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Fanfiction

Auf den Hund gekommen - Einfach nicht ihr Tag

von *GiNgEr*

O__o
*sich unglÀubig die Augen reib* *dann jubelnd durchs Zimmer renn* *fast gegen den Schrank lauf*
14 Kommis!!!!! Ihr seid der Wahnsinn!!!!! :D Danke, Danke, Danke!!!!!!! =D
Da muss ich mich ja sofort bedanken bei ~*Hermine 95*~, Lady_A, Inuki, nora^^, Rumtreiberin, Rubyx, sam, Tari, @knuddelmuff, MagicLuna, Natalia, windhauch, Sirius81 und Kaitlin La Veela :] *euch jedem eine Kekspackung zu schieb* Ihr seid einfach toll!!! =]
@all: Joa, was gibt es noch zu sagen, außer
es geht weiter! XD
So und jetzt viel Spaß mit dem Chap. Auf das ihr leider sehr lange warten musstet.


_________________________________________________________



WĂ€hrend Liam mich zum KrankenflĂŒgel begleitete, ĂŒberlegte ich fieberhaft ĂŒber was wir uns unterhalten konnten. Außer unserem Treffen am nĂ€chsten Tag fiel mir nicht wirklich etwas ein. Ich hatte extra nicht an das Wort Verabredung oder Date gedacht, da ich sonst nur noch viel nervöser gewesen wĂ€re. Treffen klang unverfĂ€nglicher, wie ein Nachmittag mit Freunden. Aber waren Liam und ich ĂŒberhaupt Freunde? Und wenn Nein, was waren wir dann?

Ein GlĂŒck musste ich nicht weiter ĂŒber einem Thema nachdenken, denn Liam nahm mir diese Aufgabe freundlicher Weise ab.

“Hast du dir schon ĂŒberlegt was wir morgen machen sollen?”, fragte er mich leise, da Alice und Frank noch immer vor uns gingen. FĂŒr einen Moment war ich völlig ĂŒberrumpelt und stolperte ĂŒber meinen eigenen Fuß (klingt unlogisch, passiert mir aber ziemlich oft).

Mit geröteten Wangen sah ich kurz zur Seite, nur um zu sehen, dass Liam mich gespannt beobachtete. Noch verlegender wandte ich mich wieder ab und konzentrierte mich auf einen Punkt auf Franks RĂŒcken.

“Nein, nicht wirklich”, gab ich ein wenig kleinlaut zu. Merlin, sonst hatte ich immer eine große Klappe und jetzt? Hörte ich mich ein wie ein kleines, verliebtes NeunjĂ€hriges MĂ€dchen. Ich biss mir auf die Zunge. Wie ein kleines NeunjĂ€hriges MĂ€dchen. An das Wort mit V wollte ich nicht einmal denken.

“Ich dachte wir könnten in die Drei Besen gehen, etwas trinken und uns u-unterhalten. Nur wenn du willst natĂŒrlich”.

“So so, unterhalten”, schmunzelte Liam und ich wunderte mich fĂŒr einen Augenblick ĂŒber den amĂŒsierten Unterton in seiner Stimme.

“Ja, aber wenn du was anderes machen willst, dann musst du-”, faselte ich los.

“Nein, nein schon in Ordnung”, unterbrach er mich grinsend. “Ich wĂŒrde gern in die Drei Besen gehen”.

“Ähm, gut”, sagte ich ĂŒberrascht. Wieso grinste er denn immer noch? War es so komisch, wenn ich nervös war? Da musste ich mal Phinn fragen.

“Hey ihr Zwei! Könnt ihr euch mal was beeilen? Wir wollen euch nicht die ganze Zeit die TĂŒr aufhalten!”, rief Alice uns aus ein paar Metern Entfernung zu. Sie und Frank standen schon vor der großen TĂŒr des KrankenflĂŒgels und warteten ungeduldig.

