Auferstanden - Der Countdown lÀuft
von MelRU
Hallöchen liebe Leser!
Wie versprochen geht es hier heute weiter! Ich warne euch gleich mal vor, da das Kapitel nicht so 'aufheiternd' ist wie das letzte! Aber ich wĂŒnsche euch trotzdem viel SpaĂ beim Lesen!
Kapitel 45
Der Countdown lÀuft
Die letzte Stunde Geschichte der Zauberei war fĂŒr viele eine Qual. NatĂŒrlich war dieser Unterricht seitdem sie Lorelei als Professorin hatten um vieles interessanter und lebendiger geworden. Doch es war immer noch ein Lernfach, wo man nicht wirklich praktisch arbeiten konnte. So hieĂ es meist nur zuhören. Und das viel Einigen nach einer anstrengenden Woche, an einem Donnerstag eine Stunde vor dem Abendessen sichtlich schwer.
Normalerweise duldete es Lorelei nicht, wenn in ihrer Stunde nicht aufgepasst beziehungsweise geschlafen wurde. Doch sie wusste auch, dass momentan ein Ausnahmezustand hier in Hogwarts herrschte. Die meisten SchĂŒler lernten ĂŒber ihrem Niveau. Und sie war so unglaublich stolz auf alle ihre SchĂŒler, denn als sie damals noch zur Schule gegangen waren und der Krieg bevor stand, hatten sie immer nur darĂŒber geredet, dass etwas getan werden musste. Und diese Kids hier, hatten es sogar geschafft etwas zu tun. Etwas GroĂartiges, auf das sie alle stolz sein konnten. Doch keiner derjenigen, die bereitwillig zu den Trainings gingen um ihr Wissen und ihre Fertigkeiten zu erweiterten benahm sich hochmĂŒtig, da ihnen allen bewusst war, dass das hier bitterer Ernst war.
So versuchte sie etwas Nachsicht wallten zu lassen. Ganz besonders dann, wenn sie merkte, dass sogar die Klassenbesten wie Draco und Hermine keine Notizen machten.
Sie stockte kurz in ihrem Satz, als sie sah, dass Harry in der letzten Reihe ans Fenster gelehnt gerade dabei war einzuschlafen. Kurz atmete sie tief durch und redete einfach weiter. Wenn es einer verdient hatte genĂŒgend Schlaf zu bekommen, dann Harry â auch wenn es in ihrer Stunde sein musste. Sie wusste, dass der Junge sehr viel um die Ohren hatte, hart trainierte â hĂ€rter als alle anderen und natĂŒrlich auch genĂŒgend Last auf seinen Schultern lagerte.
Sie bemerkte, dass Hermine ihrem Blick gefolgt war. Sie saĂ neben Ron, welcher mit offenen Augen zu schlafen schien und auf dessen anderen Seite eben Harry gerade eingeschlafen war. Leicht tadelnd aber mit einem sanften LĂ€cheln im Gesicht sah die schlaue Hexe ihren besten Freund an, ehe sie begann nun doch Notizen zu machen. Lorelei konnte sich denken, wer diese dann zum abschreiben bekommen wĂŒrde.
Sie nahm nun auch lĂ€chelnd zur Kenntnis, dass Ron anscheinend aus seinem halben Wachkomma erwacht war und nun seinen besten Freund mit seinem Umhang zudeckte. Immer wieder faszinierte es sie, wie diese Jungs und MĂ€dchen miteinander umgingen. NatĂŒrlich gab es hin und wieder mal Streit, doch wenn es hart auf hart kam, waren sie immer fĂŒr einander da. Es freute sie, dass auch ihr Patensohn Draco und dessen bester Freund Blaise Zabini einen Platz in diesem Freundschaftskreis gefunden hatten.
Wenige Augenblicke zuvor hatte Harry angestrengt versucht Loreleiâs Unterricht zu folgen, doch trotz seiner BemĂŒhungen fielen ihm immer wieder die Augen zu und sein Kopf sank nach vorne. Ăfters riss er ihn abrupt wieder nach oben, bis er dann einfach zu mĂŒde war und sich seinem wohlverdienten Schlummer hingab. Loreleiâs Stimme wurde immer leiser und leiser, bis es schlieĂlich ganz still wurde.
