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Fanfiction

Auferstanden - Der Horkrux

von MelRU

Hallo meine Lieben,

Ich vespreche euch (und dieses Versprechen werde ich halten), dass es vor Weihnachten noch mindestens ein Kapitel geben wird! Ich hoffe das kann euch ein klein wenig besänftigen?

*selbstgemachte Kekse, Kakao, Tee und Kaffe hinstell*




Kapitel 35

Der Horkrux


Das nächste was Harry wahrnahm, war eine frische salzige Luft und das wilde Rauschen des Meeres. Eine kühle Brise zerzauste ihm sein Haar und kitzelte seine Nase, während er auf den sternenübersäten Nachthimmel blickte. Er sah sich um und registrierte, dass sie auf einem hohen dunklen Felsen standen. Hinter ihm ragten die schwarzen furchteinflößenden Klippen hoch hinauf. Das Wasser klatschte wild gegen die Felsen. Hier war es einfach nur trostlos und unheimlich.

Er schauderte kurz, ehe er sich an die beiden ausgebildeten Auroren wandte: „Hier haben sie Kinder aus dem Waisenhaus hergebracht? Das ist ja zum Fürchten!“ „Nicht direkt hier her, da hinten gibt es einen kleinen Strand. Sie wollten wahrscheinlich, dass die Kinder auch einmal etwas anderes sehen und Seeluft schnupper konnten“, antwortete ihm Sirius und deutete Richtung Osten.

„Unser eigentliches Ziel ist aber in den Klippen, siehst du den Eingang dort? Da müssen wir hinein“, erklärte ihm nun sein Dad. „Warum sind wir dann nicht gleich mit dem Portschlüssel da hinein?“, fragte Harry und besah sich das Wasser, welches immer wieder zu den Klippen preschte.

„Dieser Ort ist von sehr viel Magie umgeben, es ist unmöglich dorthinein zu apparieren oder mit einem Portschlüssel. Deshalb müssen wir schwimmen.“

„Oh, klar. Okay!“

„Bereit?“, fragend sah ihn sein Dad an. Er nickte nur kurz und sah zu, wie zuerst sein Vater und danach Sirius ins Wasser sprang. Harry sah noch einmal unbehaglich zu den hohen Klippen empor und spürte wie sich eine Gänsehaut bildete. Danach nahm er all seinen Gryffindormut zusammen und sprang ebenfalls ins stürmische Meer hinein.

Seine Kleidung war sofort vollgesogen mit dem eiskalten Wasser. Zitternd schwamm er hinter den beiden Auroren her und versuchte sie nicht aus den Augen zu verlieren. Es kam ihm wie eine Ewigkeit vor, als sie endlich den Spalt in der Klippe erreichten. Er hörte das geflüsterte „Lumos!“ seines Vaters und konnte erkennen, dass der Spalt ein Tunnel war. Der Durchgang war sehr eng, sie mussten aufpassen um sich nicht am rauen Fels zu verletzen.

Hemmungslos zitternd hoffte Harry, dass sie bald das Ende des Tunnels erreichen würden, denn seine vollgesogene Kleidung zog in immer mehr hinab in das eisige Wasser. Weiter vorne konnte er erkennen, dass sein Vater mit seinem leuchtenden Zauberstab aus dem Wasser stieg. Innerlich erleichtert, dass er es bald geschafft hatte, schwamm er noch die restlichen Meter, ehe er ebenfalls die Stelle erreichte. Sirius hielt ihm die Hand entgegen, welche Harry freudig annahm und half ihm aus dem Wasser auf die große Plattform. Zitternd stellte er sich zu seinem Dad. „Sind w-wir hier Richtig?“

James wandte seinen Blick von der Felswand zu seinem Sohn. Kurz hob er seinen Zauberstab und zauberte dessen Kleidung trocken. „Besser?“ „Jah, danke!“

Schmunzelnd wandte sich James wieder um. „Ja, ich bin mir ziemlich sicher, dass wir hier Richtig sind, was meinst du Padfoot?“ „Dito, Prongs. Und ich glaube ich hab’s auch schon gefunden.“

Als sich die beiden Potters zu dem Hundeanimagi umdrehten, sahen sie, wie er mit seinem Zauberstab gegen die Felsmauer tippte und irgendeinen Zauber murmelte, den Harry nicht kannte. Anfangs passierte gar nichts, doch plötzlich spürten sie ein leichtes Beben und sahen, wie sich ein großer Durchgang an der Felswand bildete.

