, sie ist eine Slytherin und war mit euch befreundet und jetzt ist sie Professorin in Hogwarts. Ich meine, was ist dazwischen passiert?“ Harry hatte es vermieden Details in dieser Frage einzubauen, er wollte wenn möglich so ziemlich die ganze Geschichte hören.

„Ich kenne Lorelei schon lange, genauergesagt waren wir Nachbarn. Wir haben uns immer toll verstanden, sie war auch die beste Freundin von Narzissa. Als wir dann nach Hogwarts kamen, hatte sie die Wahl zwischen Gryffindor und Slytherin und da Narzissa in Slythein war, hat sie sich eben für Slytherin entschieden“, begann Sirius. „Wir haben am Anfang nicht viel von ihr gehalten, bis uns Padfoot ordentlich den Kopf gewaschen hat und wir sie kennengelernt haben. Sie ist wirklich eine echte Rumtreiberin und eine tolle Freundin. Wir haben mit ihr viel Blödsinn angestellt. Ihr habe ich es auch mehr oder weniger zu verdanken, dass diese wunderschöne Dame zu meiner rechten jetzt mit mir verheiratet ist“, grinste James. Ginny kicherte verhalten, als Lily etwas Rot um die Wangen wurde. „Sie ist auch mir eine sehr gute Freundin und hat mich damals dazu überredet, dass ich endlich einmal mit James nach Hogsmeade gehe, da hab ich dann festgestellt, dass er auch total anders sein kann, und hab mir endlich eingestanden, dass ich Hals über Kopf in ihn verliebt war“, grinste Lily die Schüler an.

„Nach unserem Abschluss hat sie mit James und mir die Aurorenausbildung gemacht. Als wir unsere Ausbildung zum Auror und Lily ihre als Heilerin abgeschlossen hatten, sind James und Lily zusammengezogen und Lorelei und ich. Naja und dann haben Lily und James geheiratet und du bist zur Welt gekommen. Ein paar Tage nach deiner Taufe habe ich ihr einen Heiratsantrag gemacht.“ Harry sah seinen Paten gespannt an. Als der aber nicht weiter sprach, fragte er das, was sich alle anderen Jugendlichen dachten: „Sie hat Nein gesagt?“ Sirius blickte seinen Patensohn an und lachte aufgrund seiner Entrüstung. „Nicht ganz. Sie hatte an dem Tag einen geheimen Auftrag vom Ministerium bekommen. Sie wollte zuerst ihren Auftrag erfolgreich ausführen und dann noch mal darüber nachdenken.“ „Ja und? Sie hätte trotzdem ja sagen können?“, verstand Harry nicht ganz. „Harry, die Zeit die das Ministerium für den Auftrag vorgesehen hatte war ein halbes Jahr.“ „Oh!“, war Harrys geistreicher Kommentar. Sirius grinste leicht.

„Und was hat sie nach dem halben Jahr gesagt?“, fragte Luna. Sirius‘ Grinsen verschwand und sein Gesicht verdüsterte sich etwas. „Ich habe sie in der Nacht, in welcher ich ihr den Heiratsantrag gemacht habe, das letzte Mal gesehen. In diesem halben Jahr ist viel passiert. James, Lily und Harry sind untergetaucht. Voldemorts Übergriffe nahmen zu. Die Zeit des Misstrauens hatte begonnen und wir wussten nicht mehr wer Freund und wer Feind war. Und dann hat Voldemort James und Lily getötet und ich kam nach Askaban“, schloss Sirius die Erzählung. „Wisst ihr, was sie in diesem halben Jahr getan hat?“, kam es nachdenklich von Hermine. „Nein und das werden wir auch nie erfahren. Im Ministerium kannst du dir sicher sein, dass ein geheimer Auftrag auch geheim bleibt. Du darfst nicht einmal deinen engsten Verwandten darüber Bescheid geben.“