Es dauerte nicht lange, bis er bemerkte, dass er nicht mehr in Hogwarts war.
*
Er befand sich in einem runden dĂŒsteren Raum. So viel er im fahlen Licht des Kaminfeuers, welches leise vor sich hin knisterte ausmachen konnte, waren die WĂ€nde grĂŒn und mit silbernen Mustern verziert. In der Mitte des Zimmers stand ein groĂer rechteckiger schwarzer Tisch mit zwölf StĂŒhlen, was ein starker Kontrast zu dem runden Mauerwerk darstellte. Der Raum hatte auĂerdem riesige Fenster, doch davor waren dunkle samtene VorhĂ€nge zugezogen worden, sodass das Mondlicht nicht durchdringen konnte. Nachdem sich Harry versichert hatte, dass sich niemand sonst im Raum befand, schritt er langsam zu einem der Fenster und schob den schweren Vorhang zur Seite. In der Dunkelheit konnte er einen verwilderten Garten und eine mannshohe Hecke erkennen, die das GrundstĂŒck von dem nahe gelegenen Friedhof trennte. Auf dem Friedhof brannten zwischen den einzelnen meist schon heruntergekommenen Grabsteinen einige kleine Kerzen, welche durch den Wind leicht flackerten.
Plötzlich wurde er aus seiner Betrachtung gerissen, als mehrere Leute auf den Friedhof apparierten. Sie alle schritten in Richtung des GrundstĂŒckes. Vor der Hecke, welche ihnen den Weg versperrte hoben sie alle ihren rechten Arm. Plötzlich bewegte sich das GestrĂŒpp und bildete fĂŒr sie einen Durchgang. Harry zog scharf die Luft ein, als er erkannte, dass die schwarz umhĂŒllten Gestallten Todessermasken trugen.
Von drauĂen auf dem Gang konnte er Stimmen höheren. Rasch riss er sich aus seiner Beobachtung und suchte hektisch nach einem Versteck. In letzter Sekunde zwĂ€ngte er sich hinter eine breite Statue. Er hielt die Luft an, als die TĂŒre geöffnet wurde und linste vorsichtig hinter der Statue hervor. Erschrocken riss die Augen auf, als er die hagere, blasse und furchteinflöĂende Gestalt erkannte - Voldemort.
Er konnte gerade noch ein Zusammenzucken verhindern, als das Feuer im Kamin auf einmal aufloderte, in dem Moment als der mĂ€chtigste Schwarzmagier aller Zeiten gefolgt von sechs Todessern den runden Raum betrat. Noch dazu begann seine Narbe fĂŒrchterlich zu schmerzen, sodass er ein Aufkeuchen unterdrĂŒcken musste.
âWarum sind die VorhĂ€nge nicht zugezogen, Malfoy?â, zischte Voldemort gefĂ€hrlich. Harry hatte das GefĂŒhl, als wĂŒrde sein Herz fĂŒr ein paar Momente aussetzen. Erstens hatte er in seiner Hektik vergessen, den Vorhang wieder vorzuziehen und zweitens war Dracoâs Vater hier.
âIch werde mich sofort darum kĂŒmmern, mein Lordâ, antwortete der Todesser mit den langen blonden Haaren untertĂ€nig und schritt auf die Fenster zu, um den Vorhang, welchen Harry vergessen hatte zu schlieĂen, zuzuziehen.
Nachdem Voldemort platzgenommen hatte, setzten sich auch all die anderen Todesser. Es waren noch fĂŒnf StĂŒhle leer. Niemand sprach ein Wort. Es herrschte unheimliche Stille, bis man auf dem Gang gehetzte Schritte wahrnahm. Man hörte wie die Schritte vor der TĂŒre gebremst wurden und nach einem leisen Klopfen die TĂŒre geöffnet wurde.
âMein Lord, âŠâ Der Todesser wurde von Voldemort unterbrochen: âWas gab es fĂŒr einen Grund fĂŒr euer zu spĂ€t kommen, Yaxley?â
âEs tut uns Leid, Meister. Aber wir haben lĂ€nger gebraucht als wir vermutet haben, um euren Befehl erfolgreich auszufĂŒhrenâ, antworte der Todesser und versucht das Wort erfolgreich besonders hervorzuheben. Doch das schien Voldemort wenig zu interessieren.
