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Fanfiction

Auferstanden - Vertrauen ist ein wertvolles Gut

von MelRU

Hallo Leute,

also zuerst möchte ich mich wegen der langen Wartezeit entschuldigen, aber da ich dieses Jahr mein Maturajahr habe und es sich langsam bemerkbar macht (*seufz*) ist es nicht immer leicht den Lehrern und mit selbst alles Recht zu machen. Da ich aber einen tollen Abschluss haben möchte - um mich nachher voller Elan ins Studium zu stürzen - hoffe ich ihr könnt es verstehen, wenn ich mich wenn ich die Wahl habe eher zum Schulbuch begebe als zu meinem heißgeliebten Laptop!

Das soll nicht heißen, dass es hier nicht mehr weitergehen wird, nur, dass es leider etwas dauern könnte bis ein neues Kapitel kommt, da ich keine mehr im „Vorrat“ habe ;]

Jetzt zu etwas Erfreulichem. Leute, seid ihr irre? Das war echt fantastisch! Ich könnte euch alle durchknuddeln! Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr es mich freut, eure Kommentare zu lesen, sie motivieren mich ungemein!

*eine Schüssel Popcorn und Chips hinstell*




Kapitel 37

Vertrauen ist ein wertvolles Gut


Vertrauen ist das Gefühl, einem Menschen sogar dann glauben zu können, wenn man weiß, dass man an seiner Stelle lügen würde


Die nächsten beiden Tage, hatte Harry größten Teils verschlafen. Doch immer wenn er aufgewacht war, war jemand bei ihm gewesen. Entweder sein Dad und seine Mum, Sirius und Lorelei oder Remus und Tonks. So hatte er auch die Gelegenheit seinen Dad zu fragen, wie sie es geschafft hatten von der Höhle aus den Portschlüssel zu aktivieren. Sein Dad hatte ihm erklärt, dass er durch die Vernichtung des Horkrux die Schutzschilde außer Gefecht gesetzt hatte.

Bei einem so einer Besuche, hatte er auch erfahren, dass Sirius und Lorelei ihren Hochzeitstermin auf April festgelegt hatten und Lily, Tonks und Lorelei schon fest am planen waren, wobei die drei Rumtreiben sichtlich fasziniert davon waren wie man sich so oft um entscheiden konnte.


Nachdem Harrys Genesung wünschenswert voranschritt, wobei der viele Schlaf und die Ruhe ausschlaggebende Faktoren waren, war es nun so weit und Harry wurde wieder nach Hogwarts in seinen geliebten Krankenflügel verlegt.

Kurz nachdem der Patient angekommen war und in einen frischgemachten Krankenbett gesteckt wurde, wurde der Krankenflügel auch schon von seinen Freunden gestürmt.
Seine Freunde, namentlich Ginny, Hermine, Ron, Draco, Blaise, Neville und Luna waren so aufgeregt ihn endlich wieder zu sehen, dass nicht einmal Poppys Todesblicke sie davon hätten abhalten können.

Mit einem „Harry!“ warf sich Ginny in seine Arme, was Harry einen gedämpften Schrei entlockte, wodurch sie ihn gleich wieder losließ. „Merlin, hab ich dir wehgetan? Das wollte ich nicht, ich … Oh, Harry!“ Langsam suchten sich die angehäuften Tränen aus ihren wunderschönen rehbraunen Augen ihren Weg über ihre sommersprossigen Wangen.

„Komm her“, meinte Harry nur und streckte ihr seine Arme entgegen. Langsam setzte sie sich an sein Bett und nahm ihn sachte in den Arm. Sanft drückte er sie an sich und atmete ihren süßen, blumigen Duft ein. „Ich hab dich vermisst“, flüsterte er gegen ihre Haare. „Aber jetzt bin ich wieder hier und es ist alles in Ordnung.“ Langsam löste er die Umarmung und sah ihr ins Gesicht. „Also hör auf zu weinen, du hast keinen Grund dazu“, sanft strich er ihr die Tränen aus dem Gesicht.

