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Fanfiction

Auferstanden - Die Uhr tickt

von MelRU

Hallo meine lieben Leser!

Leute,
wir sind an der
250-Grenze
angekommen!
Wow!
Ihr seid echt der Wahnsinn!



Jetzt möchte ich mich einmal bei allen bedanken, die mir jemals ihre Meinung dagelassen haben! Fühlt euch gedrückt!


Ein ganz besonderen Dank geht an:


Rinchen
für das 250ste Kommi *knuddel*

&

chap01
Rinchen
und
O_D
für die meisten dagelassenen Kommis *knutscha*





Kapitel 29

Die Uhr tickt


Harry stand in der Mitte eines dunklen Raumes. Dieser Raum war unheimlich, hatte keine Fenster und nur ein Spalt unter der Tür spendete etwas Licht. Aber es reichte ihm, um sich etwas zu orientieren. Fragend sah er sich um, wo war er denn hier? Und wie kam er überhaupt hier her? Tastend versuchte er etwas in der Dunkelheit zu erkennen, bis plötzlich jemand die Türe öffnete.

Im selben Moment fuhr Harry zusammen, als ein stechender Schmerz durch seine Narbe zuckte. Erschrocken keuchte Harry auf als er sah, dass ein Todesser, gefolgt von einer weiteren hochgewachsenen Person den Raum betrat. Der Anhänger Voldemorts machte einen Schwenker mit seinem Zauberstab und schon entzündeten sich die Fackeln im Raum. Nun konnte Harry die zweite Person erkennen. Der Mann hatte anstatt einer Nase nur zwei Schlitze, graue Haut und glühend rote Augen - Voldemort!

So leise als möglich versuchte er sich zurück zu schleichen, in eine kleine dunkle Ecke, bis er an der kalten, glitschigen Wand anstieß. Der Todesser und sein Meister waren inzwischen in der Mitte des Raumes angelangt, wo ein Pult stand. Auf diesem Pult befand sich, soweit Harry nun erkennen konnte eine kleine Schatulle.

Der Todesser wollte gerade nach dieser greifen, als Voldemort dazwischen fuhr: „Wage es ja nicht deine dreckigen, wertlosen Finger darauf zu legen!“, zischte er gefährlich. „J-Jawohl, Meister. Es tut mir Leid, Meister“, erwiderte der Diener eingeschüchtert. Schnell schritt Voldemort mit wehendem Umhang an ihm vorbei und griff mit seinen langen, dünnen Fingern nach der Schatulle. Schnell hatte er sie geöffnet.

Harry versuchte aus seiner Position einen Blick auf den Inhalt zu erhaschen, doch er konnte nichts erkennen. Ein wutentbrannter Schrei durchriss die Stille und lies Harry erschrocken zusammenzucken. „Dumbledore!“ Wütend warf Voldemort die Schatulle auf den Boden und mit gefährlich blitzenden Augen drehte er sich zu seinem Diener um.

„Du wertloses Stück Dreck hast es gewagt deine Aufgabe nicht zu erfüllen?“, spie er aus. „A-Aber Meister, ich habe …“ „Schweig! Dafür wirst du büßen! Crucio!“ Mit aufgerissenen Augen sah Harry hilflos dabei zu, wie der Todesser von Voldemort qualvoll gefoltert wurde. Er kämpfte wirklich mit seiner Übelkeit. Er hörte das Knacken der Knochen und man sah, wie sich die Hand des Todessers unnatürlich drehte. Wie Blut aus dessen Nase und Mund spritzte. Es war kein schöner Anblick, er musste mit Mühe und Not ein Würgen zurückhalten.

Harry wusste nicht wie viele Minuten vergangen waren. Waren es vielleicht sogar Stunden? Er wusste es nicht. Er wünschte sich, dass Voldemort endlich von dem Todesser, welcher sich schreiend am Boden vor Schmerzen wand, ablassen würde. Am liebsten würde er ihn anschreien, dem irgendwie ein Ende bereiten, doch stattdessen stand er wie versteinernd da und sah mit weit aufgerissenen Augen die grausame Folterung mit an.

