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Fanfiction

Auferstanden - Strafe muss sein

von MelRU

Ave ihr Lieben!

Ich hoffe, ich kann euch durch die nicht all zu lange Wartezeit ein bisschen eine Freude machen!




Kapitel 28

Strafe muss sein


„Du wirkst heute viel entspannter als gestern Abend? Was hast du bitte heute Nacht getrieben?“, fragte Ron seinen besten Freund, während sie auf dem Weg zum Frühstück in der Großen Halle waren, wobei er einen eindeutigen Seitenblick auf seine kleine Schwester warf. „Hey! Ich habe deine Schwester nicht angerührt!“, entrüstete sich Harry, wobei seine Wangen einen leichten Rotschimmer erhielten, was seine bezaubernde Freundin zum schmunzeln brachte.

Ron lies ein erleichtertes Seufzen von sich hören, ehe er Harry fragte: „Aber was hast du dann gemacht? Du warst ja gestern auch so sauer wie ich - okay nicht ganz so sauer“, fügte er, nach Hermines stechendem Blick hinzu.

„Ich hab noch mit ihm geredet und ihn etwas abgelenkt“, sagte Ginny, welche sich an Harrys Arm hing. „Ja, und das hat mir auch sehr geholfen, aber als du weg warst musste ich wieder über alles nachdenken. Also hab ich noch mit meinem Dad geredet. Und heut früh hab ich auch schon ein paar Runden um den Schwarzen See gedreht.“ „Was? Wieso hast du mich nicht geweckt, ich wäre auch mit Joggen gegangen? Wieso hab ich das nicht mitbekommen? Wann warst du bei deinem Dad? Wo habt ihr überhaupt geredet? Was?“, bombardierte Ron den jüngsten Potter mit Fragen, was diesem zum Lachen brachte.

„Das ist ja jetzt nicht wichtig, Ronald! Über was habt ihr den gesprochen?“, fragte Hermine wissbegierig. „Also, weil es dich so interessiert, Ron, wir waren unten in der Hogwartsküche und haben gemeinsam eine Tasse heißen Kakao getrunken, weil wir beide nicht schlafen konnten. Und ich wollte dich sowohl in der Nacht als auch heute Morgen nicht wecken, da du sowieso immer jammerst, dass du zu wenig Schlaf bekommst“, grinste Harry seinen besten Freund schelmisch an, wofür der junge Weasley nur ein Schnauben übrig hatte, hier in Hogwarts hatte man wirklich nie viel Zeit zum Schlafen, oder etwa schon?

Während sie zur Großen Halle gingen, begann Harry ihnen zu erzählen, was er gestern Abend mit seinem Dad noch besprochen hatte.


*



„Also, worüber möchtest du mit mir reden, Harry?“, fragte James seinen Sohn, nachdem sie schon die halbe Tasse ausgetrunken hatten. Diese Frage lies Harry schwer seufzen, wie sollte er seinem Vater seine Sorgen erklären, ohne als Angsthase dazustehen? James legte dem grübelnden Harry die Hand auf die Schulter. „Hey! Wenn du dir über irgendwas Gedanken oder Sorgen machst, dann kannst du es mir ruhig erzählen. Für was bin ich den sonst dein Vater?“, lachte er leise, womit er seinen Sohn ansteckte.

Kurz drauf wurde er wieder etwas ernster. „Es geht um den Schutzschild, oder? Du fragst dich wie sie es geschafft haben ihn zu durchdringen, stimmt’s?“ Harry nickte nur als Antwort und sah neugierig zu seinem Vater. Ob sie schon eine Erklärung dafür hatten?

„Tja Harry, wenn ich es dir so erkläre wie es deine Mum vorhin den andern Lehrer erzählt hat, wird das jetzt ziemlich kompliziert. Also erklär ich es auf meine Weise, okay? Du weist ja, dass es immer wieder neue Zauber gibt und einige in Vergessenheit geraten. So benutzt ihr zum Beispiel Flüche, welche wir damals noch gar nicht gekannt haben und wir Rumtreiber können euch wiederrum nützliche Zauber zeigen, welche schon fast in Vergessenheit geraten sind.“ „Heißt das, die Todesser kennen Flüche, welche wir nicht kennen?“, fragte Harry leicht beunruhigt nach.

