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Fanfiction

Auferstanden - Die Realität des Krieges

von MelRU

Hallo ihr Lieben!
Es freut mich wieder einmal euch hier zu begrüßen! Und es freut mich umso mehr wenn ich sehe, dass mir ein paar von euch ihre Meinung da gelassen haben! Danke! (Reviewantworten findet ihr wieder unten)

Ich möchte mich auch für die lange Wartezeit entschuldigen, aber meine Beta hatte ziemlichen Stress und deshalb wollte ich ihr nicht auch noch mit dem betalesen dieses Kapitels in den Ohren hängen! Ich habe zwar schon länger mit dem Gedanken gespielt, einstweilen die ungebetate Version hochzuladen, aber ich wollte euch nicht mit der ungebetaten Version abspeisen! Das fand ich doof.

Aber da meine Beta anscheinend in Stress zu "ersticken" droht, ich möchte ihr hier an dieser Stelle besserung wünschen (hoffen wir das es was bringt), und ich euch einfach nicht noch länger warten lassen kann (mein schlechtes Gewissen tritt mir schon die ganze Zeit im Hinterkopf herum) stellt ich euch das ungebetate Kapitel on! Ich hoffe es ist nicht allzu schrecklich! Falls ihr Fehler findet, könnt ihr sie deshalb behalten, meine Beta wird sie finden und dann vernichten xD

Dafür hab ich aber auch die lange Wartezeit genutzt und mich ein bisschen in die Produktion dieser Story geworfen. Jetzt habe ich wenigsten ein paar Kapitel im Gepäck und steh nicht ganz leer da! Sobald sie korrigiert wurden, werde ich sie hochladen! Ich hoffe, dass euch das etwas besänftigt und die Wartezeit etwas erträglicher erscheinen lässt!

Wie der Name des Kapitels schon aussagt, werden unsere Lieben wieder einmal mit der schrecklichen Seite des Krieges konfrontiert! Es ist daher etwas traurig, aber ich wünsche euch trotzdem viel Spaß beim Lesen.


Kapitel 32

Die Realität des Krieges

Als die vier Freunde am Montag Morgen etwas verspätet und in Ron’s Fall noch immer etwas verschlafen, in die Große Halle kamen, herrschte dort schon ein großer Aufruhr. Ihre Mitschüler saßen beieinander über Zeitungen gebeugt und tuschelten aufgeregt miteinander. Ein Blick zum Lehrertisch bestätigte ihnen, dass etwas Schreckliches passiert sein musste. Auch die Lehrer hatten die Zeitungen aufgeschlagen vor ihnen liegen und redeten intensiv mit ihren Kollegen, alle waren sie ziemlich blass um die Nase.

Erschrocken stellte Harry fest, dass seine Mum, Lorelei und Remus fehlten. Und als ihm auch noch mitleidige Blicke von den Schülern, welche ihre Anwesenheit bemerkt hatten, zugeworfen wurden, spürte er leichte Panik in sich hochwallen.

Schnell machten sie sich auf den Weg zum Gryffindortisch, wo sie ein bleicher Neville schon herbei gewunken hatte. „Neville! Weißt du schon was passiert ist?“, fragte Harry angespannt, als sie sich neben ihren Klassenkameraden setzten.

Da sie sich nur auf Neville konzentrierten, bemerkten sie nicht, wie McGonagall sich von ihrem Sessel erhob und auf sie zukam. „Es tut mir leid Harry!“ Mit einem mitleidigen Blick übergab Neville Harry die Zeitung. Mit rasendem Herzen begann dieser zu lesen.

Mit jedem Wort wurde ihm schwer ums Herz und auch Ron, Hermine und Ginny stand der Schock ins Gesicht geschrieben. Fassungslos legte er die Zeitung zur Seite.