Madame Pomfrey brauchte nicht lange um uns zu verarzten. Eigentlich hĂ€tte ich es nicht fĂŒr nötig gehalten mich von der Krankenschwester verarzten zu lassen, aber die Tatsache, dass ich eine Platzwunde besaß, ließ mich meine Meinung ziemlich schnell Ă€ndern. Allein der Gedanke an die dickflĂŒssige, nach Salz und rostigem Metall riechenden FlĂŒssigkeit ließ mich erschaudern.

“Was ist?”, fragte Alice mich ĂŒberrascht, als wir den KrankenflĂŒgel schon nach 10 Minuten wieder verlassen hatten.

“Nichts, ich musste nur gerade daran denken, dass mir das Blut ĂŒbers Gesicht gelaufen ist.” Ich schĂŒttelte mich, vielleicht ein wenig zu theatralisch. Frank und Liam lachten lauthals.

“Jetzt stell dich nicht so an”, meinte Alice grinsend. “Von wegen Platzwunde. Das war bloß ein Kratzer. Ist doch bloß eine kleine Beule ĂŒbrig geblieben!”. Empört sah ich sie an.

“Kratzer? Beule? Ich wĂ€re fast gestorben!”. Alice sah mich einen Moment sprachlos an, dann lachten wir schallend los. Was wir bei unserem vormittĂ€glichen GelĂ€chter nicht bemerkten war, dass wir schon vor den Kerkern angekommen waren und das die TĂŒr zu Slughorns Klassenzimmer ein wenig offen stand.

“Ms. Roberts, Ms. Jones, wenn es Ihnen nichts ausmachen wĂŒrde, wĂ€re es ganz in meinem Interesse, wenn sie sich endlich ins Klassenzimmer begeben könnten!”. Schlagartig verstummten wir und sahen erschrocken zu unserem Zaubertranklehrer. “Und ich denke, dass Professor Flitwick Sie auch schon vermissen wird. Was denken Sie Mr. Longbottom, Mr. Twycross?”.

“Ja, Sir”, sagten die beiden angesprochenen im Chor. Alice kicherte und winkte Frank noch kurz zu, bevor sie mich mit in den Klassenraum zog.

“Ist er nicht sĂŒĂŸ?”, sagte sie noch, als sie sich auch schon einen Weg zu Lily hin bahnte. Ich ging gerade an Peter vorbei, als mir auffiel, dass Sirius fehlte. Ob er wohl bei Regulus war?

Als Snape merkte, dass ich aufgetaucht war, stöhnte er fast kaum hörbar auf. Ich hatte es jedoch trotzdem mitbekommen.

“Ich freu mich auch dich wieder zu sehen Snape!”, sagte ich giftig und schleuderte meine Tasche auf das StĂŒck Tisch was ich mein Eigen nennen durfte.

“Halten Sie sich ein wenig zurĂŒck Mrs. Jones oder ich werde mir das mit der Strafarbeit noch einmal ĂŒberlegen!”, sagte Slughorn im warnenden Tonfall, als er sich hinter sein Pult gesetzt hatte.

“Ja, Professor”, sagte ich mit zusammen gebissenen ZĂ€hnen und schlug mein Buch ein wenig fester als eigentlich nötig auf.

“HĂŒbsche Beule”, zischelte Snape nach einer Weile. Die kleine Schlange hatte mit seinem Kommentar gewartet bis der Zaubertranklehrer seinen Rundgang durch die Klasse gestartet hatte.

“Nette Frisur. Wie heißt der Look? Geölter Blitz?”, sagte ich sarkastisch und grinste ihn spöttisch an. Sein Gesicht verriet mir, was fĂŒr ein GefĂŒhl er jetzt gerade empfand. Eine Mischung aus Unglaube, Hass und blanker Wut. Pech! Wenn der Idiot seinen Mund nicht halten konnte, musste er damit rechnen, dass er ihm gestopft wurde.

