Auferstanden - Wer suchet der findet (Teil I)
von MelRU
Hallo ihr Lieben,
vielen herzlichen Dank, dass ihr wieder dabei seid.
Und vielen herzlichen Dank für die Rückmeldungen zum letzten Kapitel. Es freut und beruhigt mich, dass es noch immer einige Leser gibt, denen diese Geschichte gefällt.
Ich wünsch euch jetzt viel Spaß beim lesen!
Kapitel 30
Wer suchet der findet (Teil I)
Probleme sind Gelegenheiten zu zeigen, was man kann.
Drei Tage… drei verdammte Tage suchten sie nun schon nach diesem verfluchten Diadem und sie hatten bis jetzt noch keinen Erfolg gehabt. Leicht verzweifelt über ihre Lage, rieb sich Lily Potter ihre Müdigkeit aus den Augen. Sie durfte jetzt nicht müde sein, sie und ihr Team hatten noch einen ganzen Korridor vor sich und danach mussten noch die Hausaufgaben von den ersten und zweiten Klassen korrigiert werden, dass bedeutete also noch eine Menge Arbeit.
Während sie und ihr Team jedes Stück der Wände abgingen und jeden erdenklichen Enthüllungs-, Erscheinungs- und Auflösungszauber anwandten, dachte sie daran, wie gerne sie jetzt bei ihrem Mann wäre. Bei einem gemütlichen Kaminfeuer in seinen Armen liegen…
Schnell schüttelte sie den Kopf. Jetzt musste sie sich erst auf das hier und jetzt konzentrieren.
Nachdem Harry am Abend wieder eingeschlafen war, hatte sich James, mit dem Versprechen auf sich und Sirius acht zu geben, schon wieder ins Ministerium aufgemacht. Als sie an Harry dachte, driftete ihre Aufmerksamkeit wieder etwas ab und ihre Gedanken blieben bei ihrem Sohn, während sie wie mechanisch ihre Zauber sprach.
Harry war gestern in der Früh, mit viel diskutieren aus dem Krankenflügel entlassen worden. Madame Pomfrey hatte ihn ermahnt sich ja nicht zu überanstrengen, da er noch immer nicht ganz fit war. Lily konnte sich bei dem Temperament ihres Sohnes vorstellen, das er sich bald wieder in seinem gehassten Krankenflügel befinden würde, wenn ihm seine Freunde nicht etwas zurückhielten.
Das war wieder etwas, was Harry und James gemeinsam hatten, beide hassten den Krankenflügel. Bei den Gedanken musste Lily kurz lachen, wodurch ihr einige komische Blicke zugeworfen wurden, was sie aber keineswegs störte. Als sie damals noch nicht mit James zusammen war, hatte sie immer gedacht, dass er wieder einmal den Macho spielen und beweisen wollte, dass er nicht in den Krankenflügel musste, da er ja mit Schmerzen zu Recht kam.
Eines Tages wollte sie ihre kranke Freundin im Krankenflügel besuchen. Die Besuchszeit war bereits um, da sie ja unbedingt noch diesen Aufsatz zu Ende schreiben musste. Dort hatte sie gesehen, dass James, der wegen einer Quidditchverletzung dort lag, geweint hatte. Anfangs dachte sie, dass er solche Schmerzen hatte und wollte schon Madame Pomfrey holen gehen, doch er hielt sie davon ab und erklärte ihr beschämt, dass er sich unglaublich einsam und verlassen fühlte. Wenn er krank sei, sei er immer ein wenig wehleidig und wollte unbedingt Gesellschaft.
Lily lächelte besonnen. James selbst ärgerte sich wohl am meisten über diese Empfindung, aber sie fand es einfach unheimlich süß. Das war der Moment gewesen, wo sie sich eingestehen musste, dass er wohl wirklich kein hirnloser Machotyp war und diese Erkenntnis war auch sicher ausschlaggebend gewesen, als sie eine Woche darauf endlich mit ihm mit nach Hogsmead gegangen war.
