
von James Sirius
Heiligabend. James saß allein in einem Sessel im Gemeinschaftsraum. Eliza war wohl schon zu Bett gegangen. James war sich aber nicht sicher. Er hatte den ganzen Abend mit Andromedas Unterricht verbracht. Noch immer arbeitete er an seinem Patronus. An diesem Abend hatte man das erste Mal einen Umriss eines Tieres sehen können. Es war ein großes katzenartiges Wesen gewesen. James wusste genau warum es dieses eine Mal geklappt hatte. Er schloss die Augen und sah sie deutlich vor sich: Leise lächelnd, streckte sie ihm ihre Hand entgegen, James tat ohne es wirklich zu bemerken dasselbe. Etwas veränderte sich: Das Lächeln verschwand, ihre Augen waren vor Angst geweitet. Er versuchte ihre Hand zu greifen, doch sie zuckte zurück und verschwand in der Dunkelheit. Ruckartig schlug James seine Augen wieder auf. Was war das gewesen? War er einfach nur kurz eingenickt und hatte geträumt? Tief in seinem Innern wusste er, dass es kein Traum gewesen war und ein Verdacht keimte in ihm auf. Was war wenn, dass eine Vision gewesen war? Was war, wenn die Dinge, die ihn in seinem Schlaf quälten Realität werden würden? Was sollte denn noch kommen? Hatte er mit der ganzen Black – Kiste nicht schon genug Probleme? Musste er jetzt auch noch Visionen haben? James hatte das Gefühl, die ganze Welt laste auf seinen Schultern und er war kurz davor unter der Last zusammenzubrechen. Er wollte nicht mehr. Es reichte. Er hatte die Nase voll.
Sollte Andromeda doch zu Scorpius gehen oder zu sonst irgendwem. James war es egal. Ohne dieses dämliche Vermächtnis würde es ihm besser gehen. Und er könnte versuchen seine Freundschaft zu Fred, Judy und Eliza zu retten. Sich wieder mehr auf Quidditsch konzentrieren…schlafen…tun und lassen was er wollte…zum Beispiel Al heimzahlen, dass er versucht hatte ihn zu verhexen. Aber James wusste, dass er es nie übers Herz bringen würde alles hinzuschmeißen. Es war nicht seine Art. Er war todmüde und quälte sich eine halbe Stunde später in seinen Schlafsaal. Doch wirklich schlafen konnte er nicht. James konnte sich nicht daran erinnern wann er das letzte Mal richtig geschlafen hatte. Dieses im-Bett-umherwerfen, jede Nacht zählte nicht. Am nächsten Morgen ging es James auch nicht gerade besser. Nicht nur, dass er wieder diese seltsamen Träume gehabt hatte, nein, es war Weihnachten. Die meisten Schüler freuten sich auf das Fest der Liebe. James hasste es. Es erinnerte ihn noch mehr daran wie allein er war und auch seine Geschenke am Fußende seines Bettes konnten ihn nicht aufheitern. Dennoch stand er auf und begann seine Geschenke auszupacken. Er bekam jede Menge Plätzchen und einen Pullover ( schwarz ) von seinen Großeltern, von seinen Eltern ein Besenpflegeset und einen Zwei-Wege-Spiegel wie James und Sirius einst einen gehabt hatten. Er bekam beide Teile, sodass er selbst entscheiden konnte wem er den Spiegel gab. Aber das Geschenk betrübte James ebenfalls, denn er hatte keine Ahnung was er mit dem Spiegel anfangen sollte. Er hatte keine Freunde mehr mit denen er heimlich kommunizieren könnte. Jetzt waren nur noch zwei Geschenke übrig. Das eine war ziemlich schlampig verpackt und enthielt ein altes gerahmtes Bild von Sirius und James. Das Abdeckglas war bereits zersplittert und die Fotographie war ziemlich verblichen aber James sah, das Lächeln auf den Gesichtern seiner Vorfahren. Es