„Ich hatte solche Angst um dich. Wir haben auf dich gewartet und als du nach Mitternacht noch immer nicht da warst, sind wir runter zum Büro deiner Mum. Aber ihr Büro war leer.“

Ron erzählte weiter: „Danach sind wir zu Remus und anschließend zu Lorelei gegangen, aber auch die waren nicht da! Naja, dann haben wir auf der Karte nachgesehen und haben euch alle im Krankenflügel entdeckt. Also sind wir auf den Weg dorthin. Dort angekommen, sahen wir gerade noch wie du mit einer Trage durch den Kamin transportiert wurdest und deine Eltern dir folgten. Madame Pomfrey und die anderen wollten uns keine genaueren Auskünfte geben. Poppy hat uns nur gesagt, dass dein Zustand kritisch sei. Danach hat sie uns aus dem Krankenflügel geschmissen.“

„Wir wussten nicht, was mit dir los war“, erklärte Hermine leise. „Wir konnten nur so viel herausfinden, dass du Wunden hattest, welche Madame Pomfrey alleine nicht heilen konnte, aber … Da war das Bett, es war voller Blut und ich dachte, d-dass du …“ Hermine brach ab und drückte sich an ihren Freund.

Bedrücktes Schweigen machte sich im Krankenflügel breit, bis es von Harry gebrochen wurde: „Es tut mir Leid, dass ich euch solche Sorgen bereitet habe. Aber wir alle wussten, dass es gefährlich werden könnte, auch wenn wir es abgestritten haben … Aua!“

Ginny hatte ihren Freund leicht auf die Schulter geschlagen, ehe sie erbost sagte: „Was heißt hier WIR? WIR haben DIR gesagt, dass es gefährlich wird. Deshalb wollten WIR mit DIR mitgehen!“ Die anderen nickten bekräftigend.

„Ist ja schon gut. Also, WIR alle wussten, dass es gefährlich werden könnte, auch wenn ICH es abgestritten hatte. Zufrieden? Aber ihr müsst mir auch zustimmen, dass wenn ihr dabei gewesen wärt es wahrscheinlich nichts an der Situation geändert hätte, da sich jeder um sein eigenes Leben hätte kümmern müssen. Also belassen wir es einfach dabei. Und abgesehen davon habe ich es ja überstanden. Wisst ihr, als wir den Horkrux geholt haben, da ist mir bewusst geworden, wie viel wir noch zu lernen haben. Natürlich machen wir alle Vorschritte in den Trainings, aber egal wir gut wir auch schon geworden sind, es geht immer noch ein bisschen besser.“

„Wo du recht hast, hast du recht. Aber du brauchst noch gar nicht an Training zu denken, zuerst solltest du mal wieder auf die Beine kommen, du Verrückter“, meinte Blaise, welchen man die Erleichterung, dass es Harry den Umständen entsprechend wieder gut ging, genau wie bei den anderen anzusehen war.

„Mr. Zabini hat Recht. Mr. Potter braucht Ruhe um sich auskurieren zu können. Ich möchte sie bitten den Krankenflügel zu verlassen. Heute nach dem Mittagessen können sie ihn vielleicht noch kurz besuchen kommen.“

Nicht gerade begeistert aber verständnisvoll verließen die Schüler den Krankenflügel, nicht ohne dem Versprechen später wieder nach Harry zu sehen. Ginny drückte ihm noch einen kurzen Kuss auf die Wange ehe sie mit den anderen verschwand.

Doch einer blieb zurück. Draco.

