Auferstanden - Ein Versuch dem Alltag zu entfliehen (Teil III)
von MelRU
Hallo ihr Lieben!
Es freut mich, dass ihr heute wieder mit dabei seid! Ich habe mich wie immer über eure Kommentare gefreut – Danke! Ich glaube ich habe das schon ein paar Mal gesagt, aber ohne euch macht es nur halb so viel Spaß!
Viel Spaß beim Lesen! (Vielleicht freut sich ja der/die eine oder andere mit Harry & Seth!)
Kapitel 48
Ein Versuch dem Alltag zu entfliehen Teil III
Harry beobachtete die Reaktion der beiden Rumtreiber skeptisch, ehe er sich unruhig an Kingsley wandte: „Was für einen Level habe ich den jetzt?“
Auf James Gesicht entstand ein sanftes, glückliches und zugleich stolzes Lächeln, als er auf seinen Sohn blickte, welcher aussah, als würde er auf glühenden Kohlen sitzen. Der Auror nahm die zierliche Hand seiner Frau, welche ihn fragend ansah, beruhigend in seine eigene. Er lächelte sie stolz an, woraufhin auch sie ihre Bedenken und Ängste verlor.
„King! Jetzt erlöse doch endlich mein geliebtes Patenkind. Das Häufchen Elend ist ja nicht mehr mit anzusehen. Wie kannst du mein Lieblingspatenkind nur so quälen!“, rief Sirius und brachte dadurch die Gefühle für sein ach so geliebtes Patenkind sehr zur Geltung. Kingsley lächelte Harry entschuldigend an, ehe er vorlas.
Testperson: Harry Potter
Magielevel: Neun [hellblau]
Harry sah erschrocken zu Kingsley und schüttelte stumm den Kopf, doch als dieser grinsend nickte, wusste er, dass der Minister ihn nicht auf den Arm nahm. Sein Vater war als erster bei ihm am Krankenbett und drückte ihn sanft. „Ich bin so stolz auf dich, Harryboy“, sagte er, als er sich von seinem Sohn löste und durch dessen Haare wuschelte. Harry bemerkte, dass sich sein Vater verstohlen eine Träne aus den Augenwinkeln wischte, während er auch von seiner Mutter in den Arm genommen wurde. Auch sie weinte vor Stolz, Freude und Erleichterung. Stolz deshalb, weil ihr Sohn etwas geschafft hatte, was in seinen jungen Jahren fast unmöglich war und Erleichterung darüber, dass ihr Sohn wirklich gute Chancen hatte, den Kampf gegen Voldemort zu überleben.
Auch Sirius konnte es nicht lassen, seinen Patensohn in eine Umarmung zu ziehen. Er war mächtig stolz auf ihn. Vor lauter Enthusiasmus verwandelte er sich zu allem Überfluss noch in Tatze und sprang auf Harrys Bett herum, was diesen zum Lachen brachte. Doch nachdem Padfoot einmal mit seiner feuchten Zunge quer über Harrys Gesicht geschleckt hatte, war dieser nicht mehr so begeistert.
Erst als Madame Pomfrey geschockt und erbost auf sie zu lief und Sirius schimpfte, dass sein Patensohn Ruhe brauchte, zog Padfoot seinen Schwanz ein und versteckte sich winselnd hinter James. „Das hast du dir jetzt ganz allein zu zuschreiben, von mir bekommst du kein Mitleid“, meinte dieser grinsend, was ihm einen bösen Blick von Sirius einbrachte.
„Auch ich möchte dir meine Anerkennung aussprechen, Harry. Denn soviel ich weiß, hat es noch nie einen Sechzehnjährigen gegeben, der den neunten Level erreicht hat. Du hast also etwas geschafft, was keiner vor dir geschafft hat. Und du hast es getan, um unsere Welt zu retten und dafür bin ich dir dankbar. So viele Menschen, welche an deiner Stelle hätten sein können, hätten sozusagen den Schwanz eingezogen und wären davongelaufen, doch du hast nicht aufgegeben. Du hast gekämpft und durchgehalten. Du hast alle Prüfungen, die dir auferlegt worden sind bestanden und bist durch jede einzelne etwas reifer geworden. Besonders in den letzten Wochen hast du sehr hart an dir gearbeitet. Du hast erkannt um was es in diesem Krieg geht und bist entschlossen ihn zu beenden. Das ist nicht selbstverständlich und schon gar nicht leicht. Aber ich kann dir hier und jetzt unsere Unterstützung versichern. Wir alle, das Ministerium, der Orden, deine Familie, deine Freunde, deine Schulkameraden und ich werden dich auch noch auf dem letzten Stück dieses steinigen Weges begleiten und dir zur Seite stehen“, sagte Kingsley feierlich.