„Das ist so schrecklich!“, flüsterte Ginny den Tränen nahe und blickte weiterhin auf das Titelblatt der Seite. Dort stand in einer unübersehbaren Überschrift:

20 Angriffe auf Zauberfamilien! Totale Verwüstung! 30 Tote! 15 Schwerverletzte!


Darunter waren Bilder der Häuser welche verwüstet wurden, bis auf drei Häusern schwebte über jedem das Dunkle Mal. An diesem Abend war dort niemand zuhause gewesen. Laut Angaben des Tagespropheten standen die Besitzer der Häuser unter Schock, durch Zufall so knapp dem Tode entronnen zu sein. Das Ministerium ermittelte auf Hochtouren, welche Motive die Todesser gehabt hatten und ob noch weitere Angriffe geplant waren.

Doch die Augen der Freunde lagen nicht auf den Zeilen des zweiseitigem Berichtes, sie blickten nur auf das einst so schöne und freundliche Haus in Godrocs Hollow, wo jetzt nur mehr ein Haufen Schutt und Asche zu erkennen war. Der ehemals so liebevoll eingerichtete Garten war verwüstet, Bäume ausgerissen und der Gartenzaun weggesprengt.

„Diese Aasgeier! Wenn ich es ihnen nur heimzahlen könnte! Ich würde sie alle an Aragog und seine Kinder verfüttern! Diese miesen Schweine!“, während Ron sich wütend über Voldemort und seine Speichelecker hermachte, wanderte Hermines Blick rüber zum Slytherintisch. Draco, welcher von Haus aus blass war, hatte nun eine ungesunde Farbe im Gesicht. Man konnte jedoch sehen, dass er versuchte seine Maske aufrechtzuerhalten, was ihm jedoch relativ schwer viel. Blaise sah auch nicht viel besser aus und warf seinen besten Freund immer wieder besorgte Blicke zu. Hermine beobachtete ihn dabei, wie er Draco einen Tee und ein Marmeladenbrötchen schmackhaft machen wollte, was ihm aber nicht wirklich gelingen mochte.

Hermine konnte sich vorstellen, dass es auch für den blonden Slytherin, welcher in diesem Haus viele seiner neuen Freunde kennen gelernt und sich dort wie zuhause gefühlt hatte, ein herber Schlag sein musste.

„Mr. Potter, Mr. und Mrs. Weasley, kommen Sie bitte mit mir mit!“, wie durch einen dicken Nebel nahm Harry die Worte der Schulleiterin war, er spürte nicht einmal die kleine zierliche Hand, welche tröstend auf seiner Schulter lag.
Wie in Trance stand er auf und folgte gemeinsam mit seiner besorgten Freundin und einen verwirrten Ron seiner Schulleiterin aus der Halle und ließ eine bestürzte Hermine zurück.

Fragend sah Hermine den dreien nach. Sie verstand nicht, wieso ihr Freund und Ginny auch mit McGonagall mitgehen mussten. Während eine traurige Luna auf den Schoß ihres Freundes Platz nahm, wandte sich Hermine an Neville, welcher noch immer auf den Zeitungsartikel starrte.

„Wieso können die ihn nicht einmal in Ruhe lassen! Er hat es nicht verdient!“, meinte Luna leise. „Er hat mir mal erzählt, wie sehr er sich darüber gefreut hat, endlich ein Zuhause zu haben und jetzt so was!“

„Ich weiß, dass es schrecklich unfair ist, aber so herzlos sich das jetzt anhört, mir ist es lieber sie zerstören ‚nur‘ sein Zuhause als ob sie jemanden töten, der ihm nahe steht“, gab Hermine ihre Meinung kund, wie immer versuchte sie einen kühlen Kopf zu bewahren. Ihre Freunde sahen sie einen Moment sprachlos und verständnislos an. Doch dann sagte Neville: „Das stimmt. Aber es muss trotzdem schrecklich sein, sein Zuhause zu verlieren!“

„Ich hab auch nicht gesagt, dass es das nicht ist. Aber ich mach mir mehr Sorgen darüber, wie sie den Standort des Hauses herausgefunden haben! Es gab nur wenige, die davon wussten. Diese Information unterlag strengster Geheimhaltung!“

Nachdenklich sahen sich die Freunde an, doch eine Antwort wollte ihnen nicht einfallen. Da ihnen der Appetit gründlich vergangen war und sie die neugierigen Blicke der anderen Schüler nervten, machten sich Neville, Luna und Hermine wieder auf dem Weg zurück in ihre Gemeinschaftsräume, um ihre Sachen für den Unterricht zu holen.