„So ungefähr. Glaub mir Harry, wenn ich dir sage, dass es noch ganz andere Flüche als den Imperio, Crucius oder Avada Kedavra gibt. Natürlich gehören die drei zu den schlimmsten, aber im ersten Krieg gab es Flüche, welche danach aus all den Akten, Aufzeichnungen und Berichten gelöscht worden waren. Somit wollten sie verhindern, dass diese noch einmal zum Einsatz gebracht werden. Nur wenige wissen, dass es die Unaussprechlichen einmal gegeben hat. Das sind Flüche, welche nur die dunkelsten Schwarzmagier aussprechen können. Du musst wissen, wenn man diese Flüche benutz geht man einen packt mit dem Teufel ein.“

Harry lief es eiskalt den Rücken runter. „Was waren das für Flüche, Dad?“, traute er sich leise zu fragen. Betroffen stellte er fest, so etwas wie Angst in den haselnussbraunen Augen seines Dads zu sehen. „Ich kannte die Flüche selbst nicht. Ich habe nur einen von ihnen, den schlimmsten, einmal selbst miterlebt und bin durch Glück gerade noch so davon gekommen.“ James verlor sich in Gedanken. Harry lies seinen Dad einige Minuten, bis er es nicht mehr aushielt. „Was ist damals passiert?“, flüsterte er leise.

James atmete einmal tief durch, ehe er wieder zu sprechen begann. „Ich war mit meinem Dad, also deinem Großvater und seinem Team auf einem Einsatz. Ich weiß nicht mehr sehr viel, ich hatte danach eine schwere Gehirnerschütterung musst du wissen. Ich kann mich nur mehr daran erinnern, dass sich der Himmel total verdunkelt hat, es kam mir vor als würde uns der Weltuntergang bevorstehen. Alle Todesser aus unserer Nähe verschwanden. Ehe wir begriffen was geschah bildete sich rundherum um uns ein schwarzes Kraftfeld, welches immer stärker wurde. Der erste der wusste, dass es sich um einen der unaussprechlichen Flüche handelte war mein Dad. Er hat uns angeordnet zu apparieren, doch da war es schon zu spät. Du musst wissen, sobald der Fluch anfängt zu wirken, kann man nicht mehr apparieren und somit nicht mehr entkommen. Als er das begriff, reagierte er instinktiv. Er hat um mich herum ein starkes Kraftfeld aufgebaut, was ihm fast seine ganze Magie gekostet hat. Er hat mich noch angelächelt und gesagt, dass ich gut auf meine Mum, Lily und meinen baldigen Sohn acht geben soll, danach wurde alles schwarz. Als ich wieder zu mir kam, lag ich bereits auf der Krankenstation. Ich war drei Wochen bewusstlos gewesen. Sirius war da. Er hat mir unter Tränen gesagt, dass das ganze Dorf ausgelöscht worden ist und ich der einzige Überlebende war. Es grenzte an ein Wunder, dass ich die riesige Implosion des Kraftfeld überlebt habe.“

„Oh Dad! Es tut mir so Leid. Großvater muss ein sehr mutiger und guter Mensch gewesen sein“, sagte Harry mitfühlend. „Oh ja, das war er. Und es muss dir nicht Leid tun, Harry. Ich hab es zwar am Anfang nie richtig verstehen wollen, wieso er sich für mich geopfert hat. Ich gab mir die Schuld an seinem Tod. Aber als du geboren wurdest, hatte ich immer das Gefühl dich beschützen zu müssen, immer bei dir zu sein, dir immer beizustehen und dir immer zu helfen. Von diesem Moment an, habe ich meinen Dad verstanden. Denn wenn es darauf ankommt, würde ich dich mit meinem Leben beschützen. Also vergessen wir das, Vergangenheit ist Vergangenheit“, lächelte James leicht.

Harry konnte seine momentanen Gefühle nicht in Worte ausdrücken, stand einfach auf und umarmte seinen Dad. „Danke, Dad.“ „Da gibt es nicht wofür du dich bedanken müsstest, Harryboy.“ Nachdem er sich wieder hingesetzt hatte, sah er seinen Dad nachdenklich an. „Was wird jetzt passieren, jetzt wo die Dunkle Seite immer mehr wächst, während wir immer mehr Mitstreiter verlieren? Und nun werden diese Flüche wieder zum Einsatz gebracht! Wie sollen wir da nur mithalten können?“ Er konnte nicht verhindern, dass seine Stimme etwas zittrig klang.