Harry saß da und atmete ein paar Mal tief durch um die aufkommenden Tränen zu unterdrücken, doch es gelang ihm nicht. Er konnte nicht anders als die Decke zurück zu schlagen und aufzustehen. Während er auf Kingsley zuging suchten sich die ersten Tränen einen Weg über seine Wangen, doch das war ihm egal. Diese Worte hatten bei ihm so viele Gefühle freigesetzt, dass er einfach nicht anders konnte. Bei dem Minister angekommen, krächzte er: „Danke!“ und umarmte ihn. Kurz war Kingsley überrascht, doch dann erwiderte er die Umarmung des Jungen. Die restlichen Anwesenden lächelnden sanft, als sie das sahen.
Als Harry sich wieder beruhigt hatte und sich peinlich berührt von dem Minister löste, lächelte ihn dieser nur beruhigend an. „Das muss dir jetzt nicht peinlich sein, Harry. So etwas passiert nach einer Panikattacke häufig. Man ist nicht wirklich Herr seiner Gefühle, beziehungsweise hat man leichte Gefühlsschwankungen“, erzählte ihm Kingsely.
„Na toll“, nuschelte Harry, was die anderen zum Lachen brachte. „Ich denke, wir sollten dir jetzt etwas Ruhe gönnen, Harry. Zum einen würde uns Madame Pomfrey sonst wirklich noch häuten und zum anderen werden die nächsten beiden Wochen sicher noch anstrengend genug“, sagte er, ehe er sich verabschiedete. Danach wünschten ihm auch noch seine Eltern und ein zurückverwandelter Sirius eine gute Nacht und er war wieder alleine. Madame Pomfrey hatte ihm noch mit säuerlicher Miene eine Phiole in die Hand gedrückt und war ebenfalls wieder in ihre Gemächer verschwunden.
Seufzend legte er sich wieder in die Kissen zurück, entkorkte die Phiole und schluckte den Trank auf einmal hinunter. Danach begann er über das gerade Geschehene nachzudenken. Als Kingsley ihm ihre Unterstützung so offensichtlich zugesichert hatte, war in seinem Gehirn irgendein Schalter umgelegt worden. Sicher hatte er gewusst, dass sie ihm helfen würden, aber es noch einmal so deutlich zu hören, war ein unbeschreibliches Gefühl. Natürlich hatte er auch Angst, aber er wusste, dass er damit nicht der einzige war. Und es wäre auch dumm, in dieser Situation keine Angst zu haben.
Langsam wandten sich seine Gedanken einem anderen Thema zu. Nämlich dem Ergebnis seines Magieleveltests. Eine Neun war wirklich überraschend, damit hatte er nicht gerechnet. Einerseits war er stolz auf sich, aber anderseits hatte Voldemort den zehnten Level erreicht. Der dunkelste Schwarzmagier aller Zeiten war also eindeutig stärker als er. Frustriert stöhnte er auf, was könnte er denn noch tun um sich zu verbessern? Aber bei Merlins gestreiften Unterhosen, er war doch auch nur ein Teenager!
Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als er hörte, dass sich die Türe zum Krankenflügel öffnete. Erstaunt sah er auf die Uhr. Es war schon ziemlich spät und außer ihm gab es im Moment keinen anderen Patienten im Krankenflügel. Wer besuchte ihn den um diese Zeit?
Als er wieder zur Türe blickte, sah er seinen Freunden ins Gesicht. „Was macht ihr denn hier? Und das ohne Tarnumhang?“, fragte er sie verwundert, war aber auch gleichzeitig glücklich drüber, dass sie hier waren.
„Wir haben auf dem Gang deine Eltern und Kingsley getroffen. Sie wussten gleich wo wir hin wollten und haben uns die Erlaubnis erteilt dich kurz besuchen zu dürfen. Natürlich nur, wenn du noch wach bist, aber davon sind wir alle ausgegangen“, erklärte ihm Hermine, während sie sich alle um sein Krankenbett versammelten.
„Wie geht es dir?“, fragte ihn seine Freundin und kuschelte sich zu ihm auf das Krankenbett. Er gab ihr einen sanften Kuss, ehe er sagte: „Es geht schon. Ein bisschen erschöpft aber nichts Schlimmes.“ Kurz wurde er prüfend angesehen, ehe Blaise ihm begeistert von ihrer neuen Wohnung erzählte.
