
von MelRU
Hallo Leute!
Es freut mich, dass ihr wieder mit dabei seid! Ich muss sagen, ich bin wahnsinnig begeistert! Eure Reviews sind es, die mich so eine Woche wie diese überstehen lassen. Es ist wie Heimkommen und in den Arm genommen werden, echt Wahnsinn!
Kapitel 31
Wer suchet der findet (Teil II)
Die Neugier steht immer an erster Stelle eines Problems, das gelöst werden will.
Zur verabredeten Zeit fanden sich die Schüler im Klassenzimmer für Verteidigung ein. James, Sirius und Remus warteten auch schon auf sie. So bald die Tür hinter den Schülern geschlossen war, begannen sie auch schon. „Dann wollen wir mal sehen, was ihr von Professor Lupin bisher gelernt habt und was wir euch da noch beibringen können“, begann Sirius breit grinsend ihre Trainingsstunde.
Harry, Hermine, Ron, Ginny, Neville, Luna Draco und Blaise hatten sich nach dem Mittagessen zum Verteidigung gegen die Dunklen Künste Klassenzimmer begeben, wo Remus, James und Sirius schon auf sie gewartet hatten. „Wir haben uns gedacht, dass wir euch heute mal etwas Neues zeigen. Ihr werdet im Unterricht bald damit anfangen: ungesagte Magie!“, begann Remus zu erklären.
„Ungesagte Magie ist im Kampf sehr vorteilhaft, da der Gegner nicht weiß, mit welchen Flüchen er rechnen muss und sich deshalb nicht gleich mit einem Gegenfluch wappnen kann. Es ist schon fortgeschrittene Magie, deshalb wird es euch eine Menge Konzentration und Energie abverlangen, zumindest am Anfang. Aber bis auf das, gibt es eigentlich nur Vorteile. Im Kampf habt ihr einen Überraschungseffekt und in der Schule habt ihr dann schon einen kleinen Vorsprung auf eure Klassenkameraden“, zwinkerte Sirius fröhlich.
Die Jungs und Mädchen sahen die Erwachsenen erstaunt an. Mit dem hatten sie nicht gerechnet. Neville hob die Hand. „Wir sind nicht im Unterricht Neville, du brauchst dich nicht zu melden“, meinte James schmunzelnd, der Junge hatte wirklich viel von seinen Eltern.
„Stimmt es, dass ungesagte Magie schwer zu erlernen ist?“
„Das stimmt, ich kenne sogar einige Leute die können es bis heute nicht richtig. So was muss man üben. Ich hab auch eine zeit lang gebraucht, bis ich es konnte“, erklärte James. „Na dann. Legt los!“, gab Remus das Kommando.
Während die Acht versuchten ihre Zauber unausgesprochen auszuführen, gingen James, Sirius und Remus durch und versuchten ihnen ein paar Tipps zu gegeben. Nach nur 15 Minuten schaffte es Hermine einen einfachen ‚Alohomora‘ unausgesprochen an der geschlossenen Türe auszuführen, dicht gefolgt von Draco’s ebenfalls ungesagtem ‚Accio‘.
Als die zwei nach einer Stunde immer noch die Einzigen waren, die es geschafft hatten, wurde der Rest zunehmend ungeduldiger. Deshalb erteilte ihnen Remus eine Pause. Plötzlich klopfte es an der Tür und zwei Rotschöpfe mit vielen Sommersprossen im Gesicht erschienen im Türspalt. „Hey Leute!“ „Wie geht’s?“ „Wir dachten-“ „-dass wir euch mal besuchen kommen sollten.“
„Oh, ihr habt gerade-“ „Training! Sehr gut, da können wir ja-“ „-gleich mitmischen!“
Mit einem großen Hallo wurden die zwei Weasley Zwillinge begrüßt. Beide sahen aus, als ob man ihren Geburtstag und Weihnachten zusammengelegt hätte, wie immer, wenn sie bei jemand der legendären Rumtreibern waren. „Wer leitet in eurer Abwesenheit den Laden?“, fragte Hermine die Zwillinge. „Für was gibt es Angestellte, Hermine?“ Grinsend wandte sich nun Fred an Harry: „Und? Was habt ihr bis jetzt so gelernt?“
„Gelernt habe ich nur, dass ich unfähig bin ungesagte Magie korrekt zu praktizieren“, stellte Harry mit einem Satz klar und man konnte seine Enttäuschung und seinen Groll nur zu gut heraus hören. „Das hat nichts mit Unfähigkeit zu tun, Harry. So was muss man üben“, versuchte James seinen Sohn zu ermutigen. Er selbst wusste wie deprimierend es sein konnte, diesen Zauber zu lernen.
