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Fanfiction

Auferstanden - Entwicklungen

von MelRU

Kapitel 43

Entwicklungen



Seit dem Angriff auf das Londoner Stadtzentrum waren nun fünf Tage vergangen, in welchen viel geschehen und getan worden war. Seth hatte ihnen nach einigem Zögern und dem guten Zureden von James, Sirius und Draco erzählt, was mit seinen Eltern passiert war.
Beide, Sandy und Kirsten Cohen waren von Lucius Malfoy und dessen Gehilfen gefoltert und mitgeschleppt worden. Wie sich nach einigen Nachforschungen herausgestellt hatte, waren die beiden hochrangige Vertreter der Muggel. Seth’s Eltern hatten sehr hohe Positionen in der Institution für ein besseres Verhältnis der Muggel und Zauberer.

Nach einigem Hin und Her hatte die Ministeriumabteilung für verwaiste Kinder entschieden, dass der Junge einstweilen bis zum Auffinden seiner Eltern in ein Muggelwaisenhaus gebracht werden sollte, da er keine lebenden Verwandten mehr hatte. Keinem unserer Freunde hatte dies gefallen, doch leider konnten sie gegen diesen Beschluss nichts ausrichten. Nachdem Seth’s Genesung sehr schnell voranschritt, war die Übergabe an das Waisenhaus auf Samstag festgelegt worden.

Doch es gab nach dieser Woche auch erfreuliches zu berichten. Draco hatte sich von seinen Verletzungen gut erholt und hatte gestern die letze Routineuntersuchung von Madame Pomfrey über sich ergehen lassen müssen. Bis Freitag, also heute, war der Großteil des Londoner Zentrums wieder hergestellt und die meisten Verletzten aus dem Hogwartskrankenflügel entlassen oder verlegt worden. Seamus Eltern waren gefunden worden, beiden ging es den Umständen entsprechend gut. Im Ministerium kehrte schön langsam wieder Normalität ein. So normal, wie es zu Zeiten des Krieges eben sein konnte.

Alle Minister, die an den Verhandlungen teilgenommen hatten, haben nun zugestimmt ihnen im Kampf gegen Voldemort zu helfen. Harry und Ginny hatten von den meisten Ministern Briefe bekommen, in denen sie sich für ihr unmögliches und kindisches Verhalten entschuldigten und ihnen dafür dankten, ihnen die Augen geöffnet zu haben. Einige bewunderten sie auch für ihren Mut, dem Bösen in solch jungen Jahren in die Augen zu sehen. Einer schrieb sogar davon, dass wenn alle Jugendlichen so ein Engagement aufweisen würden, die Welt in Zukunft in guten Händen liegen würde.


Von Kingsley hatten sie erfahren, dass mittlerweile alle Hilfstruppen eingetroffen waren und ihre Chancen so gut standen wie nie zuvor. Was die Schüler und Schülerinnen noch mehr anspornte. Sie hatten gleich am Tag nach dem großen Chaos die DA wieder einberufen und ihre kleine Gruppe wuchs immer mehr. SchülerInnen aus allen Häusern und Klasse waren vertreten. Sie alle wollten helfen und lernen sich, ihre Freunde und ihre Familie zu verteidigen. Denn es war schon jeden im Schloss bekannt, dass sowohl das Ministerium als auch Hogwarts sehr verlockend für Voldemort waren. An einem der beiden Orte würde die große Schlacht stattfinden, so viel war klar.

Die eingeweihten Jugendlichen, also Harry, Ginny, Ron, Hermine, Neville, Luna, Draco und Blaise waren jetzt schon ganz in den Orden integriert worden und arbeiteten fleißig mit und halfen wo es nur ging. Dafür wurden James und Sirius in den Wiederaufbau des Londoner Stadtzentrums voll und ganz miteinbezogen, sodass sie nur sehr selten zu den Sitzungen des Ordens erscheinen konnten. Doch wurden sie danach immer von jemandem aufgeklärt, was in den Sitzungen besprochen worden war.


*



Kingsley eilte wieder einmal von einem Büro zum anderen und musste über sich selbst lachen. Früher hatte er sich immer über die Leute lustig gemacht, wie sie eilend durch die Gegend gelaufen waren.