âAlso war die Aufgabe, ein paar Muggel zu töten fĂŒr euch zu schwer? Da ihr nicht fĂ€hig wart sie in der vorgebenden Zeit zu bewĂ€ltigen!â, stellte der dunkle Lord sachlich fest.
âAber Mei Lord âŠâ âSchweig! Crucio!â WĂ€hrend sich der eine Todesser, welcher gesprochen hatte auf dem Boden wĂ€lzte und schrie, machten die anderen Todesser keinen Mucks.
Als plötzlich die Schreie verstummten, dachte Harry, dass Voldemort den Fluch beendet hatte, doch bei genauerem hinsehen, bemerkte er, dass Voldemort nur einen Schweigezauber auf seinen Untertan gelegt hatte. âSetz euch! Eure Bestrafung findet ein anderes Mal statt, wir haben wichtigeres zu tun, als uns mit eurer Inkompetenz zu beschĂ€ftigen!â
Keiner der Todesser lies sich das zweimal sagen und so begaben sie sich rasch zu ihren PlĂ€tzen. Niemand schenkte dem Todesser welcher noch immer lautlos vor Schmerzen schreiend am Boden lag einen Blick, doch Harry hatte MĂŒhe sich loszureiĂen, es machte ihn regelrecht wahnsinnig nichts tun zu können. Doch wenn er sich bemerkbar machen wĂŒrde, dann wĂŒrde er hier nicht lebend raus kommen â soviel war sicher.
âIch will einen Lagebericht, Lucius! Wie sieht es aus? LĂ€uft alles nach Plan?â, wandte sich Voldemort seelenruhig an seinen Todesser, der genau vor Harrys Statue saĂ.
Rasch beugte er sich zurĂŒck und lauschte. Harry kam es wie eine Ewigkeit vor, als Lucius Malfoy von den Entwicklungen auf der Dunklen Seite erzĂ€hlte. WĂ€hrend er dem selbstgefĂ€lligen Monolog von Dracoâs Vater lauschte wurde ihm regelrecht schlecht. Voldemort hatte wirklich viele MĂ€nner insbesondere mehr magische Kreaturen auf seiner Seite. Und als er dann auch noch die Orte hörte, welche angegriffen werden sollten, gaben fast seine Beine nach. Sie wĂŒrden alle HĂ€nde voll zu tun haben um diese StĂ€dte zu verteidigen.
Sie hatten immer angenommen, dass es einen GroĂangriff entweder auf Hogwarts oder auf das Ministerium geben wĂŒrde. Sie hĂ€tten nicht gedacht, dass Voldemort plant gleichzeitig einzelne StĂ€dte anzugreifen. Harry versuchte sich die Namen der StĂ€dte zu merken. Es hing an ihm, wenn er eine Stadt vergessen sollte, beziehungsweise eine falsche nennen wĂŒrde â gar nicht auszudenken was fĂŒr eine Katastrophe das wĂ€re. Immer wieder ging er die Namen der StĂ€dte durch: Birmingham, Bristol, London mit dem Hauptziel Winkelgasse, Manchester und Leicester. Auch Angriffe auf Hogwarts, Hogsmead und das Ministerium wurden geplant.
Als Harry auch noch das Datum fĂŒr die Angriffe mitbekam, waren seine Gedanken nur: Oh, wir sind so was von in Schwierigkeiten.
Denn die Angriffe sollten bereits am 29ten MĂ€rz stattfinden, also schon in zwei Wochen!
War es fĂŒr in anfangs wie eine Ewigkeit gewesen, so ĂŒberrascht war er jetzt, als Voldemort â scheinbar zufrieden - die Sitzung nach ein paar Anweisungen fĂŒr beendet erklĂ€rt hatte. Er hörte, das Scharren von StĂŒhlen als sich die Todesser erhoben und den Raum verlieĂen. Er vernahm das SchlieĂen der TĂŒre und wollte sich schon bewegen, als er hörte, wie jemand aufstand. Anscheinend war jemand im Raum geblieben.
