
von MelRU
Hallo meine Lieben,
ja, mich gibt es auch noch *lach* Ich möchte mich wirklich für diese schrecklich lange Wartezeit entschuldigen, auch wenn es euch nicht mehr viel bringt, aber ihr sollt wissen, dass mich mein Gewissen plagt =)
Ich hoffe, dass nächste Kapitel kommt etwas schneller (ich bin ziemlich davon überzeugt, da wir ja bald Osterferien haben – endlich!)
Aber genug von mir … ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen und teilt mir danach eure Meinung, Gedanken usw. darüber mit!
Reviewantworten findet er wie immer unten! Und Leute! 12 Kommis für ein Kapitel? Ihr seid echt der Wahnsinn! Jedes einzelne Kommi motiviert mich ungemein, danke!
Und jetzt viel Spaß beim Lesen …
Kapitel 38
Planung ist die halbe Miete
Seit Harry aus dem Krankenflügel entlassen wurde, sind nun zwei Wochen vergangen, in denen sich einiges getan hatte. Zuerst hatten Harry, Ginny und Ron einen Termin für das Quidditchauswahlspiel festgelegt, weil sie sich einig waren, dass es endlich Zeit wurde mit dem Training anzufangen, da bekannt gegeben worden war, dass das erste Spiel Gryffindor vs. Slytherin Anfang April stattfinden wird.
Es wurde auch weiter beratschlagt, wie es in der Horkrux-Sache weitergehen würde. Fünf der Sechs Horkruxe hatten sie ja bereits vernichtet. Dumbledore hatte vor seinem Tod einen zerstört, James und Sirius hatten in den Ferien Huffelpuffs Becher zerschlagen und Ravenclaws Diadem hatten sie nun auch mit dem Gryffindor Schwert vernichtet. Harry selbst hatte Tom Riddles Tagebuch und das Medaillon zerstört. Jetzt fehlten nur mehr Voldemorts treue Schlange Nagini und der siebte Teil, welcher noch immer in Voldemorts Körper wohnte. Aber zu einem konstruktiven Vorschlag war es noch nicht gekommen.
Außerdem waren neue Sicherheitsmaßnahmen im Orden festgelegt worden, da der Maulwurf ja aufgedeckt worden war. Jedes Haus der Mitglieder wurde durch spezielle und neu-entwickelte Zauber geschützt, sodass sie alle wieder in ihre Häuser ziehen konnten. Bei dieser Angelegenheit hatte James auch ganz stolz verkündet, dass ihr Haus spätestens zu den Osterferien wieder bewohnbar sein würde, was die Stimmung allgemein etwas hob.
Doch dieser Aufschwung der Gemüter blieb nicht lange, da zwei Tage später, dass ehrenvolle Begräbnis von Sirius’ Bruder Regulus Black stattgefunden hatte. Es war nicht besonders schön gewesen, den sonst so gefasten und fröhlichen Sirius weinend zusammenbrechen zu sehen. Als er dann mit der Hilfe von James und Remus wieder auf die Füße kam und sie ihn mit Lorelei nach Hogwarts brachten, war die Stimmung erdrückend gewesen. Die beengende Stimmung hatte den ganzen restlichen Tag angedauert, bis Sirius wieder etwas gefasster zu ihnen kam und sie alle darauf hingewiesen hatte, dass er nicht vor hatte sein Leben lang zu trauen oder ihnen dabei zu zusehen und das sie gefälligst wieder vorausschauend und vor allem positiv denken sollten.
Und heute hatte sich sogar der Minister höchstpersönlich angemeldet. So begaben sich Harry und seine Freunde nach einem gemütlichen Samstagsfrühstück auf den Weg zum Büro von Lily Potter.
Als sie im Büro der Zaubertranklehrerin ankamen, waren sie überrascht, alle Erwachsenen hier vorzufinden. „Oh! Stören wir? Wir können auch später wieder kommen“, meinte Harry, als er mit Hermine, Ron und Ginny das Zimmer betrat.