„Habt ihr danach irgendwann miteinander geredet?“, fragte Harry seine Paten. „Ich habe sie jetzt zum ersten Mal nach dreizehn Jahren wiedergesehen. Sie hat sicher längst einen anderen“, seufzte Sirius und dachte dabei daran, wie er sich gerade Gefühl hatte, als seine Augen sie erblickt hatten. Es war genau so gewesen wie damals, solche Gefühle konnte ihn ihm nur diese Schönheit erwecken. Doch er versuchte sich gar nicht auszumalen, dass sie noch zu haben war - zu sehr schmerzte es ihn. „Nein hat sie nicht!“, kam es gleichzeitig von Neville, Ron, Hermine und Harry. „Woher wisst ihr das schon wieder?“, kam es lachend von Remus, während Sirius sie hoffnungsvoll anblickte. „Ein Schüler hat sie während der ersten Unterrichtsstunde gefragt, ob sie verheiratet ist, sie hat verneint aber gesagt, dass sie schon jemanden seit langer Zeit in Augenschein hat“, erklärte Neville schnell. „Und das würde auf dich zutreffen“, grinste Harry seinen Paten an. „Kann sein“, grinste Sirius zurück. Harry wünschte es ihm von ganzen Herzen, er wollte, dass sein Pate endlich glücklich wurde.

Nach einiger Zeit verabschiedeten sich Luna und Neville. „Ich glaube wir sollten uns auch schön langsam auf den Weg machen, Ron. Danke für den Tee, Lily“, bedankte sich Hermine artig. „Wir werden euch begleiten, es ist immerhin schon Sperrstunde“, kam es von Remus und Tonks. „Ich werde auch mitgehen. Ich bin schon müde.“ Und zur Bestätigung gähnte Ginny herzhaft, was die anderem zum Schmunzeln brachte. Schnell verabschiedete sie sich bei den anderen, gab Harry noch schnell einen Gutenachtkuss und verschwand mit Hermine, Ron, Tonks und Remus aus dem Büro. Und so waren nur mehr die Potters und Sirius übrig. Sie unterhielten sich noch einige Zeit, bis Lily entsetzt aufschrie: „Es ist schon weit nach Mitternacht! James, Sirius, ihr müsst morgen arbeiten also ab nach Hause und du junger Mann gehst hinauf in deinen Schlafsaal und lasst dich dabei nicht erwischen, verstanden?“

Ja Mum.
Sicher Schatz.
Alles klar, Lils.


Erstaunt blickte Lily in die Runde. Wenn das nur immer so wäre. Nachdem sich Harry von seinem Vater und Sirius, mit dem Versprechen verabschiedet hatte, sich bald wieder zu melden und seiner Mutter eine gute Nacht gewünscht hatte, schlich er hinauf in den Gryffindorturm und glitt lautlos durch die Türe des Jungenschlafsaals. Er schaffte es noch seinen Pyjama anzuziehen, bevor er schon erschöpft aufs Bett fiel und müde die Augen schloss. Heute ist einfach zu viel passiert, war sein letzter Gedanke, bevor er in Morpheus Arme glitt.



Lorelei hatte schon zwanzig Minuten nach ihren Patensohn gesucht, als sie ihn endlich auf dem Astronomieturm fand. Er stand verlassen am Fenster und starrte in die finstere Nacht hinaus. Als der Mond hinter den Wolken hervorkam und sein Gesicht erhellte, konnte Lorelei die Sorgen erkennen, die sich darin wiederspigelten. Leise stellte sie sich neben ihn und legte ihm ihre zierliche Hand auf die schmale Schulter. Draco zuckte aufgrund seiner Unachtsamkeit zusammen. Als er erkannte, wer sich an ihn herangeschlichen hatte, schüttelte er die wärmende Hand ab und ging ein paar Schritte zurück. Sie sah ihn traurig an. „Draco, es tut mir wirklich leid, aber ich kann wenigstens behaupten, dass du bei den Potters auf jeden Fall sicher bist.“