Er fand, dass er zwar für einen Minister noch immer ziemlich cool und gefasst war, doch auch der Stress nagte an ihm. Doch so leicht bekommt man einen Kingsley Shaklebold nicht unter. Rasch bog er in den nächsten Gang ein, um in die Aurorenzentrale zu gelangen. Er hätte natürlich auch den Lift nehmen können, doch dadurch, dass er keine täglichen Trainings mehr hatte, wollte er ja schließlich auch etwas für seine Fitness tun. Freundlich grüßte er einen seiner ehemaligen Kollegen, welchen er am Gang begegnete.

Wieder einen Gang weiter, sah er schon die Türe zu dem Büro in welches er wollte. Ohne zu klopfen öffnete er die Türe und sah gerade, wie sich James Potter erschöpft auf seinem Bürostuhl hinter dem Schreibtisch, auf dem sich Berge von Akten stapelten, niederlies und sich erschöpft über die Augen strich.

Sein Freund warf einen Blick auf den Bilderrahmen, der sich auf seinem Schreibtisch befand, lächelte kurz, strich sanft darüber, seufzte und wandte sich wieder dem Papierkram zu.

Als Kingsley das mitbekam, wusste er, dass er den richtigen Entschluss gefasst hatte. Er wusste was das für ein Foto war, welches da auf dem Schreibtisch stand. Es war im Sommer letzten Jahres entstanden. Es zeigte James, der einen Kopf größer war als seine Frau, welche vor ihm stand und welche er mit seinem Armen umfing. Sie waren in ihrem Garten in Godrics Hollow. Ihr Haus war im Hintergrund zu sehen. Vor ihnen kniete Harry lächelnd im Grass und streichelte einen Hund – Sirius. Welcher ihm danach übers Gesicht schleckte, wodurch James und Lily in heiteres Lachen ausbrachen und ihr Sohn das Gesicht zu einem geekelten Gesichtsausdruck verzog.

„James?“ Erschrocken fuhr James zusammen und sah zur Tür. „Oh, hallo, King! Ich hab dich gar nicht gehört. Komm doch rein.“
Schnell trat der Minister ein und schloss die Türe hinter sich. „Ich will dich nicht zu lange aufhalten, jetzt ist bald Feierabend und du willst sicher nach Hogwarts, um das Wochenende mit deiner Familie zu verbringen.“
James lachte kurz auf. „Natürlich möchte ich das, aber ich komme hier erst weg, wenn ich das alles erledigt habe. Sonst tritt mir Cellahan noch in den Arsch.“
Verwundert hob Kingsley eine Augenbraue „Ich versteh immer noch nicht, wie dieser Vollidiot zum Leiter des Aurorenbüros gewählt worden ist.“

„Du wärst auf alle Fälle besser“, lächelte James. „Also? Wie kann ich dir helfen, alter Freund?“

Kingsley lächelte. Man sah dem Mann vor ihm an, dass er erschöpft und müde war und doch hatte er noch die Nerven, anderen helfen zu wollen! Dieser Mann war wahrhaftig ein Geschenk Gottes. Viele Leute konnten ihr Leben ihm und seinem ausgezeichneten Team verdanken.
Doch es war kein Wunder, dass er ausgepowert war. Er und sein Team hatten mehr Arbeit geleistet als alle andern sonst. Sie waren die ganze Woche im Einsatz gewesen. Und zum Teufel noch mal, für was war er Minister geworden? Endlich hatte er mal ein Chance, dass für seine Freunde zu nutzen.

„Du hast mir die ganze Woche schon genug geholfen. Du und dein Team werden eine Auszeichnung für besondere Dienste zum Wohle der Zaubergemeinschaft erhalten.“

Erstaunt sah ihn James an. „Wow. Danke! Aber du weißt, dass wir nur unseren Job machen, oder?“
„Ja, verdammt! Ihr macht euren Job und das besser als alle anderen vor euch! Und ihr habt euch eine Auszeit verdient. Wir alle wissen, dass der entscheidende Kampf bald kommen wird und ich kann es mir nicht leisten, dass dann meine besten Leute so ausgepowert sind, dass wir nicht einmal die erste Angriffswelle überstehen werden. Also haben du und dein Team nächste Woche frei! Kein ABER James. Es gibt kein ABER! Los, heb deinen Arsch aus dem unbequemen Sessel und mach dich auf zu deiner Familie!“

„Aber …“

„Was habe ich gesagt? Geh! Ich mach diesen Mist von Papierkram für dich fertig und sollte Cellahan es wagen MIR in den Arsch treten zu wollen, dann werden wir mal sehen was dann passiert.“

„Aber das kann ich nicht von dir …“

„Was hab ich gesagt? Man Potter bist du schwerhörig? Pack deine Sachen und hau ab nach Hogwarts! Dich muss man ja zum Urlaub zwingen!“, lachte Kingsley. James Gesichtsausdruck war ja auch einfach zu köstlich.