„Sie ist der Wahnsinn und so groß! Das Badezimmer ist toll und wir haben sogar so etwas wie unsern eigenen Gemeinschaftsraum.“ Blaise steckte nach einiger Zeit jeden mit seiner Begeisterung an, sodass sie alle versuchten Harry ihre Wohnung genau zu erklären. Es ging sogar so weit, dass Draco anfing einen Plan zu zeichnen. Während seine Freunde sich in die Schwärmerei ihrer Wohnung verloren, lauschte ihnen Harry entspannt zu. Er fand die Idee, sozusagen eine Wohngemeinschaft mit seinen besten Freunden zu gründen auch genial.
Auch wenn sie immer versucht hatten entspannt und locker zu bleiben, so hatten ihm solche Gespräche, wo es nicht um den Krieg ging, irgendwie gefehlt.
Als Harry nun die Zimmeraufteilung und alle Details der Wohnung wusste, sagte Neville so nebenbei: „Außerdem haben wir heute unsere Ergebnisse der Magieleveltest bekommen.“ „Oh, ja genau! Und? Was habt ihr?“, fragte Harry interessiert und setzte sich etwas auf. Er hatte ganz vergessen, dass auch seine Freunde ihre Ergebnisse vorhin bekommen hatten.
„Hermine und Draco sind die besten, sie haben schon den achten Level erreicht. Ron, Neville und ich sind auf dem siebten Level und Luna und Ginny haben es auch schon auf sechsten Level geschafft“, faste Blaise das Wichtigste kurz und bündig für Harry zusammen.
„Was sagt du dazu, Kumpel? Ist das nicht toll?“, fragte Ron seinen besten Freund strahlend. „Wow, das ist echt super“, sagte Harry und man merkte, dass er wirklich stolz auf all seine Freund war. Sie hatten alle so stark trainiert um ihn in diesem Krieg zu unterstützen. Harry stiegen die Tränen der Rührung in die Augen und blinzelte sie schnell weg, er wollte ja schließlich nicht schon wieder zu heulen anfangen. Er hasste es, wenn er nicht wirklich die Kontrolle über seine Gefühle hatte.
Ginny, welche die ungeweinten Tränen in seinen smaragdfarbenden Augen gesehen hatte und falsch interpretierte, nahm sein Hand und fragte behutsam: „Was hast du den für einen Magielevel?“ Erwartungsvoll und auch etwas ängstlich wurde der Gryffindor von seinen Freunden angesehen. Dieser nahm das Pergament vom Nachttisch und rollte es auf. Er las es noch einmal durch, wie um sich zu vergewissern, ob noch immer dasselbe Ergebnis darauf stand.
„Neun“, war alles was er sagte. Nachdem keiner seiner Freunde etwas darauf erwiderte, blickte er auf und sah sich im Krankenflügel um. Harry sah sich den ungläubigen Gesichtern seiner Freunde gegenüber. Als er Draco ansah, welcher die meiste Zeit sein Trainingspartner war, dauerte es nicht lange, bis dieser überdimensional und total unmalfoyhaft zu grinsen begann.
„Ich wusste es!“, rief er triumphierend aus, ehe er auf Harry zusprang und Ginny somit fast aus dem Bett warf, hätte Blaise sie nicht gestützt. „Haha! Wie geil! Voldemort, wir treten dir in den Arsch!“, schrie Ron ebenfalls und schnappte sich seine Freundin um mit ihr im Kreis zu tanzen. Es dauerte nicht lange, bis sich ihnen Blaise, Ginny, Luna und Neville anschlossen.
Harry, welcher gerade von Draco freigelassen wurde, besah sich den bunten fröhlichen Haufen. Auch wenn er nicht denselben Magielevel wir Voldemort hatte, würde ihm und seinen Freunden schon etwas einfallen um dieses Manko auszugleichen. Und als er in Dracos Augen blickte, wusste er, dass sich dieser in dem Moment auch dasselbe dachte.
Sie würden es schaffen, da war er sich sicher.
*
Harry sah Madame Pomfrey nach, welche leise vor sich hinmurmelnd wieder in ihre Gemächer ging. Belustigt schüttelte er seinen Kopf. Als er vor wenigen Minuten das Abendessen beendet hatte, war die Krankenschwester auf ihn zugekommen und hatte ihm gesagt, dass er bei den geringsten Anzeichen einer erneuten Panikattacke sofort zu ihr kommen musste, beziehungsweiße jemanden Bescheid geben sollte, falls nicht mehr genügen Zeit war um den Krankenflügel zu erreichen. Man merkte, dass sie nicht besonders glücklich darüber war, als sie ihm mitteile, dass er nun entlassen sei. Irgendwie tat es Harry ja Leid, die Nerven der Krankenschwester immer so zu strapazieren – er war sich sehr wohl bewusst, dass er der häufigste Gast hier im Krankenflügel war, aber Hauptsache er kam endlich hier raus.