Als Harry ihn verwundert ansah, wurde dieser doch glatt etwas rosa auf den Wangen. „Weißt du, als du nicht da warst, haben deine Mum und Lorelei „zufällig“ mal mit Madame Pomfrey darüber gesprochen, dass ich gerne Heiler werden möchte und da hat sie mir gleich das Angebot gemacht ihr ein bisschen über die Schulter schauen zu können, damit ich einmal sehe, wie der Job als Heiler so ist. Deshalb bin ich oft in meinen Freistunden hier.“

„Oh! Das ist ja toll! Aber ich muss dich jetzt nicht Heiler Malfoy nennen, oder?“ Draco grinste verschmitzt, ehe er wieder ernst wurde und malfoylike sagte: „Wenn Sie nicht artig sind Mr. Potter, muss ich mir etwas einfallen lassen!“

Kurz sahen sie sich an, ehe sie in Gelächter ausbrachen. Als sie sich wieder beruhigt hatten, sagte Draco: „Also ich muss jetzt zu Madame Pomfrey, wenn was ist dann schrei einfach ‚Heiler Malfoy‘, dann komme ich.“

„Träum weiter Malfoy!“

Draco grinste nur, bevor er sich jedoch zum gehen wandte, sagte er noch sanft: „Ich bin froh, dass es dir soweit gut geht. Du hast uns echt einen tollen Schrecken eingejagt!“




Gerade als Harry sein Mittagessen beendet hatte kam ein aufgeregter Ron wieder in den Krankenflügel gestürmt. „Alter! Das hatte ich heute Morgen total vergessen!“

„Was den?“, fragte Harry ahnungslos.

„Du hast ja einen Horkrux zerstört! Wie konnte ich das nur vergessen! Wie hohl kann man sein? Mann, wie war es? Krass, oder? Ich meine, du hast ein Stückchen von Voldemorts Seele erstochen … Igitt! Aber Kumpel sag schon, wie war es?“

Harry sah Ron erstaunt an, ehe er anfing zu lachen. Gerade als er ansetzen wollte um von seinem „kleinen Abenteuer“ zu erzählen, hörte er seine beste Freundin schon im Gang draußen lauthals schimpfen.

„Ronald Weasley! Was haben wir gestern ausgemacht! Du bist so ein Hornochse!“ Wütend kam Hermine in den Krankenflügel gestampft, dicht gefolgt von Ginny und Harrys anderen Freunden. „Naja, ich … weißt du, ich dachte nur …“

„Wir haben ausgemacht, dass wir ihn nicht damit überfallen! Das wir warten, bis er es uns von selbst erzählt! Und dann erwähnt Ginny nur kurz die Horkruxe und du rennst wie ein aufgeregter Irrer in den Krankenflügel!“

„Ist ja gut Hermine! Es macht mir nichts aus, wirklich! Ich hatte heute Morgen einfach nicht dran gedacht“, schritt Harry ein, ehe Ron noch tiefer in den Schlamassel gezogen wurde. „Also erzähl, wie war es!“, neugierig setzte sich Ginny an sein Bett und sah ihn mit ihren funkelten Rehaugen an. Die anderen taten es ihr gleich und Harry begann zu erzählen.




Nach weiteren zwei Tagen, in denen er eine Menge Besuch und Genesungsgeschenke bekommen hatte – über die der Wealseyzwillinge freute er sich besonders – hatte Harry nach so einigen Bitten und Betteln die Erlaubnis am Samstag, also Morgen, wieder in den Gryffindorturm zu ziehen. Mit der Anweisung sich zu schonen und jeden Abend zur Kontrolle zu kommen, da er noch immer einen Verband um die Brust trug, damit die Wunde nicht wieder aufreißen konnte.

Gerade als sich Harry dazu entschlossen hatte sich Bettfertig zu machen um morgen früh ausgeruht zu sein, wurde die Tür zum Krankenflügel geöffnet. Herein traten Sirius und Remus.

„Wir haben Neuigkeiten!“, sagte Sirius und schritt auf ihn zu. „Gute oder schlechte?“, traute sich Harry zu fragen. „Naja, ich denke, dass liegt im Auge des Betrachters“, meinte Remus.