„Nein, keines Falls! Kommt rein, setzt euch!“, sagte James und deutete ihnen an sich zu setzen, indem er auf die restlichen Plätze zeigte. „Wir haben euch schon erwartet.“
„Ist das hier eine verkleinerte Ordensversammlung oder was?“, fragte Ron verwirrt, als er sich genauer im Raum umsah. Neben den Potters waren auch noch Sirius, Lorelei, Remus und Tonks anwesend.
„Könnte man so sagen. Minerva wird auch noch kommen. Wir haben uns beim letzten Ordenstreffen diese Woche dazu entschieden. Es ist sicherer wenn wir keine großen Treffen mehr veranstalten. Wir werden unsere Besprechungen jetzt immer im kleinen Rahmen durchführen, damit wir nicht so sehr auffallen, wenn wir „Massenversammlungen“ veranstalten und anschließend die anderen Mitglieder darüber informieren. Je nachdem, wer unbedingt dem Treffen beiwohnen soll, muss informiert werden.“
„Aber mit was? Das Flohnetzwerk wird doch noch immer vom Ministerium überwacht? Und auch per Eule ist es nicht sehr sicher!“
„Da hast du recht, Ginny. Wir haben auch lange überlegt, wie wir dieses Problem lösen sollten. Wir haben uns dann Hermine‘s Idee geklaut“, grinste Sirius.
Hermine sah sie verblüfft an. „Meine Idee? Welche?“
„Natürlich! Die Münzen von den DA-Treffen, richtig?“, schoss es Harry.
„Richtig! Es ist einfach die schnellste und sicherste Lösung! Das war eine brillante Idee, Hermine“, lobte Lily, wodurch Hermine leicht rote Wangen bekam und irgendetwas Unverständliches murmelte – was sich sehr nach: „Ach, das war doch gar nichts …“ anhörte, was die anderen wiederum zum Lachen brachte.
Kurz darauf leuchteten die Flammen des Kamins grün auf und Kingsley Shacklebolt, der neue Minister der Zaubergemeinschaft kam aus dem Kamin gestiegen.
„Hallo, meine Freunde! Wie geht es euch?“, begrüßte er sie mit seiner beruhigenden tiefen Stimme.
„Uns geht’s ganz gut, danke!“, antwortete ihm Sirius.
„Das freut mich! Harry! Wie geht es unseren jungen Abenteurer, nach eurem kleinen Ausflug?“, wandte sich Kingsley an den jungen Potter und zwinkerte ihm kurz zu.
„Danke, es geht schon wieder!“, lachte Harry.
„Ich wollte dich ja besuchen kommen, aber ich werde regelrecht an meinem Arbeitsplatz festgehalten“, entschuldigte er sich schmunzelnd.
„Kein Problem! Übrigens Glückwunsch, dass du zum neuen Minister gewählt worden bist. Es hätte keine besser Wahl gegeben!“ Die anderen Jugendlich nickten bekräftigend.
„Och, Harry! Du schmeichelst mir!“, blödelte Kingsley und klimperte mit den Augen, was die anderen zum Lachen brachte. Jetzt wusste Harry wieder, wieso er Kingsley gleich von Anfang an gemocht hatte.
„Nun Scherz beiseite. Ich freue mich wirklich das zu hören. Ich hoffe ihr werdet mit mir zufrieden sein und ihr seid auch bei der nächsten Wahl dieser Ansicht! Nun gut, sind wir schon vollzählig?“ erkundigte sich nun der neue Minister.
„Nein, Minerva und …“
„Wir sind auch schon hier! Es tut mir leid, Argus hatte noch etwas mit mir zu besprechen“, unterbrach McGonagall Lorelei, als sie gerade gemeinsam mit Draco durch die Türe trat.
„Gut. Dann fangen wir also an.“
„Seid ihr sicher dass wir nicht doch gehen sollten?“, warf Ginny kurz ein, während sich Draco, welcher auch etwas verwirrt aussah, neben sie setzte.
„Nein, wieso? Wollt ihr nicht dabei sein?“, fragte Remus verwundert.
