
von James Sirius
@Nane: Ich hab ihn nicht mit Dad unterschreiben lassen, weil ich verdeutlichen wollte, dass er nicht wirklich wie ein Vater zu James ist...eher wie ein *am Lopf kratz* Idol, ein unerreichbares Ziel...du wirst noch sehen was ich meine...
@Hermine*Granger: Wie ich schon sagte mein Harry ist nicht unbedingt immer Rowlings Harry. Ich musste James einen echt naja miesen Vater auflasten um meine FF so schreiben zu können...wenn er als Kind immer alles gehabt hätte...er wäre ein wirklich verhätscheltes, verzogenes, kleines Biet geworden. es geht darum, dass James an an den schlimmen Dingen, die ihm zustoßen reift. Außerdem hat Rowling in einem Interview mal gesagt: Sie sei sehr an Albus Zukunft interessiert, wenn sie weiterschreiben würde dann mit Albus als Hauptcharakter und ich dachte mir da: Was bitte ist dann mit James? Ich hoffe ich konnte dir meine Beweggründe für einen "Kalten Harry" ein bisschen näher bringen und ich hoffe du liest weiter.
„Filch!“, schoss es ihm sofort durch den Kopf. Einige Schüler standen bereits von ihren Haustischen auf und liefen zur Treppe um zu sehen woher der Schrei kam. James wusste wohin er gehen musste. Zielstrebig lief er in Richtung Roberts Büro. Schon bald konnte er die Schreie des Hausmeisters verstehen: „Squibhasser! Katzenmörder!“, so tönte es durch das halbe Schloss. Um Roberts Büro hatte sich bereits eine Gruppe Schüler versammelt, die das Spektakel genossen. James mischte sich unauffällig unter die Schülergruppe. Er sah Roberts geschocktes und Filchs Tränenüberströmtes Gesicht und sie taten ihm beinahe Leid. Beinahe. Filch hörte nicht auf zu schreien, erst als Prof. McGonagall persönlich auftauchte und die Schüler verscheuchte, verstummten seine Schreie. James warf noch einen Blick zurück als er ging und sah gerade noch wie Prof. McGonagall die Katze mit einem: „Finite Incantatem!“ aus ihrer Starre befreite. Die Farbe blieb. Fred würde zufrieden sein. Der Anblick von Filchs pinker, verstörrter Katze hatte James ein wenig aufgeheitert und er machte sich auf den Weg zu den Schlossgründen, als er unwillkürlich von hinten gepackt und in einen Geheimgang gezerrt wurde. Als er sich umdrehte stand er einer Zornentbrannten Andromeda Tonks entgegen. Er schluckte ehe er sagte: „Schöne Grüße von Mom und Dad.“ Er hatte sich das einfach nicht verkneifen können aber er wusste er würde dafür bezahlen müssen.
„Das wart ihr! Ich weiß, dass ihr das wart! Dafür hast du unseren Unterricht ausfallen lassen? Dafür? Hast du überhaupt eine Ahnung…wie konntest du nur….Wegen eines dummen, kindischen Streiches setzt du den Stein aufs Spiel! Ich dachte du hättest Grips! Ich dachte du hättest verstanden! Ich bin enttäuscht von dir, James. Das hätte ich nicht erwartet.“
James war wie erstarrt. Was hatte er getan? „Ich bin enttäuscht von dir, James!“, ihre Worte hallten in seinem Kopf nach, immer wieder. Wie ein Echo. Das erste Mal in seinem Leben wusste er nicht was er sagen sollte. Andromeda sah James lange noch lange in die Augen bevor sie sich abwandte und ging ohne sich noch einmal umzublicken. James Gehirn arbeitete. Er sah die Szene vor sich…sein Vater der sich am Bahnsteig von ihm abwandte und ihn allein ließ. Er hatte jetzt auch seine Tante enttäuscht. Dass er für seinen Vater oft eine Enttäuschung war wusste er. Er war eben nicht Albus, so sehr er sich auch anstrengte. Andromeda hatte nie von ihm verlangt, dass er sich änderte, hatte ihn immer so akzeptiert wie er war, aber das war jetzt anders. Alles war jetzt anders. Diese Erkenntnis traf James wie ein schlag in die Magengrube. Er war jetzt nicht mehr Dromedas „Lieblingsneffe“, er war jetzt ihr Schüler. Und zwar nicht nur in Zaubertränke.
Es würde nie wieder so sein wie früher. Aber er würde seine Tante nie wieder enttäuschen das schwor er sich, komme was wolle.
Er rannte beinahe zu Andromedas Büro. Schüchtern klopfte er dann an ihre Tür.
