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Fanfiction

Auferstanden - Erwischt

von MelRU

Hallöchen an alle!

Alle Beschwerden bezĂŒglich der langen Wartezeit richtet bitte an meine geliebte Schule, okay?

Und nun wie immer viel Spaß beim lesen! Enjoy it
(:


Kapitel 27

Erwischt


Ruckartig drehte er sich um und stand dann direkt seinem Dad, Sirius und Remus gegenĂŒber.
Dieses Mal hatten sie allerdings nicht das fĂŒr die Rumtreiber typische spitzbĂŒbische LĂ€cheln auf ihren Gesichtern. Remus‘ Gesichtsausdruck war ganz der eines strengen Lehrers und auch seine Stimme klang recht unterkĂŒhlt, als er die vier ziemlich unsicher aussehenden SchĂŒler ansprach.
„DĂŒrfte ich erfahren, was ihr vier hier zu suchen habt? Und erzĂ€hlt mir bitte nicht, dass ihr die Durchsage nicht gehört hĂ€ttet!“

Harry und seine Freunde schwiegen, nicht ganz sicher was sie darauf erwidern sollten. James seufzte leise. „Bitte nicht alle gleichzeitig, wir haben zwar sehr gute Ohren, aber eure ausfĂŒhrlichen ErklĂ€rungen wĂŒrden wir gerne nacheinander hören.“ Die vier warfen sich unbehagliche Blicke zu. Schließlich sagte Harry leise: „Können wir in dein BĂŒro gehen?“, fragte er Remus.
Dieser deutete ihnen, vorzugehen. Noch nie war Harry der Weg zu Remus‘ BĂŒro so lange vorgekommen. Die bedrĂŒckende Stille in den GĂ€ngen machte das Ganze nur noch unbehaglicher.

Vor seinem BĂŒro angekommen, ließ Remus alle eintreten, bevor er die TĂŒr grĂŒndlich verschloss. Dann wandten sich die drei Erwachsenen den SchĂŒlern zu und musterten sie schweigend. Harry begann, sich noch unwohler zu fĂŒhlen. Noch nie waren die drei so ernst gewesen, zumindest nicht sein Dad und Sirius, denn sie zeigten nichts von ihrer ĂŒblichen Heiterkeit. Was hatten sie denn falsch gemacht? Irgendwie hatte er das GefĂŒhl, dass sie hier nicht mit einer Ermahnung und einem resignierten Seufzen raus kommen wĂŒrden.

Nachdem eine Weile ein unangenehmes Schweigen im Raum geherrscht hatte, machte Sirius einen neuen Versuch. „Falls es euch noch nicht aufgefallen ist — wir sind in Remus‘ BĂŒro angekommen. Harry, wĂŒrdest du so freundlich sein und uns erklĂ€ren, was ihr dort zu suchen hattet?“
Harry schluckte, dann versuchte er zu erklĂ€ren: „Blaise hat heute wahrscheinlich etwas ĂŒber die Horkruxe heraus gefunden! Wir wollten uns nach dem Abendessen im Raum der WĂŒnsche treffen!“
„Das ist ja alles schön und gut, aber es gab einen Aufruf an alle SchĂŒler, dass sie sich in ihren Gemeinschaftsraum begeben sollen. Habt ihr nicht daran gedacht, dass es dafĂŒr vielleicht auch einen Grund gab?“, erwiderte James.

„Ja aber 
 Moment mal, was macht ihr zwei ĂŒberhaupt hier?“, kam es verwirrt von Harry. Wieso hatte er nicht gewusst, dass sein Dad und sein Pate heute kommen? „Zuerst will ich eine Antwort, junger Mann!“, forderte sein Vater. „Von mir aus! Wenn wirklich etwas oder irgendjemand GefĂ€hrliches in Hogwarts ist oder war und Blaise und Draco auf den Weg zum Raum der WĂŒnsche ihm ĂŒber den Weg gelaufen wĂ€ren, hĂ€tten wir gedacht, dass wir ihnen helfen könnten!“, erwiderte Harry stur und leicht angesĂ€uert.