„Wir haben den Maulwurf gefunden“, lies Sirius die Bombe platzen. Gespannt sah der Schüler die beiden Erwachsenen an. „Na und? Wer war es?“

„Jonathan Pyrites. Alleinerziehender Familienvater von vier Kindern. Arbeitet in der Top-Secret Abteilung. Seit kurzem Mitglied des Ordens. Immer freundlich, hilfsbereit und unauffällig.“

„Dieses Schwein!“, entrüstet sich Harry. „Er hat den ganzen Orden verraten! Uns alle in Gefahr gebracht!“ Nachdem er noch ein paar Schimpfwörter losgeworden war und seinen ersten Zorn herausgelassen hatte, machte sich Fassungslosigkeit in ihm breit.

„Wieso hat er das getan?“, fragte Harry. Wie konnte jemand, der selbst eine Familie hatte, so etwas tun?

Sirius und Remus tauschten bedeutungsvolle Blicke. „Wir haben ihn heute Mittag verhört. Die Todesser haben ihn bedroht. Sie wollten von ihm die Namen der Ordensmitglieder. Als er aber abstritt etwas von den Orden zu wissen, haben sie gedroht seine Kinder zu töten. In dieser Zwickmühle hat er sich also dafür entschieden den Orden zu verraten, doch damit war es nicht getan. Voldemorts Anhänger wollten auch die Daten von unserm Haus. Als er für sie auch noch die Schutzmaßnahmen der Top-Secret Abteilung besorgt hatte damit sie an die geheimen Daten kommen konnten, haben sie anschließend als Warnung niemandem davon zu berichten, seine Kinder vor seinen Augen kaltblütig umgebracht.“

„Was! Diese hinterhältigen Bastarde!“, entrüstete sich Harry. Wie konnte man unschuldige Kinder töten! Harry bemerkte, dass beide Rumtreiber ziemlich blass waren und dass Sirius‘ Hände sogar leicht zitterten.

„Sie haben sie nicht einfach getötet, oder? Sie haben sie gefoltert! Was haben sie mit den Kindern gemacht?“, flüsterte Harry schockiert. „Ich glaube nicht, dass du das wirklich wissen willst. Schon gar nicht in deinem angeschlagenen Zustand“, sagte Remus in seiner beruhigenden sanften Art.

„Ja, sie wurden gefoltert. Es muss grauenhaft gewesen sein, dass mit ansehen zu müssen“, sagte Sirius leise. „Was haben sie den Kindern angetan?“, fragte Harry noch einmal. Doch Sirius schüttelte seinen Kopf. „Ich habe Lily versprochen es dir nicht zu sagen und …“

„Wir alle wissen, dass Krieg herrscht, Verdammt! Wir alle wissen auch, dass der Krieg Opfer fordert und dass er grausam ist! Also was haben diese Psychopathen wieder getan!“, schrie Harry erzürnt und sprang aus seinem Bett auf.

„Harry, ich bitte dich! Du willst es nicht wissen! Es ist grauenhaft!“, versuchte Sirius ihn zu überreden, doch Harry verschränkte nur demonstrativ die Arme. „Ich will es wissen! Denn ab und zu frage ich mich, für wen ich mir eigentlich immer den Arsch aufreiße. Für diese bescheuerten Politiker im Ministerium, die alleine nichts auf die Reihe bekommen? Für diese sensationslüsternen Reporter, die alle Fakten vertauschen und nur Blödsinn verzapfen?“

„Harry …“

„Es ist nicht leicht! Aber ich weiß warum ich es tue. Ich steh das alles durch, wegen euch! Für meine Familie und meine Freunde, die mich alle unterstützen. Und für all die Menschen die Voldemort und seinen Anhängern zum Opfer gefallen sind! Und wenn ich Voldemort gegenüberstehe, dann will ich mir all das in Erinnerung rufen und ihn genauso so leiden lassen, wie er andere leiden gelassen hat!“

Sirius und Remus waren wieder einmal erstaunt. Harry überraschte sie immer wieder mit seinem erwachsenen Benehmen. In dem einen Moment ist er einfach ein 16jähriger Teenager, der lauter Flausen im Kopf hatte und im nächsten war er selbstbewusster, entschlossener und ernster den je.

