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Fanfiction

Auferstanden - Bewährungsprobe

von MelRU

Hallo ihr Lieben,

ich wünsche Euch frohe und besinnliche Weihnachten und hoffe, dass ihr Silvester gut übersteht =)
Vielen herzlichen Dank für eure Kommentare, ihr seid die Besten… wirklich, das meine ich ernst, also will ich euch auch gar nicht vergraulen, indem ich hier lange Reden schwinge, ihr wisst ja, ohne euch macht es nur halb so viel Spaß!





Kapitel 36

Bewährungsprobe


Ohne Vorwarnung verwandelte sich Greyback in einen Werwolf und sprang auf den überraschten Harry zu, der nur mehr in der Lage war, die Augen überrascht aufzureißen.

Alles passierte innerhalb von wenigen Sekunden. Greyback riss Harry von den Füßen, welcher unsanft auf dem Boden aufkam und sich den Kopf an einen der vielen klitschigen Felsen anschlug. Die Last des Werwolfs, welcher über ihn lag, schien ihn fast zu erdrückten. Leicht benommen bekam er mit, dass Greyback seine Haare fest packte und somit seinen Kopf zur Seite drehte. Er konnte den heißen Atem des Werwolfs spüren und dessen widerlichen Mundgeruch nahm ihm die Luft zum Atmen. Er rechnete schon damit gebissen zu werden, als es sein Vater und Sirius schafften, den Werwolf von ihm herunter zu zerren.

Sie trieben Greyback wieder zu den anderen Todessern zurück, wo er sich wieder in einen Menschen verwandelte und gemeinsam mit den anderen die beiden Auroren angriff.

Nach den ersten Schrecksekunden, gab sich Harry mental eine Ohrfeige, da er nicht gleich reagiert hatte. Sein Dad und Sirius waren schon dabei, Flüche und andere Zauber auf die Todesser loszulassen.

Leicht wackelig stand er auf und bemerkte gerade noch rechtzeitig in den Augenwinkeln einen Todesser, welcher sich ihm von hinten rechts näherte. Schnell zielte er mit seinem Zauberstab auf ihn und er hatte Glück, dass der Todesser nicht so schnell reagieren konnte. Der rote Lichtstrahl traf ihn genau auf der Brust und der Todesser klappte bewusstlos zusammen.

Doch Harry dachte in diesem Moment nicht darüber nach, dass er ungesagte Magie perfekt angewandt oder seinen ersten Todesser k.o. geschlagen hatte. Kurz atmete er durch um den Schmerz in seinem Kopf zu vertreiben und versuchte an alles zu denken, was er in den Trainings bei den Rumtreibern und Lorelei gelernt hatte.
Es ging alles ziemlich unbewusst. Es ging gar nicht um Leben und Tod, sondern ums Abrollen – Blocken – Fluchen. Darum auszuweichen, neue Schutzzauber heraufzubeschwören, zu zielen und wieder Flüche abzufeuern oder Gegenflüche anzuwenden. Es ist ein ganz normales Training, redete er sich selbst ein.

Ein Training mit mehr Gegnern, die leider auch Flüche einsetzten, die einen schwer verletzen wenn nicht sogar töten konnten, dachte er sarkastisch, bevor er zwischen zwei Flüchen aufblickte und die momentane Situation erfasste. Er stellte fest, dass sein Dad es mit zwei und Sirius gleich mit drei Todessern aufnahm. Die restlichen Todesser standen daneben und machten sich einen Spaß daraus ihnen beim Kämpfen zuzusehen und ihre Volksleute anzufeuern.

Er versuchte etwas in die Nähe seines Paten zu gelangen um ihm etwas Hilfestellung zu geben. Dafür brauchte Harry nicht einmal wirklich nachzudenken, es ging irgendwie von selbst. Seine Augen sahen sich aufmerksam um und seine Beine folgten automatisch. Kurz dachte er daran, was Sirius ihnen damals über den Muggeltoaster erzählt hatte und fegte mit seinem Zauberstab einen riesigen Stein aus dem Weg und schmetterte ihn gegen einen der drei Todesser, die es mit seinem Patenonkel aufnahmen, er registrierte nur nebenbei, dass es sich dabei um Bellatrix Lestrange handelte.

In dem Moment zählte er seine Gegner nicht, so wie er und Ron es sich immer vorgestellt hatten. Es ging nur darum zu überleben. Er spürte die Wunde an seinem Kopf nicht - es war nebensächlich.