So gingen sie alle wieder an die Arbeit, während Draco und Hermine gemeinsam übten, James versuchte seinen Sohn etwas zu motivieren, halfen Sirius und Remus den restlichen Schülern so gut es ging. James ging mit Harry die verschiedenen Flüche durch und Harrys Vater riet ihm erst mal mit ganz einfachen zu beginnen. Jeder Zauber konnte auch ungesagt wirken und je einfacher sie waren, desto einfacher war es auch sie wortlos zu benutzen. Und so konnte Harry auch erst mal ein Gefühl für diese Art von Zauberei entwickeln.
Diesen Ratschlag nahmen sich auch die anderen gleich zu Herzen und nach einer Weile klappte es dann auch endlich ganz gut. Während Harry weiter an seiner Technik feilte, machten sich die anderen nun daran neue Flüche zu lernen, die Harry schon in den Sommerferien erlernt hatte. „Du hast den dreh raus“, stellte James nach einiger Zeit fest, der gerade Ron half einen andern Fluch, den er ihm gezeigt hatte richtig auszuführen. „Versuch mal ein paar schwerere Zauber.“
Harry nickte und tat wie ihm geheißen. Doch kostete es ihn auch hier einige wieder Versuche und eine Menge Geduld bis es ihm einigermaßen gelang. „Schön. Und nun testen wir dein neues Können gleich in einem Duell. Da hast du schließlich nicht so lange Zeit dich darauf richtig zu konzentrieren. So etwas muss du im Schlaf können“, erklärte James überraschend und stellte sich seinem Sohn gegenüber auf. Harry wurde leicht mulmig zu Mute, wusste er doch ziemlich gut, dass sein Vater ein guter und im Aurorenbüro geschätzter Duellant war. Zumindest keiner, den er ohne weiteres zum Duell fordern würde. Aber das hier war ja nur Training und er war ja auch nicht ganz so schlecht. Zumindest redete er sich das für den Moment lang ein, bis das Duell begann.
Die wortlose Magie klappte im Duell nicht ganz so gut, wie Harry es sich gewünscht hätte und er musste einigen Flüchen mit Hechtsprüngen ausweichen, wo er im stillen seinen guten Reflexen aus dem Quidditch-Training dankte.
„Flamare“, rief Ginny links von ihm zum wiederholten Male und Harry war für Sekunden abgelenkt, denn anstelle der kleine Flamme die seine Freundin bisher nur zu Stande gebracht hatte, loderte plötzlich ein gewaltiges Feuer aus ihrem Zauberstab hervor das Harrys Aufmerksamkeit in seinen Bann zog. Sirius und George, welche sich in der Schussbahn befanden mussten sich ducken um nicht gegrillt zu werden. Mehr sah Harry nicht, da ein Fluch in hart in die Brust traf und einige Meter rückwärts gegen eine Wand knallen ließ, so dass er kurzzeitig weggetreten war. „Harry!“ hörte er seinen Dad rufen, während er einige Male blinzelte und sich dann stöhnend aufsetzte.
„Harry, bist du okay?“ fragte sein Vater der nun neben ihm kniete und ziemlich besorgt aussah. Vorsichtig betastete Harry seinen Kopf und warf dann einen Blick auf seine Hand. Aber dort war Gott sei dank kein Blut zu sehen, sonst hätte er wieder in den Krankenflügel gemusst. „Das gibt eine Beule“, murmelte er und kniff noch einmal die Augen zusammen um den Schmerz im Hinterkopf zu vertreiben. „Was war das für ein Fluch?“, fragte er seinen Dad neugierig, während sich Ginny bei Sirius und George dafür entschuldigte, dass sie sie beinahe gegrillt hätte, aber die beiden winkten nur lässig ab.
„Ein ‚Stupor‘ gekoppelt mit einem ‚Expeliarmus‘. Auf freiem Gelände sehr effektiv, um Gegner zu vertreiben. Aber auch in Räumen sehr nützlich, da man einen Gegner für einen Moment kampfunfähig machen kann“, erklärte James und zog Harry auf die Beine. „Kurzzeitig ist dezent untertrieben“, stellte Harry fest. „Warum perfektioniert ihr eigentlich euren ‚Flamare‘?“, fragte Harry seine Freunde, da er durch sein kleines Duell abgelenkt gewesen war.