WĂ€hrend der nĂ€chsten Stunde sagte Snape kein Wort mehr zu mir, was ich mit großer Genugtuung quittiert wurde. Als es zum Ende der Stunde klingelte stĂŒrmte ich als eine der Erste aus dem Raum. Ohne auf Alice oder Lily zu warten, hastete ich die Korridore entlang. Mir war eingefallen, dass ich meinen Aufsatz fĂŒr Verwandlung im Schlafsaal vergessen hatte. Noch einmal ohne Hausaufgaben und McGonagall wĂŒrde mich ohne mit der Wimper zu zucken nach Timbuktu hexen. Doch ich kam nicht weit. Als ich am Wandbehang von Wilbur dem Wahnsinnigen vorbei kam, hörte ich wĂŒtende Stimme in meiner NĂ€he.

Es dauerte eine Weile, bis ich registrierte vorher die Stimmen kamen. Ich zog den Wandbehang ein wenig zur Seite und schlĂŒpfte hindurch. Der Gang war schmal und ziemlich spĂ€rlich beleuchtet. Als ich nichts hörte und die Stille schon auf meine Ohren drĂŒckte, dachte ich schon, doch einen kleinen Schaden von meinem Knall gegen die Wand abbekommen zu haben. Doch dann hörte ich sie wieder.

“Lass mich gefĂ€lligst in Ruhe! Es ist meine Sache, was ich wann und wo mit wem bespreche!”, hörte ich eine zornige Stimme. Ich konnte am Ende des Ganges zwei Silhouetten ausmachen. Eine etwas kleiner als die andere.

“Besprechen? Das nennst du besprechen? Du hast zwei Löcher in die Wand gesprengt!”, zischte eine andere Stimme. Sirius.

“Zwei Löcher? Seit wann kĂŒmmert es dich, wenn diesem Schloss mal ein paar Steine fehlen? Du sprengst hier oft genug was in die Luft!”.

“Du hĂ€ttest jemanden verletzten können! Du hast jemanden verletzt!”, setze Sirius knurrend hinzu. Jetzt konnte ich ein kehliges Lachen hören, das ich mir nicht erklĂ€ren konnte. Was war an diesem Satz so lustig gewesen?

Offensichtlich hatte Regulus da so seine eigene Meinung. “Ach darum ging es dir also. Du verfolgst mich und ziehst mich in dieses dreckige Besenkammer, weil deine kleine Freundin zu dumm ist um richtig zu gehen!”.

Meine Kinnlade fiel fast gen Boden. Was bildete sich dieser kleine Möchtegern Slytherin eigentlich ein? Erst jammert er Sirius beim Nachsitzen voll und dann redet er so arrogant? Was lief da in seinem Kopf falsch? Und ich hatte diesem Idioten auch noch die Hand gegeben!

“Halt dein Maul! Halt dein dreckiges Maul!”. Sirius` Stimme war kaum merklich zu einem bedrohlichen Knurren geworden. Auch Regulus schien die Abwehrhaltung seines Bruders zu spĂŒren. Ich sah, wie die kleinere Gestalt ein StĂŒck zurĂŒck wich.

“Wenn du dich doch so um sie sorgst, warum hat dann dieser Ravenclaw sie in den KrankenflĂŒgel gebracht und nicht du? Du weißt: Je lĂ€nger du wartest, um so schneller kommt ein anderer zum Stich!”.

Er hatte das letzte Wort noch nicht einmal ausgesprochen, da erfĂŒllte schon ein widerliches Knacken die Luft. Er schmerzerfĂŒllter Aufschrei folgte Sekunden spĂ€ter. Die kleinere Gestalt sank zu Boden. Sirius war verschwunden. Auch mich hielt es nicht lĂ€nger in dem schmalen Gang. Ich ließen einen wimmernden Regulus zurĂŒck. Als ich den Wandbehang ein StĂŒck zur Seite zog, hoffte ich, dass er den dĂŒnnen Lichtstrahl nicht bemerkte, der in den Gang fiel.