Schnell stand er auf und zog den verhassten Krankenflügelpyjama aus und ersetzte ihn durch eine dunkle Jeans und ein Sweatshirt. Seine Mutter war ihn heute Vormittag besuchen gekommen und hatte ihm diese Sachen gleich mitgebracht. Irgendwie war es ihm so vorgekommen, als wäre seine Mutter etwas angespannt gewesen. Aber warum hätte sie nervös sein sollen?
Er zuckte wegen dem geheimnisvollen Verhalten seiner Mutter die Schulter und schloss den Reisverschluss seiner Jeans. Gerade rechtzeitig, da es an der Türe des Krankenflügels klopfte. Sie wurde geöffnet und ein kleines Feuerwerk zischte auf ihn zu, drehte ein paar Loopings über seinem Kopf und zischte wieder Richtung Ausgang davon. Kurz blieb der schwarzhaarige Junge überrascht stehen, ehe er leicht grinste. Er hatte so eine Vorahnung, dass es sich dabei um eine Aktion von Fred und George handelte. Wobei er sich nicht sicher war, ob er sich darauf freuen sollte oder eher Bedenken haben sollte. Letztendlich überwog seine Neugierde und er setzte sich langsam in Bewegung um dem Feuerwerk zu folgen.
Schleichend folgte er dem winzigen Feuerwerkskörper, immer mit etwas Abstand, da er sich nicht sicher war, ob er nicht doch plötzlich explodierte. Dabei sah er sich in den ausgestorbenen Gängen um. Harry war schon oft nach Sperrstunde hier ihm Schloss umhergewandert, aber so still war es ihm noch nie vorgekommen. Die leeren Gänge wurden in ein rötliches Licht getaucht, da die Sonne, welche noch nicht ganz hinter den Hügeln der Ländereien verschwunden war, ein bisschen Licht spendete.
Doch als er um die nächste Ecke bog, war es beinahe stockfinster, nur die wenigen Fackeln an den Wänden schenkten dem Gang etwas Licht. Das kleine bunte Feuerwerk flog noch immer munter in der Gegend herum und flog zu Harrys Belustigung immer wieder ein paar Loopings. Doch immer wenn er langsamer wurde, flog es zu ihm zurück und stupste ihn etwas an.
Nach einigen Minuten, kam er dann in einen Gang, wo die Türe eines Raumes offen stand. Er versuchte sich zu orientieren, aber er hatte nicht wirklich eine Ahnung wo er war. Er ging auf den Raum zu und spähte hinein, aber es war stockfinster sodass er nicht einmal seine eigene Hand vor Augen sehen würde. Nur das Minifeuerwerk, drehte seine Kreise in der Mitte des Raumes. Harry, dem das ganze doch nicht so wirklich geheuer war, zog seinen Zauberstab und lauschte. Er war davon ausgegangen, dass das Feuerwerk eindeutig die Handschrift der Zwillinge trug, doch was, wenn dies nicht der Fall war? Wenn es sich dabei um eine Falle handelte? Vielleicht war seine Mutter deshalb so nervös gewesen? Hatte es irgendeine Art von Bedrohung gegeben, von der er nicht informiert worden war?
Er lauschte einige Zeit konzentriert, doch er konnte keine Geräusche vernehmen. „Hallo? Ist da jemand?“, fragte er schließlich in die Stille hinein. Als niemand antwortete, setzte er entschlossen einen Fuß über die Türschwelle und blieb abrupt stehen, als er spürte, dass er dabei irgendeine Magiemauer durchbrach. Er merkte, dass er durch sein Eintreten irgendetwas ausgelöst hatte, da er die Magie um sich herum wahrnahm.
Das kleine Feuerwerk explodierte und tauchte das Zimmer in helles Licht. Gleichzeitig hallten ihm etliche Überraschungsrufe entgegen und von überall schossen Luftschlagen hervor. Erstaunt sah er sich im Zimmer um.
Auf der Decke hingen Girlanden in allen möglichen Farben und Formen, während Luftballons in allen möglichen Variationen frei im Raum umher flogen. Erschrocken stellte Harry fest, dass sich auch Christbaumkugeln mit seinem Gesicht darauf darunter geschmuggelt hatten. Dabei hätte er gedacht, dass er sie alle verschwinden hatte lassen. Hat Dobby also doch noch welche retten können, dachte er leicht grinsend.