„Bitte, Meister!“, keuchte der Todesser flehend. „Nun gut, ich hoffe du hast deine Lektion gelernt, denn eine nächste wird es für dich nicht geben!“ „Danke Meister, danke Ihr …“
Mit einem „Avada Kedavra!“ wurden die Danksagungen des Todessers unterbrochen, welcher nun leblos am Boden lag und mit aufgerissenen leeren Augen in Harrys Richtung starrte.

Das war zu viel für Harry und er übergab sich geräuschvoll. „Wer ist da!“, kam es lauernd von Voldemort, welcher sich mit Argusaugen in der Kammer umsah. Alarmierend presste sich Harry die Hand auf den Mund und hielt gespannt die Luft an.

Als Voldemort ihm direkt in die Augen sah, begann seine Narbe fürchterlich zu brennen. Harry hatte das Gefühl, als würde sich sein Schädel spalten. Er stöhnte vor Schmerz auf und ging in die Knie. „Potter!“ zischte Voldemort gefährlich leise, wobei seine Augen aufblitzten. Schleichend, wie ein Tiger der seine Beute fangen wollte, kam er auf die dunkle Ecke zu.

Ich muss hier weg, war Harrys letzter Gedanke, bevor alles Schwarz wurde. Keuchend schreckte unser junger Held aus dem Schlaf. Schnell vergewisserte er sich, dass er in Sicherheit war, ehe ihn ein Schwindel erfasste und er sich wieder zurück in die Kissen fallen lies. Erste jetzt bemerkte er, dass er zitterte, ihm war kalt und gleichzeitig heiß. Sein ganzer Pyjama war schweißnass und seine Atmung ging schnell.

Er versuchte sich zu beruhigen und hoffte, dass sich seine Übelkeit legen würde, doch seine Gedanken schwirrten weiterhin nur um Voldemort und sein rätselhafte Schatulle. War es nur ein böser Traum gewesen oder tatsächlich eine Vision? Aber was konnte sich in diesem Kästchen befunden haben? Was hatte Dumbledore mit all dem zu tun? Er wollte nicht darüber nachdenken. Es fiel ihm schwer sich zu konzentrieren.

So gut es ging versuchte er die Bilder des gefolterten und getöteten Todessers aus seinen wirren Gedanken zu verbannen.

Er wusste nicht wie viel Zeit vergangen war als er Nevilles Wecker schrillen hörte und die Jungs synchron aufstöhnte. Wie Dean wie jeden Morgen nörgelnd aus dem Bett kletterte und im Bad verschwand, wobei die Tür laut schepperte. Wie Neville im Halbschlaf umher irrte, Dinge umwarf oder darüber stolperte und seine Sachen zusammensuchte. Wie sich Seamus laut gähnend etwas zu trinken einschenkte und wie sich Ron mit komischen Geräuschen aus dem Bett wälzte und ins Bad schlurfte.

Harry rührte sich nicht, ganz steif blieb er liegen, sein Atem ging ganz flach. Ihm war noch immer schlecht und seine Wangen glühten. Er fühlte sich, als hätte er Fieber. Man hörte Wasserrauschen aus dem Bad, Stimmen, tapsende Schritte an sein Bett. Verzweifelt schloss er die Augen. Er konnte noch nicht. Es ging nicht. Er wollte es nicht.

Jemand zog die Vorhänge seines Himmelbetts beiseite und lies die Sonnenstrahlen in sein Bett scheinen. “Harry?” Das war eindeutig die Stimme seines besten Freundes. “Schläft immer noch, diese Schlafmütze. Mich wundert es, dass wir nicht immer zu spät kommen wegen ihm”, vernahm er Seamus‘ belustige Stimme. “Hey, Kumpel!” Ron beugte sich über ihn. “Wach auf, sonst verpassen wir das Frühstück!”, zur Bekräftigung seiner Worte hörte man seinen Magen laut knurren, was die anderen Jungs zum Lachen brachte.

