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Fanfiction

Auferstanden - Ein Versuch dem Alltag zu entfliehen (Teil I)

von MelRU

Hallöchen meine Lieben!

Das wollte ich euch eigentlich schon im letztem Kapitel schreiben: An alle, bei denen ich felsenfest davon gesprochen habe, dass Snape hier voll und ganz auf Voldemorts Seite steht – es sieht momentan nicht so aus (wie ihr wahrscheinlich bemerkt habt)! Tut mir Leid, aber es war ja wirklich nicht so geplant gewesen – aber was läuft momentan eigentlich nach Plan? :)

Und ich hoffe ich kann euch heute eine Freude machen, da es heute ein Doppelkapitel gibt! Das Kapitel hat alle Rahmen gesprengt, deshalb musste ich es teilen (und es ist trotzdem mit 5576 Wörtern immer noch das längste von allen bisherigen). Aber somit sind die Ergebnisse der Magieleveltest in das nächste Kapitel gerutscht! Weil ich euch aber versprochen habe, dass ihr sie dieses Mal erfährt, muss ich heute für euch doch glatt zwei Kapitel hochladen – ich hoffe ihr freut euch darüber (:

Viel Spaß beim Lesen!




Kapitel 46

Ein Versuch dem Alltag zu entfliehen Teil I


Nur indem man das Unerreichbare anstrebt, gelingt das Erreichbare


Nachdem sich der Minister der Aufmerksamkeit der anderen sicher war, begann er zu sprechen: „Ich denke wir werden irgendwann eine Antwort auf diese Frage bekommen. Natürlich wäre es von Vorteil wenn Severus noch immer auf unserer Seite stehen würde, doch dessen können wir uns momentan nicht ganz sicher sein. Doch zurzeit sollten wir uns auf unser Hauptproblem konzentrieren. Wir haben nur noch zwei Wochen Zeit, bis der Kampf stattfinden soll, jetzt muss alles reibungslos ablaufen. Wir sollten schleunigst Gegenmaßnahmen ergreifen. Es muss alles vorbereitet werden. Ich werde dann gleich ins Ministerium flohen und die neugewonnenen Informationen weitergeben.“

Die anderen stimmten ihm zu, es blieb nicht mehr viel Zeit. Jetzt durften ihnen keine Fehler mehr unterlaufen.

„Wie euch vielleicht aufgefallen ist, habe ich mir während uns Harry von seiner Vision erzählt hat, Notizen gemacht. Ich habe versucht, die wichtigsten ersten Schritte und Maßnahmen aufzuschreiben. Jetzt hätte ich für jeden eine Aufgabe. Ich werde euch einfach mal vorlesen, wie ich mir das gedacht habe“, fuhr Kingsley fort.

Nachdem alle erwartungsvoll nickten, begann Kingsley seine hastig aufgeschriebenen Aufgaben aufzuteilen.

„Minerva, ich werde mit dir, sobald ich ins Ministerium gefloht bin über den Kamin in Kontakt bleiben, bitte sei immer in deinem Büro erreichbar. Tonks, könnest du den restlichen Orden informieren? Bill, du wirst sie begleiten. Sagt ihnen alles, was wir heute hier noch besprechen werden! Wir werden unser Hauptquartier endgültig hier in Hogwarts aufschlagen, den von hier aus werden wir nun alles organisieren.“ Die Angesprochen nickten zur Bestätigung, woraufhin sich Kingsley weitere Notizen machte.

„Sirius, du bist einer derjenigen, die Hogwarts wie ihre Westentasche kennen. Du musst einen geeigneten Platz finden, wo wir uns einquartieren können, ohne dass die Schüler davon Notiz nehmen. Fred und George, ihr helft ihm dabei. Molly und Arthur, ihr werdet den Ordensmitglieder beim Umzug helfen. Lorelei und Remus, ihr kennt das Schloss ebenfalls in und auswendig. Wir brauchen einen Evakuierungsplan und das so schnell wir möglich! Die Evakuierung muss hundertprozentig klappen. Wir werden sie ein paar Mal durchproben müssen“, verteilte der Minister weiterhin die Aufgaben, ehe er wieder sein Klemmbrett genauer studierte.

Die Jugendlichen sahen ihn meist mit großen Augen an. Sie alle waren beinahe fasziniert davon, wie ruhig und geplant Kingsley vorging. Sie alle waren froh, dass Fudge nicht mehr Minister war. Man sollte ihn vielleicht nicht als vollkommen inkompetent abstempeln, aber in solchen Situationen hatte der ehemalige Minister nie gewusst, was zu tun war.

Kingsley sah auf und sah zwischen Lily, James und deren Sohn hin und her. Er musste zugeben, dass der Junge ziemlich erschöpft aussah, aber wer konnte ihm das nach einer Panikattacke verübeln? Umso mehr bewunderte er Harry dafür, dass er sich so gut hielt. Er hatte ihnen ohne Aufforderung erzählt was er vor ein paar Stunden erlebt hatte. Er hatte es geschafft, sich nicht in unwichtigen Details zu verlieren, sondern hatte ihnen nur das Nötigste und Wichtigste erzählt. Der Junge wusste, dass man alles Nebensächliche nachher noch besprechen konnte. Jetzt waren die harten Fakten wichtig gewesen um erste Schritte machen zu können. Kingsley wusste, dass Harry stark war –stärker als alle seine Freunde und wahrscheinlich stärker als er sich selbst bewusst war, aber der Junge würde seine Eltern und Freunde brauchen um wieder voll und ganz auf die Beine zu kommen, denn so eine Panikattacke war schwerer zu verkraften als es auf den ersten Blick schien. Das Problem war nur, dass er selbst James im Ministerium brauchen würde. Er seufzte tief.