„Das war ein schwarzmagischer Zauber“, stellte James eher fest, als das er Sirius fragte. „Ja, wahrscheinlich hat er nicht gedacht, dass hier mal jemand mit bösen Absichten rein spazieren würde, welcher auch die schwarzmagischen Flüche kann.“

James nickte nur und folgte Sirius durch den Eingang. Harry sah sich noch einmal kurz in der großen Höhle um, ehe er ihnen folgte. Es folgte ein weiterer kleiner Tunnel, welcher ebenso dunkel war, wie der vorherige, aber wenigstens gab es hier kein eiskaltes Wasser durch welches er schwimmen musste. Doch dafür roch es ziemlich streng. Schnell nahm Harry seinen Zauberstab zur Hand und entzündete ihn.

Sie gingen einige Zeit lang, Harry konnte nicht genau sagen wie lange, er hatte schon sein Zeitgefühl verloren, als sein Dad und Sirius plötzlich stehen blieben.

Schnell schloss er zu ihnen auf und registrierte nebenbei, dass der Gestank immer bestialischer wurde. Als er bei den beiden Erwachsenen ankam, sah er über ihre Schultern. Das was er sah, lies ihn frösteln. Sie waren in der Nähe des Tunnelausgangs und er konnte sehen, dass eine große Höhle folgte, wahrscheinlich noch größer als die vorherige. Doch das, was ihn mehr schockierte war der riesige Kadaver eines Drachens, der vor ihnen lag.

„Ich glaub mir wird schlecht!“, murmelte er, während er sich die Nase zuhielt und versuchte nicht einzuatmen. „Der ist eindeutig Tod. Lasst uns weiter gehen!“, meinte Sirius und schlängelte sich um den toten Drachen herum. James lies seinen Sohn den Vortritt und ging als Letzter.

„Was ist mit ihm passiert?“, fragte Harry, als sie den Tunnel verlassen und die Höhle erreicht hatten und er wieder halbwegs frei atmen konnte. „Ich habe keine Ahnung, vielleicht hat Voldemort sein Spielzeug nicht mehr gemocht?“, antwortete ihm Sirius, doch auch er schien nicht ganz davon überzeugt zu sein.

„Oder es war schon jemand vor uns hier.“

„Wie kommst du darauf Harryboy?“

„Naja, als wir damals nach Hinweise über die Horkruxe gesucht haben, hatten wir einige Bücher, wo wichtige Seiten gefehlt haben!“

Nachdenklich sahen sich die beiden Auroren an. „Aber wer könnte noch davon erfahren haben?“

„Ich weiß es nicht, es ist ja nur eine Vermutung! Hoffen wir einfach, dass es nicht noch mehr Drachen gibt“, sagte Harry und sah sich in der Höhle um, James und Sirius folgten seinem Blick.

Vor ihnen erstreckte sich ein schwarzer See. Harry konnte nicht sagen wie groß er war, denn er konnte das andere Ufer in der Dunkelheit nicht ausmachen. Die Höhle war ihm irgendwie unheimlich. Während draußen der Wind durch die Felsen pfiff und das Wasser gegen die Klippen schlug, herrschte hier drinnen totale Stille und auch der See war vollkommen ruhig. In weiter Ferne konnte er ein schwaches grünliches Licht erkennen.

„Müssen wir zu dem Licht dort?“, traute er sich zu fragen.
„Wahrscheinlich. Am besten gehe ich wieder vor. Ich kann Rückstände schwarzer Magie schneller entdecken als ihr“, antwortete Sirius und ging wieder voraus, einen Weg um den See herum folgend.