Mit ihren Herzen waren sie jetzt alle bei ihren grünäugigen Freund.

Während Neville und Hermine sich auf den Weg zum Gryffindorturm machten, schritt der junge Potter neben seiner Schulleiterin her, welche ihm besorgte Blicke zuwarf, dicht gefolgt von Ginny und Ron. Doch der Junge beachtete seine Umgebung überhaupt nicht. Er nahm nur nebenbei war, dass sie schon beim Schulleiterbüro angekommen waren und die Treppen hinter dem Wasserspeier emporstiegen.

Erst als McGonagall die Bürotür aufstieß, wurde er durch die ihm bekannten Stimmen aus seiner Trance gerissen.

Sein Vater und seiner Mutter saßen auf einer Couch und unterhielten sich leise. Sirius stand am Kamin und blickte gedankenverloren in die Flammen, während Remus auf ihn einredete und Lorelei neben ihm stand und fest seine Hand hielt. Mr. Und Mrs. Weasley standen am Fenster und unterhielten sich ebenfalls mit gedämpfter Lautstärke.

Durch ein Räuspern seitens McGonagall wurden sie auf die Neuankömmlinge aufmerksam. „Oh Harry!“ Lily stand auf und eilte zu ihrem Sohn, um ihn in ihre Arme zu schließen. Erst jetzt konnte Harry ihre tränennassen Wangen sehen.

Nachdem sie ihn wieder losgelassen hatte, bemerkte Harry, dass auch Mrs. Weasley ihre Kinder in Beschlag genommen hatte. Harry wandte sich automatisch zu seinem Vater. „Was ist passiert?“ verwundert stellte er fest, dass seine Stimme ganz heißer war, als ob er sie schon eine Weile nicht mehr benutzt hätte. Er räusperte sich kurz.

„Naja, das war wohl der Grund, warum man jetzt eine Woche lang nichts von Voldemort gehört hat! Es war alles gut durchdacht und wir im Aurorenbüro hatten alle Hände voll zu tun um der Angriffswelle ein Ende zu bereiten.“

„Es hätte noch mehr Angriffe geben sollen?“, kam es geschockt von Harry. „Ja. Wir konnten ein paar Angriffe erfolgreich stoppen und ein paar Todesser gefangen nehmen. Aber wir konnten von ihnen nicht herausbekommen wer noch angegriffen werden sollte. Sie wussten zwar, dass noch mehre Angriffe statt finden sollten, aber jeder Todesser wusste nur sein eigenes Ziel“, erklärte James langsam und sah seinen blassen Sohn besorgt an.

„Er muss doch einen Grund gehabt haben, dass er so viele Zauberfamilien auf einmal angreift! Das hat es doch bisher noch nie gegeben, oder?“, traute sich Ginny leise fragen.

„Wir glauben das Motiv zu wissen. Zumindest sind wir uns ziemlich sicher, denn mindestens je ein Familienangehöriger von den 20 Familien waren damals im ersten Krieg oder sind noch immer im Orden des Phönix! Deshalb glauben wir, dass er auch noch die restlichen von uns angreifen wollte. Darum haben wir alle Familien evakuiert.“

„Wohin?“, fragte Ron fassungslos.

„Das, möchte ich euch, zu eurer eigenen Sicherheit nicht sagen. Ich kann dir nur sagen, dass deine Eltern bei Fred und George untergebracht worden sind. Dort gibt es einen Geheimgang, welcher zu einem geheimen Versteck führt, welches mit Schutzzauber belegt wurde.“

Verwundert wandten sich Ginny und Ron zu ihren Eltern und begannen leise mit ihnen zu reden.

Währenddessen lächelte Harry leicht, diese Idee konnte nur von Fred und Georg kommen - ein Geheimgang in ihrem eigenen Geschäft. Plötzlich stutze er. Schutzzauber - ihr Haus hatte doch auch Schutzzauber gehabt! Voldemort hätte es nie finden dürfen.