Ich fragte mich, wie lange ich wohl den zwei streitenden BrĂŒdern zugehört hatte, aber meine Frage wurde schnell beantwortet. Das Schloss war wie leer gefegt.

“Einfach nicht mein Tag heute”, murmelte ich genervt und ging im gemĂ€chlichen Tempo die Treppen hoch. Ich dachte mir, da ich jetzt sowieso eine Standpauke von McGonagall zu erwarten hatte, musste ich mir auch keine Panik mehr machen. Auf 10 Minuten mehr oder weniger kam es hier jetzt auch nicht mehr an.

“Carpe Diem”, sagte ich und die fette Dame schwang augenblicklich zur Seite. Im Schlafsaal musste ich nicht erst lange nach meinem Aufsatz suchen. Er lag immer noch auf meinem Bett, wo ich heute morgen noch die ein und andere Korrektur vorgenommen hatte. Ich stopfte den Aufsatz gerade mehr schlecht als recht in meine Tasche, als ich ein leises Klopfen hörte. Der Urheber dieses GerĂ€usches war ein winziger Schleierkauz auf dem Fensterbrett, den ich als Mister Magic identifizierte. Mister Magic war die Hauseule von meiner Nachbarin in London, Mrs. Greenwich. Einer ziemlich schrulligen, aber lieben alten Hexe.

Mit ein paar Schritten hatte ich das Zimmer durchquert und öffnete dem Vogel das Fenster. Der hatte jedoch nicht den leisesten Wunsch auch nur einen FlĂŒgel in den Schlafsaal zu halten. Ein wenig zu energisch zog ich dem kleinen Kauz den Brief aus dem Schnabel. Das wurde mit entrĂŒsteten Geklacker seinerseits quittiert.

“Jetzt stell dich bloß nicht so an. Deine Aufgabe ist es mir den Brief zu geben und nicht dich wie der König von England zu verhalten”, meinte ich bloß trocken und fragte mich im selbem Moment wieso ich mich mit einer Eule unterhielt.

Mit lautem Geklacker flog der Vogel davon, nicht ohne mich noch einmal in den Finger zu beißen.
“Ah!”, rief ich laut und traute mich gar nicht meine Hand zu heben aus Angst die gefĂŒrchtete rote FlĂŒssigkeit zu sehen. Deshalb versuchte ich mit nur einer Hand meinen Brief zu öffnen. Als ich es nach ein paar klĂ€glichen Versuchen immer noch nicht geschafft hatte das StĂŒck Papier aus seinem Umschlag zu befreien, fiel mir endlich mein Zauberstab ein. Merlin, was war ich doch bloß fĂŒr eine miserable Hexe, wenn ich selbst meinen eigenen Zauberstab vergaß. “Aperto”, nuschelte ich und der Brief flog in meine ausgestreckte Hand. Dieses mal war Phinns Nachricht kurz gehalten.

Morgen Claire, tut mir Leid, dass ich letztes mal so spÀt geschrieben hatte, aber hier gab es ein paar kleine Probleme, deshalb
naja, kam ich erst ziemlich spÀt zum schreiben.
Ich hab mir jetzt auch die Eule von Mrs. Greenwich ausgeliehen, wie du vielleicht bemerkt hast. Sie war die einzige die ich auftreiben konnte.
Also, wie geht’s dir? Ach ja, was ist jetzt eigentlich mit diesem Sirius? Wenn alle MĂ€dchen auf ihn fliegen, muss sein Ego ziemlich groß sein. Bist du ihm auch schon verfallen Löckchen?! Und hast du schon was neues ĂŒber deine “Freunde” zu erzĂ€hlen?