„Ach, und ihr habt nicht daran gedacht, dass die zwei vielleicht auf den Aufruf gehört haben und gar nicht dort hin unterwegs waren? Oder ist dir nicht in den Sinn gekommen zu deiner Mum oder Remus zu gehen und ihnen davon zu erzĂ€hlen? Hattest du ĂŒberhaupt vor irgendjemand zu erzĂ€hlen, dass ihr etwas gefunden habt?“ „Sicher hĂ€tten wir was gesagt, aber 
“
„Harry, haben wir dir nicht gesagt, was du tun sollst, wenn irgendetwas dergleichen passiert?“ Harry drehte sich zu Sirius um, der mit ĂŒber der Brust gekreuzten Armen am Schreibtisch lehnte und ihn ernst musterte. „Wir wollten zu euch kommen ehrlich— aber wir wollten erst genaueres wissen! Sei doch mal ehrlich, Sirius, was hĂ€ttet ihr denn in unserer Situation gemacht?“ Sirius schĂŒttelte den Kopf.

„Das ist nicht der Punkt, Harry. Der Punkt ist, dass ihr sehr genau wisst, dass euch verboten wurde, heute Abend im Schloss herumzustreifen. Und ich muss gestehen, dass ich euch fĂŒr intelligenter gehalten hĂ€tte, als ausgerechnet bei offensichtlicher Gefahr, nur mit Tarnumhang herumzuschleichen. Du weißt genauso gut wie wir, dass es möglich gewesen wĂ€re, dass ihr auf Todesser trefft. Was hĂ€ttest du in dieser Situation getan?“

„Wir haben trainiert! Wir hĂ€tten uns wĂ€hren können!“ „Ach so, das ist ja schön, dass du dich fĂŒr so toll hĂ€ltst. Aber du bist nicht zufĂ€llig auf die Idee gekommen, dass ein kleiner Zufall gereicht hĂ€tte, damit sie euch entdeckt und ĂŒberwĂ€ltigt hĂ€tten — und dass vielleicht der ein oder andere unter ihnen glĂŒcklich gewesen wĂ€re, dich an Voldemort auszuliefern?“ Harry runzelte die Stirn und verschrĂ€nkte ebenfalls die Arme ĂŒber der Brust. „Wieso sollten Todesser in der Schule umherschleichen?“

Noch wĂ€hrend er den Satz beendete, kam ihn ein erschreckender Gedanke. Was ist wenn wirklich Todesser hier in Hogwarts waren? Das wĂŒrde einen Sinn ergeben. Sein Dad und Sirius sind Auroren und wenn ruft man wenn Todesser hier sind - Auroren!
Und die Karte! Nur die beiden wussten etwas ĂŒber sie und sie wussten auch wo er sie aufbewahrte. Die Karte wĂŒrde ihnen einen taktischen Vorteil geben, deshalb haben sie sich die Karte geholt!
Und er hatte es wieder einmal geschafft seine Freunde unnötig in große Schwierigkeiten zu bringen.

Ein Teil seiner Gedanken musste sich auf seinem Gesicht widergespiegelt haben, denn Remus nickte und sagte: „Sehr richtig, Harry! Nun weißt du wer die Karte hat! Wir haben James und Sirius geholt, als wir etwas MerkwĂŒrdiges bei den Schutzschilden festgestellt hatten. Als sie dann angekommen sind, hatten sie schon den Verdacht, dass sich eventuell Todesser hier herumtreiben könnten. Wir haben die SchĂŒler in die GemeinschaftsrĂ€ume geschickt, wĂ€hrend sie sich die Karte geholt haben!“

„Leider haben wir die Todesser durch den Aufruf verschreckt, aber wir haben etwas anderes auf der Karte gesehen“, meinte James ernst. „Uns“, kam es unbehaglich von Harry. Neben ihm biss sich Hermine auf die Lippen, offenbar nicht gerade begeistert, wĂ€hrend Ron nervös seine Roben knetete und ihn Ginny unsicher ansah.