„Damals, begann der Krieg nach einiger Zeit auch schmutzig zu werden. Bei den Angriffen gab es keine genauen Ziele mehr. Es wurden einfach wahllos Menschen angegriffen, gefoltert und schließlich qualvoll getötet. Es war grausam. Es blieb nicht dabei, die Menschen einfach nur mit einem Crucio zu foltern, nein, den Todessern fielen immer mehr unmenschliche Methoden ein. Und nun scheint alles wieder von vorne zu beginnen! Ein Grund mehr dem bald ein Ende zu setzen. Harry, ich habe in diesem Krieg sowohl damals als auch heute, schon viel Schreckliches erlebt. Ich weiß auch, dass auch du schon so einiges hinter dir hast und ich muss betonen, wie stolz ich auf dich bin, dass du da überall mehr oder weniger unbeschadet heraus gekommen bist. Aber das, was sie den Kindern von Pyrites angetan haben, davon werden sogar ich und dein Vater Albträume haben. Ich möchte dir das nicht auch noch antun, du hast genug Sorgen. Und schon gar nicht in deinem momentanen gesundheitlichen Zustand. Ich weiß, dass es dir bereits wieder besser geht und du morgen den Krankenflügel verlassen darfst, aber ich möchte dir dieses eine Übel ersparen. Verstehst du mich?“ Sirius sah seinen Patensohn bittend an.

Harry hatte, während er Sirius Erzählung gelauscht hatte, seine verschränkten Hände aufgemacht und sah seinen Paten sprachlos an. Er hatte mit vielem gerechnet, immerhin kannte er Voldemorts Methoden jemanden zu quälen, das Wort Crucio würde als Erklärung reichen, aber so etwas hatte er sich nicht vorgestellt.

Plötzlich tauchten Bilder vor seinen Augen auf, wo kleine Kinder regungslos und komisch verrenkt am Boden lagen, die Augen starr vor Schreck aufgerissen. Überall Blut …

Ihm wurde schlecht. Langsam ließ er sich wieder zurück aufs Bett sinken. Schnell waren die beiden Rumtreiber bei ihm. „Harry? Geht’s dir nicht gut? Kannst du mich hören?“ Während Sirius auf ihn einredete, überprüfte Remus seinen Puls.

„Ich … das darf nicht wieder passieren“, brachte er schließlich leise hervor und starrte seinen Paten an. Auch wenn er Pyrites nicht vergab, dass er den Orden verraten hatte, so hatte er es aber nicht verdient, die Folterung und Ermordung seiner Kinder mit ansehen zu müssen - das musste unvorstellbar schrecklich gewesen sein.

Sirius legte ihm behutsam einen Arm um die Schulter und setzte sich ebenfalls auf das Krankenbett, während Remus Poppy holte. „Ich weiß, Großer! Wir werden alle unser Bestes geben um dem eine Ende zu bereiten“, flüsterte Sirius.

„Wir können uns gegenseitig vertrauen! Wir halten zusammen und gemeinsam werden wir es schaffen!“ Harry und Sirius wandten sich an Remus, welcher nun wieder zu ihnen getreten war.