„Wie haben sie unser Haus gefunden?“, fragte er leise mit gesenktem Kopf. Eigentlich wollte er es gar nicht wissen. Er hörte Sirius tief seufzen: „Das war meine Schuld. Ich hätte diesen verdammten Todesser aufhalten müssen. Ich war der einzige in seiner Nähe. Aber ich war nicht schnell genug.“
„Padfoot, wie oft soll ich es dir noch sagen, es ist nicht deine Schuld!“

„Wenn du meinst“, kam es nicht ganz überzeugend von Sirius. „Kannst du dich noch daran erinnern, als du dich am Sonntag in der Früh bei uns gemeldet hast? Ja? Wir haben dir ja gesagt, dass wir eine kleine Auseinandersetzung mit den Todessern hatten. Genauer gesagt war es ein Angriff direkt im Ministerium. Sie hatten es geschafft jemandem in die Top Secret Abteilung zu schleusen. Deshalb kannten sie sich auch dort ganz gut aus und konnten alle Sicherheitssysteme überwinden. Als wir Auroren um Hilfe gerufen wurden, gab es nur mehr Sechs Todesser. Jeder von ihnen wollte mit Akten, welche die höchste Sicherheitsstufe hatten abhauen. Fünf davon konnten wir aufhalten, nur einer konnte entkommen und nein Sirius es war nicht deine Schuld! Niemand hätte ihn aufhalten können, schon gar nicht wenn man gleichzeitig mit zwei anderen Todessern kämpft!“

„Aber…“
„Kein Aber, Sirius! Es war nicht deine Schuld“, kam es nun ernst von Remus, was Sirius verstummen lies. Dankend nickte James Remus zu, ehe er fortfuhr: „Und genau derjenige der entkommen war, hatte die Akte, wo der Standort unseres Hauses drinnen stand, was wir aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten. In dieser Akte waren auch alle Schutzzauber, welche auf unserem Haus lagen niedergeschrieben.“

„Ich dachte, du hast selbst auch welche darauf gelegt?“, fragte Harry seinen Vater und er konnte es nicht ganz verhindern, dass sich seine Stimme anklagend anhörte.

„Das hat James auch und deshalb haben die Todesser dort länger gebraucht. Während wir mit den anderen Angriffen beschäftigt warten, ist uns aufgefallen, dass es sich immer um Mitglieder des Phönixordens gehandelt hat, deshalb sind wir schnell nachhause appariert um dort nach dem Rechten zu sehen. Wir sind genau in dem Moment dort angekommen, als sie den letzten Schutzzauber von mir und James geknackt hatten. Doch leider konnten wir zwei nicht sehr viel dagegen unternehmen. Acht Todesser waren einfach zu viele“, erklärte Sirius versteift.

Harry nahm die notdürftig geheilten Wunden von Sirius und seinen Dad erste jetzt so richtig wahr. „Es tut mir Leid, dass wir es nicht geschafft haben, unser Zuhause zu retten“, murmelte James bedauernd.

Harry sah sich um und bemerkte, dass ihn alle besorgt, forschend oder mitleidig musterten. Erst jetzt wurde ihm bewusst, dass sich sein Dad bei ihm entschuldigt hatte.

Und nun wurde ihm so richtig klar, was wirklich passiert war. Fast alle Mitglieder des Phönix sind angegriffen worden. Die Weasleys und viele andere wurden evakuiert und mussten von nun an noch mehr um ihr Leben bangen. Sein Zuhause wurde zerstört, all ihre persönlichen Sachen wie Fotos, Bücher und andere banale Dinge waren vernichtet worden. Ihr Haus war komplett dem Erdboden gleich gemacht worden. Und auch sein Zimmer gab es nicht mehr.

Plötzlich begannen seine Knie zu zittern und seine Beine drohten nachzugeben, sein Dad schien das bemerkt zu haben, denn er eilte auf ihn zu. Harry sah das alles nur mehr verschwommen, da sich langsam ein Teppich voller Tränen vor seinen Augen zu bilden begann.