Er lauschte den lauernden Schritten, die sich anscheinend in seine Richtung bewegten und er bemerkte auch, wie jemand versuchte seinen Geist aufzuspĂŒren. Derjenige der zurĂŒckgeblieben war, versuchte heraus zu finden, ob noch jemand im Raum war und tastete diesen sozusagen mit seiner Magie ab so wie es Voldemort bei seiner letzten âVisionâ gemacht hatte.
Mit aller Macht versuchte er daran zu denken, was er damals in der fĂŒnften Klasse bei seinem absoluten Hasslehrer Severus Snape gelernt hatte. Doch so etwas wirklich Hilfreiches fiel ihm nicht ein. WĂ€hrend er krampfhaft nach einem Fluchtweg suchte, hörte er, wie jemand wieder in den Raum kam.
âWas willst du, Snape!â, wurde die Person von Voldemort angeblafft. Harry konnte nicht wirklich verstehen, was Snape sagte, da sein Kopf dröhnte. Voldemort versuchte noch immer die Schilde, welche verhinderten, dass er seinen Geist entdeckte zu durchbrechen. Harry biss die ZĂ€hne zusammen. Seine klĂ€glich aufgebauten Mauern waren viel zu schwach, doch plötzlich spĂŒrte er einen undurchdringlichen Wall, welcher sich vor seinen Mauern aufzog. Wer war das?
âVerschwinden Sie endlich, Potter! Oder wollen sie das Ganze etwa schon beenden?â, hörte er die spöttelnde Stimme seines ehemaligen TrĂ€nkelehrers.
Harry lies sich das nicht zweimal sagen und versuchte die AbsurditĂ€t dieser Situation beiseite zu schieben und irgendwie hier wieder weg zu kommen. Er dachte an Hogwarts, an die LĂ€ndereien, die GroĂe Halle, den Gemeinschaftsraum, seine Eltern, Ginny âŠ
Harry schnappte hektisch nach Luft. Er konnte kaum atmen. Seine Brust zog sich zusammen. Er lag auf einem kalten, harten Boden und die Decke ĂŒber ihn schien sich zu drehen.
âEndlich! Er ist wieder bei Bewusstsein!â, hörte er jemanden rufen, ehe er auch schon sein Mittagessen erbrach. Nur nebenbei nahm er war, das jemand schrie.
Als er seinen Magen entleert hatte, spĂŒrte er wie ihm jemand mit einem kalten Lappen das Gesicht abtupfte und ihm half, sich aufzusetzen. Er war noch zu benommen um sich dagegen zu wehren.
âHey, Alter! Alles okay? Hast du Schmerzen?â
Erst jetzt konnte Harry das Gesicht seines besten Freundes nahe vor ihm ausmachen, was sich jedoch immer wieder seltsam verzog. Verwirrt und hektisch sah er sich um.
âWo bin ich?â, fragte er den Rotschopf heiĂer. Sein Kopf schien zu zerbersten und seine Narbe brannte wie Feuer. Er wusste nicht, was passiert war. Seine Ohren rauschten.
âIn Hogwarts, es ist alles in Ordnung, Harryâ, sagte Lorelei und berĂŒhrte ihn sachte am Arm, wodurch Harry zusammen zuckte, von ihr wegrutschte und wieder hektisch atmete. Die BerĂŒhrung an seiner Schulter war wie ein elektrischer Schlag gewesen und das Rauschen in seinen Ohren hielt an und wurde immer schlimmer.
âKumpel, es ist alles okay. Hier tut dir niemand was!â, versuchte Ron seinen besten Freund zu beruhigen.
Harry versuchte seine Atmung wieder in den Griff zu bekommen um das Pochen aus seinem Kopf zu vertreiben, doch es wollte ihm nicht gelingen. Ihm war heiĂ und gleichzeitig kalt. Er merkte, dass er zitterte, wĂ€hrend ihm der SchweiĂ ĂŒber die Stirn lief. Er hatte das GefĂŒhl zu ersticken.
Sein Blick wurde leer, er spĂŒrte das SchĂŒtteln an seiner Schulter. âHarry! Harry!â
Plötzlich viel Harry ein, dass er ihnen etwas Wichtiges sagen musste. Er versuchte, die schwarzen Punkte, welche vor seinen Augen tanzten zu verdrĂ€ngen und schĂŒttelte seinen Kopf. Fest packte er Ronâs Arm.