„James, ich weiß es ist ein schlechter Zeitpunkt, aber dich brauche ich im Ministerium. Du bist einer meiner besten führenden Auroren. Du musst uns helfen die Truppen zu organisieren und einen Plan aufzustellen.“ James sah ihn eine Zeit lang an, ohne sich auch nur zu regen. Erst als er spürte, dass jemand seine Hand nahm, sah er zu Harry. „Es ist okay, Dad“, sagte Harry ernst und lächelte zuversichtlich. „Bist du dir sicher?“, fragte sein Vater noch mal nach. „Ich möchte dich momentan ungern allein lassen“, teilte er sein Unbehagen mit.

„Dad, mal ehrlich. Hier in Hogwarts wird uns nicht viel passieren – zumindest noch nicht. Und falls ich wieder eine Vision habe, könntest du mir nicht helfen. Und was meinen Gesundheitszustand betrifft: ich bin von lauter Glucken umgeben, es wäre mir gar nie möglich, irgendetwas Dummes zu tun“, redete Harry auf seinen Vater ein. Dieser seufzte ergeben und sagte: „Na gut. Aber wenn irgendwas mit Harry ist, gehe ich zu ihm, ist das klar?“, wandte er sich an Kingsley. Dieser nickte zufrieden und zwinkerte Harry zu, ehe er wieder begann die Leute einzuplanen.

„Charlie, du flohst sofort zurück nach Rumänien und reist so schnell es geht mit deinen Hilfstruppen an. Lily und die hier anwesenden Jugendlichen sind dafür zuständig, dass die restlichen Schüler, die kämpfen wollen davon erfahren. Sie müssen individuell trainiert werden. Jeder von ihnen soll einen Erwachsenen haben, der ihren Fortschritt überwacht. Hierzu werde ich einige meiner Auroren abkommandieren. Nach einer Woche wird aussortiert: diejenigen, die nicht als kampfbereit eingestuft werden, werden die Aufsicht bei der Evakuierung übernehmen, da wir alle, die kämpfen können für den Kampf brauchen“, verteilte der Minister die letzten Aufgaben, welche er vorhin rasch niedergeschrieben hatte. Niemand beschwerte sich über seine Aufgabe, alle waren entschlossen zu helfen.

„Sehr gut. Sobald ihr mit euren Aufgaben fertig seid, meldet euch bei mir, bei Minerva oder bei Remus. Wir werden euch neue Aufgaben zuteilen, okay? Falls ihr glaubt, dass ihr die Aufgabe nicht schafft oder dass es euch zu viel wird, dann gebt jemanden Bescheid und ruht euch aus. Das hier ist kein Spaß! Ich will keinen von euch hier im Kampf verlieren und schon gar nicht, weil ihr euch vorher überarbeitet habt! Also sucht sich jeder einen Partner, der euren Gesundheitszustand überprüft. Haben wir uns verstanden? Dieser Raum wird erst verlassen, wenn jeder einen solchen Partner hat. Alles klar?“

Es war recht schnell klar, wer wessen „Gesundheitspartner“ war, da fast nur Pärchen anwesend waren. Das Ehepaar Potter, das Ehepaar Weasley, Lorelei und Sirius, Tonks und Remus, Fred und George, Hermine und Ron, Neville und Luna, Harry und Ginny, Bill und Charlie, Draco und Blaise und zuletzt noch Minerva und Kingsley.

„Gut. Ihr werdet jeden Abend euren Gesundheitszustand überprüfen und werdet die Ergebnisse Poppy zukommen lassen. Sie wird diese noch einmal überprüfen. Und zum Schluss möchte ich mich noch einmal bei dir persönlich bedanken, Harry. Ohne dich, hätten wir diese wichtigen Informationen nicht erhalten und ich bin mir ziemlich sicher, wenn ich sage, dass wir wahrscheinlich überrannt worden wären“, wandte sich der Minister zum Schluss noch an den schwarzhaarigen Jungen, welcher im Krankenbett saß und ihn erstaunt ansah.

Kurz schüttelte Harry lächelnd den Kopf, ehe er sagte: „Es war mehr Zufall das ich diese Informationen bekommen habe. Ohne Snape wäre ich da sicher nicht mehr weg gekommen und ihr würdet jetzt gar nichts von dem wissen, was ich erfahren habe. Aber es freut mich, dass ich euch irgendwie helfen konnte.“

„Alter, du bist viel zu bescheiden!“, warf Blaise fassungslos ein, was die Anwesenden zum Lachen brachten.

„Aber wie war so etwas überhaupt möglich?“, fragte Hermine nachdenklich in die darauffolgende Stille des Krankenflügels hinein. Verwirrt wurde sie angesehen. „Wie war was möglich, Mine?“, fragte Ron seine Freundin.

Erstaunt sah Hermine ihren Freund an, anscheinend war ihr nicht aufgefallen, dass sie ihre Worte laut ausgesprochen hatte. Sie versuchte es ihnen zu erklären: „ Naja, bisher war Harry mit Voldemort nur gedanklich verbunden. Aber nachdem wie du es uns erzählt hast, Harry, war es nicht so, als hättest du das alles durch Voldemort wahrgenommen.“

„Vielleicht hat er es durch Nagini gesehen, das war ja schon einmal der Fall“, sagte Ginny und wurde leicht blass im Gesicht, als sie daran denken musste was Harry damals gesehen hatte. Schnell drückte ihr Freund sie an sich und küsste sie beruhigend auf die Stirn.

„Aber wie soll er dann einen Vorhang zur Seite geschoben haben?“, warf Draco ein. Harrys Freunde verfielen in Schweigen. Niemand konnte sich so wirklich einen Reim darauf machen, nicht einmal Harry selbst.