„Ich muss …“

„Was? Deinem Team Bescheid geben? Hallo? Die sind schon längst zuhause! Sogar Sirius habe ich schon nach Hogwarts geschickt … naja ich musste ihn fast in den Kamin boxen damit er endlich ging, aber egal.“

Mit großen Augen sah James Kingsley an, wie er da so vor der verschlossenen Türe stand und ihm entgegen grinste.

Er schüttelte den Kopf und stand auf, schnappte sich seine Tasche und warf sie sich um. „Na endlich!“, seufzte der Minister theatralisch, was James wieder zum Lachen brachte.

‚Schon viel besser‘, dachte sich Kingsley. „Na los beeil dich!“

James warf das Flohpulver in den Kamin und sagte: „Büro der Schulleiterin. Hogwarts.“
Dann drehte er sich noch einmal zu Kinglsey um, schritt auf ihn zu und drückte ihn kurz freundschaftlich. „Danke!“
„Nicht dafür und jetzt hau ab, ich möchte dich jetzt eine Woche lang nicht im Ministerium sehen, haben wir uns verstanden? Und wehe du siehst am Montag beim Ordenstreffen noch immer so beschissen aus!“

James grinste nur, ehe er in die Flammen stieg und verschwand. Noch immer grinsend stand Kingsley Shakledbold in James Büro und sah in die Flammen des Kamins, durch welche sein Freund gerade verschwunden war. Danach setzte er sich an den Schreibtisch und fuhr leicht nachdenklich darüber.

Ja, das war früher mal sein Büro gewesen. Irgendwie fehlte ihm die Zeit, die er hier verbracht hatte.

Nach kurzer Zeit, die er sich gegönnt hatte seine Gedanken zu sortieren, machte er sich an die Arbeit. Oh ja, wie sehr hatte er das vermisst.



Zur selben Zeit, kurz vor dem Abendessen, stand Harry in der Umkleidekabine der Gryffindors. Sie hatten vor einer viertel Stunde das Quidditchtraining beendet und er musste sagen, dass sie wirklich gut waren. Falls das Spiel planmäßig stattfinden sollte, standen die Chancen gut, dass sie gewinnen würden.

„Man, Kumpel, beeil dich!“, rief Ron zu Harry rüber, doch jener ließ sich Zeit und winkte lachend ab. Er wollte in Ruhe duschen, sie sollten schon mal vorgehen. Nach dieser anstrengenden Woche, wollte er einfach ein wenig entspannen. Es hatte ein wenig Ruhe wirklich verdient.

Ruhe, wohltuende Stille und nur das angenehme Rauschen der Dusche war zu vernehmen. Genießend schloss er seine Augen, lehnte seine Stirn an die kühlen Fliesen, während das lauwarme Nass auf ihn nieder prasselte. Es tat gut sich mal so zu entspannen.

Nachdem er sich nach einigen Minuten gut eingeseift hatte und der Wasserstrahl wieder den ganzen Schaum von seinem Körper entfernt hatte, stellte er die Dusch ab und schlang sie ein Handtuch über die Hüften. Er seufzte kurz, ehe er aus der Dusche stieg.

Er hatte sich gerade die Boxer übergezogen, als es an der Tür klopfte. Verwundert sah er auf und rief „Ja?“

„Harryboy? Kann ich rein kommen?“

„Dad?“, verwundert ging Harry zur Tür und öffnete sie. „Was machst du den hier? Du bist doch die letzten Tage nicht vor nein Uhr in Hogwarts gewesen!“

„Ja ich weiß, dafür wollte ich mich eigentlich auch noch bei dir und deiner Mum entschuldigen. Es war einfach sehr viel Arbeit zu erledigen und jemand muss es ja tun, nicht wahr?“, etwas betreten sah er seinen Sohn in die Augen.

„Es sollte auch nicht wie ein Vorwurf klingen. Ich freu mich einfach, dass du es heute früher hier her geschafft hast“, lächelte Harry seinen Dad an und umarmte ihn kurz.

„Ich zieh mich nur schnell an, dann können wir hinauf zum Abendessen, okay?“

„Ja sicher, aber mach dir keinen Stress. Es eilt ja nicht. Außer du hast schon so einen Hunger“, schmunzelte James und ließ sich auf eine der Bänke im Umkleideraum nieder, während sich sein Sohn fertig anzog.