„Doch!“, riefen die Teenager im Chor. Hermine versuchte es ihnen zu erklären: „Bis jetzt durften wir zu keiner Ordenssitzung, deshalb wundern wir uns, dass wir es jetzt dürfen.“
„Naja, ich und James erlauben es Harry, dass er dabei sein darf. Er spielt in diesem Krieg eine entscheidende Rolle, also hat er von uns allen das größte Recht darauf zu erfahren was alles vor sich geht. Und was euch betrifft, Harry würde es euch sowieso das erzählen was wir hier bereden, also ist es egal ob ihr nun hier seid oder nicht! Deshalb haben wir auch mit euren Eltern geredet und sie sind einverstanden.“
„Wirklich?“, kam es ungläubig von Ron. Seine Mutter hatte sich doch stets geweigert ihn und Ginny in den Orden zu lassen.
„Ja, Ronald wirklich. Eure Eltern sehen ein, dass es für euch sicherer ist, wenn ihr wisst was vor sich geht. Sie können nicht immer da sein um euch zu beschützen“, erklärte James.
„Haben wir jetzt alles geklärt? Schön! Also King, was liegt an?“, fragte Sirius.
„Ich denke es ist das Beste gleich zum Thema zu kommen. Wir haben aus vertraulichen Quellen erfahren, dass Voldemort seine Reihen immer mehr vergrößert. Deshalb war es in letzter Zeit etwas still um ihn. Er wird sicher einen Großangriff planen, wir wissen nur noch nicht wo er angreifen will. Jetzt stehen nicht nur Zauberer auf seiner Seite, sondern auch Dementoren, Vampire und sogar Muggel, die unter dem Imperius-Fluch stehen. Aber gestern haben wir herausgefunden, dass er jetzt auch noch die Riesen auf seiner Seite hat.“
"Das wird ja immer besser. Vampire, verrückte Muggel, Todesser und jetzt auch noch Riesen!", brummte Sirius. "Du vergisst die Dementoren", sagte Tonks. "Als ob ich die jemals vergessen könnte", erwiderte Sirius leise. "Tut mir leid!", beeilte sich Tonks zu sagen, aber Sirius winkte nur ab.
Kingley fuhr fort: „Aber auch wir können einen Wachstum auf unserer Seite vermerken. Uns wurden sowohl von Österreich, Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich, Norwegen, Dänemark, Ungarn als auch von den Vereinigten Saaten Streitkräfte versichert, die uns im Kampf gegen Voldemort unterstützen. Dadurch steigen unsere Chancen enorm. Sie werden nach und nach nächste Woche eintreffen um gemeinsam mit unseren Auroren zu trainieren.
Nur die Minister aus Finnland, Schweden und Irland sind sich noch nicht so sicher ob sie uns wirklich unterstützen wollen. Sie haben von der Prophezeiung gehört und sind sich noch nicht im Klaren darüber, was sie davon halten sollen. Sie sind der Meinung, dass es zu gefährlich ist sich gegen Voldemort aufzulehnen, da er, wenn wir es nicht schaffen ihn zu vernichten, eventuell Rache an ihnen und ihr Land ausüben möchte. Andererseits meinen sie auch, dass wir ja einen Auserwählten haben der uns retten wird und wir deshalb ihre Hilfe nicht brauchen.“
Langsam drehte sich Kingsley zu Harry, welcher versteift dasaß und ihn mit großen Augen ansah. Er fühlte sich gar nicht wohl in seiner Haut.
„Ich habe ihnen erklärt, dass diese Prophezeiung auf einen 16jährigen Teenager zutrifft, der all sein Können in die Rettung unserer Zauberwelt steckt und schon viel geleistet hat. Aber auch so ein begabter junger Mann wie du braucht Hilfe. Das hat sie zum Nachdenken gebracht, deshalb wollen sie dich kennen lernen um sich ein Bild von dir zu machen, Harry. Wenn du das nicht willst, verstehe ich das voll und ganz. Aber wenn es dir gelingen würde sie davon zu überzeugen, dass wir jede Hilfe, die wir bekommen können brauchen, dann würdest du uns einen großen Gefallen tun.“
Harry saß momentan nur da und starrte Kingsley an. Was sollte er machen?