âAua! Harry! Beruhige dich!â
âBirminghambristol, Londonmanchesterleicester.â
âWas hat er gesagt?â
Das Bild des Klassenzimmers verschwamm in den aufkommenden TrÀnen.
âBirminghambristol, London, Manchesterleicesterâ, presste er mĂŒhsam und hektisch hervor.
âHarry! Komm schon. Beruhige dich!â
Das Rauschen wurde stĂ€rker und dem Jungen speiĂŒbel, er bekam keine Luft mehr.
âDas sind StĂ€dte!â Harry konnte nicht sehen, wer das sagte, denn zeitweise kippte das Zimmer schon und schnappte wieder zurĂŒck. âWas?â âDas was Harry sagt, sind StĂ€dte: Birmingham, Bristol, London, Manchester und Leicester!â
âEndlichâ, dachte er noch, ehe ihn wohltuende SchwĂ€rze umfing.
Das nĂ€chste was er sah, war die Decke des KrankenflĂŒgels. Kurz schloss er wieder die Augen um sich zu sammeln. Langsam versuchte er zu verstehen, was er vorhin erlebt hatte. Ob der Todesser, welchen Voldemort gefoltert hatte noch lebte? Ob Voldemort ihn wohl zu Tode gefoltert hatte? Ob er herausgefunden hat, dass Snape mir geholfen hat? Warum hat er mir ĂŒberhaupt geholfen von dort zu fliehen? Wieso war er noch einmal zurĂŒckgekommen? Hatte er gewusst, dass ich dort war?
Beruhigend atmete er ein paar Mal ein und aus, es wĂŒrde nichts bringen sich jetzt darĂŒber den Kopf zu zerbrechen, er wĂŒrde sowieso keine Antwort darauf bekommen. WĂ€hrend er so dalag, konnte er leise Stimmen vernĂ€hmen. Aus Gewohnheit machte sich seine Hand auf die Suche nach seiner Brille, welche er schlieĂlich auf dem Nachttischchen fand. Als er sie aufgesetzt hatte, setzte er sich etwas auf und sah sich im KrankenflĂŒgel um. Er registrierte, dass die Sonne bereits untergegangen war.
Auf der anderen Seite des Raumes, sah er woher die Stimmen kamen. Dort saĂen seine Eltern und ein paar andere Leute aus dem Orden beisammen und er hörte, wie sie mit RĂŒcksicht auf die Patienten leise miteinander redeten.
Als ihm schwindlig wurde, lies er sich wieder in die Kissen sinken. Ihm viel auf, dass ihm das Atmen immer noch etwas schwer viel. Er fiel in einen leichten DĂ€mmerschlaf aus dem er erst aufwachte, als ihm jemand sanft durch die Haare strich.
Blinzend sah er auf. âSirius?â, krĂ€chzte er. Er hatte gar nicht bemerkt, wie trocken sein Hals war. âJa, ich bin es. Alles okay. Du bist in Hogwarts, GroĂerâ, sagte Sirius, ehe er ein Glas Wasser herbeizauberte und es seinem Patensohn reichte.
Dieser trank es dankbar, froh darĂŒber seine Kehle befeuchten zu können. âDankeâ, sagte er mit etwas festerer Stimme, als er Sirius das leere Glas zurĂŒckreichte. Dabei bemerkte er auch, dass die VorhĂ€nge um sein Bett zugezogen worden waren.