„Richtig, Harry!“ Bei der Art wie James seinen Namen aussprach senkte Harry den Kopf, er konnte den dreien nicht wirklich in die Augen sehen. Er hatte ihnen versprochen keine AlleingĂ€nge mehr zu machen. Er hatte ihnen beweisen wollen, dass er erwachsen war und jetzt hatte er alles vermasselt. Er spĂŒrte Ginny‘s zierliche Hand auf seiner Schulter, hob langsam wieder den Kopf und fragte: „Wisst ihr wie sie es durch das Schutzschilde geschafft haben und was sie wollten?“

James sah in prĂŒfend an, als ob er ĂŒberlegen wĂŒrde, wie viel er ihm erzĂ€hlen sollte. „Wir sind uns nicht sicher. Aber das ist fĂŒr mich zweitrangig. Das was fĂŒr mich momentan wichtig ist, ist wie ich meinen Sohn davon abhalte sich und seine Freunde freiwillig in Gefahr zu begeben!“ „Und? Was gedenkt ihr dagegen zu tun?“ fragte Harry herausfordernd. Er hasste es wie ein Kleinkind behandelt zu werden. NatĂŒrlich, er hatte einen Fehler gemacht, aber deshalb konnte er noch immer selbst auf sich aufpassen.

Remus musterte ihn einen Moment lang schweigend, dann sagte er ruhig, wenn auch noch immer mit einem Ă€rgerlichen Unterton: „Das, was jeder Lehrer in meiner Situation tun wĂŒrde. Der Tarnumhang ist konfisziert. Eure Eltern werden darĂŒber informiert was ihr getan habt. FĂŒnfzehn Punkte Abzug von Gryffindor und Strafarbeiten fĂŒr jeden von euch. Ich erwarte euch morgen nach dem Abendessen hier, ich werde euch dann sagen, was ihr zu tun habt. Und bevor ihr euch Hoffnungen macht: ihr werdet diese Strafarbeit getrennt absitzen! Und jetzt geht in euren Gemeinschaftsraum und macht ja keine Umweg, falls doch, sehen wir es genau!“

Gerade als Harry die TĂŒr schließen wollte, sagte James noch: „Oh und falls es euch interessiert, Draco und Blaise waren klug genug um auf die Durchsage zu hören und sind in ihren Gemeinschaftsraum geblieben.“



„Ich glaube das nicht! Ausgerechnet Remus gibt uns — gibt dir eine Strafarbeit? Und dein Dad und Sirius sind auch noch total damit einverstanden! Ich glaub’s einfach nicht!“ Ron sah unglĂ€ubig zwischen Harry, seiner Freundin und seiner Schwester hin und her. Die vier hatten sich im Gemeinschaftsraum ihre beliebten PlĂ€tze am Kamin ergattert, wobei Ginny es sich auf Harrys Schoß gemĂŒtlich gemacht hatte und besprachen die Ereignisse des Abends.

WĂ€hrend Ron einfach nur sauer war, machte Hermine einen eher besorgten Eindruck. „Ron, es ist genau das passiert, wovor ich euch gewarnt habe! Ich wusste, ich hĂ€tte nicht mitkommen sollen!“
„Und dann zieht er auch noch Punkte ab!“ Ron hörte Hermine nicht einmal zu, er hatte sich noch lange nicht beruhigt. Hermine warf ihm einen irritierten Blick zu. „Naja, der Punktabzug ist noch regelrecht harmlos — fĂŒnfzehn Punkte pro Person ist nicht so viel, wenn Professor McGonagall uns erwischt hĂ€tte, hĂ€tte sie mindestens das Doppelte abgezogen!“

WĂ€hrend Ron sich noch weiter aufregte und Hermine versuchte ihn zu beruhigen, versuchte Ginny irgendwie an Harry heran zu kommen, der seid ihrer Ankunft im Gemeinschaftsraum nichts mehr gesagt hatte und nur in die Flamen des Kamins starrte. „Hey Schatz. Was ist den los?“

Harry verdrehte die Augen. „Ich kann einfach nicht glauben, dass sie uns tatsĂ€chlich bestrafen. Wir wollten doch nur helfen und etwas ĂŒber die Horkruxe heraus finden! Und Dad und Sirius haben nicht ein einziges Wort dazu gesagt! Als wenn das normal wĂ€re! Ausgerechnet die zwei — habt ihr eine ungefĂ€hre Vorstellung davon, was die in ihrer Schulzeit alles angestellt haben mĂŒssen?“
Hermine seufzte. „Ja schon, aber sie hatten auch keine Feinde, die sie Tod sehen wollten! Sie wollen dich nur schĂŒtzen, Harry. So wir wie wir alle. Ich wusste, ich hĂ€tte euch zurĂŒckhalten sollen!“
Harry schob Ginny von seinem Schoß und sprang Ă€rgerlich auf und öffnete den Mund, doch dann schĂŒttelte er einfach nur den Kopf und sagte: „Ach, was soll‘s — ich gehe schlafen!“ Er wirbelte herum und stampfte die Treppe zum Schlafsaal hoch, dicht gefolgt von Ginny, die ihren Freund besorgt musterte.