Der Werwolf hockte sich zu den beiden und sprach wieder in seiner sanften einfühlsamen Tonlage: „Wir könnten alle etwas Schlaf gebrauchen, findet ihr nicht? Sirius, du bist überarbeitet und solltest wirklich einmal ausschlafen, frag Poppy ob sie dir einen Traumlosschlaftrank gibt und nimm James auch gleich einen mit, falls er von Lily noch keinen bekommen hat. Und du Harry, du legst dich jetzt wieder ins Bett, du solltest dich ausruhen.“

Harry, welcher noch blasser war als vorher, nickte nur erschöpft und sah noch einmal zu seinem Paten. „Geht es Dad gut?“

„Den Umständen entsprechend schon, ja“, meinte Sirius und lächelte sein Patenkind mild an. Er wuschelte noch einmal durch Harrys ohnehin schon unordentliches Haar, ehe sich Harry zurück in die Polster sinken lies. Behutsam deckte ihn Sirius zu, während Madame Pomfrey auf sie zu schritt.

„Hier, trinken sie das Mr. Potter, dass ist gegen den Schock. Und das hier ist für sie Mr. Black. Geben sie bitte Mr. Potter auch eine Phiole wenn es Lily noch nicht getan hat.“

„Werde ich machen Madame Pomfrey, danke!“ Poppy lächelte milde, ehe sie sagte: „Und nun sollten sie alle in ihre Betten. Hop hop!“

„Wir sehen uns dann morgen! Dein Dad und ich haben dieses Wochenende wieder frei!“ Sanft strich Sirius noch einmal durch Harrys Haare, Remus drückte noch einmal seine Schulter, ehe die beiden gemeinsam den Krankenflügel verließen.

Harry kam sich plötzlich so unheimlich alleine vor. Irgendwie wünscht er sich, dass jetzt jemand bei ihm wäre. Ein Zittern durchfuhr seinen Körper. Er hatte plötzlich das kindliche Verlangen, bei seinem Vater sein zu wollen. „Mr. Potter, sie müssen ihren Trank nehmen“, sagte die Krankenschwester sanft. Schnell blinzelte er die Tränen weg und nahm die Phiole von Madame Pomfrey entgegen und trank den, wie sollte es anders sein, bitteren Inhalt.

Schnell spürte er eine Wärme, die ihn von ihnen heraus wärmte. Seufzend kuschelte er sich in sein Kissen und drückte, als Madame Pomfrey in ihrem Büro verschwunden war, seinen Plüsch-Hirschen an sich.

Kurze Zeit später fiel er auch schon in einen traumlosen Schlaf.


*



„Er hat den ganzen Tag durchgeschlafen!“

„Er sieht eindeutig schlimmer aus als gestern.“

„Er ist schrecklich blass, findet ihr nicht?“

„Woher hat er denn den Plüsch-Hirschen her?“

…

„Was? Ron! Das ist doch wohl wirklich egal, oder?“


„Sirius hat ihn mir geschenkt“, nachdem er kurze Zeit dem Gespräch seiner Freunde gefolgt war, streckte sich Harry lächelnd in seinem Bett und öffnete verschlafen seine Augen.

„Wie geht’s dir? Darfst du wirklich schon aus dem Krankenflügel raus?“, fragte ihn seine beste Freundin.
„Das werden wir gleich sehen“, meldete sich die Krankenschwester zu Wort.

Schnell überprüfte sie Harrys Gesundheitszustand uns sagte schließlich: „Wenn sie sich bereit fühlen, dann kann ich es verantworten, aber nur, wenn sie die täglichen Kontrollen einhalten. Falls sie irgendwelche Beschwerden haben sollten, kommen sie sofort zu mir.“ „Ja, das werde ich machen", antwortete Harry artig. „Also gut, dann sollten sie noch in aller Ruhe essen und dann können sie gehen. Und Sie meine Damen und Herren, passen gut auf ihn auf. Haben wir uns verstanden?“

Ginny, Hermine, Ron und Draco nickten brav.

Während Harry lustlos in seinem Abendmahl herumstocherte, erzählten ihm seine Freunde, was so alles in den letzen Tagen passiert war. „Hey, Erde an Harry? Hörst du uns überhaupt zu?“

„Tut mir Leid, Draco. Ich war in Gedanken. Was?“ „Was ist passier? Als wir gestern vor dem Abendessen gegangen sind, ging es dir schon besser, aber jetzt … sieh dich an, du siehst schrecklich aus. Also, was ist passier?“, auffordernd sah Draco seinen Freund an.