„Du musst nicht sofort eine Entscheidung fällen. Nur je früher umso besser. Lass es mich wissen, wenn du dich entschieden hast.“
Harry nickte nur kurz, ehe Kingsley wieder fortfuhr. Er erzählte gerade, welches Land wie viele Auroren schickte und wo diese untergebracht werden würden. Er schlug auch vor, dass sich die Ordensmitglieder bei den Trainings beteiligen sollten.
Harry bekam von all dem herzlich wenig mit. Er machte sich mehr Gedanken darüber, wie er es schaffen sollte, die anderen Minister zu überzeugen, dass sie Hilfe brauchten. Natürlich würde er Kingsley helfen mehr Verbündete zu bekommen, doch wie sollte er das anstellen? Er war kein Politiker oder guter Redner, er konnte so was nicht sonderlich gut. Das war eher ein Job für Hermine.
Warum muss immer alles an mir hängen bleiben? Was die Leute dann wieder sagen werden, wenn ich das verbocke?, fragte er sich. Habe ich denn „ewiges Opfer“ auf meiner Stirn tätowiert? Ach ja, ich hab’s vergessen, hab ich ja!
Eine Hand legte sich auf seine Schulter und hielt ihn weiter vom grübeln ab. Er drehte sich um und sah in das Gesicht seiner Vaters. „Zerbrich dir nicht den Kopf darüber. Du wirst schon die richtige Entscheidung fällen. Egal wozu du dich entscheidest, du wirst es toll machen, davon bin ich überzeugt“, flüsterte er leise um Kingsley nicht zu unterbrechen. Harry lächelte schwach, ehe er sich wieder zu dem neuen Minister wandte und dessen Vortrag lauschte, dieses Mal aufmerksamer.
Kurze Zeit später richtete Kingsley wieder sein Wort an den jungen Potter. „Und nun habe ich noch ein kleines Attentat an dich und deine Freunde.“
Verwundert sah ihn Harry an. „Was denn?“
„Mir ist zu Ohren gekommen, dass du mit deinen Freunden in eurem fünften Schuljahr eine kleine Gruppe gegründet hast, wo ihr gelernt hab euch zu verteidigen. Und in solchen Zeiten wie diesen ist es nun wirklich gut, wenn man auf sich selbst so gut es geht acht geben kann. Denn auch wenn Hogwarts zurzeit der Sicherste Ort ist, heißt das nicht, dass man sich der Illusion hingeben kann niemals in eine gefährliche Situation zu kommen.“
„Du meinst, dass wir wieder mit der DA anfangen sollen?“
„Achja genau, so habt ihr sie genannt … Dumbledores Armee, wenn ich mich recht erinnere. Ja, ich denke, dass es keine schlechte Idee wäre. Natürlich verstehe ich, dass du in deinem sechsten Jahr viel zu tun hast und es dir durch die Bedrohung sicher nicht immer leicht fällt dich auf den Schulalltag zu konzentrieren, deshalb würde ich es auch verstehen wenn …“
„Wie helfen ihm! Er muss das ja nicht alleine machen.“, rief Ron dazwischen. „Das stimmt! Es ist wichtig, dass sich die Schüler verteidigen können!“, stimmte Ginny ihrem Bruder zu.
„Es ist auch wichtig, dass wir die jüngeren Jahrgänge nicht vergessen. Es müssen alle auf Gefahrensituationen vorbereitet werden!“, mischte auch Draco mit.
„Es ist aber wichtig, dass das alles genau geplant wird!“, sagte Hermine und begann schon in ihrem Kopf einen Plan auszuarbeiten.
„Wir brauchen die Stundenpläne aller Jahrgangstufen, damit wir uns einteilen können, wann wir welche Klassen ‚unterrichten‘ können“, merkte Draco an.