Harry sah James, der gerade seine zwei Gegner erledigt hatte und nun gegen einen gigantischen, blonden Todesser ankämpfte. Der junge Gryffindor wollte seinem Vater gerade zur Hilfe kommen, als neben ihm drei laute Plops ertönten. Harry wirbelte herum, doch bevor er auch nur irgendwie reagieren konnte, wurde er von den Füßen gerissen und gegen eine Wand geschleudert. Im gleichen Moment spürte er, wie die Haut über seiner Brust aufriss. Er hörte den Aufschrei seines Vaters und sah, wie er sich auf einen der Todesser stürzte. Er spürte noch, wie ihn jemand brutal am Kragen packte und dann wurde es plötzlich still und dunkel um ihn herum.


*



James hatte gerade den blonden bulligen Typen, welcher sich Todesser schimpfte, mit Hilfe von Sirius außer Gefecht gesetzt, als er aus den Augenwinkeln wahrnahm, dass drei Todesser direkt neben Harry appariert waren.

Schnell versuchte er seinem Sohn zu Hilfe zu eilen, als einer der Todesser schon einen Sectusempra auf Harry losschickte. Harry, welcher total überrumpelt war, konnte nicht mehr reagieren und wurde mitten in der Brust getroffen und gegen eine Wand geschleudert.

Wutentbrannt, warf er sich auf den Todesser, welcher den Fluch abgefeuert hatte und riss ihn zu Boden. Schnell setzte er ihn mit einem Stupor außer Gefecht, während Sirius noch schnell ein Schutzschild heraufbeschwor, um sie vor den anderen Anhänger Voldemorts zu schützen und sich dann um den anderen Todesser kümmerte.

Schnell sprang James wieder auf seine Beine und sprintete auf seinen Sohn zu, welcher nun bewusstlos von Greyback am Kragen gepackt wurde.

James‘ einzige Gedanken waren: „Sie dürfen ihn nicht entführen. Ihm darf nichts passieren! Ich hab es versprochen!“

Zornig schoss er Flüche auf den Werwolf, damit dieser von seinem Sohn abließ. Doch Greyback war ein schwerer Brocken, der Werwolf war um einiges stärker als die restlichen Anhänger von Voldemort.

Gemeinsam mit Sirius Hilfe schaffte er es, das der Werwolf von Harry abließ und ihn wieder außerhalb des Schutzschildes zu treiben. Schnell waren sie bei dem jungen Potter.

„Wie sieht’s aus?“, fragte Sirius, der sich wieder um das Schutzschild kümmerte. „Er hat den Sectusempra voll abbekommen, in seiner Brust sind tiefe Schnitte und am Kopf hat er auch eine Verletzung! Verdammt!" „Wir müssen ihn hier wegbringen, James!“ „Ich weiß! Harry? Harry, hörst du mich?“



Das nächste was Harry mitbekam war, dass er auf einem nassen Felsen lag und rundherum lautes Geschrei herrschte.

Plötzlich sah er das besorgte Gesicht seines Vaters, das sich über ihn beugte und er bemerkte, dass rund um sie herum ein Schutzschild aufgezogen worden war. „Harry?! Harry, hörst du mich?“

„Dad…“ Seine Stimme klang rau und kratzig, doch James atmete erleichtert auf. „Merlin sei Dank, du bist wieder bei Bewusstsein! Kannst du aufstehen, Harry?“ Harry stützte sich auf, sank aber sofort wieder auf den Boden, als er den stechenden Schmerz in seiner Brust wahrnahm. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass auch seine Arme und Beine zitterten und sein Kopf furchtbar dröhnte. Daher schüttelte er den Kopf leicht und James wollte gerade etwas sagen, als er von seinem besten Freund unterbrochen wurde.

„James!“

Sirius konnte den Schutzschild nicht mehr länger halten und eine Armada von Flüchen schoss auf sie zu. James warf seinen störenden Umhang ab und versucht mit Sirius die Flüche so gut es ging zu stoppen.

Ich muss was tun! Ich muss doch verdammt noch mal irgendetwas tun können!, verzweifelt sah sich Harry um.

Sein Blick fiel auf den Umhang seines Dads, aus dem das verkleinerte Gryffindorschwert herausgefallen war, als dieser ihn unachtsam auf den Boden geworfen hatte.