Ich stutzte kurz. Wieso hatte Phinn das Wort in AnfĂŒhrungszeichen gesetzt? Glaubte mir dieser Zwerg etwa nicht, dass ich hier so etwas wie Freunde hatte? Okay, in Pailrush war ich nicht sonderlich beliebt gewesen, da konnte ich es ihm nicht verĂŒbeln, dass er jetzt den gleichen Eindruck von Hogwarts hatte.
Gut, ich kann nicht lĂ€nger schreiben. Mum und Dad mĂŒssen ins Ministerium und ich muss so lange rĂŒber zu Grandma.
WĂŒnsch dir ein schönes Wochenende Schwesterherz, viele GrĂŒĂŸe auch von deinen Eltern.
Phinn.


Ein wenig verwirrt ĂŒber Phinns kurze Nachricht schnappte ich mir meine Tasche, legte den Brief unter mein Kopfkissen und machte mich nun endlich auf den Weg zu Verwandlung. Wenn meine Eltern wĂŒssten, dass ich schon das zweite Mal Nachsitzen bekommen wĂŒrde, wĂ€re der nĂ€chste Heuler mit der sechs Uhr Post in Hogwarts.

WĂ€hrend ich, nun nicht mehr ganz so gemĂ€chlich , durch die Korridore ging, kam mir Regulus entgegen. Zuerst bemerkte er mich gar nicht. Lag wohl daran, dass er den Blick starr auf den Boden gerichtet hatte. Doch als er fast schon gegen mich lief, sah er ĂŒberrascht auf. Sofort wurde sein Blick abwertend und kĂŒhl. Sein rechtes Auge schien ein wenig geschwollen und ein grĂŒnlich schimmernder Kreis schien sich langsam Drumherum zu bilden.

Starker rechter Harken, Sirius. Alle Achtung!

Regulus schien das bestimmt nicht so zu sehen. Auch ich musterte den jĂŒngeren abschĂ€tzend. Seinen letzten Satz hatte ich noch nicht vergessen.

“Du hast da was grĂŒnes am Auge”, sagte ich sachlich und deutete mit meinem Finger ĂŒberflĂŒssiger
Weise auf sein Auge. Regulus war fĂŒr einen Moment sprachlos, dann trat er einen Schritt auf mich zu.

“Nur weil du mit meinem hirnverbrannten Bruder deine Scherze treiben kannst, heißt das noch lange nicht, dass du auch so mit mir reden darfst, verstanden? Pass besser auf was du sagst!”.

Wow. Der Typ hatte echt Nerven. Erst reichte er mir die Hand und stellte sich noch ziemlich menschlich mit seinem Namen vor und eine Woche spĂ€ter avanciert er zum grĂ¶ĂŸten Arsch von Hogwarts. Ich gebe das zwar nur sehr ungern zu, aber in diesem Moment war ich doch ein kleines bisschen beeindruckt.

“Kannst du nicht was zurĂŒck gehen? Ich hab’s noch nicht so mit dem durch Leute hindurch gehen”, sagte ich trocken und ging ohne auf eine Antwort zu warten an ihm vorbei.

Ich wusste, dass ich mir mit meinen Bemerkungen heute keine Freunde gemacht hatte, aber wieso sollte ich auch alles auf mir sitzen lassen? Irgendwann musste man ja mal zurĂŒck schlagen! Tja, das war bestimmt auch der Grund gewesen, weshalb ich in Pailrush keine Freunde gehabt hatte.

Als ich vor McGonagalls Klassenraum stand, atmete ich noch einmal tief durch und legte mir eine vielleicht zu widersprĂŒchige Ausrede zu recht. Wenigstens hatte ich den Aufsatz dabei.

Doch wie sich herausstellte, hÀtte ich den gar nicht gebraucht.

Anstatt eine vor Wut rauchende McGonagall vorzufinden, saß hinter dem hölzernen Pult keine geringere als diese Honeybee. LĂ€chelnd sah sie zu mir herĂŒber, so wie der Rest der Klasse. Auch wenn der nicht am lĂ€cheln war.