„Geh du vor und achte darauf, dass du nicht ins Wasser trittst, okay?“, wies James seinen Sohn an. „Ja mach ich.“ Schnell schlich sich Harry an seinen Dad vorbei und folgte seinen Paten.

Sie gingen einige Schritte und Harry kam es so vor, als ob sie nicht vorankommen würden. Der unheimliche Ort bedrückte ihn und plötzlich hatte er das Verlangen, mit Ginny und seinen Freunden im Gemeinschaftsraum gemütlich vor dem Kamin zu sitzen. Irgendwie überkam ihm das Gefühl, dass er sich besser von ihnen hätte verabschiedet sollen.

Überraschend blieb Sirius stehen und Harry, welcher in Gedanken versunken war stieß mit ihm zusammen, kurz verlor er das Gleichgewicht und wäre ins Wasser gefallen, hätte ihm nicht sein Dad von hinten aufgefangen.

„Oh! Sorry, Harry! Das tut mir Leid. Alles okay?“, fragte Sirius und grinste entschuldigend. „Schon okay. Dad hat mich ja aufgefangen. Wieso bist du stehen geblieben?“

„Weil hier starke Magierückstände spürbar sind, das kann sogar ich spüren“, antwortete ihm James und sah sich um. „Hier muss irgendwo etwas sein“, sagte Sirius und begann in der Luft herum zu greifen, als ob er nach etwas suchen würde.

Harry sah die beiden kurz fragwürdig an, ehe er ebenfalls anfing, mit den Händen herum zu fuchteln. Als er nach einiger Zeit begann, sich ziemlich blöd vorzukommen, stieß er unerwartet mit der rechten Hand gegen etwas. Doch da war nichts, oder doch?

Schnell griff er dort hin und spürte eine Kette, welche aber nicht sichtbar war. „Dad! Sirius! Ich glaube ich hab was!“ Schnell waren die beiden bei ihm. „Das hast du toll gemacht“, grinste James, als sie anfingen die Kette aus dem Wasser zu ziehen.

Plötzlich tauchte ein Boot vor ihnen aus dem Wasser des schwarzen Sees auf. „Seht ihr, unsere Überfahrtsgelegenheit!“, grinste Sirius.

„Naja, es sieht nicht besonders groß aus, nicht?“, meinte Harry zweifelnd. „Ach was, das geht schon. Also, wie wär’s mit einer kleinen gemütlichen Überfahrt über den dunklen See bis hin zur kleinen Insel?“

„In der Mitte? Glaubt ihr nicht, das der Horkrux unter Wasser ist?“, fragte Harry, nachdem er Sirius einen abschätzenden Blick geschenkt hatte - wie konnte er jetzt Witze reißen - und ins Boot stieg.

„Ich glaube eher, dass er dort auf der kleinen Insel ist, wo das grünliche Licht herkommt. Aber es könnte natürlich alles möglich sein“, sagte sein Dad, welcher ihm gerade ins Boot gefolgt war.

Als Sirius als letztes ins Boot gestiegen war, setzte es sich auch schon automatisch in Bewegung. Es war unbequem, nass und das Wasser des Sees roch ekelhaft. Harry, welcher auf seinen Knien ganz vorne im Boot kauerte, kräuselte seine Nase und sah zu den beiden Rumtreibern. Sie saßen ebenfalls unangenehm, doch man konnte es ihnen nicht anmerken. Beide blickten sich aufmerksam mit gezückten Zauberstäben um.

Harry seufzte leise, auch wenn er sich das nicht eingestehen wollte, aber wenn er die beiden so ansah, wurde ihm bewusst, wie viel er noch zu lernen hatte. Er drehte sich wieder nach vorne um ebenfalls nach irgendwelchen Gefahrenquellen Ausschau zu halten.

Nachdem er in ihrem näheren Umkreis nichts erkennen konnte, richtet er seinen Zauberstab zum Wasser. Am Anfang konnte er nur die Spiegelung des Lichtes an der Wasseroberfläche erkennen. Er wollte schon wieder wegblicken, als er meinte, er hätte eine Bewegung im Wasser gesehen. Bilder von Seeungeheuern, Riesenkracken und Riesenschlangen kamen ihm in den Sinn, doch das was er dann tatsächlich sah, ließ ihm den Atem stocken.

