
von MelRU
Hallo meine Lieben!
Ich weiß, dass ich etwas hinterher hinke, aber ich musste von einer sehr lieben Freundin Abschied nehmen und war deshalb in den letzten Wochen etwas durch den Wind und dementsprechend für nichts zu gebrauchen! Es tut mir wirklich Leid!
Kapitel 44
Übung macht den Meister
Da James und Sirius wieder mit Seth zurück gekommen waren, war allen Beteiligten klar gewesen, dass Seth nun solange bei ihnen bleiben würde, bis sie etwas von seinen Eltern erfahren würden. Für alle war es selbstverständlich, dass er die restliche Zeit, welche er nun auf Hogwarts verbringen würde nicht im Krankenflügel bleiben konnte. So kam es, dass die Erwachsenen Seth fragten, bei wem von ihnen er den übernachten möchte. Nachdem sich Seth von ihnen einige Male versichern hatte lassen, dass er trotzdem jeden von ihnen sehen, mit jedem von ihnen reden und spielen konnte und dass sie nicht auf ihn oder auf diejenigen bei denen er bleiben wollte böse sein werden.
Nach kurzem Zögern hatte er dann schließlich leise Sirius und Loreleis Namen geflüstert und sie schüchtern angesehen. Beide hatten das strahlend zur Kenntnis genommen und auch die anderen freuten sich für das Paar.
Nachdem das beschlossen war, hatte sich Seth auf James Schoß gesetzt und ihn mit seinen großen blauen Augen angesehen. „Duu, James?“
James hatte grinste: „Ja, Seth?“
„Bist du jetzt böse auf mich?“
„Warum sollte ich den böse auf dich sein?“
„Weil ich jetzt bei Sirius und Lorelei ein Bettchen bekomme?“
„Nein, deshalb könnte ich nie böse auf dich sein“, hatte ihn James beruhigt.
„Und Lily?“
Lily Potter lächelte sanft. „Keine Angst, mein Schätzchen. Ich bin auch nicht böse auf dich!“
„Darf ich trotzdem mal bei euch übernachten?“
„Sicher! Und dann können Harry und Ginny auch vorbeikommen und dann machen wir eine ganz tolle Pyjama Party!“, war James wieder voll in seinem Element.
„Auja! Und Draco muss auch kommen!“
„Natürlich darf Draco auch nicht fehlen!“, stimmte Lily dem kleinen Jungen zu.
Glücklich hatte Seth gestrahlt, James und Lily umarmt und ihnen einen feuchten Kuss auf die Wange gedrückt.
James, Sirius, Lily und Lorelei waren noch am selben Abend mit Seth ins Ministerium gefloht. Sie hielten sich nicht lange mit den Zuständigen für die Waisenhäuser auf, sondern gingen gleich zum Büro des Ministers. Nachdem sie sich begrüßt hatten und James und Sirius ihre Entrüstung zur Schau gestellt und ihren Ärger Dampf gemacht hatten, hatte ihnen Kingsley versprochen sich der Sache persönlich anzunehmen. Somit war es beschlossene Sache, dass Seth für die nächste Zeit bei ihnen bleiben würde und es einige Überprüfungen in den Zauberer-Waisenhäuser und Muggelwaisenhäuser, die von der magischen Welt wussten und gelegentlich auch junge Zauberer und Hexen aufnahmen, stattfinden würden.
Da unsere Freunde ja zum Glück Zauberer waren, war Seths Zimmer in Loreleis Privaträumen schnell und nach dessen Wünschen eingerichtet gewesen. Somit war das geklärt und alle fanden recht schnell wieder in den, leider vom Krieg beherrschten Alltag hinein. Der Unterschied war nur, dass sie nun einen kleinen ‚Besucher‘ hatten, der sie allerdings oft auf trapp hielt und mit dem sie gemeinsam für ein paar Stunden den drohenden Krieg vergessen konnten.