„Herein.“
„Andromeda, es…es tut mir Leid. Ich habe verstanden, was du gesagt hast. Du hast Recht und ich verspreche, dass so etwas nie wieder vorkommen wird. Ich werde zu jeder Stunde erscheinen und ich werde alles lernen…ich enttäusche dich sicher nicht noch einmal.“, James Stimme klang fest.
„Gut, James. Wir versuchen es noch einmal. Um deine…deine Loyalität“, sie verzog bei dem Wort leicht das Gesicht, “unter Beweis zu stellen, habe ich schon einmal eine Aufgabe für dich…Ich möchte, dass du deine Freundschaft zu Fred, Miss Wood und deinen anderen Freunden…es ist besser wenn du die Freundschaft nicht vertiefst.“
James setzte wieder seine Maske auf und bemerkte, dass es ihm keinerlei Mühe bereitete.
„Das geht klar, Andromeda.“
„Gut, jetzt geh in deine Klasse aber sei heute Abend pünktlich um sieben bei mir.“, mit diesen Worten entließ sie ihn.
Kaum hatte er die Tür hinter sich ins Schloss fallen lassen, brach Andromeda Tonks in Tränen aus. „Es tut mir so Leid, Sirius. Es tut mir so Leid. Bitte verzeih mir!“ Und sie sah dabei zur Decke.
James war auf dem Weg zu den Schlossgründen und überlegte sich wie er das mit Fred, Eliza und Judy am besten hinbekommen würde. Er würde sie wohl einfach so gut es ging ignorieren, irgendwann ließen sie ihn dann bestimmt in Ruhe. Der Gedanke versetzte James einen Stich, aber er verstand warum Andromeda das von ihm verlangte. Sirius hatte sich damals nicht von seinen Freunden verabschiedet und war in Askaban gelandet. 13 Jahre lang hatte er seiner Aufgabe nicht nachgehen können. James durfte das nicht passieren.
Die anderen waren schon auf dem Quidditschfeld und eben kam ihre Besenfluglehrerin dazu: Professor Chang. James mochte die Frau zwar nicht aber das Fliegen lenkte ihn eine Weile von seinen Sorgen ab. Es tat gut den Wind im Gesicht zu spüren. Die Stunde war nur zu schnell vorbei. Fred winkte ihm, sie sollten zusammen zu Verwandlung gehen aber James ließ ihn stehen. So ging es den ganzen Tag über, jedes Mal wenn James einen seiner Freunde sah, ging er ihm aus dem Weg. Er brauchte seine Eismaske jetzt nicht mehr aufzusetzen, er trug sie ständig ohne Unterbrechung.
Das Abendessen ließ er ausfallen und ging stattdessen auf direktem Wege zu Andromeda.
„Guten Abend, James. Bevor wir heute mit dem praktischen Teil deiner Ausbildung beginnen, muss ich dir noch etwas erklären. Es gibt noch einen Grund warum es besser für dich ist deine Freunde, nirgendwo mit hinein zu ziehen: Verrat. Denn, und es ist wichtig, dass du dir das merkst, Gefahr kann von allen Seiten kommen. Denk an Sirius und deinen Großvater, einer ihrer besten Freunde hat sie verraten. Ich kann es dir wohl am besten anhand der Häuser hier in Hogwarts verdeutlichen. In jedem Haus gibt es „Verräter“, denk darüber nach.
James glaubte nicht, dass Fred oder Eliza und Judy ihn jemals verraten würden aber er wusste was Andromeda sagen wollte. Er musste nur an McLaggen, Smith oder einige miese Ravenclaws denken und er hatte verstanden, also nickte er seiner Tante zu.
„Schön, dann beginnen wir jetzt mit der Praxis.“
Der Unterricht war wirklich hart, Andromeda brachte ihm Okklumentik bei und er fand es ziemlich schwer seinen Geist zu verschließen aber letztendlich gelang es ihm nach einer Weile. Er war auch sonst ein recht verschlossener Mensch, vielleicht fiel es ihm deshalb leichter als seinem Vater.
Er kehrte erst nach Mitternacht in den Gemeinschaftsraum der Gryffindors zurück, trotzdem waren seine Freunde noch wach um auf ihn zu warten. Eigentlich hatte er das erst morgen machen wollen aber es war wohl besser wenn er es schnell hinter sich brachte…
Also nur so als Vorwarnung: Ich denke ich werde jetzt noch ein paar Chaps lang über James erstes Jahr schreiben und dann einen Zeitsprung machen...so ins vierte oder fünfte...vielleicht kommen aber noch ein paar Chaps von Albus und Lilys erstem Jahr ( aus James Sicht natürlich )...was meint ihr???
Hoffe das Chap hat euch gefallen.
LG JS
PS: Kommis? *hundewinseln*
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