Mit weit aufgerissenen Augen sah er auf die Leichen, welche im Wasser unter ihnen trieben. Ein Brechreiz überkam ihn und er hatte Mühe, diesen zu unterdrücken.

„Harry? Alles okay?“ James sah seinen Sohn besorgt an. Er hatte seinen geschockten Gesichtsausdruck gesehen und bemerkt, dass sein Sohn immer blasser wurde.

„Da sind Leichen im Wasser“, hauchte Harry, welcher noch immer auf die leblosen Menschen unter ihnen starrte. „Harry... Harry! Sieh mich an!“ Nur mit Mühe konnte er sich von dem Anblick abwenden und sah seinen Dad ins Gesicht. Dieser fasste ihn an den Schultern und sah in eindringlich an.

„Das unter uns sind nicht nur Leichen. Das sind Inferi, Harry! Du weißt was Inferi sind, oder?“ Harry nickte nur kurz, ehe er fragte: „Wieso tun sie uns nichts?“ „Ich glaube sie denken, dass wir keine Gefahr sind - noch nicht. Ich denke nicht, dass sie uns etwas tun, solange wir nicht mit dem Horkrux abhauen wollen“, erklärte ihm Sirius.

Darauf bedacht, nicht ins Wasser zu sehen, wandte Harry seinen Kopf wieder der kleinen Insel zu, welche von einem grünlichem Schein umgeben war, auf welche das Boot noch immer zusteuerte.

Ein paar Minuten später, waren sich auch schon angekommen. Vorsichtig stiegen sie aus dem Boot und begaben sich in die Mitte der Insel.

Dort befand sich ein Sockel, auf dem eine Schale stand. Harry, welcher als erster dort angekommen war, blickt hinein und stellte verwundert fest, dass sie leer war. „Es ist leer.“

„Was? Das ist … überraschend“, sagte Sirius, welcher zu ihm aufgeschlossen hatte. „Wir sollten uns etwas umsehen, was meint ihr?“, kam es von James, welcher noch weiter von ihnen entfernt stand.

Als sich Sirius nach rechts wandte, ging Harry auf die linke Seite der Insel zu. Nach ein paar Schritten entdeckte er einen Kelch, welcher am Boden lag - ebenfalls leer. Neugierig blickte er sich um und sah einige Meter entfernt etwas verkrümmt am Boden liegen.

Vorsichtig näherte er sich und als er mit seinem Zauberstab darauf leuchtete, stellte er erschrocken fest, dass es sich hierbei um ein Skelett handelte. Bei genauerem hinsehen, konnte er erkennen, dass etwas in der Hand des Skeletts glitzerte. Schnell überwand er den letzten Meter, der ihn von dem Knochengerüst trennte, kniete sich nieder und griff nach dem Gegenstand. Überrascht stellte er fest, dass es sich um ein Medaillon handelte.

„Harry! Hier ist nichts! Hast du dort drüben was entdeckt?“ „Kommt mal her! Ich glaube ich hab es!“, wies Harry sieh an. Er hörte, wie sein Dad und Sirius auf ihn zukamen und überreiche ihnen die Kette.

„Das könnte es wirklich sein, oder was meinst du Padfoot?“ Während die zwei sich das Medaillon etwas genauer ansahen, entdeckte Harry einen Ring an der Hand des Skeletts. Vorsichtig streifte er ihn von den zerbrechlichen Knochen und blickte verwundert auf das Symbol auf dem Ring.

Das Symbol kannte er doch, aber das konnte doch nicht sein? Oder?

Nachdenklich sah er seinen Paten an und plötzlich fiel ihm wieder etwas ein. Er hatte damals, als er in den Grimauldplace gekommen war, eine kleine Hausführung mit Sirius gemacht.


„Was ist das für ein Zimmer, Sirius?“, fragte Harry und deutete auf eine Tür mit der Inschrift R.A.B
„Oh das, das war das Zimmer von meinem kleinem Bruder.“ „Du hast einen kleinen Bruder? Wieso hast du mir das nicht gesagt?“, fragte Harry verwundert. Sirius seufzte traurig.