„Nun ja, zu unserem Glück, wenn man es so nennen möchte, kann nicht jeder x-beliebige diese Flüche aussprechen. Man muss wirklich eine schwarze Seele haben um das fertig zu bringen. Das heißt die Zahl, der Zauberer welche diese Flüche benutzen können, ist sehr beschränkt.“ „Wieso kann es solche Flüche nicht auf der Guten Seite genau so geben?“, fragte Harry verzweifelt und fuhr sich frustriert durch seine strubbeligen Haare.

„Möchtest du wirklich solche Flüche verwenden?“ „Nein, das nicht! Aber irgendwelche Gegenflüche, womit wir uns verteidigen können“ „Albus hat es einmal geschafft so einen Fluch abzuwehren“, sprach James nachdenklich. „Wie?“, fragt Harry neugierig. „Das habe ich ihn auch gefragt, das einzige was er darauf gesagt hat war: Liebe, James, Liebe!“ „Das hat er zu mir auch schon einmal gesagt“, meinte Harry nachdenklich. „Na dann muss doch etwas Wahres dran sein, oder?“, lächelte James.

Kurze Zeit verfielen sie in schweigen, wo sie ab und zu an ihrem, mittlerweilen kalten, Kakao schlürften. Harry brach als Erster die Stille. „Sind wir hier in Hogwarts dann eigentlich noch sicher?“ „Einstweilen schon. Hogwarts wird immer einer der am besten geschützten Orte der Zauberwelt bleiben. Wir haben die Schutzschilde erneuert und verbessert, falls noch mal eine Störung eintritt, wissen wir in der Aurorenzentrale sofort bescheid und werden nach dem Rechten sehen“, versuchte James seinen Sohn zu beruhigen.

„Aber wir werden sicher nicht lange auf den nächsten Angriff warten müssen. Hogwarts ist das Symbol der Zauberwelt. Für Voldemort ist es noch wichtiger es zu zerstören als das Ministerium zu übernehmen.“ „Das ist wahr, aber …“

„Hey! Was soll das werden? Ihr macht hier eine Pyjama Party und ICH bin NICHT eingeladen?“, hörten sie eine entrüstete Stimme hinter ihnen. Als sie sich umdrehten, sahen sie Sirius, welcher zerzaust, empört und in einem blauen Pyjama mit Hündchen drauf, beim Kücheneingang stand. Dieses Bild brachte Harry zum Lachen, noch nie hatte er seinen Paten so ungestylt gesehen wie jetzt. James stieg ebenfalls in das Lachen mit ein, nur kurz darauf folgte Sirius‘ bellendes Gelächter.

„Also mal ehrlich, das könnt ihr doch nicht machen!“ Mit diesen Worten lies er sich neben Harry am Tisch sinken. „Tja, wir hätten gedacht, dass du schon schläfst wie ein Baby“, konnte James es nicht lassen, Sirius zu necken. Doch dieser war ganz mit seiner Bestellung bei den Hauselfen beschäftig, sodass er James Kommentar ganz einfach nicht mitbekam.

„Also um was geht es bei euch? Konntet ihr auch vor Hunger nicht mehr richtig schlafen?“, fragte Sirius interessiert nach, während er an seinen noch dampfenden Kakao schlürfte. „Erstens das und zweitens haben wir über die unaussprechlichen Flüche gesprochen.“ Sirius zog scharf die Luft ein und dazu noch etwas Kakao, sodass er sich verschluckte. James musste ihm ein paar Mal auf den Rücken klopfen, damit er sich wieder etwas beruhigt hatte.

„Du hast ihm davon erzählt, Prongs? Das wird Lily nicht wirklich gefallen!“ „Irgendwann mussten sie es erfahren, Pad“ „Hey! Ich bin noch da! Und ich finde nicht, dass ihr mich wie ein Kleinkind behandeln solltet. Ich habe genau so ein Recht drauf das zu erfahren wie jeder andere auch!“

„Ich habe auch nicht gesagt, dass du ein Kleinkind bist. Aber bisher hat es noch keinen Grund zur Annahme gegeben, dass die unaussprechlichen Flüche wieder in Verwendung sind. Bitte versprich mir, dass du es nur deinen Freunden erzählst. Nicht auszudenken welches Chaos ausbrechen würde, wenn es alle anderen erfahren.“

„Aber wir müssen die Leute doch warnen!“, empörte sich Harry. „Ich weiß was du meinst Harry, aber das ist Sache des Ministeriums. Wir, als Auroren, dürfen in dieser Hinsicht nichts unternehmen. Falls wir diese Informationen in die Öffentlichkeit bringen, werden wir schneller gefeuert als wir Quidditch sagen können!“, grummelte Sirius zähneknirschend.