„Als ich das letzte Mal eine Vision hatte, habe ich es auch nicht durch Voldemort gesehen. Aber es war auch nicht Nagini. Ich hatte das Gefühl, als wäre ich selbst dort gewesen“, lies Harry sie an seinen Gedanken teilhaben.

„Das hast du uns gar nicht gesagt“, meinte Neville schon fast entrüstet und Harry zuckte darauf hin nur etwas hilflos mit den Schultern. „Ich habe nicht viel darüber nachgedacht. Es war für mich damals nicht wichtig“, meinte er entschuldigend, woraufhin die anderen verstehend nickten.

Wieder verfielen sie in Schweigen und Harry bemerkte, dass seine Mutter und die restlichen Erwachsenen ihn die ganze Zeit prüfend ansahen, sodass er begann sich unwohl zu fühlen. „Was?“, fragte er sie unbehaglich. Lily seufzte. „Wir haben eine Vermutung und wenn diese stimmt – und davon gehen wir aus – hast du ein übernatürliches Level von Legmetik erreicht“, sagte sie schlicht, wodurch sie von ihrem Sohn erstaunt angesehen wurde.

„Das kann ich mir nicht vorstellen. Harry war eine Niete in Okklumentik!“, wiedersprach ihr Ron, was ihm einen bösen Blick von Hermine einbrachte. „Was denn? Snape hat es ja nicht mal versucht es ihm wirklich beizubringen“, verteidigte er sich.

„Erstens ist Legmetik um einiges einfacher als Okklumentik und zweitens liegt es nicht daran, dass Harry Legmetik trainiert hat, sondern an seiner Verbindung zu Voldemort. So etwas wie diese Verbindung hat es vorher noch nie gegeben. Durch sie war es dir möglich diesen Level überhaupt zu erreichen! Du kannst diesen Level aber wahrscheinlich nur bei Voldemort halten, zumindest bis lang. Wenn du intensives Training machen würdest, dann könntest du auch bestimmt lernen bei jedem Menschen Legmetik in diesem Niveau anzuwenden“, erklärte ihnen Lily Potter.

„Aber das will ich gar nicht!“, empörte sich Harry. Er selbst wusste wie unangenehm es war, wenn jemand in seinen Kopf eindrang.

„Es gibt auch Methoden, welche nicht schmerzhaft sind. Sie beruhen auf geistiger Konzentration, du musst also nicht den Legilimes-Zauber anwenden um brutal in ihre Gedanken einzudringen. Natürlich ist der Zauberspruch leichter, aber bei der anderen Methode merkt die betroffene Person gar nicht, dass jemand in ihren Geist eindringt“, beruhigte sie ihren Sohn. „Das wäre sicher ein taktischer Vorteil, so weißt du immer, was für einen Fluch dein Gegner als nächstes anwenden will“, meinte Blaise überzeugt.

„Das stimmt. Du kannst diese Gabe also für etwas Gutes einsetzten. Nicht so wie Voldemort, der versucht Menschen dadurch zu Quälen“, stimmte Ginny den Slytherin zu.

Harry seufzte. Er merkte selbst, dass er an seine Grenzen kam. Wenn es noch lange so weiter gehen würde, war er sich nicht sicher, ob er nicht doch durchdrehen würde. Das Training war hart und öfters kam es ihm so vor, als wäre sein Training härter als das der anderen. Doch eigentlich störte ihn das nicht, da er auch eine schwere Aufgabe zu lösen hatte. Doch auch wenn er es nicht zugeben wollte, war es anstrengend und zu allem Überfluss hatten sie auch noch Unterricht.

Auch wenn sie meist für den Kampf trainiert wurden, war auch viel Theorie dabei, welche sie lernen mussten. Und er hatte es sich in den Kopf gesetzt, dass er dieses Jahr ein sehr gutes Zeugnis haben würde. Hauptsächlich wegen seiner Eltern, sie hatten zwar gesagt, dass sie seine bisherigen Zeugnisse toll fanden und das sie stolz auf ihn waren, doch als er erfahren hatte, welche Zeugnisse sie zu ihren Schulzeiten gehabt hatten, war ihm sprichwörtlich die Spucke weggeblieben. Sie alle hatten ein Zeugnis, dass locker mit dem von Hermine mithalten konnte.

Also hieß es meist nach den Trainings noch lernen und Hausaufgaben machen und das taten sie oft bis spät in die Nacht, was sie am nächsten Tag in der Früh zu spüren bekamen.

Zusammengefasst hieß das anstrengendes körperliches Training, intensives Lernen und ermüdender Unterricht. Und jetzt sollte er auch noch Legmetik lernen? Er bekam schon eine Gänsehaut, wenn er nur an die Nächte dachte in denen Snape halbherzig versucht hatte ihn Okklumentik beizubringen.

„Mach dir keinen Kopf deswegen, Harry. Zuerst einmal brauchst du jetzt Ruhe. Okay? Und danach werden wir sehen, was wir machen können“, meinte sein Vater beruhigend. Harry nickte nur. Bevor sie sich voneinander verabschiedeten, hob Kingsley noch seinen Zauberstab und die Anwesenden spürten eine eigenartige Magie, welche sich um sie zu legen schien. „Was war das?“, wollte Harry sofort wissen.