Harry streckte sich zu dem Umhang und blendete die Schmerzen aus, welche sich dadurch in seinem Körper ausbreiteten. Er hatte jetzt nicht die Zeit um sich den Schmerzen hinzugeben.

Als er das Schwert in den Händen hielt suchte er nach dem Medaillon, was sich ebenfalls in einer Tasche des Umhangs befinden müsste. Er ignorierte den Fluch, welcher ihn haarscharf verfehlte.

Während er hektisch nach dem Horkrux suchte, erreichten die beiden Auroren bald ihr Limit. Lange würden sie nicht mehr durchhalten, doch den beiden viel kein anderer Ausweg ein. Es war unmöglich aus der Höhle zu apparieren oder den Portschlüssel zu benutzen, solange der Horkrux noch intakt war.

Erleichterung machte sich in Harry breit, als sich seine Finger um das kühle Medaillon schlossen. Schnell zog er es heraus und legte es geöffnet vor sich auf den Boden. Rasch verwandelte er das Schwert wieder in Normalgröße und holte noch einmal tief Luft, bevor er das Schwert anhob und so kräftig wie möglich zustieß.

Sirius und James, welche mit den Todessern beschäftigt waren, hörten einen langanhaltenden Schrei. Rückartig drehten sie sich um und wurden von einem hellen Licht geblendet. Auch die Todesser konnten durch die Blendung des hellen Lichtes nichts mehr sehen und deshalb erstarb auch die Fluchwelle.

Als das Licht abklang, sahen sie wie Harry schwer atmend das Schwert fallen lies und sich stöhnend zurückfallen lies.

„Harry!“

„Nein!“, schrie einer der Todesser, als sie entdeckt hatten, was der Junge da gerade zerstört hatte. Das Artefakt von ihrem Meister, welches sie ihm heute hätten holen müssen.

Sie wollten wieder angreifen, doch Sirius war schneller und zog zum zweiten Mal am heutigen Tag ein Schutzschild um sie auf. „Prongs! Es wird Zeit, das wir hier verschwinden!“, rief Sirius, welcher sich bei der Aufrechterhaltung des Schutzschildes schwer tat. „Lange kann ich das Schild nicht mehr aufrecht halten!“

James zögerte nicht lange, schnappte sich seinen Umhang, warf ihn über, stopfte das Schwert und den zerstörten Horkrux in seine Taschen und hob seinen Sohn vorsichtig hoch. „Wir bringen dich hier weg, Harry. Keine Angst, es wird alles wieder gut.“ Harry musste trotz der makaberen Situation leicht schmunzeln. „Schon okay, Dad.“

„Hier!“, rief Sirius und drückte James den Portschlüssel in die Hand. James drückte Harry fest an sich und als er sicher war, dass auch Sirius den Portschlüssel fest hielt, betätigte er ihn. Harry fühlte sich bereits im nächsten Moment so, als würde er durch einen Schlauch gepresst und ihm überkam plötzlich ein Gefühl von Sicherheit, welches in dazu verleitete wieder in die angenehme Schwärze zurück zu sinken.

Die drei hatten es gerade noch geschafft, denn genau in den Moment, wo sie verschwanden, brach Sirius‘ Schutzschild zusammen und Flüche prallten auf der Stelle auf, wo sie vor kurzer Zeit noch gestanden hatten.

Die wütenden Schreie der Todesser konnten sie schon nicht mehr hören.




Die Uhr tickte, die Vögel zwitscherten, die Sonnenstrahlen kribbelten auf seiner Haut und kitzelten leicht seine Nase. Harry öffnete verschlafen die Augen und sah sich um. Langsam tastete er nach seiner Brille, da er nur unscharfe Umrisse erkennen konnte. Nachdem er sie gefunden hatte setzte er sich langsam auf. „Aua!“ Himmel noch mal, ihm tat alles weh! Sein Herz raste wie verrückt und ihm war schlecht.

Langsam registrierte er, dass er in einem Krankenbett lag. Er war in einem großen weißen Raum, links von ihm war ein großes Fenster und rechts war ein kleiner Nachttisch und er konnte zwei Türen erkennen. Als er sich noch einmal dem Fenster zuwandte, konnte er einige Geräte ausmachen und begriff, dass das Ticken und Piepsen, welches er als Wecker identifiziert hatte, die Geräusche von den Geräten waren, welche an ihn angeschlossen waren.