Langsam ließ er seinen Zauberstab sinken und entdeckte, dass ein großes Buffet mit vielen – vor allem süßen – Köstlichkeiten entlang der rechten Wand aufgebaut worden war. Auch der Boden änderte sich, denn statt dem kalten Steinboden, welchen es hier in Hogwarts gab, war nun ein flauschiger Teppich zu sehen. Mittlerweile war er sich sicher, dass er sich im Raum der Wünsche befand.
Erst nachdem er die optischen Eindrücke in sich aufgesaugt hatte, besah er sich die Menschen, welche sich ebenfalls im Raum aufhielten. Seine Freunde, Remus, Tonks, Lorelei mit Seth auf ihrem Schoß, seine Mutter, sein Vater, Sirius, einige andere Mitglieder des Ordens und sogar Kingsley waren anwesend.
Zu seiner großen Verwunderung hatten sie alle Pyjamas oder Nachthemden an. Einige wie Neville, Luna, Remus oder Molly und Arthur Wealsey hatten ganz normale Schlafbekleidung an, doch einige so wie Tonks – dieses Mal mit giftgrünen Haaren, die eine orangene Pyjamahose und dazu ein pinkes Top trug stachen besonders aus der Gruppe hervor.
Harry konnte sich ein Auflachen nicht verkneifen. Während sein Dad in dem Hirschpyjama mit großem Geweih mehr peinlich als lustig aussah, war Seth in seinem Bärenpyjama einfach nur zum knuddeln. Seine Mutter und Hermine hatten kurze samtene Kleider an, wo Harry sich nicht sicher war, ob das wirklich Nachthemden waren. Er grinste seiner Freundin schelmisch zu, als er erkannte, dass sie ein zu großes T-Shirt und Shorts von ihm trug.
Aber Sirius‘ und Loreleis Abendbekleidung war auch nicht schlecht. Sein Patenonkel hatte seinen Hündchenpyjama an – wo die Hunde herumtollten, während Lorelei neben ihm einen Pyjama mit lauter miauenden Katzen trug. Kingsleys Wahl seines Schlafanzuges war auch ein richtiger Blickfang. Der Minister hatte es irgendwie geschafft einen Pyjama zu finden, wo eine große Krone darauf gestickt war, welche wie eine Glühbirne leuchtete.
Als Harry zu den Weasleyzwillingen blickte, musste er kurz die Augen zusammenkneifen, denn das Violett ihrer Pyjamas biss sich ordentlich mit dem Rot ihrer Haare. „Könnt ihr beide tatsächlich schlafen, wenn ihr die anhabt?“, fragte Harry zweifelnd aber auch neugierig. Fred und George strahlten ihn an und nickten.
Draco, welcher in einem grünen Schlafanzug mit einem riesigen feuerspeienden Drachen steckte und neben den Zwillingen stand, grinste ihm spitzbübisch entgegen, sodass Harry sich leicht unwohl fühlte. Er hatte nämlich bemerkt, dass sich bei seinem Eintreten auch seine eigene Kleidung verändert hatte. Anscheinend hatte seine Mutter die Kleider, die sie ihm gebrach hatte verzaubert. Er hielt gespannt die Luft an, als er an sich hinunter Blickte und stieß sie dann erleichtert wieder aus, was für den einen oder anderen Lacher sorgte.
Er trug nun einen roten Schlafanzug mit vielen herum flitzenden Schnatzen.
„Ähm – Leute, ich hab nicht Geburtstag oder so“, sagte Harry und sah sich doch etwas skeptisch im Raum um. „Was? Wirklich? Oh verdammt, jetzt haben wir alles umsonst gemacht!“, warf Sirius frustriert ein, was die meisten zum Lachen brachte. „Man, Harry! Das wissen wir doch, du Troll …“, weiter kam Ron nicht, da er sich für diese Beleidigung einen Seitenhieb seiner kleinen Schwester einhandelte. Seth, welcher es einfach nicht mehr abwarten konnte, krabbelte von Loreleis Schoß und lief auf Harry zu. Kurz vor ihm blieb er stehen und grinste zu ihm hinauf.