Als er die starken Arme seines Dads spürte, konnte er sich die Tränen nicht mehr zurück halten. Leise begann er zu weinen.

Außer James, welcher ihm leise, tröstende Wörter zusprach, redete niemand im Büro. Alle sahen auf diese Szene, die so viel Trauer und Verzweiflung ausdrückte, aber auch Wärme und Geborgenheit.

Nach einer gefühlten Ewigkeit versiegten Harrys Tränen, doch er drückte sich immer noch eng an seinen Vater um das Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit nicht zu verlieren. James, der Harrys Wunsch nach Wärme und Geborgensein verstehen konnte, immerhin hatte man ihm sein Zuhause, welcher erst seit einigen Monaten gehabt hatte, mit einem Schlag weggenommen, drückte ihn noch einmal fest.

Danach führte er Harry zu der Couch und setzte ihn neben seine Frau. Lily nahm Harrys Hand in ihre und drückte sie zart, während sich James neben ihn setzte und ihm einen Arm um die Schultern legte.

„Aber woher wusste er, wer aller zum Orden gehört?“, fragte nun Harry, welcher sich wieder einiger Maßen beruhigt hatte. „Wir wissen es nicht! Es könnte jeder aus dem Orden gewesen sein. Wir müssen alle überprüfen! Am besten, wir fangen gleich heute damit an“, meinte James ernst.

Und auch Sirius nickte entschlossen. McGonagall setzte sich an ihren Schreibtisch und die anderen Erwachsenen folgten ihr, um die nächsten Schritte zu besprechen.

Bevor sein Dad aufstand, wandte er sich noch einmal Harry zu: „Harry?“ „Mir geht’s schon besser“, versicherte ihm diese schnell, vielleicht etwas zu schnell. James drückte noch einmal kurz seine Schulter, seine Mum küsste ihn schnell auf die Wange, ehe sie ebenfalls zur Schulleiterin traten.

Als die beiden aufgestanden waren, hatten sich Ginny und Ron neben Harry fallen lassen. „Geht’s Einigermasen, Kumpel?“ Für Ron war es wieder einmal eine heikle Situation, denn als Tröster war er wirklich nicht geeignet.

Harry nickte und lächelte tapfer, obwohl in seinen Augen noch immer Tränen schwammen. Seine Freundin lehnte sich einfach an ihn und drückte ihn so fest sie konnte. Auch Ron legte einen Arm um seine Schultern und lächelte zuversichtlich zurück. Während die Erwachsenen planten, sprachen die Jugendlichen kein Wort und Harry war ihnen dankbar dafür.


Nach einer halben Stunde hatten die Erwachsenen alles geplant. Remus, Lorelei und Lily würden heute ihren Unterricht wieder ganz normal weiter führen. James und Sirius würden gleich wieder ins Aurorenbüro flohen und dort mit den Befragungen anfangen. Mr. Und Mrs. Weasley würden wieder zurück zu ihren beiden Söhnen gehen und bei ihnen im Laden aushelfen.

„Mr. Potter sie sind natürlich vom heutigen Unterricht freigestellt!“, bemerkte McGonagall, während sich die andrem zum Aufbruch bereit machten.

Harry sah sie nachdenklich an und lies dann kurz seinen Blick über die anderen Anwesenden wandern. Niemand von ihnen versteckte sich. Alle gingen ihren Weg weiter, da würde er sich auch nicht davon abhalten lassen.

„Das ist nicht nötig. Ich gehe in den Unterricht“, zuckte er mit den Schultern und hoffe, dass sich seine Stimme bemüht beiläufig klang. „Bist du dir sicher Harryschatz? Wenn es dir nicht gut geht, dann …“

„Es geht mir gut, Mum! Es gibt leider nur einen verrückten, geisteskranken Zauberer, der denkt er kann mir mein Leben vermiesen wo, wann und wie es ihm passt! Aber da hat er sich gewaltig getäuscht! Sicher bin ich traurig darüber, dass unser Zuhause dem Erdboden gleich gemacht wurde, aber es sind und bleiben immer noch ein paar Ziegelsteine. Ich bin mir sicher, dass ihr eine Lösung dafür findet, so wie ihr es immer tut. Und es ist mir immer noch lieber er zerstört mein Zuhause, als das er mir einen von euch wegnimmt, denn das würde ich wirklich nicht ertragen“, schloss er seinen Vortrag zum Schluss hin leise.