„Das dürfte kein Problem sein, Professor McGonagall wird uns die Pläne sicher geben“, meinte Harry schulterzuckend.
„Wir können auch unsere Klassenkollegen und die Schüler aus der siebten Klasse fragen ob sie uns helfen wollen mit den Jüngeren zu trainieren! Denn auch wenn wir das alles toll durchorganisieren, zu fünft schaffen es auch wir nicht“, warf Ginny den Vorschlag in den Raum.
„Das werde ich machen! Ich werde gleich ein Schreiben an das schwarze Brett heften wo ich erkläre was wir vorhaben“, schlug Hermine vor. „Hat jemand Papier und Feder?“
„Hier, ich hab meine Schultasche dabei“, sagte Draco und reichte ihr die gewünschten Utensilien. Während Hermine schrieb, nickten sich die Jugendlichen zufrieden zu und bemerkten erst jetzt, dass sie von den Erwachsenen mit großen Augen angeschaut wurden.
„Waren wir auch immer so begeistert bei der Sache?“, wandte sich Sirius an die anderen beiden Rumtreiber.
„Wenn es ums Streiche spielen ging, dann schon“, warf Lilly lächelnd ein.
James lachte. „Wohl wahr! Aber ihr überrascht mich immer wieder. Ich hätte nicht gedacht, dass ihr gleich mit voller Elan dabei seid.“
„Wieso auch nicht? Es ist wichtig, dass man sich selbst verteidigen kann!“, meinte Harry nur. Was die andern zum schmunzeln brachte.
„Gut, dass wir das so schnell klären konnten“, freute sich Kingsley.
Drei Stunden später war die Sitzung beendet und das Meiste geregelt. James, Sirius und Remus würden sich nachher auf den Weg machen um die restlichen Ordensmitglieder und die Weasleys zu informieren. Die anderen konnten Kingsley dazu überreden noch etwas zu bleiben und so machten sich alle auf den Weg in die große Halle.
Doch als Harry die Türe öffnete stand ihnen ein mürrisch dreinsehender Blaise gegenüber.
„Seit ihr endlich fertig? Ich warte schon eine Stunde vor dieser blöden Türe!“
„Ähm, wieso Blaise?“, fragte Harry, während sich Draco neben ihn stellte.
„Ich hab Draco gesucht, diesen Idioten! Wir hatten uns nämlich auf eine Partie Quidditch verabredet und als er nicht gekommen ist, hab ich ihn gesucht. Der Fast-Kopflose-Nick hat mir gesagt, dass er da drinnen ist, aber die Türe ist mit einem Sicherheitszauber versehen gewesen, also musste ich warten.“
„Oh!“, war Harrys und Dracos geistreicher Kommentar, während sich die anderen ein Schmunzeln nicht verbeißen konnten.
„Ja, oh! Also, seid ihr endlich fertig mit … was auch immer?“
„Ja, sind wir Blaise“, James musste sich bei dem Temperament des Jungen das Lachen verkneifen.
„Na also und jetzt Abmarsch! Mein Magen knurrt!“ Energisch machte der junge Slytherin kehrt und ging in Richtung große Halle, dicht gefolgt von Ron.
Harry ließ lachend seine Stirn auf Dracos Schulter fallen. Egal ob Gryffindor oder Slytherin. Es gab immer einen, der sicherstellte, dass man die Essenszeiten nicht verpasste.
Nach einem lustigen Mahl, wo viel gelacht und gescherzt worden war, verabschiedete sich Kingsley von den anderen, da er wieder im Ministerium gebraucht wurde. Er ging gerade aus der Halle, als ihm der junge Potter nachrannte. „Kingsley, warte!“
Schmunzelnd blieb der neue Minister stehen – sie hatte also doch Recht gehabt, schlaues Mädchen – und räusperte sich kurz, ehe er sich wieder mit ernstem Gesichtsausdruck umdrehte. „Ja, Harry?“
„Also ich … wegen vorhin. Ich denke, dass … also …“
„Harry …“ Kingsley schritt auf ihn zu und legte ihm die Hand auf die Schulter. „Es ist okay, wenn du nicht willst…“
„Ich will aber!“, empörte sich Harry.