âKeine Ursache, Harry. Wie geht es dir?â, fragte er den Sohn seines besten Freundes. âEs geht schon. Ich bin nur etwas durcheinander und mir ist etwas schwindligâ, antwortete Harry wahrheitsgetreu. âWas ist passiert?â, fragte er seinen Paten. Dieser sah ihn erstaunt an. âEigentlich hatten wir gehofft, dass könntest du uns sagen. Wir wissen nur, dass du eine Panikattacke hattest. Aber wir kennen den Auslöser nicht.â
âOhâ, war Harrys einzige Antwort, ehe er das Gesicht etwas verzog und sich an die Stirn griff. Diese blöden Kopfschmerzen. âIch werde Madame Pomfrey holen, okay?â, sagte Sirius und erhob sich. âOkay, mach nur.â Als Sirius gehen wollte, wurde er noch einmal von seinem Patensohn zurĂŒck gehalten. âSirius?â âJa?â âWo sind Mum und Dad?â
âSie sind hier im KrankenflĂŒgel. Wir alle haben darauf gewartet, dass du aufwachst, damit du uns sagen kannst was passiert ist. Soviel uns Hermine gesagt hast, hast du bevor du ohnmĂ€chtig wurdest noch einige StĂ€dte genannt, aber wir wissen nicht genau, was das zu bedeuten hatâ, erklĂ€rte ihm Sirius. âSind meine Freunde auch da?â âNatĂŒrlich! Glaubst du wir hĂ€tten es irgendwie geschafft, sie in ihre GemeinschaftsrĂ€ume zu schicken?â, schmunzelte Sirius. Harry grinste ebenfalls leicht. âNein, wohl kaum.â
âFĂŒhlst du dich bereit dazu dich der Meute zu stellen? Oder soll ich doch lieber Madame Pomfrey vorher holen?â âNein, das ist nicht nötig. Ich muss euch unbedingt erzĂ€hlen, was ich gesehen habe!â Sirius nickte ernst, ehe er den Vorhang zur Seite schob und hinter sich wieder verschloss. Es dauerte nicht lange, ehe der Vorhang erneut geöffnet wurde und seine Eltern herein kamen.
âWie geht es dir, mein Schatz?â, fragte ihn seine Mutter, welche sich auf die Kante seines Bettes setzte und ihm durch die Haare fuhr. âEs geht schon, Mumâ, beruhigte Harry seine Mutter. âBist du dir sicher, Harryboy? So eine Panikattacke sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmenâ, vergewisserte sich nun auch sein Vater, welcher sich auf dem Stuhl, auf welchem Sirius noch vor ein paar Minuten gesessen hatte, nieder gelassen hatte. âJa, Dad. Es ist alles okay. Und ich werde alles tun, was Madame Pomfrey von mir will, damit ich so schnell es geht wieder auf die Beine komme.â
âGut. Ich möchte dich wirklich nicht ĂŒberfordern, aber kannst du uns erzĂ€hlen was passiert ist?â
âJa, aber ich möchte, dass gleich alle hier sind, damit ich es nicht hunderte Male erzĂ€hlen mussâ, antwortete Harry seinem Vater. âOkay, ich hole sie reinâ, sagte dieser, erhob sich aus dem Stuhl und schritt durch die VorhĂ€nge.
Kurz darauf wurden die VorhĂ€nge zur Seite geschoben und alle versammelten sich um Harryâs Krankenbett. Es wurden ihm teils besorgte, teils neugierige Blicke zugeworfen. Harry bemerkte, dass auch Kinglsey und die gesamte Familie Weasley anwesend waren. Zu seiner Ăberraschung wurde er nicht gleich mit Fragen bombardiert. Man sah ihm anscheinend seinen ĂŒberraschten Blick an, da Blaise schief grinsend sagte: âWir wurden höfflich von Sirius, deinem Dad, Madame Pomfrey, Remus und Lorelei darauf hingewiesen, dass wir dich nicht mit Fragen löchern sollen, sondern darauf warten sollen, bist du selbst alles erzĂ€hlst.â
Harry sah ihn einen Moment sprachlos an, ehe er leicht grinste - sie waren alle so ĂŒberfĂŒhrsorglich, wenn es um ihn ging. Dann rĂ€usperte er sich und begann zu erzĂ€hlen, was er beobachtet hatte. Ab und zu stockte er in seiner ErzĂ€hlung, aber niemand drĂ€ngte ihn, sie alle lieĂen ihm die Zeit, die er brauchte. Nur nebenbei bemerkte er, dass sich Kingsley Notizen machte. Er wurde also von niemand unterbrochen, aber ab und zu vernahm er ein erschrockenes Keuchen.