“Ah, Miss Jones, richtig?”, sagte sie, immer noch lĂ€chelnd. Sie machte keine Anstalten aufzustehen.

“Ja Professor”. Ich konnte mir das Sir gerade noch verkneifen.

“Sie wissen, dass Sie 20 Minuten zu spĂ€t sind?”. Was, tatsĂ€chlich? Deshalb war also keiner mehr in den Korridoren. Das erklĂ€rt natĂŒrlich einiges!

FĂŒr wie blöd hielt die mich eigentlich?

“Ja, Professor”, antwortete ich schon wieder.

“Wie Sie vielleicht bemerkt haben Miss Jones, ist Professor McGonagall heute abwesend. Das heißt aber nicht, dass sie um ihre Strafarbeit wegen VerspĂ€tung herum kommen. Haben Sie das verstanden?”. Konnte die nicht aufhören so falsch zu lĂ€cheln?

“Ja Professor”. NatĂŒrlich Professor. Ganz wie sie wollen Professor. Soll ich Ihnen vielleicht noch die Schuhe kĂŒssen Professor?

“Setzen Sie sich”. Schnell ließ ich mich neben Alice nieder, die mir nur einen flĂŒchtigen Blick schenkte.

“Du warst plötzlich weg. Alles okay?”, flĂŒsterte sie mir zu und ich wusste, dass auch Lily die Ohren gespitzt hatte.

“Ich hatte meinen Aufsatz fĂŒr McGonagall vergessen”, zischte ich so leise wie möglich zurĂŒck. “Und weil ich nicht schon wieder Nachsitzen wollte, wollte ich ihn schnell holen gehen. Hat super geklappt, wie du siehst!”.

“Miss Jones, ich möchte Sie nicht noch einmal verwarnen mĂŒssen!”, schallte Honeybees Stimme zu uns herĂŒber. Mit geröteten Wangen hefteten Alice und ich unsere Blicke auf den Tisch.

“Die Frau ist echt nicht zum aushalten”, murmelte ich, nachdem ich eine Stunde Vertretung ĂŒberstanden hatte. Der Hunger aufs Mittagessen war auf einmal wie verflogen. Ich hatte beschlossen die Mittagspause zu nutzen um Phinn noch schnell zu antworten, bevor ich in einer Stunde zu KrĂ€uterkunde musste.

“Nicht dein Tag heute, was?”, hörte ich irgendwann eine raue Stimme an meinem Ohr. Verwundert fuhr ich herum.

“Sirius!”, sagte ich fast schon zu enthusiastisch. Ich konnte nicht verhindern, dass sich ein breites Grinsen ĂŒber mein Gesicht zog. Als ich vorhin viel zu spĂ€t zu Verwandlung aufgetaucht war, hatte ich Sirius gar nicht bemerkt. Vielleicht hĂ€tte ich noch nicht einmal registriert, wenn er ĂŒberhaupt nicht da gewesen wĂ€re.

“So froh mich zu sehen Claire? Womit hab ich das denn verdient?”. Na ja, du hast mich irgendwie vor deinem Bruder verteidigt, wollte ich eigentlich sagen. Tat es aber dann doch nicht.

“Warst du eben eigentlich in Verwandlung?”, fragte ich ihn, um vom Thema abzulenken. Sirius grinste schief.

“Jap, aber ich kam auch nur zwei Minuten vor dir rein”. Überrascht sah ich ihn an.

“Wirklich? Wieso?”. Merlin, mein GedĂ€chtnis war löchrig wie ein Sieb. Er war zu spĂ€t gekommen, weil er noch eine nette Unterhaltung mit seinem Bruder gehalten hatte.

“Ehm, ich hatte meinen Verwandlungsaufsatz in Schlafsaal vergessen”, sagte Sirius und sah schnell weg. Fast hĂ€tte ich gelacht, aber nur fast. Vielleicht waren Sirius und ich uns doch nicht so unĂ€hnlich.