Überrascht stellte Lily fest, dass sie schon am Ende des Korridors angekommen war. Auch die andere Seite war schon inspiziert worden, aber entdeckt hatte niemand etwas. „Lasst uns für heute Schluss machen! Morgen um dieselbe Zeit wieder hier! Schlaft gut!“, mit einem Lächeln, das hoffentlich etwas Zuversicht versprach, verabschiedete sie sich von den anderen. Leicht niedergeschlagen begab sie sich zurück in ihr Büro. Dort angekommen setzte sie sich an ihren Schreibtisch und begann die Hausarbeiten zu kontrollieren. Keine halbe Stunde später flammte das Kaminfeuer grün auf und James Potter stieg grinsend aus dem Kamin.
„Hey Schatz!“
„James! Was machst du den hier? Ich hab dich heute gar nicht erwartet“, völlig überrascht stand Lily auf und umrundete ihren großen Schreibtisch. „Ich kann auch wieder gehen, wenn du mich nicht hier haben willst“, schmollte James beleidigt. „Das war doch nicht so gemeint, du Dummkopf!“, lachte Lily befreit und gab ihm einen leidenschaftlichen Begrüßungskuss.
„Das gefällt mir schon besser. Weißt du, Sirius und ich hatten einfach Sehnsucht nach unseren Herzdamen und da wir morgen sowieso Nachtdienst haben, dachten wir uns, wir verbringen die Nacht ausnahmsweise einmal hier“, grinste James. „Das war mal wieder eine gute Idee, nachdem heutigen Tag brauch ich ein bisschen James Potter“, murmelte Lily, welche an James Schulter lehnte.
„Hattet ihr auch kein Glück?“, fragte James etwas betrübt.
„Nein, ihr auch nicht?“
„Nichts. Absolut gar nichts. Es ist zum verrückt werden.“
„Ich glaube wir sollten es für heute gut sein lassen. Morgen beginnt ein neuer Tag an dem wir vielleicht sogar einmal Glück haben, wir werden sehen. Lass uns jetzt bitte von etwas anderem reden, okay Liebling?“
„Klar. Wie geht’s Harry? Ist er schon aus dem Krankenflügel draußen?“, erkundigte sich James neugierig über das Befinden seines Sohnes, während sie es sich vor dem Kamin bequem machten. „Gestern Vormittag wurde er entlassen, aber Madame Pomfrey war nicht sehr glücklich darüber.“
„Madame Pomfrey will nie jemandem aus dem Krankenflügel lassen. Ich hatte immer Angst, ich komm da gar nicht mehr heraus“, James schauderte leicht, was Lily zum Lachen brachte.
James zog einen Schmollmund „Das ist nicht lustig und das weißt du.“ „Natürlich Schatz“ Und mit diesen Worten lehnte sie sich vor, küsste ihren heiß geliebten Mann und schon waren die Hausaufgaben, welche unkontrolliert auf ihrem Schreibtisch lagen, aber auch das Diadem, vergessen. Dieser Moment gehörte seit langem wieder einmal nur den beiden.
*
Als Harry aufwachte, stellte er schmunzelnd fest, dass sich da jemand zu ihm ins Bett geschlichen hatte. Ginny lag eng neben ihm und hielt ihn mit ihren Armen fest und hatte es irgendwie geschafft ihre Beine mit einander zu verknoten. Sanft versuchte er sich von ihr los zumachen ohne sie zu wecken, scheiterte jedoch bereits am Ansatz.
„Müssen wir schon aufstehen?“, murrte seine Freundin müde. Nach einem kurzen Blick auf den Wecker sagte Harry: „Du kannst ruhig noch etwas schlafen, Honey. Es ist erst kurz vor sieben“ „Will nicht, dass du gehst!“, nuschelte sie an seinen Hals, als sie ihn an sich drückte. „Willst du, dass ich stinke?“, kam es belustigt von ihrem Freund. Ginny grummelte etwas, was er aber nicht entschlüsseln konnte, ließ ihn aber los, sodass er aufstehen konnte.