„Das ist eine ‚Wir wollen Harry mal wieder lachen sehen‘-Pyjamaparty!“, erklärte ihm Seth, wobei er ziemlich stolz auf diesen Namen zu sein schien. „Den Namen haben sich Onkel Sirius und ich ausgesucht, ist der nicht toll? Gefällt er dir? Wir haben den ganzen Tag lang dekoriert! Ich habe ganz ganz toll geholfen! Gefällt es dir? Nun sag doch was! Harry! Harry kannst du noch reden? Hast du deine Stimme verloren? Oh, nein! Harry hat keine Stimme mehr! Was machen wir den jetzt, Draco?“, ratterte Seth herunter und sah am Schluss weinerlich zu den blonden Slytherin, welcher ihm am nächsten war.
„Ich habe meine Stimme nicht verloren, Seth“, sagte Harry leicht grinsend und kniete sich hin um mit dem kleinen Jungen auf Augenhöhe zu sein. „Puh, das ist gut. Es wäre nämlich doof gewesen, wenn du nicht mehr reden hättest können“, meinte Seth und nickte bekräftigend zu seinen Worten. „Also, was hältst du jetzt davon?“, fragte er ihn und sah ihn abwartend an. „Es ist unglaublich!", flüsterte Harry und schluckte schwer, langsam sammelten sich Tränen in den smaragdgrünen Augen. Wieder drohten ihn die Gefühle zu überrennen. Er fand es einfach unfassbar, dass seine Freunde sich solche Mühen machten um ihn aufzuheitern, obwohl sie selbst so viel zu tun hatten.
„Wieso weinst du dann? Gefällt es dir doch nicht?“, fragte ihn Seth, der die aufkommenden Tränen in Harrys Augen gesehen hatte. Harry wollte etwas sagen, brachte aber kein Wort heraus. Was hatte er getan, um so eine wundervolle Familie geschenkt zu bekommen? „Aber nicht doch. Nicht weinen, Harry! Was magst du denn nicht? Wir können es ja gleich ändern?“, meinte Seth leicht panisch, da er nicht wollte das sein großer Bruder weinte. Draco schritt nun ebenfalls auf Harry zu und legte ihm lächelnd die Hand auf die Schulter. Er konnte verstehen, wie dieser sich fühlte. Damals am Weihnachtsmorgen war es Draco selbst nicht anders ergangen. Er hatte die Selbstlosigkeit der anderen nicht begreifen können.
Harry schüttelte nur den Kopf. Seth, welcher sich nicht anders zu helfen wusste, umarmte Harry mit seinen kleinen Ärmchen, so wie er es damals bei Draco gemacht hatte. Harry erwiderte die Umarmung, während er ein paar Mal tief durchatmete und versuchte seine Gefühle wieder unter Kontrolle zu bringen. „Geht’s wieder?“, fragte ihn Seth, als Harry sich von dem kleinen Jungen löste. Der junge Potter grinste leicht, ehe er nickte und seinen Blick zu den restlichen Anwesenden richtete. Sie alle standen da und lächelten ihn gutmütig an. „Ich hätte bei unserem Anblick wahrscheinlich auch angefangen zu heulen“, meinte Kingsley und besah skeptisch seinen Pyjama, woraufhin die anderen lachten.
„Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll“, sagte Harry und mit leicht roten Wangen. Es war ihm doch etwas peinlich schon wieder die Fassung verloren zu haben. „Wie wäre es mit: Setzt euch alle und haut rein?", fragte Ron scheinheilig und erhielt dafür einen Stoß in die Rippen, dieses Mal von Hermine. „Mensch Ron, also echt", murmelte sie und alle begannen zu lachen. „Ron, ich glaube du hast Recht", meinte Harry grinsend und schon stürzten sich alle auf das Büffet.
Harry beobachtete sie dabei und vergoss, jetzt wo er sich unbeobachtet fühlte nun doch ein zwei Tränen. Sein Vater kam sanft lächelnd auf ihn zu und nahm ihn beruhigend in den Arm. „Hey, Harryboy. Sehen wir denn wirklich so schrecklich aus?“, fragte er seinen Sohn. Harry lachte kurz auf und wischte sich mit dem Ärmel über sein Gesicht. „Tut mir leid, aber das ist so überwältigend. Habt ihr das nur wegen mir gemacht?“, fragte Harry seinen Vater. Dieser grinste. „Ich glaube, wir alle wollten uns diese eine Chance nehmen um uns noch einmal so richtig wohl zu fühlen und einfach Spaß zu haben. Aber natürlich war die Grundidee dich aufzumuntern.“
„Das kann ich verstehen, aber ist das nicht zu gefährlich? Ich meine, wenn wir alle jetzt feiern und unvorsichtig sind. Was ist, wenn es einen Überraschungsangriff gibt oder so etwas?“, teilte Harry seine Bedenken mit.