Als er seine ErzĂ€hlung beendet hatte, wurde er schockiert angesehen. Sie alle hatten nicht mit einem so baldigen Angriff gerechnet. Harry lies seinen Blick ĂŒber die Anwesenden streifen und blieb bei Draco hĂ€ngen. Er beobachtete seinen blonden Freund genauer, denn er konnte sich noch gut daran erinnern, was das letzte Mal passiert war, als er von seinem Vater gehört hatte. Doch Draco schien es halbwegs gut aufzunehmen, er wirkte nur etwas blasser als sonst. Als der blonde Schönling aufsah und Harrys fragenden Blick begegnete, nickte er und zeigte Harry ein - wie er hoffte - beruhigendes LĂ€cheln. Erst als sich Ginny zu Harry ins Krankenbett kuschelte und er seine Arme um sie schlang, kam wieder etwas Leben in die restlichen Anwesenden.
âWieso hat dir die alte schmierige Fledermaus geholfen?â, fragte Ron irritiert. Wodurch sich Harry an seinen besten Freund wandte. âGanz ehrlich, Ron. Ich habe keine Ahnung!â âVielleicht hat sich Albus doch nicht in Severus getĂ€uscht?â, meinte McGonagall beinahe hoffnungsvoll.
Es herrschte wieder Schweigen, da niemand eine Antwort darauf wusste. Die Stille wurde jedoch durch Kingsley unterbrochen, der von seinem Klemmbrett aufsah und sich rÀusperte um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen.
Ich weiĂ, dass dieses Kapitel nicht wirklich âsehr schönâ ist, aber es musste einfach sein. Was haltet ihr davon? FĂŒr alle die unseren sĂŒĂen knuddeligen Seth vermissen - im nĂ€chsten Kapitel hat er wieder einen ganz ganz bezaubernden Auftritt ;)
Die Magielevel erfĂ€hrt ihr erst im nĂ€chsten Kapitel (aber es hat mich gefreut, dass ihr euch Gedanken darĂŒber gemacht habt), was ich entweder nĂ€chste Woche oder wie gehabt am Freitag in 2 Wochen online stelle - je nach dem, wie viel Zeit ich finde!
Den Namen des Kapitels kann ich euch aber schon verraten, es heiĂt: Ein Versuch dem Alltag zu entfliehen!
Bis zum nÀchsten Mal,
eure Mel
***
Ginny Molly Weasley: Hey! Es ist egal wann du zu uns gestoĂen bist â Hauptsache du bist es ;) Es freut mich, dass die die Grundidee meiner Story gefĂ€llt und danke fĂŒr das Lob!
Giina: Hallöchen meine Liebe! Es freut mich zu hören, dass meine Story zu einer deiner Lieblings-FFs gehört *glĂŒcklich bin*
Die Magielevel erfĂ€hrt ihr leider erst im nĂ€chsten Kapitel! Das mit der Zwillingsschwester wird wohl eher nicht passieren, aber das mit den âharry potter wir stehen alle hinterâ gefĂ€llt mir auch sehr sehr gut â danke fĂŒr den Tipp!
Mrs.Black: Level 8 ist der durchschnitt bzw. die Merheit in der Zauberbevölkerung. Einen höheren Level schafft man meist nur bei Berufen, bei denen viel gezaubert wird und Level 10 erreicht selten jemand. Und die Ergebnisse erfĂ€hrt ihr im nĂ€chsten Kapitel â tut mir leid!
GinnyPotter:): Anscheinend hat es so ziemlich jeden gefreut, dass sie im letzten Kapitel was zu lachen hatte â freut mich ebenso. Nur leider, wird dieses Chap das genaue Gegenteil vom letzten! Und die Magielevel erfĂ€hrt ihr erst im nĂ€chsten Kapitel â sorry!
chap01: Die Magielevel erfĂ€hrt ihr erst im nĂ€chsten Kapitel â tut mir Leid ;) Im letzten hatten sie noch ein bisschen was zu lachen, in diesem hier wirklich nicht â aber nicht böse sein, dafĂŒr wissen sie jetzt, wann alles ĂŒber die BĂŒhne geht!
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Samstag, 01.07.
Freitag, 02.06.
Mittwoch, 24.05.
Ich schreibe ĂŒber Gut und Böse und habe die Verantwortung, das ordentlich zu machen. So einfach ist es nicht, - das Gute gewinnt nicht immer.
Joanne K. Rowling