„Es war ein Zauber, der verhindert, dass jemand in euren Geist eindringen kann. Somit sind diese Informationen bei euch sicher Ich weiß zwar, dass einige in diesem Raum Okklumentik können - seht es einfach als zusätzlichen Schutz“, erklärte der amtierende Minister. „So einen Zauber gibt es?“, fragte Hermine irritiert, sie hatte noch nie davon gelesen. Kingsley lächelte. „Er ist ziemlich alt und so gut wie niemand kennt diesen Zauberspruch. Keiner, der nicht wirklich danach sucht, würde ihn finden. Ich habe ihn selbst nur entdeckt, weil ich einen kleinen Vorteil gegenüber all den anderen habe.“

„Was den für einen?“, fragte ihn Luna neugierig. Er grinste verschmitzt. „Ich bin der Minister“, sagte er selbstgefällig, was die anderen grinsen lies. Danach wurde Harry noch von einigen gedrückt und ihm wurden viele Gute Besserungs-Wünsche ausgesprochen. Sein Vater, welcher mit Kingsley danach ins Ministerium gefloht war, hatte ihm versichert, dass er später noch einmal nach ihm sehen werde.


*



Am nächsten Tag war Harry ziemlich langweilig, sodass er in einigen seiner Duellierbücher, welche er zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte, nach neuen brauchbaren Zaubersprüchen suchte. Madame Pomfrey hatte ihm für zwei Tage absolute Ruhe verordnet, auch wenn sie immer wieder vor sich her murmelte, dass er viel länger hier bleiben müsste.

Gestern Abend war sein Vater wie versprochen noch einmal vorbeigekommen um nach ihm zu sehen. Er hatte ihm erzählt, dass die ersten Schritte getan worden waren und dass jetzt noch einiges an Arbeit auf sie alle zukommen werde. Harry hatte ihm erzählt, dass er sich so nutzlos vorkam, weil er ihnen momentan nicht helfen konnte. Daraufhin hatte sein Vater zu ihm gesagt, dass er sich auskurieren sollte. Denn es würde ihnen und ihm selbst nichts bringen, wenn er nicht mit vollem Einsatz kämpfen beziehungsweise sich nicht voll und ganz konzentrieren konnte. Das war das erste Mal gewesen, dass Harry seinen Vater streng erlebt hatte und deshalb hatte er einfach brav genickt. Doch es störte ihn, dass er den anderen nicht helfen konnte und dass er durch die Ruheverordnung von Pomfrey nicht wirklich etwas mitbekam was da draußen alles passierte.

Aber Merlin sei Dank hielten sich seine Freunde nicht wirklich an das Verbot ihn zu besuchen. Abwechselnd schlichen sie sich unter dem Tarnumhang zu ihm und erstatteten ihm Bericht. Doch sie mussten aufpassen, damit keiner der Erwachsenen ihr Fehlen bemerkte. So war ihre Besuchszeit ziemlich begrenzt und die Informationen die sie überbringen konnten äußerst vage.

Doch Hermine hatte ihn darüber informiert, dass darüber nachgedacht wurde einige Hauselfen für die nächsten Wochen sozusagen auf Urlaub zu schicken und nur das am dringendsten benötigte Personal hier bleiben sollte. Sie war natürlich hoch erfreut darüber, den Hauselfen Urlaub zu geben, doch die anderen waren sich nicht sicher, ob die Hauselfen das akzeptieren konnten.

Einige Stunden später, war Ginny auf einmal im Krankenflügel erschienen. Sie hatte ihm gesagt, dass Sirius und die Zwillinge einen geeigneten Platz gefunden hatten, wo sich der Orden niederlassen konnte und dass schon alles für die Übersiedlung vorbereitet wurde.

Das waren alle Informationen die er heute von seinen Freunden bekommen hatte. Er selbst bemerkte nur die Veränderung, welche im Krankenflügel stattfand. Er wurde magisch vergrößert und hunderte von neuen Betten, Zaubertränken und Heilsalben wurden angeliefert. Von Madame Pomfrey hatte er erfahren, dass auch die Große Halle zu einem Krankenflügel umgestaltet werden sollte und in den nächsten Tagen einige Heiler aus verschiedenen Ländern anreißen werden um sie zu unterstützen.


Nach dem Abendessen kam überraschend ein grinsender Draco durch die Türe, dicht gefolgt von einem kleinen Jungen, welcher sobald er Harry erblickt hatte, bei Draco vorbeilief und sich mehr schlecht als recht auf Harrys Bett warf. Er krabbelte auf Harry zu, sodass er auf dessen Schoß saß und umarmte ihn.

Harry sah verwundert zu Draco auf, der nur grinsend mit den Schultern zuckte und sagte: „Hey Harry!“

Harry grinste ebenfalls, schüttelte dann aber leicht seinen Kopf und wollte fragen warum er sich hier ohne Tarnumhang her traute, doch als er leises Schluchzen hörte, konzentrierte er sich zuerst auf den kleinen Jungen auf seinem Schoß. Beruhigend fuhr er Seth über den Kopf. „Hey, mein Kleiner! Was ist denn?“, fragte er den kleinen Jungen auf seinem Schoß.

„S-Sie haben mich nicht zu dir gelassen! Sie h-haben gesagt, dass es dir nicht gut geht!“, antwortete Seth noch immer schluchzend.

„Seth, sieh mich bitte an“, forderte Harry von dem Jungen. Doch als dieser seiner Bitte nicht nach kam, drückte er ihn etwas von sich weg und hob sein Kinn, sodass er ihn ansehen musste. Er versuchte ein beruhigendes Lächeln aufzusetzen, als er dem Kleinen die Tränen wegwischte.

„Du brauchst nicht weinen Seth, mir geht es schon wieder gut. Sie haben dich nur nicht zu mir gelassen, weil Madame Pomfrey gesagt hat, dass ich Ruhe brauche. Und ich habe tatsächlich die meiste Zeit geschlafen. Es wäre ziemlich langweilig für dich gewesen, mir beim schlafen zuzusehen“, mischte Harry Wahrheit und Lüge glaubhaft zusammen.