„Ich geh nur schnell duschen. Bin gleich wieder da, okay?“ Er gab ihr schnell einen Kuss auf die Stirn, ehe er sich mit frischen Anziehsachen ins Bad schlich, um die anderen Jungs nicht zu wecken. Als er endlich unter dem heißen Wasserstrahl stand, begannen sich seine angespannten Muskeln etwas zu lösen. Die letzen beiden Nächte waren anstrengend gewesen. Sie hatten alle ihre Energie in die Nachforschungen oder in das Training gesteckt, wobei seine Freunde immer darauf bedacht waren, dass er sich ja nicht überanstrengte. Schmunzelnd dachte Harry an seine Freunde, was zu einem ausgewachsenen Grinsen mutierte, als er daran dachte, dass sich Blaise Zabini als wahre Glucke entpuppt hatte.
Als er zu seinem Duschgel greifen wollte, spürte er eine schmerzhafte Spannung in der rechten Schulter und stöhnte leise auf. Warum musste Draco im Training auch immer so brutal sein? Plötzlich spürte er zwei warme Hände auf seinen Rücken, welche langsam nach oben wanderten und seine angespannten Schultern massierten, was ihn einen wohligen Schauer über den Rücken laufen lies.
Langsam drehte er sich um und sah direkt in das leicht gerötete Gesicht seiner Freundin. „Was gedenkst du da zu tun, Ginevra Weasley?“, fragte er mit hochgezogener Augenbraue. „Naja, im Bett war es nicht mehr so gemütlich, da meine Wärmequelle weg war, deshalb muss ich sie mir wieder hohlen“, schnurrte Ginny gespielt angriffslustig.
Zwanzig Minuten später kamen die beiden frisch geduscht, mit leicht geröteten Wangen und breit grinsend aus dem Badezimmer, was dazu führte, dass Rons Kinnlade zu Boden sauste. „Mund zu Brüderchen, es zieht“, grinste Ginny keck, zog ihren Freund hinaus aus dem Schlafsaal hinunter zum Frühstück und lies einen dahin stammelnden Ron mit seiner Pyjamahose in der Hand zurück.
„War das nicht gerade etwas fies?“, fragte Harry seine Freundin auf den Weg in die große Halle. „Was meinst du, Schatz?“, kam es mit einer Unschuldsmine von Ginny. „Naja, er wird sicher denken, dass wir … naja, du weißt schon“, etwas unbeholfen sah er Ginny an, welche breit grinste. „Du meinst, dass wir Sex hatten?“ „Ja, genau das meinte ich. Und ich glaube, dass ihm dieser Gedanke nicht gerade gefällt, auch wenn es nicht stimmt“, sagte Harry und wurde etwas rötlich um die Nase.
„Na und? Soll er sich doch aufregen, er hat mir gar nichts zu sagen. Und jetzt komm, ich habe Hunger!“ Abrupt blieb Harry stehen. „Du mutierst aber jetzt nicht zu einem zweiten Ron, oder?“ Empört sah Ginny ihn an „Also ich muss doch sehr bitten. So eine Fressmaschine wie mein Bruder bin ich nun auch wieder nicht! Oder bin ich dir zu fett?“ In solchen Momenten, wo sie ihre Arme in die Hüfte stemmte und ihre Augen verengte, erkannte Harry eindeutig Molly Weasley in ihr.
Sie könnte es nie abstreiten ihre Tochter zu sein. Bei dem Gedanken musste er leicht grinsen, doch als er merkte, dass Ginny das Grinsen falsch verstehen könnte, beeilte er sich zu sagen: „Was? Nein, spinnst du? Du bist perfekt genau so wie du bist! Ich hab nur gemeint, weil man solche Kommentare normalerweise nur von Ron hört, Honey!“ Schnell gab er ihr einen Besänftigungskuss, welcher aber gleich etwas vertieft wurde. „Also Mr. Potter ich muss doch sehr bitten. Hier gibt es auch noch minderjährige Schüler. Sie sollten etwas Rücksicht darauf nehmen und nicht mitten im Korridor über ihre Freundin herfallen!“
Schnell fuhren Harry und Ginny auseinander und drehten sich um, nur um einen grinsenden Sirius Black Hand in Hand mit Lorelei Graham gegenüber zu stehen. „Sirius, musste das jetzt sein?“, tadelte Lorelei ihren Freund sanft. „Lass es gut sein Lorelei, wir sind es ja gewöhnt“, meinte Harry schulterzuckend, was ihn einen geschockten Blick von Sirius einbrachte. „Oh Gott! Ich werde wirklich vorhersehbar!“, theatralisch griff er sich ans Herz, was die anderen schmunzeln lies. „Was machst du überhaupt hier? Ist was passiert?“, kam es dann doch leicht besorgt von dem grünäugigen Zauberer. „Nein alles bestens, James und ich wollten nur mal wieder zu unseren Herzdamen und da wir heute sowieso Nachtdienst haben…“, grinste Sirius augenzwinkernd.