Erschöpft lies sich Harry am Mittwochabend in sein kuscheliges Bett im Gryffindorschlafsaal der Jungs sinken, streckte sich noch einmal zur Entspannung der Muskeln, wünschte seinen Zimmerkollegen eine gute Nacht und zog die Vorhänge seines roten Himmelbettes zu.
Der heutige Tag war anstrengend für sie alle gewesen, genauso wie die letzten drei Wochen. Die erste Woche, in welcher sein Vater und Sirius ihren aufgezwungenen Urlaub gehabt hatten, hatten sie meist mit Training verbracht. Außer dem ‚gewöhnlichen‘ Duelliertraining waren sie nicht nur jeden Morgen – so wie es die Jugendlichen schon länger taten – sonder auch jeden Abend ein paar Runden um den See gelaufen. Einige andere Schüler hatten sich ihnen angeschlossen und seit her machten sie das jeden Tag. Auch der kleine Seth wollte immer mit dabei sein und so kam es, dass Draco, Harry, Ron und Blaise immer abwechselnd den kleinen Jungen auf ihren Schultern mitnahmen, was für sie alle zur Belustigung und zum härteren Training beitrug.
Der heutige Vormittag hatte die Sechstklässler mit Verteidigung gegen die Dunklen Künste und Zaubertränke immer auf Trapp gehalten. Sie hatten in Verteidigung gegen die Dunklen Künste Probeduelle praktiziert, wo sie sich immer zu zweit duelliert hatten. Da sie dieses Fach mit den Slytherins hatten, war es zu ein paar unschönen Zwischenfällen gekommen, wobei aber niemand schwere Schäden davon getragen hatte.
Diejenigen die das Duell gewonnen hatten, mussten dann gegen Professor Lupin antreten, welcher so einige Schüler mit seinen Fertigkeiten überrascht hatte. Am Ende der Doppelstunde hatten es nur Harry und Draco geschafft ihren Lehrer zu entwaffnen. Aber auch einige andere Schüler, meistens Mitglieder der DA, hatten sich sehr gut geschlagen, was der Professor immer wieder betonte.
In Zaubertränke hatten sie einen Trank gebraut, denn Lily Potter gemeinsam mit ihren Kollegen im Ministerium erst vor einigen Wochen erfolgreich entwickelt hatte. Dabei handelte es sich um einen komplizierten Heiltrank gegen die magische Grippe, für die es bis jetzt noch keinen wirksamen Heiltrank gegeben hatte. Viele Magier waren dieser Grippe bisher zum Opfer gefallen – ganz besonders Kinder, da diese ab einem gewissen Stadium nicht mehr mit den bisher bekannten Heiltränken heilbar gewesen war.
Die ganze Klasse, sowohl Slytherins als auch Gryffindors war davon begeister gewesen diesen Trank herzustellen. In dieser Stunde waren sie alle hochkonzentriert gewesen und bis auf zwei drei Misserfolge hatten es alles geschafft diesen anspruchsvollen Trank erfolgreich zu brauen, worauf sie alle sehr stolz gewesen waren.
Im zweiten Teil der Doppelstunde hatte sich Lily Potter dazu bereit erklärt den interessierten Schülern etwas über ihre zweite Arbeitsstelle zu berichten. Sehr zu ihrer Überraschung und Freude, stellten die Schüler viele interessante Fragen. Die meisten waren hellauf begeistert, dass sie noch nicht aufgegeben hatte auch einen Trank zu entwickeln, der auch bei Personen, die das Werwolfgen schon länger in ihrem Blut hatten wirken sollte.
Nach dem ausgewogenen Mittagessen hatten sie gemeinsam mit den Huffelpuffs Unterricht in Zauberkunst, Verwandlung und Kräuterkunde gehabt.
In Zauberkunst hatten sie gelernt Gegenstände für bestimmte Zeit verschwinden zu lassen. Und wie es möglich war, diese bei bestimmten Signalwörtern wieder sichtbar zu machen.