Wo war er den hier gelandet? Langsam begannen die Erinnerungen auf ihn einzustürzen und er zog scharf die Luft ein. Verdammt! Der Horkux!


Schnell schlug der junge Potter die Bettdecke zurück. Mit den Schläuchen und Nadeln, welche an ihm befestigt waren, machte er kurzen Prozess und riss sie einfach heraus, danach sprang er förmlich aus dem Bett, nicht auf seine Verletzungen achtend. Doch diese Unachtsamkeit machte ihm im nächsten Moment einen Strich durch die Rechnung, denn seine Beine knickten geschwächt ein und Harry krachte zu Boden.

„Scheiße!“, fluchte er lautstark als er spürte, wie der Verband auf seiner Brust mit etwas feuchtem durchnässt wurden und er versuchte sich trotz der Schmerzen mit den Armen hoch zu drücken. Doch die Dunkelheit wollte ihn wieder umringen, so sehr er sich auch dagegen wehrte. Das Pochen in seinem Hinterkopf wurde immer schlimmer und langsam umfasste ihn wieder wohltuende Schwärze, sodass er seine Schmerzen getrost vergessen konnte.


Als Harry das nächste Mal die Augen aufschlug, war es Nachmittag und die Sonne ging gerade unter. Alleine war er aber dieses mal nicht. Neben seinem Bett saß sein Dad auf einem Stuhl und sah ihn sanft lächelnd an.

„Hey, Harryboy. Wie geht’s dir?“ Nachdem er seinem Sohn die Brille auf die Nase gesetzt hatte, strich er Harry sanft durch die Haare. „Dad? Was ist passiert?“, fragte Harry müde. Er fühlte sich immer noch etwas erschöpft.

„Es ist alles in Ordnung, Harry. Du hast den Horkrux vernichtet und uns geht es allen gut. Und auch du solltest dich ausruhen, damit du bald wieder fit wirst.“ Harry nickte nur abwesend, während er nachdachte. „Wie bin ich eigentlich hier her gekommen? Wo bin ich überhaupt?“

„Du bist im Sankt Mungos. Der Portschlüssel hat uns zur Apperiergrenze von Hogwarts gebracht. Sirius hat sich in Schnuffel verwandelt und ist schon mal vorgelaufen um Madame Pomfrey bescheid zu geben, damit du so schnell wie möglich versorgt wirst. Als ich im Krankenflügel angekommen bin, hat sie sich gleich um dich gekümmert. Keine fünf Minuten später war auch schon deine Mum hier, mit Remus und Lorelei im Schlepptau. Gemeinsam mit Poppy hat sie versucht deine Wunden zu heilen, aber die Wunde an deiner Brust ging immer wieder auf.

Poppy hat dann entschieden, dass es am besten wäre dich ins Mungos zu verlegen, da du schon eine Menge Blut verloren hattest. Hier haben sie dann mit einer Muggelmethode deine Wunden zusammen genäht, glaube ich. Auf jeden Fall dauert die Heilung daher länger, aber dadurch dass es ein sehr starker Sectusempra war, konnte Madame Pomfrey die Wunde nicht wie normal mit Tränken und Zaubersprüchen heilen und in Mungos haben sie ein paar wirklich tolle Muggelärzte, weißt du?“

Harry nickte. „Dad? Es kam mir so vor als würde … Als ich den Horkrux zerstört habe, ich dachte, dass ich eine Stimme höre.“ „Was hast du gehört?“, fragte James alarmierend und rückte näher zu seinen Sohn. „Ich weiß nicht genau. Lauter wirres Zeug. Ob ich nicht auch gerne viel Macht haben würde und das er mir dabei behilflich sein könnte und lauter so ein Blödsinn.“

James sah Harry nachdenklich an. „Wahrscheinlich irgendein Trick von Voldemort um seinen Angreifer abzuhalten seinen Horkrux zu zerstören.“

„Wahrscheinlich“, meinte Harry und gähnte leicht. James lächelte sanft und wollte ansetzten etwas zu sagen, als die Türe geöffnet wurde. Beide wanden sich zur Türe und sahen einen grinsenden Sirius im Türrahmen stehen.

Harry merkte, dass der rechte Arm seines Paten in einer Schlinge hing. Bei genauerem hinsehen konnte er erkennen, dass sein Pate mit seiner gesunden Hand etwas hinter seinem Rücken versteckte.