„Dad ist auch hier?“ „Jap. Was macht ihr überhaupt an einen Samstagmorgen schon so früh auf den Beinen? Geht ihr auch runter zum Frühstück?“, wollte der Black nun wissen. „Nein Sirius, wir gehen in die Bibliothek und lassen uns von Bücherwürmern fressen!“, erwiderte Harry sarkastisch. „Na warte du kleiner Giftzwerg!“ Schnell musste Harry sich von seiner Freundin los machen um die Flucht ergreifen zu können. Lachend sahen Ginny und Lorelei ihren beiden Freunden hinterher. „Solche Kindsköpfe!“, schüttelte Lorelei belustigt den Kopf. „Dann müssen wir wohl ohne Begleitung hinunter zum Frühstück“ Gemütlich setzten die beiden Damen ihren Weg fort.
Unten in der Großen Halle wurden soeben die schweren Flügeltüren aufgestoßen und ein schreiender Harry Potter kam herein gerannt. Da die Halle um diese Zeit noch ziemlich leer war, waren nur einige Lehrer anwesend, darunter Remus Lupin, Nymphedora Tonks und James Potter. Lily Potter war noch in ihrem Büro, da sie noch einige Hausaufgaben kontrollieren musste. Schnell war James aufgesprungen und hatte seinen Zauberstab gezogen.
„Dad! Hilfe!“, schrie Harry lachend, was die anderen Anwesenden verwirrte. Wieso lachte Harry? „Harry! Was ist los!“, rief James, während er ihm entgegen kam und Remus sich nun ebenfalls erhob. „Versteckt mich!“ Und bevor James reagieren konnte stellte sich Harry hinter ihm und das nicht zu spät, denn gerade eben kam ein schnaufender Sirius Black durch die Tür gelaufen. „Na gut, na gut. Ich gebe auf. Ich glaube, ich werde allmählich zu alt für so was“, nach Luft schnappend lies er sich auf den Boden fallen. Harry tat es ihm gleich.
„Kann mir einer erklären um was es hier geht?“, fragte ein ziemlich planloser Remus Lupin, was sich unwiderruflich auch auf seinem Gesicht abzeichnete. Harry und Sirius begannen zeitgleich zu lachen, was ihnen sehr viel Mühe bereitete, da sie durch das schnelle Laufen erst wieder frische Luft in ihre Lungen pumpen mussten.
„Geht‘s euch beiden wirklich gut?“, fragte nun auch James. „Sicher Prongs, aber Moony‘s … pft haha … sein Gesichtsausdruck … haha…“ Sirius wälzte sich vor Lachen am Boden, woraufhin Remus tadelnd den Kopf schüttelte und wieder Platz nahm, wobei ein leichtes Grinsen seine Belustigung verriet.
„Ihr zwei seid echt verrückt. Harry, vielleicht solltest du weniger Zeit mit deinem Paten verbringen“, meinte James schmunzelnd, während er wieder seinen Zauberstab wegsteckte und seinen Sohn auf die Beine half. „Nö, dann wäre das Leben ja nur halb so lustig“, erwiderte sein Sohn grinsend und sah zu seinem Paten, welcher sich auch wieder beruhigt hatte und ihnen entgegen kam. Diese Worte zauberten ein sanftes Lächeln auf Sirius Gesicht. „Danke, Großer!“
Er wuschelte seinem Patensohn durch die Haare, als sie hinter ihnen Ginnys Stimme hörten: „Und? Seid ihr fertig mit eurer Verfolgungsjagd?“ Grinsend kamen ihre zwei Freundinnen in die Große Halle. „Ausgetobt?“, fragend sah Lorelei Sirius an, als sie ihn erreicht hatte. „Ja, das hält sicher für zwei Stunden. Wo hast du überhaupt deine bezaubernde Lily gelassen, Prongs?“ Suchend sah sich Sirius in der Halle um, konnte aber die Zaubertrankprofessorin und Hauslehrerin von Gryffindor nirgends entdecken.