Seth schniefte noch einmal, ehe er schüchtern fragte: „Aber jetzt geht es dir wieder gut, oder?“

Harry grinste. „Ja. Heute Nacht muss ich noch hier bleiben. Aber morgen am Abend, darf ich hier wieder raus. Gott sei Dank ist morgen erst Samstag und nicht schon wieder Montag, sonst müsste ich gleich wieder in den Unterricht gehen“, schweifte Harry etwas ab.

„Aber Schule macht doch Spaß, oder? Meine Mammy und mein Daddy haben immer gesagt, dass ich mich auf die Schule freuen kann. Oder haben sie gelogen?“, erzählte ihm Seth und sah ihn mit großen Augen fragend an.

Schnell antwortete Harry: „Nein, Nein! Deine Eltern haben nicht gelogen, Engelchen. In der Schule kann es wirklich lustig sein, man lernt viele neue Freunde kennen und hat ganz nette Lehrer. Man lernt sehr viele interessante Sachen, die man im späteren Leben braucht.“

„Aber das ist doch toll! Wieso willst du dann nicht hingehen?“, verstand Seth nicht ganz.

Harry sah etwas hilflos aus, was Draco zum kichern brachte. Da hatte sich Harry aber in etwas hineingeritten, aber er würde ihm da nicht raus helfen. Es war viel zu lustig ihm bei den Erklärungsversuchen zuzusehen.

Harry schickte Draco einen bitterbösen Blick, ehe er versuchte, Seth zu erklären was er meinte. „Sieh mal, Seth. Am Anfang ist es in der Schule noch ganz leicht und man hat ganz ganz viel Spaß. Aber nach der Zeit muss man immer mehr lernen, weil man älter wird und deshalb auch immer mehr wissen muss …“

„Wieso?“

„Ähm - weil man immer mehr Aufgaben erledigen muss und …“

„Ich muss auch schon viele Sachen machen. Ich muss mein Bettchen in der Früh nach dem Zähneputzen wieder schön machen und meine Kleidung immer schön zusammenlegen und meine Schuhe selber zubinden. Und ich helfe Tante Lorelei immer beim kochen. Weil wir essen jetzt immer gemeinsam in ihrer Küche und nicht in … “, fragend sah Seth zu Draco.

„Du meinst die Große Halle“, half ihm dieser weiter.

„Ja, ja genau! Wir essen nicht in der Großen Halle, zumindest nicht am Abend“, sagte Seth und nickte bekräftigend.

„Das ist toll, dass du Lorelei so hilfst und schon so viele Sachen alleine machen kannst. Ich bin stolz auf dich. Aber sieh mal. Konntest du gleich beim ersten Mal dein Bett so schön machen, wie es Lorelei kann?“

„Nein. Aber sie hat gesagt, dass macht nichts. Man kann alles lernen mit ein bisschen Übung! Und außerdem hat sie zu mir gesagt, dass ich es schon besser kann als Onkel Sirius“, rechtfertigte sich der Junge und im Hintergrund versuchte Draco krampfhaft sein Lachen zu unterdrücken.

„Und da hat sie vollkommen recht. Je mehr man lernen muss und je schwieriger die Aufgaben sind, desto mehr müssen wir alle üben. Und ab und zu bekommen wir im Unterricht schwierige Aufgaben, für die wir dann ganz toll üben müssen. Und ab und zu würde ich lieber Quidditch spielen als zu üben. Verstehst du?“

„Mhm. Ich würde auch lieber mit meinen neuen Kuscheltieren spielen, als meine Kleider wieder schön in den Kasten zu räumen“, stimmte Seth Harry zu.

Harry lachte. „Aber so sehr wir das auch wollen, ab und zu geht es halt nicht. Aber nachdem wir unsere Aufgaben gemacht haben, können wir ja dann spielen. Und umso schneller wir mit dem Üben fertig sind, umso länger haben wir danach Spaß. Was für neue Kuscheltiere hast du denn bekommen?“, fragte Harry den Jungen mit übertriebener Neugierde.

Dieser war sofort Feuer und Flamme. „Oh! Sie sind soooo toll! Ich hab sie von James, Lily und Remus bekommen! Draco hat sie mitgenommen. Er hat gesagt, sie würden dir sicher gefallen!“
Draco nahm drei verkleinerte Stofftiere aus seiner Umhangtasche und tippte sie mit seinem Zauberstab an, sodass sie zu ihrer ursprünglichen Größe heranwuchsen.

„Guck mal. Sind die nicht toll!“, rief der Junge begeistert und hielt Harry eines nach dem anderen vor die Nase.

„Also das hier ist Schnuffel, den hab ich von James bekommen!“, erklärte er stolz, als Harry einen Stoffhund, welcher Padfoot ziemlich ähnlich sah vor der Nase hatte. „Der ist ja cool!“, rief er begeister aus, was den Jungen zum strahlen brachte.

„Finde ich auch. Und dass hier ist Wölfchen … naja, ich hab noch keinen passenden Namen gefunden, aber bis ich einen habe, heißt er Wölfchen. Ihn hab ich von Lily bekommen“, sagte er, während Harry den Stoffwolf genauer betrachtete und leicht grinste, als er die bernsteinfarbenen Augen sah. „Der ist wirklich schön“, sagte er und strich durch das graue Fell des Wolfes.

„Ja, das ist er. Und das hier ist das coolste Kuscheltier von allen. Ich meine, alle drei sind toll, aber das ist der coolste!“

Harry konnte nicht anders als zu lachen. Seth hielt genau denselben Stoffhirsch in der Hand, den er selbst einmal von Sirius bekommen hatte.

„Und wie heißt der Schöne?“, fragte er interessiert. „Das ist Krone. Sirius und Remus haben gemeint, dass das der beste Name wäre. Und ich finde ihn auch toll. Das passt zu dem … also zu dem da!“, sagte er und deutete auf das Geweih des Hirsches.