„Aber das du mich dabei vor diesen Gryffindor-Idioten bloß stellst ist dir egal!“, warf er ihr vor. „Aber Draco, wieso sollte ich die bloß gestellt haben?“ Der Junge sah sie ungläubig an. Verstand sie denn nicht? „Fragst du ernsthaft wieso? Ich führe seit der ersten Klasse einen Krieg gegen Potter! Und jetzt erzählst du ihm, wie hilflos ich doch bin und …“ „Ich hab nie irgendetwas der gleichen gesagt!“, empörte sich Lorelei. „Aber du bittest seine Familie um Hilfe um mich - Draco Malfoy zu beschützen, seinen Erzrivalen aus der Schule. Er wird es allen erzählen, dass ich mich wie ein kleines hilfloses Mädchen bei ihnen versteckt habe. Er wird meinen Ruf …“ „Draco, jetzt komm aber wieder mal auf den Boden der Tatsachen zurück! Harry ist nicht so, wie du ihn darstellst. Er ist ein netter junger Mann, der dir sicher helfen wird! Nein, unterbrich mich jetzt nicht. Er möchte dir helfen!“ Das kostete Draco nur ein hartes Schnauben. „Natürlich. Warum sollte er mir auch nicht helfen wollen? Wir sind doch die besten Freunde!“, rief er sarkastisch aus.

„Draco! Harry weiß genauso wie du und ich, dass da viel mehr in dir steckt, als nur dieser gefühlskalte arrogante Arsch, den du hier spielst. Er möchte dem Menschen hinter dieser kalten Maske helfen. Bitte gib ihm eine Chance dich kennenzulernen, er wäre dir bestimmt ein sehr guter Freund.“ „Danke, ich habe einen Freund. Nämlich Blaise!“ „Ja und? Was spricht dagegen einen zweiten Freund zu haben? Nämlich einen der es ernst meint, bei dem du dich nicht verstellen musst, bei dem du sein kannst, wie du bist, der dich als Mensch akzeptiert und nicht als Malfoy!“ Draco sah betreten zu Boden und Lorelei wusste, dass sie da einen empfindlichen Punkt getroffen hatte. Draco hatte Angst davor anderen seine Gefühle zu offenbaren und ihnen zu vertrauen. Einzig und allein seiner Mutter, seinem Freund Blaise und ihr hatte er bisher sein Vertrauen geschenkt. „Soviel ich weiß, war der Auslöser für deinen vorher erwähnten Krieg, den ihr führt, dass er dein Freundschaftsangebot ausgeschlagen hat. Und danach hast du dich entschieden beleidigt zu sein und dich nur von deiner schlechten Seite gezeigt“ Als Draco den Mund öffnen wollte, fügte sie hinzu: „Weißt du, er hat damals das Freundschaftsangebot eines Malfoys abgelehnt, aber vielleicht will er ein Freundschaftsangebot von dir, Draco?“, sanft lächelte sie ihren Patensohn an. Draco spannte sich an, sagte aber nichts.

Lorelei gab ihm noch ein paar Minuten, um runter zu kommen, ehe sie ihn leicht betreten fragte:„Kannst du mir verzeihen?“ Jetzt lächelte Draco. „Ich war ja gar nicht sauer. Ich bin froh, dass du mir helfen willst, aber ausgerechnet Potter?“ Lorelei nickte. „Ich weiß, aber lass es auf dich zukommen und sei offen für alles.“ Der Slytherin seufzte ergeben, während die Professorin ihm den Arm um die Schultern legte. „Werde ich machen, Tante Lorelei. Und Danke.“ Überrascht blickte sie ihn von der Seite an. „Für was?“, fragte sie verständnislos. Immerhin war es ihre Aufgabe als Patentante für ihren Patensohn zu sorgen. „Für alles“, flüsterte er, als er sich näher an seine Patentante lehnte.


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Hermine hängt die Tweed-Röcke und Strickpullis von Oma in den Schrank und - darf ich es überhaupt aussprechen - trägt Jeans!
Emma Watson