„Sie musste noch Hausarbeiten kontrollieren, aber ich hatte schon so einen Hunger und hab solange gejammert, bis sie mich rausgeschmissen hat“, meinte James wehleidig und zur Bestätigung knurrte sein Magen laut. Während sich die Erwachsenen wieder an das Lehrerpult setzen, begaben sich Harry und Ginny zum Gryffindortisch.
Gerade als sie sich setzten kam ein erboster Ron Weasley in die Halle gestürmt, gefolgt von einer verwirrten Hermine, die versuchte ihren Freund zu beruhigen. Tonks wandte sich fragend zu den anderen: „Liegt das am Wetter oder warum sind heute alle so verändert?“ „Ich habe keine Ahnung, Liebling“, antwortete ihr Remus, welcher noch immer mit hochgezogener Augenbraue auf Ron hinunter blickte, der gerade eben bei Harry und Ginny halt machte.
„Harry! Ginny!“
„Ron! Hermine!“
Harry warf seiner Freundin einen tadelten Blick zu. Diese erwiderte ihn unschuldig.
„Was denn? Ich wollte uns nur bekannt machen, aber …“
„I-ihr habt doch nicht … Harry, das musste doch noch nicht sein, also ich meine …“
„Ron, es ist nichts passiert!“, versuchte Harry seinen besten Freund zu besänftigen. Er hatte so eine Reaktion schon erwartet.
„Um was geht es eigentlich?“ Hermine hasste es, wenn sie etwas nicht mitbekam.
„Ron dachte, dass Harry und ich Sex unter der Dusche hatten“, lachte Ginny worauf sie einen bösen Blick von Ron erhielt.
„Das ist doch wohl ihre Sache, Ronald. Du kannst ihnen nicht vorschreiben wann und wo sie Sex haben!“. Kopfschüttelnd sah Hermine ihren Freund an, manchmal übertrieb er es wirklich wenn es um seine Schwester ging. „Aber sie ist meine kleine Schwester!“, versuchte dieser sich zu rechtfertigen. „Na und? Es kann dir egal sein, wann, wo und mit wem ich Sex habe!“, rief Ginny aufgebracht. Sie mochte ihren Bruder wirklich, aber sein überaus ausgeprägter Beschützer-Instinkt hing ihr bereits zum Hals heraus.
„Ähm, vielleicht könntet ihr nicht so schreien, die Leute schauen schon. Und abgesehen davon sitzt mein Dad da oben“, versuchte Harry die Streithähne zu beruhigen, er sah schon einen heftigen Streit auf sie zukommen. Das schien sie wohl wieder etwas zu besänftigen den sie sahen hoch zum Lehrertisch, wo sie mit hochgezogenen Augenbrauen angesehen wurden, außer von James und Sirius, welche ein dickes Grinsen im Gesicht hatten.
„Harry, hast du Remus schon gefragt?“ Einige Sekunden sah Harry seine beste Freundin wegen des abrupten Themenwechsels verständnislos an, ehe er begriff: „Oh, das hätte ich fast vergessen! Ich frag ihn gleich nach dem Frühstück, okay? Wann wäre es am besten … heute Nachtmittag?“
„Ich denke schon, da haben sicher alle Zeit zum trainieren. Und jetzt wo dein Dad und Sirius da sind, können wir sie ja auch fragen, ob sie mitmachen, oder?“
„Tolle Idee, mit den beiden haben wir immer eine Menge Spaß!“, freute sich Ron, der sich zur Verwunderung aller sehr mit seiner Entschlossenheit bei den Duelltrainings hervor tat.