Zufrieden stellte James fest, dass Harry – obwohl noch immer sehr dünn, schon viel besser aussah, als wie vor ein paar Monaten.

Gerade als sich Harry sein Shirt über den Kopf zog, sprach er seinen Sohn wieder an. „Wenn ihr bei eurem nächsten Spiel so fliegt wie heute, dann hat Slytherin keine Chance gegen euch!“

Erstaunt und erfreut sah Harry seinen Dad an. „Du hast uns spielen sehen?“ „Ja, ich bin gleich nachdem ich angekommen bin, herunter zum Quidditchfeld gekommen, da ich wusste, dass ihr heute Training habt. Ich hatte Glück, als ich kam, hattet ihr gerade erst angefangen. Aber ihr ward alle so in euer Training vertieft, dass mich keiner bemerkt hat. Als ihr fertig wart, habe ich vor der Umkleide gewartet und als Ron mit gesagt hat, dass du der Letzte bist, bin ich dann herein gekommen. Du spielst wirklich gut. Ich bin stolz auf dich!“

Harry wurde leicht Rot um die Nase. „Findest du?“, fragte er etwas unsicher. Ihm wurde schon oft gesagt, dass er gut spielte, aber von seinem Dad so direkt ein Lob zu hören, war für ihn immer noch etwas Besonderes.

James lachte, sein Sohn war schon eine Nummer für sich. Er konnte sich, seine Entschlossenheit und sein Selbstbewusstsein in schwierigen Situationen schon oft beweisen, sodass oft der Eindruck entstand, dass er bereits seine Kindheit hinter sich gelassen hatte und ein erwachsener junger Mann war. Es stimmte zwar, dass Harry für sein Alter schon ziemlich reif sein konnte, wenn James nur daran dachte, wie viele Flausen er und seine Freunde (Remus vielleicht ausgenommen) in diesem Alter im Kopf gehabt hatten. Aber hin und wieder zeigte er James, dass er auch noch immer ein Teenager war, der mit seiner Unsicherheit zu kämpfen hatte. Und das wiederrum erfreute James, da ihm dies die Möglichkeit gab, seinen Sohn noch immer eine schöne Jugend zu bescheren und ihm beim Erwachsenwerden zu helfen.

„Ja, das finde ich. Wenn du nicht schon so davon überzeugt wärest Auror zu werden, würde ich dir auch eine Karriere als Profi-Quidditchspieler raten. Wobei dich Gregory und Madame Pomfrey wohl eher als Heiler sehen wollen.“, zwinkerte er und wuschelte seinen Sohn durch die abstehenden pechschwarzen Haare.

„Danke“, strahlte dieser und umarmte seinen Vater kurz, bevor er sich wieder von ihm löste und noch schnell seine Sachen zusammensuchte. Ein kurzer Blick schweifte durch den Raum, um sich zu vergewissern nichts vergessen zu haben und schon gingen die zwei hinauf ins Schloss um sich den andren bei dem köstlichen Mal anzuschließen. Während sie den Weg entlang schritten, diskutierten Vater und Sohn noch über die neuesten Taktigen und Strategien im Quidditch.



*



Am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück, waren alle unsere Freunde – Remus und Tonks ausgenommen, da gestern Nacht Vollmond war - im Büro der Schulleiterin versammelt. Nun hieß es Abschied nehmen. Seth würde heute von James und Sirius, welche beide durch die gestrige Nacht noch ziemlich müde aussahen, in das Waisenhaus gebracht werden.

Der kleine Junge stand eng an Sirius gedrückt, seinen Teddy in der einen Hand und James an der anderen und schluchzte herzzerreißend auf. „Ich will nicht weg! Ich bin auch ein ganz ein braver Junge!“

James lächelte traurig, ehe er sich hinkniete, damit er auf derselben Augenhöhe war wie der Junge. „Ich weiß dass du ein braver Junge bist Seth, dass musst du uns nicht beweisen. Aber die Vorsitzenden haben das entschieden und gegen die kommen wir nicht an. Glaub mir wenn ich dir sage, dass wir dich auch nur ungerne gehen lassen“, sanft wuschelte er Seth durch seine Haare.

Doch auch durch James Worte hörte der Junge nicht auf zu weinen. „Wir sollten gehen, je länger wir noch hier sind umso schwerer wird es“, meinte Sirius leise, auch ihm sah man an, dass er ganz und gar nicht mit dem Entschluss, Seth in ein Waisenhaus abzuschieben, zufrieden war.