„Ah, du meinst das Geweih! Stimmt, es sieht fast so aus wie eine Krone“, stimmte Harry dem Jungen zu. „Ja, genau. Geweih“, plapperte er Harry nach und drückte den Hirschen an sich, ehe er begann mit den Tieren zu spielen. Das er dabei noch immer auf Harrys Schoß saß, störte ihn anscheinend nicht.

Harry sah ihm eine Zeit lang zu, ehe er sich an Draco wandte. „Wie geht’s dir?“, fragte er den blonden Slytherin. „Eigentlich sollte ich dich das fragen, oder?“, meinte Draco. „Ich habe dich aber zuerst gefragt“, zwinkerte Harry. Draco verdrehte die Augen.
„Mir geht es gut. Ein bisschen müde vom vielen Training, aber okay. Wie geht es dir?“, fragte er nun den Schwarzhaarigen. „Auch ganz gut. Die Kopfschmerzen sind weg, genauso wie die Übelkeit. Müde bin ich noch ein bisschen, obwohl ich schon so viel geschlafen habe.“
„Mit einer Panikattacke ist auch nicht zu spaßen. Es kommt selten vor, dass sie nur einmal auftritt“, lies Draco den Heiler raushängen.

„Ja ja, das hat mir Madame Pomfrey auch schon ein paar Mal gesagt. Ich werde aufpassen und sobald ich merke, dass etwas nicht stimmt, gebe ich jemanden bescheid.“
„Und das ist auch gut so. Du darfst nie alleine unterwegs sein. Wir alle haben immer ein paar Phiolen bei uns, die wir mit einem Anti-Panikattackentrank [bescheuerter Name] gefüllt haben.“
„Es würde reichen, wenn ich welche bei mir trage“, meinte Harry. Er wollte nicht, dass sich alle wegen ihm solche Umstände machten. „Und was ist wenn du sie vergisst? Nein, tut mir Leid, das Risiko ist uns allen zu groß“, sagte Draco bestimmt.
„Ja ja, ist ja schon gut. Ich werde ein ganz ein braver Junge sein und nie alleine etwas unternehmen! Ich werde immer einen Babysitter bei mir haben der ebenfalls drauf achtet, dass ich nichts anstellen werde“, sagte Harry und man konnte seine Frustration deutlich heraushören.

Draco sah Harry mitleidend an. „Es tut mir ja Leid, aber …“

„Ist schon okay, Draco. Es kann keiner etwas dafür – außer Voldemort. Aber das ist jetzt egal. Sag mir was da draußen alles passiert“, kam es schon fast bettelnd von Harry. „Das hört sich an, als säßest du im Gefängnis“, lachte Draco, woraufhin Harry schnaubte. „Es fehlen nur noch die Gitterstäbe, glaube mir. Wie hast du überhaupt eine Besuchsgenehmigung bekommen?“

Grinsend begann Draco Harry Bericht zu erstatten. „Also die Genehmigung habe ich eigentlich wegen Seth bekommen. Alle anderen sind momentan zu irgendwelchen Arbeiten eingeteilt, ich aber habe gerade Pause. Und da uns der kleine Giftzwerg schon seit gestern Abend damit in den Ohren liegt, dass er zu dir will, haben die Erwachsenen entschieden, dass ich dich mit ihm besuchen gehen darf. Da wir aber ein Zeitlimit von einer halben Stunde bekommen haben, fang ich wohl lieber an, zum interessanteren Teil überzugehen. Also, alle Kamine von Hogwarts werden verschlossen, bis auf den im Büro der Schulleiterin, welcher immer bewacht wird, damit niemand heimlich eine Nachricht verschicken kann. Und somit keiner erfährt, was hier in Hogwarts nun vor sich geht. Ebenso soll die Eulerei geschlossen werden. Einige Eulen werden freigelassen – sozusagen in den Ruhestand geschickt, andere wiederum werden einstweilen in die Dienste des Ministerium übergestellt. Kingsley und McGonagall überlegen außerdem, den Schulbetrieb ab Montag still zu legen, um …“

„Was? Warum?“, unterbrach ihn Harry. „Wenn du mich ausreden lassen würdest, dann …“
„Wieso hast du das nicht vorher schon gesagt. Dann hätte ich mich nicht zum Vollidioten machen müssen!“, regte sich Harry auf. Draco lachte. „Ach was! Es war toll dir dabei zuzuhören! Und so schlecht hast du dich gar nicht geschlagen“, sagte er am Schluss versöhnlich.

Harry schnaubte nur und deutete Draco weiterzureden. Dieser räusperte sich, ehe er fortfuhr: „Sie wollen den Unterricht einstellen, damit wir – diejenigen die Kämpfen wollen - sich besser auf alles andere konzentrieren können. Die restlichen Schüler würden weiterhin hier auf Hogwarts bleiben, da es zu auffällig wäre sie nach Hause zu schicken. Aber nur die Kampfbereiten dürfen sich frei in Hogwarts bewegen, die anderen nehmen ihre Mahlzeiten nur noch in ihren Gemeinschaftsräumen ein. Die Gemeinschaftsräume wurden vergrößert und es wurde in jedem ein Bereich gemacht, der aussieht wie eine Wiese. Man hat dann das Gefühl, als wäre man draußen. Man kann sogar einen leichten Windhauch spüren. Das war übrigens die Idee deiner Mutter, damit sich die Schüler nicht so eingesperrt fühlen. Diejenigen die an den Trainings teilnehmen, wurden alle überprüft und jeder von uns hat einen „Lehrer“ zugeteilt bekommen. Ich hab Sirius bekommen, du trainierst übrigens mit Remus.“

„Oh, gut zu wissen. Kann mir das keiner vorher sagen?“ „Wir haben es selbst erst jetzt beim Abendessen erfahren“, verteidigte sich Draco. „Ja ja schon gut, rede weiter.“ Draco seufzte, Gott sei Dank würde Harry morgen von hier entlassen werden, dieses Bericht erstatten war wirklich nicht leicht.