„Es gab in letzter Zeit wieder einige Sichtungen von Inferi. Das einzige womit ihr sie vertreiben könnt ist Feuer. Inferi treten nie allein auf, meist zu hundert. Deshalb sollten ihr diesen Fluch sehr gut beherrschen“, meinte James und sah dann Harry noch mal in die Augen. „Dir fehlt wirklich nichts?“
„Nein, abgesehen von einer ordentlichen Beule nicht. Und die wird mich dazu ermahnen mich nie wieder in einem Duell ablenken zu lassen.“
„Du solltest auch bei keinem Duell tun“, meinte Hermine ernst und Harrys Vater stimmte dem zu.
„Ja, ich weiß“, meinte er. „Wollen wir weiter machen?“
Wie auf Kommando klatsche Sirius in die Hände. „Für den heutigen Abschluss, haben wir uns etwas ganz besonderes ausgedacht!“
„Was denn?“
„Wenn du mich nicht unterbrochen hättest, wüsstest du es bereits Ron“, feixte Sirius, was Ron schmollen lies.
Nun begannen die drei Erwachsenen ihre Zauberstäbe zu schwingen du nach kurzer Zeit lagen überall Matratzen und Kissen am Boden, ebenso schwebten lauter bunte Kugel so groß wie Volleybälle umher. Es gab schwarze, grüne, gelbe, violette und blaue Gegenstände. Auch eine große schwarz-weiße Linie und ein Tor waren erschienen.
„Gut“, nickte Sirius. „Was würdet ihr machen, wenn euch ein Todesser bedroht?“ Nachdem die Schüler ein paar verwirrte Blicke getauscht hatten, sagte Harry: „Ähm … ich verwende vielleicht einen Schildzauber.“
„Richtig! Das ist eine Möglichkeit, was könnt ihr noch tun?“
„Schockzauber.“ „Richtig! Weiter?“
Das ging so lange, bis sie fast alle Zauber durch hatten, die sie jemals in Verteidigung gegen die dunklen Künste oder in ihren Trainings gelernt hatten, doch die drei Erwachsenen schienen auf eine bestimmte Antwort zu warten. „Was noch?“, fragte Remus geduldig.
„Mit einem Patronuszauber?“, schlug Ginny vor.
„Wenn es die Situation erfordert, selbstverständlich auch mit diesem! Hat noch jemand eine Idee?“ Nachdem sich niemand meldete, versuchte es Remus es den Schülern verständlicher zu machen, auf was sie hinaus wollten: „Lasst mich die Frage anders formulieren: Welche Zauber könntet ihr nicht zu eurer Verteidigung anwenden?“
Wieder herrschte eine Zeit lang verwirrtes Schweigen in der Klasse, doch plötzlich wusste Harry auf was Remus hinauswollte und er hob reflexartig den Arm, was die anderen zum Lachen brachte.
„Wie heute schon einmal gesagt, wir sind nicht im Unterricht. Aber ja, Harry?“
„Alle Zauber können zur Verteidigung angewandt werden. Angefangen damit, dass ich einen Gegenstand zu der Größe anschwellen lassen könnte, damit er mich vor Flüchen schützt, über Verwandlungszauber bis hin zu einem ganz banalen Schwebezauber.“
„Ganz richtig!“, freute sich James und zwinkerte Harry anerkennend zu. „Genau das ist es, was wir euch zum Abschluss des heutigen Trainings vermitteln möchten. Ihr müsst anfangen rationel zu denken! Egal in welchem Fach ihr welchen Zauber gelernt haben, wenn es um eure Verteidigung geht, könnt ihr alles einsetzen was euch in den Sinn kommt. Wir haben euch in letzter Zeit sehr viele Flüche und deren Gegenflüche beigebracht, aber wenn ihr geschickt genug seid, könnt ihr eure Gegner genauso in eine quiekende Ratte verwandeln, wie ihr ihn auch mit einem Schweigezauber daran hindern könnt, euch zu verfluchen. Wichtig ist immer, dass ihr eure Möglichkeiten erkennt und entsprechend handelt.“
Ein allgemeines Raunen ging durch den Raum und Harry konnte aus den Augenwinkeln heraus sehen, wie Ron sich auf die Stirn schlug. Er wusste, dass sein bester Freund an ihr erstes Schuljahr dachte. Es war ein banales Wingardium Leviosa gewesen, mit dem Ron damals den Bergtroll auf dem Mädchenklo außer Gefecht gesetzt hatte.
„Gut, ich denke, ihr habt verstanden, was wir euch damit vermitteln wollten. Nun zu meiner nächsten Frage: Was für Möglichkeiten oder Hilfsmittel habt ihr noch, wenn es eurem Gegner gelungen ist euch zu entwaffnen?“, kam nun der Lehrer in Remus durch.
