
von James Sirius
@MinaMi: Doch eigentlich sollten sie sich erst in der fünften wieder vertragen aber...wie gesagt ich wollte den armen James nicht länger leiden lassen...
@sisa: Es lag in jedem Fall nicht daran, dass er nichts gegessen hatte.
@~*Hermine95*~: Du hattest sogar zu 99% Recht. Und ich hab mich gefreut, es hat nämlich jemand den Sinn von dem "Gedicht" verstanden und es hat sogar jemand gut gefúnden. *Juhu* ;-)
James lag in dieser Nacht wieder einmal lange wach. Er fragte sich ob es richtig gewesen war sein Versprechen zu brechen, ob es richtig gewesen war Eliza und Fred da mithineinzuziehen…Aber er konnte es jetzt nicht mehr ändern und wenn er ehrlich war wollte er das auch gar nicht. Er hörte Freds ohrenbetäubendes Schnarchen und grinste. Er hätte nie gedacht, dass ihn dieser Laut einmal so glücklich machen würde. James ließ seine Gedanken schweifen und dachte unwillkürlich an Andromeda…Was würde sie sagen? James wollte das gar nicht so genau wissen…Aber er machte sich nicht allzu große Sorgen immerhin war er ziemlich gut in Okklumentik.
Nach einer Weile fiel sein Blick auf Sirius Ring. Seinen Ring. Er trug ihn noch immer am Zeigefinger der rechten Hand. James hatte keine Ahnung was er mit dem Ding anfangen sollte aber…er wollte ihn nicht vom Finger nehmen. Er betrachtete ihn genauer…es schien als würden sich die Augen des Wolfes bewegen…aber das war wohl nur das Dämmerlicht. Vorsichtig strich er mit dem Finger über die Gravur im Stein. Der Stein war kalt und hart und doch…es war kein normaler Stein…
Ein Grunzen riss James aus seinen Gedanken, er lächelte und er hatte seine Meinung bezüglich Freds Schnarchen geändert, es war echt ätzend.
Es dauerte eine Weile bis James endlich einschlief, doch es war der erholsamste Schlaf seit langem. Kein Traum. Kein Anfall.
Am nächsten Morgen wurde James unsanft aus dem Schlaf gerissen: Wie aus dem Nichts drückte etwas auf seinen Brustkorb und nahm ihm die Luft zum Atmen. James riss die Augen auf: Eliza hatte sich auf ihn drauf gesetzt!
„Oh, hab ich dich etwa aufgeweckt?“, fragte sie unschuldig und klimperte mit den Wimpern.
„Runter von mir.“, keuchte James nach Atem ringend.
„Nein.“, war die zuckersüße Antwort.
„GEH RUNTER VON MIR!“, wiederholte er.
„Nein.“
„Ich will das hier nicht aber du lässt mir leider keine andere Wahl.“, James stemmte seine Hände auf das Bett und richtete seinen Oberkörper auf, sodass Eliza drohte vom Bett auf den Boden zu rutschen aber James fing sie auf, indem er ihr einen Arm um die Taille legte und sie zurück aufs Bett zog.
„DAS war echt sehenswert!“, kam prompt der trockene Kommentar von gegenüber.
Eliza wurde ein wenig rot, war aber um eine Antwort nicht verlegen: „Ist unser Faultier hier also auch schon aufgewacht?“
„Ja ich hab gut geschlafen, danke der nachfrage. James, ist deine Hand da festgeklebt oder was?“, Fred grinste von einem Ohr zum anderen. Er sah aus wie eine Katze die Sahne geschleckt hat.
James zuckte leicht zusammen: Sein Arm lag immer noch um Elizas Taille geschlungen. Am liebsten hätte er Fred jetzt einen hübschen Unverzeihlichen Fluch auf den Hals gehetzt aber stattdessen zog er nur seinen Arm zurück und rückte ein wenig von Eliza ab. Nach einem flüchtigen Blick auf Eliza zu schließen war er im Übrigen nicht der einzige, der Fred einen Fluch aufhalsen wollte und das wiederum hob James Stimmung ungemein.