Im Schlafsaal angekommen, schnappte er sich seinen Pyjama und ging ins Bad, wobei er Ginny keines Blickes wĂŒrdigte. Ginny seufzte nur leise und setzte sich auf sein Bett. Eine Viertelstunde spĂ€ter kam der junge Potter mit nassen Haaren, wieder aus dem Badezimmer und sah sie mit hochgezogener Augenbraue an. „Du bist immer noch hier?“

„Wie du sehen kannst! Und ich gehe erst, wenn du mit mir geredet hast!“, meinte sie stur. „Und worĂŒber sollte ich mit dir reden wollen?“ Harry wusste, dass er seiner Freundin unrecht tat, aber der Ärger ĂŒber seinen Dad und dessen Freunde war einfach zu groß. Sie hĂ€tten vielleicht etwas wirklich Wichtiges von Blaise erfahren. Ginny stöhnte genervt auf und sprang vom Bett. „Kann es sein, dass du nicht auf deinen Dad, Remus und Sirius sauer bist, sondern auf dich selbst? Darauf, das du dich erwischen lassen hast? Das du dadurch bewiesen hast was fĂŒr ein Kindskopf du noch immer bist? Das du uns in Gefahr gebracht hast?“

Harry machte zwar den Mund auf um etwas zu erwidern, doch er konnte nichts sagen. So schwer es ihm fiel das zuzugeben, musste er seiner Freundin recht geben. Er seufzte nur leise, zuckte mit den Schultern, legte sich auf sein Bett und zog die Decke ĂŒber seinen Kopf.

„Hey, jetzt komm schon“, flĂŒsterte Ginny mitfĂŒhlend und zog ihm die Decke wieder vom Kopf. „Du Dummerchen hast ja noch ganz nasse Haare“, kicherte sie leise und brachte ihn dazu leicht zu lĂ€cheln. „Danke“ „Hey, dafĂŒr bin ich doch da, oder nicht? Und abgesehen davon haben wir uns selbst dazu entschieden mit dir mitzugehen und mal ganz unter uns, wenn du so dominant bist wie vorhin, bist du ziemlich sexy!“ „Ginny!“ „Was? Stimmt doch! Und jetzt denk nicht mehr so viel darĂŒber nach, okay? Das heute ist zwar in die Hose gegangen, aber beim nĂ€chsten Mal machen wir es besser! Und dein Dad, Sirius und Remus werden auch nicht lange auf dich sauer sein können.“

WĂ€hrend sie sprach, zauberte sie ihm seine strubbeligen Haare trocken.

„Was wĂŒrde ich ohne dich nur machen?“ „Das frage ich mich allerdings auch oft.“ „Hey!“
Schnell hĂŒpfte er aus dem Bett und fing seine lachende Freundin, die von ihm davon laufen wollte wieder ein und schmiss sie aufs Bett um sie einmal richtig durch zu kitzeln. WĂ€hrenddessen merkte er nicht wie die TĂŒr leise aufging und ein unsichtbarer, grinsender James sich einen Weg durch den Gemeinschaftsraum bahnte.

Als James wieder in Remus BĂŒro war, legte er den Tarnumhang ab. „Und? Sind wir zu hart gewesen? Ich hab immer so ein schlechtes Gewissen wenn ich streng sein muss!“, kam es voller Selbstmittleid von Sirius. „Ich glaube Harry hat verstanden warum wir sauer waren. Aber Remus du bist jetzt echt der Buh-Mann, besonders bei Ron“, lachte James zum Schluss. „Damit werde ich wohl leben mĂŒssen. Aber ich glaube, dass auch er es bald verstehen wird“, lĂ€chelte Remus gutmĂŒtig.