„Bist du dir sicher?“, fragte Kingsley, obwohl er sein Grinsen nicht verstecken konnte- der Junge war seiner Vater aber auch zu ähnlich.
„Ja, ich bin mir sicher. Ich weiß nur nicht, wie ich diese Leute überzeugen soll“, etwas hilflos sah er den Minister ins Gesicht.
„Sei einfach so wie immer, dann bin ich mir sicher, dass du sie überreden kannst uns doch zu helfen.“
„Wieso glaubst du so fest daran, dass ich es schaffe?“, diese Frage stellte sich Harry schon seit Kingsley ihn gefragt hatte.
„Weist du Harry, wir sehen uns nicht sehr oft, aber jedes Mal wenn ich dich treffe, wird mir eines immer wieder bewusst. Deine größte Eigenschaft ist Menschlichkeit. Und damit wirst du ihnen ob nun gewollt oder ungewollt ins Gewissen reden.“
„Oh …“
„Du wirst schon sehen, dass alles glatt laufen wird. Wenn du möchtest, kannst du es auch gleich hinter dich bringen. Die Minister sind jetzt alle im Ministerium, da eine Sitzung einberufen wurde.“
„Äh … jetzt gleich?“ Eigentlich hatte er gedacht, sich noch etwas darauf vorbereiten zu können, mit Hermines Hilfe zum Beispiel.
Kingsley musste bei Harrys Gesichtsausdruck lachen. „Nur wenn du möchtest Harry, ich möchte dich hier zu nichts zwingen.“
„Nein, nein, dass ist schon okay, es ist nur etwas überraschend. Aber da heute Samstag ist und ich - meinen Freunden seit Dank - schon alle Hausübungen hinter mir habe, kann ich auch gleich mitkommen.“
„Und ich komme mit!“
Beide drehten sich mehr oder weniger überrascht um und sahen sich einer entschlossenen Ginny Weasley gegenüber.
„Aber …“
„Kein Aber Harry James Potter! Im Ministerium wird uns schon nichts passieren und ich hab vorher schon gefragt, ob ich dich begleiten kann und ich hab sowohl die Erlaubnis von deinen Eltern, von McGonagall als auch die von Kingsley!“
„Wann hat sie dich das gefragt?“, wandte sich Harry nun wieder zum früheren Arbeitskollegen seines Vaters.
„Du hast eine sehr schlaue und gewitzte Freundin Harry, unterschätze sie nicht. Nun denn, dann warte ich euch im Büro deiner Mutter auf euch, während ihr euch einstweilen fertig macht.“
Nach diesen Worten zog Ginny ihren Freund die Treppen zum Gryffindorturm hinauf.
Bei der Hälfte des Weges fragte Harry seine Freundin noch einmal, wann sie Kingsley denn gefragt hatte.
„Als du mit Draco über Ron‘s und Blaise's Verfressenheit geredet hast, hab ich mich zu ihm und deinen Eltern zurückfallen lassen.“
„Aber woher wusstest du, dass ich das überhaupt mache?“
„Ich bin nicht umsonst deine Freundin Harry“, lachte Ginny, küsste ihn flüchtig auf die Wange und begann zu rennen. „Komm! Beeil dich mal ein bisschen!“, rief sie lachend über ihre Schulter, als sie auch schon um die nächste Ecke verschwunden war.
Harry sah ihr kurz perplex hinterher, ehe er ebenfalls lachte und begann ihr hinterher zu sprinten.
15 Minuten später kamen sie im Büro seiner Mum an, wo sie schon von Kingsley, James, Lily und Sirius erwartet wurden. „Na da sieh mal einer her. Was kommt den da für ein Gentleman?“, konnte sich Sirius einen Kommentar nicht verkneifen, was ihn ein Rippenstoß von der Frau seines besten Freundes einbrachte. „Lass das! Er sieht toll aus!“, zischte sie und strahlte dann ihren Jungen entgegen. Harry hatte eine schwarze Stoffhose an, schwarze elegant polierte Schuhe und ein schwarzes Seidenhemd, auf welchem smaragdgrüne Stickereien zu sehen waren. Sogar seine Haare hatte er versucht zu bändigen. Alles in allem wirkte er sehr elegant aber auch nicht zu spießig.