Seufzend schob Harry das Tablett mit dem Abendessen zur Seite und begann leise zu erzählen, was er gestern erfahren hatte.




Langsam trotteten die vier Gryffindors hinauf in ihren Turm. Harry hatte ihnen alles erzählt, was er von Sirius und Remus erfahren hatte.

Alle hatten verkrampft versucht, nicht darüber nachzudenken, was die Todesser den Kindern angetan haben könnten. Einzig Draco hatte ausgesehen, als ob er erahnen könnte, was sich an diesem Tag zugetragen hatte, doch der Slytherin hatte ihnen nichts davon gesagt und Harry war ihm irgendwie dankbar dafür.

Als sie ankamen, setzten sie sich in ihre gemütlichen Lieblingssessel am Kamin und dachten an das, was sich in letzter Zeit alles zugetragen hatte. Sie alle waren geschockt, frustriert und auch wenn sie es nicht zugeben wollten verängstigt. Wieder einmal wurde ihnen bewusst, wie grausam dieser Krieg war.

Nach und nach lehrte sich der Gemeinschaftsraum und nach einiger Zeit, niemand konnte sagen wie viel Zeit wirklich vergangen war, machten sich auch die vier Freunde widerstrebend daran in ihre Betten zu kommen.
Als Harry und Ron bettfertig in ihren Betten lagen, begann Ron leise zu sprechen: „Seid der Krieg begonnen hat sind alle verängstigt und trauen fast keinen mehr über den Weg. Aber wir konnten uns immer vertrauen, aber jetzt wo …“ Ron brach ab, doch Harry verstand ihn auch so.

„Nicht mehr zu wissen, wem man trauen kann und wem nicht, meinst du? Ja, das macht mir auch Angst“, gestand er leise und er fühlte sich nur noch niedergeschlagen. „Aber ist das nicht erst recht Grund genug die Augen offen zu halten?“
„Natürlich! Ich meinte auch nicht, dass wir von jetzt an nur noch die Hände in den Schoß legen sollten. Es ist wohl eher so, dass Hermine vielleicht doch Recht hat, wenn sie uns zum Lernen antreibt.“
Aus Nevilles Bett kam ein leises, grunzendes Geräusch und Harry konnte im fahlen Mondlicht sehen, wie Ron zusammenzuckte. Einen Augenblick später hatte er sich jedoch wieder gefangen und Harry konnte die grimmige Entschlossenheit aus Rons Stimme erkennen, als er weiter sprach:
„Du kannst wirklich nicht behaupten, dass ich dir seit wir uns kennen eine große Hilfe war, immer musstest du alleine wo durch. Doch wenn ich das nächste Mal Todessern gegenüber stehe, dann möchte ich mich auf meine Zauberei und nicht auf mein Glück verlassen können!“
„Du warst mir immer eine Hilfe, Ron! Du warst immerzu an meiner Seite und hast mir geholfen da raus zu kommen, egal in was für einen Scheiß ich mich da rein geritten habe“, entgegnete Harry verblüfft.

„Sagen wir einfach so, ich weiß, dass die nächste Auseinandersetzung mit Voldemort und seinen Arschkriechen kommt und das sicher bald. Ich möchte - und kein Wort davon zu Hermine - ich möchte bis dahin soviel wie nur irgend möglich gelernt haben.“

Harry starrte einfach nur auf Rons Bett, dorthin wo er glaubte Rons Gesicht in der Dunkelheit auszumachen. Das war unmöglich sein Kumpel, der sich vor jeder Form von Lernen drückte, der seine Hausaufgaben grundsätzlich in letzter Minute erledigte und der sich seit ihrem ersten Schultag über Hermines Strebsamkeit lustig machte.