„Regulus ist den Idealen der Blacks gefolgt und hat sich Voldemort angeschlossen. Ich habe nicht aufgegeben ihn wieder auf die richtige Seite zu ziehen. Aber ich war nie erfolgreich gewesen. Ich habe ihn zuletzt kurz vor Ende des Krieges gesehen. Wir haben gegeneinander gekämpft. Ich war verwundet und konnte mich nicht mal mehr ordentlich auf den Beinen halten. Er hat mich nur traurig angelächelt und ist appariert. Ich weiß nicht warum er mich damals verschont hat, aber seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen oder von ihm gehört. Wahrscheinlich ist er im Krieg gestorben.“



„Harry, du hast ihn gefunden! Das ist ein Horkrux! Was hast du da?“ Die Stimme seines Vaters riss ihn aus seinen Gedanken. „Äh … Sirius? Ich glaube du solltest das nehmen.“ Harry streckte seinem verwunderten Paten den Ring entgegen. Sirius sah sich den Ring verwirrt an, ehe sich seine Augen weiteten. „Das kann doch gar nicht sein“, flüsterte er leise und sah das Skelett an.

James, welcher ebenfalls den Ring der Blacks erkannt hatte, konnte sich denken wem er gehört hatte. „Er hat sich also letzten Endes doch für die richtige Seite entschieden. Das war sehr mutig von ihm, du kannst wirklich stolz auf deinen kleinen Bruder sein“, meinte er einfühlsam zu seinen besten Freund, während er ihm sanft die Schulter drückte.

Sirius nickte nur leicht, ehe er den Ring fest in seine Hand nahm und sich wieder aufrichtete. Er räusperte sich kurz, bevor er sagte: „Wir haben was wir wollten, wir sollten uns wieder auf den Weg machen. Je schneller wir hier wieder raus kommen, umso besser!“

„Das ist ja mal ein toller Vorschlag!“, sagte Harry erleichtert, was auch die Erwachsenen leicht schmunzeln lies. Bevor sie wieder ins Boot stiegen, fragte Harry jedoch: „Sollten wir ihn nicht gleich vernichten?“

„Ich denke, dass das keine so gut Idee wäre. Wir haben uns zwar das Gryffindorschwert aus McGonagals Büro ausgebort um das Medaillon zu vernichten, aber ich denke, solange wie hier drinnen sind, sollten wir es nicht riskieren“, antwortete ihm sein Vater.

Als sie ins Boot gestiegen waren und langsam ablegten, überkam Harry ein seltsames Gefühl. War das nicht alles viel zu leicht gewesen? Gerade als er diesen Gedanken zu Ende gedacht hatte, begann das Boot gefährlich zu wackeln. „Was bei Merlins Bart ist den jetzt los?“, entfuhr es ihm, als er sich mit beiden Händen fest am Bootsrand festhalten musste, um nicht über Bord zu gehen.

„Die Inferi! Sie wollen uns aufhalten!“

Harry wollte gerade seinen Zauberstab etwas heben, um besser sehen zu können, als das Boot wieder einen kräftigen Ruck bekam und er sich nicht mehr rechtzeitig festhalten konnte. Er ruderte zwar mit seinen Armen um sein Gleichgewicht wieder zu finden, doch dabei fiel ihm nur sein Zauberstab aus der Hand - auf den Boden des Bootes - und er fiel rücklings aus dem kleinen Boot.

„Harry!“ war das letzte was er hörte, bevor er in das eisige Wasser fiel. Sobald er das Wasser berührt hatte, wurde er von knochigen marmorweißen Händen nach unten in die Tiefe gezogen. Er versuchte sich mit Leibeskräften zu wehren, aber es waren einfach zu viele. Sobald er einen Inferi abgeschüttelt hatte, hielt ihn auch schon der nächste fest. Als er immer weiter nach unten geschleppt wurde, ging ihm allmählich die Luft aus und die Sicht begann vor seinen Augen zu verschwimmen.