„Das Zaubern ohne Zauberstab ist sehr ungenau“, sagte Hermine zögernd.
„Denk weiter, Hermine; was kannst du noch tun?“, ermutigte sie James.
„Hm…weglaufen? Meinen Gegner eine Vase an den Kopf werfen, wenn ich die Gelegenheit dazu habe?“
Die anderen brachen in tosendes Gelächter aus, doch die Rumtreiber nickten zufrieden, warteten jedoch bis sich ihre Schützlinge wieder beruhigt hatten. „Du hast es erfasst, Hermine!“
„Das ist ein Witz, oder?“, prustete Blaise los, als Sirius ihn jedoch nachdenklich ansah verstummte er. „Das ist kein Witz, Blaise!“, sagte er ernst. „Es ist gerade mal ein Monat her, da rettete ein elektrischer Toaster einem Mann das Leben, weil eine junge Frau geistesgegenwärtig den Toaster auf einen Todesser warf und ihn damit zu Fall brachte, gerade als dieser einen Avada auf ihren Vater loslassen wollte.“
„Ernsthaft?“
„Ja. Man muss dazu sagen, dass diese junge Frau eine Muggel war und sich nicht mit Zauberei verteidigen konnte“, seufzte Sirius. „Und damit ihr dieses Wissen auch üben könnt, haben wir hier einen Parcours errichtet. Der Anfang befindet sich hinter jenem schwarz-weißen Streifen und das Tor stellt das Ziel dar“, erklärte Sirius und deutete erst auf eine Linie an der Stirnseite des Klassenzimmers und anschließend zu dem Tor auf der gegenüberliegenden Seite.
„Wir werden euch in zwei Teams aufteilen. Jeweils eine Gruppe versucht diese Strecke zu passieren, während sich die andere Gruppe bemüht, genau dies zu verhindern. Erlaubt sind alle Flüche und Zauber, ausgenommen jene, die euch ernsthaften Schaden zufügen könnten.“
Hermine, Ron, George, Blaise und Neville bildeten das erste Team und Harry, Ginny, Draco, Luna und Fred das zweite.
Während das erste Team in Startposition ging, stellten sich die restlichen der Strecke entlang auf.
„Bevor ihr anfängt solltet ihr noch etwas beachten“, sagte Sirius und deutete auf die verschiedenfarbigen Gegenstände. „Alles was sich hier an Gegenständen befindet, dürft ihr zu eurem Schutz verwenden, doch um die Sache für euch interessanter zu machen, haben wie uns gedacht, dass die Kugeln unterschiedliche Eigenschaften haben sollten. Schwarz absorbieren jede Art von Magie, die Grünen werfen die Zauber zu ihrem Ausgangspunkt zurück, die Flüche der gelben Kugeln werden euch für einen Moment bewegungsunfähig machen und alle blauen Kugeln reagieren neutral. Doch Vorsicht mit den violetten Gegenständen, diese wechseln im Minutentakt ihre Eigenschaften. Jeder der von einem Zauber getroffen wird, kehrt zurück zur Startlinie und probiert es noch einmal.“
„Und ich dachte, das wäre ein Klacks da durch zu gehen“, stöhnte Draco und besah sich skeptisch die verschiedenen Dinge. „Nun müssen wir gleichzeitig auch noch auf die Farben achten.“
„Wie war das noch mal…Schwarz wirft alles zurück, Grün lässt alles durch, Blau ist neutral und Gelb … was machen die gelben Kugeln?“, grübelte Neville.
„Nein, umgekehrt! Grün wirft zurück, die schwarzen Kugeln absorbieren und Gelb macht uns bewegungsunfähig!“, korrigierte ihn Hermine. Neville zuckte hilflos die Schultern, während Ginny neben ihm nochmals konzentriert die verschiedenen Eigenschaften der Farben wiederholte.
George machte den Anfang, doch noch ehe er drei Meter gekommen war, hatte ihn bereits ein Kitzelfluch von Harry zu Fall gebracht. Es entstand johlendes Gelächter, das sich wiederholte, als Blaise Schwebezauber versehentlich ein grünes Kissen traf und der zurückgeworfene Zauber ihn wie durch Geisterhand an die Decke beförderte.
Harry und sein Team bemühten sich nach Leibeskräften die gegnerische Gruppe aufzuhalten. Es war lustig mit anzusehen, wie kreativ sie alle waren.