McGonagall sah ihn einen Moment erstaunt an, ehe sie eines ihrer seltenen Lächeln zeigte. „Nun gut. Dann gehen sie nachher wie gewohnt in den Unterricht. Die erste Stunde wird ihnen dreien entschuldigt.“

Kurze Zeit später machten sich die Erwachsenen auf den Weg, während sich die anderen verabschiedeten und sich bereits auf den Weg machten, nahm James seinen Sohn noch einmal zur Seite.

„Fühlst du dich auch wirklich dazu bereit, heute in den Unterricht zu gehen?“ Harry lächelte leicht, über die Besorgnis seines Dads. „Ja, Dad ich bin mir sicher! Und es tut mir leid, dass ich dir vorher einen Vorwurf gemacht habe“, nuschelte er zum Schluss leise. Plötzlich begann James zu grinsen: „Es muss dir nicht leid tun, Harryboy!“ Sanft drückte er noch einmal seinen Sohn, bis dieser ihn ein Stück von sich wegschob.

„Wo schlaft ihr jetzt eigentlich?“, wollte er von seinem Vater wissen. „Ach weißt du Schatz, ich und Lorelei haben schon solch eine Sehnsucht nach unseren Männern, sodass wir sie ausnahmsweise hier übernachten lassen“, antworte ihm seine Mum, welche die Frage gehört hatte. Sie und Lorelei grinsten schelmisch.

Während Harry die Augenbraue nach oben zog, begann James ebenfalls zu grinsen und ging zu seiner Frau. „Ich sehne mich auch schon so sehr nach dir, Lilymäuschen!“, säuselte er, ehe er sie in einen Kuss verwickelte.

„Hey! Aufhören, das ist unfair! Sirius ist schon weg! Ich hab niemandem mehr zu knutschen!“, schmollte Lorelei, was die zwei aber nicht auseinander trieb. „Und abgesehen davon, ist euer Sohn schon etwas grünlich um die Nase“, lachte sie zum Schluss.

Überrascht wandte sich das Ehepaar Potter zu ihrem Sohn. Welcher zwar nicht wirklich grünlich um die Nase war, aber eine angewiderte Grimasse schnitt.

Mit einen unschuldigen: „Was hast du den Harryboy?“, schritt James zum Kamin und wollte schon in hinein steigen, als ihm noch etwas einfiel: „Heute wird der neue Minister vom Zaubergamot gewählt. Soll ich dir heute Abend Bescheid geben, wer die Wahl gewonnen hat?“ „Ja bitte!“ James nickte Harry kurz um zu zeigen, dass er verstanden hatte und flohte nachdem er allen noch Anwesenden noch einmal zu gewunken hatte zurück in sein Büro.

Harry stellte fest, dass die Weasleys auch schon weg waren, Lorelei und Remus soeben das Büro verließen und Ginny und Ron auf ihn warteten.

Schnell verabschiedete er sich bei seiner Mum und McGonagall und verließ gemeinsam mit den anderen beiden das Schulleiterbüro.

Harry, Ron und Ginny liefen schnell hinauf in ihren Turm, um sich ihre Schultaschen zu holen. Danach trennten sich ihre Wege, Ginny rannte zum Verwandlungsklassenzimmer und Harry und Ron liefen hinunter zum Geschichteklassenzimmer, wo sie gerade noch vor Lorelei in die Klasse geschlittert kam.

Lorelei schloss grinsend die Türe, während sich Harry und Ron neben Hermine und Neville, welche gleich einen Platz für sie freigemacht hatten, setzten.

Als Lorelei mit ihrem Unterricht begann, fingen auch ihre Freunde an sie auszufragen. Leise erzählten sie ihnen, was sie alles im Büro der Direktorin erfahren hatten.