Harry reagierte nicht, er wollte ewig so liegen bleiben und nicht über die vergangene Nacht nachdenken.

Die Kammer.
Voldemort.

“Harry? Kannst du mich hören?” Nun klang Ron besorgt. Drei weitere Schatten beugten sich über ihn.

Die Schatulle.
Der Todesser.

“Harry! Hallo!” Nevilles Stimme klang alarmiert.

Die schreckliche Folterung.
Die grausamen Schreie.

Harry stöhnte leise auf, rührte sich aber nicht. “Hey Alter, jetzt mach keinen Scheiß!”, sagte Ron und rüttelte an seiner Schulter. Harry zuckte zusammen. Oh Gott! Seine Gedanken überschlugen sich. Alles was er bisher versucht hatte zu verdrängen kam ihm hoch. Er hatte gestern Nacht einem Menschen beim Sterben zugesehen und nichts dagegen unternommen. Übelkeit.

Harry sprang auf und rannte ins Bad, um sich zu übergeben. Sein Magen war vollkommen leer, nur noch bittere Galle war übrig. “Harry! Mach auf! Verdammt noch mal, mach auf!”, hörte er Ron brüllen, während er heftig keuchte und sich auf den Boden sinken ließ, die kalten Fliesen an seiner heißen Stirn.

Er hörte ein weiteres Rütteln und Klopfen an der verschlossenen Badezimmertür. Er wollte die Türe öffnen, doch seine Beine gaben nach. Er zitterte. Die Übelkeit verging einfach nicht. “Alohomora!“ Die Tür öffnete sich und Ron stürzte hinein und kniete sich neben ihn. Ganz vorsichtig umarmte er ihn und drückte Harrys schlaffen Körper an sich. Sein Kopf dröhnte. Er ließ mit geschlossenen Augen alles über sich ergehen.

Er bekam nur nebenbei mit, dass sie McGonagall holten und dass sie ihn in die Krankenstation brachten. Erst als er die Stimme seiner Mum vernahm, versuchte er sich wieder auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren. „Harry! Harry Schatz, kannst du mich hören?“, fragte sie besorgt und strich ihm ein paar verschwitzte Strähnen aus der Stirn, während sie mit der anderen seine Hand hielt.

Erschöpft öffnete er seine smaragdfarbenen Augen und versuchte seine Mutter zu fokussieren, was ihm ohne seine Brille relativ schwer fiel. „Mum?“, krächzte er. Sein Hals war rau und trocken. Plötzlich hörte er jemanden aufkeuchen, Sessel rückten und schon sah er sich mehreren Leuten gegenüber.

„Du bist wach!“
„Wie geht’s dir?
„Man, hast du uns einen Schrecken eingejagt!“
„Was ist den passiert?“
„Wie fühlst du dich?“

Verstört wegen den ganzen Fragen, stöhnte er gequält auf, ehe er die strenge Stimmte von Madame Pomfrey vernahm, welche die anderen hinaus scheuchte. „Ich sage im Ministerium bescheid, dass du dir heute noch frei nimmst!“, hörte er die leise Stimme seine Paten, ehe auch dieser den Saal verlies. Nur seine Mum und sein Dad blieben noch da.

Er sah, wie sich Madame Pomfrey über ihn beugte. “Wie geht es Ihnen Mr. Potter? Haben Sie Schmerzen?”, fragte sie besorgt und setzte sich neben ihn, irgendwelche Tränke heraus kramend. Sie nahm sein rechtes Handgelenk, um den Puls zu fühlen. Unzufrieden schüttelte sie den Kopf. Danach überprüft sie seine Temperatur und seufzte auf. „Sie haben Fieber mein Junge, warten sie einen Moment“ Sie wuselte durch das Zimmer und reichte ihm dann einen dunkelroten Trank. “Trinken Sie den, Mr. Potter. Das wird die Temperatur etwas senken, damit Sie besser schlafen können.”