„Hey! Ist unser Dornröschen endlich aufgewacht?“, lachend kam er auf ihn zu und umarmte ihn, so weit es mit ihren Verletzungen möglich war. „Was hast du da?“, fragte Harry neugierig.

Nun war der typische spitzbübische Ausdruck auf Sirius Gesicht und das wilde Glitzern in seinen Augen deutlich zu sehen. „Weißt du, als ich gestern nach der Arbeit noch kurz in der Winkelgasse war, hab ich das gesehen und konnte es mit einfach nicht verkneifen dir das zu schenken.“ Grinsend drückte er seinem Patensohn einen kleinen Plüsch-Hirschen in die Arme.

„Dein eigener kleiner Prongs“, lachte er, als er den verblüften Gesichtsausdruck von Harry sah. James stimmte ebenfalls in sein bellendes Lachen mit ein und wenig später auch Harry. „Danke“, sagte Harry und gähnte schon wieder. Er merkte, dass er wieder müde wurde.

James lächelte milde, er erhob sich und stellte sich neben Sirius. „Vergiss nicht, du darfst dich nicht überanstrengen, also ruh dich aus, ja? Deine Mum wird morgen nach dir sehen. Falls du noch weitere Fragen hast, darüber können wir ein anderes Mal reden, einverstanden? Falls aber irgendetwas sein sollte, dann melde dich bei uns“, mit diesen Worten legte er einen Spiegel auf Harrys Nachttisch.

Zufrieden mit diesen Vorschlägen nickte Harry, schloss die Augen und schlief augenblicklich ein, immer noch seinen Plüsch-Hirschen in den Armen haltend.



Am nächsten Morgen, nachdem sich eine nette Krankenschwester seine Wunden angeschaut und anschließend die Verbände erneuert hatte, bekam Harry Besuch von seiner Mum.

Nachdem sie ihm eine zwanzig minütige Predigt gehalten hatte, war sie ihm schlussendlich um den Hals gefallen und hatte ihn, soweit es seine Verletzungen zuließen fest an sich gedrückt.

„Ich hab mir solche Sorgen gemacht! Ich bin so froh, dass du wieder bei uns bist, Harryschatz!“, schniefte sie leicht. „Mum, es ist doch alles noch mal gut gegangen. Dad und Sirius haben uns da raus gehauen …“ Lily merkte den frustrierten Ausdruck auf seinen Gesicht und konnte sich denken, was ihren Sohn gerade beschäftigte.

Beruhigend legte sie ihm sanft eine Hand auf die Schulter. „Dein Dad, Sirius und ich sind aber auch sehr stolz auf dich Schätzchen. Du hast dich toll geschlagen und …“

„Toll geschlagen? Ich hab einen Sectusempra abbekommen und eine Gehirnerschütterung. Ich war miserabel! Ich …“

„Harry! Hör mir jetzt gefälligst zu! Es ist nicht wahr, dass du miserabel bist! Dein Dad und Sirius haben mir erzählt, wie toll du gekämpft hast und wie du noch versucht hast ihnen zu helfen! Sirius hat mir das mit dem Stein erzählt! Das war brillant! Die beiden haben während sie gekämpft haben immer versucht ein Auge auf dich zu haben und James hat gesehen wie du dich mit drei Todessern gleichzeitig angelegt hast!“

„Das ist doch gar nicht wahr!“

„Oh doch! Nur hast du nicht darauf geachtet! Du hattest keine Zeit auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, für dich war nur wichtig zu überleben! Und das hast du! Und nur weil du verletzt wurdest, heißt das nicht, dass du schlecht bist. Dein Dad uns Sirius sind ebenfalls verletzt, nur wurden sie nicht von einem solch starken Fluch getroffen wie du. Und glaub mir, wenn ich dir sage, dass dein Dad und Sirius während ihrer Ausbildung sicher drei Mal in der Woche wegen irgendwelchen Verletzungen dem Krankenhaus einen Besuch abstatten mussten. Du hast sogar mit deinen Verletzungen noch einen Horkrux von Voldemort vernichtet! Du hast dich wirklich toll geschlagen. Und du hast dabei überlebt und das, ist das wichtigste. Verstehst du das?“