Der Verwandlungsunterricht war für alle ziemlich amüsant gewesen, da sie verschiedene Zauber gelernt hatten um ihr Äußeres zu verändern. Am Ende der Stunde hatte Tonks Mühe ihre Schüler wieder zu erkennen.
Die zwei Stunden, die die Sechstklässler im Gewächshaus vier verbracht hatten waren auch schnell vorbei gegangen, da Professor Sproudt ihnen eine seltene Pflanze aus Kanada mitgenommen hatte – wo sie über Weihnachten gewesen war. Sie hatte ihnen erklärt, dass man momentan Versuche startete mit dieser Pflanze MS, also Multiple Sklerose zu heilen und durchaus schon Erfolge erzielt hatte.
Danach waren die Schüler mit dem heutigen Unterricht fertig und hatten sich zum Abendessen in die Große Halle begeben. Und wieder einmal war es in der Halle nicht so laut wie sonst gewesen. Die Lehrer hatten angefangen immer mehr Praxis mit den Schülern zu üben und vielen war erst dadurch bewusst geworden, dass sie darauf trainiert wurden um zu überleben, falls es zu einem Kampf kommen sollte. So waren die Schüler am Ende eines Tages so ausgelaugt, dass ihnen beim Abendessen meist sogar die Kraft zum Tratschen fehlte.
Doch viele von ihnen waren nachdem Essen wieder in ein großes Klassenzimmer im fünften Stock gegangen, welches sie immer für ihr tägliches DA-Training reserviert hatten. Es war das größte Klassenzimmer von Hogwarts und es wurde trotzdem manchmal wirklich eng. Doch der Orden hatte sich entschieden, dass die Existenz des Raums der Wünsche geheim bleiben sollte.
Heute hatten sich die Sechst- und Siebtklässler getroffen um gemeinsam zu trainieren.
Durch Hermines und Dracos Organisationstalente war ein ordentlicher Trainingsplan entstanden. Am Montag trainierten die Zweitklässler mit dem Erstklässlern und am Dienstag die Drittklässler mit den Zweitklässlern. Mittwochs die Siebtklässler mit den Sechstklässlern, donnerstags die Sechstklässler mit den Fünftklässlern, freitags die Fünftklässler mit den Viertklässlern und am Samstag die Viertklässler mit den Drittklässlern. Am Sonntag war es jedem sich selbst überlassen ob sie trainieren wollten oder nicht. Ihr Trainingsraum war immer geöffnet und der momentane Schulsprecher, David Leary hatte es geschafft McGonagall zu überzeugen, dass es vorteilhafter wäre, wenn ein Lehrer anwesend war. So wechselten sich die Lehrer untereinander ab, sodass jeden Tag von 10 bis 12 Uhr, von 15 bis 18 Uhr und von 20 bis 22 Uhr ein Lehrer präsent war. Manchmal übernahmen auch Sirius, James oder sogar McGonagall persönlich die Aufsicht.
Alle Lehrer waren begeistert von dem Engagement der Schüler und stolz auf deren persönliche Vorschritte. Besonders die Siebt- und Sechstklässler legten sich mächtig ins Zeug, den ihnen war bewusst, dass wenn es wirklich zu einem Kampf in Hogwarts kommen sollte, es ihnen möglich wäre zu helfen. Die jüngeren Jahrgänge würden evakuiert werden und jeder aus den sechsten und siebten Jahrgängen, der nicht kämpfen wollte, konnte sich ihnen anschließen. Der übrige Teil würde helfen das Schloss zu verteidigen.
Zu Beginn ihrer Trainingsstunden hatten sie sich in mehrere Gruppen aufgeteilt. Es gab verschiedene Stationen an denen man trainieren konnte. Es gab Stationen wo die Älteren den Jüngeren etwas beibrachten, dabei handelt es sich meist um Unterrichtsfächer wie Verteidigung, Zaubertränke, Verwandlung oder Zauberkunst. Es gab aber auch Kampfsport, was die muggelabstämmigen Zauberer den anderen beibrachten.