„Das ist doch vollkommener Schwachsinn! Sind die Leute wirklich so blind, oder sind die wirklich mit unserem Minister zufrieden?“, brauste Harry auf. „Jetzt wo du es sagst. Heute - oh, es ist schon halb eins, also Gestern wurden vom Zauberer-Rat Neuwahlen beschlossen“, erwähnte Sirius so nebenbei, wobei er sich einen Kesselkuchen von einem großen Tablett schnappte.

„Und wann hattet ihr vor mir das zu sagen?“ „Wir wollten es dir per Spiegel sagen, aber dann kam der Hilferuf von Hogwarts und danach mussten wir euch ja wieder einfangen!“ Mit hochgezogenen Augenbrauen musterte James seinen Sohn.

„Oh“, war dessen erste geistreiche Antwort, ehe er grübelnd fort fuhr: „Glaubt ihr, dass sich durch diese Neuwahlen das Blatt wenden könnte?“ „Ich weiß es nicht, Harryboy. Aber wir hoffen alle, dass unsere Seite wieder mehr Leute gewinnt, wir haben schon öfters den Vorschlag gemacht, Zauberer aus anderen Ländern um Hilfe zu bitten. Aber das Ministerium war zu stolz um andere um Hilfe zu bitten.“

„Vielleicht wird unser neuer Minister um einiges klüger sein, als Fudge. Aber wir sollten uns nicht zu früh freuen. Es könnte sein, dass sich dadurch auch rein gar nichts verändert“, meinte Sirus nachdenklich. „Und deshalb werden wir gleich morgen mit unserm Training fortfahren!“, war Harry mehr als entschlossen. „Egal ob wir nun Unterstützung bekommen oder nicht! Wir werden uns nicht kampflos unterkriegen lassen!“

„Das ist mein Sohn!“, lachte James. Und so versuchten sie das Thema einstweilen ruhen zu lassen und verputzen noch gemeinsam mit Sirius die letzen Kesselkuchen. Während sie über belanglose Dinge sprachen, fragte Harry: „Wann müsst ihr eigentlich wieder weg?“

„Morgen werden wir noch bleiben, um sicher zu gehen, dass die Schilde auch wirklich sicher sind. Übermorgen in der Früh werden wir dann abreisen“, erklärte ihm Sirius.

Es war bereits ein Uhr als sie sich wieder auf den Weg in ihre Betten begaben. Im Treppenhaus im vierten Stock trennten sich ihre Wege. „Gute Nacht euch beiden! Wir sehen uns dann beim Frühstück.“ Er wuschelte Harry noch einmal durch die Haare, ehe er sich gähnend auf zu Loreleis Büro. Als er um die Ecker verschwunden war, richtete sich James an seinen Sohn.

„Wie geht’s dir?“ „Du meinst wegen der Tatsache, dass es an ein Wunder grenzt wenn wir diesen Krieg gewinnen? Naja, ich kann nicht abstreiten Angst zu haben“, seufzte er leise. „Es tut mir Leid, dass ich dir diese Angst nicht ganz nehmen kann. Aber wir haben nun mal Krieg und ich weiß, dass wir alles tun werden um uns gegenseitig zu beschützen.“

„Danke, Dad!“ James umarmte Harry noch einmal fest und gab ihm noch einen Kuss auf die Stirn ehe er selbst in das Büro seiner Frau schlich, um sie nicht zu wecken. Harry stieg währenddessen, mit leicht roten Wangen und einem warmen Gefühl in der Magengegend, hinauf in den Gryffindorturm.


*



„Oh mein Gott, das ist ja schrecklich!“, meinte Hermine bestürzt. Auch Harrys Freundin und Ron sind während seiner Erzählung immer blasser geworden. „Wie kannst du da nur so ruhig bleiben? Hast du keine Angst?“, fragend sah ihn Ginny an.