Die Stunde verging relativ schnell und Lorelei sah großzügig darüber hinweg, dass vier ihrer Schüler, namentlich Harry, Hermine, Ron und Neville ihren heutigen Unterricht nicht folgten. Wobei es Hermine wenigstens hin und wieder versuchte.

Als es läutete wollten die Schüler schon aus der Klasse strömen, als sie Lorelei noch kurz zurück rief.

„Einen Moment noch. Als Hausaufgabe möchte ich, dass Sie sich überlegen, wie die Einstellung der beiden Parteien die Auseinandersetzung, die zum Krieg zwischen den Vampire und Zentauren geführte haben, beeinflusst haben könnte. Sollten Fragen auftreten, werden wir diese in der nächsten Unterrichtsstunde klären. Einen schönen Tag noch Herrschaften!“

„Wie viele Seiten Pergament möchten Sie?“, fragte Hermine. Einige Mitschüler warfen ihr giftige Blicke zu und auch Ron kam nicht umhin die Augen zu verdrehen. „Hattet ihr bei mir noch keine Hausaufgabe zum Überlegegen?“ „Nein, nur 3 schriftliche“, kam es sofort von Hermine, was sich irgendwie wie ein Vorwurf anhörte.

„Nun, dann will ich es Ihnen mal so sagen: Es steht Ihnen selbstverständlich frei, sich persönliche Notizen zu machen, doch wie Sie vielleicht schon bemerkt haben werden Sie in meinem Unterricht wenig Pergament, dafür aber ein gutes Gedächtnis brauchen. Verinnerlichen Sie sich die Informationen, denn auch in ihrem weiter Leben werden Sie nicht immer Gelegenheit haben, ein Pergament aus der Tasche zu holen um die notwendigen Informationen nachzulesen“, entgegnete Lorelei mit einem leichten Schmunzeln.

Harry und Ron hatten Mühe, bei Hermines Gesichtsausdruck nicht in schallendes Gelächter auszubrechen. Er war irgendwo zwischen Geschockt, Verwirrt und Sauer angesiedelt.

Die Zeit bis zum Mittagessen verging relativ schnell und seine Freunde versuchten Harry soweit abzulenken, sodass er nicht all zu viel über die heutigen Geschehnisse nachdenken konnte. Harry wusste zwar, dass er nicht davon laufen konnte, aber er war froh über die Initiativen seiner Freunde.

Und wieder einmal fragte er sich, wieso er solch tolle Freunde überhaupt verdient hatte.


Ich hoffe es hat euch gefallen, auch wenn es so traurig war! Der Name des nächsten Kapitel lautet: Entdeckungen! Wird sicher spannend =)
Bis zum nächsten Mal,
lg Mel


***

O_D: Es freut mich, dass das Training so gut angekommen ist! Wie gesagt, es hat mir auch wirklich Spaß gemacht es zu schreiben! Naja, hatte meine Prüfung schon am 19.08 aber es hat ja auch so geklappt =) Trotzdem Danke!

hermine1965: Mit den Horcruxen geht es jetzt wirklich voran, die nächsten Kapitel handeln so ziemlich um Slytherins Medaillon und schön langsam nähern wir uns dem Show-down!

Sirius James: Naja … Er hat sich am Anfang etwas schwer getan bei den unausgesprochenen Zaubern, das ist schon wahr! Aber er hat dann schnell den Dreh raus und im Gegensatz zu den anderen hat er dann auch schon schwierigere Zauber ausprobiert und das auch noch im Duell, während die anderen Zauber gelernt haben, welche er schon konnte! In dieser Hinsicht finde ich, dass er besser ist als der Rest.

chap01: Es war mir auch wichtig, dass es etwas lustiger wird, da es ab jetzt eher mehr um die Schrecken des Krieges geht! *seufz* Es war echt nicht leicht die nächsten Kapitel zu schreiben!

Enim-Reh: Freut mich, dass es dir gefallen hat =) Und ich freu mich umso mehr auf das ausführliche Kommi *lach*


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