Zufrieden stellte Harry fest, dass sich Ron auf dem Platz neben ihm niedergelassen hatte, sich ein Brötchen griff und anscheinend seine halbherzige Wut verraucht war. In manchen Dingen verhielten sich ältere Geschwister wirklich seltsam. Das restliche Frühstück verlief, für diesen chaotischen Morgen relativ ruhig und so kam es, dass Harry und seine Freunde Remus Lupin beim Eingang zur Halle abfingen.
„Professor Lupin? Kann ich Sie einen Moment sprechen?“ Leicht grinsend wandte sich Remus an Harry. „Was gibt es denn Mr. Potter?“
Schnell vergewisserte sich Harry, dass niemand zuhörte und sagte: „Wir wollten fragen ob du heute mit uns trainieren kannst und da Dad und Sirius auch hier sind, dachten wir, wir können heute Nachmittag alle gemeinsam trainieren.“ Mit einem leichten Hundeblick sah er seinen Lehrer an. Dieser lachte: „Sagt ihr den anderen Vier bescheid, ich werde alles bereitstellen. Kommt einfach nach dem Mittagessen ins Verteidigung gegen die Dunklen Künste Klassenzimmer, okay?“
„Toll, danke!“ Während Remus davon ging, drehte sich Harry zu seinen Freunden. „Geht schon mal hinauf in den Turm und sagt Neville bescheid, er soll sich dann mit Luna in Verbindung setzten. Ich warte hier solange auf Blaise und Draco um sie kurz abzufangen um ihnen bescheid zu geben, okay? Bis nachher!“
Lange musste der junge Potter nicht warten, da kamen auch schon die beiden Slytherins mit perfekt sitzenden Masken aus der Halle stolziert. Harry winkte ihnen und deutete ihnen an, ihm in einen verlassenen Korridor zu folgen. „Was gibt’s Harry?“, fragte Blaise gleich neugierig. „Zuerst mal, wie geht’s deiner Nase, Draco?“, entschuldigend sah Harry Draco an, da er ihm gestern bei Training aus Versehen auf die Nase geschlagen hatte. Gott sei dank war sie nicht gebrochen gewesen, aber es hatte unschön ausgesehen. „Geht schon, sie ist noch ganz oder?“, grinste Draco.
„Dann ist’s ja gut. Ich wollte euch nur sagen, dass wir heute nach dem Mittagessen im Verteidigung gegen die Dunklen Künste Klassenzimmer Training mit Remus, Sirius und meinem Dad haben. Seid ihr dabei?“
„Auf uns kannst du zählen. Es kann aber sein, dass wir uns etwas verspäten, weil wir uns unbemerkt davon schleichen müssen“, erzählte Blaise fröhlich, trotz des heiklen Themas. „Aber ihnen ist noch nichts aufgefallen, oder?“, kam es leicht besorgt von Harry. „Wem? Grabbe und Goyle? Diesen beiden hirnlosen Gorillas fällt doch nie etwas auf“, meinte Draco abwertend.
„Passt trotzdem auf euch auf, okay?“
„Immer doch … Potter! Und jetzt geh mir aus dem Weg! Du verpestest mir die Luft!“ Harry sah Draco einen Moment verdutzt an, ehe er bemerkte, dass sich ihnen ein paar Slytherins näherten. „Darum brauchst du mich nicht zu bitten, Frettchen! Ich finde sicherlich eine bessere Gesellschaft als solch stinkende Slytherins!“, abrupt machte Harry kehrt und ging erhobenen Hauptes den Korridor entlang bis zur nächsten Abbiegung, wo er lauthals zu lachen begann.
Ich hoffe es hat den ein oder anderen zum schmunzeln gebracht =)
Schönen Tag noch und liebe Grüße,
eure Mel (im Stress)
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Samstag, 01.07.
Freitag, 02.06.
Mittwoch, 24.05.
Manchmal nützt es, mich vor all den Leuten lächerlich zu machen, die mich als Autoritätsperson erleben. Auch ich habe nicht auf alles eine Antwort parat, und die Mitarbeiter geben nur ihr Bestes, wenn sie mich nicht für vollkommen halten.
Mike Newell