Harry antwortete nicht sofort, denn er überlegte. Schließlich gab er nach, da Lilys´ Blick eindeutig war. „Okay, ich gebe zu, dass du recht hast – trotzdem bin ich noch lange nicht gut. Ich hab noch eine Menge zu lernen.“

Lily lächelte sanft. „Es ist noch kein Merlin vom Himmel gefallen, Harry. Und du schlägst dich bis jetzt sehr gut.“ Harry lächelte seine Mum ebenfalls kurz an, ehe er sie fragte: „Was ist mit den anderen? Können sie mich mal besuchen kommen?“

„Nun ja, wir haben uns gedacht, dass wir dich wieder nach Hogwarts in den Krankenflügel bringen, sobald es dir etwas besser geht und du für eine Überstellung bereit bist. Denn deine Freunde dürfen ohne Erlaubnis ihrer Eltern Hogwarts nicht verlassen und so könnten sie dich im Krankenflügel besuchen kommen. Aber zuerst musst du dich wieder etwas erholen.“

„Aber mir geht’s doch schon besser“, meinte Harry, wobei er ein Gähnen unterdrücken musste. „Natürlich“, meinte Lily sarkastisch. „Diese Sturheit hast du eindeutig von deinem Vater, Harry James Potter. Und jetzt leg dich wieder hin und ruh dich etwas aus, in Ordnung Schätzchen?“

Ergeben nickte Harry und legte sich zurück in die Kissen und nahm seinen Plüsch-Hirschen zur Hand. Verwundert sah ihn seine Mum an. „Woher hast du denn den?“

Harry wurde leicht Rot um die Nase als er nuschelte: „Von Sirius. Er meinte, das ist mein eigener kleiner Prongs. Und da ich nie so wirklich ein Kuscheltier hatte …“ Zum Ende hin war er immer roter und leiser geworden. Er kam sich mit seinen 16 Jahren ziemlich blöd vor.

Lily lächelte sanft und strich ihm durch die Haare. „Du brauchst dir da gar nichts zu denken, dein Dad und Sirius hatten auch immer ihre Lieblingskuscheltiere in ihren Betten sitzen. Glaub mir, ich kam mir durch den Löwen deines Dads in unserem alten Schlafzimmer immer beobachtet vor“, lachte sie verschmitzt.

Harry lachte. „Jetzt weiß ich, was ich Dad zum Geburtstag schenken kann.“ Seine Mum lächelte zufrieden und in dem Moment wurde die Türe zum Krankenzimmer aufgestoßen und ein Mann mit weißem Kittel betrat den Raum.

Kurz nickte er Harry zu, ehe er sich an seine Mum wandte. „Mrs. Potter nehme ich an?“ „Ja, die bin ich“, antwortete Lily und trat zu ihm.

Der Arzt redete etwas abseits mit seiner Mum, welche aufmerksam zuhörte. Gelangweilt und etwas erschöpft, auch wenn er das nie zugegeben hätte, wandte er sich wieder dem Fenster zu und sah hinaus. Nach wenigen Minuten fiel er auch schon in einen leichten Dämmerschlaf.

Als Lily das Gespräch mit dem Arzt beendet hatte und dieser den Raum verließ, wollte sie Harry gleich erzählen, dass dieser, falls seine Heilung wie geplant voranschreiten würde, in zwei Tagen wieder nach Hogwarts verlegt werden würde. Doch als sie sich umdrehte sah sie, dass ihr Sohn bereits wieder eingeschlafen war.

Blass wie er war, machte er der weißen Bettdecke Konkurrenz. Seine rabenschwarzen Haare, welche die seines Vaters so ähnlich sahen, standen verstrubbelt in alle Richtungen ab und seine Brille hing schief auf seiner Nase.

Liebevoll lächelnd schritt sie auf ihn zu und nahm ihm seine Brille ab. Schnell legte sie sie am Nachttisch ab und richtete ihm seine Decke. Kurz rekelte sich Harry im Schlaf, doch er wachte nicht auf - dachte sie zumindest. Sanft drückte sie ihm einen Kuss auf die Stirn, setzte sich dann auf ihren Sessel neben seinem Bett und nahm seine Hand seufzend in ihre.


Harry wurde wieder wach, doch er hielt die Augen geschlossen. Er spürte, dass seine Mum seine Hand nahm und musste an ihre vorheriges Gespräch denken. Plötzlich kam ihn ein erschreckender Gedanke und er richtete sich abrupt auf, was er jedoch wenig später bereute, da ihn ein stechender Schmerz durchfuhr und er sich stöhnend zurück ins Bett fallen lies.