„Nein, hier hat niemand Vielsafttrank benutzt“, grinste Ron, der Harrys Schweigen richtig gedeutet hatte. „Kannst du seit neuestem auch Gedanken lesen?“ „Nein, aber ich kenn dich lange genug. Und ich kann mir gerade deinen dummen Gesichtsausdruck vorstellen“, sagte Ron in einem beruhigend ronmäßigen Tonfall. „Und vergiss nicht – kein Wort davon zu Hermine!“ „Keine Sorge, die würde mir sowieso kein Wort davon glauben“, entgegnete Harry, während er noch immer skeptisch auf das benachbarte Bett starrte.

Während der Rotschopf langsam im Morpheus Arme glitt, dachte Harry noch viel über seinen besten Freund nach. Ron hatte sich wirklich verändert. Zuerst sein beeindruckender Einsatz in ihren Trainings, dann sein ab und zu erwachsenen Verhalten und jetzt dieses Gespräch.

Der Krieg verändert wirklich die Menschen, dachte Harry bei sich.

Über diesen Gedanken musste Harry wohl eingeschlafen sein, denn als Ron ihn wenig später - Harry konnte nicht sagen, ob Stunden oder nur Minuten vergangen waren - an der Schulter rüttelte, herrschte im Schlafsaal bereits reger Betrieb.

„So leid es mir tut, doch wir müssen raus, sonst versäumen wir noch das Frühstück“, gähnte Ron, der nicht weniger erschöpft und zerzaust aussah, wie Harry sich fühlte. Zu seiner Beruhigung benahm sich Ron jedoch wieder völlig normal.

Mit einem letzten sehnsuchtsvollen Blick auf sein Bett klopfte er Harry auf die Schulter, um ihn anzutreiben. „Na los jetzt!“


„Ihr beiden seht schrecklich aus“, sagte Ginny, als die beiden Jungs die Treppen nach unten in den Gemeinschaftsraum wankten, wo sie bereits mit Hermine auf die beiden wartete. „Danke für das Kompliment“, grummelte Ron. „Morgen, Hermine!“, gähnte Harry mit dem Versuch eines Lächelns und gab Ginny einen Begrüßungskuss, der länger ausfiel als sonst.

„Wurde wohl doch etwas spät gestern Nacht.“

„Heute Morgen!“, korrigierte ihn Hermine, welche sich gerade von Ron löste. Als Harry sie verwirrt anblickte, fügte sie mit einem schiefen Lächeln hinzu: „Es war zwei Uhr, als wir schlafen gingen.“ „Wirklich? Ahh, ja…“, nickte Harry, während er einigen Erstklässlern auswich, die munter und ausgeschlafen Richtung Porträtloch stürmten.

„Na los, gehen wir! Ich hab Hunger!“, trieb sie Ron zur Eile. Harry lachte, ja das war der Ron, den er kannte.




Ich hoffe es hat euch gefallen, auch wenn es sicher eines deiner traurigeren Kapitel ist! Wie gesagt gebe ich mir mühe weiterhin brav an dieser Story zu basteln, aber bitte habt Verständnis für die längeren Wartezeiten! Freue mich wie immer über jede Meinung!

Bis hoffentlich bald,
eure Mel

***

Noch schnell zu meine supertollen Kommentarschreiberlinge!
Meine Lieben, bitte bitte bitte seid mir nicht böse, wenn ich dieses Mal nicht auf jedes Kommi eingehe! Seid euch sicher, dass ich alle gelesen, mich über jedes einzelne total gefreut und jeden Neuzugang glücklich registriert habe! Danke!

Danke Lina!
Danke A. J.!
Danke *sally*anne*potter*!
Danke Lily014!
Danke Mrs.Black!
Danke hermine1965!
Danke Marry63!
Danke sirius black xd!
Danke chap01!

Ich hoffe, ich hab niemanden vergessen! Das nächste Mal werd ich wieder auf eure Kommentare antworten, versprochen! Also bitte nicht böse sein, ja?


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