„Natürlich habe Angst, ich wäre auch ziemlich dumm wenn ich bei solch einer Bedrohung keine Angst hätte. Aber wie mein Dad gestern schon gesagt hat: wir werden alles tun um uns gegenseitig zu beschützen. Es hat keinen Sinn wenn wir uns fertig machen, weil da draußen die Hölle los ist und wir hier in Hogwarts festsitzen und denen nicht direkt helfen können.“

„Aber ich komm mir irgendwie so nutzlos vor“, sagte Hermine betrübt. Ron nahm sie in den Arm. „Harry hat recht. Wir sollten uns nicht zu sehr den Kopf darüber zerbrechen, denn wir sind nicht nutzlos. Wir trainieren hier und falls die da draußen uns einmal um Hilfe bitten, können wir den Todessern dann gewaltig in den Arsch träten! Abgesehen davon helfen wir Harry die Horkruxe zu suchen und wenn das niemand tun würde, würden wir Voldemord niemals besiegen können und wir hätten diesen Spinner ewig am Hals.“ Erstaunt sahen die anderen Ron an. Ihnen war nicht aufgefallen wie ernst er eigentlich sein konnte. „Also alles wieder okay? Ja? Gut, dann kommt endlich! Ich hab nämlich Hunger!“ Da war er wieder, der gute alte Ron.

Als sie in die Große Halle traten, winkten sie Remus, Sirius, Lorelei, Lily und James, welche am Lehrertisch saßen zur Begrüßung zu, ehe sie sich an den Gryffindortisch setzten. Während des Frühstücks redeten die vier Freunde eher über belanglose Dinge. Harry warf noch einen Blick hinauf zum Lehrertisch und bemerkte, dass seine Mum etwas angesäuert drein sah. „Ich glaub dein Dad hat ihr von dem Gespräch gestern Abend erzählt“, flüsterte ihm Ginny zu, welche seinem Blick gefolgt war. „Ich glaub auch, aber sie kann es ihm nicht übel nehmen. Er hätte uns irgendwann warnen müssen!“

Als die Posteulen eintrafen, wurden die zwei Verliebten unterbrochen. Verwundert sah Harry seine Schneeeule an, welche vor ihm landete und einen Brief für ihn im Schnabel hatte. „Was hast du den da für mich, meine Schöne?“ Schnell nahm er ihr den Brief ab und begann die kurze Nachricht zu lesen, während er seiner Eule ein Stück Schinken als Belohnung gab.

Harry,
heute nach dem Mittagessen!


„Von wem ist der?“, fragte Hermine neugierig. Schweigend reichte Harry die Notiz weiter, für ihn war klar das Draco oder Blaise ihnen diese Nachricht geschickt hatte. Als er die Notiz wieder in den Händen hielt frage er: „Alles klar?“ „Ja, ich treff mich dann hier mit euch zum Mittagessen und dann gehen wir“, meinte Ginny zustimmend.

Zur Überraschung aller verging der Vormittag relativ schnell und so saßen sie auch schon wieder beim Mittagessen. Schnell waren die Teller leer geputzt und sie begaben sich geschwind in Richtung Raum der Wünsche.

„Also, was habt ihr gefunden?“, wurden die beiden Slytherins, welche schon warteten, von dem jungen Potter begrüßt. Schnell schlug Blaise das Buch auf der richtigen Seite auf und las vor: „Wie ihnen vielleicht bekannt ist verlies Salazar Slytherin nach seinem Streit mit Godric Gryffindor die Schule. Alle anderen Gründer blieben bis zu ihrem Ableben auf Hogwarts um das wohlergehen ihrer Schüler zu sichern. […] Rovina Ravenclaw, Helga Huffelpuff und Gordric Gryffindor wurden in Hogwarts beerdigt, aber nicht so wie viele glauben auf den Ländereien von Hogwarts. Es wurden Gedenkstätten errichtet, welche mit der Zeit in Vergessenheit geraten sind. Bis heute hat man nur die Grabstäte von Godric Gryffindor und Helga Huffelpuff gefunden. Man fand sehr wertvolle Gegenstände, deshalb vermuten Forscher, dass jedem Gründer seine wertvollsten Eigentümer mit ins Grab gelegt wurden. Wo sich das Grab von Rovina Ravenclaw befindet ist noch unklar, man vermutet jedoch, dass sie in der Nähe ihres Turms begraben wurde, sowie Gryffindor und Huffelpuff“, hier endete er und sah erwartungsvoll zu Harry.