„LĂ€sst du ihnen morgen wirklich Strafarbeiten machen?“ fragte Sirius unglĂ€ubig. „Sie sollen wirklich begreifen, dass wir ihnen nicht alles durchgehen lassen können.“ „Sie tun mir Leid! Versprich mir, dass sie nichts Schlimmes oder Ekliges machen mĂŒssen.“ Remus seufzte bei Sirius kindischem Verhalten. „Ich verspreche es dir, Sirius.“
Als Sirius wieder zufrieden lĂ€chelte, sagte James: „Wir sollten schön langsam wieder zu den anderen gehen, die werden sich schon wundern wo wir bleiben.“ „Glaubst du sie haben schon eine Lösung fĂŒr den Schutzschild gefunden?“
„Ich hoffe es, denn sonst mĂŒssten wir Auroren rund um Hogwarts platzieren. Und wenn das passiert, werden Eltern massenweise ihre Kinder von der Schule nehmen, da Hogwarts dann kein sicherer Ort mehr ist.“ „Immer noch sicherer als bei ihnen zu Hause.“ „Schon, aber versuch das mal panischen Eltern zu erklĂ€ren.“


*



„Wo wart ihr denn so lange? Ich dachte ihr habt keine Todesser auf der Karte gesehen?“, frage Lily, als sie sie in die Große Halle kommen sah. „Wir mussten noch ein paar Ausreißer zurĂŒck in ihren Gemeinschafsraum schicken.“ „Das waren nicht zufĂ€llig Gryffindors?“, hackte sie nach und deutete dabei auf die geschrumpfte Punktezahl ihres Hauses. „Ja schon, aber 
“, versucht Sirius die Kinder in Schutz zu nehmen.

„Wer?“ „Weist du Schatz 
“ „Es waren Harry und seine Freunde, stimmst?“ „Richtig Lily, aber ich habe ihnen Punkte abgezogen und fĂŒr morgen Strafarbeiten erteilt. Sie haben also ihre Strafe schon erhalten.“ „Trotzdem hĂ€tten sie sich nicht aus den Gemeinschaftsraum begeben dĂŒrfen, sie wissen doch genau 
“ „Lass es gut sein Schatz, ich rede morgen noch mal in aller Ruhe mit Harry und die Eltern der anderen werden es sich sicher auch nicht nehmen lassen, ihren Kindern die Leviten zu lesen. Also, habt ihr schon etwas ĂŒber das Schild herausgefunden?“

Lily schien zwar nicht sonderlich zufrieden, doch sie beließ es dabei. „Wir sind gerade dabei etwas auszuarbeiten. NĂ€mlich 
“ Lily beugte sich ĂŒber den Tisch, auf welchem ĂŒberall Pergamentrollen verstreut lagen und erklĂ€rte den Dreien, was sie bisher herausgefunden hatten. Die anderen Lehrer diskutierten wĂ€hrenddessen noch ĂŒber VerbesserungsvorschlĂ€ge.
Es wurde sehr spĂ€t, bis sie es endlich geschafft hatten, das Schild mit vereinten KrĂ€ften wieder fehlerfrei aufzubauen. Remus und Lorelei war es sogar gelungen eine Sicherung einzubauen, falls das Schild wieder so schwach werden wĂŒrde, wĂŒrden die Bewohner des Schlosses rechtzeitig vorgewarnt werden.

Die beiden Auroren entschieden sich deshalb hier in Hogwarts zu ĂŒbernachten. Sirius ĂŒbernachtet bei Lorelei und James schlief in dem Quartier seiner Frau, doch so richtig einschlafen konnte er nicht. WĂ€hrend er gerade versuchte SchĂ€fchen zu zĂ€hlen, hörte er die Stimme seines Sohnes. Schnell war er aus dem Bett raus, schnappte sich den Zweiwegspiegel und huschte leise hinaus ins Wohnzimmer um seine Frau nicht zu wecken.


„Was gibt es den Harryboy?“
„Habe ich dich aufgeweckt? Bist du noch in Hogwarts?“
„Um deine zweite Frage zuerst zu beantworten: Ja ich bin noch da. Und Nein, du hast mich nicht geweckt, ich konnte nicht schlafen. Was ist mit dir? Du siehst ziemlich mĂŒde aus“, stellte James leicht tadelnd fest. „Ich konnte auch nicht schlafen, ich musste ĂŒber so viel nachdenken. Du, Dad? Bist du recht sauer auf mich?“
James lĂ€chelte leicht. „Ich glaube kaum, dass ich einmal wirklich sauer auf dich sein könnte, Harryboy. Aber ich möchte mir nicht andauernd Sorgen um dich machen mĂŒssen, verstehst du?“
Harry seufzte leise und lies die Schultern hĂ€ngen. „Es tut mir Leid.“
„Es muss dir nicht Leid tun. Ich hĂ€tte wahrscheinlich dasselbe getan. Jetzt verstehe ich endlich warum mein Vater immer gesagt hat, ich wĂŒrde ihm den letzen Nerv rauben“, lachte James zum Schluss, was auch Harry ein leichtes LĂ€cheln ins Gesicht zauberte.
„Das ist aber nicht der einzige Grund warum du mit mir reden wolltest? Was liegt dir auf dem Herzen, Harry?“
„Naja, ich 
“ Als James merkte, dass es Harry nicht so leicht viel zu reden, hatte er eine Idee.
„Hey, was hĂ€ltst du davon wenn wir uns in der KĂŒche eine heiße Schokolade hohlen? Da lĂ€sst es sich einfacher reden.“
„Okay. Treffen wir uns bei der Großen Halle?“
„Okay bis gleich“