Kingsley, welcher Harrys Worte vernommen hatte, beruhigt diesen gleich, indem er sagte: „Um die Sicherheit dieses Schlosses brauchst du dir keine Sorgen zu machen Harry. Einige Auroren und andere Mitglieder des Ordens stehen im und um das Schloss herum Wache und geben uns Bescheid, falls es eine Bedrohung geben sollte. Genauso ist immer jemand vom Minister mit dem Büro der Schulleiterin in Verbindung, sodass wir auch erfahren, wenn es woanders einen Angriff gibt.“
„Falls wirklich unsere Hilfe gebraucht wird, haben wir auch Tränke zur Verfügung, die uns gleich wieder nüchtern machen“, erzählte ihm Sirius, welcher sich ebenfalls zu ihnen gestellt hatte und ein überladenes Teller in der Hand hielt. Harry wollte ihn gerade Fragen, wieso sie so einen Trank überhaupt brauchen würden, als ihm Kingsley dazwischen kam. „Gab es nicht gerade Abendessen?“, fragte dieser seinen ehemaligen Kollegen neckend und deutete vielsagen auf dessen überfüllten Teller. „Sicher, mein allerliebsten ehemaliger Kollege, aber ich habe auf den zweiten Nachtisch verzichtet“, meinte Sirius gespielt beleidigt und schritt erhobenen Hauptes davon.
„Du siehst also, dass du dir keine Sorgen machen musst, wir haben für alle Fälle vorgesorgt“, meinte sein Vater beruhigend ohne näher auf Sirius Kommentar einzugehen.
In den nächsten drei Stunden wurde viel gelacht und gescherzt. Sie alle genossen dieses Gefühl der Unbeschwertheit. Vor allem Seth kam auf seine Kosten. Zuerst hatte er es geschafft, dass alle ihre Lieblingskuscheltiere herbeizauberten und gemeinsam mit ihm spielten. Natürlich war er furchtbar begeistert gewesen, als er dabei festgestellt hatte, dass er und Harry dasselbe Lieblingskuscheltier hatten. Aber er blickte auch immer wieder ehrfürchtig auf Dracos Drachen, was dieser schmunzelnd zur Kenntnis nahm. Als er Seth daraufhin anbot mit seinem Drachen zu spielen, umarmte ihn der Junge jubelnd und bedankte sich gefühlte hunderte Male bei dem blonden Slytherin.
Danach wurde der kleine Junge von den Weasleyzwillingen in Beschlag genommen. Sie zeigten ihm alle möglichen Zaubertricks und wurden durch Seths begeisterte Ohs und Ahs immer kreativer. Hin und wieder quietschte Seth auch erfreut auf, wenn ein Eichhörnchen durch das Zimmer lief oder jemand ein schickes Federkleid bekam.
Draco schüttelte bei der Vorstellung von Fred und George immer wieder leicht seinen Kopf. Er bekam hier wieder einmal live und unzensiert das – mehr oder weniger - ganz normale Familienleben präsentiert, direkt auf dem Silberteller. Draco war sich sicher, verrückter als dieser Haufen hier konnte niemand mehr sein und irgendwie war er froh, zu eben diesen Haufen dazuzugehören.
Ron hat auch noch die grandiose Idee eines Wettessens, was für viel Unterhaltung sorgte. Als Lily dann noch auf die Idee kam ihre Lieblingsmuggelspiele hervor zu holen, war es um die anderen geschehen. Begeistert stürzten sie sich ins Geschehen und wussten nicht wie ihnen geschah, besonders bei dem Spiel Twister gab es viel zu lachen. Zu verrückt waren die Verknotungen die dabei zustande kamen.
Doch immer wenn man sich amüsierte verging die Zeit viel schneller und so war es nun für den kleinen Seth Zeit in sein Bettchen zu gehen. Natürlich hätte er schon viel früher ins Bett gehen müssen, doch die Erwachsenen hatten sich darauf geeinigt dieses eine Mal beide Augen zuzudrücken. Trotzdem wollte Seth nicht ins Bett, schließlich wollte er mitfeiern.
Ein paar Krokodilstränen später, lag der kleine Seth schlussendlich gemeinsam mit seinen Kuscheltieren dieses Mal in seinem Bettchen in Lilys Privaträumen. Und da er vorhin Draco und Harry ganz lieb um eine Gute Nacht Geschichte angebettelt hatte, bekam er nun eine spannende Abenteuergeschichte von seinen beiden selbsternannten großen Brüdern erzählt, welche dabei wild umher gestikulierten und den bösen Drachen und den mutigen Ritter mimten. Die beiden Jungs waren so in ihre Geschichte vertieft, dass sie gar nicht merkten, dass der Kleine bereits nach wenigen Minuten eingeschlafen war.