„Das heißt wir müssen ihre Grabstätte suchen!“, kam es entschlossen von Harry und die anderen nickten bekräftigend. „Hey, Leute? Es tut mir Leid, aber ich versteh nicht wieso?“ Ron fühlte sich sichtlich wirklich nicht wohl dabei diese Frage zu stellen, denn anscheinend hatten es alle andern schon verstanden.

„Das braucht die nicht Leid tun Ron“, lachte Harry, ehe er erklärte: „Sieh mal, sie haben in Gryffindors und Huffelpuffs Grabstätten wertvolle Gegenstände gefunden, damit meinen sie wohl Gryffindors Schwert und Huffelpuffs vergoldeten Becher, beides waren Horkruxe“ „Das heißt das in Rovina Ravenclaw’s Grabstätte das Diadem ist?“, schlussfolgerte Ron. „Ich vermute es zumindest!“, bemerkte Harry nachdenklich.

„Also ich bin mir ziemlich sicher, aber ich weiß echt nicht wo wir anfangen sollen zu suchen“, meinte Blaise betrübt. Die Anfängliche Euphorie schlug in Ratlosigkeit um. „In der Nähe des Ravenclaw Turm? Da ist doch gar nichts in der Nähe, oder? Ich meine da ist kein Geheimgang, kein Klassenzimmer, nicht mal eine Besenkammer! Wo soll man den da Suchen?“, entrüstete sich Ron.

„Denk doch mal nach, wenn die schon alle nichts gefunden haben, dann wird es wohl gut versteckt sein“, gab Draco seine Meinung kund. Alle anderen nickten zustimmend. „Ja schon, aber die kennen sich hier nicht so gut aus wie wir oder die Rumtreiber!“, kam es triumphierend von Harry. „Ich werde das heute noch Dad, Sirius und Remus erzählen und sie werden bestimmt mithelfen zu suchen! Und ich meine, sie heißen doch nicht umsonst die Rumtreiber, oder? Die haben eine Karte von Hogwarts gemacht, wo nicht einmal Dumbledore alle Geheimgänge kannte! Wenn es also irgendwo hier eine versteckte Grabkammer gibt, dann werden die sie schon finden!“

„Wo du recht hast, hast du recht!“, stimmte ihm der schwarzhaarige Slytherin zu. „Leute, wir müssen wieder in den Unterricht!“, mahnte Hermine sie und so verabschiedeten sie dich mit dem Versprechen die Augen offen zu halten und sich zu meldet falls sie etwas entdecken sollten und begaben sich wieder brav in ihre Klassenzimmer.

Am Abend standen die vier Freunde pünktlich vor Remus Lupins Büro. Auf Harrys Klopfen öffnete Remus sofort, bat sie herein und kam dann ohne Umschweife direkt zur Sache.
„Hermine, du meldest dich bei Professor Sprout im Gewächshaus 4, Ron du hilfst Madam Pomfrey im Krankenflügel, Ginny du gehst zu Madame Price in die Bibliothek und Harry, auf dich wartet Professor Sinistra im Astronomieturm. — Worauf wartet ihr noch?“

Zehn Minuten später stand Harry vor dem Astronomieturm, wo Professor Sinistra schon auf ihn wartete. „Hallo Harry! Wie ich gehört habe wirst du mir heute etwas zu Hand gehen“, verschmitzt lächelte sie ihn an, ehe sie in das Klassenzimmer trat.

„Da ich mit der dritten Klasse bald mit dem Teleskop arbeiten werde, wäre ich dir sehr dankbar, wenn du heute die Teleskope dort in den Vitrinen reinigen würdest. Ich werde mich um die größeren hier drüben kümmern. Hier hast du Putzmittel und Tücher. Falls du noch etwas brauchst, sag einfach bescheid.“

Harry nickte artig ehe er zu Mrs. Sugar Magischen Allzweckreiniger griff und zu den Vitrinen ging. Nach einer viertel Stunde hörte er, wie sich im Hintergrund die Tür öffnete, und jemand leise mit Professor Sinistra sprach. Dann hörte Harry, wie sich das Geklapper von Professor Sinistras Schuhen entfernte und die Tür wieder geschlossen wurde. Er drehte sich nicht um, er wollte nach Möglichkeit schnell mit dieser Aufgabe fertig werden.