spiegelte sich in ihren Augen wieder. Ob er es da wohl schon gewusst hat? Fragte sich James. Er glaubte es nicht. Sirius und James waren noch sehr jung gewesen als das Foto gemacht wurde. Und doch etwas in Sirius rauchgrauen Augen erinnerte James an sich selbst. Und er war sich sicher. Sirius hatte es gewusst. Aber warum konnte er dann so glücklich sein? Warum blieb er bei James? Wie konnte er das verantworten? James wusste es nicht und er beschloss später auf das Foto zurückzukommen, vorerst wollte er wissen wer ihm das Foto geschickt hatte. Andromeda? Nein, bestimmt nicht. Harry? Ja, klar. McGonagall? James sah die strenge Professorin vor seinem inneren Auge und schüttelte den Kopf. Nocheinmal fiel sein Blick auf das Foto und die schlampige Verpackung daneben und er wusste es. Kreacher! Natürlich. Er hatte Zugang zu Sirius ehemaligem Zimmer und hatte das Foto bestimmt dort gefunden. James war zutiefst gerührt. Er würde seinem Elfen später dafür danken und ihn belohnen. Nur noch ein Päckchen lag jetzt am Boden. Es war sehr klein und schwarz verpackt. Ein kleiner Zettel lag dabei:
Schwarz die Augen,
Schwarz das Haar,
Schwarz der Stein,
Schwarz das Sein,
Schwarz der Glauben,
Schwarz wie wahr,
Schwarz der Wächter,
Schwarz der Schlächter,
Schwarz der Tod,
Schwarz wie Rot.
Sei stark. Sei klug. Sei mutig. Sei tapfer. Sei stolz. Sei schwarz. Sei Black.
Sirius hat diesen Ring getragen. Jetzt ist er der deine.
James sah auf den Zettel und las die Worte, doch er verstand sie nicht. Obgleich er wusste wer diesen Zettel geschrieben hatte: Andromeda.
Da er nicht wusste was er nun tun sollte nahm er das kleine Päckchen und öffnete es vorsichtig. Ein goldener Ring kam zum Vorschein, in den ein schwarzer gravierter Stein eingelassen war. Der Ring schien sehr alt zu sein, er wies unzählige Kratzer auf. Das Motiv auf dem Stein war nur schwer zu erkennen. Es zeigte einen großen Hunde- oder Wolfskopf. Das war wirklich Sirius Ring gewesen. Aber James wusste nicht was er damit machen sollte. Und noch viel weniger wusste er was dieses seltsame Gedicht zu bedeuten hatte…Aber er steckte den Ring an seinen rechten Zeigefinger und betrachtete ihn sorgfältig. Es war ein wertvoller Ring, dass sah man sofort. Vermutlich koboldgearbeitet.
„Was soll das Andromeda?“, fragte sich James. „Was soll dieses seltsame Gedicht?“
„Was für ein Gedicht?“, fragte auf einmal eine James wohl bekannte Stimme. Fred Alastor Weasley stand in der Schlafsaaltür und blickte neugierig zu seinem ehemaligen besten Freund.
Also ersteinmal möchte ich mich entschuldigen, dass ich so lange nichts mehr gepostet habe. Die Schule raubt mir aber im Moment den letzten Nerv. Ich werde jetzt aber wieder öfter schreiben.
Dann muss ich mich aber für noch etwas entschuldigen: Für dieses wirklich furchtbar miserable "Gedicht" ( der Grund warum ich keine Lust hatte zu schreiben ) aber ich wollte unbedingt, dass Andromeda nicht einfach nur irgendetwas hinkritzelt. Falls das Gedicht nicht ganz klar ist ( glaubt mir ich weiß, dass das niemand kapieren KANN ) zu einem kann ich etwas sagen, das rot bezieht sich auf Blut. OK? Alle verstanden? Nein? Prima. Oh ich hasse dieses Chap.
Naja. Was solls. Seit nicht zu streng mit mir ok?
PS: Ist euch aufgefallen, dass Molly James einen schwarzen Pulli geschickt hat?
LG JS
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