Sie presste die Phiole an Harrys Lippen und der Junge schluckte gehorsam. Augenblicklich verschwamm seine Sicht und er nahm wie durch eine Decke die weiteren Geschehnisse wahr.

Er spürte die kräftige Hand seines Dads an seiner Schulter. „Wie geht es dir, Harryboy?“, fragte er leicht besorgt. Während die zierliche Hand seiner Mum weiterhin zart seine Handrücken streichelte.

Harry schüttelte nur den Kopf. „Sie sollten ihn in Ruhe lassen, Mr. Potter. Er braucht dringend Schlaf“, meinte Madame Pomfrey ehe sie einen Traumlosschlaftrank aus der Vorratskammer für ihren Patienten holte. James nutzte die Zeit um Harry noch einmal zu fragen: „Harry, ist irgendetwas passiert?“

„I-ich habe…“, stockend und leise erzählte er seinen Eltern, was er heute Nacht miterlebt hatte. Als er geendet hatte, hörte er seine Mum sanft sagen: „Du hast nur gefiebert Harry. Es war bloß ein Traum. Mach dich deshalb nicht fertig mein Schatz“

„Es war aber kein Traum! Es war so real“, kam es verzweifelt von Harry. Warum glaubten sie ihm nicht? Doch ehe jemand etwas darauf erwidern konnte, kam Madame Pomfrey zurück und schickte Harry mit einem Traumlosschlaftrank ins Land der Träume. „Was meinst du? War es wirklich nur ein Traum?“, fragte Lily besorgt ihren Mann, ohne den Blick von ihrem schlafenden Sohn zu nehmen. „Ich weiß es nicht Schatz. Ich weiß es wirklich nicht“, murmelte dieser leise.



Als Harry das nächste Mal aufwachte, ließ er seine Augen geschlossen und horchte in die Stille des Krankenflügels, es schien niemand hier zu sein.

Langsam versuchte er seine Gedanken zu ordnen und die Geschehnisse der Nacht noch einmal durchzugehen. Da sich das Fieber anscheinend gelegt hatte, viel ihm das Denken nicht mehr allzu schwer und er konnte alles noch einmal logisch durchgehen.

Plötzlich stockte er. Das konnte doch nicht möglich sein? Oder doch? Seine Gedanken liefen auf Hochtouren. Er musste sofort mit seinem Dad reden, plötzlich ergab alles einen Sinn. Schnell wollte er aus dem Bett steigen, als er auch schon das Gleichgewicht verlor und Bekanntschaft mit dem Boden gemacht hätte, hätten ihn die kräftigen Arme nicht aufgefangen.

„Hey, hey! Nicht so stürmisch, Sohnemann!“
„Dad! Ich muss dir unbedingt was sagen! Ich bin mir absolut sicher! Es war kein Traum, es war …“ „Zuerst legst du dich hin. Schon besser. Also? Was musst du mir so wichtiges mitteilen?“, aufmerksam sah James seinen Sohn an.

„Ich weiß jetzt was in der Schatulle war!“ „Ach ja, was den?“, kam es neugierig von seinem Dad, welcher sich näher zu Harry lehnte. „Es war der Ring, den Dumbledore zerstört hat. Er war ein Horkrux. Er muss es gewesen sein. Das bedeutet aber auch, dass Voldemort nun weiß, das jemand etwas über die Horkruxe weiß!“ Geschockt sah James seinen Sohn an. Nun hatten sie wirklich ein Problem. „Wir müssen die restlichen so schnell wir möglich finden!“, meinte Harry nun leicht panisch.