Als er ein Teleskop zurückstellte und die Tür der Vitrine schloss, fing diese das Spiegelbild des Neuankömmlings ein. Harry hatte nicht gehört, dass er so nah herangekommen war, aber nach dem Spiegelbild zu urteilen musste Remus Lupin direkt hinter ihm stehen. Harry biss die Zähne zusammen drehte sich um und sah seinen Lehrer fraglich an.

Remus schenkte ihm eines seiner gutmütigen Lächeln. „Hast du verstanden warum wir sauer waren?“ „Ja, es tut mir ja auch Leid. Aber ich musste einfach. Ich wollte euch keine Sorgen bereiten, geschweige den die anderen in Gefahr bringen“, versuchte er sein Handeln noch einmal zu erklären. „Ich weiß, du kommst eben sehr nach deinem Vater“ Er schwieg einen Moment lang, dann sagte er ruhig: „Ich glaube du hast verstanden worum es geht. Ich würde vorschlagen, dass du den Rest deiner Strafarbeit bei einer Tasse Tee unter Aufsicht deines Dads und deines Paten in meinem Büro verbringst.“, lächelte Remus sanft.


Harry kehrte erst kurz vor Mitternacht und mit ziemlich schlechtem Gewissen in den Gemeinschaftsraum zurück. Er hatte sich noch lange mit Remus, Sirius und seinem Dad unterhalten und ihnen von ihrer heutigen Entdeckung erzählt. Die Rumtreiber hatten ihm versprochen ihre Augen offen zu halten und ihn gleichzeitig ermahnt ja keinen Alleingang zu unternehmen. Einige Versprechen später bekam er sogar noch ein paar Geschichten aus der Schulzeit seiner Eltern erzählt. Sie hatten dabei alle vier die Zeit vergessen, und als Remus schließlich erschrocken feststellte, wie spät es bereits war, war keiner gerne bereit gewesen, den Abend für beendet zu erklären.

Der Gemeinschaftsraum war nahezu leer, und Harry stieg gleich die Stufen zu ihren Jungenschlafsälen hoch. Es brannte kein Licht mehr, und den Geräuschen zu folge schienen Harrys Mitbewohner schon zu schlafen. Als Harry allerdings gerade in sein Bett klettern wollte, wurden an dem Bett neben ihm die Vorhänge aufgezogen und Ron lugte heraus. „Harry, endlich“, flüsterte er, „Ich habe schon angefangen mir Sorgen zu machen! Hermine und ich sind schon seit Ewigkeiten zurück — hat Professor Sinistra dich so lange festgehalten?“ Harry schüttelte den Kopf und setzte sich auf Rons Bettkante. „Nein“, flüsterte er ebenso leise zurück. „Remus ist nach ungefähr einer viertel Stunde gekommen und hat mich erlöst. Ich war dann noch bei ihm und den anderen, und wir haben uns festgequatscht. War es bei dir, Ginny und Hermine sehr schlimm?“

„Hermine sagte das es harmlos war. Es waren nur drei Pflanzen, und alles, was sie zu tun hatte, war die Erde drauf zuschütten, den Rest hat Professor Sprout gemacht. Ginny musste nur ein paar Bücher in den Regalen sortieren, wobei sie Magie benutzen durfte und ich war auch schnell fertig, ich musste nur ein paar Betten beziehen und durfte ebenfalls dabei Magie benutzen, dann konnte ich auch gehen.“ Harry nickte jetzt ebenfalls. „Ich glaube, Remus wollte uns gar nicht wirklich bestrafen, er war nur sauer. Und Ron, ich glaube er hatte recht — aber sag das ja nicht Hermine, sonst können wir uns noch wochenlang Predigten anhören!“ Ron grinste. „Ehrenwort, schon im eigenen Interesse! Was musstest du denn machen?“ Harry erzählte ihm von seiner Strafarbeit und den Geschichten aus der Schulzeit seines Vaters, dann gähnte er und murmelte: „Ich gehe jetzt ins Bett. Nacht, Ron.“
In dieser Nacht hatte er keine Probleme, einzuschlafen.

Doch leider war ihm dieser erholsame Schlaf nicht vergönnt!



Harry's Großvater war wirklich ein sehr mutiger Mensch, findet ihr nicht auch?

Bis demnächst,
eure Mel


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Luna ist auch eine Person, in die ich mich von Anfang an verliebt habe. Sie gibt der Handlung einen wichtigen, neuen Anstrich und sie lässt Harry Dinge anders betrachten. Ich war ihr wirklich von Anfang an verfallen.
Michael Goldenberg