Natürlich konnten sie sich auch Duellieren. Für diesen Bereich war der größte Platz im Klassenzimmer reserviert. Man konnte gegen andere Schüler antreten oder gegen einen verzauberten Ritter kämpfen.
Nachdem sie sich aufgeteilt hatten, hatten sie sich alle mit leichten Zaubern oder Übungen aufgewärmt. Und dann war es auch gleich los gegangen. Im Nachhinein betrachtet wunderte sich Harry immer wie schnell diese Trainingseinheiten vergingen.
Erst als David ihn um ein Trainingsduell gebeten hatte, war ihm aufgefallen, dass es schon halb zehn war.
Die Trainingsduelle mit David Leary waren immer ziemlich anstrengend. Der Ravenclaw Siebtklässler war der beste Duellant der siebten Klassen. Harry war schon öfter gegen ihn angetreten, aber bisher hatte David ihn immer noch knapp geschlagen. Irgendwie war ihr Trainingsduell am Mittwoch schon zur Gewohnheit geworden und beide fanden irgendwie Gefallen daran.
Harry lehnte nie ein Trainingsduell ab, was sich schon bemerkbar machte. Jedem war aufgefallen, wie schnell Harrys Fortschritt voranging. Er suchte immer wieder neue Herausforderungen, die es zu bewältigen galt. War er früher immer ein ungeduldiger kleiner Hitzkopf gewesen, so übte er sich mittlerweile ihn Geduld.
Hatte er doch anfangs Probleme mit dem ein oder anderen Zauber gehabt, umso verbissener trainierte er jetzt und umso besser wurde er. Durch diesen besonderen Ehrgeiz und vielleicht auch durch das Wissen, dass er es in absehbarer Zeit mit Voldemort aufnehmen musste, machte ihn zu einen mittlerweile ‚gefährlichem‘ Gegner.
Was David Leary durchaus bewusst war. Ebenso wusste er auch, dass er ein brillanter Duellant war und er hatte es sich zur Aufgabe gemacht Harry herauszufordern und dadurch zu trainieren. Er wusste, dass Harry sozusagen ‚Extratraining‘ mit seinem Vater und seinem Patenonkel – beides sehr berühmte und ausgezeichnete Auroren – bekam, was man bei Harrys Kampfstill auch immer mehr heraus sah. Doch das war ihm nur Recht, schließlich wollte er ja auch einen angemessenen Gegner um sich selbst noch zu verbessern.
Das heutige Duell hatte Harry fast alles abverlangt, was er bisher gelernt hatte. Und es hatte sich ausgezahlt, denn er hatte zum ersten Mal gegen David gewonnen.
Bei dem Gedanken musste Harry grinsen. Ja, er war schon stolz auf sich, den besten Siebtklässler im Duellieren besiegt zu haben. Die nächste Herausforderung war, seinen Vater oder Sirius im Duell zu besiegen. Als er daran dachte, musste der Teenager seufzten. Das würde eine schwere Hürde werden. Aber was soll‘s, er hatte ja noch ein bisschen Zeit. Beruhigte er sich selbst. Er wusste, dass es ihm nichts bringen würde sich selbst verrückt zu machen. Das hatte er in der Vergangenheit nur all zu oft gemacht und es hatte ihn bislang nicht weiter gebracht. Also war es nun an der Zeit einfach so gut es eben ging einen klaren Kopf zu bewahren.
Er musste daran denken, dass nach dem Duell, als sie das Training offiziell beendet hatten und der Rest der Schüler außer Harry und seinen Freunden sich auf dem Weg zu ihren Gemeinschaftsräumen gemacht hatte, Sirius, sein Dad und Remus noch vorbei gekommen waren.
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