Draco hatte sogar die glorreiche Idee, aus seinem Zauberstab Badeöl spritzen zu lassen. Im Nun verwandelte sich der Boden in eine glitschige, nach Kokosnuss duftende Rutschbahn. Ron, der beherzt das Bademittel mit Wasser aus seinem Zauberstab entfernen wollte, glitt jedoch aus und schlitterte quer durch den Raum, bis er direkt vor Sirius Füße landete. „Sehr wirkungsvoll, Draco“, schmunzelte Sirius, während er Ron wieder auf die Beine half.
„Ja, eine geniale Idee“, grummelte Ron mit einem giftigen Blick auf Draco und rieb sich seine Kehrseite. „Ich dachte, wir dürfen nur ungefährliche Zauber verwenden.“
„Seit wann ist Badeöl gefährlich?“, feixte James und klopfte den angepissten Ron freundschaftlich auf die Schulter, zog die Hand jedoch sofort wieder von Rons mit Badeöl getränkter Robe zurück.
„Du duftest wunderbar, Ron!“, kicherte Ginny und ging hinter Fred in Deckung.
Nach einigen Minuten wechselten die Gruppen und nun war es an Harry, Ginny, Draco, Luna und Fred den Parcours zu überwinden.
Nach dem zweiten Versuch gelang es Ron, die Kiste, hinter der Luna Schutz gefunden hatte, mit Beinen zu versehen, so dass diese von ihr davon lief. Hermine zögerte nicht lange und Lunas Haare glichen einem Gewirr aus giftgrünen und neonroten Tentakeln. Alle hatten sichtlich Mühe, nicht in schallendes Gelächter auszubrechen.
„Hey! Vorsicht!“, brüllte plötzlich Blaise und schickte einen Beinklammerfluch hinter Ginny her, die in diesem Augenblick durch das Tor schwebte. Harry hatte die Unachtsamkeit der gegnerischen Gruppe ausgenutzt und seine Freundin mit einem Schwebezauber durch das Tor befördert.
„Das ist unfair!“, protestierte George empört. „Luna hat uns abgelenkt!“ „Kommt davon, wenn man nicht aufpasst!“, lachte Draco hinter seiner schwarzen Kiste hervor, während auch Harry das Tor erreichte. „Klasse, Harry!“, strahlte Ginny, doch noch ehe Harry etwas darauf erwidern konnte hatte sie ihn schon am Arm gepackt und zog ihn hastig zur Seite. Keine Sekunde zu früh, denn in diesen Augenblick schoss Fred, der eines der Kissen in ein Skateboard verwandelt hatte, durch das Tor, dicht Gefolgt von Draco, welcher sich einen Besen herbei gezaubert hatte. Nach wenigen Minuten war auch Luna bei ihnen eingetroffen.
„Das war echt die beste Trainingsstunde, die wir je hatten“, strahlte Draco, als alle seine Teamitglieder im Ziel waren. So viel Spaß hatte er zuletzt am Weihnachtsabend gehabt. „Ja, vor allem war es die lustigste“, kicherte Ginny und hängte sich bei Ron ein. „Oh ja, sehr lustig! Ich werden den ganzen restlichen Tag nach Kokosnuss stinken“, entgegnete Ron säuerlich und entzog ihr seinen Arm. „Ach komm, sei doch nicht so nachtragend, Brüderchen. Hermine freut sich bestimmt darüber“, lachte seine kleine Schwester, doch Ron hörte ihr schon nicht mehr zu.
„Ich will eine Revange!“, forderte Blaise gespielt eingeschnappt, da sein Team etwas länger gebraucht hatte als das zweite. „Für heute reicht es, denke ich. Beide Teams waren toll. Ihr könnt morgen mit Tonks und Remus weiter machen. Ich will Lily noch hinter ihrem Schreibtisch hervorlocken und entführen, bevor wir wider zum Nachtdienst müssen“, meinte James leicht schmunzelnd und Harry wurde sofort knallrot.
„Dann gehen wir besser“, entschied er und trieb seine Freunde zur Eile an, die aber scheinbar nicht so genau wussten, was das jetzt zu bedeuten hatte. Harry dagegen hatte in den Ferien, als seine Freunde noch nicht da waren den gleichen Satz gehört, nur dass darin auch noch eindeutig das Wort Bett drin vorkam und die Küsse seines Vaters reichlich eindeutig gewesen waren. Plötzlich wurde die Türe aufgerissen und seine Mum kam hereingestürmt. Ihre Haare zerzaust, ihre Wangen vor Aufregung gerötet und ihre Augen glitzerten.
„Wir haben es!“
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