„Was machst du eigentlich im Jungenschlafsaal, Liz?“, James würde alles tun um das Thema zu wechseln aber Fred zeigte keine Gnade. Er schien es richtig zu genießen seine Freunde zu reizen.
„James wollte uns erzählen warum er sich die letzten drei Jahre wie ein „Stinktier“ benommen hat.“, Eliza war immer noch leicht rosa im Gesicht.
„Und deshalb kommst du hier rauf und weckst uns? Nur deshalb, ja?“, Freds Augen blitzten.
„Sicher, warum denn sonst?“, Eliza war verblüfft. Was sollte sie sonst dort wollen?
James ahnte was jetzt kommen würde…und er war wirklich drauf und dran aufzustehen und Fred zum Schweigen zu bringen, aber…etwas in ihm wollte Liz Reaktion sehen…
„Naja, du hättest nicht extra hier hoch kommen müssen um die Story zu hören, die hätten wir dir später auch unten erzählen können…aber ich bin mir sicher James hat nachher mehr an als nur Boxershorts und ein T-Shirt.“, meinte Fred unschuldig. Das diebische Grinsen auf seinem Gesicht machte den unschuldigen Tonfall allerdings wieder wett.
„Du…Du…Wie kommst du auf…was…Ich…“, erst jetzt fiel ihr auf, dass James wirklich nur Boxershorts und ein T-Shirt trug und sie lief dieses mal tiefrot an. Auch James fühlte sich etwas unbehaglich und zog so unauffällig wie möglich die Decke etwas weiter hoch, bevor er Fred anfuhr: „Was soll das Fred? Lass sie in Ruhe!“ James war nicht länger zu Scherzen aufgelegt das konnte auch Fred deutlich spüren, Eliza schien das jedoch egal zu sein: „Ich kann für mich selbst sprechen, Jamie.“
„Nenn mich nicht Jamie!“, zischte James.
„Was willst du denn dagegen machen, Jamie?“
James kochte wie ein Vulkan kurz vor dem Ausbruch. Am liebsten würde er Fred kopfüber vom Astronomieturm baumeln lassen aber er hatte keine Lust auf McGonagalls Strafpredigt. Fred, der ahnte was ihm bevorstand, sollte er auch nur noch einen Mucks von sich geben, schlich sich leise und unbemerkt ( James und Eliza waren zu sehr damit beschäftigt sich anzufunkeln, als dass sie es bemerkt hätten ) aus dem Zimmer. Er schaffte es gerade noch bis zur Treppe ehe er in schallendes Gelächter ausbrach.
„Ich hab dir gesagt, du sollst mich nicht Jamie nennen!“, James Augen blitzten ehe er blitzschnell aufstand und sich, die heftig protestierende Eliza über den Rücken schwang.
„Was wird das? James, ich warne dich. Lass mich sofort runter!“, schrie Eliza.
„Ich glaub nicht, Kleines. Du hast eine kleine Lektion verdient. Man sollte Leute, die größer und vor allem stärker sind, nicht reizen.“
„Ich schwöre dir, wenn du mich nicht sofort runter lässt…“, Eliza zitterte vor Wut.
„Was dann? Alles leere Versprechungen…Aber bitte versuchs doch, was willst du mir so Schreckliches antun?“, James lächelte sarkastisch. Aber er schwang Eliza von seinem Rücken als wäre sie eine Feder und setzte sie ab.
„Ich warte, Liz.“
Eliza stand erst einen Moment nur da und funkelte ihn an aber dann regte sie sich langsam und wie in Trance. Sie schwankte auf ihn zu. James hastete zu ihr. Was war los? Was war mit ihr? „Liz, ist alles in Ordnung? Liz…?“, James schaffte es nur mit Mühe zu sprechen. Dann standen sie sich gegenüber und Eliza hob langsam die Hand, James Herz stockte…und dann verpasste Eliza James eine schallende Ohrfeige und eilte aus dem Zimmer. James stand da als hätte ihn ein Blitz getroffen. Er hielt sich die Wange und starrte auf die Tür, durch die Eliza eben verschwunden war.