Nun knieten sich Draco und Harry zu Seth hinunter. „Du wirst uns fehlen, mein Kleiner“, begann Draco. „Aber wir werden dich ganz oft besuchen kommen“, ergänzte Harry. „Versprochen?“, fragte der Kleine unsicher. „Versprochen“, antworteten alle Anwesenden im Chor, was Seth ein bisschen lächeln lies.

Kurz wurde er noch von allen Anwesenden, die nicht mit zum Waisenhaus kamen gedrückt und ein paar Tränen wurden vergossen, ehe er mit James und Sirius durch den Kamin stieg.

„Es ist echt erstaunlich, wie schnell sich der kleine Racker in unsere Herzen geschlichen hat“, sagte Lorelei leise. Die anderen nickten nur. Im Büro der Schulleiterin herrschte bedrückende Stimmung.

„Es ist nicht richtig!“, meinte Draco plötzlich. „Ich weiß, es ist einfach beschissen!“, schimpfte auch Ron. „Wir hätten hier genauso gut auf ihn aufpassen können!“, vertrat auch Harry ihre Meinung.

„Das stimmt. Er ist in so kurzer Zeit ein Mitglied unserer riesigen „Familie“ geworden!“, sagte Ginny, welche sich gegen ihren Freund lehnte, der einen Arm um sie geschlungen hatte.

„Den Eindruck hatte ich auch. Für ihn sind Ron, Ginny, Blaise, Neville, Luna und ich so was wie Freunde geworden. Draco und Harry hingegen schon so was wie große Brüder. Remus und Tonks könnte man praktisch als Onkel und Tante bezeichnen. Sirius und James als seine Ersatzväter und Lily und Lorelei so was wie seine Ersatzmütter … also nicht ganz, aber ihr wisst was ich meine, oder?“, fragend sah Hermine in die Runde. Die anderen nickten nur und sahen weiterhin zum Kamin, durch welchen die anderen drei gerade verschwunden waren.



Während im Schulleiterbüro bedrückende Stimmung herrschte, kamen James, Sirius und ihr kleiner Schützling im Waisenhaus an. Dort angekommen staunten die beiden Erwachsenen nicht schlecht. Zusammengefasst könnte man sagen, es herrschte Chaos. So wie es aussah, waren hier viel zu viele Kinder untergebracht. Auch der Raum, oder genauergesagt das ganze Gebäude an sich hatte etwas Unfreundliches und Düsteres an sich. Es gab nur kleine Fenster, die Wände waren alle weiß bzw. auch schon leicht vergilbt. Die Angestellten trugen alle graue Uniformen, was den tristen Eindruck nur noch verstärkte. Man konnte kaum glauben, dass das hier eine Einrichtung speziell für jüngere Kinder war.

Es dauerte geschätzte 15 Minuten, ehe jemand der Beschäftigten auf die kleine Gruppe aufmerksam wurde.

„Bringen Sie Seth Cohen? Er bekommt das Zimmer dort hinten. Er soll dort warten, es wird irgendwer kommen und wird ihm hier alles zeigen. Wenn Sie mich entschuldigen, ich habe noch etwas Wichtigeres zu erledigen, als mich mit ihnen zu unterhalten.“

Und schon drehte sich die Frau um und marschierte davon, zwei völlig baffe Auroren zurücklassend. „Was – war – das?“, vollkommen vor den Kopf gestoßen sah Sirius zu seinem besten Freund. Dieser sah ihn genauso geschockt an. „Ich habe keine Ahnung.“

Sie wurden durch ein Schluchzen aus ihrer Fassungslosigkeit gerissen. „Ich will hier nicht bleiben. Die Frau ist böse! Und es ist unheimlich“, schluchzte Seth und drückte sich an James Beine.

James sah leicht verzweifelt zu Sirius. Dieser erwiderte den Blick, wo der Junge Recht hatte, hatte er Recht. Dafür, dass hier so viele Kinder lebten war es erstaunlich ruhig. Es war kein Kinderlachen zu hören, nirgends sah man Kinderspielzeug herumliegen und niemand lief in den Gängen herum, so wie man es von Kindern eben erwarten würde.