Er fuhr fort: „Naja, im Ministerium läuft alles nach Plan. Dein Dad und Kingsley haben einen Plan entwickelt, den wir alle erst nächste Woche erfahren. Charlie wird morgen mit seiner Truppe hier in Hogwarts landen, deshalb haben sie heute die Schilde schon so präpariert, dass sie hindurch können und ein paar Zauber darauf gesprochen, dass die restlichen Schüler die Drachen nicht sehen können und somit nicht in Panik ausbrechen oder so. Lorelei und Remus haben einen Fluchtplan – eigentlich zwei Pläne, entwickelt. Ab morgen werden sie durchgeprobt. Und heute sind schon einige aus dem Orden angekommen, haben sich einquartiert und sich gleich danach dem Training angeschlossen. So, ich glaube das war’s für heute.“ Draco überlegte kurz. „Oh, ja genau! Nachher in der Ordenssitzung erhalten wir unsere Ergebnisse der Magieleveltests“, fiel ihm noch ein. „Deine Eltern werden dann sicher noch vorbeikommen und dir Bescheid geben.“

„Oh, okay. Danke“, sagte Harry etwas abwesend und sah der Sonne dabei zu, wie sie hinter den Hügeln der Länderei verschwand. Er hasste es nichts tun zu können, aber egal was er sagen oder tun würde, Madame Pomfrey würde ihn nicht früher gehen lassen – schon gar nicht weil sie meinte, das er sowieso länger hier bleiben müsste. Er wusste auch, dass er seinen Freunden gegenüber unfair war, wenn er schlechte Laune hatte, während sie ihn für kurze Zeit besuchen kamen. Aber wenn er hörte, was alles vor sich ging und alle nur so mit Arbeit und Training zugedeckt wurden, machte es ihm fast wahnsinnig ihnen nicht helfen zu können. Noch dazu machte er sich Gedanken darüber, wie er es schaffen sollte in so kurzer Zeit Legmetik zu lernen. Und heute würde er außerdem auch noch seinen Magielevel erfahren. Nervosität machte sich in ihm breit. Was wenn er das niedrigste Level von allen hatte?

Eine Hand auf seiner Schulter lies ihn zusammenzucken. „Alles okay?“ Harry sah zu Draco und bemerkte auch, dass ihn Seth ebenfalls besorgt ansah. „Ja, alles okay. Ich bin nur froh hier bald raus zu kommen.“ Draco nickte, wenn auch nicht ganz überzeugt.

„Ich würde ja gerne noch hier bleiben, aber Sirius hat mich zu einer Extratrainingsstunde gezwungen und Seth muss ins Bett“, entschuldigte sich der blonde Slytherin bei Harry. „Ich bin aber noch gar nicht müde!“, rief Seth protestierend. Harry grinste. „Wenn du heute brav ins Bett gehst, spiel ich morgen mit dir mit deinen neuen Spielsachen!“

„Wirklich?“, fragte Seth neugierig. Harry lachte. „Wirklich! Und dann nehme ich meine Kuscheltiere auch mit und stell sie dir vor, was hältst du davon?“

„Das ist toll!“, rief Seth erfreut, sammelt seine Stofftiere ein, gab Harry einen feuchten Schmatzer auf die Wange und hüpfte aus dessen Krankenbett. Harry lachte genauso wie Draco. „Das muss ich mir merken“, sagte Draco noch, ehe er Harry noch einmal zum Abschied drückte, ihm eine gute Nacht wünschte und gemeinsam mit Seth an der Hand den Krankenflügel verließ.


„Harry ist traurig“, sagte Seth, der beim Verlassen des Krankenflügels Harrys unglückliches Gesicht gesehen hatte. Draco blieb stehen und sah Seth eine Zeit lang an. Er selbst hatte bemerkt, dass Harry schon fast krampfhaft versucht hatte, nicht schlecht drauf zu sein – was ihm aber nicht immer gelungen ist. Er überlegte kurz, bevor er zu grinsen begann. „Was? Was hast du den, Draco?“, fragte Seth, welchem das Grinsen nicht entgangen war, er wurde ja regelrecht von Draco angestarrt.

„Was hältst du davon, wenn wir Harry ein bisschen aufmuntern?“, fragte der junge Malfoy seinen Kleinen. „Auja! Wie?“, fragte Seth eifrig. „Du wolltest doch schon immer eine Pyjamaparty machen, oder?“, vergewisserte sich Draco. „Ja!“, rief Seth begeistert. „Na gut, dann hör gut zu …“, begann Draco und erzählte ihm geheimnisvoll flüsternd, was er sich ausgedacht hatte. Der kleine Junge war sofort begeistert und zog Draco regelrecht zum Trainingszimmer, wo ein leicht angepisster Sirius schon auf Draco gewartet hatte.

„Hast du eine Erklärung für dein zu spät … Seth? Was machst du dein hier, Kleiner? Du solltest doch schon im Bett sein“, fragend sah Sirius die beiden an. „Wir waren gerade Harry besuchen, Onkel Sirius. Und Harry ist ganz traurig und deshalb wollen wir ihn aufmuntern. Und Draco hatte eine total coole Idee!“, erzählte ihm Seth begeistert. Sirius grinste, sein Ärger war verflogen. „Okay, schieß los, was ist dir eingefallen?“ Er selbst hatte bemerkt, dass Harry etwas deprimiert war und eine Aufmunterungsaktion war wirklich eine gute Idee.