„Harry!“, rief seine Mum erschrocken und richtete sich auf. „Was ist los? Hast du was geträumt? Hattest du eine Vision?“

„Nein, Mum mir geht’s gut. Wirklich. Aber ich … naja, weißt du …“, druckste ihr Sohn etwas herum. „Na los. Raus mit der Sprache. Was hast du?“, wollte Lily von ihrem Sohn wissen.

„Es tut mir Leid“, nuschelte er leise. „Äh, was tut dir leid, Schätzchen?“, fragte ihn seine Mutter verwirrt. „Naja, ich hab deinen Geburtstag vergessen. Es tut mir wirklich leid, ich wollte das nicht, aber es ist so viel passiert und ich hatte so viel um die Ohren und ich hab es dann einfach vergessen. Das ganze Training und die Schule und die ganzen Angriffe und …“

„Harry! Es ist ja alles gut. Beruhige dich! Ich bin dir doch nicht böse! Du brauchst dich dafür doch nicht entschuldigen! Ich hatte meinen Geburtstag doch selber fast vergessen, hätten mich Remus, Tonks und Lorelei nach Unterrichtsende nicht mir einer Flasche Sekt in meinem Büro überrascht. Dein Dad und Sirius sind erst sehr spät gekommen und haben noch etwas mit uns mitgefeiert. Es ist in letzter Zeit einfach zu viel passiert, als das wir auch nur irgendwie daran hätten denken können“, unterbrach Lily den Redefluss ihrer Sohnes.

„Aber ich hab nicht mal ein Geschenk für dich besorgt.“ „Harry, du bist das größte Geschenk was ich je bekommen habe. Ich brauche nicht mehr als meine Familie und die habe ich, also bin ich glücklich, verstehst du?“ Harry nickte leicht. „Ja, ich denke schon. Mir geht’s ja eigentlich genauso.“

„Na siehst du. Also denk nicht mehr daran, okay? Es ist alles in Ordnung.“ Kurze Zeit schwiegen sie, bis Harry neugierig fragte: „Was hat eigentlich der Arzt vorher gesagt?“




So, ich glaube, dass war's für dieses Jahr von meiner Seite. Ich freue mich natürlich wie immer auf eure Rückmeldungen!
Ich hoffe wir lesen uns nächstes Jahr wieder! Ich wünsche euch allen wirklich nur das allerbeste für 2010,
eure Mel




***


Lily014: Über deine Kommentare freue ich mich immer am meisten xD Ich liebe es, wenn mir die Leser sozusagen auch mal was erzählen, was sie sich bei meiner Story so denken, was ihnen gefallen hat, was weniger, wenn sie Verbesserungsvorschläge bringen etc.
Natürlich freu ich mich über jedes Kommi, aber die „ausführlichen“ sind mir am liebsten =) Also, du nervst nicht, wenn du mir sagst/schreibst was du dir denkst – es ist für mich wunderbar das zu lesen, es motiviert ungemein!
Die Idee mit Harry als Mannwolf ( =D ) ist zwar ganz gut, aber Harry als … Harry gefällt mir da schon mehr, dass können wir unserer Ginny ja nicht antun – wobei sie das, glaub ich nicht so eng sehen würde. Ich hoffe dieses Kapitel hat dir auch gefallen und du kannst mir reichlich Gedanken darüber mitteilen, freu misch schon darauf =)

PS. Zum Thema krank sein, letztes Jahr war ich zu Weihnachten und Silvester mit Fieber im Bett *motz* Ich hätte mir keinen bessere Zeit zum krank sein aussuchen können =)

hermine1965: Tja, für dieses Chap hab ich mir Zeit genommen – mein kleines Weihnachtsgeschenk =) Und Remus wird schon noch die Gelegenheit haben, sich gegen Greyback zu beweißen!

sirius black xd: Ich hab Harry nicht zu einem Werwolf „werden lassen“ – wär schon zu dramatisch geworden, oder? Also ich für meinen Teil finde, es reicht wenn er „nur“ verletzt wird!

chap01: Ja, ich hab eben auch eine sadistische Seite ;) Aber ich hab‘s geschafft mein Versprechen zu halten *freu*
Ich hoffe du freust dich auch darüber =)


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

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