Plötzlich wurde es hell und Harry riss den Kopf nach oben, um an die Wasseroberfläche zu sehen. Er sah, wie die magischen Flammen ins Wasser sprangen und die Inferis vertrieben. Auch diejenigen, welche ihn in die Tiefe gezogen hatten. Er versuchte seine letzten Kraftreserven zu nutzen um so schnell wie möglich an die Wasseroberfläche zu gelangen und seine brennenden Lungen mit Luft zu füllen. Doch einige Meter vorher begann sich schon alles zu drehen. Langsam wurde ihm schwarz vor Augen und triftete wieder weiter hinunter.

Er musste an seine Freunde denken, an Remus, an Lorelei, an seine Mum, an Ginny ...

Auf einmal hörte er etwas ins Wasser fallen und spürte das er von irgendetwas gepackt und nach oben gezogen wurde. Kurz vor der Oberfläche wurde es endgültig Schwarz um ihn.



„Harry!“ „Harry! Komm zu dir!“

*klatsch*

Er spürte einen stechenden Schmerz in seiner linken Wange, riss die Augen auf und blickte direkt in das nasse Gesicht seines Vaters. Noch bevor er etwas sagen konnte, würgte er das Wasser, welches er verschluck hatte heraus.

Er spürte, dass ihm sein Dad über den Rücken streichelte und hörte etwas weiter hinten Sirius fluchen. „Es hätte uns klar sein müssen! Diese widerlichen, ekelhaften, stinkenden Viecher! So etwas Abscheuliches …“

Nachdem Harry wieder ordentlich Luft bekam, fragte er: „Was ist passiert?“ „Du bist aus dem Boot gefallen und die Inferi haben dich in die Tiefe gezogen. Dein Vater und ich haben sie mit magischem Feuer vertrieben, aber du bist nicht mehr aufgetaucht, deshalb ist dir James nachgesprungen und hat dich herauf gezogen. Wir haben dann so schnell es ging den See überquert und sind hier raus auf die Plattform gerannt und haben den Felsen wieder verschlossenen, damit sie uns nicht folgen konnten“, erzählte ihm Sirius, während James seinen Sohn trocken zauberte.

„Danke“, sagte Harry, welcher gleich aufhörte zu zittern. „Ich kann doch meine Sohn nicht ertrinken oder erfrieren lassen“, grinste James ihn an, während er ihm durch seine verstrubbelten Haare fuhr. „Bist du verletzt?“ „Nein, nein! Mir geht’s gut! Habt ihr das Medaillon?“ „Ja, keine Angst. Ich hab es!“, sagte sein Vater erfreut, ehe er es aus seinem Umhang zog.

„Gut, dann können wir also jetzt endlich hier weg, oder? Ich fange an diesen Ort hier zu hassen!“


„Ach wirklich? Ist das so?“


Erschrocken fuhren die Drei herum und sahen sich ein dutzend verhüllten Gestalten mit Masken gegenüber – Todessern. Wo waren die so schnell her gekommen? Und wieso hatten sie das nicht bemerkt?

Sirius und James stellten sich schützend vor Harry, welchem das ganz und gar nicht gefiel. Als er sich neben seinen Dad stellen wollte, hielt dieser ihn zurück und sah ihn streng an. „Du bleibst hinter uns, hast du mich verstanden!“

Bevor Harry etwas erwidern konnte trat der Anführer der Gruppe nach vorne und nahm sich seine Maske ab. Harry konnte das furchteinflößende und vernarbte Gesicht von Fenrir Greyback erkennen.

Als der Werwolf den jungen Potter erblickte, knurrte er aggressiv, wodurch Harry instinktiv einen Schritt zurück machte, was einer Todesserin nicht entging. „Oh, hat das kleine Potterbaby etwa Angst?“

Neben Greyback nahm nun auch Bellatrix Lestrange ihre Maske ab. „Wie ich sehe, hat es der widerwärtige Abschaum wirklich wieder unter die Lebenden geschafft“, sagte sie abwertend, während sie ihren Blick auf Sirius richtete.