Und schon war James Gesicht aus dem Spiegel verschwunden. Erleichtert seufzte Harry aus, er war echt froh, dass sein Dad nicht mehr sauer auf ihn war. Nachdem sich Ginny von ihm verabschiedet hatte, konnte er einfach nicht mehr aufhören, sich ĂŒber die Geschehnisse dieses Abends Gedanken zu machen.
WĂ€hrend er sich einen Pullover ĂŒberzog, dachte er daran, was sein Dad ihnen bei der letzen Trainingsstunde in den Ferien gesagt hatte: „Das habt ihr toll gemacht Leute! Ich bin echt stolz auf euch! Aber bitte denkt immer daran, dass es bei einem echten Kampf ganz anders aussehen kann! Denn wenn ein Zauber dann nicht funktioniert, oder man nicht geschickt ausweicht kann man es beim nĂ€chsten Mal vielleicht nicht noch einmal probieren, da könnte es bereits zu spĂ€t sein. Aber jetzt ab mit euch in die Betten, ihr mĂŒsst morgen frĂŒh raus!“

Harry hatte seinen Dad selten so ernst gesehen, wie er es bei diesen Worten gewesen war. Er wusste zwar von allen anderen am besten wie es war gegen Voldemort und seine Todesser zu kĂ€mpfen, doch durch die Worte seines Vaters, der fast jeden Tag irgendwelchen KĂ€mpfen mit Todessern ausgesetzt war, wurde ihm wieder bewusst wie ernst beziehungsweise schlecht ihre momentane Lage war. WĂ€hrend die Seite der Guten immer mehr schrumpfte, sei es wegen Verrat oder Mord, wurde die Dunkle Seite immer mĂ€chtiger. Und das war nur einer der GrĂŒnde, welche ihm Angst machten. Besonders durch den Vorfall heute mit dem Schutzschild, fĂŒhlte er sich immer schutzloser.

Schnell schlich er sich aus dem Jungenschlafsaal und begab sich runter zur Großen Halle. Unten angekommen, wartete schon sein Dad auf ihn. „Hey, hast du dich auch nicht erwischen lassen? Vorhin ist mir Misses Norris auf den Fersen gewesen. Diese Vieh konnte ich nie leiden.“ Harry lachte. „Nein, ich hab keine Menschenseel gesehen.“ „Gut, na komm. Ich freue mich schon so auf die heiße Schokolade, hier in Hogwarts gibt es wirklich die beste.“

Und so begaben sich die zwei Schwarzhaarigen hinunter in die KĂŒche. Unten angekommen, wurde Harry fast umgerannt, als etwas Kleines wie eine Kanone auf ihn zuschoss und seine Beine umschlang. Harry schaffte es gerade noch sich an seinem Dad festzuhalten um nicht umzufallen. „Dobby!“ „Oh, Mister Harry Potter, Sir! Dobby hat sich solch Sorgen um Sie gemacht, Sir. Nachallem was in den Zeitungen stand. Dobby ist so froh, Harry Potter in Sicherheit zu wissen, Sir!“ quickte der quirlige Hauself. „Ich freue mich auch dich zu sehen, Dobby“, begrĂŒĂŸte ihn Harry, als er wieder freigegeben wurde und seinen Dad losgelassen hatte.