Wir müssen gar nichts! Du musst dich erst einmal ausruhen, auch wenn dein Fieber wieder gesunken ist, heißt das noch nicht, dass du wieder gesund bist. Du bleibst so lange hier, bis du das Okay von Madame Pomfrey hast, verstanden? Gut. Also lass uns logisch überlegen. Es gibt sieben Horkruxe. Drei davon haben wir schon vernichtet. Es fehlen nur noch Ravenclaws Diadem, Slytherins Medaillon, Nagini und der siebte Teil, welcher immer noch in Voldemort steckt. Wir wissen, dass das Diadem hier in Hogwarts ist. Also werde ich den Leuten vom Orden Bescheid sagen, dass wir hier ihre Hilfe brauchen. Keine Angst, ich werde ihnen nicht sagen warum wir die Grabstätte suchen, nur das es wichtig ist. Als nächstes werde ich Sirius kontaktieren, dass er sich in der Ministeriumsbibliothek einmal umschauen soll um etwas über Slytherins Medaillon heraus zu finden. Und über Nagini werden wir uns ganz zum Schluss kümmern.“

Harry sah seinen Dad eine Zeit lang schweigend an. Er bewunderte ihn dafür, dass er in solchen Situationen so ruhig und logisch denkend bleiben konnte. In solchen Momentan war er einfach nur froh, dass er seinen Dad hatte und er einfach nur ein Kind war, das auch einmal panisch werden durfte.

„Ihr werdet die anderen nicht davon abhalten können, euch bei der Suche des Diadems zu helfen.“ James musterte seinen Sohn genau. „Harry du musst verstehen, dass du in diesem Zustand nicht mithelfen kannst …“ „Dad, das verstehe ich schon. Ich werde einfach Blaise bitten mir die Bücher zu leihen, vielleicht finde ich ein paar versteckte Hinweise, wo sich die Grabkammer befinden könnte. Oder auch etwas über das Medaillon. Es ist mir klar, das ich euch nur behindern würde, wenn die ganze Zeit jemand auf mich acht geben müsste. Es ist schon okay so. Und sobald es mir besser geht, werde ich euch suchen helfen.“

James lächelte seinen Sohn anerkennend zu. Es überraschte ihn immer wieder, wie erwachsen sein Sohn in manchen Situationen sein konnte. „Du überrascht mich immer wieder aufs Neue, Harryboy.“

Leicht lächelte Harry, ehe er seinen Dad fragte: „Wo ist eigentlich Mum?“ „Ich hab sie zum Unterricht geschickt. Ich habe mir für heute noch frei genommen und es bringt nichts, wenn wir beide hier sitzen, darauf warten, dass du aufwachst und wir uns gegenseitig wahnsinnig machen. Und abgesehen davon hab ich ihr versprochen mich zu melden, wenn du aufwachst - Verdammt!“, warf James ein und stand von seinem Sessel auf. „Harry kann ich dich kurz alleine lassen? Du solltest sowieso noch etwas schlafen, damit du bald wieder auf die Beine kommst. Ich werde schnell zu deiner Mum gehen und dann das Restliche erledigen. Ich werde in zwanzig Minuten wieder hier sein. Falls etwas sein sollte, Madame Pomfrey ist im Nebenzimmer, okay?“

„Ist schon in Ordnung Dad, ich bin sowieso noch hundemüde“, gähnte Harry zur Bestätigung. „Oh, das hätte ich fast vergessen. Madame Pomfrey hat mir diese Tränke gegeben und hat gesagt ich soll sie dir geben, bevor du wieder schläfst.“ Müde nahm Harry die dargebotenen Tränke an, ehe er sich tiefer in die Kissen kuschelte und die Augen schloss. Er spürte noch den Kuss auf der Stirn, ehe er in einen traumlosen Schlaf sank.