„Du siehst toll aus Schatz“, lächelte Lily und drückte ihrem Sohn einen Kuss auf die Wange. „Danke, Mum. Ginny hat mir bei der Auswahl ein bisschen geholfen“, nuschelte Harry etwas, als er sich von seiner Mum löste und etwas rot um die Nase war.
„Natürlich darf man auch diese bezaubernde Begleitung nicht vergessen“, sagte Sirius und verbeugte sich leicht vor Ginny, was James und Kingsley zum Lachen brachte. „Auf gar keinen Fall, du siehst bezaubernd aus Ginny!“
„Danke, Lily.“ Ginny hatte einen einfachen schwarzen Hosenanzug an und ihre feuerroten Haare hatte sie zu einem hohen Pferdeschwanz gebunden, somit sah sie aus wie eine dieser erfolgreichen Karrierefrauen aus den Muggelserien, fand Sirius.
„Passt auf euch auf! Kingsley wird ein Auge auf euch haben. Ich bin mir sicher, dass alles glatt laufen wird. Ich bin stolz auf euch beide!“ Lily drückte ihnen die Daumen.
„Da kann ich meiner wundervollen Frau nur zustimmen. Wir würden euch ja gerne begleiten, aber wir müssen nun den anderen Bescheid geben. Viel Glück euch zwei!“
Nachdem sie sich verabschiedet hatten, machten sie sich auf den Weg ins Ministerium.
Keine halbe Stunde später warteten die zwei Teenager bereits im Großen Konferenzsaal des Ministeriums auf die anderen Minister. Kingsley, der sie die ganze Zeit begleitet hatte, hatte sich kurz entschuldigt, um die anderen Vorsitzenden zu holen. Nur waren bereits 15 Minuten vergangen und Harry wurde schön langsam unruhig.
Plötzlich spürte er Ginnys zierliche Hand in seiner, er drehte sich zu ihr um und sah in ihr entspanntes und sanft lächelndes Gesicht. „Es wird schon alles gut gehen.“
Harry lächelte zurück und drückte leicht ihre Hand. „Wenn du dabei bist, kann es nur halb so schlimm werden.“ Mit diesen Worten beugte er sich zu ihr und küsste sie sanft auf ihre geschwungenen Lippen.
Ein leises Räuspern lies die beiden Teenager auseinanderfahren. Erschrocken drehten sie sich zur Tür und sahen dort einen grinsenden Kingsley mit 12 anderen Männern und Frauen die sie teils überrascht und geschockt ansahen oder wie Kingsley verschmitzt zulächelten.
„Nehmen Sie bitte Platz, meine Herrschaften“, sagte Kingsley und machte eine ausschweifende Handbewegung durch den Raum, sodass sich die Minister auf ihre Plätze begaben. Harry und Ginny standen noch immer etwas überrumpelt im Raum. Kingsley ging zu ihnen. „Kommt, ihr beide sitzt neben mir.“ Leicht nahm er Harry an der Schulter und führte die beiden zu ihren Plätzen, rechts neben dem seinen.
„Zu Beginn darf ich Sie noch alle einmal herzlich begrüßen. Am Anfang unseres Meetings werden wir die ausschlaggebenden Punkte besprechen, wodurch dieses Meeting einberufen wurde. Danach folgt die Vorstellung unserer beiden jungen Gäste. Nun denn, lassen sie uns beginnen.“
Kurz brach ein leichter Tumult aus, da die meisten schon begriffen hatten, wer der junge Mann an Kingsleys rechter Seite war. Doch schnell kehrte wieder Ruhe ein und das Meeting konnte beginnen.