„Wie du sehen kannst, wertes Cousinchen! Was habt ihr überhaupt hier zu suchen, ihr wertloses Pack?“, fragte Sirius angriffslustig, sein Zauberstab zielte schon längst auf seine gestörte Cousine.

„Das sollte ich dich fragen du widerliches Stück Dreck! Wie kannst du es wagen zu so einen heiligen Ort zu kommen!“, schrie sie hysterisch. „Heiliger Ort? Ich glaub bei dir piepts wohl! Das hier ist der scheußlichste Ort auf dem ganzen Planeten!“, reizte Sirius seine Cousine noch mehr.

„Na warte. Wie kannst du es wagen!“ Doch bevor Bellatrix sich auf Sirius stürzen konnte, wurde sie von Greyback zurück gezogen. „Ruhe jetzt! Wir sind nicht hier um ein nettes Kaffeekränzchen mit der Familie zu halten! Wir habe eine Aufgabe, schon vergessen?“, schrie Greyback dazwischen.

Murrend blieb Bellatrix an Ort und Stelle und begnügte sich damit, ihren Cousin mit ihren Blicken aufzuspießen. Währenddessen nutze Harry die Unaufmerksamkeit seines Vaters und Sirius und schlich sich etwas zur Seite, um besser sehen zu können, doch ob das so eine gute Idee gewesen war?

„Was für eine Aufgabe hat euch Voldy den gegeben?“, wollte Sirius nun wissen. „Das wirst du gleich sehen!“ Und ohne Vorwarnung verwandelte sich Greyback in einen Werwolf und sprang auf den überraschten Harry zu, der nur mehr in der Lage war, die Augen überrascht aufzureißen.






Hm, ihr wollt mich jetzt killen, stimmt‘s? Kann ich mir vorstellen. Ist ja auch ein fieser Cliff! Aber Gott sei Dank bin ich weit, weit weg von euch und verstecke mich in einem Mäuseloch. *lach* Was ich hier mache? Natürlich brav an meiner Story basteln.

So, die Frage des Tages: Was wir wohl jetzt passieren? Auf eure Vermutungen bin ich schon gespannt! Die Auflösung erhält ihr dann im nächsten Kapitel, okay? Ich möchte mich noch einmal herzlich für eure Kommis bedanken! Für mich sind sie echt Gold wert!


Ich wünsche euch ein wunderschönes hoffentlich nicht allzu stressiges Wocheende, überreiche euch einen starken Beruhigungstrank und freue mich schon auf eure Vermutungen!
Ganz liebe Grüße,
eure Mel


PS: Falls es euch wundert, dass sich Greyback in einen Werwolf verwandeln kann, obwohl kein Vollmond ist … in meiner Story ist es halt einfach so =)


***

morla79: Es freut mich, dass dir meine FF gefällt =) Und es tut mir wirklich Leid, dass ich so lange gebraucht habe (Schreibblockade lässt grüßen *lach*) Ich hoffe es hat dir gefallen?

Marry63: Ich hoff ich hab die mit diesem Kapitel nicht zu sehr enttäuscht, da ich mich doch sehr an das Buch gehalten habe?

Lily014: Oh mein Gott! o.O Ich freu mich echt überaus wahnsinnig, dass du dir so viel Zeit für das längste Kommi allerzeiten genommen hast! DANKE xD
Und es tut mir wirklich furchtbar Leid, dass es dieses Mal wieder soooo lange gedauert hat, aber ich war und bin noch immer nicht ganz zufrieden mit diesem Kapitel *seufz* Ich hoffe es hat dir trotzdem gefallen?!
PS: Falls du noch immer krank bist - Gute Besserung ;)


Mrs.Black: Danke für dein Kommi, ich hoffe dieses Chap hat dir auch gefallen?!

chap01: Hab leider eine vorliebe für Cliffs entwickelt =) Sorry! Und es tut mir Leid wegen der Verspätung * mich schäm*

hermine1965: Wie du gelesen hast kommt ein Drache vor - naja nicht sehr spektakulär, aber immerhin ;)

sirius black xd: Oh weh oh weh, es tut mir wirklich leid, dass es nicht schneller gegangen ist *schäm*


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