James Potter blieb noch an der Seite seines Sohnes, bis er den gleichmäßigen Atem hörte. Liebevoll deckte er Harry zu, ehe er sich mit schnellen Schritten aus dem Krankenflügel begab. Erst jetzt zeigte er seine wahren Gefühle. Er war besorgt. Sehr besorgt. Wenn Voldemort nun wusste, dass sie die Horkruxe suchten, mussten sie sich beeilen. Er wollte gar nicht daran denken, was passieren sollte, wenn sie zu langsam waren. Wenn sie versagen würden.

Jetzt denke nicht immer ans Verlieren. Wir werden diesen Krieg gewinnen und diesen Psychopathen gewaltig in den Arsch treten, ermahnte er sich selbst und begab sich schleunigst auf den Weg zum Büro der Direktorin. Als er alles erledigt hatte und etwas später wieder in den Krankenflügel zurückkam, sah er Harrys Freunde rund um dessen Bett sitzen und leise miteinander diskutierten. Sie alle hatten Bücher auf ihrem Schoß liegen und schienen angestrengt zu lesen. Nur Ginny hatte kein Buch, sie saß auf Harrys Bett und strich ihm immer wieder sanft durch das verstrubbelte Haar.

„Hey ihr Fünf! Wie geht es euch?“ Erschrocken sahen sie auf, fassten sich aber gleich wieder und fragte stattdessen: „Was ist mit Harry? Das ist doch kein normales Fieber oder?“

James seufzte, wie viel konnte er den Kindern zumuten? „Ich weiß es wirklich nicht. Aber wenn wir richtig liegen, dann hatte Harry heute Nacht eine Vision und diese bedeutet nichts Gutes für uns.“ „So etwas haben wir uns schon gedacht, deshalb haben wir heute nachdem wir rausgeschmissen wurden auch gleich wieder mit dem Training angefangen. Nachdem wir fertig waren sind wir wieder hier her, obwohl Madame Pomfrey nicht sehr begeistert darüber war und jetzt versuchen wir etwas Brauchbares zu finden“, erklärte ihm Hermine.

Er lächelte das Mädchen erstaunt an. „Das ist eine gute Idee. Wir haben schon Leute, die nach der Grabstätte suchen. Remus und Lily führen die Suchkommandos an. Ich hoffe, dass wir bald etwas finden“, meinte James. „Wir auch“, stimmten ihm die Schüler zu. James setzte sich zu den Freunden seines Sohnes und schnappte sich ebenfalls ein Buch. Er las normalerweise nicht gerne, aber es gibt für alles ein erstes Mal, nicht wahr? Nach einer halben Stunde wurden alle aus ihrer Lektüre gerissen, als sich Harry in seinem Bett leicht regte. Müde öffnete er die Augen und sah sie alle verwundert an.

„Was macht ihr den alle hier?“ „Lesen“, erklärte ihm Ron das Offensichtliche. Harry schmunzelte. „Tatsächlich? Hab ihr schon was gefunden?“ „Nichts womit wir wirklich etwas anfangen können“, kam es leicht enttäuscht von Blaise. „Aber sag, wie fühlst du dich?“, fragte ihn seine Freundin besorgt als sie ihm sanft über die Wange strich. Er schenkte ihr ein beruhigendes Lächeln. „Besser, danke. Ich bin zwar noch immer etwas erschöpft, aber ich kann wieder viel klarer denken. Und es war uns von Anfang an klar, dass uns nicht alles in den Schoss fallen wird, oder?“, meinte Harry und zuckte mit den Schultern. Danach wandte er sich an seinen Dad: „Hast du Sirius und den Orden schon benachrichtigt?“ „Jep, alles erledigt. Alle stürzen sich total in die Arbeit. Also hoffen wir, dass unsere Arbeit auch Früchte tragen wird.“

Harry nahm sich ein Buch von dem Bücherstapel neben seiner besten Freundin. „Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt!“, sagte Harry und schlug das Buch auf. James sah von seinem kurz auf. „Stimmt, aber die Uhr tickt.“


Ich weiß, dass es kein sehr schönes Kapitel ist, aber es war wichtig für die weitere Handlung!

Bis bald,
eure Mel


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