„Du bist also Dobby? Harry hat mir schon viel von dir erzĂ€hlt.“ James mustere den Hauselfen mit dem eigenwilligen Modegeschmack belustigt. „Wirklich, Sir?“, bekam Dobby große Augen. „Ja, er hat mir erzĂ€hlt, dass du ihm das Leben gerettet hast. DafĂŒr möchte ich dir danken Dobby. Ich bin echt froh darĂŒber, dass er solche Freunde wie dich hat.“ „Freunde, Sir?“, wandte sich Dobby an Harry weiter, welcher schief lĂ€chelte. „Sicher!“ Daraufhin brach der kleine Hauself in TrĂ€nen aus, was die anderen Hauselfen mit hochgezogenen Nasen betrachteten. Wie konnte man sich vor den Herrschaften nur so gehen lassen?

„W-wie kann Ihnen Dobby weiterhelfen, Sir, Harry Potter Sir?“ Dobby versuchte angestrĂ€ngt seine TrĂ€nen zurĂŒckzuhalten. „Wir wollten eigentlich nur ein heiße Tasse Kakao, Dobby. Könntest du uns zwei zubereiten?“ Ein hektisches Nicken seitens Dobby folgte und dann war er auch schon bei der Arbeit.

Harry und James nahmen einstweilen an den Tisch, welcher in der Mitter der KĂŒche stand platz. Nachdem sie beteuert hatten, dass sie nicht auch noch einen Kesselkuchen, PlĂ€tzchen oder sonstige Speisen zu ihrem Kakao möchten, begaben sich auch die restlichen Hauselfen wieder an die Arbeit. Nachdem Dobby ihnen den Kakao gebracht hatte, begann Harry von seinen Sorgen zu erzĂ€hlen.


Als Harry eine Stunde spÀter wieder in seinem Bett lag, hatte er keine Schwierigkeiten mehr einzuschlafen und glitt mit einem LÀcheln im Gesicht in Morpheus Arme.


Und? Habt ihr etwas Anderes erwartet?

See you soon,
eure Mel



***


*_Schnuffelchen_*: Freut mich das dir die FF so gut gefĂ€llt (wĂ€re bei den Komplimenten fast rot geworden *lach*) Und es tut mir Leid, ich weiß ich hab wieder lĂ€nger gebraucht *seufz*

Marry63: Die Freundschaft bleibt im Geheimen ... aber wie lange das wohl so bleiben wird ... ?

Rinchen:
Sorry ... meine Cliff's es tut mir leid ... Aber heute ist es keiner, versprochen! Nicht böse sein, ja? *lieb schau*

ginnywaesleyfan94: Ein neuer Leser *freu* HALLÖCHEN!Ich freu mich immer wieer ĂŒber Leser, die gut im raten sind! Dein Verdacht ist nĂ€mlich gut, eigentlich sehr gut ... aber eben nur fast richtig *lach*

James_Potter85
: Oh! Ein neuer Leser *freu* ĂŒberschwĂ€ngliches HALLO! Freu mich, das dir meine FF gefĂ€llt! Hoffe dir gefĂ€llt das Chao auch ...

chap01: Mit dem Verdacht mit der Karte bist du ziemlich nahe dran ... am nÀhersen von allen anderen *lach* Ich glaub das was jetzt passiert ertwartet niemand so wirklich ... glaub ich ...

Ginnevra: Also, seid dem ich dein zweiter Kommi bekommen hab, musste ich mich echt dran machen, das Chap zu schreiben! Vorher hab ich's immer vor mich hin geschoben aber du hast mir irgendwie nen Kick gegeben *lach* DANKE!

Amalia von Potter: Es tut mir jetzt echt leid, aber du bekommst in diesem Chap nur auf eine deiner Fragen eine Antwort ... aber dafĂŒr werden die restlich im nĂ€chsten Chap aufgelösen, okay? *lieb schau*

2 of the Marauders: Es tut mir echt leid das ich (warte ich zitiere) total, voll ober gemein bin *lach* Sorry, aber Cliff's haben es mir irgendwie angetan!
Ich kann dir schon mal verraten, das es im nÀchsten Chap viel Spannung geben wird ...

hermine1965: Sorry, aber ich hab mich irgendwie in Cliff's verliebt *seufz*

O_D: Das war echt das grĂ¶ĂŸte Kompliment das ich je bekommen habe *grazie miele* *freu*
Hoffe das dir dieses Kapitel auch gefÀllt ... das mit der ausgerissenen Seite erfÀhrst du im nÀchsten Chap! Versprch ; )


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

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