„Und? Schläft der kleine Racker endlich?“, fragte sie James Potter, als Harry und Draco wieder den Raum der Wünsche betraten. „Ja, er ist relativ schnell eingeschlafen. Wir haben einen Überwachungszauber über ihn gelegt, sodass wir wissen, falls etwas sein sollte“, erzählte ihm Harry.
„Jetzt ist es endlich Zeit für die richtige Party!“, rief Ron begeistert und mit diesen Worten, begann sich der Raum erneut zu verändern.
Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen und ihr lässt mir eure Meinung da! War die Idee mit der Pyjamaparty gut, oder nicht? Ich fand sie irgendwie süß (:
Bis in zwei Wochen,
eure Mel
***
Tonks97: Hallöchen! Ach, das macht doch nicht – Hauptsache ich bekomme hin und wieder ein Lebenszeichen von dir (:
Es freut mich wirklich zu lesen, dass dir die letzten Kapitel gefallen habe – es motiviert mich ziemlich, denn dann wird mir wieder in Erinnerung gerufen, für was ich das eigentlich mache :)
crawler82: Hallöchen! Es freut mich, dass du den Weg zu meiner Story gefunden hast! Umso mehr freut es mich, dass dir meine Geschichte gefällt. Und tut mir Leid wegen dem Cliff … aber ab und zu muss es ja mal sein (:
Lina: :( Es sollte keine Strafe sein, Racheengel. Wie gesagt, ist es nicht schlimm, wenn du mal nicht kommentierst (ist ja schließlich nirgends in einem Gesetzt festgehalten^^), aber ich hatte irgendwie das Gefühl, dass es mal wieder Zeit wird für einen Cliff – verzeihst du mir? *Hundeblick und winsel winsel mache*
Es freut mich aber, dass dir die Kapitel trotzdem gefallen haben (: Kingsley/McGonagall ist eigentlich nicht geplant – ist es so rüber gekommen, dass die zwei etwas voneinander wollen o.O Die Story tut wirklich was sie will *kopfschüttel*
Clariwanni: Ich sollte einen „Wir haben Seth zum knuddeln gern“-Club aufmachen^^ Ja ich weiß, es war keiner von dem Cliff begeistert … also ich fand ihn toll xD Zu den Farben: Das habe ich im 45ten Kapitel [Der Countdown läuft] erwähnt:
„Die Ergebnisse erhaltet ihr auf einem Blatt Pergament. Und je dunkler die Ziffer ist, desto näher seid ihr beim nächsten Level“, erklärte ihnen Sirius.
Mrs.Black: Du gehörst auch der Mehrheit an, die mich wegen des Cliffs gern lynchen wollen (: Sorry, aber ich fand, dass es mal wieder Zeit wurde! Es freut mich, dass dir die Kapitel gefallen haben!
chap01: Ich sollte einen „Wir haben Seth zum knuddeln gern“-Club aufmachen^^ Ich weiß auch nicht … ich bin auch nicht gerne in Krankenhäuser etc. und bin trotzdem oft dort – irgendwie scheine ich das auf Harry zu übertragen (:
Ginny Molly Weasley: Freut mich wie immer, dass dir die Kapitel gefallen haben und das Seth wirklich so gut ankommt! Und der Cliff tut mir (jetzt wo sich fast jeder darüber beschwert hat) wirklich fast schon Leid, dafür erfährst du ihn in diesem Kapitel! :)
GinnyPotter:): Ja, der Cliff hat nicht wirklich zur Begeisterung meiner Leser geführt *schief grins* Aber heute erfährt ihr ja, welches Level Harry hat (:
Freut mich, dass dir die Kapitel trotzdem gefallen haben!
*knuddel euch alle*
Wenn Du Lob, Anmerkungen, Kritik etc. über dieses Kapitel loswerden möchtest, kannst Du einen Kommentar verfassen.
Zurück zur Übersicht - Weiter zum nächsten Kapitel
Samstag, 01.07.
Freitag, 02.06.
Mittwoch, 24.05.
Wir haben immer schon gespürt, dass sich zwischen Ron und Hermine etwas entwickelt, obwohl ich und Emma uns dessen nicht bewusst waren. Doch in diesem Film gestehen beide sich das ein. Als Hermine mit Viktor Krum auf dem Weihnachtsball erscheint, kapiert Ron endlich, dass er etwas für sie empfindet.
Rupert Grint