Ich hoffe das Kapitel hat euch gefallen, es ist zwar nicht sehr viel passiert, aber wie heißt es doch gleich noch mal? Planung ist die halbe Miete *lach*
Bis zum nächsten Mal,
glg Meli
***
hermine-ginny-lily: Ich mag die Geschichten wo james, lily und sirius wieder zurück kommen auch total gern. Aber es gibt viel zu wenige davon – also musste ich eine schreiben *lach* Und es freut mich wirklich sehr, wenn sie dir gefällt!
MatzeT: Hey! Ich bin einfach der Meinung, dass auch die schreckliche Seite des Krieges dargestellt werden muss, auch wenn es mit nicht wirklich Freude bereitet das zu schreieben. Und Voldemort kommt bald wieder vor – auch ein so toller, wenn auch geisteskranker und mordlustiger Zauberer braucht Zeit zum planen =)
*sally*anne*potter*: Das mit Draco war ein Geistesblitz und auf den bin ich wirklich stolz *lach* Ich finde die Idee nämlich total süß =) Es freut mich wirklich, dass es „gut ankommt“ wenn ich die Grauen des Krieges beschreibe. Ich bin nämlich auch der Meinung, dass das kein Thema ist, das man verharmlosen sollte. In der ursprünglichen Version hat Harry erzählt bekommen, was mit den Kinder passiert ist, aber das konnte ich dann selbst nicht mehr lesen, weil es so schlimm war (und das als Autorin o.O )
Damian: Hallöchen! Schön, dass du hier her gefunden hast =D Freut mich, dass dir die Story bis jetzt gefällt, hoffe das ist auch weiterhin so =)
Eragon: Tut mir echt Leid wegen der langen Wartezeit, aber ich weiß gerade nicht wo mir der Kopf steht *seufz* Ich hoffe, dass Kapitel hat dir auch gefallen. Vielleicht lässt du mir ja deine Meinung da =D
hermine1965: Ich fand es auch schrecklich, aber ich denke mir mal, wir haben Krieg und Krieg ist nicht gerade etwas Harmloses! Ich hatte zuerst vor bekannt zu geben, was mit den Kindern passiert ist, aber das konnte ich dann selbst nicht lesen (und das als Autorin o.O ) Und ich bin auch stark am überlegen, ob Harry Ron so zu sagen in den Rücken fallen soll und mit Hermine darüber reden sollte =D
Mrs.Black: Freut mich, dass es dir gefallen hat. Ich denke mir selbst, dass ich ein bisschen zu grausam bin, was die Grauen des Krieges angeht. Aber ich denke mir mal, da es in einen Krieg wirklich schlimm zugeht, sollten wir das Ganze nicht zu sehr verharmlosen, oder?
*_Schnuffelchen_*: Freut mich, dass dir das Kapitel gefallen hat und ich entschuldige mich für die lange Wartezeit (auch wenn es dir nichts bringt – reine Höflichkeit *lach*)
Tonks97: Hallöchen! Freut mich, dass du deinen Tarnumhang abgelegt hast und dich gemeldet hast *lach* Danke für das Lob, es freut mich wirklich sehr, dass dir die Story gefällt.
chap01: Danke für das Verständnis, ich werde gerade von Schularbeiten, Test und Referaten überschüttet*seufz* Und danke, dass deine Kommis immer so motivierend sind. Es freut mich ungemein, wenn du sagst, dass du meine Story immer weiter lesen wirst auch wenn es ein bisschen länger dauert mit einem neuen chap!
Marry63: Danke für das Verständnis, ich weiß momentan echt schon nicht mehr wo vorne und hinten ist *seufz*
Ich habe echt lange überlegt, ob ich Harry erfahren lassen soll, was sie mit den Kindern gemacht haben, aber ich glaub es ist realistischer wenn sie es ihm nicht sagen, oder?
swanny-ginny: das macht gar nichts! Jedes Kommi ist wertvoll, egal wie lang es ist =D Und ja, ich steh auf Gilmore Gilrls (fast so sehr wie hp xD)
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