Draco erzählte Sirius, was er sich ausgedacht hatte und dieser war natürlich auch davon begeistert und spannte die Idee gleich enthusiastisch weiter. Keinen von den beiden schien es zu stören, dass sie eigentlich trainieren sollten. Seth war irgendwann auf Sirius Schoß eingeschlafen.

„Das wird so was von genial! Okay, du sagst den anderen Kids Bescheid und ich werde die restlichen vom Orden informieren! Es muss schnell gehen, es muss alles bis morgen Abend fertig sein und Harry darf im Laufe des Tages nichts bemerken“, sagte Sirius eineinhalb Stunden später.

„Da er von Poppy im Krankenflügel festgehalten wird, wird er wahrscheinlich sowieso nichts bemerken. Du weißt noch, wer was zu tun hat?“, fragte Draco. „Hey! Ich bin zwar älter als du, aber ich leide sicher noch nicht an Alzheimer! Du bist ja noch grün hinter den Ohren du frecher kleiner …“

„Was ist’n los?“, nuschelte ein verschlafener Seth, der sie beide mit noch ganz kleinen Augen ansah und versuchte sich den Schlaf aus den Augen zu reiben. „Dein großer Bruder ist frech“, sagte Sirius, woraufhin Draco seine Wangen aufplustere. Sirius musst sich auf die Lippe beißen, um nicht laut los zu lachen.

„Was? Draco ist nie frech! Er weiß, dass man nicht frech sein darf“, verteidigte Seth einen seiner selbsternannten großen Brüder, woraufhin Draco selbstgefällig grinste und Sirius sich augenrollend aber noch immer leicht grinsend geschlagen gab. Sein Blick fiel auf die Uhr und er zog erschrocken die Luft ein.

„Scheiße! Die Ordenssitzung hat schon vor einer halben Stunde angefangen!“, schrie er beinahe. „Man sagt nicht Scheiße!“, wies Seth Sirius zurecht. „Das ist ein ganz schlimmes ‚Pfuiwort‘!“
„Ich weiß, mein Kleiner. Es tut mir Leid. Ich sage es nie wieder okay? Und jetzt bringen Draco und ich dich ganz schnell ins Bettchen, damit wir alles für Harrys Überraschung vorbereiten können.“

„Ich will aber auch mitmachen“, ereiferte sich Seth. „Das wissen wir doch, Seth. Aber je früher du heute ins Bettchen gehst, umso ausgeschlafener bist du morgen und umso mehr kannst du uns dann bei den Vorbereitungen helfen, verstehst du?“, erklärte Draco dem kleinen Jungen.

Dieser nickte nach kurzer Zeit und streckte Sirius seine Händchen entgegen. „Bringst du mich ins Bett? Biiiiitte!“, fragte er mit solch zuckersüßer Stimme und bezaubernden Hundeaugen, dass sogar ein griesgrämiger Moody nicht hätte nein sagen können.



Also wie gesagt, geht es gleich weiter. Es würde mich nur sehr interessieren, was ihr von der Verbindung zwischen Voldemort und Harry haltet.



***


Clariwanni: Hallöchen Urlauberin (: Erstens freut es mich wieder von dir zu lesen und zweitens finde ich es toll, dass dir die Idee mit den Magielevel gefällt. Ich hatte am Anfang so meine Bedenken, ob es eine gute oder blöde Idee war! Das mit der Verbindung versuche ich euch in diesem Kapitel zu erklären – also schnell lesen :)

Giina: Du gehörst auch zu denjenigen dazu, wegen denen ich euch heute zwei Kapitel präsentiere, denn sonst würdest du die Magielevel nicht erfahren! Aber da ich es versprochen habe, muss ich es auch halten, oder? (:

Saturnus:
Hallo! Es freut mich, dass dir die Geschichte, trotz ihrer kleinen und großen Mängel gefällt. Ich war nie die Beherrscherin der perfekten Rechtschreibung und werde es wohl auch nie sein! Aber ich versuche zumindest mich zu bessern. Einige Kapitel wurden von meiner Betaleserin überarbeitet, aber sie hat sich schon lange nicht mehr bei mir gemeldet und deshalb sind die Kapitel ab dem 32ten nicht mehr korrigiert worden – tut mir leid.

chap01
: Auch du gehörst zu denjenigen, wegen denen ich euch heute zwei Kapitel präsentiere, denn sonst würdest du die Magielevel nicht erfahren! Bin ich nicht ganz lieb *kicher* Ich finde Seth in diesem Kapitel wirklich nur zum abknutschen! Er ist so süß *ihn knuddel* Findest du nicht auch?

Lina
: Hallöchen fleißiges Bienchen! Wir wissen es ja wohl alle, wie das ist, wenn man im Stress ist. Deshalb freut es mich umso mehr, dass du mir überhaut darüber Bescheid geben hast. Also keine Panik, es kann auch mal sein, dass sogar du ein Kapitel nicht kommentierst – ist ja auch Volkommen in Ordnung, es muss auch nicht immer ein Megakommi sein. Ich freu mich auch über ein paar nette Worte von dir. Danke (:

GinnyPotter:): Es freut mich, dass es dich nicht allzu sehr stört, wenn es mal ein eher negatives Kapitel gibt. Ich hoffe du freust dich darüber, dass es heute gleich zwei neue Kapitel gibt und du findest sie hoffentlich interessant?!

Ginny Molly Weasley:
Nicht sehr aufschlussreich … war es wohl wirklich nicht, dafür gibt es in den heutigen beiden Kapitel viele Fakten – vielleicht gefällt dir das besser =) Und Seth hat ja heute auch wieder einen Auftritt – hoffentlich findest du ihn genauso süß wie ich (:


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