“Auch Nachsitzen bekommen?”. Jetzt war es Sirius, der sein Lachen nicht mehr unterdrĂŒcken konnte.
“Was denkst du Löckchen?”, fragte er mich stattdessen zwischen seinem GelĂ€chter.

“Hmm, ich denke, dass Honeybee dich bestimmt davon kommen lassen wĂŒrde, wenn du sie weiterhin so anhimmeln wĂŒrdest, wie alle anderen mĂ€nnlichen Wesen in diesem Schloss”. Eigentlich hatte das ein Scherz sein sollen, aber Sirius musterte mich ernst.

“EifersĂŒchtig, Prinzessin?”.

“Wa-? Nein, bin ich nicht!”, sagte ich schnell und wurde rot.

“NatĂŒrlich nicht”, spottete er. “Wie bin ich bloß darauf gekommen?”.

“Du kannst es nicht lassen, oder?”, brummte ich, als ich vor ihm durchs PortrĂ€tloch kletterte. Ich hatte vorgehabt sofort nach oben zu gehen und meinen Brief an Phinn zu schreiben, stattdessen drehte ich mich noch einmal zu Sirius um.

“Was kann ich nicht lassen?”, wollte er mit ehrlicher Neugier in der Stimme wissen.

“Mich zu provozieren, was denn sonst?”, fuhr ich ihn an. Seine schwarze Augenbraue zog sich skeptisch nach oben.

“Dich provozieren? Wenn ich das wollen wĂŒrde, wĂŒrden mir noch viel bessere SprĂŒche eingefallen”.
“Hmpf”, war das Einzige was ich dazu sagte.

“Wie geht’s eigentlich deinem Kopf?”, fragte er mich nun und ich wunderte mich fĂŒr einen Augenblick wie seine Stimme so schnell von sarkastisch zu besorgt wechseln konnte. Er streckte seine Hand aus und strich mir meine Locken aus der Stirn. Vorsichtig fuhr er mit dem Daumen ĂŒber die leichte Erhebung, die von meinem Aufprall gegen die Wand noch ĂŒbrig geblieben war. Mein Herzschlag setze fĂŒr einen Moment aus, als er mir so nahe war, dass ich die blauen Sprenkel in seinen sonst so grauen Augen sehen konnte.

“Geht s-schon wieder”, krĂ€chzte ich heiser und Sirius trat einen Schritt zurĂŒck.

“War’n ziemlich ĂŒbler Knall, was?”, grinste er nun wieder. “Kaum zwei Wochen hier und du knallst schon gegen alles was aus Stein ist”.

“Ich muss noch einen Brief an Phinn schicken”, sagte ich stockend und versuchte ihm nicht in die Augen zu sehen.

“Öhm, okay”, sagte er ziemlich verdutzt. Aber das hörte ich schon gar nicht mehr. Fast schon rennend flĂŒchtete ich in den Schlafsaal.

“Merlin, lass mich das morgen ĂŒberleben!”, murmelte ich und ging schwer atmend auf mein Bett zu.

_________________________________________________________


Claire: WUAH! Merlin, was soll ich morgen bloß anziehen??? Was ist wenn Liam mein Outfit schrecklich findet??? *am hyperventilieren ist*
Ginger: *die Augen verdreh* Geh doch einfach nackt! Das wird Liam garantiert gefallen...
Liam: *zustimmend nick*


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Im Buch wird sie als hĂ€ssliche Kröte beschrieben. Als man mir dann sagte: ,Du wĂ€rst toll in der Rolle‘, antwortete ich: ,Herzlichen Dank!‘ Aber natĂŒrlich habe ich mich gefreut, als man mich darum bat, denn die Rolle ist ein echtes Juwel, es ist einfach traumhaft, in dieser Welt mitmischen zu dĂŒrfen 
 ganz abgesehen davon, dass ich in der Achtung meiner zwölfjĂ€hrigen Tochter deutlich gestiegen bin.
Imelda Staunton