Plötzlich machte Sirus ein entschlossenes Gesicht. „Er hat Recht, er kann hier nicht bleiben, Prongs! Das lasse ich nicht zu!“

„Ich denke auch nicht, dass das die richtige Lösung ist. Es ist wirklich schon lange her, dass ich so einem unfreundlichen Menschen begegnet bin! Und so eine Bestie arbeitet mit Kindern?“

Bei James fassungslosem Gesichtsausdruck begann Sirius zu lachen. „Ich denke wir sollten diesen beschränkten Vorsitzenden mal sagen was hier so vor sich geht. Pft, was heißt hier bitte zum Wohle der Kinder?“

„Wenn ich das wüsste“, sagte James und schüttelte immer mal wieder total geplättet den Kopf.


„Was passiert jetzt mit mir?“, fragte Seth leise. Noch bevor einer der beiden Auroren antworten konnte, hörten sie hinter sich eine strenge Stimme, die eindeutig zu einer Frau gehörte. „Du wirst jetzt einmal diesen kindischen Teddybären ins Zimmer bringen und dann wirst du unten in der Küche helfen. Ein anderer Junge ist krank und wir brauchen einen Ersatz, also beeil dich!“

„Also ich muss doch sehr bitten! Er ist doch gerade erst angekommen! Und reden Sie immer so mit Ihren Kindern?“, erboste sich James. Was genug war, war genug. „Erstens wüsste ich nicht, was Sie das anginge und zweitens sind das sicher nicht meine Kinder“, sagte die Frau mit dem strengen Gesicht und rümpfte die Nase als sie auf Seth hinunter sah.

„Was ist los? Bist du da angefroren? Ich sagte du sollst den Teddybären in dein Zimmer geben, sonst werde ich ihn konfiszieren!“, fuhr sie ihn an. Erschrocken zuckte Seth zusammen und wollte zur gezeigten Türe laufen, doch da wurde er von Sirius auf die Arme gehoben. Er hob den Jungen soweit hoch, dass er ihm ins Gesicht sehen konnte. „Du wirst gar nichts tun, was diese schreckliche Frau dir befiehlt, verstanden?“

„Aber…?“

„Ich stimme Padfood zu. Du kommst wieder mit uns mit. Wir lassen dich sicher nicht hier, bei diesen schrecklichen Menschen!“

„Was fällt Ihnen ein, mich zu beschimpfen!“

„Was fällt Ihnen ein so mit einem Kind umzugehen! Das sind keine Hauselfen! Sogar diese werden besser behandelt! Verdammt noch mal, es ist Ihre Aufgabe für diese Kinder zu sorgen! Und glauben Sie mir, dass wir uns nicht das letzte Mal gesehen haben! Ich werde im Ministerim von diesen Umständen berichten und dann sind Sie Ihren verhassten Job sowieso los! Sie sind eine Zumutung für diese Kinder!“, wurde James laut und zum Ende hin bedrohlich ruhig.

Geschockt sah ihn die ältere Dame an. Sie öffnete immer wieder ihren Mund, doch es kam nichts heraus.

Sirius pfiff anerkennend. „Jetzt hat es dieser alten Hexe doch glatt die Sprache verschlagen!“, lachte er schadenfroh. „Na kommt, lasst und von hier verschwinden“, sagte er immer noch grinsend und wandte sich zum gehen. James sandte der Frau noch einen bösen Blick, ehe er seinem Freund folgte.


Tut mir Leid, wegen der kleinen Verspätung (ferienstress kann was schlimmes sein xD) Ich hoffe es hat euch gefallen (besonders, dass Seth doch nicht ins Waisenhaus musste!) Bis zum nächsten Mal,
eure Mel


***

Clariwanni: Hey! Freut mich, dass dir das Kapitel gefallen hat, es ist auch eines meiner Lieblingskapitel ;)

chap01: Ich glaube es gibt keinen, der „meinen“ Seth nicht mag xD

sirieule: Es freut mich total, dass Seth so gut ankommt (dafür, dass er ursprünglich gar nicht geplant war =D ) Ich kann dir nicht versprechen, dass sie bald einen Scherz spielen, aber weil du so lieb fragst, kann ich dir Versprechen, dass ich eher zum Schluss der Story einen guten einbaue (muss mir was ganz besonderes überlegen xD )

Lina: Eigentlich … jaja, wer kennt das nicht xD Eigentlich, wäre gar kein Seth geplant gewesen … eigentlich wäre die Story schon längst zu Ende … eigentlich sollte Dray ja „böse“ bleiben – nicht romantisch und lieb werden … eigentlich … eigentlich … eigentlich … =)

Tonks97: Auch wenn es im neuen Kapitel für einen Moment nicht so rosig für Seth aussieht … aber er bekommt sein Happy End – Versprochen!=)


Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.

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