Sobald er sich ein wenig gefangen hatte ging er ins Bad und nahm eine kalte Dusche ( danach ging es ihm wesentlich besser ). Er zog sich an und ging dann runter in den Gemeinschaftsraum. Fred saß ( im Pyjama ) in einem der Sessel und schlief. Das war die perfekte Gelegenheit es ihm heimzuzahlen. „Kreacher!“, flüsterte James. Wie erwartet erschien der Elf binnen Sekunden. „Komm her Kreacher und setz dich hier hin, bitte. Aber sei leise, ja?“ James setzte den Elf vorsichtig auf Freds Schoß, aber diese Vorsicht war unnötig, Fred schlief wie ein Baby. Sein Gesicht sah im schlaf beinahe unschuldig aus. Beinahe. „Gut so, Kreacher, bleib einfach da sitzen.“
James war drauf und dran einen von Weasleys Zauberhaften Nasszündenden Raketen abzufeuern als Eliza die Treppe herunterkam. James fuhr sich unwillkürlich über die Wange. „Wegen vorhin…es…es tut mir Leid, James. Ich hab wohl etwas überreagiert.“ Sie sah James entschuldigend an.
„So leicht mach ich’s dir aber nicht, Kleine. Du hast einen ordentlichen Schlag drauf für so ein kleines zierliches Ding.“, James genoss es sie aufzuziehen.
„Was soll ich denn machen, soll ich vor dir auf die Knie gehen und dir die Füße küssen? Träum weiter James.“, war Elizas ernüchternde Erwiderung.
„Wie wärs wenn du mir stattdessen hilfst Fred eins auszuwischen? Die Füße küssen kannst du mir später noch wenn du unbedingt darauf bestehst…“
Elizabeth rollte nur mit den Augen und entzündete die Rakete. Der Lärm war unbeschreiblich. Fred fuhr aus dem Schlaf und sah direkt in ein paar tennisballgroße graue Augen. Sein Entsetzensschrei war so hoch, dass James glaubte sein Trommelfell würde explodieren, aber Freds Gesicht war es wert gewesen. Eliza kugelte sich vor Lachen und selbst James lachte bellend. Kreacher hingegen war einfach nur verwirrt.
„Du kannst gehen, Kreacher, danke, das hast du wirklich gut gemacht.“, sagte James als er endlich wieder sprechen konnte. Kreacher nickte ergeben und verschwand. Fred rührte sich nicht. Er war wie gelähmt. „Ihr…Ihr habt mir einen Streich gespielt! MIR? IHR habt MIR einen Streich gespielt…Schande über mich…“, stammelte er später.
„Du hattest es verdient.“, Eliza kannte kein Mitleid und auch James war reuelos.
„Ja, sei froh, dass ich dich nicht kopfüber vom Astronomieturm hab baumeln lassen.“, sagte er.
„Lieber das. Weißt du wie unglaublich EKLIG dieser Elf ist? Wessen Elf ist das eigentlich?“
„James´.“, Eliza würde die Begegnung auf dem Damenklo sicher nicht so schnell vergessen.
„Du hast einen Hauselfen? Cooooool! Weißt du wie nützlich die sein können? Das eröffnet uns ganz neue Dimensionen was Streiche angeht…“, schwärmte Fred träumerisch.
„Er ist der Elf der Blacks.“ Die ausgelassene Stimmung wich einer fasst greifbaren Spannung.
„Ich glaube es ist an der Zeit, dass ich euch erzähle was es bedeutet ein Black zu sein. Ich erzähle euch vom Vermächtnis der Blacks. Von Sirius Vermächtnis. Von meinem Vermächtnis…“, und James begann zu erzählen.
So also endlich wieder ein Chap mit Dialogen. Ich hoffe sie gefallen euch und James Stimmungsschwankungen sind euch nicht zu doof. Ich mag das Chap hier viel lieber als die letzten...ich weiĂź aber nicht so genau warum.
Der Ring wird noch eine kleine Rolle bekommen...und Albus wird eine größere Rolle bekommen, das nur so als Vorwarnung ;-)
Hoffe wie immer dass das Chap euch gefällt und ihr mir fleißig Kommis schreibt. Wie wärs mit...hm...170? Weil ich doch so schnell das neue Chap hochgeladen hab?
*Sirius-Hundeblick aufsetz*
LG JS
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